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O Vater, sieh, die Welt findet keine Ruhe und keinen Frieden. Nach wie vor gibt es Unterdrückung, Haß, Intrigen und eine große Not durch Kriege und Zerstörung. Keiner liebt den andern als Mensch und Bruder in Dir, o Herr, sondern jeder hat nur seine eigenen Interessen vor Augen. Sieh o Herr, so kenne ich die Mensche, so sind sie zum größten Teil.
Wie aber sind sie besser zu machen? Wie können wir die Welt und all das Schlechte und Böse in ihr bekämpfen, um endlich Frieden zu haben, welche Waffen richten gegen die Welt, die uns von allen Seiten bedrängt und bedroht?
O Vater, so Du nach Deiner geheimen, endlos mächtigen, gütigsten und liebevollsten Weisheit nur ein Wort sprichst, so wird die ganze Welt gesund! Mein gütigster, allerliebevollster Herr und Vater, so sei doch barmherzig und reinige die Erde von allem, was höllisch is! Dein Reich der Liebe und Wahrheit komme bald, Dein heiliger Wille geschehe!
Mein Kind! So du durch deine Liebe Mich in dir hast, so hast du auch den ewigen Überwinder der Welt in dir. Die Welt hat Meine Macht erfahren; daher darf und kann sie dem kein Haar krümmen, der wahrhaftig Meinen Frieden in seinem Herzen birgt.
Sobald aber jemand sich aus diesem Frieden erheben will und wirft selbst der Welt den Handschuh zum Kampfe hin, hat er es sich selbst zuzuschreiben, wenn er von der Welt gefangengenommen und mißhandelt wird. Wer aber wahrhaftig bleibt in Meinem Frieden, der ist geborgen für die Ewigkeit, und kein weltlicher Hauch wird ihm je ein Haar krümmen.
Meinst du denn, Ich weiß nicht, was die Welt tut, und sei etwa zu lau, um die Welt für ihre Untaten zu züchtigen? Ich sage dir: Glaube etwas anderes, und übrlasse die Leitung der Welt Mir!
Wer das Schwert zieht, der kommt durch das Schwert um. Mit offener Gewalt wird nie jemand etwas ausrichten gegen die Welt; denn wo die Welt Gewalt sieh, da begegnet sie derselben wieder mit Gewalt, und auf dieser Weise würgt fortwährend ein Volk das andere.
Wer aber die Welt bekämpfen will, der muß sie mit heimlichen Waffen bekämpfen, und diese Waffen sind Meine Liebe und Mein Freide in euch! Jeder aber muß zuerst mit diesen Waffen die eigene Welt in sich besiegen; dann erst wird er eben diese Waffen allzeit siegreich gegen die Außenwelt gebrauchen können.
Wahrlich, wer nicht innerlich ein Meister der Welt ist, der wird es äußerlich um so weniger werden! Und jeder, der in sich noch einen fluchähnlichen Feuereifer verspürt, der ist noch nicht fertig mit seiner eigenen Welt. Denn dieser Eifer rührt noch von dem geheimen Zweikampf zwischen Meinem Frieden und der Welt der Menschen her.
Denn die Welt ist es, die da eifert und richtet und Feuer vom Himmel ruft, um sich dadurch listigerweise für Meine Sache zu maskieren. Mein Geist aber und Mein Friede eifert nicht, sondern wirkt mächtig im stillen nur und gänzlich unbemerkt von aller Welt und hat kein anderes Außenschild als die Werke der Liebe und der Demut.
Seht, darin besteht der wahre innere Friede und darin auch derjenige mächtig Sieg über die Welt, den Ich Selbst erfochten habe! Beachtet demnach diese Erklärung, so werdet ihr die Welt in euch und jede andere allzeit und ewig besiegen durch Meinen Namen und durch Meinen Frieden! Amen.
[Zitiert aus: "Heilige Zwiesprache" Lorber-Verlag - Bietigheim]
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