

Sonntag, 19. Oktober 2008 12:20 Uhr
Zu den anstehenden Veränderungen
So sprich, Mein Kind, ein nun klärendes Wort zum jetzigen geistigen Geschehen in euren Herzen, setze Mein Wort über die Umstrukturierung fort:
Ihr spüret eine neue Zeit. Über Jahre hinweg wurde nun durch Meinen Knecht und Meine Magd und nachfolgende Mägde und Knechte darauf hingewiesen, daß die Zeit der Erfüllung da ist, daß Ich da bin. Und wenn Ich, der Herr, komme, hat dieses auch Konsequenzen für alle diejenigen, die Mich suchen, gefunden haben, lieben und verwandelt werden wollen in allen Bereichen ihres Lebens, so daß die alten Strukturen aufgelöst und die Kindschaft Gottes errungen werden kann. Dieses geschieht allezeit, jetzt.
Und diese Umstrukturierung wird nicht nur in eurem Inneren Folgen haben, sondern sich auch auf euer Außenleben auswirken; und eine Auswirkung ist nun die Zellteilung zwischen Magd und Knecht, was aber nicht heißen soll, daß beide Zellen nun getrennt in weiter Entfernung voneinander dahinleben, sondern die Zelle ist getrennt und trotzdem verbunden. Ja, sie ist mehr verbunden als jemals zuvor.
Stellet euch vor die Geburt eines neuen Wesens. Stellet euch den Werdungsprozeß vor, den Werdungsprozeß eines menschlichen Wesens im Leibe der Mutter. Da teilen sich die Zellen und wachsen und teilen sich wieder und wachsen wieder und werden mehr und mehr, und die Seele schafft sich eine Struktur des Körpers, welche schon vorher in der Zelle grundangelegt war, die Schaffung eines neuen Wesens. So löst, Meine Kinder, diese Zellteilung bei euch im ersten Augenblick wohl Verwunderung, vielleicht auch Erstaunen oder gar Entsetzen aus, Unverständnis, bei manchen gar Schadenfreude, da sie den Gesamtprozeß nicht überblicken können, von Mir, eurem guten und allzeit weisen Vater, geleitet.
Doch dieser Prozeß war schon lange vorhergesehen von Mir, und auch in euch hätte er erkannt werden können, da Ich ja in euch lebe. Doch da ihr Menschen noch allezeit viel zu sehr mit euren Problemen in der Materie beschäftigt seid, öffnet sich das geistige Auge für diese Geschehnisse in euch sehr langsam und schwerfällig. Doch einigen von euch schenkte ich die Gabe des Hellfühlens und Hellhörens, Hellhörens in die geistige Welt hinein, Hellfühlens mit dem Gemüt, um das Feuer am Altar zu entfachen und die Hand zum Opfer aufzulegen, um sich hinzugeben in die Kindschaft Gottes, auf den Weg, der Ich bin und der die Wahrheit und das Leben ist. Und diesen Kindlein schenkte Ich ganz intensiv Meine Schulung.
Doch, ihr werdet jetzt sagen: „Warum nicht jeder von uns?”, und Ich antworte: Ein jeder von euch ist berufen, und wer die Berufung annimmt, der ist auch auserwählt, hineinzuschauen in die geistigen Welten, mitzuarbeiten am Weinberg Meiner Liebe, selbstlos zu werden, um in die geistige Freiheit einzutreten. Und dieses tun und sind nur wenige bereit zu tun, nur wenige, die den vollkommenen Schritt der Selbstauflösung, der Selbstverleugnung wagen. Und so gehen immer einige voran, Meine sogenannten Wegbereiter, den Wegbereiter, den Ich in Michael (Elias) und Henoch (Raphael) euch in der geistigen Entsprechung vorausgeschickt habe.
Liebe und Weisheit haben sich getroffen, haben begonnen, mit ihren schwachen Kräften sich Mir zur Verfügung zu stellen und sich von Mir durchdringen zu lassen. Reste der alten Strukturen sind wohl noch in einem jeden angelegt, doch auch diese werden mit etwas gutem Willen und Liebe zu Mir hinausgeschafft.
Sehet, das ist das Bild, das Ich euch nun schenke in dem großen Uhrwerk Meiner Liebe. In Meinem Werke seid ihr wie die Zahnrädchen einer genauest eingestellten und funktionierenden Uhr. Ein Zahnrad greift in das andere, und ob das eine Zahnrad klein ist und das andere größer, das werde Ich wohl benutzen können und auch wissen, daß das Uhrwerk funktioniert. Jetzt stellet euch vor: An Meinen unvollkommenen Kindlein, den Zahnrädchen, sind noch Partikel, Ungleichheiten, Unreinigkeiten, Staub. All dieses wird im Prozeß des Ineinandergreifens unter euch im Nächsten weggeschabt werden, weggerieben werden. Ihr spürt die unreinen Strukturen in eurem Rad, und der Nächste kommt und greift mit seinem Zahn hinein, und es geschieht zugleich ein Schleif- und Reinigungsprozeß.
Und zu Beginn ist nunmal eben das Räderwerk sehr langsam, bis alle Unreinigkeiten hinweggefegt sind. Doch Ich komme immer wieder und gieße einen Tropfen Öl, das Öl Meiner Barmherzigkeit und Liebe, in das Räderwerk. Ich gieße also Meine Liebe in euch hinein, und wenn ihr euch nicht gegenseitig weigert, dem anderen als Rad der Liebe, als Stütze, als Hilfe zur Verfügung zu stellen, so wird in diesem Gesamtprozeß des großen Uhrwerks Meiner Liebe aus euch gut funktionierende Werkzeuge, Knechte und Mägde, die sich die Hand reichen, eine Bewegung, in welcher ein Nächster dem anderen zur Stütze und zur Hilfe wird; und das Gesamtwerk wächst. Jetzt habet dir zwei Beispiele:
Die Zellteilung, ein neues Wesen wächst heran, ein Kind der Liebe, eine Vergrößerung und auch eine neue Aufgabe, in welcher ihr erkennet, daß ihr selbst diese Worte umsetzen müsset, sollet und auch könnet, um zu wachsen und in dieser großen Bewegung, in dieser Meiner Herde mehr zu werden, ganz zu werden und heil zu werden, so daß aus dieser Bewegung die Wiederkunft Christi lebendig hervorscheinen kann. Immer wieder gibt es Irritationen: Geschwister verstehen die Worte nicht mehr - ja, sie können sie auch nicht verstehen, da sie nicht umgesetzt haben, was sie gelesen haben, und sie bestellen ab, sie ziehen sich zurück, sie ziehen sich vom Nächsten zurück und erkennen, daß ihr Reinigungsprozeß stagniert.
Doch Ich in ihnen, in ihren Herzen, werde sie wieder anregen, auf die Geschwister zuzugehen. Ich sagte: Segnet, die euch fluchen, und liebet und tuet Gutes denen, die euch hassen. Segnet und tuet Gutes euren Feinden, denn diese Feinde seid ihr selbst. Ihr fallet immer wieder auf die Täuschung herein, die euch Mein Gegner in euer Herz einflößen will: daß ihr getrennt seid. Meine Kinder, ihr seid nicht getrennt! Und selbst wenn ihr äußerlich euch eine Weile zurückziehet, so bleibet ihr doch durch die Liebe zu Mir ein Gesamtkörper, der in sich einen wunderbaren Mechanismus der Reinigung und des Wachsens hat. Ihr nehmet euch gegenseitig zur Nahrung, verdauet, was euch vom Nächsten zugeführt wird, gebt es auf den Herd der
Purista1, gebt es in Meine Vaterhände.
Spüret, wie euer Magen in Flammen gesetzt wird, um die Nahrung aufzuspalten, um den Prozeß voranzutreiben, daß ihr euch gegenseitig Reinigungswerkzeuge und Wachstumswerkzeuge seid. Gebet diese Nahrung in den Darm und scheidet aus das alte Problem des Mißverständnisses und holet herein in euer Herz, an Meinen Altar, die Liebesenergie, die hieraus entsteht. Das ist der Prozeß der uneigennützigen selbstlosen Nächstenliebe, Meine Kinder! Wenn ihr Taten der Nächstenliebe ausübt, so verdauet ihr allezeit die Unreinheiten und Eigenarten eurer Nächsten, und sie stoßen euch nicht mehr, und ihr stoßet euch an ihnen nicht mehr. Denn euer Herz ist geöffnet, weil Ich es bin in euren Herzen, der alles annimmt.
Ja, dann können auch keine Krebsgeschwüre, keine Tumore, keine Geschwulste mehr entstehen, denn der Verdauungsprozeß ist vollkommen. Was nicht in den geistigen Leib eurer Seele hineingehört, wird ausgeschieden, und nur das Reingeistige, die Liebe, wird in eure Seele integriert und baut euren Geistleib wunderbar auf. Nehmet diese Schulung an, Meine Kinder, und ihr gehört zu den Auserwählten, die dann - gereinigt und reingeistig - in der Bewegung selbstlos mitarbeiten können und die Mich dann in allem Geschehen und in jedem Nächsten erkennen, lieben und annehmen.
Meine Kinder! - Noch sind hie und da Geschehnisse, in welchen ihr euch als kleine Krabbelkinder entpuppt. Manche sind schon im Gehalter, und manche stehen schon auf beiden Beinen, doch Ich liebe euch alle, und aus den Krabbelkindern und an der Mutterbrust hängenden kleinen, schreienden, jammernden Kindlein sollen doch Meine Söhne und Töchter werden. - Wollet ihr das? Dann nehmet diese Meine Worte an, setzet sie um und verstehet den Prozeß der Umstukturierung in seinem wahren geistigen Sinne. So werdet auch ihr vollkommen liebekräftige, frei von Krankheiten werdende Zellen eines neuen Schöpfungsmenschen.
Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.
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1 „Die Küche der Purista”, siehe Jakob Lorber „Die Haushaltung Gottes”, Bd. 2, Kap. 22