

Magd - Sonntag, 8. August 2010 8:53 Uhr
Die Nächstenliebe, von der die meisten Menschen sprechen, daß sie sie ausüben würden, ist zumeist purste Eigenliebe, zumindest Eigengutes oder die Vorstellung von Liebe, die eigene Vorstellung von Nächstenliebe. Denn der Mensch ist zumeist so, daß er zuerst an seine Befriedigung, an sein Wohl denkt und daraus heraus die Nächstenliebe fließen läßt, um sich selbst ein harmonisches Umfeld zu schaffen, um sein Bedürfnis nach Gesellschaft, nach Freundschaft und nach gutem nachbarlichen Zusammenleben zu schaffen.
Sehet euch um in den Ehen, wie zumeist Meine Mägde, Meine weiblichen Kinder, ihre Ehegatten vor lauter „Nächstenliebe” erdrücken und sie einspinnen, sie einverleiben in ihre eigene Vorstellung von harmonischer Ehe. Die Freiheit wird nicht gelassen, sondern die Liebe wird so ausgelegt, daß zumeist die eigene Vorstellung von Liebe erfüllt werden muß, und zwar pünktlich!
Das normale Zusammenleben von zwei Menschen bedeutet gegenseitige Rücksichtnahme, das heißt, die Rücksicht bedeutet, daß man zuerst auf sich selbst blickt und seine eigenen Fehler erforscht, bevor die Fehler des Nächsten bemäkelt, erkannt, verbessert werden, um ein harmonisches eigenes Leben führen zu können. Die eigenen Fehler, die eigenen Balken im Auge sollen betrachtet und gezogen werden, dann sehen die Splitter im Auge des Nächsten schon nicht mehr so groß aus und fallen nicht mehr so ins Gewicht. Dann hat der Nächste auch die Freiheit, seine eigenen Balken und Splitter zu betrachten, statt sie immer vom Partner vorgeführt zu bekommen.
Diese eigenliebige oder eigengute Verhaltensweise führt zu den meisten Ehekriegen auf dieser Erde, und in erster Linie ist es die Herrschsucht des Weibes, die alte Satana in der Frau, die diesen Ehekrieg verursacht. Der Mann hat zumeist ein weicheres Herz, doch wenn er schon von einer herrschsüchtigen Mutter großgezogen wird, so wird er zu einem noch weicheren Manne herangezogen, der dann eine entsprechend starke Frau sich aussucht zur Ehefrau, zum Weibe, die ihn dann weiterbearbeitet und er dann nicht mehr fähig ist, das Haupt der Familie zu sein, sondern die Frau schwingt sich auf und organisiert und kontrolliert und versucht auszugleichen und verwaltet die Ehe nach ihrem Gutdünken.
Was will da ein Mann noch tun, außer sich oft mit Gewalt zu wehren oder die Frau und die Familie zu verlassen? So habt ihr zerbrochene Familien, Ehescheidungen, Gewalt in der Familie aufgrund dessen, daß die biblische Ordnung, Meine Ordnung, nicht mehr eingehalten wird. Würde jetzt das Weib zur Besinnung kommen und sich heilen lassen von Mir, so könnte sie auch die Freiheit ihres eigenen Wesens und das ihres Mannes bewahren und könnte auch ihre Kinder strenger vom Gatten erziehen lassen und würde die eigenen Kinder nicht so verhätscheln und verziehen. - Doch zumeist ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, und wie mag es nun herausgezogen werden?
Schneidet den Rückweg ab, den Rückzugsweg in euer eigenes Ego! Betrachtet euch selbst, wie ihr seid. Betrachtet nicht die schlauen Sprüche des Nächsten oder die Verhaltensweisen oder die Fehler, sondern betrachtet eure eigenen Fehler! Betrachtet und höret, was ihr selbst sagt im Laufe des Tages, was ihr denkt, wohin euer Blick gerichtet ist. Ist er auf den Nächsten gerichtet mit dem eigenguten Wollen, ihm zu helfen, nach eurem Gutdünken sich zu verändern und zu verbessern? Oder ist der Blick auf Mich in euch gerichtet, mit der Lupe auf euer eigenes Inneres gerichtet, so daß ihr selbst euch betrachtet und verändert und Mir eure Fehler ans Kreuze bringt?
So fasset euch an euer Herz und saget: „Meine Schuld, meine Schuld, meine übergroße Schuld!”, und werdet klein wie die Kinder und kommet zu Mir und lasset euch von Mir heilen. Und wer dieses nicht in dem Ausmaße kann, weil der Schaden schon zu groß ist, der lasse sich von Mir einen Helfer zuführen, der ihm dann hilft, die Fehler zu erblicken und zu sehen und zu heilen. Denn zumeist sind die Menschen betriebsblind und oft ist es so, daß ihr zwar zu 99 Prozent versuchet eure Fehler zu entdecken und Mir zu geben, doch einen Hauptfehler behaltet ihr immer wieder zurück, und aus diesem Fehler wird ein neues Muster zum Schutzraume des Egos gestrickt, und die ganze Sache fängt wieder von vorne an. Ihr baut euch Schutzwälle auf, Tag für Tag, damit euer Ego geschützt ist. Es baut sich diese Burg und diese Wallmauern selbst auf, um nicht ans Innerste zu kommen, um nicht die vollkommene Demut zu erreichen.
So stürzet ihr euch täglich in neue Tätigkeiten, in Arbeiten, die nach außenhin aussehen wie Nächstenliebe, wie Fleiß, wie Tugend. Doch es sind Fluchtstätten, in welche ihr euch flüchtet, um nicht an den eigentlichen Kern heranzukommen, die vollkommene Aufgabe des eigenen alten Ichs, um die wahre Liebe zu entdecken. Die wahre Liebe ist die Selbst-lose Liebe, die Liebe ohne Beimischung des Selbst, des Egos, des alten Ichs aus Adam und Eva, aus Satan. - So helfe Ich euch, euch vorzubereiten für diesen Schmerzensgang zum Kreuz, um dieses Ego kreuzigen lassen zu können. Ich biete euch die Hilfe an, ihr könnet sie ergreifen!
Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.