
D.o. - 08. August 2010
Du fragst Mich: was sind Träume und wie entstehen diese? Ich will dir einige Bilder vorführen, aus denen du schon einiges selber wirst beurteilen können. Ein junger Mann im reifen Alter begegnet einem Mädchen, in das er sich verliebt, das er aber noch nicht näher kennt. In seinen Gedanken entstehen Traumvorstellungen, die sie in den schönsten Bildern und Farben darstellen. Er ist kaum ansprechbar, denn seine Gedanken kreisen nur noch um seine Schöne.
Des Nachts aber kommt er nicht zur Ruhe, denn seine Nachtträume wollen sich so gar nicht mit seinen Tagträumen vereinbaren. Er träumt von Schlangen, von Schluchten. Er steht schweißgebadet auf. Doch er lässt sich nicht beirren und heiratet seine Angebetete. Diese aber zeigte ihm bisher nur ihre Sonnenseite, entpuppt sich aber mit der Zeit als das wahre Gegenteil, von dem er geträumt hat. Sie zeigt ihm ihre Zähne, wie ihr zu sagen pflegt. Sie begegnet ihm nicht mit der Liebe, die er geträumt hat, sondern bleibt kühl und abweisend. Sie beginnt zu herrschen und alles was sie tut ist gut und recht, so meint sie und alles was ihr Angetrauter tut ist nicht der Rede wert. Er ist fleißig, aber das reicht ihr nicht. Er verdient gut, doch andere verdienen mehr, meint sie.
Die Träume des jungen Mannes sind bald ausgeträumt. In seinem Inneren ist lange schon seine Liebe zu ihr zerbrochen. Da aber gebärt sie ihm einen Sohn und er meint sogar damit die Ehe wieder gekittet zu haben. Doch weit gefehlt. Die wichtigste Person im Hause ist nun der Sohn und alles dreht sich nur noch um diesen. Die Erziehung vollzieht sich entsprechend und am Ende sieht sich der Mann ins Abseits gedrängt; er hat nur noch fürs Wohl der Familie zu sorgen und still zu sein. Lange Jahre, bis sein Sohn auf eigenen Füßen steht, sorgt er für diese.
Dann aber zerbricht diese Ehe, der Mann verlässt seine Familie und alles was er aufgebaut hat. Der Sohn hat sich der Mutter zugewandt, von der er in seiner Erziehung nie ein „nein“ erfahren hat. So blieb dieser alternde Mann alleine. Nun aber spielt sich sein ganzes Leben in Träumen ab, die er zu verarbeiten hat. Allen die ihm Leid zugefügt haben, hat er vergeben, und allen denen er selber Leid zugefügt hat, hat er um Vergebung gebeten. Die Träume aber verfolgen ihn weiter. Die Träume, die er in seinen jungen Jahren geträumt hat, waren sog. Wachträume, waren Gedankenträume, die sich sogar nachts fortgesetzt haben.
Es waren Träume, die er träumen wollte. Alles was dagegen sprach, schlug er in den Wind, dementsprechend auch die Träume des Herzens und der Seele, die ihn gewarnt haben. Dann kam das Erwachen und die Träume wurden weniger, ja blieben sogar ganz aus. Als dieser aber begann auf die Stimme seines Herzens immer mehr zu hören, da kamen aber auch wieder die Träume. Anfangs waren es Schlimme, die ihn auch am Tage beschäftigt haben, mit der Zeit aber wandelten sich diese zu guten und schönen. Nun aber will Ich dir die Träume beleuchten. Träume sind immer etwas Konkretes, auch wenn ihr meint Träume sind Schäume. In den Träumen stellen sich eure Gedanken konkret dar und sind Ausdruck geistiger Einstellung. Menschen die materiell ausgerichtet sind, alles Geistige ablehnen und auch Mich, erleben meistens wenige Träume. Ihre Seele steckt im materiellen Sumpf, so dass um sie nur Dunkelheit herrscht.
Es gibt aber auch Menschen, die materiell denken, sich aber ihrer Gottlosigkeit nicht ganz sicher sind; auch viele Christen. Deren Seelen erleben Träume, die sie zu Umkehr rufen, die sie in ihrem Materialismus verunsichern. Die Stimme ihres Herzens ist noch nicht ganz verschüttet. Andere wiederum, die Mich erkannt haben und Mich lieben, träumen oftmals immer noch in Bildern, die sie verfolgen. Und sie fragen: warum denn das? Warum beschützt Du mich nicht?
Träume sind Gedanken, Handlungen, Taten, die eine Form haben, d.h. sie haben eine geistige Hülle, eine geistige Körperform, sonst könntet ihr diese nicht sehen. D.h. es sind eure Gedanken, die in Bildern euch begegnen, manchmal sogar verfolgen. Es ist euer Gewissen, das sich zu Wort meldet und euch aufmerksam machen will, dass da noch etwas in eurer Seele schlummert, das noch erlöst bzw. befreit werden möchte. Es sind eure schlechten Gedanken, die ihr gegen den einen oder anderen hegt und noch nicht bereinigt habt. Und wie könnt ihr dies bereinigen und erlösen? Gegen die ihr diese gehegt habt, solltet ihr nun gute Gedanken erarbeiten, indem ihr ihnen verzeiht und Verständnis für sie aufbringt. Betet für sie und bittet Mich um Meinen Segen.
Andere Träume, die euch verfolgen, entstammen der Sinnlichkeit, der Lust, die manchen von euch zum Gedankentriebtäter oder -vergewaltiger gemacht haben. Ich meine hier nicht nur das männliche Geschlecht, denn die Gedankenwelt ist hier für beide Geschlechter ähnlich. Es sind Träume, die euch zum Handeln treiben und oftmals auch erfolgreich sind. Es sind hartnäckige Träume. Verbindet euch mit Mir und bittet Mich um Mein Beistand, sonst könnt ihr nicht frei werden.
Aber auch jenseitige Seelen in der Not und Trübsal können sich euch im Traume nähern und um Hilfe bitten in dem sie auf sich aufmerksam machen. Sprecht sie an, verkündet ihnen Mein Evangelium und segnet sie in Meinem Namen. Auch alle eure schlechten Eigenschaften, die ihr überwunden habt und sozusagen aus eurer Seele vertrieben habt, gesellen sich oftmals in eurer Nähe und kämpfen um sie wieder zu besetzen. Und das versuchen sie auf vielfältige Weise, selbst in den Träumen, die bis zu Alpträumen wachsen können und manchen in die Depression treiben.
In vielen Geschichten von „Heiligen“ werdet ihr sehen, wie sehr diese gerade in ihren Träumen bedrängt wurden, d.h. je mehr diese sich Mir zugewandt haben, desto größerer Bedrängnis waren sie ausgesetzt. Doch sie hatten großes Vertrauen zu Mir und so wurden sie von Mir beschützt.
Träume aber sind keine realen Bilder, sondern Bilder der Seele, sind Entsprechungsbilder. Daher muss man die Sprache der Seele verstehen, damit man sie deuten kann. Es gibt viele Traumdeuter, doch wenige nur beherrschen diese Sprache. Der beste Traumdeuter aber bin Ich. Wer sich in seinem Herzen mit Mir verbindet und Mich um Klärung und Beistand bittet, dem werde Ich diese Bitten nicht versagen. Amen.