|

|
Zeugnis
von VolkerD - Lebensbeschreibung
- Hingabe |
Ich lebe mit meiner Familie in Nähe von Idar-Oberstein im Hunsrück, bin 43 Jahre alt, verheiratet und wir haben 5 Kinder.
Angestammt komme ich aus einer Familie, in der das Konkurrenzdenken, das Mitreden wollen in der Welt sehr ausgeprägt war und teilweise noch ist. In meiner Seele hat dies sehr deutliche Spuren dahingehend hinterlassen, dass ich das luziferische Denken sehr stark übernommen habe, wobei ich natürlich den hierfür notwendigen Resonanzboden mitgebracht habe. Als Kind hatte ich oft den sehr starken Drang zu Jesus und es war mir damals schon bewußt, dass Jesus einen Widersacher hat, der mich von seiner Liebe abziehen will. In den Jugendjahren und im anschließenden Erwachsenenalter bin ich dann völlig von Jesus abgekommen, bin dann der Lustseuche verfallen, die mich in eine tiefe Abhängigkeit gezogen hat und einen ausgeprägten Suchtcharakter hatte.
In 1998 bin ich dann mit einer sehr lieben Schwester bekannt geworden, bzw. Jesus hat uns zusammengeführt, die damals schon seit 8 Jahren auf dem Weg ins Vaterhaus war. Durch diese Begegnung hat sich mein Leben wieder zu Jesus zurückbewegt. Vor 9 Jahren kam dann bei mir der Umschlagspunkt, als die liebe Schwester mir so eindringlich ins Gewissen geredet hat, in dem sie mir die geistigen Konsequenzen meiner Lustseuche aufgezeigt hat. In den folgenden Jahren habe ich dann mit Jesu Hilfe die Lustseuche zu weit niedergekämpft, dass mir der Gegner damit nicht mehr den Weg zu Jesus versperren konnte.
Der nächste Entwicklungsschritt bestand darin, die Erbsünde (adamitischer Fall) durch die sinnliche Enthaltsamkeit zu überwinden. Der Entschluß hierzu kam zunächst hauptsächlich aus der Erkenntnis über die geistigen Hintergründe und Folgen der Erbsünde und weniger aus einem inneren Drang des Herzen. Letzteres macht frei und heil, ersteres bindet und verletzt, weil die von der Liebe isolierte Erkenntnis luziferisch ist und die Einheit im Geiste somit verfehlt wird. Solange die Erbsünde nicht aus dem Herzen, d.h. aus der Liebe Jesu in sich überwunden wird, bleibt die Erbsünde ein Schwelbrand. So kam es, dass sich die Überwindung der Erbsünde über Jahre hingezogen hat. Erst seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass der Brandherd Erbsünde in mir gelöscht ist, wobei ich mich niemals in Sicherheit wägen darf, dass Rückfälle für alle Zukunft nicht mehr möglich sind. Deshalb sagt Jesus ja auch, dass wir wachsam bleiben müssen, um nicht zu fallen im Moment der Versuchung.
Das 3. Gebot (den Sabbat heiligen) stellt hierbei für mich eine wichtige Hilfestellung dar, um in der Wachsamkeit nicht nachzulassen. Der Sabbat ist für mich die Ewige Liebe, ist also der ewige Heilszustand, mit dem uns Jesus durch Seinen Leidens-, Erlösungs- und Auferstehungsweg wieder verbunden hat. Und in dieser Verbundenheit spüre ich die Gegenwart Jesu immer stärker, so dass es jetzt besser geht, in der Versuchung standzuhalten und nicht zu fallen. In der bewußten und gefühlten Gegenwart Jesu werden die Fallstricke des Gegners immer deutlicher erkennbar, die ständig um uns ausgebreitet werden. Wir leben in einem Geflecht von Fallstricken und das Heimtückische dieser Fallstricke ist, dass diese aus vielen Banalitäten bestehen, diese als solche in geistiger Hinsicht indifferent erscheinen. Diese Banalitäten stellen aber oft das Anfangsglied einer Wirkungskette dar, die uns von Jesus wegziehen soll.
Ich habe auf meinen bisherigen Entwicklungswege die unreifen Zustände meiner Seele sehr deutlich erlebt, d.h. die Konsequenzen der Ursünde (luziferischer Fall) und Erbsünde (adamitischer Fall) sind mir sehr bewußt, wobei ich für mich sagen muss, dass die Ursünde mit Ihrer Gedankenwelt der von Gott getrennten luziferischen Seele sehr viel tiefer sitzt als die Erbsünde, welche in ihren Fallstricken viel leichter zu durchschauen ist. Mit der Ursünde sind wir sozusagen von klein auf konditioniert worden, so dass das Selbstbild sehr stark vom luziferischem Bewußtsein geprägt ist. Die Kundgaben helfen mir sehr dabei, mich in meiner luziferischen Eigenart zu erkennen und wahrzunehmen und schaffen damit die Voraussetzung, mit der Liebe und Kraft des Vaters, die in mir gefallenen Zustände in kleinen Schritten zu überwinden.
Das Leben ist Kampf, das kann auch gar nicht anders sein. Dabei sollen wir nicht nach außen Kämpfen, so wie dies die Welt tut, sondern nach innen, in dem wir es lernen in Vertrauen und Geduld, unsere Vorstellungen, Wünsche und Erwartungen loszulassen. Jesus kämpfen zu lassen und selbst dabei ganz ruhig und gleichmütig zu werden, dass erlebe ich innerhalb meiner Familie als die große Herausforderung. Das was meine Kinder und meine Frau an Problemen an mich herantragen sind immer nur die Spiegelbilder der unreifen Anteile meiner Seele und die gilt es im Aufblick zum Vater anzunehmen und an Ihn abzugeben (das eigene Kreuz annehmen). Im ganz kleinen wird damit nachvollzogen was Jesus im ganz großen für uns getan hat. Die Familie ist für mich der Platz, wo die Nächstenliebe gelernt und verwirklich wird.
In diesem Prozeß werde ich ständig mit mir selbst, d.h. mit meinen eigenen Schwächen konfrontiert und diese kommen zu meist aus der Eigenliebe. Die Überwindung der Eigenliebe innerhalb der Familie durch die selbstlose und vor allem durch die barmherzige Nächstenliebe ist für mich die ganz wesentliche Voraussetzung um frei. d.h von sich selbst frei zu werden. Und von sich selbst frei zu sein heißt das luziferische Bewußtsein überwunden zu haben (da stehe ich noch lange nicht). Das ist für mich auch Voraussetzung, um in der Welt bestehen zu können und diese Voraussetzung wird zu allererst in der eigenen Familie geschaffen. Und darum gebe ich mich der Familienaufgabe ganz hin ohne darüber nachzudenken, ob ich irgendwann einmal auch nach außen hin für Jesus tätig werden soll.
Die Gefahr ist immer vorhanden, sich von dem labilen Weltengeschehen mitreißen zu lassen, was bei der letztjährigen Schweingrippenhysterie sehr deutlich geworden ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich dieses Zeugnis mit der Beschreibung eines Traumes abschließen, den ich letztes Jahr in der Zeit hatte, als die Hysterie der Schweingrippe ihren Höhepunkt erreicht hatte.
„Ich stehe zu Hause an einem großen Fenster und schaue nach draußen und sehe auf einmal eine Spinne mit einem Totenkopf auf ihrem Hinterleib. Die Spinne beißt einen Leopardenmenschen, der anschließend gelähmt auf dem Boden liegen bleibt. In dem Moment höre ich meine Frau rufen, ganz leise nur, obwohl sie von sich aus laut gerufen hat. Ich gehe zu ihr hin und sie sagt, dass sie mich schon eine ganze Weile gerufen hätte, ich sie aber nicht gehört hätte.“
Jesus hat mir anschließend gesagt, dass ich mich nicht mit der Welt beschäftigen soll, sondern mit meiner Familie, damit diese in Seiner Liebe frei wird.
Liebe Grüße Volker
Siehe
auch: Jesus
durch V.D.
30.
September 2010
Hingabe (Nachtrag)
in dem Wort Hingabe steckt die Bedeutung ja schon drin. Für mich heißt Hingabe mein eigenes ich hinzugeben, oder auch loszulassen, damit das höhere Ich der Liebe Gottes in mein Leben resp. in meine Seele einziehen kann. Mit der Hingabe ist auch die wahre Freiheit verbunden, denn frei fühle ich mich erst, wenn ich mein ich hingegeben habe.
Das eigene ich ist nach außen orientiert, der äußeren Welt zugewandt. Die Hingabe geht nach innen in das eigene Herz, in das Zentrum der Ewigen Liebe Gottes, zieht sich also von der äußeren Welt in die innere Welt zurück, um hier Sammlung, Ausgeglichenheit, Ruhe und Frieden zu erfahren und zu empfangen. Dadurch bin ich angebunden an die Kraftquelle des Lebens, wodurch ich immer wieder Stärkung und Neuorientierung erfahre.
Ohne Hingabe können wir auch nicht in den Schlaf finden. Im Schlaf findet ja im Grunde genommen der gleiche Vorgang statt, wie oben beschrieben. Um schlafen zu können, muss ich die eigenen Gedanken, also das eigene ich loslassen können, ansonsten ist an Schlaf nicht zu denken. Im Schlaf bin ich hingegeben und was uns stärkt und regeneriert im Schlaf ist für mich die Kraft aus der Liebe Gottes.
Mit der eigenen Seele im Schlaf hingegeben zu sein und dadurch die für unser Leben unentbehrliche Stärkung zu erfahren ist ein Zustand, der der eigentlichen Wirklichkeit unseres Seins viel näher steht als das äußere Leben, welches wir tagsüber erleben. Denn das äußere Leben zieht uns Kräfte ab, die wir ohne den Schlaf nicht ersetzen können. Das innere Leben im Schlaf führt uns die lebenswichtigen Kräfte zu, damit wir tagsüber durchhalten können.
Die bewußte Hingabe tagsüber ist für mich Voraussetzung, um durch bewußte Orientierung nach innen auch tagsüber an die Kraftquelle des Lebens angebunden zu sein, eben die Kraftquelle, die uns auch im Schlaf stärkt und regeneriert. Die bewußte Hingabe an die Kraftquelle des Lebens setzt für mich voraus, dass ich das eignen ich (oder Ego) auch tagsüber loslassen kann, um von innen her gestärkt werden zu können.
Frau F. hat einmal gesagt, unser Leben hat den Sinn, die himmlische Reife zu erlangen. Die himmlische Reife ist für mich der Zustand des völligen Ausgeglichenseins in der Liebe. Denn in der Liebe lösen sich alle Gegensätze auf. Mit der Hingabe lerne ich es, mich diesem Zustand der Liebe anzunähern. Spüre ich diese Liebe in meinem Herzen, möchte ich mich immer mehr mit der Liebe verbinden, mit Ihr sozusagen eins werden.
Löst sich mein eigenes ich in diesem Zustand mehr und mehr auf, schaue ich nicht mehr auf mich, sondern schaue auf die Zustände, die sich noch außerhalb der Liebe befinden. Denn die Liebe möchte alles überwinden, was noch von Ihr getrennt ist. Das heißt, habe ich durch die Hingabe die Liebe in mir gefunden, dann geht diese in die Nächstenliebe über.
Durch die Nächstenliebe wird die Trennung zwischen den Menschen überwunden. Diese Trennung existiert nur in unseren Köpfen, also dort wo unser ich oder Ego wohnt. Und solange dieses ich gepflegt wird, kann es auch keinen Frieden in uns und zwischen den Menschen geben. Und genau das sehe ich als Grund für den Unfrieden in der Welt, der aus der Unfähigkeit resultiert, die durch das eigene ich im Kopfe erzeugte Trennung durch das höhere Ich der Liebe Gottes zu überwinden. Die Überwindung des eigenen ich setzt wiederum Hingabe voraus.
Die Überwindung der Trennung in uns selbst und von unseren Nächsten ist für mich der Zustand der Himmlischen Reife von der Frau F. gesprochen hat und in diesem Zustand erleben wir in uns und mit unseren Nächsten die Einigung (sozusagen die innere Wiedervereinigung) mit der Liebe. Und diese Einigung bringt dann die wahre Freiheit. Die äußere Wiedervereinigung bringt keine Freiheit, wie am Beispiel der deutschen Einigung sehen kann. Die mit der deutschen Wiedervereinigung erlangte Freiheit ist für mich keine echte Freiheit, weil sie wieder in neue Abhängigkeiten und damit Unfreiheiten geführt hat. So muss jeder für sich die innere Wiedervereinigung mit der Liebe Gottes anstreben, um wahrhaft frei zu werden und dies setzt Hingabe, Demut und die Verleugnung des eigenen ich‘ s voraus.
Liebe Grüße Volker
Siehe
auch: Jesus
durch V.D.
Nachtrag
vom 26. Oktober 2010

|