
K.L. - 20. März 2010
Ich bin in der morgendlichen
Stille im Gebet und denke an meinen Traum. Ob er wohl auch eine Bedeutung hat,
lieber Vater. Bitte gib mir Erleuchtung in allen Lebenssituationen. Genau das
will dir dein Traum sagen - die Erleuchtung - die Ich euch schenken will. Dann
wirst du erkennen, wo du dich aufhältst, welche Lebensverhältnisse dich
umgeben, wie zurückgeblieben, an alten Strukturen hängend, ungereinigt,
verfallen und ungenutzt die wahren Werte in eurem Leben sind.
Du siehst am Strand die
verfallen Häuser. Es zeigt sich dir so Gegensätzliches: Das volle Leben im
Meer und die baufälligen, unbelebten Häuser. Es ist Abend. Du denkst dir: Ich
will zum Strand gehen, die Sonne genießen, doch erst morgen früh, denn es ist
bereits Abend. Du siehst einen Mann, der sich ganz allein am Strand aufhält, wo
die verfallenen Häuser stehen, Er ist dabei seine Sachen einzusammeln, um nach
Hause zu gehen. Er hat sich als Einziger in dieser verlassenen Gegend
aufgehalten, wo alles wie tot ist. Und doch hat er am großen Lebensmeer
geweilt. Dieser Kontrast! Er hat sich nicht vom Tod abhalten lassen, und möchte
auch an diesen Orten das Leben aufblühen lassen, dass es eine Einheit in Schönheit
und Vollkommenheit mit dem Meer bilde.
Auch du sollst die
Schattenseiten erkennen und dorthin gehen, um aufzubauen. Du hast den Blick von
einem Dach, das ohne Geländer ist. Du bist nicht in der Lage ohne Schutzgeländer
zum belebten Strand an anderer Stelle zu schauen. Einen Halt brauchst du, und es
überkommt dich ein Angstgefühl, als du zu nahe an den Rand des Daches gehst,
um hinab zu schauen. Tu es nicht ohne Schutz! Gewage dich nicht in solche
Situationen, die für dich gefährlich sind. Bleib in Meinem Schutz, und Ich
zeige dir, was für dich wichtig ist. Das Weltentreiben meide, denn dort könntest
du ohne Schutz sein, wenn du Grenzen deiner Kraft überschreitest. Darum bleibe
du in Mir und Ich in dir, Amen.