
D.o. - 04. August 2010
Oft schon hast du den Satz gehört: „Gott macht keinen Fehler“. Und je mehr du über diesen nachdenkst, desto tiefere Wirkung zeigt er dir, die sich in deiner Einstellung zum Leben äußert. Für viele ist dieser Satz zur Floskel geworden und sie sagen ihn, wenn es sie selbst nicht betrifft. Über die Tiefe dieses Satzes aber machen sie sich keine Gedanken, denn wenn sie ihn begreifen würden, so würden sie ihn nicht so leicht aussprechen. Was ist, wenn Katastrophen geschehen und viele Menschen zu Schaden kommen? Dann sagen dieselben: „ wo bleibt Gott?“ Oder: „warum lässt Er dies zu?“ Ich aber sage: „wer sagt, Gott macht keine Fehler und nimmt alles was ihm auferlegt wird dankbar entgegen, - auch die Katastrophe - der bezeugt darin Glauben und Vertrauen, der hat den Satz verstanden und er lebt danach, ja der hat Mein Wort in seinem Herzen und ist innig mit Mir verbunden, auch wenn ihm nach seiner Meinung nicht jeder Tag gelingt. Dazu will Ich dir die folgende Geschichte erzählen.
Ein Vater hat zwei Kinder und weil er vermögend ist, dürfen beide studieren, für die Kinder gibt er Alles, denn sie sind ja seine ganze Liebe. Und da alles gut geht, die Kinder gut gedeihen, macht er sich um Gott keine Gedanken, denn materiell geht es ihnen gut. Eines Tages erkrankt sein liebstes Kind, seine Tochter, und ihr Leben ist bedroht. Nun werden die Besten Ärzte konsultiert, denn für die Rettung der Tochter gibt er alles. Alle sollen helfen sie zu retten. Die Ärzte, die auf diesem Gebiete Rang und Namen haben und für die er sein ganzes Vermögen ausgibt und die Kirche, die mit ihren Messen und Fürbitten zu Maria und allen Heiligen für die Gesundheit erbitten sollen. Und da der Vater selber nicht beten kann, da ihm der wahre Glaube und die tiefe Beziehung zu Mir fehlt, bezahlt er auch diese Dienste.
Die Tochter in ihrer Not hat Mich erkannt und Mir ihr Leben übergeben und Ich habe sie zu Mir genommen, denn sie war reif heimzukehren. Ihr Vater aber erkennt die Zusammenhänge, erkennt, wie sehr er von allen Seiten betrogen und ausgenommen wurde. Er erkennt aber auch, mit Gold kann man Gottes Güte nicht erkaufen. Das Bekenntnis der Tochter, vor den sie behandelnden Ärzten und die Absage weiterer Behandlung, weil sie die Rettung in Meine Hände übergeben hat, machte auf Diese großen Eindruck, bestärkte aber weiter ihre Kunst, da Ich sie zu Mir nahm und sie von der Rettung der Seele nichts verstehen.
Selbst der sie in ihrer Not begleitende Priester bewunderte ihre Liebe und ihr Vertrauen zu Mir, für sich aber hat er dabei nichts gewonnen, so habe Ich auch ihm eine Mahnung zugelassen, die er noch nicht vergessen hat. Doch die Dogmatik der Kirche hält ihn noch immer gefangen. In der Familie der Verstorbenen aber gibt es eine Umorientierung zum besserem Umgang und Verständnis miteinander und ein allmähliges Ausrichten auf Mich.
Diese Not, diese Katastrophe, hat eine Wende in der Familie und unter den Geschwistern eingeleitet. Erst wenn alle Wunden ausgeheilt sind, wird diese Familie erkennen, dass Meine Zulassung gut war und dass Ich keinen Fehler gemacht habe. Das ganze Ausmaß aber werden sie ohnehin erst in der geistigen Welt vernehmen. Dieses eine Fallbeispiel, soll aber genügen für die Beleuchtung des Satzes: „Gott macht keinen Fehler“.
Da Ich die Herrschaft über diese eure Erde Meinem Gegner überlassen habe, kann Ich auch nur indirekt auf die Geschehen dieser Erde und der Menschen auf ihr eingreifen. Indirekt aber heißt: „ Jeder muss die Suppe, die er sich kocht auch selber auslöffeln dürfen“. Das soll wiederum soviel heißen, dass ihr die Wirkung all dessen was ihr verursacht auch verspüren sollt, dass heißt, aus den eigenen Fehlern lernen. Und das betrifft nicht nur euch Menschen dieser Erde, sondern die ganze materielle Schöpfung, insbesondere Meinen Gegner, Satan. Ich kann nur durch euer Gewissen lenkend eingreifen, durch die Lenkung eurer Gedanken, die die machtvollsten sind. Ja erst wenn eure Gedanken konform mit den Meinen gehen, kann Ich manches Wunder geschehen lassen. Alles andere wäre ein Eingriff Meinerseits in eure Willensfreiheit, die Ich nicht beschränken darf.
Hätte Ich der Tochter das materielle Leben geschenkt, was hätte sich geändert. Die Tochter ja, aber die hat sich schon gewandelt. Und so konnte Ich ihre Seele zu Mir nehmen. Alles andere wäre beim alten geblieben. Nun aber ist alles im Wandel in dieser Familie. Und da Ich sie alle liebe, was und wie hätte Ich es anders machen können? Ihr seht alles nur sehr kurzsichtig, ihr überseht nicht die ganzen Zusammenhänge. Deshalb seht euch vor, vor zu schnellen Urteilen gegenüber euren Nächsten, aber auch gegenüber Mir.
„Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gründlich“, sagt ihr und da steckt viel Wahrheit drin. Natürlich kann Ich auch einen Schnellschuß produzieren, doch wer hätte was davon, denn dem fehlte dann die seelische Reife, wie dem Wein, der nicht ausgegoren ist. Erst der Reifungsprozess lässt euch zu dem werden, was ihr sollt, nämlich zu Meinen Kindern. Der Zeitraum für den Reifungsprozess mag bei dem einzelnen unterschiedlich sein. Die Tochter war in ihrem Wesen reif geworden für Mein Reich und ihr kurzes Wirken hat Spuren hinterlassen in ihrem Umfeld. Mehr brauchte sie nicht zu tun. Das wusste ihre Seele, deshalb wollte sie heim zu Mir, ihrem Vater.
Ja, Ich mache keinen Fehler, auch wenn euch manches Geschehen fehlerhaft erscheinen mag. Übersehen kann es nur derjenige, dessen Glaube zu Gewissheit geworden ist und der Mir alles in Meine Hände übergeben hat, d.h. der Mir in Allem vertraut, auch in der Katastrophe, die für ihn nur vordergründig erscheinen mag. Doch auch diese wird er dann nicht als solche sehen, sondern als Meine weise Lenkung akzeptieren. Wenn ihr den Glauben eines Abrahams hättet, so manche Katastrophe würde an euch glimpflich vorbeiziehen. Sein Vertrauen, dass Gott keinen Fehler macht, war so stark, dass er bereit war seinen eigenen Sohn, sein Allerliebstes das er hatte, Mir zu opfern. Als er Mir dieses Vertrauen bewiesen hatte, konnte die Katastrophe an ihm vorbeiziehen. Ja, wer Mir so vertraut, wie Abraham, braucht keine Katastrophe zu fürchten, denn er lebt im Einvernehmen mit Mir und verursacht von sich aus auch keine.
Glaubt und vertraut Mir und richtet euer Leben ganz auf Mich aus, dann bewahre Ich euch vor jeglicher Katastrophe, dann werdet ihr erkennen, dass alles was Ich tue gut ist. Amen.