»Du Jesus, willst uns führen!«

 

Du Jesus, willst uns führen
hinaus aus dieser Welt,
wobei wir nichts verlieren,
denn weder Gut noch Geld
kann öffnen Deine Türen,
sie werden nur verstellt
von dem, was keine Schätze
sind für die Ewigkeit.
Dort gelten Deine Sätze:
„Ich steh für euch bereit!“

*

Herr Jesus!

Sieben Zeilen, Deine Zahl,
die im Regenbogen
widerspiegeln allemal:
Du hast vorgezogen,
Dich von Deinem Reich zu scheiden,
hier am Kreuz für mich zu leiden
unter schwerer Todesqual.
Jetzt kannst Du als Hirte weiden
Christenseelen ohne Zahl!

*

Herr Jesus!

Schön! Ich kann bei jedem Gang
durch die grünen Auen
und den klaren Bach entlang
Deine Schöpfung schauen,
wobei ich so gern empfang
voller Gottvertrauen
Deine Liebe lebenslang,
einst auf Himmelsauen!

*

Herr Jesus!

Liebe - keine Theorie,
sondern Herzgefühl!
Deine Liebe endet nie,
wie im Weltgewühl
haben sie schon oft vergessen,
waren dabei so vermessen
leider sie zu ignorieren.
Ich will Dich nie mehr verlieren!

*

Herr Jesus!

Die Gräser schwanken im Wind,
weil sie nicht stark genug sind,
den Lüften standzuhalten.
Wir sollen sein Gestalten,

die sich nicht biegen lassen
beim Gang durch Erdengassen,
mit Zedernfestigkeit
ertragen unser Leid.

Du reichst uns Deine Hand
und ziehst uns aus dem Sand,
daß wir Dir nicht entgleiten.
Du willst nicht mit uns streiten.

Laß Deine Liebe spüten,
leicht kannst Du uns dann führen
beim auf der Erde gehen,
auch wenn wir Dich nicht sehn.

*

Herr Jesus!

In die Stille muß man gehen,
will man Dich empfangen.
Stille willst Du in uns sehn,
dann verscheuchst du Bangen,
heilst du uns nach unsrem Glauben.
Danke! Du willst uns erlauben
Dir zu folgen. Auf! Bergan!

*

Herr Jesus!

Als Held gehst Du voran,
doch ohne Hast und Eil,
bleibst stehen dann und wann,
vor allem, wo es steil

ist auf dem Weg hinauf
zum Himmel, Deiner Wohnung,
wo Engel warten drauf,
daß Du uns gibst Belohnung

für alle Überwindung,
dem Kampf mit unsrem Ich.
Des Himmelreiches Findung
trägt Seligkeit in sich.

*

Herr Jesus!

Du bist wie ein Magnet,
der liebend vor uns geht.
Sobald wir das erkennen,
kann nichts von Dir uns trennen,
wo eine Seele fleht:
„Laß mich Dich Vater nennen!“,
die Liebe nicht verweht.

*

Herr Jesus!

Ein jeder soll wie Lazarus
aus seinem Grab erstehn,
dann kann er neu aus einem Guß,
die Wege mit Dir gehn,
um schließlich an des Lebens Schluß
als Christ vor Dir zu stehn.


(Andacht in der Schloßbergklinik - Ute Pesch)


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