

Mittwoch, 27. Juni 2007 10:50 Uhr
Auf einem stillen Spaziergang zu zweit durch die Natur
Schreitet allezeit vorwärts, nicht rückwärts, noch bleibet stehen. Wer der Welt nicht Widerstand leistet, wird rückwärts gezogen, nach unten! Doch wie, fragst du, leistest du am besten der Welt Widerstand, da du dich nicht mit dem Kampfe verausgaben möchtest? Es gibt eine einfache Regel: Ihr blicket in die Welt mit euren leiblichen Augen. Die Seele empfängt die Informationen, doch sie blickt
mit ihrem geistigen Auge unentwegt und stetig auf Mich. So sehet ihr zwar die Welt, doch die Welt wird durch euren geistigen Blick zu Mir hingezogen und dadurch verwandelt. Und somit seid ihr auch nicht mit dem Kampfe belastet, sondern es ist eine einfache gedankliche Konzentrationsübung, die euch dazu verhilft, die Welt von der geistigen Welt zu scheiden, in Mein Vaterherz zu ziehen und sie umwandeln zu lassen.
Was euer Auge zur Aufmerksamkeit reizt, ist immer ein Hinweis, daß in eurer inneren Welt dieses oder jenes noch Widerhall findet und somit eure Seele in Erregung versetzen könnte, falls ihr euch auf diesen Reiz einlassen würdet und nicht zu Mir blicket, euch nicht auf Mich konzentrieret und somit der Verwandlung der Welt in euch keinen Raum gebet. In dem Moment wird eure Seele in Erregung versetzt und kommt in die Gleichschwingung mit dem, was euch reizt, und der Dämon, der euch zu diesem und jenem verführen will, wird genährt und gestärkt.
Ihr könnet dieses schon an Kleinigkeiten sehen: Ihr habet Hunger, euch verlangt nach etwas zu essen, doch ihr seid zu träge, einmal dem Hunger noch etwas zu widerstehen und auf die Hauptmahlzeit zu warten. Andererseits treibt euch die Ungeduld, den1 sogleich mit einer Kleinigkeit zu besänftigen und wegzudrücken. Und schon seid ihr in der Gefahr, euch Suchtgeister in vermehrter Weise an den Hals zu ziehen, da es ja gerade diese Geister sind, die euch von der Disziplin wegziehen möchten - hin zu kleinen Naschereien, Tröstungen und Kurzbefriedigungen; das mag sogar der Schluck an einem „guten Kaffee” oder Tee sein.
Wenn ihr geregelte Mahlzeiten einnehmet, dann kann dieses in der Weise nicht geschehen, da ihr eure Geschmackssinne und Nerven auf eine Mahlzeit konzentriert und trainiert, euch zu bestimmten Zeiten zu sättigen. Dies geht zwar nicht immer, doch wenn der Schlendrian einzieht und immer wieder kleine Zwischenhappen genommen werden, so können die Suchtgeister euch auch zu anderen Dingen hinziehen. Und dies geschieht wiederum durch mangelnde Konzentration auf Mich und mangelnde Selbstdisziplin.
Würdet ihr in diesem Moment, da euch ein Reiz trifft, sofort diesen Reiz zu Mir in euer Herz leiten und aufopfern, ihn Mir übergeben, dann würde euch nach und nach die Versuchung, die Verführung zur sofortigen Befriedigung, sogleich verlassen, und ihr könntet wesentlich ruhiger und konzentrierter eure täglichen Arbeiten an einem Stück vollziehen. Vollziehet ihr die Arbeiten in Konzentration auf Mich, so sind sie gesegnet und - frei von Störungen - wirklich zum Segen für den Nächsten getan. Ja, blicket in allem, was ihr tuet, innerlich geistig auf Mich. Eure Seele sei auf Mich, euren lieben guten Vater Jesus hingewendet, wenn auch euer Leib die Arbeiten ausführen muß.
Ja, Mein Kind, so erquicken die Worte und lassen die Liebeswärme aufkommen, so daß es dir ganz heiß in deinem Herzen nun geworden ist, heiß vor Liebe zu Mir und dadurch auch heiß im Äußeren2. Die Sonne strahlt nun, der Himmel ist frei - zumindest für Augenblicke. Und das hat die Konzentration auf Mich bewirkt. Ich schenke euch nun einige Minuten der Wärme und des Friedens, auf daß ihr sofort spüret, wie die geistige Arbeit Auswirkungen auch auf das Äußere, auf eure Umstände und auf die Welt hat. Es ist ein klarer Beweis von der Wahrheit dieses nun Gesagten.
Schon während des Ganges auf eurem Wege habe Ich in eurem Herzen gesprochen - bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, je nachdem, wie stark die Konzentration auf Mich war und wie sehr ihr das Schweigen während des Ganges in der Natur eingehalten habt. Nun hat Meine Magd Mich gebeten, diese Worte noch einmal zu wiederholen, die Ich ihr in ihr Herz gelegt habe; und dies ist hiermit geschehen.
Lasset euch dieses zur Aufmunterung, zur Bekräftigung und zur Mahnung gesagt sein: Ja, wer nicht weiterschreitet, bleibt stehen, und wer stehenbleibt, der fällt auch irgendwann unweigerlich, denn ein Stehen ist ein Faulsein, und bei Mir gibt es nur rege Tätigkeit, bei Mir, eurem Vater, ist Fleiß das oberste Gebot! Was würdet ihr dazu sagen, wenn Ich Mich auch nur einen Augenblick ausruhen würde und würde das Getriebe der Welt nicht am Laufen halten? Ja, der gesamte Schöpfungsmensch wäre in einer Sekunde zerstört - ja, weniger als in einer Sekunde. Ihr selbst würdet den Augenblick der Zerstörung nicht einmal mitbekommen und ahnen.
Und so ist es auch bei denjenigen, die nicht geistig an sich arbeiten. Sie verfallen nach und nach unmerklich dem geistigen Tode, denn das Leben, das geistige Leben in ihnen nimmt ab, die Finsternis nimmt zu, und der Tod hält unmerklich Einkehr. Und dann wundern sich Meine Kinder, daß es Stürme, Gewitter und Wogen gibt, daß es aussieht, als wenn die Welt innerlich und auch äußerlich zusammenbricht.
Das geschieht den Meinen, die im Friedensreiche schon weilen, nicht mehr, zumindest nicht mehr in dem Maße, daß ihre Arbeit davon merklich gestört werden könnte. Trägt Mein Kind auch hie und da auch einmal eine größere Last mit, so bin Ich doch, ihr Vater, beständig zur Stelle, um die Last wieder abzunehmen. Und es ist dieses nun auch wieder geschehen. War es früher eine ganze Woche, die Mein Kind gelitten hat, so ist es jetzt höchstens ein Tag und später nur einige Stunden oder gar einige Minuten.
Ihr alle wachset aneinander und werdet gesund aneinander, denn ihr könnet euch in Liebe ertragen, und wer sich in Liebe erträgt, der sieht auch Mich beständig im Nächsten und bekommt auch von Mir im Nächsten Heilung zugeführt, denn er schaut auf Mich, seinen Heiland allezeit und bekommt von Mir die Kraft und Stärke, die Liebe und die Erfüllung des Friedens, nach dem er sich so sehnt. Das Kind, welches sich auf Mich konzentriert, kann den Gedankenstürmen, den Winden gebieten, lockt die Sonne hinter den Wolken hervor, das heißt: Die Erkenntnis - aus der Liebe hervorsteigend - geht ihm auf. Wenn der Regen fällt, so empfindet es dieses als Segen und befruchtender Vorgang, und wenn es blitzt und donnert, so empfindet Mein Kind dieses als Reinigung der Atmosphäre und erkennt das Geisterwalten, die Reinigung der Lüfte auch in seinem geistigen Umfeld, im Freundeskreis, im Geschwisterkreis. - Und dann ist der Friede vollkommen!
Darum blicket beständig auf Mich in Liebe und in Dankbarkeit für alles, was auf euch zukommt, denn Ich führe und leite alles so, daß es euch in jedem Falle zum Guten und zur Weiterentwicklung der Seele, zur Kräftigung des Geistes gereicht.
Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.
*~*~*
1 selbigen
2 Zu Beginn der Wanderung in besinnlicher Stimmung war es verhältnismäßig kühl gewesen. Zu dieser Zeit der Wortgabe brach der Himmel auf, und die Strahlen der Sonne erhitzten augenblicklich sehr.