Befreiungsgebet und Heilung eines jenseitigen Jägers –
Dienstag, 29.05.2007 22:44 Uhr


Knecht M.: Du bist da, wir fühlen Dich, wir spüren Dich und wir fühlen auch eine kleine Sorge, ein leichtes Unbehagen von dem Hausherrn her, der so leicht fürchtet, daß nun in seinem Haus eingegriffen wird. Wir fühlen diese seine leichte und auch berechtigte Sorge, doch Vater Jesus, wir bitten Dich in unserer kindlichen Einfalt darum, daß Du es auf Deine starken Schultern nehmen möchtest, daß du die Bitte Deines Kindes K. gewähren möchtest und hier in diesem Haus, in diesen Räumlichkeiten auch der Fluch des Todes, die Qual des Todes, die Treibjagd, der Schweiß und das Blut des Todes von hier weichen mögen, weichen mögen die Gedanken der Finsternis, ja das unbeabsichtigte und auch unbewußte tolle Treiben des Fürsten der Dunkelheit. Daß zumindest hier an diesem Ort nichts Negatives für die Enkelkinder, für die Kinder und auch für die Eltern ist, sondern daß Deine Präsenz, Deine Gegenwart durch einen starken Engel, durch die Schutzgeister der lieben K. und ihres lieben Mannes hier wirken und zwar bewußt wirken für ..., damit der Einfluß der Dunkelheit hier zurückgeschraubt wird, zurückgestoßen wird, rückverwandelt wird und Deine Liebe auch das Herz des lieben Mannes, ja der ganzen Mauern, des ganzen Anwesens durchdringen möchte und daß auch K. den Kontakt mit ihren Schutzgeistern und die Schutzengel auch den Kontakt mit diesen Lieben hier intensivieren und alle hier behütet aufwachsen in dem Bewußtsein, daß du, liebster Vater Jesus, auch hier eine Bastion, einen Angelpunkt, ein Haus zum Wirken hast und der gute Ehemann es in seinem Geist von Dir heraus dankbar annimmt und K. alle Kraft hat, die sie braucht, um mit ihrem lieben Mann auch gut umzugehen, sanft zu bleiben, demütig zu bleiben und daß auch ihre Haut nicht mehr die Verletzungen ihrer Seele zeigt, denn sie ist gesund, sie möchte gesund sein, und in Deiner Gegenwart bleibt sie gesund. Wenn Dein Wille so lauten sollte, wie ich dies jetzt in dieser kindlichen Bitte ausspreche, wenn dies also Dein Wille ist, so bitten wir Dich darum: Laß es geschehen! Mache es möglich! K. ist bereit, ihre Kinder und die Schwiegertochter waren hier und haben ihr Einverständnis bekundet und auch deren Seelen sind bereit und in der Liebe zu K. ist auch ihr Ehemann bereit. Dies spüren wir und wir fühlen auch Dein Einverständnis, denn wir haben jetzt für die Zeit von einer Minute noch einmal die Möglichkeit Deinen Willen wahrzunehmen und wenn eine Störung geschehen sollte, jetzt in dieser Zeit von einer Minute, dann wissen wir aus Dir heraus, daß es noch nicht so weit ist. Die liebe K. muß dann noch warten und wir werden uns fügen. Dein Wille geschehe, es möge so sein, wie Du es möchtest.

(Drei Minuten Stille, nichts Ungewöhnliches geschah.)

Ja liebster Jesus, wir haben gespürt diese himmlische Ruhe, Deinen Segen. Bitte gebe uns jetzt die nötigen Worte, die Kraft Deines Segens, damit wir aus Dir heraus die Löse aussprechen. Wir danken Dir, liebster Vater Jesus, daß wir das dürfen in Deinem Auftrag, daß wir für Dich tätig sein dürfen. Amen.


Zur Magd H.: Wenn du etwas spürst, dann kannst du weitermachen.

H.: Ich bin total übergetreten, ich habe auch Stiche in dem linken Arm, der linken Ferse und dann so einen Zug nach drüben. Es lullt einen ein.

M.: Ja, die lullen ein und du bist noch nicht ganz frei. Ich schlage vor, wir nehmen uns alle an die Hand und ich mache dann weiter:

Ja, Vater, wir bitten jetzt um die Vollmacht so vorgehen zu dürfen, wie Du es willst, so wie es sein soll. So soll es geschehen!

Im Namen von Jesus Christus: Ihr lieben Engel, ihr lieben Geschwister, kommt herbei! Erfüllt dieses Haus, ihr lieben Verwandten, die ihr auch in diesem Haus zu tun hattet und die ihr besorgt seid, folgt eurem Auftrag, den ich nun laut ausspreche, den ihr vom Vater bekommen habt. Sammelt und nehmt auf, nehmt mit die Geister der Erlegten, was hier herumschleicht, was auch an die Kinder vererbt wurde, was hier ins Haus gebracht wird, was hier abgelegt wird, was hier an Sinnlichkeiten abgelegt wird und sich mit dem Tierischen verbindet, nehmt es auf, nehmt alles mit und reinigt unsere Herzen, treibt es aus unserem Verstand hinaus, nehmt es mit im Namen Jesus Christus! Reinigt die Atmosphäre, die Gedanken, nehmt es mit! 

Ihr seht, wie die Tiere herumschleichen, auch hier bei uns, ihr seht die kleinen Triebe, ihr seht die Bären. Nehmt sie alle im Namen von Jesus Christus mit. Wir bitten euch darum, und wir haben das Einverständnis Jesu und wir glauben fest daran. Wir glauben fest an die Macht Jesu Christi, die wir spüren, die wir kennen. Nehmt sie alle mit und im Namen von Jesus Christus auch an die, die nicht bereit sind, aus dem unteren Mittelreich und aus der oberen Hölle, aus der ersten Hölle, die ihr euch hier verschanzen wollt, die ihr Streit säet zwischen den Eheleuten, auch ihr im Namen von Jesus Christus, ihr werdet von hier fortgehen müssen! Weichet, weichet im Namen Jesus Christus, der euer Herr und Gebieter ist und laßt uns in Ruhe und tummelt euch dort, wo ihr die Finsternis gut kennt, wo euer Zuhause ist, doch hier ist ein Ort von Liebe und Licht, wo Kinderherzen fröhlich aufwachsen, wo die Liebe von Jesus Christus den Ort, die Umgebung durchflutet. Jesus Christus ist Sieger.

H.: Jesus Christus ist Sieger. Jesus Christus ist unser Erlöser. Jesus Christus ist unser Erretter. Jesus Christus ist auch euer Erretter! Freuet euch, Jesus Christus ist Sieger. Jesus ist Bevollmächtigter über dieses Haus. Er ist der Hausherr. K. hat IHM dieses Haus geschenkt und nun müßt ihr euch entscheiden! Beugt ihr euch, dann könnt ihr auch unter der Obhut und unter der Herrschaft Jesu eine Weiterführung bekommen. Nehmt die Liebe an und beugt euch in Demut. Wenn nicht, müßt ihr dorthin, von wo ihr gekommen seid, doch dort werdet ihr gejagt. Das habt ihr erfahren und ihr werdet wieder gnadenlos gejagt. Nur bei Jesus ist Frieden zu finden und die Freiheit, die ihr sucht. Ihr wollt Freiheit, doch nur unter dem Liebegesetz. Liebet Gott über alles und euren Nächsten wie euch selbst, und wenn ihr dieses tut - später, euren Nächsten mehr als euch selbst und dann eure Feinde. Vergebet ihnen! Nur dann könnet ihr die Freiheit finden in der Vergebung, und dann seid ihr frei! Wenn ihr Schuld auf andere ladet und saget: Ihr habt mir Unrecht getan, dann zieht ihr euch die Schuld selbst immer wieder in den Nacken, dann bleibt ihr unfrei, dann kann euch die Schuld nicht genommen werden. Ja, ich weiß es, ihr seid noch unsicher und klammert euch hier an diese Wände, in die Balken, ins Dach, aber es geht ganz leicht. Es geht über die Liebe. 

Ihr habt genug gelernt. K. betreut dieses kleine Mädchen und ihr habt genug gelernt. Ihr habt gelernt wie eine Mutter, wie eine Großmutter Liebe schenkt, und jetzt könnt ihr diese Liebe annehmen, aber ihr müßt dieses Haus verlassen. Ihr bekommt von Jesus und seinen Engeln und hohen Geistern die Liebe, die ihr sucht! Ihr bekommt die Liebe, ihr bekommt diese Liebe, die ihr wirklich sucht! Nicht diejenige, die ihr wollt, sondern jene, die ihr in eurem Tiefstinnersten sucht. Die wahre Liebe, nicht die Fleischesliebe, nicht die sinnliche Liebe, nicht die seelische Liebe! Die wahre Liebe ist die geistige Liebe, wo Menschen sich zu Brüdern und Schwestern verbinden, wo aus Freunden Brüder und Schwestern werden, wo aus Kumpels Freunde und wo aus Freunden Brüder und Schwestern werden. Diese Liebe ist es, die ihr sucht. Ich sags euch hiermit. Jesus ist Sieger! Er trifft euch mitten ins Herz!

Aaaahhhh (H. zuckt innerlich zusammen).


M.: Ganz ruhig, es ist nur ein geistiges Miterleben. Die Liebe trifft euch mitten ins Herz!

H.: Ich habe Herzrasen.

M.: Ganz ruhig H. Dich hat die Liebe getroffen, ganz ruhig. Was ist geschehen, sprich dich aus!

H.: Ich habe die Rehe gesehen, die Hirsche, sie rennen, ich habe die Rentiere gesehen, ich habe Hirsche rennen sehen in Rudeln, sie rennen, sie wollen Freiheit. Ihr Leben wurde ausgelöscht und manche können dann nicht inkarnieren. Sie suchen Menschenseelen, um sich zu verbinden.

M. (an einen Geist, der sich durch H. kundtut im Herzrasen):

Es wird gut. Auch sie sind frei und werden Menschenseelen und werden inkarnieren. Jesus macht alles gut. Alles ist gut. Lasse los, vertrau Jesus, spüre nicht den schmerzhaften Stoß des Todes, spüre den sanften Hauch der göttlichen Liebe, Seiner göttlichen Liebe, spüre Jesus Christus, Der für alle gestorben ist! So sind auch diese Tiere gestorben!

H.: Mein Vater, unser Vater! Auch der Jäger ist unser Bruder. 

M.: Okay, fühlst du noch etwas? Wer war es. Der Großvater? Jedenfalls einer aus der Ahnenreihe.

H.: Weiß ich nicht. Ein Mensch, aber viel Tierisches dabei. Ich habe viele Rehe rennen gesehen, sie waren frei und noch nicht einmal gehetzt und auch Büffelherden.

M.: War denn hier einmal jemand, der auch Büffel jagte?

K. nur Rehe und Hirsche, keine Büffel.

M.: Du kannst ja auch diejenigen gespürt haben, die in der Sphäre des Jägers herumschleichen, die soetwas gejagt haben und dann verstorben sind.

H.: Da habe ich keine Unterscheidung. Auf jeden Fall hatte ich starkes Herzrasen bekommen. Da war etwas wie die Liebe, die ins Herz schießt. 

M.: Das war bestimmt keine Tierseele, die du gespürt hast, sondern eher die umschleichenden Jäger, die einen dann zu so etwas motivieren.

H. zu R.: Du kannst dich nicht mehr halten? Jetzt hast du gesammelt. (R. ging es sehr schlecht)

M.: zu R.: Durchhalten, wir haben einen ganz kühlen Hauch gespürt und werden gestärkt, und du hast nun in der Liebe einen Teil mitgetragen. Habt ihr bemerkt, wie uns Jesus getragen hat, wo wir begonnen haben uns an der Hand zu nehmen?

H.S.: Schon ganz zu Anfang. Ich habe auch Stiche hier bekommen. Es tat richtig weh.

K.: Ich bin froh, daß dies jetzt hier endlich gelöst wird.

M. zu R.: Du solltest jetzt freiwerden und setzt dich besser an die Seite von H.

K.:Vielleicht kommt von daher auch meine Krankheit?

H.: Also das ist ja eine ziemliche Belastung gewesen!

M.: Die Verletztheit? Zu R.: versuche dich jetzt zu entspannen, ganz ruhig, und vielleicht bekommst du eine innere Wahrnehmung, und H. versuche du doch noch einmal, dich auf den Geist einzufühlen. Ich frage noch einmal:

Liebster Jesus, es ist oft so, daß wir als gute Seele mittragen und in Deiner Liebe vom Nächsten aufsammeln und das ist die Problematik auch des Menschlichen hier auf dieser Erde, doch dann kommst Du, Liebster Jesus! Du bist hier! Wir haben Dich gerufen, doch Du bist ja sowieso da! Jetzt bitten wir Dich wieder, daß wir vollkommen freiwerden auch von diesem Mittragen eines Bruders, und wenn es sein soll, daß noch ein Verstorbener, ein Jäger, ein Großwildjäger, überhaupt jemand, der seine Profession darin fand Tiere zu töten, wenn dieser noch hier sein sollte und ein Problem hat, so bitten wir Dich, gebe diesem armen Geist jetzt auch die Kraft, und stärke Du ihn und stärke auch uns, gebe auch uns jetzt die Möglichkeit, mit ihm in Kontakt zu treten, damit er das Verkehrte seines Lebens erkennen möge. Amen.


Zur Magd: Spürst du einen?

H.: Ja, ich sehe einen. Es muß aus der Ahnenreihe ihres Mann jemand sein. Der hat einen grünen Lodenhut auf mit einem Gamsbart an dem Hut, so wie die bayrischen Jäger. Die Flinte mit einem Lederband über der Schulter, ne kurze Joppe an, auch mit grünem Loden, mit silbernen Knöpfen, Lederhosen. Ein typischer Jäger mit Bart, und er hat ganz kräftige Waden mit Wadenstrümpfen an und stapft da durch die Gegend, und richtig knorrig und stolz. Ein typischer Jäger. 

M.: Und wenn du ihn anrufst, kannst du ihn erreichen? Wenn du jetzt im Namen Jesu "Stop" rufst oder "Halt". 

H.: Also er läuft von meiner rechten Seite aus nach links. Er läuft jetzt einfach durch Wälder und streift durch die Fluren. Soll ich ihn anrufen?

M.: Versuche einmal, ob er sich erreichen läßt. Nehme ruhig Fühlung auf.

H.: Ja ich spüre oder höre den Namen Anton. Anton!

M.: Anton! Halt ein Anton! Anton, besinn dich! Was tust du? Anton, kümmere dich um deine Familie, um deine Lieben. Anton, was willst du, was suchst du noch? 

H.: Jetzt bleibt er stehen, er ist irritiert. Aber er guckt nicht zu mir. Er schaut stur in die Richtung, in die er gegangen ist, obwohl er stehengeblieben ist.

M.: Ist das die Richtung, die in die Dunkelheit führt oder wo geht es jetzt hin? Welche Himmelsrichtung?

H.: Osten!

M.: Ja, dann ist es gut. Sind da Krähen oder ist da noch etwas? Oder ist er allein. Ich sehe ihn jetzt auch allmählich, noch schemenhaft.

H.: Osten. Aber es ist keine aufgehende Sonne. Ich sehe keine Sonne. Normales Tageslicht, aber ohne Sonne.

M.: Dort, wo er ist, gibt es keine Sonne. In dem Zustand, wo er ist, gibt es für ihn noch keine Sonne, weil er Jesus nicht kennt und Ihn nicht angenommen hat. Darum ist da nichts. Im Grunde genommen ist er an der Oberkante ...

H.: Jetzt habe ich wieder einen Stich im linken Finger. Also, ich bekomme den ganzen Abend schon Stiche wie von Nadeln.

M.: Hier in diesem Arm? (H. zeigte dies deutlich). Fühle dich bitte noch weiter hinein. Anton, Anton, höre auf deinen Vater!

H.: Er ist schon etwas älter. Er ist mindestens 60.

M.: Anton, du suchst die Liebe! Du suchst die Liebe, nicht den Tod. Anton besinn dich, lasse los!


Nach kurzer Konzentration spricht Anton durch H.: Warum sollte ich loslassen? Ich bin frei. Ich streife durch die Wälder!

M.: Frei? Frei wofür, wozu? 

Durch H.: Um zu jagen! Ich war immer der Gejagte. Und jetzt jage ich! Ich wurde als Kind geschlagen, und jetzt habe ich die Macht, habe ich das Gewehr in der Hand. Mich schlägt keiner mehr! Schon gar nicht mit der Peitsche! 

M.: Wer hat dich geschlagen? Dein Vater?

Durch H.: Mein Stiefvater!

M.: Und was hätte er stattdessen tun sollen, meinst du?

Durch H.: Ja mit mir auf die Jagd gehen! Er hätte mich ja mitnehmen können! Stattdessen ist er nur alleine weg und hat gewildert und hat meine Mutter und mich alleine gelassen!

M.: Wenn dein Vater, dein Stiefvater dich geschlagen hat und lieblos war - war er nicht lieblos zu dir? - Hast du denn seine Liebe gespürt oder bekommen, die du brauchtest?

Durch H.: Er war halt viel weg, und wenn er da war, dann hat er viel getrunken.

M.: Warum machst du denn dasselbe?

Durch H.: Ich trinke nicht!

M.: Aber du jagst!

Durch H.: Jagen! Klar!

M.: Das ist ja auch dein Trunk. Es ist ja auch wie ein Rausch, ein Sinnenrausch.

Durch H.: Ich wollte nicht, aber ich kann nicht anders.

M.: hast du dich niemals nach der Liebe gesehnt, nach dem Verstandenwerden, nach dem Wissen, wozu du da bist, nach deiner Heimat, nach Geborgenheit, nach Sicherheit?

Durch H.: Ich brauche das alles nicht!

M.: Du bist ja auch allein und frei, doch wozu? Was bringt es dir? Und wenn du zehntausend Hirsche erlegst, zwanzigtausend Büffel und Wildschweine, was bringt dir das? Ist es nicht dasselbe, als wenn man Bier ...

Anton durch H.: Ich kann nicht anders! Ich kann nicht anders.

M.: Willst du denn anders, Anton? Dein Stiefvater konnte auch nicht anders! Der war auch besessen und mußte trinken, und bei dir ist es ähnlich mit dem Jagen. Aber willst du das? Willst du etwas anderes.

Durch H.: Ich habe keine Alternative. Ich weiß nicht, ich kann nur das. Ich mache das jetzt schon ... ich weiß nicht, dreißig Jahre, hundert Jahre?

M.: Doch vor dieser Zeit gab es doch eine Zeit, erinnerst du dich nicht? Eine Zeit ohne Sorgen, eine Zeit ohne Jagd. Wo ist deine Mutter? Was ist mit ihr?

Durch H.: Sie sitzt irgendwo, die hat ja keine Kraft, die ist zu schwach, die betet immer nur so Leiergebete. Ah, das ist doch alles Mist, was die da macht. Dieses Altweibergewäsch! Meine Mutter hat mich nicht schützen können, die wollte diesen Mann haben.

M.: Wolltest du denn beschützt werden? Hättest du es denn annehmen können von deiner Mutter, oder warst du nicht ein wenig trotzköpfig?

Durch H.: Natürlich war ich trotzig! Krieg du doch einmal ein paar mit der Peitsche übergeschlagen, wenn du eine Kleinigkeit machst!

M.: Tröste dich, das habe ich auch bekommen. Das kenne ich genauso gut wie du, denn mein Stiefvater wollte mich ... Doch das, was du erzählst, ist nicht so tragisch, wie du meinst. Du hättest ja auch verzeihen können, dann wärst du frei davon! Du hättest ja auch sagen können: Mein lieber Stiefvater, du mußt für mich sorgen, du hast mich nicht gewollt und nicht gezeugt, und trotzdem sorgst du für mich, und ich tue es dir schwer, ich mache es dir nicht leicht. Und du hättest ja vergeben können, denn er mußte sich in der Schwere dieses Lebens auch um dich kümmern. Du hättest verzeihen können, und deine Mama hat für dich gebetet, damit du nicht zum Mörder wirst. Hast du gemordet? Du wolltest ihn ermorden! 

Durch H.: Aber ich konnte nicht.

M.: Darum hast du Tiere getötet stattdessen!

Durch H.: Ja! Ja! und zwar Hunderte inzwischen. Hunderte. 

M.: Du konntest deinen Stiefvater nicht töten! Kehre ein Anton, das macht keinen Sinn! Dein Leben hat keinen Sinn. Ein Leben ohne Liebe ist Unsinn, denn der Mensch wird in der Liebe geboren, in der Gottesliebe, und er lebt, um diese Liebe auch zu halten und zu erhalten. Der Mensch lebt nicht um zu morden.

Durch H.: Wen soll ich denn lieben, es ist doch gar keiner da? Hier sind doch nur die Tiere.

M.: Du willst keinen sehen. Du hast einen starken Willen. Du willst niemanden an dich heranlassen, selbst deine Mutter stößt du zurück. Du willst bestrafen. Du willst töten, du willst Herr sein, weil du verletzt bist. Tief in deinem Innern lebt eine unverletztliche Seele, lebt das Reine, Gute, Göttliche. Aber es hat sich isoliert. Horche in dir! Du trägst in deinem Herzen das Paradies. All das, was du möchtest und wolltest. Fühle in dich hinein, wie das Gute, welches deine Mutter in dir legen wollte ....

Durch H.: Habe ich das dann auch, wie in diesem Morgentau?

M.: Du hast mehr, als du jetzt hast. Du wirst viel mehr haben.

Durch H.: Damals war die aufgehende Sonne. Dort ging die Sonne auf, doch hier geht keine Sonne auf, und hier geht keine Sonne unter. Ich habe keine Orientierung! 

M.: Anton, ganz ruhig, du stehst nicht in der Sonne, denn die Sonne ist das Zeichen der Liebe. Du hast die Liebe verloren, darum hast du die Sonne verloren. Und hier herrscht der graue Alltag. Kehre um, Anton! Schau um dich. Schau durch die Augen deines Herzens! Fühle!

Durch H.: Alles nur Wald, immer denselben Wald. (Stöhnt)

M.: Bist du bereit, diese graue und triste Stelle zu verlassen? Anton, bist du bereit, auf das Gute in deinem Herzen zu horchen? Dem Guten in deinem Herzen zu vertrauen? Bist du bereit, zu verzeihen? Dein Stiefvater konnte nicht anders. Er mußte sich um dich sorgen. Er hatte genügend Sorgen gehabt, andere Sorgen. Wärst du bereit, ihm zu vergeben?

Durch H.: Wenn ich könnte, - wenn ich es könnte. Wie geht das?

M.: Du kannst es, denn in dir lebt das Gute, in dir lebt das Gute, benenne es. Was ist gut, Anton?

Durch H.: Wenn ich diesen Hirsch nicht töte, wenn er mich anblickt, das ist gut.

M.: Ja, wenn du ihn nicht tötest, das ist gut. (Anton jammert) Anton, komme an meine Seite. Schau, siehst du einen hellen Schein? Schau deutlich. Ich gehe jetzt an deiner Seite. Siehst du mich? Ich habe keine Waffen. Ich bin an deiner Seite, klein und schmächtig. Ich bin nicht so groß und stark wie du. Ich habe dünne Waden, ich habe schmale Handgelenke. Ich habe keinen Schutz. Ich gehe an deiner Seite. Komm mit mir zum Hirsch. Laß uns schreiten. Wir werden ihm entgegentreten ohne Furcht. Bist du bereit? Komme mit mir. Du bist der Jäger. Führe mich zu ihm.

Durch H.: Oooh, der wird mich aufspießen!

M.: Nein! Er wird es nicht. Vertraue mir, denn ich kenne Gott, den du nicht kennst. Ich liebe Gott, den du nicht liebst, denn ich bin ein Kind Gottes! Ich weiß seinen Namen. Ich liebe und kenne ihn, und dieser allmächtige Gott wird mich und dich schützen, wenn du es möchtest. Willst du es oder soll ich aufgespießt werden von dem Hirsch?

Durch H.: Er beugt das Haupt.

M.: Versuche im Angesicht des Todes zu beten. Sage, Vater! Vater, schütze mich. Ich rufe zu dir, schütze mich, denn das ist das Gute.

Durch H.: Vater schütze mich. Papa schütze mich. Schütze mich!

M.: Jetzt schau auf den Hirsch, und wenn er auf dich zurennt, dann sei ohne Furcht, wenn er dich niederstößt ... wärst du bereit, dich als Buße niederstoßen zu lassen?

Durch H.: Nein! Er bleibt stehen, er beugt sein Haupt.

M.: Wärst du jetzt bereit, für all die Greueltaten dich nicht zu wehren, ruhig zu bleiben, Gott zu vertrauen, denn dein Leben liegt in Gottes Hand. Fühle nach, bist du bereit dazu? So rufe den Hirsch, und sag: komm und übe Vergeltung für meine Taten!

Durch H.: Oooh, er beugt nur sein Haupt. Er hat mir vergeben.

M.: Siehst du, auch in den Tieren lebt das Gute, auch das Göttliche lebt und muß in ihnen leben. Begreifst du das? Das Gute lebt überall! Komm, ich nehme dich an meiner Hand. Komm, mein Bruder! Komm, wir schreiten weiter, und ich zeige dir die Sonne, ich zeige dir das Licht. Vertrau mir, mein Bruder. An wen denkst du jetzt, wen möchtest du sehen? Wo zieht es dich hin. Nicht mehr zu den Tieren!

Durch H.: Oh, das Gras und die Sonne. Es zieht mich zu meiner Mutter hin. Sie sitzt so gebeugt am Tisch, immer am selben Eck.

M.: Weißt du noch den Namen deiner Mutter?

Durch H.: Elisabeth

M.: Möchtest du sie rufen?

Durch H.: Elisabeth! Mama, Mutter! (lauter) Mutter, ich kann nicht mehr, ich bin so müde. Mama!

M.: Da, schau, kannst du sie sehen und fühlen? Sie betet für dich. Gehe zu ihr, und sage ihr, was du ihr all die Jahre sagen wolltest, doch es dir nie getraut hattest.

Durch H.: Sie sitzt noch am selben Tisch. Oh, Mutter, es tut mir leid (schluchzt). Ich wollte ja zurückkommen, aber es hat mich ja immer weiter getrieben, Mama. Es hat mich immer weiter getrieben in einen Dschungel hinein. Fort und nur fort, in die neue Welt und noch mehr Abenteuer und wieder neue Jagden. Fraß und Saufgelage. Hohngesang, immer neue Weiber. Ich wußte, daß du für mich betest, aber ich habe es gehaßt. Es tut mir leid, ich habe nicht daran geglaubt und habe auch nicht gewußt, daß es so wichtig ist.

M.: Deine Mama wollte, daß du bleibst! Deine Mama hat an das Gute in dir geglaubt, und das Gute siegt, denn das Gute ist aus Gott, und es kann nicht getötet werden. Und du bist gut, Anton, weil in deinem Herzen das Gute lebt.

Durch H.: Aber warum ist es bei der Mama auch noch so dunkel? Sie sitzt in einer dunklen Ecke?

M.: Deine Mama hatte von den Priestern in der Kirche über Gott gehört, aber deine Mama kannte Gott nicht. Deine Mama hatte nur davon gehört und hatte in ihrem Herzen noch nicht die Verbindung zu Ihm, die Verbindung, die sie bräuchte, und darum waren ihre Gebete nicht in der Kraft.

Durch H.: Ja, sie konnte mich nicht erreichen!

M.: Deine Mama wußte nicht genau, wer Gott ist. Wer ist Gott? Wer ist es? Sie wußte nicht, daß Gott in Menschengestalt kommt, um uns zu erretten.

Durch H.: Sie betete nur den Rosenkranz, sie hat immer nur zu Maria gebetet. Sie hat ja gar nicht zu Gott gebetet. 

M.: Ihre Gebete waren deshalb kraftlos, und lange mußte sie warten, bis sie Gehör fand. Wer ist Gott? Hast du eine Vorstellung? Wer kann nicht getötet werden, wer ist wie Gott, wer ist Gott Selbst, wer heilt? Möchtest du das wissen?

Durch H.: Das muß Jesus sein! Das ist Jesus!

M.: Ja, und niemand anderer! Es ist Derjenige, Der mich geschickt hat. Es ist Derjenige, mit dem meine Schwester H. zu dir gerufen hat und den Kontakt zu dir hält. Es ist Jesus Christus, unser Bruder. Hast du einen Bruder gehabt? Es ist dein Bruder, dein verlorener Bruder. Du hast nie einen Bruder gehabt. Dieser Jesus Christus ist dein Bruder und mehr noch. Als Bruder an deiner Seite ist er auch dein Vater, der dich schützt und hält. 

Durch H.: Ja, das wäre gut. Dann wäre ich nicht mehr allein.

M.: Möchtest du einen Bruder haben?

Durch H.: Ja, einen Bruder und eine Schwester! 

M.: Ja, lieber Anton, sei bereit, gehe zu deiner Mama, aber es wäre gut, wenn du zu deiner Mama mit deinem neuen Bruder gehst, mit deinem Bruder Jesus. Bist du bereit?

Durch H.: Aber wo finde ich meinen Bruder Jesus? 

M.: Lege die Hand auf dein Herz, fest auf dein Herz, und fühle dein Herz, und wisse, Jesus Christus hat dir vergeben. Er braucht nicht gerufen zu werden, denn Er ist da. Er ist da! Öffne dein Herz und schaue, und du wirst Ihn sehen, und du wirst Ihn erkennen.

Durch H.: Aber dafür bin ich nicht gut genug!

M.: Niemand ist gut genug. Niemand! Doch Jesus ist demütig und kommt zu jedem einzelnen.

Durch H.: Das kann ich nicht. Das kann ich nicht!

M.: Niemand kann das!

Durch H.: Oh, Jesus, ich schäme mich so!

M.: Jesus sehnt sich doch nach seinen Kindern, nach seinen Brüdern und Schwestern, nach seinen Kindern ...

Durch H.: Ja, später vielleicht ...

M.: Nein! Später? Das wird nichts! Das wird nichts! Ganz ruhig. Anton vertraue, und sei ganz beruhigt. Siehe auf deine Mutter. Tut es dir nicht leid, sie in dieser Finsternis zu sehen? Schau auf deine Mutter! Tut es dir nicht weh, was sie da macht? Ihre Gebete sind doch kraftlos, sie ist einsam, sie ist verzweifelt, sie sehnt sich nach dir und kann dich doch nicht wahrnehmen. Schau auf deine Mutter, Anton, und laß dich los!

Durch H.: Aber sie guckt doch gar nicht. Sie schaut mich doch gar nicht an! Sie schaut immer nach unten.

M.: Sie kann nicht. Niemand kann ihr helfen, außer ...

Durch H.: Mama! Mama!

M.: Sie hört dich nicht. Deine Kraft reicht dazu nicht, und du brauchst Beistand. Du liebst deine Mama, du liebst sie! So schaue zu Jesus, und versuche Ihn zu finden, zu fühlen, und rufe Ihn, wenn du Ihn nicht finden oder fühlen kannst. Rufe Ihn!

Durch H.: Jesus hilf! Hilf mir, Jesus! Hilf mir! Hilf mir (laut) und meiner Mutter. Schau, sie sieht nichts (schluchzt). Sie sieht mich nicht und betet. Das kann doch gar nicht sein, sie betet und sieht mich nicht!

M.: Aber höre, du hast doch Jesus auch nie gesehen. Doch nun hast du endlich auf Seine Helfer gehört. Deine Mama hat die Helfer auch nicht gehört, und jetzt kannst du ihr Helfer sein, indem du mit Jesus Christus dort hingehst. Mit deinem liebsten Bruder und Vater. Siehst du Jesus jetzt?

Durch H.: Jaja, ich sehe ihn. Er hat ein ganz weißes, schönes Gewand.

M.: Gehe zu Ihm! Traue dich! Gehe zu Ihm und bitte noch einmal um Vergebung.

Durch H.: Er hat die Schafe und diesen schönen Stock.

M.: Gehe hin und bitte Ihn um deine Mutter!

Durch H.: Jesus, wenn du wirklich Der bist, von Dem sie sagen, daß Du es bist, dann bitte, sei mir armem Sünder gnädig. Hilf meiner Mutter, hilf ihr! Hilf! Jesus, hilf ihr!

M.: Schau Toni, kannst du hören, was der Vater zu dir, seinem verlorenen Kinde, sagt? Spürst du die Liebe, die Wärme, die Geborgenheit? Die Heimat, fühlst du sie?

Jesus durch H.: Komme an Meine Brust. Komm du zuerst! Erst, wenn du ganz aufgenommen bist, dann gehen wir zu deiner Mutter, und dann wird sie erwachen aus ihrer Trance. Komm zu Mir, Mein Sohn! Deine Sünden sind dir vergeben. Du wirst Aufgaben bekommen, wo du alles wieder in Frieden bringen kannst. Ich in dir mache alles gut. Ich bin dein Retter, dein Heiland, Ich bin dein Bruder, Der, Der dir nachgegangen ist bis in die tiefsten Höllen, bis in die untersten Bereiche deiner verzweifelten, einsamen, armen, leeren Seele, und Ich mußte dich sehr lange in diesen Bereichen herumstapfen lassen. Du hast zum Schluß zwar nicht mehr gejagt, aber du bist immer den Spuren dieser Tiere nachgelaufen, hast ihnen aufgelauert, bist dadurch in einen Dschungel, in einen Irrgarten gekommen, einen Irrgarten der Spuren, und diese eine Sucht, immer zum Ziel zu gelangen und den Schuß abzusenden, die konnte dir nicht mehr erfüllt werden. Mein Sohn, gib Mir dein Gewehr, und wehre dich nicht mehr, hier im Reiche der Liebe brauchst du kein Gewehr mehr, denn Ich bin der Einzige wahrste und beste Schützenmeister, und Ich habe dich tief ins Herz getroffen, so daß du Meiner Liebe erlegen bist. Komm, laß dich in Meine Arme fallen. Nun komm, komm Mein Kind, alles wird gut. Willkommen, dein Vater Jesus. Amen.

Die anderen schauen und fühlen, daß Anton bei Jesus ist und danken dem Vater für Seine wunderbare Führung.

 


Zuletzt Aktualisiert am: 01.12.2008   Home