
Mittwoch, 4. Juni 2008
1 Dunkel ist die Nacht, doch Ich bin allezeit bei euch und halte euch, und Ich will euch führen zu erquickenden Auen, die keines Menschen Geist im Leibe je hat geschaut. Dunkel mag die Nacht wohl sein, doch bin Ich bei den Meinen, und so schreibe, Mein Kind, denn Ich werde dir des Leibes Glieder auch schon zu stärken wissen am morgigen Tage, da du wie aus hellstem Traume erwachend sagen wirst: "Oh, mein Vater, Du warst bei mir, hast mich so zart und sanft gehalten, hast mir Labsal gegeben und Freude, und mir gezeigt des neuen Tages schönste Wege!"
2 Und so sollst du ein Wörtlein schreiben, denn in Mir schwingst du nun ganz. Ich erfülle deine Seele, und aus der Tiefe des Herzens Meiner Tochter steigen die Töne hinan gleich einer wunderbaren Melodie, die da drängt ins materielle Sein, sich bahnet den Pfad vom Herzen und sich formt zu Worten, welche die Finger nun tippen auf die Tastatur eines von euch so benannten Computers.
3 Ja, ferne leben die Menschen dieser Epoche von allem, was Ich euch angeraten habe durch Meine Worte, euch gegeben im Laufe der Jahrhunderte, wie auch durch Meine ewiglich gültigen Gebote, und dennoch bin und war Ich immerdar Derselbe, euer Wunderbar, euer Herrgott und Vater, einst besungen in den Psalmen Meines David und einst gekreuzigt auf der Schädelstätte Golgatha. Ich bin und war ewig und immerdar Derselbe, Der Sich euch kundgibt, und doch, Meine Lieben, wartet nicht mehr auf ein Wort von Mir und fallet dann in arge Zweifel, wenn es euch nicht zuteil wird, oder nicht, wie ihr es euch wünscht, sondern werdet zuvor einmal gänzlich leer und ganz einfältig und bescheiden, um den Weg der barmherzigen Liebe wahrhaftig anzutreten ins Reich eurer Herzen!
4 Ich rief Meine Kindlein, und Ich ließ unendlich Vieles ihnen zuteil werden, Ich kam, Ich nahte Mich ihnen, Ich heilte, Ich überwand den Gegner in ihnen, und doch stehen nun viele da nach Jahren der Nachfolge, und Ich frage: Wo ist der Schatz aus dem Acker gehoben, den Ich euch zeigte, und wo ist das Schloss zu dessen Innerem bereits wahrhaft eröffnet?
5 Und Ich sehe die Meinen und muss Meinen Blick manches Mal abwenden, doch nicht im Zorne oder in der Gottesgerechtigkeit zeitweilig von Meinen Kindlein wegzuschauen, sondern geduldig als liebsorgender Vater vielmehr, Der die Reife Seiner Erbkinder abwartet, doch frage Ich euch nun: Habt ihr fleißig gearbeitet in Meinem ewigen Weinberge, Meine lieben Kinder? Habt ihr ganz selbstlos in hingebender Liebe alles weitergereicht, was ihr von Mir einst in Fülle erhieltet?
6 Zerspalten vieler Orten ist die kleine Gemeinde wahrer Christen, in Lauheit dort verweht Mein Heiliger Geist, und mit ihm deren zart aufkeimende Liebe zum Nächsten. Ich lasse dieses zu, doch will Ich nicht, dass erneut ein Götzentum betrieben wird unter den Meinen, die allein und gänzlich Mir anhangen sollen! Schmarotzertum und eitles Wesen haben sich ausgebreitet, und so muss Ich erneut ein schwaches Kind wählen, um euch aufzurufen und mit Tränen in den Augen euch fragen zu lassen: Schöpfet ihr Kraft und Fülle aus Mir, um sodann argwöhnisch auf die Geschwister zu blicken, ob sie euch weiter oder geringer im Geistigen scheinen? Oh, lasset den Gegner nicht wachsen in euch gleich einer dornigen Staude, indem ihr in Eigensinn und Selbstliebe Mein Wort und Meinen Geist in euch nach und nach ersticket!
7 Käme da einer zu euch im Dunkel der Seelen-Nacht, und ihr meintet, gerade inniglich bei Mir zu sein und in der Stille Mich ganz zu gewahren, und ihr wolltet doch ärgerlich die Türe weisen dem Bedürftigen und schelten, dass er euch störe in des erhabenen Momentes Ruhe, glaubt ihr wirklich, dass Ich da nur einen Augenblick bei euch wäre? Erkennet, dass an den Meinen und ihrer Milde, dass an eurer Barmliebe, die ihr lebet aus Mir, der Welt künftiges Geschehen an einem seidenen Faden nun hängt! Und so erfasset einmal, dass die Meinen und deren Güte aus Mir, - dass Ich in euch das Gericht dieser längst in der Transformation begriffenen Ära, die Apokalypse der Neuzeit, noch aufhalten kann!
8 Wohl, diese Worte mögen euch jucken und drücken, mögen euch nicht gefallen, und dennoch sind sie aus Mir, und will Ich euch nun mahnen und erneut aufzeigen lassen den einzigen Weg, der in dieser finsteren Zeit zu Meinem Herzen führt, und will Ich wieder euch den Weg des Heiles zeigen. Lasst los euer eigen Leben, und erfühlet und erfüllet, was zu tun eure Aufgabe: Gebet euch gänzlich hin der ewigen Liebe, gebet diese weiter, ohne Ehrsucht, ohne philosophisch Geschwätz, ohne weisheitsvolle Reden, denn diese gelten Mir wenig oder nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden eins zu eins, und zu leuchtenden Pfeilern werden zu eurer eigenen Heilung und geistigen Wiedergeburt!
9 Soll Ich denn deutlicher werden, oder haben´s die Meinen nun einmal begriffen: Die Zeit der Gnade neigt sich dem Ende zu, die Pforten werden baldigst verschlossen, und eine Umkehr tut Not bei allen Menschen dieser Erde. Doch mögen auch viele sich zwar ehedem angedienet haben dem Fürsten der Finsternis, so soll doch keines Meiner Kinder sich über ein solch´ Gefallenes zu stellen suchen, denn Ich will alle Meine verlorenen Schäflein in den Vaterstall ewiger Freude führen, und alle, die Mich lieben, alle, welche echte Liebe zu ihren Nächsten empfinden im innersten Herzen, sollen auch angenommen werden von Mir und Meinen Heeren, als seien sie nie gefallen, als sei kein Jota des Dunkels je gewesen zwischen Mir und ihnen. Ach, würdet ihr Meine Liebe nur im Minimum verspüren, da wüsstet ihr sogleich, von was Ich zu euch spreche, und es würden eure Herzen heiß in Liebe entbrennen zu all´ euren Brüdern und Schwestern. Und dann würdet ihr nimmermehr eifersüchtig fragen: "Wer ist dem Herrn denn der Nächste?", wie Meine Jünger es bereits seinerzeit taten, ihr würdet allein nur - lieben!
10 So ist denn hier wie überall in Meinen Schriften jetzt und immerdar die so genannte Quintessenz, dass selbstlose Liebe allein zum ewigen Ziele führet, und Ich nenne sie selbstlose Liebe, denn vernehmt ihr das Wort Liebe, da bilden sich in eurem seelischen Inneren bereits allerlei Strukturen, welche Meiner wahren, reinen Liebe zumeist nicht mehr im Geringsten entsprechen. Meine Liebe ist selbstlos, Meine Liebe ergötzt sich nicht in seelischen Gefühlen, und Meine Liebe erfüllt nicht eure vielseitigen Wünsche nach sehnsuchtsvoller Anerkennung, die ihr so im Laufe der Jahrzehnte auf Erden in euch geformt habet. Meine göttliche Liebe ist, war und wird in Ewigkeit sein dieselbe - sie ist gänzlich uneigennützig, sie ist vollkommen keusch, sie ist bedingungslos, und sie ist absolut wahrhaftig.
11 Machet euch in aller Demut diese Meine göttliche Liebe zu eigen, besprecht euch nicht lediglich über sie, und stoßet euch nicht an Meinen ernsten Worten, sondern gehet vielmehr hinein in euer Inneres in aller Bescheidenheit, um all´ eure seelischen Gebrechen, eure Eigenheiten und Eitelkeiten zu erkennen, auf dass ihr sie Mir alsdann gänzlich und demütigst übergeben könnt. Demutsvolle Nächsten- und Gottesliebe und Selbsterkenntnis im lebendigen Glauben an Mich als den Gekreuzigten und Auferstandenen seien euch so das erlösende Werkzeug, und wenn ihr Mir dann alles übergeben wollt, was euch beschwert, ihr Mir übergebet all euer gegenwärtig und vergangen´ Leid, sei es selbst- oder fremd verschuldet, da will Ich euch dann nach und nach vollenden.
12 Vergesset im Herzen nicht das Land, das euch gebar, Mein ewiges Reich, dessen Liebefluss und Strahlkraft euch auch heute noch stete Nahrung sei zu selbstlosen, lichtvollen Taten der Erbarmung, Meine ewige Stadt der Liebe, in der Ich auf euch warten will, wenn ihr dereinst euren Erdenweg vollendet habt. Nennet sie Jerusalem, nennet sie Jesu -Stadt, das Heim der ewigen Liebe - wichtig ist, dass ihr den Wohlklang und den zarten Abglanz dieses eures wahren Heimat-Landes tief im Herzen traget, allwo Ich auf euch warten will.
Amen, - spricht zu euch euer Heiland und Vater Jesus Christus. Amen.