

Sonntag, 7. Januar 2007
Kommet zu Mir und höret auch auf Meinen Ruf in euren wahren Brüdern und Schwestern
Meine Kinder, Meine neuen Wortkinder! - Verfallet nicht der Gefahr, die Worte, die Ich in euch ertönen lasse und die Ich euch zu eurer Schulung schenke, zu früh weiterzureichen - selbst, wenn sie von euren Geschwistern erbeten werden, denn sie sind doch zu eurer Schulung gedacht, zu eurer höchsteigenen Verwandlung bestimmt. Sagte Ich doch Meiner lieben Magd: Trete nicht zu früh heraus mit deinem Wort in deinem Herzen, sonst würden dich Löwen, Bären und Hyänen und die Wölfe angreifen und zerreißen.1
Damit ist auch gemeint, daß - wenn ihr diese Worte zu früh von euch gebet, sie ihren heiligen Sinn verlieren und Ich sie euch sogar wieder nehmen muß und dann die Gefahr besteht, daß Luzifer, der Lichtengel, sich in euch einschleicht und euch an Meiner Stelle Worte einflößt, die euch als wunderschön erscheinen und ihr sie dann erst recht als nach außen gebend für würdig haltet. Und doch ist euch eine Falle gestellt worden, denn solange ihr nicht demütig in euch bleibet, kann Ich euch nicht schulen, und Ich muß immer wieder dem Gegner das Feld überlassen. Ihr verfallet dann in die Gefahr, mit diesen Worten zu operieren, zu opponieren, zu bestimmen und zu kämpfen, und in euch bläht sich ein Lichtengel auf. Da wird einer zum Erzengel Michael, der andere zum Johannes, ein Dritter zum Petrus und gar Satansbekämpfer und Luziferstreiter treten auf die Bühne und verwirren Mir Meine Kindlein, die Ich schon nun eine geraume Zeit durch ein probates Mittel und Werkzeug schule, nämlich durch die Worte, die durch eine wahrhaft in die Demutsschule geführte Magd hier herausgegeben werden.
Ich sagte immer wieder: Alle Meine Kindlein sollen Mein Wort in ihrem Herzen empfangen. Doch was sich zur Zeit ereignet, ist ein Tohuwabohu2 auf dem Markte des sogenannten Inneren Wortes, und viele haben sich von dem Lichtengel verführen lassen, statt demütig in der Stille und im geheimen Kämmerlein zu verweilen und die Schulungszeit abzuwarten.
Meine Kinder! - Demut, Bescheidenheit und Zurückgezogenheit ist in der Anfangsphase das A und O. Es ist die Grundlage, auf sicherem Boden mit Mir weiterarbeiten zu können. Doch werden die Worte zu früh herausgegeben - auch gerade an Kinder, die selbst noch mitten in der Schulung stehen und noch unsicher sind ob ihres Entwicklungsstandes, dann kann ein Mißverständnis und ein Unglück nach dem anderen geschehen, und die Kinder werden in Depressionen verfallen, miteinander streiten und Wortklaubereien ausfechten über dieses und jenes Wort. Es wird verglichen, und es wird auf den sogenannten Wahrheitsgehalt geprüft, und selbst das Wort Meiner Magd und Meines Knechtes wird mit in den Schmutz gezogen.
Ich habe Meine Magd und Meinen Knecht über viele Jahre im geheimen geschult, und sie waren gehorsam und haben es für sich behalten und haben die Schulung wahrhaft 7 Jahre lang durchgehalten, um dann erst auf Meinen inneren Impuls in ihren Herzen die Worte, die dann an euch, Meine Kinder, an die Öffentlichkeit gerichtet wurden, herauszugeben; doch wahrlich nicht aus Eigenem und aus Eitelkeit oder Etwas-sein-wollen, sondern weil Ich es wahrhaft wollte, daß durch dieses Wortkind und durch den Knecht eine Bewegung aufgebaut wird, die zur Bruderschaft, zur wahren Nächstenliebe und zur erstandenen, aus der Nächstenliebe erwirkten Gottesliebe erwachsen kann. Ihr sollet einander Brüder und Schwester werden!
Ja wahrlich, Ich sage euch: Die Freundschaftswerte werden verfliegen! Sie werden nichts gelten unter den Meinen, denn wer nicht sich von einem Freund zu einem Bruder hat ziehen lassen, dessen Herz ist immer noch dem Verrat preisgegeben, der kann - ohne es zu wissen - zu einem Verräter gestaltet werden vom Lichtengel, der überall herumschleicht unter den Meinen und sich Beute sucht, vor allem unter den in der Demut noch schwachen Kindlein, die leicht sich durch dieses und jenes Ereignis aufbauen und aufblähen lassen.
So, Meine Kinder, will Ich euch noch eine weitere Aufklärung zukommen lassen: Das Wort, das ihr in eurem Herzen von Mir erhaltet, ist ein Schulungswort, und je nach eurer eigenen Reinheit, das heißt, eurer in Nächstenliebe umgesetzten Liebe, eurer selbstlosen Liebe kann dieses Wort immer echter, wahrer, tiefer und reiner werden, kann Ich in euch immer mehr durchdringen. Das ist, als wie wenn Ich zu Beginn durch eine Nebelwand eurer Eigenliebe und eures Selbstnutzes und eures Hochmutes durchdringen müßte. Da wird nicht alles so in eurem Herzen ankommen, wie es aus Meinem Herzen, aus Meiner Quelle - für euch bestimmt - hineinfließt. So werdet ihr auch in dem Buche Meiner Magd „Ich gebe euch Meinen Geist” noch feststellen, wie sie gerungen hat um die Reinheit dieses Wortes, wie sie gerungen hat in ihrem Leben um Tugendhaftigkeit, um Selbstlosigkeit, um die Nächstenliebe, um die Gottesliebe, wie sie sich in ihrem Sündenpfuhl betrachten mußte und Tempelreinigung durchstehen mußte mit Meiner Liebe. Dieses Buch ist dadurch auch erst später entstanden, 8 Jahre nach dem Beginn Meines Wortes in ihr. Geschult wurde sie wahrhaft schon länger, vom Beginn an ihrer Kindheit. Doch auch sie mußte Ich durch die Hölle gehen lassen, damit sie eure Hölle verstehen kann, wenn sie in Seelsorgegesprächen mit euch Mein Wort verkündet, auf daß das, was sie zu euch sagt aus Mir, auch authentisch3 ist und mit Beispielen aus dem Leben, aus dem wahren Leben belegt werden kann, auf daß Verständnis zwischen Bruder und Schwester entstehen kann, Verständnis für die Schwächen des anderen, für den Kampf und das Erringen des Lichtes und der Liebe im anderen.
So besteht nicht mehr die Gefahr, daß Mein Kind auf den Nächsten herunterblickt, sondern weiß, wie es um ihn steht. Es kann mitfühlen, denn aus eigenem Leid kann es leiden und trauern mit den Trauernden und aus eigenem himmelhochjauchzendem Erleben der Liebe und der Süßigkeit aus Mir kann es sich freuen mit dem Nächsten und kann die Freude wahrhaftig ehrlich ausstrahlen.
So seid ihr Meine wahren Jünger, so seid ihr Meine wahren Mägde und Knechte. Lasset euch nicht verführen, zu früh herauszutreten und lasset euch 7 Jahre schulen von Mir, 7 Jahre als Zeitraum der inneren Einkehr, der Buße, des wahren Verwandlungslebens, der Reue und der wahren Hingabe an Mich, euren Vater Jesus. Bedenket: Wenn ihr zu früh eure Nächsten mit euren inneren Wortkundgaben belagert, ist auch oft ihr Entwicklungsprozeß gefährdet. Das Buch „Ich gebe euch Meinen Geist” ist als Geschenk herausgegeben, auf daß die Kinder, die nun von Mir das Wort geschenkt bekommen, eine Ermutigung erhalten, an ihrem Entwicklungsprozeß festzuhalten und weiterzuschreiten, daß auch sie erkennen, daß Ich trotz ihrer Sündhaftigkeit und eines fehlerhaften Lebens sie erwähle und zu Meinen wahren Kindern gestalten will.
Ich werde euch nicht verlassen, Ich bin euch treu, Ich stehe mit Meinem Bund an eurer Seite und schule und ziehe euch. Und wenn auch der Abendpfosten noch sehr stark in euch ist, so stehe Ich doch am Morgenpfosten und ziehe so, wie es möglich ist. Wenn Satan und Luzifer jedoch zu stark in euch ziehen, das heißt, der Hochmut und die Selbstsicherheit über ein vermeintlich errungenes Gottesleben wieder aufgebläht werden, so muß Ich natürlich nachlassen, um euch nicht in diesem Kampfe zu zerreißen. Ich lasse allezeit am Zuge des Morgenpfostens etwas nach, wenn der Abendpfosten4 zu sehr zieht. Doch sobald ihr merket, der Kampf ist ohne Mich verloren und ihr unterlieget wieder den Sünden und der Dunkelheit, so kommet schnell in die Reue, in die Buße, in die Demut und lasset Mich, euren Vater, in eurem Herzen wieder am Morgenpfosten ziehen und kräftig euer Herz bearbeiten. Kommet in die Demut, kommet zu Mir und höret auch auf Meinen Ruf in euren wahren Brüdern und Schwestern, die Ich euch zugeführt habe, die Ich geschult habe und die Ich euch als leuchtendes Beispiel voranschreiten lasse.
Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.
*~*~*
1 Siehe „Ich gebe
euch Meinen Geist”, Kap. 106, Abs. 3
2 (hebr.) „wüst und leer” (1. Mose 1, 2), Wirrwarr,
Durcheinander
3 echt, zuverlässig, verbürgt, glaubwürdig
4 s.a. Jakob Lober „Himmelsgaben”, Bd. 2, Kap.
„Seelenmitternacht” vom 13.06.1842, Abs. 2