Montag, 17. Dezember 2007 12:13 Uhr

Die Erfüllung der Gebote ist ein Kraft- und Gnadengeschenk von Mir

 

(H. stellvertretend für den leiblichen Vater:) „Ich liebe dich, mein Sohn! Ich möchte dir durch mein geöffnetes Herz, in welchem Jesus, mein Vater, ist, ein guter wahrer Vater sein. Ich möchte lernen, mein Sohn ..., dir die Liebe und das Mitgefühl und das Verständnis entgegen­zubringen, zu schenken. Ich wünsche mir so sehr, daß auch du dein Herz für mich öffnest als deinem Vater, deinem leiblichen. Doch du weißt, daß wir im Geiste Brüder sind, und du könntest mein älte­rer Bruder sein. Doch hier auf Erden hat Gottes Ordnung mich in die Rolle für dich als Vater gesetzt, auf daß du von mir die Vaterliebe erlernst und ich von dir die Sohnesliebe. Unser himmlischer Vater ist so gut und so weise, für unsere Seelen dieses so gefügt zu haben, und so verbleibt es hier auf Erden: Solange wir leben, bist du mein Sohn und ich dein Vater, ja dein Vater.” 

In der „Haushaltung Gottes”1, Meine Kinder, habe Ich euch ein Beispiel aufgezeigt, wie ein Sohn der Urväter als der Geist Michaels erkannt wurde und der Vater in tiefer Trauer und Reue, daß er diesen Sohn so lange verkannt hat, sich anklagte. Doch der Sohn sagte zum Vater: „Hier auf Erden bin ich dein Sohn und du mein Vater. Und so soll es in der Gottesordnung verbleiben.” 

Ihr seid in bestimmte Verhältnisse gestellt, Meine Kinder, daß ihr in diesen Verhältnissen am leichtesten die 10 Gebote erlernen und einhalten könnet. Und so ist auch das wichtige Gebot der Elternliebe einzuhalten, damit ihr weiterschreiten könnet und die Kraft bekommen könnet, das nächste Gebot und aus diesem Einhalten wiederum das nächste Gebot zu erfüllen. Und wenn ihr die 10 Gebote erfüllet aus Liebe zu Mir, dann bekommet ihr die Kraft der 10 Gebote geschenkt. Ihr bekommet die Standfestigkeit. In euch ersteht Gott. Ihr liebet Gott über alles und erkennet ihn als den einen wahren Gott und aus diesem Erkennen auch als diesen einen wahren Vater, der Ich euch doch sein möchte. 

Und ihr verehret auch Meinen Namen, und mit dieser Verehrung und Liebe haltet ihr euer Ebenbild sauber, und euer Name wird klar und rein, und es ist ein Verhältnis gleich dem des Abedam, des hohen, und des Abedam, dem bekannten. Ich trage euren Namen - ja, und dann könnet ihr auch lernen, den Sabbat zu halten, den Sabbat zu heiligen, Meine Liebe in euch aufrecht zu erhalten und die Liebe als heilig zu erkennen. 

Ich, euer Vater Jesus, bin die Liebe und bin heilig und [das] Heil, und wenn ihr den Sabbat heiliget und haltet, seid auch ihr heilig, heil und rein. Und dann kommt die Liebe zu den Eltern: „Du sollst Vater und Mutter lieben und ehren, auf daß es dir lange wohlergehe auf Erden”. Die Gottesliebe kommt zuvor. Sie ist in eurem Herzen angelegt als Geistfunke, doch auf der Erde erkennet ihr Mich, euren Vater, zuerst durch euren Vater und eure Mutter. Und ihr liebet eure Eltern und bringet ihnen - auch wenn sie streng zu euch sein müssen - Respekt entgegen. Und dann werdet ihr fähig, das Gebot „Du sollst nicht töten die Liebe deines Nächsten!” zu halten, dann schauet ihr um euch und erblicket Brüder und Schwestern und tötet sie nicht, sondern liebet sie. Ihr seid fähig, das 5. Gebot zu erfüllen, und dieses gibt euch wiederum die Kraft, das Leben in euch zu erhalten, euren eigenen Geist nicht zu töten, eure Liebe nicht zu töten, sondern zu vermehren. Und durch diese Vermehrung der Liebe werdet ihr fähig, das 6. Gebot einzuhalten, die Keuschheit, die Keuschheit in Gedanken, Worten und Werken, die Keuschheit, „Du sollst nicht ehebrechen!”, „Du sollst die Ehe und die Liebe mit Mir, deinem Vater und deinem Bräutigam, nicht brechen!” 

Wenn ihr dieses Gebot halten könnet, also Mir nicht untreu werdet, dann bin Ich mit euch vereint, dann findet die himmlische Hochzeit statt, und ihr seid mit dem heiligen Geist eins. Eure Seele ist verschmolzen mit der Geisteskraft und -macht aus Mir, eurem Vater Jesus, eurem Bräutigam. Dann seid ihr Mir Weib und Ich euch Mann, und zusammen zeugen wir das Kind der Liebe, das Kind der Liebe zu den Geschwistern, zur Schöpfung, zu allem, was lebt. 

Ja, wenn dieses Gebot erfüllt ist, könnet ihr auch nicht mehr stehlen, und wer nicht stehlen kann, kann auch nicht lügen, denn diese beiden Gebote greifen ineinander. Was stehlet ihr denn, fraget ihr euch, ihr seid doch ehrlich und stehlet nicht. Doch überlegt euch: Wenn ihr als Brüder und Schwestern zusammenkommet, bringt jeder reichlich Gaben mit aus der freien Liebe, und die Schwächeren werden von den Stärkeren getragen. Die Schwachen nehmen die starken Geistesgaben der Vorreiter an. Das ist noch nicht Stehlen, das ist Empfangen. Wann beginnt das Stehlen? Das Stehlen beginnt erst, wenn ihr wieder mit dieser Kraft in den Alltag zurückkehret und euren alten Adam, euren Fleischesmenschen, euren Verstandesmenschen, den Verstand Satan und Luzifer damit nähret und den Hochmut nähret und meinet, ihr würdet aus eigener Kraft nun weiterarbeiten. 

Doch ihr spüret mit der Zeit: Diese Kraft verläßt euch, denn es war nicht selbst erarbeitet, es war ein Geschenk. Doch wenn ihr nach Hause gehet und diese Kraft weiterschenket aus dem Gefühle der Nächstenliebe heraus an eure Nächsten, dann kann dieses Geschenk euer Eigentum sein, und dann bekommt ihr von Mir in euren Herzen noch mehr Kraft, Licht, Liebe geschenkt, Erkenntnis, Weisheit, Geduld, Sanftmut, Mitgefühl, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Charakterfestigkeit und die Fähigkeit zur aufopfernden, sich selbst verleugnenden verströmenden Liebe. Dann ist es euer Eigentum, welches ihr nicht gestohlen habt, sondern welches ihr von Mir in euren Geschwistern oder von Mir in euren Herzen geschenkt bekommen habt als Talente, um sie weiterzugeben. 

Das ist das Prinzip, wenn das geschieht, dann lügt euer Geist auch nicht, Meine Kinder, dann lügt eure Seele euch selbst nicht an, dann habt ihr euch selbst nicht betrogen, sondern ihr habt die Wahrheit, und ihr könnet die Wahrheit weitergeben, indem ihr die Wahrheit vorstellt2, indem ihr wahr seid, indem ihr authentisch lebt. Und das, was ihr redet, was ihr predigt, was ihr weitergebt in den Schriften, selbst seid, Mich vorstellt2, Mich repräsentiert. Ja, und so gehen die Gebote, eins ins andere ineinander über: das 8. Gebot, das 9. Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut”, „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib”. Wenn du nicht lügst und stiehlst, dann bist du auch fähig, nicht ungebührlich zu begehren das Liebste, was der andere hat: das Weib, die Liebe, sein Leben. 

Und somit ist die Erfüllung der Gebote ein Kraft- und Gnadengeschenk von Mir, eurem Vater Jesus, und Ich erlasse euch das Muß und das Soll der Gebote, denn es ist in euch in Erfüllung gegangen und erquickt euch als Erfüllung der beiden Liebesempfehlungen, und ihr liebet Mich dann über alles und euren Nächsten wahrhaft mehr als euch selbst und erkennet auch im Feinde, daß Ich in ihm lebe und ihr erkennet, daß ihr auch die Persönlichkeit eurer Feinde von dem Gefangensein durch Satan trennet und macht auch so eure Feinde zu Freunden und zu Brüdern und Schwestern. Und das ist die Heimholung, das ist dann Mein Erlösungswerk in euch, und das ist das Größere, das ihr tun könnet, als [was] Ich alleine am Kreuze für euch tat. Ich erlöste euch von der Sünde Adams, doch Ich in euch erlöse euch von der Last und dem Übel der Welt.  Amen. Euer Vater Jesus, - Amen. 


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1 Siehe Jakob Lorber „Die Haushaltung Gottes”, Bd. 2, Kap. 62 
2 darstellt 


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