
Schauungen C.S. - 15.02.2008 / 21.02.2008
1. Teil: Das Meer der Herrschsucht und die Insel der Trägen
Wie schön ist es, zu sehen, dass einer jeden Menschenseele, wie weit sie auch vom ewigen Leben und der Fülle der Liebe aus Dir abkam, geliebter Vater Jesus, doch unaufhörlich wieder ein helfender Arm aus der göttlichen Erbarmung gereicht wird, dass sie sich wieder kehre zum Guten und Wahren. So sind Deine Wege Liebe und Gnade für alles Geschaffene, und da können wir Menschlein uns nur täglich ernsthaft auf die Brust klopfen und ausrufen: "Liebster Jesus, wie weit ab sind wir doch noch von Deiner unendlichen, alles verzeihenden Liebe, und wie wunderbar bist Du, unser Heiland und Erretter der Welt!"
Auch will ich Dir danken, dass Du mich in die Sphären des Lichtes und der Dunkelheit gehen lässt, um dort zu schauen, wie die Finsteren liebe-weise ans Gnaden-Licht geführt werden, wie sie genesen und reifen dürfen als ewige Pflänzchen im großen Garten der Unendlichkeit.
Heute fand ich mich plötzlich wieder in einer unschönen, recht nördlichen Sphäre im Geisterreich. Zuerst schien ich über einem riesigen Wasser zu schweben, doch dann erblickte ich auch den Bug eines Schiffes, an das sich die hohen Wellen der See warfen. Ich konnte nun erkennen, dass es ein Dreimaster war, ein großes Segelschiff, und ich sah auch Kanonenöffnungen und bärtige, grimmig ausschauende Männer - es war ein Piratenschiff. Dieses rüstete sich gerade zum Angriff und steuerte auf eine grüne Insel zu inmitten des Ozeans. Zum Glück sahen mich diese Kerle nicht, und so konnte ich in aller Ruhe beobachten, wie die bösartigen Gedankenformen und Emotionen dieser Geister tatsächlich eine sichtbare Form bildeten und zu einer Art Glocke wurden, die aufstieg gleich einem Atompilz und sich ebenfalls auf die Insel zu bewegte.
Auf dieser Insel lagen die Bewohner noch feste schlummernd in ihren Betten, wurden jedoch immer unruhiger in ihrem Schlaf, als das Piratenschiff anlegte und die Männer wie die Wilden an Land sprangen. Augenblicklich kam es nun zum Kampf, in welchem die armen Verteidiger in ihren noch vom lauen und trägen Seelenschlaf gekennzeichneten Gemütern keinerlei Chance hatten. Viele von ihnen wurden schnell überwältigt, erstochen, erschlagen oder erdrosselt. Wieder stieg ein Giftpilz an Gedankenformen nach oben, ergriff schließlich erneut Angreifer und Verteidiger, und dann ging das Gemetzel erst richtig los, denn auch die Inselbewohner schlugen jetzt aggressiv zurück. Vorbei war ihre Zurückhaltung, und mir zeigte sich das Bild eines Blutbades, wie ich es selten schaute. Doch Dir sei Dank, liebster Herr, wurde mir das Herz gehalten, und ich erblickte alles durch meine geistigen Augen, ohne im Geringsten im Herzen erschüttert zu werden von diesen Vorgängen, die sich mir da zeigten in aller Heftigkeit.
Plötzlich erschien ein riesiger weißer Engel, der aus der göttlichen Allmacht des Herrn die Piraten weit hinein trieb in den Norden. Ich folgte ihnen und sah, dass der Engel sie hieß, sich auf einer Insel niederzulassen, auf welche wiederum ein Kriegsschiff zusteuerte. So würde jenen nun also dasselbe Schicksal blühen wie den armen Inselbewohnern, welche die Piraten zuvor aus ihrer recht unreifen Seelenruhe gerissen hatten, und so schaffte Deine ewige Liebe und Weisheit auch hier wieder eine herrliche Möglichkeit zur Umkehr und Erlösung für diese Piratenseelen, indem sie ihnen am eigenen Leibe anzeigen würde und sie nachempfinden ließ, was sie anderen angetan hatten.
Die Bewohner der Insel der Trägheit hingegen, die ja als Geister nicht sterben können, aber wohl schwer verletzt und gleichsam im Schock sich ihre teils grässlichen Wunden und abgetrennten Gliedmaßen betrachteten, wurden nun hinweg genommen in einen Bereich im Geistigen, der mir lichter erschien und ohne viele Reize.
Dort erblickte ich ein weißes, recht flaches Gebäude inmitten einer parkähnlichen Anlage, aber diese Welt war irgendwie ganz in Weiß getaucht. Alles hatte einen weißen, leicht neblichten Schimmer, was etwa so war, als hätte man einen transparenten Schleier vor, oder wie ein zarter Morgennebel im Winter, der das Auge nicht scharf sehen lässt und alles Äußere minimal verwischt gleich einem Aquarell.
Es wirkte diese Sphäre sehr beruhigend auf mich und auch auf die verletzten Inselbewohner, und so sollte es sein, denn es war jetzt sonnenklar: Wir befanden uns in einem jenseitigen Hospital. Tatsächlich liefen hier weiß gekleidete Ärzte und Schwestern (sogar mit Häubchen) umher, die jetzt schnell herbeieilten, um die Wunden dieser neu Angekommenen zu versorgen. Und so wurde den zuvor so Trägen und Lauen und hernach gewaltsam aus ihrer Trägheit Gerissenen hier nun Hilfe, Trost, und Labsal für ihre verletzten Seelen zuteil, und die Pflegerinnen waren so liebevoll und emsig besorgt um die Kranken, dass sie schnell besänftigt und beruhigt wurden.
Ich blieb eine geraume Weile in dem geistigen Spital. Auch dort gab es einen nächsten Morgen, obwohl es nicht Nacht gewesen war, und doch hatte ich auf einmal das Gefühl, als sei ein neuer Tag angebrochen. Die Vögel sangen fröhlich in den Bäumen im Park, und mir kam alles ein wenig farbiger, klarer und frühlingshafter vor. Da bemerkte ich auch die kranken Inselbewohner, denen die verlorenen Gliedmaßen nun aber wundersam nachgewachsen waren. Sie traten jetzt hinaus ins Freie zu mir, bemerkten mich auch, und sprachen nachdenklich untereinander: "Brüder, das Leben hat uns gerufen, und endlich sind wir aus tiefem Schlafe erwacht, denn wir waren gefangen wie in einem bösen Traum!" -Ach, Vater, Deine Wege sind so wunderbar, Deine Liebe ist so grenzenlos und so erbarmend, und hat es hier so genial vermocht, diese Lauen und Trägen aus ihrem Seelenschlummer herauszubringen!
Doch dann schwand mir das Bild dieser Sphäre plötzlich vor den Augen, die Schauung war beendet, und ich fragte mich, ob ich diese wohl aufschreiben sollte, denn ohne Dich, geliebter Jesus, war ich in diesen geistigen Daseinsebenen selten unterwegs gewesen. Ich wunderte mich, was das Geschaute insgesamt bedeuten sollte, aber so wurde mir wieder einmal gezeigt, dass mir wohl noch immer sehr die Geduld und das Vertrauen fehlen, denn ich frage und sinniere viel zuviel, anstatt einfach einmal anzunehmen, was mir geschenkt wird und vertrauensvoll und ruhig abzuwarten, was da noch kommen mag. Und genau sechs Tage später sollte diese eigentümliche Reise dann auch fortgesetzt werden, diesmal aber mit Dir, guter Vater.
2. Teil: Führung in ein Tal im Mittag / Eliazar´s Erlösung
Morgens in der Stille sah ich Dich, mein Jesus, und wie schön war die Szene, die ich da beobachten durfte, denn in Deiner ganzen Herrlichkeit als glorreicher König der Unendlichkeit legtest Du gerade einer vor Dir knienden jungen Frau in hellem Gewand die Hände auf die Schultern. Dann reichtest Du dieser sehr schlanken, blonden Frau lächelnd Deinen Arm, und führtest sie hinein in ein Licht, das sich mir als so schön zeigte, dass ich unwillkürlich mitgehen wollte. Doch da stand plötzlich ein an die zwei Meter großer, strahlender Engel vor mir und gebot mir: "Dorthin darfst du heute nicht folgen!"
Kurz darauf kehrtest Du zurück, liebster Vater, doch dieses Mal ohne Krone, und ich war so froh und selig, Dich zu sehen, dass ich unwillkürlich in die Knie brach; doch ich hob gleich den Kopf und schaute Dir jetzt geradewegs in die Augen. Da sah ich auf einmal mich selbst wie außer mir, ich sah mich vor Dir knien, hatte ganz helles, braunes, langes Haar, und doch blickte ich zugleich noch immer unverwandt in Deine väterlich-gütigen Augen, die mir in dem Moment alles waren: Heil, Seligkeit, Erfüllung... So hätte ich wohl ewig verweilen mögen, aber Du hießest mich Dir nun folgen.
Eine unendlich angenehme Helligkeit umgab uns, ein Licht, das ich förmlich spüren konnte in meiner Seele, denn es war, als ob ich in dieses Licht völlig eintauchen konnte, als ob ich diese strahlende Helle tief in mein Innerstes aufnehmen konnte. Ja, es kam mir vor, als ob ich dieses Licht geradezu trinken konnte, und es tat so gut, es gab mir Kraft.
Plötzlich standen wir vor einem mächtigen Tor, das mit faustgroßen Edelsteinen verziert war. Dieses Tor öffnete sich langsam, aber dahinter sah ich nur Nebel.
"Blicke auf Mich allein, und der Nebel in deinem Seelengrund wird sich alsogleich auflösen. Blicke auf Mich und nicht auf das, was du um dich siehst, und jeglicher Nebel wird sich lichten.
Heute will Ich dich geleiten zu den einst Trägen, die sich erste Früchte zarter Liebe zum Nächsten bereits redlich gesammelt haben. Dort sollst du zu deinen Geschwistern sprechen, und Ich werde dir Worte des Lebens in den Mund legen. Auch sollst du hernach Einen sehen, verirrt im Seinsbereich des Nordens, der Mir sehr am Herzen liegt. Doch folge Mir nun geschwind, Mein Kind."
So entfernten wir uns von dem Edelstein-Tor und gingen jetzt in Richtung Südwesten. Ungewöhnlich schnell liefst Du vor mir, dass ich wirklich Mühe hatte und Dir kaum folgen konnte. Da tönte es wie Glockenklang in meinem Herzen:
"Meine Tochter, je mehr es dir gelingt, die Abendblume wahrer, selbstlos reiner Liebe zu deinen Nebenmenschen gedeihen zu lassen, und je inniger du nun also aus der herrlich in dir erblühten Liebe zu Mir als der Gottesblume des ewigen Morgens alle Menschen als geliebte Brüder und Schwestern zu umfassen vermagst in rein erbarmender Liebe, desto schneller wirst du im Geistigen voranschreiten. Dann werde Ich als der Herr dir nicht mehr davonzueilen scheinen, da du eins zu eins weiterreichst, was aus Meinen Vaterhänden du gnadenreich empfangen darfst. So spute dich, als da heißt: Werde zur reinen Liebe, lass´ dich völlig los, um Mich hernach ganz zu empfangen. Amen."
Du bliebst jetzt stehen, und zum Glück hatte ich Dich schnell erreicht. Hand in Hand gingen wir nun weiter, und ich konnte gar nicht fassen, dass Du Dich so weit herabließt zu mir, denn es ist doch mein Verhalten noch lange nicht so, dass es dem der Seligen auch nur minimal nahe käme, mit denen Du Auge in Auge wandelst.
Schließlich erreichten wir wieder das Spital, und es erschien mir heute noch ein wenig farbiger, nahezu sommerlich leicht und fröhlich anmutend war die ganze Umgebung. Die einstigen Inselbewohner kamen uns freudig entgegen, kleine Körbchen mit Früchten in den Händen haltend: Die ersten Werke der Nächstenliebe hatten süße Früchte der Liebe entstehen lassen, die sie uns frohen Mutes zeigten. "Ihr liebsten Brüder und Schwestern...", hob ich an, obwohl ich noch nicht wusste, was ich ihnen eigentlich sagen sollte. So ließ ich mein Herz sprechen, und das war ganz einfach, denn ich freute mich so: Unser lieber Vater hier bei uns, der Hölle Schlund überwunden, Heil und Freude schmeckend standen wir beisammen, und ich spürte, dass diese Geschwister in einen anderen Bereich geleitet werden sollten. So sagte ich also: "Ihr Geliebten, lasst uns nur einmal um uns schauen und die Herrlichkeit dieses Ortes tief aufnehmen in unsere Herzen, nun, da alles Leid und alle Sorgen für ewig ein Ende genommen haben.
Lasst uns die erbarmenden Wege unseres Wunderbar erkennen, der ewigen Liebe, die nimmer aufhört, für uns zu tragen, bis wir selbst in Ihr, dieser heiligen Liebe, stark genug wurden, um aus dem Herrn heraus selbst zu Trägern des herrlichen Lebens zu werden, das sich uns hier durch Seine Gnade offenbart hat.
Wie schön und wie liebreich hat dieses neue Leben in euch bereits Früchte getragen, dass ihr nun geweiht seid im Dienste dieser Liebe, die euch erlöste und die euch zu einem neuen Ort geleiten will, da ihr aus der Selbstlosigkeit eines ganz neuen Seins euch ein Leben aufbauen dürfet, das dem Seinen immer mehr und mehr gleichen soll. Heiliger Wille der Liebe hat bereits eine herrliche Frucht in euch gezeugt, und will euch jetzt, da ihr geduldig erlitten und erduldet habt, hin geleiten zu neuen Ufern. Ja, ihr musstet leiden, denn in tiefem Schlafe lag das heilige Leben in euch, doch sind eure Seelen gut, und das Voranschreiten war sonach ein Schnelles. Demut konnte euch den Weg zum Heil weisen, heilige Barmliebe aber hat euch mehr und wachsen lassen zu wahren Menschen, so dass nun immer stärker und stärker des Heilandes göttliches Ebenbild aus euch hervor leuchten wird. Lasst uns darum Ihm danken, dem Geber alles Seins, unserem guten Vater Jesus! Amen."
Da umringten wir Dich froh, liebster Jesus, und ich sah Dich nun - lachen vor Freude! Ja, mein Leben, Du warst geradeso fröhlich wie Deine lieben Kindlein! Ach, wie schön, noch immer lässt es mich wohlig erschauern, wenn ich an diesen wunderbaren Moment denke!
Dann wanderten wir los, und erreichten bald ein kleines Dorf mit niedlichen Häuschen in einem Tal im westlichsten Mittag des ewigen geistigen Reiches. Ganz deutlich sah ich sie in dieses Tal einziehen, die mir so lieb gewordenen Geschwister im Geiste, ich sah sie so klar und deutlich, dass ich sogar zählen konnte, wie sie alle in kleinen Grüppchen freudig ihre neue Heimat betraten. Es waren 170 Seelen, die Deine Gnade in ein wunderbares Sein führen mochte, das nach und nach der Vervollkommnung entgegengehen darf. Doch wir sagten jetzt "Auf Wiedersehen", und es würde wahrlich bald ein Wiedersehen geben, das spürte ich zutiefst.
Zurück ging es nun in ein viel kälteres, unschönes Sein, denn wir kehrten zurück zur Insel im hohen Norden. Die einstigen Piraten waren mittlerweile schwer in der Bredouille, denn ein Kriegsschiff näherte sich ihnen, deren Anführer ein ungehobelt aussehender, kräftiger Mann mit schwarzem Bart und Haupthaar war. Als er laut seine ungeschliffenen Gesellen zum Kampfe aufrief, zeigtest Du, liebster Vater Jesus, mir plötzlich ein ganz anderes Bild von diesem Anführer: Ich sah in ihm lebendig sein einstiges, wahres, geistiges Wesen, und erschaute einen schlanken, großen, feingliedrigen Menschen mit blondem, lockigen Haar. Ich blickte Dich fragend an, doch bevor ich etwas sagen konnte, sprachst Du bereits zu mir:
"Siehe, Mein Kind, hier im Reiche der Geister erscheint ein jeder gerade so, wie auch seine gegenwärtig seelische Beschaffenheit ist, was wohl wie hier bei diesem ganz gehörig abweichen kann von dem reinen unsterblichen Geiste, der einst sich aufmachen wollte zur Erde, um mitzuerlösen und in demütig dienender Liebe den Erdenseelen die Brücke in die ewige Heimat zu zeigen, die allezeit nur Ich allein bin als der Gekreuzigte und Auferstandene, als wahrer Mensch und wahrer dreieiniger Gott. Was sich dir nun vor das geistige Auge schob, da Ich es so wollte, war das Antlitz eines Meiner hohen Engel, es ist Eliazar, welcher einverleibt war in dem Land, das ihr Schweden nennt.
Als angesehener Arzt schien sein äußeres Leben wohl perfekt, bis sein Weib und Kind eines Tages einem Wahnsinnigen zum Opfer fielen, der sie hinterrücks grausam ermordete. Diesen beiden in großer Liebe verbunden, verwand Mein Eliazar den Schmerz nicht mehr, und so begann er, sich der Trunksucht zu ergeben, was ihn schließlich als Chirurg gravierende Behandlungsfehler begehen ließ, die auch folgenschwer waren und nicht unbemerkt blieben. Es ging weiter und weiter bergab mit Meinem Sohne, der die Tuchfühlung zur Heimat und zu Mir als dem einzigen und allein wahren Heiland seines Seelenschmerzes völlig verlor, und so setzte er auch hier angekommen im Reiche der Geister zunächst sein ruchloses Leben im Herzen zutiefst hadernd fort. Doch siehe nun, wie Ich Meinen Eliazar heimholen werde!"
Mit diesen Worten gingst Du auf den Anführer zu und strecktest Deine Hände weit nach ihm aus. Dieser hielt mit einem Male inne, trat zunächst ein klein wenig zaghaft näher heran zu Dir - und fiel Dir dann augenblicklich zu Füßen! Kein einziges Wort wurde gesprochen während dieser innigen und rührenden Szene. Der Kampfplatz verschwand jetzt vor meinen Augen, und ich sah nur mehr Dich, meinen guten Vater, und einen in Tränen aufgelösten Getreuen Deiner Liebe, der seinen Herrn und Heiland als Bruder von Angesicht zu Angesicht erschaute. Kurz darauf hatte sich sein Aussehen ganz gewandelt und glich völlig demjenigen des schlanken blonden Mannes, den ich zuvor inwendig in dem bärtigen Schwarzhaarigen erschaut hatte.
Nun führtest Du den Eliazar an einen Ort, der vollkommen helllicht war, ja, ich sah dort wahrhaft nur Licht um Licht. Ich blieb im Hintergrund und beobachtete, wie uns auf einmal zwei junge Frauen entgegenliefen. Ganz gerührt wusste ich sogleich: Es waren das Weib und die Tochter des Eliazar! Freudig umarmte sich die kleine Familie, und die zwei Frauen nahmen den Eliazar in ihre Mitte und liefen mit ihm vollends hinein in das Licht. Du, mein geliebter Jesus, gingst langsam in einiger Entfernung hinter ihnen, bis schließlich alles meinen Blicken entschwand.
Unendliche Liebe und Frieden erfüllten mein Herz. Ach Vater, nie mehr will ich traurig sein oder klagen, denn sind doch alle Erdenprüfungen nur kurz und wird jeglicher Schmerz bald vergehen, wenn wir Kinder eines nahen Tages in Deinen Vaterarmen liegen, auf immer und ewig ein Teil Deines lichten Reiches der Liebe, auf immer und ewig Diener Deiner erlösenden Liebe und Erbkinder des neuen Jerusalem, der ewigen Stadt der Liebe in Deinem heiligen Vaterherzen!
Aller Dank, alles Lob und aller Preis darum Dir, Jesus Jehova, jetzt und immerdar und von Zeitalter zu Zeitalter.
Amen.