"Die Namensbezeichnung Silvester dieses Tages, geht auf das Jahr 1582 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde der letzte Tag des Jahres vom 25. Dezember auf den  31. Dezember verlegt, den Todestag des  Papstes Silvester I. Der Liturgische Kalender führt diesen Tag auch als seinen Namenstag. Bis dahin feierte man an diesem Tag die jüdische Beschneidung Jesu. In einigen Gegenden wird dieser Tag, quasi als Gegenstück zum folgenden Neujahrstag, auch Altjahr oder das Alte Jahr genannt. "

Gesammelte Kundgaben

"Jahresrückschau"

Johanne Ladner - Freitag, 28. Dezember 1877          Kapitel 38   

1.  Meine lieben Kinder! Nachdem Ich euch Weihnachten und seine Bedeutung erklärt habe, blicket zurück auf die verflossene Zeit in diesem Jahre, mit all seinen Stürmen, welche ihr als Meine Kinder in eurem Kreis erlebt habt, und ihr werdet erkennen, daß ihr gar wenige nüchterne Stunden hattet, wo ihr mit der Stimmung Mir gegenüber standet, wie ihr es eurem Gott und Schöpfer schuldig waret. Eure Zusammenkünfte hatten zuviel Äußerliches im Auge, und obschon ihr Mich dabei um Meinen Beistand angefleht habt, so wolltet ihr doch das Weiterkommen im Äußern bewirken, ehe ihr an die Besserung eures Herzens mit hohem Ernste dachtet. Ich ließ manches ohne Schaden für euch zu, weil Unwissenheit der Grund war und nicht Bosheit. So mußte alles, was euch begegnete, in Widerspruch treten, gleichwie eure Begriffe in Widerspruch mit Mir standen. Ich ließ dies zu, um dadurch eure Herzen für Mich empfänglicher zu machen.

2.   Glaubet nicht, daß Ich es war, Der euch damals dies oder jenes in die Feder diktierte, sondern Ich ließ es nur zu in Meiner Erbarmung und lasse Mich jetzt erst finden, nachdem ihr das Wertlose eures damaligen Treibens durch Meine Gnadenbezeugungen einsehen lerntet. Nun ihr an der Ausgangsschwelle stehet dieses gefährlichen und stürmischen Jahres, frage Ich - was ist euch geblieben? etwa die Reue? die Wahrheit? die Liebe? das Vertrauen? die Wachsamkeit? oder seid ihr auf andere Wege gekommen? Ihr könnet Mir die Antwort nicht zusammen geben, sondern ein jedes komme zu Mir mit der Bitte, daß Ich ihm selbst aufdecke, wie viel es dabei gewonnen oder verloren hat. Dies ist die segensreichste Selbstprüfung, wenn keines dabei das andere ins Auge faßt, sondern jedes auf sich selbst sieht; dadurch wird jedes so viel Demut erlangen, daß es erst dann richtig an seine Geschwister denkt.

3.  Vor allem frage Ich euch, wieviel Zuwachs ist euch in der Liebe geworden? Nehmet euch vor, kommendes Jahr in der Liebe anzufangen und dieselbe immer mehr zu erweitern; nicht allein auf einige, sondern auf die allgemeine Menschheit; ja betet für alle Menschen. - Es gibt viele Seelen, die auch für euch beten, ohne daß ihr sie kennet, weil auch sie Mich als ihren liebenden Gott und Vater erkennen und gerne ihre Mitmenschen glücklich sehen möchten. Entziehet euch jedem Vorurteil über andere Ansichten; denn nicht die Form, sondern das Herz ist mir ein angenehmes Opfer, und Ich segne jede Hingabe desselben an Mich. Haltet euch an die Worte, welche ihr schon in Händen habt und an die Heilige Schrift, wie Ich euch schon mehrmals unterwiesen habe. Jedes unter euch strebe, das Band der brüderlichen Liebe festzuhalten! Wartet in Geduld, auf welche Weise eure Gemeinschaft mehr befestigt werden soll!

4.  Die Hauptsorge sei euer eigen Herz und ihr werdet Meine Nähe fühlen, ob Ich äußere Worte euch zukommen lasse, oder nur in eurem Herzen Mich bezeuge; eure Losung sei: "bis hierher hat uns der Vater geführt, Er wird auch ferner Seine Hand nicht entziehen." So könnet ihr getrost zurückblicken, keines von euch hat Schaden erlitten, und Ich will auch im kommenden Jahre euch nicht versäumen, so ihr Mir treu bleibet. Harret aus in allem, was euch zu eurem geistigen Wohl auf eurer Bahn beschieden ist; denket, daß es der Weg ist, der zu Mir führt, und Ich werde euch, wenn ihr zu Mir kommet, nicht wegschicken, ohne daß ihr von Meiner Liebe zuvor gesegnet worden seid!

Amen.

 

"Vom Wesen und Zweck dieser Worte"

Johanne Ladner - Jahresschluß 1877          Kapitel    39

1.   Meine lieben Kinder! Ihr stehet an der Pforte dieses neuen Jahres und wollet in dasselbe eingehen, nachdem ihr zuvor einen Rückblick auf das verflossene Jahr getan habt und nach ernster Betrachtung eurer selbst, wie eurer Führung, welche Ich euch angedeihen ließ, Mir ein dankbares Herz entgegenbringet. Freilich habt ihr im Stillen viele Fragen, welche Ich euch unbeantwortet lassen muß, weil sie nicht dazu dienen, euch durch ein demütiges Herz Mir näher zu bringen, sondern euer Verstand möchte einen Durchblick durch manches Dunkle, das gerade dazu dienen mußte, daß ihr euch von ganzem Herzen an Mich wendet. Jetzt da ihr einsehen gelernt, wie nur Ich Selbst es bin, Dem ihr durch euer Streben nachjagen sollet, will Ich Mich im nächsten Jahre immer mehr in eurem Herzen zu erkennen geben als Den, Der Mittel und Wege genug hat, euch eure Richtung so zu ordnen, daß ihr mit Freudigkeit fortmachen könnet, im Verkehre mit Mir.

2.   Sind es auch nicht wissenschaftliche Worte, welche ihr seither erhalten habt, sondern nur die lautere Milch, wie sie ein Kind nötig hat für den Anfang, bis es fähig wird, auch gewürzte Speisen aufzunehmen (obschon ihr dieselben auch schon zuvor verkostet habt); so frage ein jedes unter euch sich selbst; habt ihr dabei mehr Antrieb verspürt, Mich als Vater ganz zu umfassen, als bei diesen einfachen Worten, durch welche euer kindliches Herz immer auf's neue wieder erfreut wird. Ich mache euch keine Versprechungen, als ob Ich euch durch viel Wissen bereichern wollte, aber das rufe Ich euch als liebender Vater zu: "Wer Mich ehrt in diesen Worten, welche von Meiner Liebe zeugen und in kindlicher Freude Mir dafür Dank bringt, den werde Ich immer mehr zu Mir ziehen und er wird einen Schatz in sich sammeln, ohne daß er es selbst ahnt, - die kindliche Liebe wird sein Eigentum werden, und er wird dieselbe für alle Gelehrsamkeit nicht vertauschen."

3.  So, Meine lieben Kinder, fahret fort, in kindlicher Einfalt euch Vaterworte untereinander zuzuschicken, Mein väterlicher Segen fehlt euch dabei nicht. An Gelegenheit, euren Geschwistern zu beweisen, daß ihr sie liebet um Meinetwillen, will Ich es euch auch nicht mangeln lassen. Wenn ihr durch diese äußeren Worte zuvor euch antreiben lasset, eure Betrachtungen Mir zu widmen, so werdet ihr eine Gedankenfülle in euch verspüren, wie es seither noch nicht der Fall war; die Vereinigung mit Mir wird immer mehr befestigt werden und also wird euch das Mittel zum Zweck nicht so gering vorkommen, wie einige unter euch glauben, daß ihr Herz stark genug sei, ohne äußere Anregung sich ganz in Mich zu versenken. So ist es ein Gnadenmittel, welches Ich euch zuteil werden lasse durch diesen Weg der Mitteilung. Sehe daher keines auf das andere dabei, sondern nehme ein jedes so viel davon, als es für sein Herz bedürftig fühlt, und am Schlusse des nächsten Jahres wollen wir wieder fragen, ob ihr dabei gewonnen oder verloren habt.

Euer Vater im alten und neuen Jahre und Derselbe von Ewigkeit. Amen!

   

BD 0729 - Silvester .... Betäubungen ....

Eine jede Prüfung mußt du auf dich nehmen und dich ihr gewachsen zeigen. Und wenn der Herr dich mahnet zur Geduld, so ergib dich demütig in Seinen Willen, denn Er allein weiß, was dir frommt. In dieser Zeit ist auf Erden alles bemüht, sich zu betäuben. Nur sehr wenige halten still Einkehr bei sich selbst und gedenken ihres Schöpfers. Und es sieht mit unendlicher Wehmut der Herr das Treiben Seiner Geschöpfe, die nichts auf Erden missen wollen, was ihnen Genuß bereitet, und die ohne Bedenken hingeben die Wohltaten, die nur der Seele zugute kommen. Sie bedenken nicht, daß sie an der Wende des Lebens stehen können .... daß sie heut noch mitten im irdischen Leben und schon morgen an der Pforte zur Ewigkeit stehen können und daß sie kaum vorbereitet für die Ewigkeit dann das irdische Leben verlassen. Aller Lebensgenuß muß sich ungünstig für die Seele auswirken, und es wird im gleichen Maß der Seele Schaden zugefügt, wo der Körper im Wohlleben schwelgt.

In einer Zeit ungehemmten Lebensgenusses ist dem Widersacher jegliche Macht eingeräumt, er kann Besitz ergreifen von den Sinnen der Menschen und so zerstörend auf die Seele einwirken, und alle Dämonen gewinnen Einfluß auf diese, ist doch der Mensch viel eher geneigt, das irdische Leben in vollen Zügen zu genießen, als sich mit geistigen Dingen zu befassen, und es hat das Heer jenseitiger Geistwesen wahrlich keine leichte Arbeit, will es auch seinen Einfluß auf die Erdenkinder geltend machen. Die wahre Erkenntnis hält den Menschen von so unwürdigem Treiben zurück, doch den Zusammenschluß mit der geistigen Welt zu finden oder ihn zu behalten ist unsagbar schwer für den Erdenmenschen.

Daher entwickeln beide, die guten wie die schlechten Geistwesen, eine unbeschreibliche Tätigkeit, um die Menschen in ihren Bannkreis zu ziehen, denn es hat die böse Macht wohl erheblichen Vorteil .... sie behält die Oberhand, weil der Wille des Menschen zu sehr der Materie nachgeht und nur im Rausch und in der Erfüllung seiner Begierde sein Glück sieht. Aller Glanz der Welt verhindert die innere anschauliche Betrachtung der ewigen Gottheit, es ist der Mensch so fern von allem Reingeistigen .... er steht in der Finsternis, denn die irdische Pracht gibt der Seele kein Licht .... diese hungert und darbt, wenngleich der Körper im Überfluß schwelgt, und es ist wenig Möglichkeit, daß mitten im Trubel der Welt das Erdenkind die Gedanken nach oben schweifen läßt und sich willig trennt von dem irdischen Glanz, der doch nur Schein ist und keinen Vorteil der Seele bieten kann.

Wer sich rechtzeitig solchen Versuchungen widersetzen kann, wer achtet, das Licht der Seele zu bringen, und den Körper willig entbehren läßt, wird sichtbar im Segen stehen, denn die geistigen Wesen sind solchen Bemühenden äußerst dienstbereit, sie stärken jede noch schwache Kraft, helfen der ringenden Seele, und aus scheinbar unnütz verlebten Stunden erwachsen der Seele so große Vorteile, daß der Mensch nur gewinnt, wo der Körper sich Freude und Genuß in weltlicher Beziehung versagt. Denn über aller irdischen Freude des Körpers steht das Glück der Seele ....Dieses aber ist unvergleichlich wertvoller als die Stunden ungetrübten Lebens-Genusses, denn letzterer ist vergänglich, jenes aber bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit .... Amen

 

BD 5842 - Neujahrsbotschaft .... Licht ins Dunkel der Nacht .... 

Durch Nacht sollet ihr zum Licht gelangen .... was tot ist, soll lebendig werden .... was Mir fernsteht, soll Mir nahekommen .... was belastet ist mit der Sünde, soll frei werden und Vergebung finden. Denn Meine Liebe gibt euch Gnade ohne Maß, und Meine Barmherzigkeit bietet euch Hilfe an, auf daß ihr alle aus der Tiefe zur Höhe gelanget .... Die Nacht des Geistes soll durchbrochen werden, und die Lichtstrahlen aus der Höhe sollen den Menschen Hoffnung bringen, die auf Erden weilen sowohl, als auch den Seelen im Jenseits, die noch in der Finsternis sind. Auch ihnen sendet Meine Liebe ständig Strahlen des Lichtes zu, auf daß sie nach Licht verlangen und dann auch empfangen können.

Alles Unerlöste schmachtet in Ketten, aus denen es befreit werden soll, und alles Erlöste ist liebevoll bemüht, jenen Erlösung zu bringen. Im geistigen Reich wie auf Erden wird Licht in das Dunkel getragen, denn nur, wo Licht ist, ist auch Seligkeit; nur wo Licht ist, atmet die Seele befreit auf. Eine jede Seele darf in das Strahlungsbereich des Lichtes eintreten, aber keine Seele wird dazu gezwungen .... Und darum gibt es noch so viel Finsternis auf Erden, weil die Menschen diese Vergünstigung nicht ausnützen und weil sie nicht zwangsmäßig dazu bestimmt werden, sich dem Licht zuzuwenden.

Doch alles wird getan von seiten der Lichtwelt, ihre Herzen mit einem Lichtstrahl zu berühren, um den Willen der Menschen zu bestimmen, dem Licht zuzustreben .... Und darum lasse Ich oft ungewöhnlich starke Lichter aufblitzen, weil die Menschheit mit geschlossenen Augen dahingeht und aufgeschreckt werden muß aus einem Schlafzustand, der auch zu einem Todeszustand führen kann. Und diese ungewöhnlichen Lichtstrahlen von hellstem Glanz und stärkster Leuchtkraft bewirken mitunter eine Flucht aus der Finsternis diesem strahlenden Licht entgegen. Ich weiß, wo die Aussicht besteht, einer Seele zum Licht zu verhelfen, ohne sie zu zwingen .... und Meine Liebe und Gnade kommt diesen Seelen entgegen, auf daß sie nicht in die tiefste Nacht versinken ....

Zumeist sind dies Seelen, die liebefähig sind, wo also nur noch der letzte Anstoß fehlt, daß in ihnen das Licht der Erkenntnis durchbricht .... die aber zuvor eine so dichte Wand vor ihren Augen haben, daß ein starkes Licht nötig ist, diese Wand zu durchdringen .... Ich aber kenne die Herzen aller Menschen, Ich kenne auch den Seelenzustand der jenseitigen Seelen .... Ich weiß es, wann ihnen das Licht zugeführt werden kann, in welchem Grade es von Nutzen ist für sie und wann sie bereit sind, der Nacht zu entfliehen. Und Ich tue wahrlich alles, um die Nacht zu verjagen, wo Ich das Verlangen entdecke, einen Strahl des Lichtes aufzufangen. Ihr Menschen aber werdet noch des öfteren ungewöhnliche Lichtstrahlen aufblitzen sehen, ihr werdet in kommender Zeit zum Teil erschreckt, zum Teil beglückt sein über Erscheinungen, die Mein Werk sind und die nichts anderes sind als Lichtsterne in dem Dunkel der Nacht, die zu Mir hinweisen und euer Verlangen nach Licht erwecken oder bestärken sollen.

Denn Ich kann euch nur geben entsprechend eurem Verlangen .... auf daß ihr aber verlanget, werdet ihr angestrahlt mit Meinem Liebelicht .... und wer sich wohltätig davon berührt fühlt, der wird nimmermehr des Lichtes verlustig gehen, er wird aus der dunklen Nacht heraustreten in den lichten Morgen, wo die Strahlen Meiner Liebesonne nun mit solcher Wärme auf ihn einstrahlen, daß er sich beglückt ihnen fortan aussetzen wird .... Und der Tag wird nimmer enden, denn nun beleuchtet ihn Meine Liebesonne ewiglich ....  Amen 

Einige Worte zum Jahreswechsel

Magd - 29. Dezember 2000  

Bleibet in der Zufriedenheit, die ihr empfindet, wenn euer Wollen und Sein ganz auf Mich, euren lieben Vater Jesus, ausgerichtet ist. Alles Feiern im Äußeren ist ein Feuern durch den Feind. Alle Tage und Festivitäten, die gehalten und gezählt werden, bringen euch nur unnötig aus der Ruhe, aus dem klaren Blickfeld, welches Ich mit euch und in euch aufbauen und erhalten will. Haltet euch fern von den großen Veranstaltungen, die nicht in Meinem Geiste gefeiert und gehalten werden, sie ziehen in den Strudel der allgemeinen, irrigen Meinung, in Wünsche und Begierden. Auf allen Bällen und Neujahrsfeiern tummeln sich auch alte, lüsterne, jenseitige Geister und senden Gedanken der Unzufriedenheit und des Mehrwollens der hochjauchzenden Gefühle in euch, so daß ihr den stillen See der ruhigen, gleichmäßigen Liebe zu Mir unnötig aufrührt und in unruhige Wallungen bringt.

Die Jugend ist leider nicht mehr zu halten. In ihr schäumt und handelt die Neugier. So betet über sie und segnet alle Unruhe in ihr durch Meinen Namen Jesus, der mächtige Wogen des Friedens auf sie niederzulegen vermag und die unruhigen Seelenpartikelchen etwas zu besänftigen vermag. Keine Diskussionen helfen und halten ab, denkt an eure eigene Jugendzeit! Doch das lebendige Beispiel der Gottesliebe und ihrer Zufriedenheit vermag ein leuchtendes Zepter zu sein, mit welchem die Liebe und Weisheit im Gottesfunken eines jeden stürmischen Kindes dem Ansturm der bösen Rotten Einhalt gebieten kann. Du selbst, Mein Kind, als Mutter dreier Söhne, als Schwester dreier Brüder und als Leidende unter deiner einstigen Unbesonnenheit und Leidenschaft, strebe vollkommenen Gleichmut an! Lasse Sanftmut walten in deinen Taten und bezeuge so die Demut im Auftrag des inneren Seelenfriedens deinem guten Vater Jesus gegenüber, so daß durch dich stiller Segen fließen möge und die Sonne des Lebens in dir die Planeten und Monde in stillen, ruhigen Bahnen halten kann.

Nur so wird das System aller Mütter ein starkes, gleichmäßiges Universum hervorbringen, indem sie Vorbilder ihrer Kinder sind, im Geiste mit Meiner Lehre eins, und neuen Generationen den rechten Weg zu weisen vermögen, auf daß ihnen ihre Kinder auch noch im hohen Alter zustreben und sie um weisen Rat fragen mögen, den sie in unsicheren Zeiten doch noch nicht ganz und gar in sich selbst finden, denn auch in ihrem Weg der Vollkommenheit und Gotteskindschaft gibt es Höhen und Tiefen, walten Erkenntnis und Weitsicht, aber auch Unkenntnis und Kurzsichtigkei, so daß sie einer alten Mutter Rat gerne annehmen. Denn, wie Ich euch in einem letzten Worte zukommen ließ: Ihr alle seid Bausteine in Meinem Reiche. Und ein jeder Stein ist Stütze und Halt, ein Gefüge für den anderen Bruder und Baustein im Reiche des Lebens und der Liebe, so daß nur ihr alle gemeinsam das Neue Jerusalem in euch mit Mir als Herrscher und König zu bilden vermöget, auf daß ihr im späteren Leben bei Mir einziehet in den Palast der lebendigen, inneren Herrlichkeit.

Und so, Meine lieben Kinder, möge dieses Wort euch wieder ein weiterer Hinweis sein, daß Ich Mich gar um vieles und auch um viele Kleinigkeiten in eurem Leben kümmere, euch Hinweise gebe zur inneren Lebensführung und euch beistehe im Kampf mit der Welt. Das Wichtigste jedoch ist hierbei, daß ihr festen Gemütes in Mir zu stehen vermöget und Mich als euren guten Vater treuherzig um Beistand und Hilfe in jedem Augenblick eures irdischen Lebens bittet, so daß durch dies Bitten, durch euer Bewußtsein um Meine tatkräftige Hilfe die Verbindung immer stärker, immer tiefer, immer tatkräftiger mit Mir sei und noch mehr werde; denn je intensiver die Verbindung, desto hörender und gehorchender euer inneres Ohr und Gemüt.

Die Botschaften lege Ich euch allen einzeln ins Herz, und so vermöget ihr durch die lebendige Tat danach immer mehr, Meine Worte und Anfeuerungen, Meine Botschaften von den falschen, raffiniert eingefädelten und eingeflößten Wünschen und Wollen der Gegenseite zu unterscheiden. So lernet ihr ganz klar und immer schneller zu erkennen, was des Geistes Wahrheit und was vermischte, gut verpackte Lüge ist. Die Dinge erscheinen oft in einem äußerlich guten Lichte, und der Grund ist ein äußerst fauler und madiger. Die Interessen und Machenschaften vieler Menschen schlingen sich oft um ein anfänglich gut gemeintes Wollen und Wirken. Sie packen die Güte beim Schopfe und schöpfen mit goldenen Kellen den Unrat der Menschen heraus, um daraus Gold zu machen für ihre eigenen Taschen.

Was dein Geistesfreund von einem bestimmten Kreis wissen wollte, ist dir hiermit angedeutet. Die Hilflosigkeit der Menschen und ihre Bitte um Heilung wird schamlos von Mächten des großen, gefallenen Bruders ausgenutzt. Aus einer anfänglich guten Mission eines einzigen Gottliebenden wird ein großes System aufgebaut, dessen Augenmerk ganz und gar nicht nur auf Mich gerichtet ist. Die falschen Propheten fingern mächtig in diesem Werke mit und verdrehen die Botschaft zu ihren Gunsten. Merket ihr nicht, daß diese Verbindung nur eine von vielen, gutgemeinten Verbindungen ist, in denen die Menschen zur Schlachtbank geführt werden um eines kurzen Augenblickes der Gesundheit willen? Wo ist in solchen Gemeinschaften die Wahrheit in ihrer vollen Wirksamkeit zu finden

Ich sage es euch allen hiermit: Da, wo nicht Ich, Jesus Christus, der Herr und Gott, euer Schöpfer und Vater, erkannt und alleinig angebetet werde zum Heil und Trost, da werden die Menschen in einer Maschinerie des Lugs und Trugs eingewickelt, verkauft und verraten sowie betrogen und ausgenutzt. Sie lassen sich schlachten, stehen freiwillig am Abgrund, und auf einen Wink der Führer und ihrer Helfershelfer im vermeintlichen Kreis einer Gottesgemeinschaft stürzen sie sich in ihrer geistigen Blindheit in den Abgrund der geistigen Gefangenschaft für lange Zeiten. In solchen Vereinen werden sie sich dann auch im Jenseits, im geistigen Reiche, wiederfinden, und ihre Gefangenenwächter und Führer werden sie auch dort weiterhin einen falschen Gott bitten und anbeten lassen.

Leset das große Werk der Neuoffenbarung, leset die Gaben des Himmels, die Ich euch persönlich durch Meinen Knecht Jakob Lorber sandte, und seid frei im Geiste und in der Liebe. Lasset euch von Meiner Liebeweisheit in eurem Herzen führen und treffet euch frei und frohen Geistes in kleineren oder auch großen Gebetsgruppen, um zu lehren, zu lernen, darüber zu sprechen, was Ich euch Gutes gesandt habe als euer guter Vater aus den Himmeln. Das Wissen gereicht euch zum Heil und zur geistigen Freiheit. Suchet nicht in solchen Kreisen, die Mich nicht als ersten und letzten Herrn, als einzigen Führer haben. Es sind Zwischenstufen für verirrte Seelen. Wisset: Die meisten Seelen sind noch nicht reif für die volle Wahrheit und wollen sie auch nicht hören, denn ihr Handeln und Wollen müßte konsequent geändert werden in eine Richtung, die Neues bringt und alte Schläuche wegwirft.

Denn Mein Wein kann nicht in alten, modrigen, stinkenden, fauligen Fässern abgefüllt werden, sondern er braucht einen neuen geistigen Träger, in dem das Bouquet und seine Fülle und Wirkung voll zum Ausdruck kommen kann als loderndes, nährendes und stärkendes Liebegetränk für Mitgeschwister und Hilfesuchende, für Kranke an Leib und Seele, für Dürstende nach Wahrheit und dem Guten. So möchte Ich über diesen sogenannten Freundeskreis sowie über viele andere der gleichen Art nicht mehr als nötig sagen, denn gewünscht sind solche Kreise nicht von Mir - nur zugelassen um der Freiheit aller Meiner Kinder willen, auf daß sie - wenn auch in langen Zeiten - selbst erkennen mögen, was und wo die Heiligkeit, die wahre Vollkommenheit am Herzen des einen himmlischen Vaters zu finden und zu erhalten ist.

Und so bereitet euch auf die Tage des Jahreswechsels in dem Sinne vor, wie ich es euch zukommen ließ durch die einfache Magd. Haltet euch fest an Mich, denn Ich alleine weiß - wo auch immer ihr seid - euch ein ruhiges und gemütliches Plätzchen auf Erden und zugleich in Meinem Herzen zu verschaffen, an dem ihr den wahren Sabbat - den wirklichen Jahreswechsel - feiern könnet.

Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.

 

MEIN SOHN DU SCHWEIGEST NICHT NACH MEINEM WOLLEN 

MLV  RJ-Sonntag, am 01.01.2006 – in den frühen Morgenstunden 
 
Ja, Mein Sohn, du schweigest nicht, denn du erkennest nun die Angriffe, wie sie wollen, dass du schweigst. Und Ich wiederhole, ja Ich wiederhole, dass es wiederhalle für das neue Jahre, das verändern wird für viele jene Strukturen von Alkohol, Lasten, Drogen und Heiterkeit. Ja, Mein Sohn, es schmerzte dich dieses Silvester, doch zeigte Ich dir also nur die Welt und jenes Treiben ähnlich einem Sodom und Gomorrha, was nicht hören will, weder die eine Seite noch die andere. Oh Menschheit, oh Menschheit, sehet die Rotten wie sie euch anstacheln. Und heute sage Ich sehe, nachdem ihr nicht höret die Paukenschläge in dem Treiben, was ihr euch erschaffet aus eurem Inneren. Und so erwachet, ja, Menschheit erwache, denn dein Gott ruft auf zu erwachen, erwachet. Wisset ihr nicht was das Sehen ist? Habet es ihr verlernt in der Kammer des Schreckens? Oh, Meine Kinder, die ihr doch nur seid, um zu erwerben jene wahre Gotteskinderschaft, um zu sein bei eurem Vati Jesus allezeit. Warum vergeudet ihr die wenige Zeit, die noch bleibet, denn dieses, ja dieses ist ein Jahr des Gerichts. Erwachet, so ihr sehen wollet, denn Ich zwinge euch nicht. Nein Ich nicht, aber der König der kommet, der bereit steht, da ihr ihn wollet mehr und mehr, wird kommen, so ihr weiter euer Treiben fortsetzet und fortsetzet und füllet die Waagschalen stets mehr. Oh Menschheit, erwache!

Doch was ist das Sehen Meine Kinder, die noch wollen und Ich lenke auch zu diesen Worten, aber auch zu all den Meinen Worten, die Bestand haben für die Ewigkeiten und eine Größe haben, weit über diesen Erdball hinaus, dass ihr es noch nicht fassen könnet, aber auch nicht sollet jetzt. Denn was ist also das wahrhaftige Sehen? Ist es nicht das Sehen der Liebe? Ja, das Sehen der Liebe im Nächsten ist es also. Das Sehen Gottes, der Kraft, die alles erschuf und im Himmel wie auf Erden ist, als jenes Urelement eines Periodensystems, was die Wissenschaft bis heute nicht erkannt hat, da sie eben den Nachthimmel einer Schreckenskammer auch beobachtet und ähnlich jenen kometenhaften Raketen, die nach dem baldigen Erlöschen nur noch Rauch erzeugen, auch bestrebet sind, jenes Dunkel einer Nacht mit ihrem Rauche nur noch mehr und mehr zu vernebeln, auf dass das Sehen stets nur noch schwerer werde sowie nur noch erkenne ein Licht, was ihr heute abend erkennen durftet, so ihr wolltet oder noch wollet im Nachhinein. 

Denn ist es doch die Wissenschaft darselbst, die noch glänzen will mit jenem Rauch, der doch nimmer ein Licht in sich birgt. Und so sage Ich, es werde Licht, so ihr wollet hineinschreiten in den ersten Tage einer Nachhaltigkeit, die nur Ich bin und sein kann! Ja, Meine Kinder schreitet hinein, um zu erkennen, jenes wahrhaftige Licht in jedem Menschen, jedem Tiere, jeder Pflanze, auf dem Wasser, um den Steine. Bemühet euch zu sehen die Liebe in jedem, wie sie doch gar zeugen will von Mir, selbst so der Rauch schon gar verfestigt wurde, dass ein vorwärtsschreiten in solch einem Steine kaum noch möglich wäre. Doch erkennet Mich auch in diesem Menschen, auf dass er ebenso sehe Mich in euch und geschmeidiger als auch weicher werden kann in seiner Struktur, in seinem Wesen. Denn solange der Mensch also auch auf Erden ist, erhält er auch in solchem Zustande auch die Gnade zu Sein, um noch zeugen zu können von Dem, warum er auch hier ist. 

Denn bin Ich nicht in jedermann. Wollt ihr nicht helfen schon auf Erden mitzuerlösen und zu tragen zunächst euer eigenes Kreuz und Mir zu folgen, einem Lichte, was nimmer erlöschen kann und selbst im dicksten Rauche stets für einen Frühling sorgt, da es auch nicht anders sein kann, wo Ich bin und wirke. Denn dieser Rauch wird sein Ende haben, nota bene auf Erden, ja, auf Erden, wenn Ich auch wiederkehre nach nahezu 2.000 Jahren. Erkennet Menschheit, erkennet welche Stunde nun geschlagen hat und kommet zu Mir eurem Gott, der doch nur euer Vati sein will und auch ist. Denn sagte Ich euch nicht stets euch alles zu geben und zu schenken. Doch müsset ihr jene Größe einer Gotteskindschaft auch erst erreichen, um zu fassen die Größe, ja, die gewaltige Größe an Schätzen, die in euch noch verborgen sind.

Sehet die Lilien auf dem Felde. Sehet die Sperrlinge auf dem Dache. Sehet die Tauben, wie sie umkreisen in Treue jenes Haus, was sie nährt und versorgt. Sehet das Grase, wie es sich beuget den Weisheitsgeistern, um dann im Frühjahr zu gedeihen und zu gedeihen. Glaubet ihr die Tauben seien dumm, so sie stetig von Neuem wiederkehren und wiederkehren? Glaubet ihr das Gras sei ein überflüssiges Unkraut, was dann doch gedeihet auf den Feldern als ein Getreide? Und so gibt es stets diese beiden Blicke, ja auch Blickrichtungen, da sie auch zeugen entweder von einem Morgen bzw. Mittag in euch oder dem Abend oder gar der Nacht. Es ist also der Weisheitsblick und es ist der Liebesblick, jenes Sehen aus dem Herzen eines Menschen, was gar sehr tief schon zeuget, wie es eben aussieht im eigenen Herzen. Denn sehet ihr eure Umwelt nicht auch so, wie ihr sie eben wollet? 

Und so Ich euch nun den Weg auch zeige zu jenem lichtvollen Tag, so ergreifet ihn denn wahrlich auch mit aller Macht, denn ist denn jenes Licht auch nur für euch. Und Mein Sohn möchte gern hinzufügen, aus seiner eigenen Sicht und selbsterlebtem Lernprozess, wie es doch auch jenes Weisheitslicht ist, was betrachtet ein anderes Geschlecht mit jenen Augen einer durchbohrenden Weisheit, welches doch das Sexgefühle auch hervorruft, während doch das Liebeslicht aus den eigenen Augen eben für die Abmilderung des gleichen auch sorget. Und so vergleichet selbst, wie es die Weisheit ist, die mit ihrem Blick, sich doch stets stärker abkehrt von ihrem Sein, von ihrem Wesen, was doch nur Liebe ist und sein soll und sie ersticket mit jenem Rauch und nimmer hinausführet aus der Kammer des Schreckens sondern nur stets tiefer hinein. Liebe Kinder sehet ihr nicht, wie der Gegner euch erlöschen will, euer Leben und Erstrecht auf den Himmel, da er dann glaubet einem Plane nach, Mir zu schaden.

Oh Meine Kinder, oh Meine Kinder. Lasset strahlen euer Herz, euer Licht und erwecket, ja entzündet euren Geist in euch mit dem Feuer der Liebe und dem Holze der Demut. Und ihr werdet spüren, ja glauben, ja wissen, dass nur Ich es bin, der euer Vati ist.Lasset euch nicht täuschen von der Gegenseite, lasset nicht erlöschen die Liebe. Und du, Mein Sohn, schreite, ja schreite deinen Weg, wo du wissest, Ich bin bei und in dir, stets mehr, wenn du wollest und du wollest, was Ich weiß. Ich liebe euch. Doch auch mahne Ich zu beachten, jene Worte. Euer Vati Jesus, der rufet und rufet doch zu ergreifen, das Licht, was euch die Himmel öffnet, das Licht, was nur die Liebe meinet, doch nimmer, ja, nimmer die Weisheit.

 

Die letzte Zeit  

Mayerhofer 4. Mai 1872 - Predigten des Herrn 53. - Am 27. Trinitatissonntage

Matth. 24, 15-28 (hier Schlachter-Übersetzung)

15 Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem durch den Propheten Daniel geredet worden ist, stehen sehet an heiliger Stätte (wer es liest, der merke darauf!), 16 alsdann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge; 17 wer auf dem Dache ist, der steige nicht hinab, etwas aus seinem Hause zu holen; 18 und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht zurück, um sein Kleid zu holen. 19 Wehe aber den Schwangern und den Säugenden in jenen Tagen! 20 Bittet aber, daß eure Flucht nicht im Winter, noch am Sabbat geschehe. 21 Denn alsdann wird eine große Trübsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. 22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden. 23 Wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist Christus, oder dort, so glaubet es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. 25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. 26 Wenn sie nun zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in den Kammern, so glaubet es nicht. 27 Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. 28 Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler.

[PH.01_053,01] Dieses Wort ist das letzte Evangelium, welches Ich euch erklären will. Es behandelt die letzte Zeit des Judentums, sowie die letzten Zustände der Menschheit und endlich sogar die letzten Ereignisse am Ende der sichtbaren Welt, welche wieder, in andere Formen und in höhere Stufen übergehend, einen neuen Kreislauf beginnen wird.

[PH.01_053,02] Einst sagte Ich Meinen Jüngern den Untergang des Tempels in Jerusalem voraus, den ersten Akt des Endes der Juden als Volk. Sie hatten damals als solches ihre Rolle ausgespielt und waren nicht weiter wert, im Verbande miteinander auf diesem Erdboden ein Reich zu bilden, nachdem sie das größte Reich, welches es je gegeben, Mein ewiges, geistiges Reich zerstören wollten. So wie sie vom Anfang an auserkoren waren, durch ihre Religion und ihre Propheten dasjenige Volk zu sein, in dessen Mitte Ich Mein Darniederkommen auf diese eure Erde bewirken konnte, so untauglich zeigten sie sich später, diese Meine Lehre anzunehmen und weiterzuverbreiten.

[PH.01_053,03] Nur Meinen Jüngern und wenigen Auserwählten dieses Volkes ward das Licht der Wahrheit gegeben. Die übrigen verschmähten es und zogen ihm die Finsternis und das Festhalten am toten Buchstaben vor, eine Eigenschaft, die sie, obwohl sie unter allen Völkern zerstreut leben müssen, heutzutage noch nicht abgelegt haben.

[PH.01_053,04] Die Geschichte erzählt euch deutlich, daß alles, was Ich voraussagte, wirklich eingetroffen ist, und zwar kurze Zeit nach Meinem Hingange in Mein Reich. So endete mit dem Tempel, der geistig zwar schon längst zerstört war, auch die Geschichte eines Volkes, welches Ich aus vielen auserwählt hatte, Träger und Förderer Meiner ewigen Wahrheit zu werden.

[PH.01_053,05] Ich sagte Meinen Jüngern auch voraus, wie in der Folge Meine Religion, Meine Lehre, im Kampf mit dem Judentume sich nach und nach stets kräftigen und stets vorwärtsschreitend auch ihre Verehrer stets mehr fördern werde, während das Judentum mit seinem Kultus bis auf eure Zeiten, statt vorwärtszugehen, stehengeblieben ist und die an ihm Hängenden noch heute ihren Messias mit denselben weltlichen Ideen wie vor mehr als tausend Jahren erwarten. Über die Unrichtigkeit ihrer Vorstellungen suchte Ich sie schon damals aufzuklären; aber an der Halsstarrigkeit der Juden hatte Ich den größten Gegner.

[PH.01_053,06] Alles in Meiner Schöpfung schreitet vorwärts. Alles verändert sich und vervollkommnet sich in der Veränderung. Nur die Juden wollten keine Neuerung, keine Veränderung, und so müssen sie ihr jetziges Los sich selbst zuschreiben, indem sie, nur dem Niedrigsten auf Erden, dem Mammon allein huldigend, von allen andern Völkern verachtet sind. So straft sich, wer nach dem Materiellen und nicht nach dem Geistigen strebt; denn Mein Reich, obgleich es sichtbar Materie zu sein scheint, ist doch nur Geist und nicht Materie.

[PH.01_053,07] Was den Juden zur Zeit der Zerstörung Jerusalems begegnete, das wird sich auch als Ende der jetzt lebenden Menschheit wiederholen; denn die Greuel des Krieges und der Zerstörung werden wieder auftreten, nur in anderen Formen. Und wie in jenen Zeiten nur die wenigen, die an Mich glaubten, entweder ein besseres Los hatten, oder wenn es schon hart war, es leichter zu ertragen vermochten, weil sie im Glauben und im Vertrauen auf Mich nicht wankten, so wird es auch in der Zeit sein, die Meiner Wiederkunft vorausgeht. Auch dann werden Treue und Glauben auf Erden verschwunden sein, da die Menschheit oder wenigstens der größte Teil der Menschen, der Materie, der Welt und ihren Genüssen huldigt, wie ihr es jetzt schon überall bemerken könnt.

[PH.01_053,08] So muß die Reinigung und Läuterung des geistigen Seelenreichs vorgenommen werden, wie Ich es im Evangelium vom Feigenbaume sagte. Wenn er anfängt, seine Blätter zu treiben und saftig zu werden, so ist das die Vorzeit des Sommers, die Vorzeit der Entwicklungs- und Fruchtbildungsperiode, welche uns geistig an die Scheidungs- und Prüfungszeit erinnert, in der Rechenschaft über das den Menschen anvertraute geistige Gut gefordert werden wird.

[PH.01_053,09] Die Elementarereignisse, die Unglücksfälle und Krankheiten, welche dieser Zeit vorangehen, sind die letzten Versuche, noch zu retten, was zu retten möglich ist, damit nicht alle im Schlamm des Egoismus ersticken. Nur durch Unglück und herbe Schicksalsschläge wird das stolze Menschenherz mürbe.

[PH.01_053,10] Die Wahrheit muß sich wie die Wirklichkeit nackt zeigen, damit keine Illusion sie verschönt. Nur so wirkt sie heilend. Und wenn die materielle Welt sich in ihrem eigentlichen Gewand der Vergänglichkeit und des Truges zeigt, wenn sie den Menschen mit Hohn zurückstößt und ihm, der sie liebkosen wollte, mit Verachtung den Rücken wendet, dann erst – meist leider nur zu spät – beginnt das Geistige seinen Einfluß auszuüben, dann erst erwachen bessere Gedanken und reinere Gefühle. So muß Ich als liebender Vater den Menschen führen, damit er den wahren Wert der Dinge erkennt und Den findet, der die stete Ruhe ist.

[PH.01_053,11] Daß gegen diese sich steigernden Versuche, den Menschen in die Enge zu treiben, mit allen möglichen Mitteln gearbeitet wird, daß Spott, Rache und Verfolgung die Gläubigen treffen, daß falsche, aber auch wahre Propheten das Volk zu belehren suchen werden, daß am Ende bei den meisten eine gänzliche Verwirrung der Begriffe eintreten wird – das versteht sich von selbst. Alle Meine Mahnungen werden, wie vor der Sündflut, bei vielen fruchtlos bleiben, und nur wenige werden sich bekehren. Wenn die Ereignisse sich aber überstürzen, so wird doch die Mehrzahl geistig gerettet werden, und sie werden Mir danken, daß Ich sie durch solche strengen Mittel der allgemeinen Verderbnis entrissen habe.

[PH.01_053,12] Wenn all diese unglücklichen Ereignisse über die Menschheit hereinbrechen werden, wie einst bei den Juden die Zerstörung des Tempels und Jerusalems – wer ist dann schuld daran? Bin Ich ein Rachegott, der das Blut und das Elend von so vielen Tausenden will? Oder sind sie es nicht vielmehr selbst, die alles unter ihren Sinn beugen und selbst die großen Gesetze der materiellen und geistigen Welt – wenn es nur möglich wäre! – umstoßen möchten?

[PH.01_053,13] Seht, Ich lasse es hier niederschreiben, damit alle Welt es weiß! Wie Ich einst den Verfall des Judenvolkes voraussagte und derselbe auch wirklich eintraf, so habt ihr hier in 53 Predigten der Mahnungen und Voraussagungen genug, in denen Ich euch deutlich gesagt habe, was kommen wird, wie und wann es eintreffen muß, um Meine verirrten Kinder auf den rechten Weg zu bringen. Schon in jener Zeit sagte Ich zu Meinen Jüngern: „Es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reiche Gottes in der ganzen Welt!“, und dieses Evangelium ist dieses Werk, das Ich euch hier als Zeichen Meiner Liebe und Gnade überlasse.

[PH.01_053,14] Die Zeit der Greuel und der Verwüstung ist mehr geistig als materiell zu verstehen; denn was im Evangelium steht, wie z.B.: „Wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder!“ usw., dies alles besagt: Laßt das Weltliche fahren und haltet euch an das Unverwesliche, Geistige! Dort ist der Anker, der euer Lebensschiff in den Stürmen des materiellen Unglücks und der geistigen Not festhalten kann! Ohne diesen Anker findet ihr keine Ruhe, keinen Frieden!

[PH.01_053,15] Deswegen sammelt euch um Mich und haltet fest an Mir und Meiner Lehre! Denn – wie geschrieben steht –: „Himmel und Erde werden vergehen!“ Ja, Himmel und Erde werden vergehen; sie werden sich in andere Elemente auflösen, und aus ihnen werden andere Formen und andere Welten hervorgehen. Die ganze Schöpfung wird den gleichen Prozeß durchmachen, den auch das Judenvolk, welches mit seinen Traditionen und mit seiner Religion die Grundlage Meiner Lehre war, durchzumachen hatte.

[PH.01_053,16] Ich habe bei der Schöpfung in alles, auch in das geringste Atom, Meinen Geist hineingelegt, um die Materie fähig zu machen, sich zu etwas Größerem und Höherem zu entwickeln. Ebenso war das Judenvolk das geeignete Element, in welchem Ich Meine Darniederkunft bewerkstelligen und – ähnlich wie in der ganzen sichtbaren Schöpfung – Mein großes Geisteswerk vollenden konnte. Jedoch wie das Judenvolk nach seiner Mission aufhörte ein Volk zu sein, und wie die Menschheit nach ihrer Läuterung aufhören wird, Träger aller egoistischen Leidenschaften zu sein, weil Besserem Platz gemacht werden muß, ebenso wird die ganze Schöpfung, die bis jetzt noch die Grundlage Meiner Liebe zu allen geschaffenen Wesen ist, einst auch aufhören müssen, der Ausdruck Meiner göttlichen Gedanken zu sein.

[PH.01_053,17] Wenn die Wesen der Schöpfung, der Vergeistigung reif, an dem Punkt angekommen sein werden, wo auch die feinste Materie noch als grob erscheinen muß, dann ist diese, mit so vielen Wundern und Schönheiten ausgestattete Welt ein zu grober Träger für das Rein-Geistige, und es muß dann die ganze Schöpfung als Wohnort den Wohnenden gemäß eingerichtet werden, was die Auflösung bedingt. Zu dieser Zeit wird der Menschensohn in aller Herrlichkeit erscheinen – wie Ich einst sagte –, weil auch die geschaffenen Wesen in einem geistigen Verfassungszustand sein werden, diesen Glanz und diese Herrlichkeit ertragen zu können. Dann werden die höchsten Geister und Engel die Auserwählten aus allen vier Winden und von einem Ende des Himmels zum andern sammeln.

[PH.01_053,18] Ja, so wird es noch oft geschehen, stets auf höheren Stufen und verbunden mit größeren Seligkeiten. Ich kann Mich Meinen Geistern immer nur so zeigen, wie sie Mich fassen können. Da Ich aber unendlich bin, so sind auch die Auffassungen von Mir unendlich, und Mein Reich wäre kein unendliches, wenn nicht eine stete Steigerung der geistigen Potenzen möglich wäre.

[PH.01_053,19] Dies alles sagte Ich in jener Zeit Meinen Jüngern in Bildern voraus, nicht nur damit sie es wissen, sondern damit bewiesen werde, daß Meine Worte nie vergänglich sind und stets wahr bleiben werden! Glaubt ja nicht, daß Ich für euch allein auf die Welt kam, daß Ich alles der kleinen Erde und ihrer Bewohner wegen erduldete, nein, Meine Taten sind Taten der Unendlichkeit! Auch die Bibel, worin zum Teil Meine Worte, die Ich während Meiner Erdenjahre sprach, geschrieben stehen, ist nicht für euch allein – sie gehört der ganzen Schöpfung.

[PH.01_053,20] Und wenn Millionen von Welten von Meiner Existenz bis jetzt noch nichts wissen, so wird doch die Zeit kommen, wo auch diese Worte Gottes zu ihnen dringen und von ihnen, entsprechend ihrer geistigen Bildung, verstanden werden. Dann wird bei den geistig vollkommen Wiedergeborenen die harte Rinde des Buchstabens und die wörtliche Auffassung verschwinden, und es wird der reine und tiefe Sinn der Worte Gottes, der Worte eines liebenden Vaters, klar und helleuchtend, der ganzen Schöpfung verständlich, allen zurufen: „Liebet, o liebet nur alle einander!“ Denn aus Liebe habe Ich die Welt erschaffen, aus Liebe den größten Akt der Demut auf eurer Erde vollführt, aus Liebe die Menschheit geläutert durch Drangsale und Leiden, damit Meine Worte, die Ich einst sprach und in diesem Evangelium erklärte, stets wahr bleiben! Sie haben keinen anderen Zweck, als Meine Kinder wirklich zu dem zu machen, was viele nur dem Namen nach waren.

[PH.01_053,21] So soll nach dem Greuel der Verwüstung, wie nach Gewitter, Regen und Sturm, allen wieder die Gnadensonne in ihrem ganzen Glanze leuchten! Wenn die geistige Luft von allen schlechten Giften gereinigt sein wird, dann bereitet sich, wie die erfrischte Erde nach einem Gewitter, alles zu einem neuen, tätigen Leben vor. Amen.

Nachwort.

[PH.01_000,01] So sind nun diese 53 Predigten vollendet, und ihr habt einen Schatz vor euch, den ihr, wenn ihr ihn gleich hochschätzt, dennoch nicht ganz fassen könnt; denn in Meinen Worten liegt Unendliches. Individuell genommen, seid auch ihr unendlich verschieden, daher die geistige Auffassung, wenngleich sie auch schon geistig ist, stets doch noch eine höhere zuläßt.

[PH.01_000,02] Das Wort ist einem Senfkorn gleich, das wachsend stets Neues gebiert und aus einem Wunder das andere entwickelt. So ist auch dieses Buch bestimmt, euch Wunder über Wunder zu zeigen, je mehr ihr in der Erkenntnis fortschreitet.

[PH.01_000,03] Nehmt daher am Sonntag die betreffende Predigt zur Hand, lest sie und feiert wenigstens ihr unter vielen Tausenden von Menschen den Sonn- oder Ruhetag nach materieller Arbeit .....

 


Zuletzt Aktualisiert am: 01.12.2008   Home