
Möchtest Du auch an dieser Stelle davon zeugen, dass Jesus in Deinem Leben gewirkt hat, dann gebe mir eine Nachricht.
Im Anfang war die Idee und diese Idee war bei Gott und von Gott mir geschenkt, ein einfaches Modell der Schöpfung zu schaffen, das Gott den Vater, sowie Sein Schaffen erklärt. Und im Urgrund Seines Schaffens war Seine Idee, - Sein Modell -, auch zunächst mal sehr einfach und es bedurfte großer Zeiträume, bis Sein Ergebnis, - Seine Schöpfung -, die geistige Welt, das Universum, die Natur und der Mensch, als der i-Punkt Seines Schaffens dastand.
Und auch bei mir bedurfte es eines langen Zeitraumes (etwa zehn Jahre) bis dies primitive, einfache Schöpfungsmodell verwirklicht war. Viele Ideen sind im Papierkorb gelandet. Doch meine Gedanken, meine Ideen waren nicht die meinen. Sehr bald merkte ich, dass hinter der Idee mehr stand, nämlich die Führung des Vaters, denn mit jeder neuen Idee, ist in mir auch die Erkenntnis und der Glaube in seiner Tiefe gewachsen. Mein katholischer Dreifaltigkeitsglaube war bis zum Unglauben zusammengebrochen. So brauchte ich ein neues Glaubens-Fundament. Alle Literatur, besonders die der Mystik, hat mir einen Berg von Wissen geliefert, aber ein tiefer Glaube musste erst in mir heranwachsen.
Ein Glockenspiel hatte schon immer Sympathie in mir geweckt und immer wieder wollte ich es besitzen, doch den Schritt, es zu kaufen, habe ich nie getan; warum auch immer. Wahrscheinlich war das Bild von einem Glockenspiel in meiner Seele noch nicht übereingekommen mit dem äußeren Bild eines käuflichen. Plötzlich war die Idee in meinem Herzen geboren, ein solches selber zu bauen. Ein Bild nach dem anderen war gezeichnet, aber zufrieden war mein Herz damit nicht. Erst als ich darin ein Modell der Schöpfung erkannte, war mein Herz zufriedener.
Nun aber begann ein neuer Kampf in mir: „wie setze ich mein Wissen um die Gottheit und Seine Schöpfung in ein Modell um und wie die Eigenschaften Gottes bis hin über die Farben, die Töne, die Schöpfung und dem Menschen darin dazustellen?“ Und meine Vorstellungen über diese Zusammenhänge waren auch noch in der Unordnung. Ein neues Wachstum zum Licht, zur Erkenntnis hin begann. Jetzt erst begann ein neuer Prozess des Werdens vom Wissen zur Erkenntnis, von der Erkenntnis zum Glauben, vom Glauben bis zur Liebe des Herzens. Eine neue Qualität des Denkens, wie ich sie bis dato nicht gekannt, wurde in mir wach.
Die alten Vorstellungen, die alten Lehren der Kirchen wurden über Bord geworfen, denn nun entstand ein neues Bild in mir vom Schöpfer und Seiner Schöpfung. Viele Bilder konnte ich jetzt nur noch in Entsprechungsbildern fassen, denn mir ist klar geworden, dass ich das Geistige nicht in Worte fassen konnte. So suchte ich nach Bildern in der Schöpfung, die mir das Geistige erklären konnten. Doch mein Vater, auf den ich mein ganzes Vertrauen gesetzt habe und auch setze, zeigte sich mir auch hier immer wieder behilflich, bis hin zu Seinem Wort, das Er mir, als Seinem Kinde, in mein Herz gelegt hat.
Nun erst wusste ich, dass der Vater auch in mir lebt, in meinem Herzen. Und so begann für mich eine neue Qualität der Beziehung zu meinem Vater, eine Beziehung, die nur derjenige verstehen und empfinden kann, der in gleicher Weise den Vater in seinem Herzen verspürt. Heute weiß ich, um eine echte Beziehung aufzubauen gehört mehr dazu, als nur nach den Lehren der Kirchen zu leben und zu glauben. Ich selbst musste erst den anerzogenen Glauben über Bord werfen, dann in den Unglauben stürzen, um erst aus der Tiefe der Dunkelheit neu zu beginnen.
Viele Zweifel musste ich erst überwinden, die ganze Dogmatik in der ich lebte, musste überwunden werden, musste ich mich von ihr befreien. Erst danach konnte ich völlig frei und ohne Vorurteile in mir ein neues Bild von der Gottheit schaffen, vor der ich großen Respekt habe, der ich mich in ihrer Reinheit und Allmacht nicht wage zu nähern als der sündige und unnütze Knecht, beladen voller Schuld - und alle meine Schwächen und Sünden kenne ich zu genüge und habe damit immer noch zu kämpfen -. Ein neues Bild habe ich aber auch vom Vater erhalten, der mich über alles liebt und der nicht möchte, dass ich vor lauter Schuldbewusstsein nicht wage mich Ihm zu nähern, sondern, dass ich Ihm als unvoreingenommenes Kind begegne.
So hat auch in mir das Bild vom verlorenen Sohn immer mehr an Bedeutung gewonnen, denn nun weiß ich, dass mir Gott der Allmächtige nicht in Seiner Allmacht begegnet als Richter, sondern, dass Er mir als Vater begegnet, der seine Arme ausbreitet, um mich als verlorenes Kind bei sich aufzunehmen. Ich habe begriffen, es gibt keine Religion, außer der christlichen, in der Gott zu den Menschen kommt, um sie zu sich zu holen, um sie zu retten aus ihrer Not und Bedrücktheit, der sogar das menschliche Kleid anzieht in dem Kind des Jesus von Nazareth, um mit ihnen Aufzuwachsen, um alle ihre Probleme selbst zu durchleben und sich für sie aufzuopfern, um den Menschen ihre Freiheit zu belassen und zu erhalten, damit sie sich völlig frei entwickeln und entfalten können.
Siehe dazu auch das Wort: D.O.
- „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort“
vom 22. Mai 2009
Diethard Dezember 2009
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Zuletzt Aktualisiert am: 11.04.2011 H