Sonntag, 23. November 2008 18:34 Uhr

Der Bräutigam wartet in der Kammer des Herzens

 

Ein Wort an eine Geistesschwester

Ja, Mein Kind, du bist klein und bescheiden, und so sollst du auch bleiben, und Ich in dir bin klein und bescheiden, und du sollst Mich in dir hören. So höre denn, Mein Kind, auf deinen inneren Gedankenfluß und sprich aus, was Ich in deinem Herzen dir und euch allen zu sagen habe, denn nun ist die Gelegenheit gekommen, allda dein Herz zubereitet ist, Meine Stimme in aller Demut zu hören. 

Ich bin in dir, Mein Kind! Ich bin in dir und führe und leite dich, Schritt für Schritt, Gedanke für Gedanke, Tat für Tat, Liebe um Liebe, Freude um Freude und Ich, dein Vater, schenke dir nun Mein Wort. Du hörst es, doch beginne es von nun an in einer stillen Minute aufzuschreiben in deiner Sprache, in der Ich in deinem Herzen spreche. Ob ungarisch, rumänisch oder deutsch, allzeit bin Ich es in dir. Wisse: Hier auf Erden spreche Ich viele Sprachen, doch es ist nur eine deutsche Sprache, die wahre Sprache des Herzens, denn deutsch steht für das Herz, für das Herz Europas, für das Herz, das den demütigsten Sitz hat, im großen Schöpfungsmenschen in der kleinen Zehe. 

Und so ist es allezeit, daß dein Herz nun ausströmt und ausstrahlt Meine Liebe. Und Ich werde regulieren deinen Blutkreislauf und deinen Herzschlag, und du wirst fürderhin auch kein Eselsgebräu1 mehr trinken müssen. Dies war das letzte Mal, da Ich dir die Erlaubnis gab. Vertraue du nun auf Mich in dir, und dein Herz wird nie mehr zu kurz schlagen, noch zu schnell, noch zu langsam, und auch dein Blutdruck wird in die Gleichmäßigkeit kommen, denn die Ungleichmäßigkeit wurde dir von Meinem Gegner eingeredet, auf daß du das alte Eselsgebräu zu dir nehmen sollst; doch das ist von nun an nicht mehr nötig. Doch das weißt du schon lange, Mein Kind! 

So bete recht inniglich und komme in den inneren Frieden und in dein Herz, wenn dein Herzlein so manchesmal schwach werden möchte, als äußeres Zeichen, da Ich an deine Herzenstüre klopfe und dich rufe, in die Brautkammer zu kommen, allwo Ich, dein Bräutigam, auf dich warte und dich innigst lieben und kosen möchte. So sehe die Zeichen deines Herzens und das Absinken des Druckes als Zeichen Meiner Einladung, dich in die Stille zu Mir zu begeben und dich in Meine Arme zu schmiegen, allda Ich schon lange sehnsüchtig auf dich warte und nun hocherfreut bin, daß du Mich als deinen Bräutigam, als deinen wahren Bruder, als deinen wahren Vater in deinem Herzen erkannt hast und lieben möchtest. 

Es ist Meine Sehnsucht in dir, die dich all die Jahre trieb in die Arme deiner Männer, doch Ich war es in ihnen, der dich lockte und rief, doch deine Augen waren verblendet und ließen sich von der Sinnlichkeit locken, statt Mich in Meiner schlichten und ruhigen Art und Weise zu erkennen, denn nur diese Art und Weise, daß Ich kein großes Weltgepränge mache und nicht laut komme wie ein Sturm, sondern nur leise und zart im Säuseln des Windes, diese Art ist es, die Ich als dein Brautwerber um dich werben ließ. Und nun endlich hast du diese Meine Herzensbitte in dir erkannt und hast dich demütig gebeugt, und so will Ich dir alle Liebe zufließen lassen, die nur alleine dein Herz befriedigen kann und befriedigen wird, und diese Liebe wirst du auch von deinen Brüdern und Schwestern als die alleinwahre Liebe von Mir empfangen und als solche von Mir kommend erkennen. 

Denn das ist die Liebe, die vereint und die nicht große Wogen schlägt und laut umherschreit wie die Marktschreier in der Welt, sondern leise und demütig in der Kammer wartet, bis sich die Braut voll Zärtlichkeit dem Bräutigam zuneigt und den Kuß der Liebe und Vereinigung zu empfangen bereit ist. Amen. Dein liebster Bräutigam und Vater Jesus, - Amen. 

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