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Zulassung und Prüfung
Wegweiser
ins Neu-Salems-Licht ======Nr.
58, Teil II E ====== Zulassung
und Prüfung (Aus
den Neu-Salems-Schriften)
Anfragen Das
Herz, das Gemüt Vollendung
und Wiedergeburt 3.
vermehrte Auflage 1923 Neu-Salems-Verlag Bietigheim/Württbg. Zulassung
und Prüfung (Aus
den NeuSalemsSchriften) Vorwort
„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten
wie dich selbst, und handle danach!“ Dies ist der einfache und alles
erschöpfende Lehrsatz, den Jesus Christus als Gott gegeben hat zur Erlangung
der Gotteskindschaft. Weshalb die Verfolgung dieser Lehre zur Seligkeit führt,
besagen die gewaltigen Offenbarungen, welche in den Neu-Salems-Schriften
gegeben sind. Ihre Fülle ist so groß, daß es den Verkündern dieses neuen,
des wahren alten Lichtes und den schon Eingeweihten ein Bedürfnis sein wird,
einen gedrängten Überblick über die Grundzüge der Heilswahrheit zu haben.
„Der Wegweiser“ will einen solchen bringen. Die Stellen sind allen
Offenbarungsschriften entnommen, möglichst mit deren Wortlaut. Völlig erschöpfend,
ist diese Ausführung nicht. Viel Herrliches wird der Leser noch anderweitig
finden. Wer die Schriften noch nicht kennt, tut gut, die Stellen aufzuschlagen
und sie in ihrem dortigen Zusammenhange zu lesen, ehe er in dieses
konzentrierte Licht blickt. Teil I des Wegweisers umfaßt die waltenden
Gottesgesetze und die Erkenntnis unseres Ichs und unseren Zwecks. Teil II bringt später hauptsächlich die Regeln, wie
wir zu leben haben, um das kurze, so äußerst wichtige Probeleben hier
richtig zu leben. Jeder öffne sein
Herz, dessen Erkennen weit über die Grenzen des Verstandes hinausreicht!
Der Vater segne es! Der Verfasser
1
Lw 173 „Bestimmung“ (Schicksal oder Destino) (Destino=Macht)
gibt es keine, außer dieser, zu welcher ihr alle erschaffen seid, d.h. Meine
Kinder zu werden, oder zu Mir zurückzukehren, von wannen ihr ausgegangen
seid. Alles andere ist falsch, denn mit „Bestimmung“ und fixierter
Lebensbahn hörte und müßte der freie Wille aufhören, und der Mensch sänke
zu einer Maschine herab, die aber auch für ihre Taten, gut oder schlecht,
nicht mehr verantwortlich wäre, weil kein „Wollen“, sondern ein „Müssen“
sie zum Handeln zwänge, wo nicht mehr die Rede sein könnte von wirklichem
Tatenleben oder freiem Unterlassen. Wenn in der Bibel steht: „Alle eure Haare sind gezählt“ und „Kein Sperling fällt vom
Dache ohne den Willen des Herrn, oder Meines Vaters“, wie Ich dort sagte, so
ist damit nicht gemeint, daß Ich es (direkt) so wollte, sondern daß Ich
solches nur zuließ und Mir den (geistigen) nutzen für Meine Sache daraus zu
ziehen vorbehalte.“ „Bestimmung“ ist außer der oben angeführten dann
nur noch die Einkleidung der Geister anderer Welten hier als
Erdenkinder. 2
Ev 2, 205,9)10) „Diese Erde hat einmal die feste Bestimmung,
daß auf ihr für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes Gottes erzogen
werden, und es ist darum nötig, daß der Boden stets mehr hart und mager als
zu locker und fett gehalten werde. Das mit dem edlen Getreide aufschießende
Unkraut hindert darum, weil es mit wächst und reift, das gesegnete Gedeihen
der edlen Frucht nicht, dieweil es nachderhand dennoch wieder zum Düngen des
hier und da zu hart und mager gewordenen Erdreiches gar sehr dienlich ist.
Kurz und gut, was Gott zuläßt, ist gut, und am Ende ist dem vollends reinen
Menschen dennoch alles rein, was die Erde in und auf sich und über sich trägt.“ 3 Ev 6, 72,5) Es
geschieht nicht Naturmäßiges für sich, sondern stets eines geistigen
Zweckes wegen, denn das Geistige ist mit dem Naturmäßigen in stetem Verbande
und in wechselseitiger Aufeinanderwirkung. 4 Lbl II, 1719
„Mancherlei muß Ich euch entziehen, was euch schadet bei eurer geistigen Entwicklung
und Ausreife, wie Ich den reifenden Früchten den Frühling mit seinen
tausendstimmigen Vögelgesang gar lange schon entzogen habe und hiernach auch
die Wärme und das Licht der Sommertage, und doch ist der Vögel Lobgesang ein
liebliches Ding und tut auch meinem Herzen wohl, so die Kreatur lobet den Schöpfer,
und des Sommers Wärme und helleres Licht war gut und ein Segen von Mir, dem
Schöpfer, eurem Vater!“ Die Früchte des Herbstes sind edler als das
Sommerobst, welches im Vollgenuß dieser Gaben reifet. „Wenn es nun also, daß
Ich durch Meine erziehende Liebe bewirke das Ausreifen einer edlen Frucht an
den verschiedenen Gewächsen, wie sollte und konnte es wohl anders sein an dem
edelsten Gewächs in Meinem Schöpfungsgarten, an der Menschenseele?!“ Die
Nacht, der Regen, die Stürme, die Kälte, die Krankheit kehrt das Übel
aus dem Leibe, der Tod ist ein Gnadengeschenk, er setzt der Prüfungszeit ein
Ende und führt uns in eine höhere Gottwelt, Gottes Liebe entzieht uns vieles
und tut vieles hinzu, was uns nicht lieb ist und oft Schmerzen verursacht,
„Weil Ich es also geordnet, daß der Weg der Erlösung ist ein Weg der
Schmerzen, welchen Ich euch vorzuwandeln Mich selber nicht gescheut, und
dadurch ist dieser Weg, den Meine Blutstropfen gezeichnet haben, ein
geheiligter Weg.“ 5
Lbl II, 202 „Ihr traget euer Kreuz, wie Simon (von Cyrene),
nicht euret sondern Meinetwegen; das wird euch Mut und Freudigkeit zum
ferneren Tragen geben.“ 6
Lbl II, 271 „Ich helfe gern, Mein Kind, Jedwedem, der die Last auf
Meine Schultern legt, so er zusammenbricht und eines Simons (von Cyrene)
bedarf. Doch will er weiter tragen und bittet Mich um Kraft, so freut Mein
Vaterherz sich mehr darob. Je mehr ihr tragen lernet, umso größere Segensfülle
erschließt ihr euch dadurch. Der Tränensaat allein entspringt die
Freudenernte. Und so ihr Kreuzträger seht es überall, so wisset, daß überall
die Einsaat nun geschieht der großen Freudenernte! Da danket Mir dafür und
lasset den Kopf nicht hängen, man kann auch unter Tränen fröhlich sein (im
Herzen); Ermuntert euch, ihr Kinder Alle! Das Kreuz Mir nachzutragen tratet
ihr in’s Fleisch. Nun ihr so weit erstarket seid, daß ihr tragen dürfet,
verstummt eurer Lobgesang, und Klagetöne muß Ich hören! So macht’s die
Welt: Im Glücke jubeln und im Unglück zagen, denn Unglück ist für sie, was
ihre Freude stört. Doch nicht also mit euch soll’s sein! Ihr sollet im Glück
bedachtsam sein, im Mißgeschick erstarken, denn Glück verweichlicht stets
die Seele und treibt sie zum Genießen an; doch euer Weg ist die Entsagung!
Nicht der ist reich, der viel sein Eigen nennt; wer viel entbehren kann,
wohlan, ihr Kreuzträger Alle! Singet Mir ein Loblied, daß ihr tragen dürfet
der Bürden schwerste und heiligste, auch euer weltlich Leben, Empfinden,
Denken, Wollen, damit der Geistesmensch in euch erstehen kann! Amen! Euer
Jesusvater, den man jetzt täglich kreuzigt!“ 7
Ev 6, 133,2)14) „Es ist ganz wahr, daß auf dieser Erde alles
Leben fortwährend allerlei Feinden ausgesetzt ist und stets kampfbereit
dastehen muß, um sich als Leben zu behaupten. Allein dieser Kampf, gilt ja
nur der durch den allmächtigen Willen Gottes gerichteten Materie dieser Erde
...Solange eine Seele Gott nicht erkennt als ein Wesen wie außer ihr seiend,
ist sie noch wie blind und stumm, von der Gewalt der göttlichen Allmacht
nicht ledig. Da muß sie dann noch gar gewaltig kämpfen, um sich
aus solchen Fesseln loszumachen ... Das Leben ist und bleibt solange
ein Kampf mit allerlei Feinden, mit aller Materie, bis es als ein Sieger aus
eigener Kraft sich emporgerungen hat; und so darfst du dich über die
materiellen Lebensfeinde gar nicht wundern, denn sie sind nicht Feinde des
eigentlichen Lebens, sondern nur Feinde des materiellen Scheinlebens, das
eigentlich gar kein Leben ist, sondern nur ein Werkzeug des wahren inneren und
geistigen Seelenlebens, mittelst welchem sich dieses stets höher und höher
zur wahrsten eigentlich Lebensfreiheit emporarbeiten kann.“ 8
Ev 8, 16,2)13) „Viele jener zahllos vielen Menschen auf den
Sternenerden wissen es durch ihre Engel, daß eine Seele nur auf dieser Erde
zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann, aber nur durch ein höchst
beschwerliches und mühevolles Fleisch leben ...
Das Reich Gottes kann nur mit Gewalt und großen Opfern gewonnen werden“...
Gott hat kein Wohlgefallen an den Leiden der Menschen, aber Er hindert auch
nicht, daß solche über die Menschen kommen, so sie aus lauter Weltsinn des
Vater vergessen, keinen Glauben haben und sich selbst in alles das begeben,
was ihnen alles mögliche Ungemach bereiten und bringen muß. „Wandelt
gleichfort auf den Wegen, die Ich euch nun treulich gezeigt habe, so werdet
ihr wenig zu leiden haben, und euer Abgang von dieser Welt wird ein leichter
sein! Nur über Jene kommen am Ende zumeist bittere Leiden, die aus allerlei
Welttümelei ihre Seele zu sehr in das Fleisch gegraben haben, denn eine
solche Seele muß denn auch im Leibe große Schmerzen erzeugen. Und das ist
doch gut für die Seele, weil sie durch die Schmerzen und Leiden von ihren
fleischlichen Gelüsten gereinigt wird und dadurch im Jenseits einen
leichteren Fortgang und ein sicheres Vorwärtsschreiten auf der Bahn des
geistigen Lebens findet. Ganz welttümliche Menschen aber, die an keinen Gott
glauben und dabei doch ein gesundes Leben bis in ihr hohes Alter genießen und
am Ende auch eines schnellen und schmerzlosen Todes sterben, haben ihren
Lebenslohn auch schon empfangen und werden im Jenseits sehr schwer je „mehr
einen zu gewärtigen haben. In der Gesellschaft Solcher wird die äußerste
Finsternis walten, und wird sein viel Heulens und Zähneknirschens unter
ihnen.“ 9
Lbl I, 44 Die Fesseln, die dem Geiste nicht gestatten, mit der
Seele sich zu vereinen, müssen zerrissen und vernichtet werden. Diese
Operation verursacht materielle und geistige Schmerzen. 10
Lbl I, 201 „Meine Liebe, so sie einmal Platz in euch genommen, will kämpfen,
damit sie alles besiege und hinwegräume, was ihr hinderlich, euer Herz für
sie ganz zu gewinnen“, sie kämpft mit unserer „Eigenliebe, die dem Tode
und dem Gerichte entstammt. Das Gericht soll aus euch hinaus, und ein
freies wahres Leben soll in euch hinein!... Die Prüfungen selbst sind
nicht immer von Mir direkt bestimmte, ... sondern zumeist selbstgeschaffene,“
der eignen Bosheit entsprungen. 11
LGh 133 Gott läßt zu, was der Mensch in seinem freien Willen
tut. Kommt dann dem Anscheine nach unverschuldetes Leiden, so ist das eine nötige
Medizin, wo Gott die Umstände benutzt als Mittel zu Seinem Zweck. 12
Vb 3,79 Der freie Wille, der dem Menschen nicht genommen wird,
muß oft sehr beschränkt werden, „um eine Seele noch zu retten, und dazu
sind oft nach außen große Heimsuchungen nötig. Doch ist mit denselben immer
auch ein starker Einfluß von oben her verbunden.“ 13
Ev 2, 188, 1) – 13) Johannes sagt: „Mir kommt es also vor, als ob
Er es haben wollte, daß ein jeder Mensch sich zuerst vollkommen selbst finden
mußte, bevor der Herr am Ende Seine alles Leben vollendende Hand an ihn legt
und mit Seinem Lichte Wohnung nimmt in des Menschen Herzen. Aus diesem mir als
vollwahr dünkenden Grunde sagt der Herr denn auch Niemandem direkt die Fehler
des Lebens vor, sondern bloß indirekt durch gewisse Rüttler, durch die Er
dann die Seele zwingt, sich selbst näher zu beschauen, ihre Fehler an Seinem
Lichte zu erkennen, sie von sich zu bannen und sogestaltig dann völlig in die
Ordnung des Herrn einzugehen.“ 14
Vb 8, 24 „Es muß gar vieles über eine Seele kommen, ehe sie ihre
geistige Armut entdeckt, und oft lasse Ich es zu, daß dieselbe schwere äußere
Demütigungen und Heimsuchungen erdulden muß, um wieder sich selbst besser zu
erkennen. Ohne Selbsterkenntnis hört das geistige Wachstum auf, die
Sicherheit ist ein Vorbote des Selbstbetruges.“ 15
Ev 6,52,3) „Der Versuchung Geist gehet herum wie ein hungriger
brüllender Löwe und sucht die Menschen zu verschlingen... Solange der Mensch
in dieser Welt lebt, denkt, will und handelt, wiegt sein Fleisch schwerer denn
seine Seele.“ 16
Ev 5, 145, 5) – 7) Alles Schlechte verwandelt das Gute mit viel
geringerer Mühe in das Seinige, als das Gute etwas Schlechtes in sein Gutes.
Der Zornige reizt tausend gute Menschen zum Zorn gegen ihn, tausend Gutmütige
aber reizen nicht den Glühzornigen zur Gutmütigkeit. Unserer Erziehung wegen
soll auf dieser Erde der Reiz zum Schlechten und Bösen größer sein, als der
zum Guten. 17
Wsp 176 „Die Finsternis kennt wohl den Segen, der von solchen
(mit ihr kämpfenden; der Verfasser) Menschen ausgeht.
Darum wirft sie ihr Netz auch ganz besonders denen zu, die mit der
Lichtwelt oder mit dem heiligen Vater Selbst in inniger Gemeinschaft
stehen.“ 18
Lbl I, 209 Gott ist stets bei Seinen Kindern. „Doch deshalb kann Ich
auch diese Meine Mir gewiß liebenden Kinder
von der Beeinflussung der Finsternis nicht absondern; Ich muß auch
deren Herzen für so lange preisgeben, bis Ich erkenne, daß für dieselben
aus dieser Beeinflussung kein geistiger Schaden hervorgeht.“ 19
Lbl II,20 Gott läßt die Gegenströmung des Feindes zu unserer
Läuterung zu und bestimmt die Stärke, mit der sie wirken darf. „So sehet
ihr denn, daß auch die Gegenströmung Mir dienen muß, wenn auch jetzt noch
gegen ihren eigenen argen Willen, also dennoch freiwillig, indem sie Böses
will und das Gute dadurch klärt und stählt. Also fasset Vertrauen im Kampf,
denn es ist alles in Einer Hand, und schließlich verdankt der geläuterte
Mensch dem Feinde mehr geistigen Segen als seinem Freunde!“ 20
Lbl I,205 Wenn Ich recht innige Gebete von euch wünsche, so muß
Ich auch erst eine kleine oder größere Not über euch kommen lassen, und
wenn Ich Mich an eurem Vertrauen erfreuen will, dann muß Ich euch so stellen,
daß ihr von menschlicher Seite keine Hilfe erwarten könnet, dann erst
vertrauet ihr Mir voll und ganz, weil euch auch gar nichts weiter übrig
bleibt.“ 21
Lbl I, 1819 „Ein Faden von Meinem Vaterherzen ist gebunden um
jedes einzelne Kinder oder Menschenherz. Nehme Ich Abirrung wahr, so ziehe Ich
ganz leise an diesem Herzensfaden, der auch als ein von Mir ausgehender
Lichtstrahl bezeichnet werden kann.“ Achtet das Kind nicht darauf, oder
zieht es nach der entgegengesetzten Richtung, dann zerreißt nicht selten der
Faden. „Alsdann spinnt der Gegner und Verächter alles Lichtes sein Gewebe
fester um Herz und Seele...Ich muß
dann Meine ordnungsmäßigen Gaben an solchen gefallenen Seelen walten lassen
und darf das Leid und die Schmerzen auch keinen Augenblick von ihnen
fernhalten und muß alles über sie ergehen lassen, was die Sünde und
deren Fall nach sich zieht.“ Kehrt dann das geängstete Kind in Reue und
Demut zurück, „dann lasse Ich, der weise Vater, erst die Reue und den
festen Willen zuvor wohl ausreifen. Dann aber kommt die erbarmende Liebe und
schlingt den einst zerrissene und verlorenen Faden wieder an das Herz des
Kindes und vermittelt alsbald die erwünschte Hilfe, wenn auch oft und zumeist
in anderer Form, als sie gewünscht wurde.“ 22
Lbl III, H 23,3 „Sieh, Mein Kind, wenn du Meinem Rufe sanft
nicht folgst, dann muß Ich Kreuz und Leiden und Wehe über dich schicken,
um dir zur inneren Einkehr zu helfen, und du arme, zaghafte Seele, über die
alle Wasserwogen gehen, sei getrost, ...Meine Hilfe ist nahe, auch in euren
irdischen Angelegenheiten!“ 23
Vb 6,17 „Ich muß abermals ein Feuer anzünden, von dem Ich
wollte, es brennete schon, denn viele schwere Heimsuchungen muß Ich ergehen
lassen, bis sich Mein halsstarriges Volk ganz zu Mir wendet.“ 24
Vb5, 5051 Der Vater legt den Menschen allerlei Hindernisse auf
ihre Abwege; Mahnungen und Strafen, oft schweres Kreuz und Leiden wendet Er
an, damit der Mensch sich entschließt, Ihn zu suchen. „Wer des Herrn
Willen weiß und tut nicht darnach, der wird doppelt Streiche leiden müssen.“
(Lukas 12,47, f. auch Vb 4,35, d. Verfasser) „Schwachheiten und Kämpfe
werden auch bei berufenen Seelen stattfinden, aber ein gänzliches Unterliegen
ist ihre eigene Schuld, weil sie zu wenig auf Meinen Beistand rechneten und
Mich nicht darum anrufen.“ Wer in der Gnade gestanden hat und sich wieder
verstockt, sündigt gegen den heiligen Geist, was ihm nicht vergeben wird. 25
Vb 4, 3536 Wenn die, welche „Meine Gnade an sich schon oft und
auf vielerlei Weise erfahren haben, gleichgültig gegen solche Gnadenrufe
werden und ihre eignen Wege wieder zu wandeln anfangen, also vom Geistigen
abweichen und sich dem Natürlichen wieder zuwenden, so sind die
Heimsuchungen, welche solche treffen, oft sehr schwer, ja oft warten größere
Leiden auf sie, Rückfall ist ein Zurückstoßen Meiner Liebe und
Gnade... Solche... können sich nicht vor mir mit ihrer Schwachheit
entschuldigen, weil Ich mit der Erleuchtung auch die nötige Kraft verbinde,
um das, was der Mensch als Meinen Willen erkennt, auch auszuführen. Tut er
solches nicht, so ist es Mangel an der Liebe zu mir und somit schätzt er sich
selbst und seinen eigenen Willen höher als den Meinigen.“ Der Abfall ist
hier viel gefährlicher und führt den geistigen Tod herbei. „Darum wacht
die Gnade ganz besonders über solche, die Gott lieben wollen, und übersieht
ihnen auch kleine Fehltritte nicht leicht.“ 26
Ev2, 212,1)15) „Es wäre nicht gut, den Menschen also zu
stellen, daß er so ganz versorgt wäre, dem Leibe nach... Durch die
schmerzlichen Bedürfnisse des Leibes aber wird die Seele zuerst aus ihrer
Lethargie geweckt, denn sie fühlt es, daß ein gänzliches Unversorgtsein des
Leibes ihr am Ende mit dem Leibe den Tod brächte.“ Sie fängt dann bald an,
„neben der Tätigkeit für den Leib auch sich mit der Forschung des
eigentlichen Lebens abzugeben, und findet aus ihrer wachgewordenen Liebe zum
Leben gar bald, daß sie als Seele etwa noch fortlebe, wenn auch der Leib in
den Tod gelegt wird.“ Wenn dann „noch eine außerordentliche Kunde aus den
Himmeln zu den Menschen kommt als ein mächtiges wunderbares Licht, dann ist
so ein Volk wie ein Mensch für
sich gerettet und im Geiste wie neu und wiedergeboren, und siehe, alles das
geht nie aus der leiblichen sorglosen Versorgtheit hervor, sondern aus der Not
und Sorge der Menschen...Ich dürfte der Erde nur hundert nach einander
folgende sehr gesegnete Fruchtjahre geben, und alle Menschheit wird vor
Faulheit wie die Pest zu stinken anfangen!“ 27
PG N35, 6 „Das Kreuz ist eine wahre Not des Lebens. Wenn das
Leben keine Not hat, so zerstreuet es sich und verflüchtigt sich wie ein Äthertropfen;
die kein Kreuz tragende Seele ermattet und stirbt und verliert sich dann in
die Nacht des Todes. Die Not des Lebens ist aber ein Gefäß des Lebens, in
welchem dieses gefestet wird, gleich einem Diamante, der da auch nur ist ein
gefesteter Äthertropfen, obschon nicht ein Lebenstropfen. Daher nehme Jeder
des Kreuz auf seine Schultern und folge Mir in aller Liebe nach, so wird er
sein Leben erhalten ewig! Wer mit
seinem Leben zärtelt, der wird es verlieren, wer es aber kreuzigt und von Mir
kreuzigen läßt, der wird es erhalten für alle Ewigkeiten! Amen! Daß sage
Ich, der Gekreuzigte!“ 28
Lbl III, H 2425 „In jedem Menschherzen ist Gut und Böse
beisammen, Keinem wird der Kampf erspart, jeder Mensch hat eine hervorragende
Schwäche zu besiegen, und dadurch steht Jeder in einem beständigen Kampf mit
sich selbst, während der Feind sich zum Kampf rüstet.“ 29
Ev5, 240,8) „Den Gott besonders lieb hat, den prüft Er, und so der
Geprüfte die Prüfung wohl besteht, dann hat er aber auch ewig sein Heil
gefunden. Glaubt es Mir, die Menschen wissen es nicht und können es auch
nicht wissen, warum da irgend etwas geschieht, aber Gott weiß ganz und gar um
alles!“ 30
Vb 5, 2526 Kommen Heimsuchungen, wie Einbuße von äußerem Besitz, an
weltlicher Anerkennung und Ehren, „auf das Meine Kinder Meinem Rufe Gehör
geben, so ist dieses nicht ein Aufhören Meiner Gnade, sondern ein verstärktes
Nachgehen Meiner Liebe...Nicht immer werdet ihr Mut genug haben, so etwas von
Kreuz zu tragen, aber ihr könnet die Kraft dazu erhalten. Wenn das Kreuz euch
drückt und ihr zu mir kommt, dann wollen wir beraten, auf welche Weise
dasselbe zum Segen wird.“ 31
Lbl I,252 Wenn Gott etwas tut oder zuläßt, was uns in Angst und
Schrecken setzt, sollen wir bedenken, daß in Seinem Willen die ganze
Unendlichkeit ruht. Er wendet alles zum Guten, zum Wohle des Geistes. Er gibt
denen, die Er liebt, auch größere Proben, „weil eben Ich sie ohne Grenzen
liebe...Den Ich liebe, den zupfe und rupfe Ich und weiß auch das
Warum; deshalb sollet ihr frohlocken im Herzen, daß Ich, euer Vater, euch
lieb habe!“ 32
Jug 176,2)7) Das Kindlein Jesus sagt zum Cyrenius: “All die kleinen
mißlich scheinenden Überraschungen die dir seither vorkamen, sind nichts als
die verheißenen Zupfereien bei den Haaren. Wenn dir aber in der
Zukunft wieder solche vor und zukommen werden, da erinnere dich dieser Meiner
Worte und fürchte nichts und werde nimmer zornig, denn du wirst darob kein
Haar verlieren! Dem Ich solches tue, den liebe Ich, und der hat nichts zu fürchten,
weder in dieser noch in der anderen Welt.“ (S. Nr. 38 hier, d. Verfasser) 33
Jug 248, 11 ff. Cyrenius kehrt nach 2 Jahren zum Kindlein Jesus zurück
(s. Jug 176,2)7), Nr. 32 hier, der Verf.) und spricht zu Ihm: „Ich habe in
diesen 2 Jahren gar viel ausgestanden: Verfolgung, Verrat, Anschwärzung beim
Kaiser und viel andere höchst unangenehme Dinge hatte ich zu bestehen. Aber
ich dachte dabei allezeit an das, was mir einmal vor 2 Jahren das heilige
Kindlein gesagt hatte, nämlich, daß Es diejenige zupfe und peinige, die Es
lieb habe. Und fürwahr, alle diese Stürme um mein Gemüt herum waren im
Ernste nichts als lauter Liebkosungen dieses meines Herren aller Herren. Denn wo
immer eine Woge sich wider mich erhoben und mich mit Haut und
Haaren zu verschlingen drohte, da auch zerschellte sie an einer noch mächtigeren
Gegenwoge, und es blieb nichts als nur ein eitel leerer Schaum zurück.“ 34
Vb 5,71 „Wundert euch daher nicht, wenn euch noch Viele schmähen
und verfolgen werden, weil Ich nicht mit Gewalt Mein Reich einnehmen
oder vielmehr die Seele ziehen will, sondern die eigene Wahl sie beglücken
soll, ansonst das Glück wenig wert hat; dagegen Mein Gegner (Satan) stürmisch
für sich anzuwerben sucht und deshalb oft große, aber keine sichere Beute
macht; denn immer wieder geht Meine Liebe auch Solchen nach, die sich von ihm
haben überrumpeln lassen, und deckt denselben ihre Blindheit auf.“ 35
Vb 3,7172 „Oft rede Ich durch den Geist und beeinflusse das Gefühl
stärker, oft brauche Ich Kreuz und Leiden, auch sind es öfters Menschen,
die, ohne daß sie es selbst wissen, euch Worte zuwerfen, die einen ganzen
Aufruhr in euch erzeugen. Alle solche Vorkommnisse erkennet ihr noch zu wenig
als Gnadenordnungen...Würden Meine Kinder in kleinen Vorkommnissen dieselben
anerkennen, so könnten ihnen oft größere Heimsuchungen erspart werden.“ 36
Vb 4, 1112 „So ist Meine Geburt schon für die Umgebenen, den Joseph
und die Maria, zuerst eine große Heimsuchung und ein schweres Kreuz gewesen,
sie konnten den großen Segen darin nicht verspüren. Also ist es jetzt noch.
Wenn Ich Jemanden besuche, so sind die ersten Augenblicke zu sehr gegen das
Natürliche gerichtet, und dieser Widerspruch, welcher dabei entsteht und
meistens durch Leiden und Kreuz bewirkt wird, erzeugt in euch Unzufriedenheit
mit Mir. Daher Ich euch nun bitte, in solchen Fällen, wo Ich stärker
anklopfe und so euch besuche, doch ein Beispiel an den Kindern zu nehmen, die
vor dem Christbaum stehen. Kommet Mir freudig entgegen, auch wenn das Geschenk
noch verdeckt ist, Meine Liebe wird es euch dann desto bälder enthüllen
!...Meine Gnade und Erbarmung ist so groß, das sie diese Anwandlung von
Murren schon verzeiht, wenn eine Überwindung dabei angestrebt wird.“ 37
Vb 6,18 „Wer vermag Stürmen und Wellen zu gebieten außer Mir?
Diese Frage ist an solche gerichtet, die sich auf ihren Verstand und ihr
eigenes Ich verlassen; aber auch die weitere Frage; Wer vermag die Herzen zu
lenken, daß durch ihre Liebe die Wunden wieder verbunden werden, die Ich
schlagen mußte, um dann wieder mit größerem Segen unter denen wirken zu können,
die Ich heimsuchte, um sie auf ewig zu retten?“ 38
Vb 5,84 „Ein Jedes wird so geführt, daß es Gelegenheit genug
findet, sein Selenheil zu begründen; nur sind die Gelegenheiten ganz
verschiedener Art, denn nur Meine große Weisheit ist es, welche dieselben
leitet. Den Einen muß Ich durch Reichtum reizen, Gutes zu tun, einem ganz
gesunden Menschen lege Ich oft mehr Selbstverleugnung auf, dagegen ist einem
kränklichen Körper oft mehr Zeit geboten, Mich im stillen zu finden, und so
fort.“ 39
Vb 4, 44 „Gleichwie zur
Ausreifung der Früchte große Sonnenhitze gehört, ebenso muß das geistige
Wachstum durch’s Kreuz befördert werden. Doch ist dasselbe ganz
verschieden, es besteht teils aus sichtbarem, teils aus innerem Kummer, bei
Manchen tritt das Kreuz mehr in der Jugend, bei Manchen erst im Alter ein.“
Es sind das Liebesanordnungen des Vaters, und als solche sollen wir sie mit
Ruhe und Vertrauen hinnehmen und genauer untersuchen, warum oft eine Lage sich
ganz gegen das eigene Gutdünken gestaltet! 40
Vb 3,80 (Neudruck 8182) „Mein Reich ist im Anfang in einer Seele sehr
klein und verdeckt und wird erst durch die Liebe zu mir immer größer. Damit
aber diese Liebe nicht abnimmt, wie etwa durch die Befriedigung äußerer glücklicher
Verhältnisse, deren es vielerlei gibt, wie z.B. einen treuen Freund, auf den
man sich sicher verlassen kann, oder Reichtum, der vor Sorgen schützt, oder
großes Ansehen, das wohl einen blendenden Wirkungskreis uns bietet, aber
wobei oft nichts für Mich erzielt wird als Heuchelei, so benutze Ich alle
diese Verhältnisse nun zur Gegenwehr und lege oft vielerlei Kreuz in sie,
welches Meinen wahren Kindern das Mangelhafte solcher Nebengötter klar macht. 41
Lbl III, 122 „ Ich will mit dir sein in all den Prüfungen, die du um
deiner selbst Willen durchzumachen hast, damit das geistige Leben in dir frei
werde, und du Mich in Meiner vollen Vaterliebe aufzunehmen fähig wirst; dann
erst wird es dir wie Schuppen von den Augen fallen, dann erst wirst du Meine
Liebe begreifen und einsehen, warum Ich dich gerade so und nicht anders führen
konnte, damit du das ewige Ziel ereichst.“ 42
Lbl III, 241 „Bei Jedem
von euch bin Ich Selbst eingekehrt mit dem Zeichen des Kreuzes, um euch zu
erwecken aus dem tiefen Schlafe, denn Ich kann nur wachen Herzen und
geistgeweckten Seelen Mein Wort verkündigen.“ Ohne Aneiferung von Außen
wird die menschliche Natur „leicht lau und träge, was sofort einen Rückgang
im Geistigen zur Folge hat... Alle die Widerwärtigkeiten, die mancherlei Kämpfe
und Anfechtungen sind lauter Gnadenbezeugungen und Liebesbeweise von Mir,
eurem Vater. Glaubet Mir doch, daß Ich euch am besten kenne und darum auch am
sichersten das Treffe bei Jedem, was ihm am heilsamsten und
dienlichsten ist. Ich führe euch Alle, die ihr Mir folgen wollet, so sicher,
da dürfet ihr gewiß sein, daß kein Haar von eurem Haupte fällt ohne Meinen
Willen Deshalb gebt Mir immer mehr Raum, d.h. werdet immer
eigenwillenloser, dann kann Ich wahrhaft wirken in euch und durch euch!...Sehet
die Liebe Gottes sich vor euch erniedrigen, vor euch klein sich machen, um
durch das tiefe Tal der Demut das Höchste zu erreichen, die Erlösung einer
ganzen Welt!“ 43
Ev3, 168, 4)6) Der Mensch muß sich stets in einem Kampf befinden, weil
er sonst einschliefe, sein Leben muß stets neue Gelegenheiten bekommen, sich
zu üben und zu stärken, um seine Vollendung zu erreichen. „Darum muß Not
und Elend unter den Menschen sein und Schmerz und Leid, auf das der Mensch
nicht ersterbe in einer tatenlosen Trägheit!“ So muß auch durch Not und
Elend, die aus der Lüge und dem Betrug entstehen, der Mensch die
Notwendigkeit der Wahrheit tief und lebendig fühlen und zu suchen anfangen,
und erst die unter allerlei Beschwerden gefundene Wahrheit wird dem Menschen
wahrhaft nützen. „Würde er sie aber ebenso leicht finden, wie mit dem Auge
die Sonne am hellen Firmamente, so hätte sie für ihn nur zu halb seinen Wert
mehr, und er würde, um sich zu zerstreuen, der Lüge nachrennen.“ 44
Pr 238 „Wenn nun auch der Mensch auf seiner Lebensbahn bittere
Leiden und manche Kämpfe zu erdulden hat, so darf er diese nicht als reine
Folge irdischer, geselliger Verhältnisse auffassen, sondern er soll sie als
eine Notwendigkeit zur Schulung für ein höheres Leben betrachten, wo zuerst
die Versuchungen einer materiellen Welt überwunden werden müssen, ehe das
Geistige in seiner ganzen Wichtigkeit erfaßt und verstanden werden kann.
Mithin sollen Leiden und Kämpfe dem Menschen nur ein Sporn zum Vorwärtsschreiten,
nicht aber ein Grund zur Enttäuschung sein. Der Kampf mit der materiellen
sinnlichen Welt soll ihn zum geistigen Kinde seines ihn ewig liebenden Vaters
erheben!“ 45
H 2, 347, 4)5) „Je mehr wir uns der Vollendung nähern, desto
mehr werden wir auch stets gewahr, daß unser Fleisch, die Welt und der
Ehrgeiz unseres fleischlichen Herzens dem lebendig wach werden wollenden
Geiste stets neue Steine unter die Füße legen, damit er nun wieder
fallen möchte zurück in seinen ursprünglichen Todesschlaf.“ 46
Vb 5,44 Kreuz, Leiden, Verachtung und Armut dämpfen den Neid der
Weltgesinnten gegenüber den Anhängern des Vaters, Der diesen Weg wählt,
„wohl wissend, daß, wenn der Same im Boden liegt und
bedeckt ist, die Stürme und der Regen ihm dann nützlich sind, anstatt
zu schaden.“ 47
Lbl I,220 Für das Kind ist die Milch die beste Nahrung, sie
bleibt es für Jedermann, aber wenn die Zähne kommen, soll festere Kost
hinzutreten. Wir bitten nicht um die tägliche Milch, sondern um das tägliche
Brot. So ist es auch mit der geistigen Nahrung. Die Traube reift nicht
unter schattenden Wolken, „der Sonne Glut läutert das Traubenblut, das
Weizenfeld legt ihr nicht an unter schattigen Bäumen,... und nicht die
Schattenfrucht ist es, die durch ihre liebliche Färbung anlockt und zum
Genusse euch reizt.“ 48
Lbl II, 75 Wie der Baum, wenn er gute Früchte tragen soll, der Glut
der Sonne stillehalten muß, und wir nur an die gesegnete Ernte denken,
„also freuen sich eure Brüder und Schwestern im Lichte, trotz ihres großen
Mitgefühls für euch, da sie der herrlichen Frucht gedenken, welche ja
allein nur einer Tränen und Schmerzenssaat entspringt.“ Wenn unsere
Brust schmerzt in der Gnadensonne, „so betet niemals: „Herr laß es genug
sein!“, sondern betet: „Vater, ich danke Dir, daß Du mich würdigst solch
großer Gabe Deiner erbarmenden Liebe, lehre Du mich, diese Gabe recht
aufnehmen und zu meinem wahren Heile gestalten!““ 49
Vb 3,48 Den Frühlingsblüten droht jede Wetteränderung den
Untergang. „So geht es gleichfalls den Seelen; bei jeder kleinen Abweichung
in ihrem Hoffen droht ein Abfallen der Blüte, und wenn die Sommerhitze kommt,
um alles auszureifen, wie viel edle Vorsätze verschwinden alsdann unter dem
Einflusse der Leiden, statt festzuhalten an der Wurzel alles Lebens, durch
welche die nötige Kraft zum innern Wachstum zuströhmt! Der Herbst, welcher
den Genuß der Früchte bietet, wird oft nicht erreicht, und ein starrer
Winter folgt.“ 50
Vb 3,69 Nur im Sonnenschein erblicken die Menschen eine Wohltat Gottes,
nicht aber im Hagelschlag, der schlechte Früchte vernichtet, um die Menschen
vor geistiger Vergiftung zu bewahren. „Darum sollet ihr desto mehr zu Mir
halten, auch in Sachen, welche euch noch rätselhaft sind, und sollet immer
mehr Meine Liebe in allem herauszufinden suchen!“ 51
Lbl II,97 „Die Traube wird geerntet, in die Kelter gebracht, und so
sie nicht zerquetscht wird, liefert sie dennoch keinen Wein. Daran sollet ihr
stets denken, so euch die Kelter wehe tut und euer seitheriges Sein in
einen gänzlich veränderten Zustand versetzt! ...
Der, so unter die Kelter gebracht ist, soll sich nicht sträuben und
hin und her sinnen, wie solches zu ändern, sondern er soll Mir danken und
erkennen Mein segenwirkendes Tun an ihm und Mir stillehalten, wenn auch mit
Seufzen und Gebet!“ 52
Lbl II,72 „Nicht immer kann ich euch mit Liebe ziehen, oft muß ich
Traurigkeit schicken. Ich muß die Wurfschaufel gebrauchen, um die Spreu von
dem Weizen zu sondern. Glaubet, Meine Kinder, daß es Mich schmerzt, wenn Ich
euch wehtun muß! Oft muß Ich den Liebesamen erst daraus dreschen,
dann muß Ich ihn säubern. Die Dreschflegel sind euer eigenes
Fleisch, die Wurfschaufel sind die Verhältnisse und Fügungen, die Ich
über euch kommen lasse. Diese Verhältnisse sind oft so gestaltet, daß ihr
wohl meinet, es geschehe euch bitter Unrecht...Wenn ihr eure Kinder strafet,
ist es doch nur Liebe, wenngleich dem
Kinde diese Liebe nicht verständlich ist.“ 53
Vb 3,71 Wenn uns die nötige Hitze, welche die Gnadenstrahlen des
Vaters oft ausüben, „unerträglich vorkommen, so glaubet an das Licht als
an die göttliche Liebe, und haltet ruhig stille, anstatt daß ihr die
Finsternis aufsucht, welche da ist: durch den Verstand eine Selbsthilfe
erwählen, sowohl für euren Gemütszustand als oft für Abnahme der äußeren
Versuchungen!“ 54
Lbl II, 113 „Muß Meine Liebe aber Wege einschlagen, die dem
Herzen sauer sind, so saget ihr, Ich wäre nicht gerecht, und höret oft auf
den Fürsten der Finsternis und saget: “Hinaus, kreuziget Ihn!“ O ihr
Kinder, ihr Törichten, erblicket ihr nicht auch Meine Liebe in der
Zuchtroute? Wendet euch und kehret euren Sinn wieder zu Mir, dann will Ich
euch auch wieder gesund machen und will die Wunden, die Ich schlug, heilen.
Doch zuvor kreuziget euer Fleisch, denn wer nicht mit Mir stirbt, kann auch
nicht mit Mir auferstehen!“ 55
Vb 3,6566 Der Vater regiert geistig, göttlich, und wir Menschen
wollen es menschlich begreifen und auslegen! „Freilich bleibt dann Meine väterliche
liebevolle Führung Meinen Kindern oft lange dunkel, und ihr Fragen „Warum
ist solches geschehen?“ bleibt unbeantwortet, obwohl sie da den Trost nach
ihrer Meinung am nötigsten hätten. Aber, liebe Kinder, gerade in solchen
Lagen sollet ihr still vertrauend mit Mir verkehren in kindlicher Zuversicht,
daß Ich aus Liebe nur euch regiere! Das bringt euch auf den Höhepunkt, ganz
mit mir vereint zu werden, und sichert euch Meinen vollen Vatersegen zu, und
wenn euch auch oft das Schicksal, das euch betroffen, zu schwer werden will,
Ich gebe euch auf der andern Seite auch die Kraft, zu tragen, und ein seliges
Innewerden Meines göttlichen Einflusses, so daß oft, was ihr heute noch hart
nennet, schon nach kurzer Zeit ihr selbst gut heißet. Doch den Vorgang in die
Zukunft zurückschlagen wollen, das können und sollen die Menschen nicht, das
hat Meine Liebe und Weisheit sich vorbehalten. Aber Meine Kinder sollen fest
glauben, daß nur Gutes für sie bestimmt ist, und weil ihre Richtung
geistig sein muß, so muß auch der Segen ihnen in geistiger Art zufließen!
Wie könnt ihr bei Fällen, welche, welche kein Mensch hervorrufen kann, als
z.B. beim Abrufen in’s Jenseits, zweifeln, daß Ich es bin und wenn ihr das
wohl wisset, wie könnt ihr noch zweifeln, daß nur Liebesanordnungen von Mir
als Vater euch damit zuteil werden?“ 56
Vb 6,87 „Ihr erkennet noch lange nicht das Umfassende und die
Größe dieses Namens („Vater“, der Verfasser), sonst gäbe es für euch
kein Leid, keine Traurigkeit mehr auf der Erde, ihr würdet in Allem nur
die weise Führung eures Vaters erblicken, der nur aus und in Liebe
regiert und darum nichts zuläßt, was euch schaden kann, sondern nur stets
sorgt für das, was euch geistigen Gewinn bringt. Aber es kommt dabei auf eure
Gegenliebe und eurer Vertrauen an. Aus Liebe zum Vater soll das Kind folgen,
auch selbst da, wo es das Heilsame nicht herausfinden kann!... Er hilft, aber
nicht immer nach dem Willen des Kindes. Oft erhält das Kind vom Vater auch
Aufgaben, welche schnurgerade dem eigenen Willen entgegengesetzt sind.“ 57
Vb 3,73 Die Hingabe an den Vater „verlangt unbedingtes Vertrauen zu
Mir, auch wenn das Kreuztragen damit verbunden ist; oder glaubet ihr nicht von
Meiner Liebe und Weisheit, daß diese euch alles in veredeltem Maße zu
ersetzen wisse?“ 58
Vb 5, 86 „Wohl muß Ich oft Mich schlafend stellen, um den Glauben
Meiner Nachfolger zu prüfen, ihrer selbst wegen; denn gar zu gern rühmen
sich dieselben mit ihrem großen Glauben, während er sich bei Veranlassungen,
denselben zu beweisen, herausstellt, daß sie Mich eigentlich noch gar nicht
kennen in Meiner Liebe und Macht.“ 59
LBl II, 269270 Der Vater führt uns in das Meer Seiner Liebe, ganz
tief, wo die Perle des Glaubens zu finden ist. Perlen bedeuten Tränen; auch
die Glaubensperle fordert um recht zu erglänzen, Trübsalstränen, geweint
aus der innersten tiefe; doch dann offenbart sich Meine Liebe am hellsten:
„Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten! Wenn ihr weinet,
vergesset nicht, daß aller Kummer, alles Wehe, daß euch trifft, gewogen ist.
Kein Weh kann euch treffen ohne Meine weise Zulassung, es bringt euch Mir näher,...bis
ihr das Ziel, das herrliche, erreichet.“ 60
Lbl II, 211 „Ich bin der rechte Arzt und Helfer aus jeglicher
Not...doch verberge Ich Mich gern vor den Meinen gerade in dem Augenblicke, wo
sie am sehnlichsten Mich wünschen, zu prüfen, ob ihre Liebe standhalte, ob
sie echt und wahr sei, und ob kein Zweifel mehr an Meiner Treue in ihnen
aufstiege, und nichts mehr im Stande sei, ihr Zuversicht zu erschüttern...Dann
erst kann Ich euch, die Geprüften, hinaussenden als Meine Boten ohne Furcht
und Bangen...Glaube ohne Probe ist leicht und ein Kinderspiel, aber glauben
und den Beweis führen, daß man glaubt, das erfordert den Mut eines
Mannes.“...Männer des Glaubens sollen wir werden, die wir uns freiwillig zu
Dienern Gottes erboten haben, zu führen die Kleinen, zu begegnen den Feinden
und unter allen Umständen bei der Fahne Gottes standzuhalten! Wir sollen
nicht weinen, wenn der Herr, wie der Arzt es tun muß, die Wunden, welche
nicht heil werden, aufschneidet, auswäscht und verbindet, um sie zu heilen. 61
Vb 4, 28 „Der Mensch ist sehr geneigt, seine Führungen, seine
Verfehlungen, sein Mißlingen, ehe er sich selbst genau prüft, auf die
Einwirkung seiner Nebenmenschen zu schieben, er tritt oft frech genug mit
einer Anklage vor Mich als den Allwissenden, anstatt mit Selbstprüfung und
Reue.“ 62
Lbl III, H 23,17 „Euch stehen noch manche Kämpfe bevor, es ist
unvermeidlich, daß Ärgernisse kommen, doch wehe, durch welchen sie kommen,
er trägt die Strafe in sich! Daher duldet ihr, ohne Böses wünschen! Ihr bannet dadurch die gewaltigsten der finstern Mächte in die
Tiefe, einige reget ihr an zur Umkehr, euer Fleisch und Blut kreuziget ihr.
Mein Vaterfriede entschädigt euch, daß innige Gefühl des Einsseins mit Mir,
eurem Vater, beglückt euch.“ 63
Lbl II,35 „Danket Mir, so ihr sehet Meine Taten, die Ich vollführe
zur Rettung durch Meine erbarmende Liebe, denn Jene, welche davon betroffen
werden, danken Mir nicht! Ihr aber sollet beten für sie, die Ich ergreife
mit Meiner erbarmenden Liebe durch allerlei Heimsuchungen, daß Ich
ihnen dieselbe segnen wolle!“ 64
Vb 4,79 „Das treue Aushalten im Probeleben macht ja den
Menschen erst zum wahren Kinde Gottes.“ 65
Vb 7,80 (Neudruck 84) „Wer Mir nachfolgen will, der verleugne sich
selbst, d.h. er entsage allen Ansprüchen, die das natürliche Ich bei ihm
macht, und nehme sein Kreuz auf sich täglich, weil er weiß, daß dasselbe
nur auferlegt ist, um es auf Golgatha an die Todesstätte zu tragen, um dort
von allem los zu werden, was nicht in’s ewige Leben eingehen kann!...Wer
also Mir nachfolgt, der wird gleichfalls viel Lieblosigkeit zu fühlen
bekommen. Indem er in sich das Gegenteil fühlt, empfindet er selbst stärker
alles, was sich nicht mit der reinen Liebe vereinen läßt, und insofern zieht
Meine Nachfolge viel Kreuz nach sich, was Ich nicht abändern kann, denn es
ist der Kampf zwischen dem Natürlichen und dem Geistigen.“ 66
Vb 3,63 „Fühlet ihr Meine Liebe, und wollet ihr Mich wieder lieben,
so entsteht durch die Verhältnisse in euch und um euch Widerspruch und Kampf,
welcher notwendig ist um eurer Selbstständigkeit willen; denn sonst könnet
ihr ja nicht wählen, und zu diesem Zwecke sind die vielerlei Entwicklungen
und Verwicklungen nötig, so daß ihr oft meinet, durch diese gehindert zu werden, Mir näher zu kommen. Aber da
stehe Ich vor der Tür, stets bereit, einzutreten, wenn der Feind gleich
glaubt, er dürfe jetzt toben, wie er wolle. Ein einziger Notschrei zu mir,
und es ist geholfen!“ 67
Lbl I,226 Wenn wir nicht mehr sehen, wo es hinaus will, und wir dann
anfangen, zu sagen, wie wir das allein abändern können, dann lassen wir die
Hand des Vaters los und bereiten uns eine Niederlage im Gottvertrauen.
68
Lbl II, 183 Das Lastentragen ist Erlösung vom Fleisch, denn ein
sorgenfreies Leben verkittet euch mit dem Fleisch. Darum muß Ich dann wieder
Sorge schicken, die euch wieder trennet vom Fleisch und dessen
Behaglichkeitsgelüsten wie einen treuen Freund und Begleiter. Übergebet ihr
diesen Freund Mir, so ist euch wohl geholfen, denn ihr seid der Sorge ledig,
und für Mich gibt es keine Sorgen, Ich aber besitze dann euer Vertrauen.“ 69
Lbl III, 81 „Werfet alle eure Sorge auf Mich!...Was traget ihr das
Joch der Sorge auf euren Nacken und seid doch frei?! Ich rufe euch
abermals zu, daß ihr die Schlinge Satans erkennen möchtet und sie von
euch werfet und das Kreuz der Selbstverleugnung willig auf
euch nehmet und Mir nachfolget zum Siege!“ 70
Lbl II, 99 „Wenn Ich euch in Verhältnisse eintreten lasse, wo ihr
euch keinen Rat mehr wisset, und Andere euch auch nicht mehr helfen können,
so merket daß Ich euer Lebensschifflein auf die hohe See geführt habe,
damit ihr, entfernt vom sicheren Hafen, mit Sturm und Wellen kämpfen lernet!
Dann soll eure Seele danken, statt zagen, daß Ich euch würdig erachtet, eine
Probefahrt machen zu dürfen; bittet Mich nur, daß Ich das Steuer ergreife,
und schauet Mir zu, wie Ich euer Lebensschiff durch Sturm und Wogen führe! 71
Lbl II, 188 „Ich lege euch nie mehr auf, als ihr tragen könnet. Und
so Ich euch etwas zu tragen auferlege, so gebe Ich euch auch die Kraft
dazu...Ich habe es euch ja Allen verheißen, daß ihr mit mir alles überwinden
könnet und sollet! Ihr Alle stehet in Meinem Schutze.“ 72
Adv 98 „Also sollet auch ihr ausrufen können: Nichts trennt uns mehr
von der Liebe zum Heiligen Vater, unserem Gott, Herrn und Meister; alles, was
mir begegnet, sind Treibfedern, mich näher an Ihn zu fesseln. Seine
verborgene Macht ist es, die jedes Vorkommnis auf meinem Lebensgang in Segen
zu verwandeln weiß!“ 73
Ev 8, 140 1)11) Raphael sagt: „Der Mensch, dessen Leben alles von
Gott abhängt, soll Gottes Ordnungen und Fügungen, so er Gott einmal erkannt,
allzeit lobend und preisend anerkennen und nicht darüber murren und hadern!
Denn Gott der Herr weiß es stets und ewig sicher am allerbesten, warum er auf
einem Erdkörper bald diese, bald jenes in die Erscheinung treten läßt...Alles,
was auf der Erde, im Monde, in der Sonne und in allen Sternen geschieht, daß
geschieht zum alleinigen Besten der Menschen, denn im Menschen liegt der Grund
und Zweck aller Schöpfung im endlosen Raume. Wenn ein Mensch also denkt und fühlt,
so wird er auch in allen Zuständen seines diesirdischen Freiheits Bildungs
und Probelebens Ruhe finden und haben, und Gott wird ihn erretten aus jeder
Not und wird ihn finden lassen den Weg des wahren Lebens, den Weg des Lichtes
und aller Wahrheit. Aber wer da ungeduldig wird und über dies und jenes, das
er doch nicht ändern kann, murrt und oft sogar in seinem gemeinen Grimm Lästerungen
über die ihm widrig vorkommenden Erscheinungen in dieser Welt denkt und offen
ausspricht, der eignet sich die Liebe Gottes nicht an, und das gibt keinem
Menschen weder eine irdische und noch weniger eine jenseitige Ruhe und Glückseligkeit.
Denn alles geschieht ja nur durch die Liebe Gottes, wie schon gesagt, zum
wahren Wohle der Menschen. Erkennt der Mensch das dankbar in seinem Gemüte
an, so nähert er sich auch stets der Liebe und der Ordnung Gottes und geht
dann bald und leicht ganz in dieselbe über und wird dadurch selbst weise und
mächtig. Tut er aber das Gegenteil, so wird er denn auch stets dümmer und in
allem schwächer und machtloser...Wer sich über die Schädlichkeit der Dinge
und Einrichtungen in dieser Naturwelt ärgert und dabei gegen die Weisheit und
Macht Gottes zu Felde zieht, der ärgert sich offenbar auch über Gott und
verhöhnt Dessen Liebe und Weisheit.“ 74
Lbl II, 43 Wir sind oft unzufrieden, „anstatt zu tragen, was Ich euch
schicke, und mir zu danken für alles, zumeist aber für die Trübsal;
den wenn Trübsal über euch kommt, so ist es eures Heiles wegen, und das ist
wohl des Dankes wert!“ 75
Lbl II, 248 „Das Endresultat von aller herb durchkämpften Schule ist
doch nur Meine Liebe.“ Bei allen Lebenswendungen tritt auch das zum Besten Führende
hervor. „Wäre sich der Mensch dessen immer klar bewußt, so wäre lange
nicht so viel Kummer und Elend unter den Menschen anzutreffen;“ jeder Kummer
würde bedeutend verkürzt werden. Durch Anerkennung des Willens Gottes
sollen wir den eigenen so regeln, daß in allen Vorkommnissen nur Gottes Liebe
erkannt wird! 76
Lbl III H 21,14 Des Vaters Joch ist sanft, wir tragen viel zu
schwer, weil wir Ihm nicht folgen. 77
Ev 3,120, 5)9) „Mein Joch ist sanft und Meine Bürde leicht; aber
dann und wann so ein kleines Zugewicht wird dir keinen Schaden bringen,
sondern nur einen großen Nutzen für Seele und Geist,...um alles, was Welt
heißt, aus sich hinauszuschaffen...Wenn dennoch etwas über dich dann und
wann kommen wird, dann denke, daß Ich es bin, Der dir eine solche Stärkung
zukommen läßt! Denn je mehr Ich einen Menschen liebe, desto mehr auch wird
er versucht von Mir, denn ein Jeder soll Mir gleich vollkommen werden, dazu
aber wird viel Selbstverleugnung, Geduld, Sanftmut und Ergebung erfordert.“ 78
H 2, 26,13)25) Wir sollen uns nicht besondere Lasten ausbitten, sondern
bitten, uns nicht in Versuchung zu führen, und getreu in dem verbleiben,
wohin wir gestellt sind. 79
Lbl I,41 „Ich habe den Kelch des bitteren Leides bis zur Neige
geleert und das Kreuz auf die höchste Höhe im menschlichen Leben
getragen...Ich könnte dich wohl setzen im Augenblicke über alle irdischen
Sorgen, aber glaube es Mir, das würde dir nur sehr viel schaden und dich für
unberechenbare Zeit Mir entfremden... Du hättest oft große und bittere
Leiden, und Ich ein Kinde lange, lange nicht in Meinem Hause.“ 80
Lbl III, 273274 „Nur nach dem Maß eurer geistigen Reife kann Ich
euch diese oder jene Beschwerde abnehmen oder auch diese oder jene Gabe,
nach welcher ihr besonders Verlangen habet, verleihen.“ Die mancherlei körperlichen
Gebrechen und Leiden der Seele tragen dazu bei, „den Geist wach zu erhalten,
und dieses Wachbleiben ist ein Hauptförderungsmittel zur Erreichung einer
gesunden Seele sowie zur Reifwerdung des Geistes.“ Deswegen sollen wir das
Kreuz mutig tragen, der Vater „legt uns nur soviel auf, als es zum Heil
unserer Seele nützlich ist; Er hilft wunderbar durch, Er reicht uns das
Kreuz, nicht um euch damit zu demütigen, sondern um euch dadurch zu erhöhen.“ 81
Vb 5, 20 Der Reiche hat nicht weniger Gelegenheit, Gott zu finden, als
der Arme. „Der Reiche hat oft mehr äußerlichen Hochmut, der weniger gefährlich
ist, als oft bei Armen der geistige Dünkel auf ihr Kreuz...Meine Liebe wende
Ich allen Menschen zu, also auch denen, die weniger äußeres Kreuz zu tragen
haben und dafür mehr im Innern sich mit mir beschäftigen.“ 82
Ev 2, 127,13 „Solch reinste Herzen, wie das Deine ist, neckt
Gott nimmer, sondern nur solche, die Gott zwar sehr lieben, aber dabei dennoch
auch mit der Welt dann und wann liebäugeln. Solchen treibt dann Gott durch
allerlei Neckereien die Weltliebe aus dem Herzen, auf daß sie vollends reinen
Herzens werden.“ 83
Lbl III, 137 „Klage nicht über den Kampf, denn wo kein Kampf, da ist
kein Sieg! Nur wer völlig mit Mir verbunden, mit mir Eins ist und also den
Lauf vollendete, der hat keinen Kampf und Streit mehr zu erwarten, für den
hat selbst der Tod seinen Stachel verloren. Wer aber noch im Fleische wandelt,
der wandelt im Tode und nicht im Leben, und wer vom Tode in’s Leben übergehen
will, der muß sterben zuvor, und dieses Sterben ist der Kampf, dem du
entrinnen möchtest, den Ich dir aber nicht ersparen kann, wenn du Mein werden
willst. Willst du Mir folgen, so mußt du dein Kreuz auf dich nehmen und als
Mir nachkommen. Es geht kein andrer Weg zum Leben als der des Kreuzes, und
wenn du das recht überdenkst, dann wirst du dich an deinem Platze fühlen und
nicht meinen, du seiest Mir ferner statt näher gekommen. Je näher Ich dir
komme, je näher bist du Meinem Kreuze, und je näher du Mir kommst, desto
mehr wirst du zu kämpfen bekommen. Bin Ich dir aber nahe, dann ist dir auch
sicher der Sieg! Darum sollst du auch nicht trauern, sondern fröhlich sein in
Mir, deinem Herrn, denn Ich bin es, Der dich führt und dich leitet dahin,
wohin dein Sehnen steht!“ 84
L 109 „Was sind da Erdenschmerzen, wenn Ich euch mit dem Reichtum des
Himmels zudecke und euch erquicke?! Es sind Meine Gnadenstrahlen, die da den
Geist zur reife bringen, damit er mit Engeln gemeinsam Mir dienen kann. Ein
ewiger Hochgenuß im Land der Freude ist der Lohn für überstandene
Erdenleiden.“ 85
Vb 4,30 Das Kreuz ist die Saat auf weltlichem Boden, und die Frucht von
dieser Saat soll geistig geerntet werden! Das ist das große Geheimnis des
Kreuzes. Gleichwie auch Ich dem Leibe nach das Kreuz trug und dafür
geistig triumphierte, so ist es bei Jedem Meiner Nachfolger eine Brücke von
der Natur zum Geiste. Bleibet daher in den Zeiten der Leiden und Anfechtungen
nicht auf materiellen Boden stehen, sondern suchet auf geistigem Gebiete
weiterzukommen, benutzet diese Gelegenheiten zum geistigen Fortschritte,
anstatt daß ihr oft mürrisch euch Mir gegenüber benehmet und euren Eigendünkel
zum Regenten machen wollet! Traget das Kreuz mit Ruhe und Würde, im Aufblick
zu Mir, damit ihr bestehen lernet, was diese Last euch bezwecken soll, denn
ohne euch dadurch segnen zu wollen, lasse Ich die Kreuztragung nicht zu!“ 86
Ev 11, 175176 Die Fußwaschung, die Jesus nach dem Abendmahl
vornahm, bezeugte Seine tiefste Demütigung. Gleichzeitig sagte Er aber damit,
„daß Niemand Meine Wege wandeln kann, ohne daß Ich vorher ihm die
Werkzeuge gereinigt habe, welche es ihm ermöglichen, auch diese Wege zu
gehen. Das heißt also: Sein Herz muß von allem Staube der bisher gewandelten
Landstraßen der Welt völlig gesäubert sein, und zwar bin Ich es, Der ihm
dazu die Mittel reichen wird, es soll daher Niemand diese Waschungen fürchten,
ansonst er keinen Teil an Mir haben wird!“ 87
Vb 3,58 (Neudruck 60) Nicht das Kreuztragen bringt den Lohn, sondern
der Sinn und die Liebe mit welchem es getragen wird. „Trinket den Kelch,
wie Ich ihn trinken mußte, und bittet: “Vater, ist es möglich, so übergebe
mich des Kelches, doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“ Nachdem
diese Worte von euch gesprochen, sollet ihr ruhig warten und euch mit ganzem
Vertrauen zu Mir halten! Dann erst ist es Mir möglich, für euch zu regieren
und euer Anliegen nach Meinem willen zu ordnen, wenn ihr Mir in eurem Herzen
die vollmacht dazu ausgestellt habt.“ 88
Vb 3,38 (Neudruck 39) „die Menschen sind noch zu unwissend in dem großen
Versöhnungswerke, sie stellen siech wohl unter Mein Kreuz, um dessen ganzen
Segen zu erheischen, aber bloß unter das geschichtliche Kreuz, dort
wollen sie Mein Blut zu ihrer Reinigung, aber nicht dem Geiste nach, wo es
gilt, das Kreuz selbst auf sich zu nehmen, wie es einem Kinde gebührt, wenn
es erstarkt ist, dem Vater in seinem Wirken nachzuahmen.“ 89
Vb 9,1112 die Menschen hoffen von Jesus Wiederkommen eine
Wendung der Zustände und Abhilfe der Übelstände auf materiellem Gebiete.
Dies Hoffnungen kommen aber nicht aus einem erleuchteten Herzen, sondern sind
dem Verstande entsprungen, welcher eben in das Materielle mehr Wert setzt als
in geistige Güter. Wenn Ich daher komme unter dem Zeichen des Kreuzes, als
Zeichen des Menschensohnes, sowohl im Allgemeinen, als zu einer einzelnen
Seele, so werde Ich mit Traurigkeit statt mit Freuden aufgenommen, weil Viele
den Wert und Segen des Kreuzes zu wenig kennen, und also ist Mein Unnähern
ihnen zu verhüllt, weil es gegen ihre Anschauungen geht. Sie erwarten Meinen
Besuch ganz anders, während Ich Mir doch zuerst durch das Kreuz Bahn
brechen muß. Daher, wenn Ich eine Seele besuche, so geht das Zeichen des
Kreuzes entweder voraus oder mit. Darum merket hieran, daß dann die Zeit nahe
ist, wo Ich die Meinigen besuchen und mit Kraft und Herrlichkeit Mich ihnen
zeigen will!“ 90
Vb 4,83 Darum auch geben diese neue Kundgebungen von mir ganz langsam
in die Herzen ein, weil letztere zuvor durch allerlei Mittel dazu empfänglich
gemacht werden müssen. Leider sind Kreuz und bittere Erfahrungen die
geeigneten Mittel dazu, und Meine Liebe, welche lieber Freude und Glück geben
möchte, zögert deshalb oft lange mit diesen passenden Mitteln und laßt
zuvor dem Menschen noch Zeit, frei zu wählen.“ 91
Vb 5,42 Allein die Liebe erfüllt das Gesetz :“Bis aber dieses
geschieht, muß Ich noch starke Bußpredigten über den Erdboden
ergehen lassen, aber wenn ihr selbe höret, so fürchtet euch nicht, denn es
ist der Sturm, der den geistigen Frühling hervorruft und die Erde reinigt von
den üblen Dünsten der falschen Lehren und Menschensatzungen, damit dann das
sanfte Wehen Meines heiligen Geistes vernommen werden kann.“ (Siehe
„Prophezeiungen“, der Verfasser) 92
PG N 35, 46 Das Kreuz zeigt zwei Richtungen, die eine
durchkreuzt die andere; der hinaufstrebenden tritt die dem Boden parallel
laufende hindernd in den Weg. Beim Gekreuzigten ist Kopf und Herz am
aufstrebenden Balken, die Hände sind am quer laufenden Holz. Das besagt: Das
Streben von Geist und Seele soll nach oben gerichtet sein, es wird aber durch
die Handlungen; durch das mit der Hand Verrichtete, durchkreuzt. Wie am Kreuze
Christus getan, sollen auch wir alles nehmen, was quer durch unsere geistige
Lebensbahn läuft, „auch du sollst mit deinem Geiste verbunden deine Seele
mir übergeben und die quer laufenden Handlungen des menschlich sozialen
Lebens so verwerten, daß auch sie dich nicht am Fortschreiten hindern!...
Gedenke des Kreuzes in seiner geistigen Entsprechung, und du wirst begreifen,
daß, wie ein Kreuz ohne Querbalken kein Kreuz ist, ebensowenig ein geistiger
Sieg über sein Ich dem Menschen möglich ist ohne die entgegengesetzte Strömung
materieller Hindernisse, die am Ende doch nur, statt den geistigen Fortschritt
zu hemmen, selben befördern müssen. Erinnere dich Meiner letzten Worte: „Es
ist vollbracht!““
Anfragen (Aus den Neu-Salems-Schriften) 1 Vb 8,70
„Nun aber hat die Welt, und
besonders die Christenheit, mit vieler Mühe einen himmelhohen babylonischen
Turm gebaut und die Sprachen so verwirrt, Ich meine nicht die
Nationalsprachen, sondern die Auffassung Meines Bibelwortes, daß nur noch
solche Menschen geistig etwas gewinnen können, welche auf die Stimme im
Innern noch etwas halten und darum auf dieselbe aufmerken und also sich mit
Mir darüber beraten.“ 2
Vb 2, 89 „Ich warte auf euren Notschrei, der euch eure eigene
Ohnmacht klarmachen und das Vertrauen zu Mir vermehren soll!“ 3
Lbl II,259 „Drückt Einen oder den Andern Kummer, Sorgen, welcher Art
immer, so ist es für jeden Menschen möglich, Mich Selbst zu fragen, was
recht ist, was zu tun not. Und kein Einziger soll Ursache finden, sagen zu können:
„Ich bin bittend zu Dir gekommen, und Du hast mich nicht erhört, ich habe
Dich in der Stille meines Herzen um Rat gefragt, und Du hast mir nicht
geantwortet“.. Ich sage euch Allen: Derjenige, welcher in der Stille seines
Herzens zu Mir kommt, soll nicht ohne Meinen Trost, ohne Meinen Rat, ohne
Meine Hilfe bleiben!“ 4
Lbl II, 64 „Ihr bittet Mich um etwas, saget dann „Amen!“, aber
damit glaubet ihr, getan zu haben, was recht vor Mir, und wenn Ich euch auf
eure Bitte nun etwas fragen will, so habt ihr Mir schon wieder den Rücken
gekehrt und habt die Gebetsverbindung mit mir schon wieder gelöst, oder ihr
bittet noch um viele andere Dinge, was Mir wohl recht ist, aber ihr lasset
Mich dabei doch nicht zu Worte kommen.“ Wir sollen es machen wie die Kinder,
die die Antwort abwarten, sie haben eine lebendige Gemeinschaft mit
ihren Eltern! 5
Lbl II, 185 „Auf eine jede Frage, welche du richtest an Mich, wirst
du finden eine Antwort in dir, so du der Stimme des Geistes Gehör schenkst,
die zu dir spricht tagtäglich und stündlich und die Stimme deines
allliebenden Vaters ist.... Nur mußt du dabei deinen Willen völlig legen
unter den Meinen, denn so nur kann Ich dir Meinen Willen offenbaren, ohne
dich in deinem freien Willen zu beeinträchtigen.“ 6
Vb 6,87 „Aus Liebe zum Vater soll das Kind folgen, auch selbst da, wo
es das Heilsame nicht herausfinden kann, und in Fällen, wo es zum Vater um
Rat und Hilfe kommt, muß es sich allen Widerspruchs enthalten und
genau auf die Stimme des Vater im Innern hören!...Er hilft, aber nur nicht
immer nach dem Willen des Kindes.“ 7
Vb 6,87 „Wer mich sucht im Herzen, von dem lasse Ich Mich finden; wer
aus Liebe zu mir eine Handlung unternimmt, die soll gesegnet werden; wer zu
Mir kommt im Vertrauen, auf eine Anfrage eine väterliche Antwort zu erhalten,
dem will Ich antworten, und er wird die Antwort erkennen, ob sie von mir ist,
sei es durch Innewerden im Herzen oder durch andere Mitteilungen.“ 8
Lbl, 216 „Wie gern würde Ich euch in Art und Weise Meiner Liebe mehr
raten, wäret ihr nur dafür zugänglicher!“ Wenn wir uns im Gebet zu Gott
erheben, so wird uns das zu Wählende
von Jenseits kundgetan werden, oder wir werden durch Erhebung unseres
Herzens, das dann von materieller Befangenheit befreit ist, selbst in den
Stand gesetzt, das Wahre und Gute zu treffen.“ 9
Ev 4,76,7) „Wenn dein Geist in dir wach wird, so wirst du seine Stimme
wie leichte Gedanken in deinem Herzen vernehmen. Die mußt du wohl anhören
und dich darnach in deiner ganzen Lebenssphäre richten, so wirst du dadurch
deinem eigenen Geiste einen stets größeren Wirkungskreis verschaffen. Also
wird der Geist wachsen in dir bis zur männlichen Größe und wird
durchdringen deine ganze Seele und mit ihr dein ganzes materielles Wesen.“ 10
Ev4, 23,5)7) „Wer Gott den Herrn wahrhaft liebt, der ist beständig
bei Gott und in Gott, und will er von Gott was hören und wissen, so frage er
Ihn im Herzen, und er wird durch die Gedanken des Herzens auch sogleich eine
vollste Antwort bekommen, und es kann auch sogestaltig jeder Mensch von Gott
allezeit und in allen Dingen belehrt werden.“ Auf den Ruf des Herzens werden
„zwar sehr leise, aber dennoch überdeutlich vernehmbare Gedanken“
kommen. „Du wirst sie auch erkennen, daß sie nicht auf deinem Grunde und
boden gewachsen sind. Hast Du sie aber erkannt, so handle danach!“ 11
Lbl III, 139 „Immer stehe Ich bereit, wenn ihr nur hören wolltet!
Alles was ihr zu tun habt, ist: zu horchen und nach dem Gehörten zu handeln.
Nach und nach steigert sich die Hörfähigkeit und wird zur sofortigen
Innewerdung einer Erkenntnis.“ 12
Vb 7,75 Simeon erkannte, als das Kind Jesus in den Tempel gebracht
wurde, in Ihm den Erretter der Menschen und Gott. „Dieser Simeon soll euch
ein Beispiel sein, an welchem ihr lernen könnet, wie weit ihr es in der
Pflege eurer inneren Stimme bringen könnet, so daß ihr euch fest auf sie
verlassen könnet. Er sprach mit fester Überzeugung (Luk.2,29 f.): „Herr
nun lässest Du Deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben Deinen
Heiland gesehen!““ 13
Vb 1,27 „Wenn euch eine innere Anfechtung überfällt, so nehmet die
Bibel in Meinem Namen, d.h. in Meiner Liebe, zur Hand, und Ich will euch die
richtige Antwort dann schon zukommen lassen!“ 14
Vb 5,18 Das Bibelaufschlagen muß aber mit vollem Glauben und in aller
Liebe zu Mir geschehen, und nicht mit dem geheimen Wunsche, daß dabei Mein
Wille nach dem eurigen sich richten solle, denn sonst ist die Gefahr
mitverbunden, daß solche aufgeschlagenen Worte oder Sprüche mißdeutet
werden, und also, statt für Mich, gegen Mich gehandelt wird.“ 15
Vb 7,86 „Wenn ihr so in
eurem Willen gestellt seid, daß ihr denselben ganz Mir unterordnet, so dürftet
ihr bei solchen Vorkommnissen ruhig sein, die euch nicht ganz klar sind, wie
weit dieselben Meinem Willen behandelt werden sollen, denn ihr werdet eine
zuverlässige Antwort von Mir in eurem Innern erhalten. Alles Anliegen, daß
sich auf Mich bezieht und auf Meine Lehre, will Ich selbst beantworten,
gleichwie Ich Petrus deutliche Winke gab von seiner Mission bei Kornelius.
Denn Ich führe solche Seelen Selbst zusammen und bereite auf beiden Seiten
vor.“ 16
Vb 2,14 „Es heißt in der Heiligen Schrift „Rat, Kraft, Held!“
Haltet euch an diese Worte, holet bei Mir in eurem Unglauben oder Glaubensschwäche
Rat, Kraft, und ihr werdet innewerden, wie Ich Mich auch bei euch als Held und
Sieger bezeugen werde, und so alles in Erfüllung geht, was in diesen
prophetischen Worten ausgesprochen ist!“ 17
Lbl III, 139 „Den rechten Weg zu Meinem Vaterherzen wird euch der
Geist der Liebe zeigen, so ihr nur ernstlich bittet, und Derselbe wird euch in
alle Wahrheit leiten.“ 18
Lbl III, 204205 „Nur auf einer freien Tat ruht Mein Segen. Ihr möchtet
freilich als Meine Kinder auch Meinen Willen allerklarst erkennen, besonders
in solch entscheidenden Augenblicken des Lebens möchtet ihr der Zukunft
Schleier lüften, als Bevorzugtere ... Solange ihr an Meiner Liebe hängt,
seid ihr frei...Sobald ihr aber ein Gebot von Mir begehrt, seid ihr nicht mehr
frei, sondern stehet unter dem Gesetze, also im Gericht, und nicht in der
Liebe.“ Deshalb sollen wir einzig und allein die Liebe in allen Dingen
schalten und walten lassen und dazu um die rechte Weisheit bitten. „Dann
werdet ihr nimmer fragen „Vater tue uns kund Deinen allerhöchsten
Willen!“, sondern vielmehr bitten,“ daß der Vater uns segne, die wir bemüht
sind, Seinen Willen zu erfüllen, daß wir wachsen in Liebe, Demut und rechter
Weisheit. 19
Lbl II, 60 „Ich will dir nahe sein in allen Lebenslagen, und wenn du
am Scheidewege stehst, wo andere Wege sich kreuzen, und du nicht weißt, ob du
rechts oder links gehen sollst, dann will Ich dir den rechten Weg klar zeigen,
habe Mich nur vor Augen und im Herzen!“ 20
Lbl I, 15 „Komm du zu jeder Stunde in Gedanken durch deine
Liebesgefühle zu Mir, und du sollst empfinden, daß du nicht allein bist!“ 21
Vb 1,69 Das Leben der Kinder Gottes ist nicht einförmig und eben,
sondern durch immerwährendes Erhalten und Entsagen wird ihr Wachstum befördert
und ihre Verbindung zu Mir eine ununterbrochene. Immer wieder haben sie
zu fragen: „Vater, warum?“ und Meine Liebe ist stets bereit, ihnen durch
Meinen Geist im Innern zu antworten, und diese Worte sind die wahre Freude.“ 22
Vb 3,28 „Alle Bitten jenes Gebetes des Vaterunsers enthalten
Vertrauen zu Mir, und Meine Kinder können Mir daher alles vortragen, was sie
wünschen, und was ihnen fehlt.“ 23
Lbl I, 204205 „Euer Vater weiß immer Rat in allen euren
Lebenslagen, wenn ihr nur euch an Ihn wendet und nicht gar so oft glaubtet, daß
ihr selber euch raten könntet!“ Wir sind selbst schuld an unseren Sorgen;
wir halten sie „mit großer Zähigkeit fest, anstatt sie auf Mich zu werfen
und sorgenfrei an Meiner Seite einherzugehen.“ An der Hand des Vaters
brauchen wir gar nicht zu sorgen, sondern nur zu bitten, Er hat die Hilfe
schon bereit für den voll auf Ihn vertrauenden.“ 24
Vb I, 8687 Verstockt nicht euer Herz, so ihr Meine Stimme höret,
sondern seid bemüht, diese Stimme immer mehr anzuhören! Merket auf sie jeden
Augenblick, besonders aber auch, wenn euch materielle Sorgen bewegen!
Bedenket, daß ihr auch in diesen Fällen zu Mir kommen sollet, und Meine
Stimme, die aber nur dem geistigen Ohr vernehmbar ist, wird euch antworten,
d.h. wenn ihr eure Sachen in Meine Hand leget, sie zu ordnen, mit dem Wunsche,
daß euer geistiger Fortschritt dabei gewinne, so wird euch eure innere Überzeugung
klar machen, wie ihr handeln sollet. Das ist dann Meine Stimme.“ 25
Vb 6, 44 „Jetzt, da ihr so voll Willens seid, ganz für Meine
Reichssache zu leben, seid ihr darin schon mehr vorwärts gekommen, bei Mir
zuerst anzufragen ehe ihr etwas für Mich unternehmen wollet. Aber weil Ich
euer Vater im ganzen Sinne bin und auch also von euch erkannt sein will, so
sollet ihr auch wagen, selbst in äußeren Angelegenheiten zuerst Mich
zu fragen, jedoch nicht erwarten, daß ihr die Antwort durch die Feder, d.h.
von außen, erhaltet, sondern in euch selbst, denn Ich möchte Mich dadurch
noch näher mit euch verbinden.“ 26
Vb 3,7374 „Warum zweifelt ihr an Meiner Liebe und klaget über die
Aufgabe, die Ich Jedem besonders zu lösen aufgab? Kommet lieber zu Mir und
bringet als Klage euren Eigenwillen zuvor mit, lasset euch dort helfen, wozu
Mein heiliger Geist immer bereit ist, euch die Wahrheit ganz aufzudecken!“ 27
Vb 2,92 „Kommet zu eurem Gott! Sehet das als von Mir ausgehend an,
und sodann gebe Ich Meinen Segen dazu und werde euch schon an den rechten
Platz stellen, wo ihr Mir treu bleibet und doch eure Wünsche erfüllet
sehet!“ 28
Vb 1,90 „So wie die Kinder, wenn sie dann beleidigt werden, sich auf
ihren Vater stützen und zu ihm eilen, ihm klagen und nach seinem Ausspruche
sich nachher verhalten, also kommet auch ihr zu Mir um Rat, wenn euch eine
Beleidigung zustößt, nur müsset ihr euch nicht zuvor selbst verteidigen
wollen!...Wenn sie (Meine Kinder, der Verfasser) im rechten Sinne zu Mir
kommen, wird ihnen bald klarer werden, welchen Nutzen sie daraus ziehen können.“ 29
Vb 1, 64 Bei Ungemach verlangen wir Abwendung, „statt zu Mir zu
kommen und anzufragen, warum Ich rufe, und statt um den Geist zu bitten, der
euch in alle Wahrheit leitet, d.h. der euch Abwege, Mängel und Gebrechen klar
aufdeckt. Diese Bitte wird von Mir sogleich erhört, und ihr könnet euch doch
überzeugen, daß Ich bei euch bin, gebt nur Acht auf euch selbst, und ihr
werdet bald herausfinden, daß eure äußeren Sachen immer sich eignen zu
eurem geistigen Fortschritte!“ 30
Vb 1,84 „Euch soll aber der Verkehr im Herzen mit Mir das größte
Gnadengeschenk sein! Daher kommet alle zu Mir, und ihr werdet, je mehr
Vertrauen ihr habt, desto deutlicher Meine Sprache erkennen!...Meinen Kindern
aber will Ich Vater sein und ratend bei ihnen weilen. Ich erleuchte sie und
zeige ihnen Mein Wesen. So wird es ihnen leicht gemacht, Meine Absichten
herauszufinden. Darum suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch
aufgetan, nicht das Vaterherz, das für euch immer offen steht, sondern euer
eigen Herz, damit höhere Erkenntnis einströmen kann!“ 31
Vb 1,76 „Wer von ganzen Herzen zu Mir hält, dessen Vater bin Ich und
verkehre mit ihm väterlich, auf die Art, wie es Meine Weisheit für gut
befindet.“ 32
Vb 1,83 Der Vater wartet, daß wir bei Im Selbst anfragen,
„damit Ich dann durch euer eigenes Herz euch antworten kann, denn diese äußeren
gegebenen Worten sollen nur dazu beitragen, daß ihr zu Mir kommet, sollen
aber nicht euch vollständig befriedigen! Ich will euch nicht bloss etwas
sagen lassen, sondern mit einem Jeden Selbst Mich unterreden. Es gibt doch
immer wieder Fragen, die nur der Vater und das Kind miteinander besprechen
wollen, und zwar ein Jedes von euch Geschwistern nach seiner Art, wie Ich
es für gut finde, nämlich einem Jeden seinen Weg besonders zu bezeichnen;
darum auch die Sprache im Herzen verschieden ist.“ 33
Lbl III, 155 „Ich weiß ja um deinen ganzen Kampf und um alle deine
Seelenstimmungen. Ich kenne sie viel genauer als du. Aber doch wünsche Ich so
sehr, daß Du Mir stets alles vortragen und mit Mir beraten möchtest. Denn
das gibt Vertrauen zu Mir und erhöht deine Liebe. Einem Freunde, selbst der
Geliebten, kannst du dich nicht so ganz hingeben wie Mir, weil Ich alles sehe,
empfinde und verstehe, was in deiner Seele vor sich geht und nach Erlösung
ringt. Um dieses unbegrenzte Vertrauen bitte Ich dich, gib es Mir! Ich will
dich lieben, wie nie dich Jemand lieben kann...flehe Mich an um Kraft, so ist
stets die Schranke zwischen uns gefallen, und Ich kann dir deinen Weg besser
zeigen!“ 34
Lbl III, 171 „Hast du nicht stets Trost und Frieden bei Mir gefunden,
wenn du dich zu Mir wandtest, damit Ich dein Leid lindere?...Wie eine Mutter
will Ich dich trösten und alle Tränen dir trocknen. Meine Arme habe Ich
stets weit geöffnet, um dich an Meine Brust zu drücken, weil Ich endlos,
endlos lieb dich habe!“
Das
Herz, das Gemüt (Aus den
NeuSalemsSchriften) 1
L 106107 „Das Herz ist des Menschen eigentliches Haus. Da gehet alles
bei ihm aus und ein. Dort liegt das höchste Himmlische verborgen, gewissermaßen
schlummernd, harrend der Erweckung durch die Tätigkeit, die ausgehen muß aus
der Aufnahme der Lehre Christi, die dann den Geist nährt und ihn zu einer
freien Selbsttätigkeit und Erkenntnis bringt...Gott als Vater hat auch einen
Funken der Liebe aus Sich Selbst in euer Herz gelegt, damit ihr durch diesen
funken das Erzböse in euch besiegen könnet...Gebet recht Acht auf euer
kleines Herz, spielet ja nicht damit; denn es ist ein unauslöschliches Feuer
darinnen verborgen, welches entweder wohltuend erwärmend sich äußern, aber
auch ohne Gnade schonungslos verwüsten und zerstören kann!“ 2
Lbl II, 174 „Ihr wisset nicht, wieviel Zündstoff in einem
Menschenherzen liegt, die ganze Hölle ist darin eingeschlossen in ihrem
geistigen Keime, so wie der ganze Himmel.“ 3
Lbl II, 207208 „Das
unscheinbare stille Wirken der Demut macht das Herz stille und genügsam. Und
das eigene Herz besiegen mit den Waffen der Liebe und Demut gilt weit mehr vor
Mir als die größte Tat, durch Meine Macht vollbracht.“ 4
Vb 8,6 „Heutzutage wird alles gesetzlich getan, gelehrt, regiert und
das Gesetz gepflegt, vermehrt und verbessert. Alles, alles ruht nun auf dem
Gesetze, auch bessere Zeiten soll das Gesetz bringen, d.h. im Materiellen.
Aber die Liebe, ohne welches nichts bestehen kann, was Ruhe und Frieden in’s
Herz bringt und somit das Glück des Menschen ausmacht, diese muß still
verborgen walten, um doch noch dem Verderben zu steuern, welches alles aufzulösen
droht.“ 5
Vb 1,75 „Verschließet die Tür eures eignen Herzens gut gegen
alle Leidenschaften, welche Boten des Satans sind, und er wird euch meiden
lernen und nicht zu äußeren Kampf verlocken!“ 6
Lbl III, 219 „Laß dein Herz erwärmen trotz der Winterkälte des
Leben! Lass es erglühen trotz der Eisesströme, die die Welt drauf sucht zu
gießen, laß es erblühen Mir in jungfräulicher Schöne trotz deines Alters,
denn die Ewigkeit gilt auch für dein Herz, es bleibt in Meiner Liebe ewig
jung! O Kind, komm her an’s Vaterherz! Vergiß die Lebenssorgen, und sorge für
das Eine nur, für deiner Liebe Innigkeit zu Mir, zu deinem Himmelsvater!“ 7
Ev 2,75, 5)7) „Darin eben liegt das große Geheimnis der
Selbstgestaltung des Menschen. Alles kann Ich einem Menschen tun, und er
bleibt ein Mensch; aber das Herz ist sein eigen, daß er vollkommen selbst
bearbeiten muß, so er das ewige Leben sich selbst bereiten will. Denn würde
Ich Selbst zuerst die Feile an des Menschen Herz legen, so würde der Mensch
zur Maschine und gelangte nie zur freien Selbstständigkeit. Wenn aber der
Mensch die Lehre bekommt, was er zu tun hat, um sein Herz für Gott zu bilden,
so muß er diese auch frei befolgen und sein Herz nach ihr bilden. Hat er sein
Herz darnach gebildet und es gereinigt und gefegt, sodann erst ziehe Ich im
Geiste in dasselbe und nehme Wohnung darin, und der ganze Mensch ist dann im
Geiste wiedergeboren... Du mußt daher die Hand an die Bearbeitung deines
Herzens legen, sonst bist du verloren.“ 8
Ev 4, 105,5) „Arbeitet ihr recht, und gebricht es euch irgend an der
nötigen Kraft, so wisset ihr nun schon, daß Ich euch damit alle Zeit ausrüsten
werde, so ihr Mich darum angehen werdet in euren Herzen, und ihr
werdet dann mit erneuter Kraft gut arbeiten haben. Aber für euch arbeiten
kann und darf Ich ewig nicht.“ 9
Lbl III H 25/25, 67 „Nur im HerzInnersten ist der Ort, von wo auch
Ich mit sicherem Vorgehen die Gefühle des Menschen, die sich immer zur Tat
regen zu ordnen im Stande bin, ohne dadurch die Menschen freien Willen auch
nur im geringsten einzuschränken ... Ist der Eingang des HerzInnersten für
Mich frei,... so wird der Sieg doch immer dem gehören, der sein Innerstes
in der Reinheit zu bewahren sucht.“ 10a
Ev 4, 21,9) „Ich erkenne die Menschen alle und weiß, was da alles in
ihrem Herzen vorgeht. Zudem geht auch nur von Mir die Lenkung der Gefühle
im Herzen aus. Wo es nötig ist, da weiß Ich, was Ich zu tun habe.“ 10b
Ev 3, 193,13)14) Jesus sagt zu Cyrenius, der äußert, die eben
gegebene wichtige Lehre sollte aufgeschrieben werden: “Es nützt jede
derartige Aufzeichnung nicht zum Leben nur so viel als ein toter Wegweiser dem
Wanderer auf den vielen Straßen und Irrgängen dieser Welt. Das aber, was
Jedermann helfen kann und ihm geben Weisheit, Kraft und Liebe, wird einem
jeden Menschen in sein Herz geschrieben, und das auf eine ganz
unvertilgbare Weise, so, daß diese Schritte des ewigen Lebensrechtes und
seiner in und ausseitigen Beziehungen bei jeder der göttlichen Ordnung
zuwiderlaufenden Handlung im Menschenherz von selbst laut verlesen wird, die
Seele mahnend, zurückzukehren in die ursprüngliche göttliche Ordnung! Wird
der Mensch dieser inneren Stimme folgen, so wird er sogleich auf dem rechten
Wege sein; wird er sich aber nicht darnach kehren, sondern tun nach der
tobenden Leidenschaft seines Fleisches, so wird er sich dann nur selbst
zuzuschreiben haben, so er vom eigenen Gerichte in sich verschlungen wird.“
(Siehe auch „Wegweiser“ Teil I „Das Gewissen“ der Verfasser) 11
Ev 4 167,9)10) „Ein heiteres und munteres Herz ist Mir angenehmer um
vieles denn ein betrübtes, trauriges, klagendes, murrendes, mit allem
unzufriedenes, dadurch undankbares und sicher wenig Liebe in sich habendes;
denn in einem heitern Herzen wohnt Liebe, gute Hoffnung und ungezweifelte
Zuversicht. Kommt ein aus einem gewichtigen Grunde Trauernder zu einem
Heiteren und Fröhlichen, so wird er bald heiter mitgestimmt, seine Seele fängt
an, sich freier zu bewegen, und des Geistes Licht kann die ruhige Seele
leichter durchleuchten, während eine traurige Seele ordentlich
zusammenschrumpft und am Ende ganz finster und mürrisch wird. Ich meine,
unter der Heiterkeit und Munterkeit des Herzens werdet ihr wohl keine
ausgelassene, unlautere und unsittliche Spaßmacherei verstehen, denn
dergleichen bleibe fern von euch, sondern jene Heiterkeit und Munterkeit, die
eines ehrbaren und kerngesunden Ehepaares Herz erfüllt, oder die Gott
ergebene Menschen nach guten und Gott wohlgefälligen Handlungen empfinden.“ 12
H2, 242, 15)20) „Saget nun selbst, was da wohl höher stehet bei Mir,
entweder ein ängstliches oder ein in Meinem Namen überfröhliches Herz?!
Ich sage euch aber: Wenn schon die Tränen der Reue gerecht und Mir wohlgefällig
sind, so stehen aber doch die Tränen der Freude in Meinem Vatersnamen um so
vieles höher, als da die Sonne stehet über der Erde am Mittage. Denn die Tränen
der Reue besagen, daß da Jemand gewahr geworden ist seines großen Liebe und
Treueabstandes von Mir, dem Vater, zurückzukehren. Die Freudentränen aber
sind dagegen doch sicher ein Zeichen des vollen Wiederfindens, wo sich der
Sohn freuet, darum er den Vater gefunden, der Vater aber, darum Er den Sohn
wiedergefunden hat!...Ihr wisset
nun, .... daß Mir der Fröhliche aus gutem Grunde um vieles angenehmer ist
denn Einer, der da ängstlich trauert, wenn auch aus einem guten Glauben.
Daher auch sollet ihr allezeit einen Betrübten trösten, aber mit dem Fröhlichen
sollet ihr auch fröhlich sein von ganzem Herzen!“ 13
Jug 280, 9)7) „Nur 3 Tränen habe Ich in das Auge des Menschen
gelegt, und diese sind: die Freudenträne, die Mitleidsträne und die Träne,
die der Schmerz Erpreßt.“ Früchte des eigenen Grundes sind die Tränen der
Trauer, der Reue und des Zornes. Die der Trauer entstammt einem beleidigtem
Gemüte und verlangt Ersatz. Kommt dieser nicht, so umwandelt sich ein solch
Gemüt leicht in einen geheimen Zorn und endlich in ein Rachegefühl.“
Die Reueträne kommt erst dann nach der Sünde, wenn dieser die Züchtigung
folgt, so daß sie in erster Linie eine Träne über diese ist. Auch diese Träne
bessert das Herz nicht, „denn der Mensch sieht dann die Sünde nicht aus
Liebe zu Mir, sondern aus Furcht vor der Strafe, und siehe, das ist ärger
denn die Sünde selbst.“ Die Zornträne ist ein „Quellwasser aus dem
Fundamente der Hölle.“ 14
RBl II, 278 Die Reue aus Furcht vor Strafe hat keinen Wert, sie
muß der Liebe zu Gott entstammen. 15
H 1; 209, 21)25) So du Mich liebst, so verbindest du dich wieder mit
mir, und deines Lebens wird nimmer ein Ende sein. Unterlässest du aber
solches, so trennest du dich vom Leben, auch werde Ich darum ewig nicht
aufhören, dein richtender Gott zu sein; und wirst du auch von Meinem Leben
getrennt fallen, den ewigen Raum Meiner Zorntiefe entlang, wahrlich, nicht außer
Mir wird dein ewiger Fall sein: Mich, deinen Gott, wirst du nie verlieren,
aber deinen liebevollsten, besten, heiligen Vater und mit Ihm ein ewiges,
freies, wonnevolles Leben, siehe, das wirst du verlieren.“ 16
Lbl II, 6263 Unser Herz drängt uns, den Weg zur Wiedergeburt
durch die Liebekraft zu beschreiten, aber der Verstand berechnet die
Vorteile und Nachteile, die dabei erwachsen. 17
L Gh 200 „Folge Meinen Lehren und Worten, und du wirst, nicht mit dem
Verstande, wohl aber mit dem Herzen, aus der ganzen dich umgebenden
Natur herauslesen und erkennen, daß es der Vater ist, Der aus allen
Produkten und aus allen Winkeln deines Herzens dir zuruft: „Es gibt nur
Einen Gott, Einen Schöpfer und Einen Herrn, aber auch nur Einen Vater!““ 18
Ev 4, 178, 11) „Ihr müsset Meine Worte tiefer in’s Herz fassen, so
werden sie dann eurem Gedächtnis nicht gar zu leicht untreu werden; denn
alles was einmal das Herz lebendig erfaßt hat, das bleibt dann sicher auch in
der Erinnerung fest sitzen, und ihr habt es bei tauglicher Gelegenheit gut
hervorzunehmen. Wollt ihr euch aber das von Mir Gesagte allein im Gedächtnis
merken, so werdet ihr es zum größten Teile in einem Jahre wenigstens hundert
Mal vergessen, denn im Alter ist das Gedächtnis nicht mehr so saftig als in
der Jugendzeit. Was aber das Herz einmal ergriffen hat, dass ist in’s Leben
übergegangen und bleibt für ewig.“ 19a
Ev 3, 242, 1)243, 10) „Wissen ist was anderes, und fühlen auch was
ganz anderes; zum Wissen kann man selbst durch den trockensten Fleiß gelangen
und zur Weltklugheit durch Erfahrungen, aber zum wahren Fühlen gehört
mehr als viel lernen und erfahren. Viel wissen macht das menschliche Herz
nicht fühlen und allzeit recht wollen, und die Erfahrung kann uns im
Schlechten wie im Guten klug machen; nur ein rechtes Gefühl belebt alles,
ordnet alles und gibt Ruhe und Seligkeit. Darum sollte da schon bei der anfänglichen
Bildung des Menschen zum wahren Menschen vor allem auf sein Herz gesehen
werden!...Des Menschenverstandes Wissen, Glauben und Handeln ist eine eitle Träumerei,
und ist kein Lebensnutz darin. Alles muß der Mensch sich zum Herzen nehmen,
in dem das Leben weilet; was er in’s Herz legt, das wird aufgehen und die
verheißenen Früchte tragen.“ 19b
RBl I, 311312 “Recht so, wenn wir tun, wie es der Herr will, da
werden wir nie irregehen; aber mit unserm eigenen Verstande und mit unsern
Einsichten sind wir am allerdürresten Holzwege, auf dem man höchstens in
eine Köhlerhütte gelangen kann. Wo der Mensch überhaupt seinem kalten
Verstande folgt, da kommt er auch gewöhnlich auf’s Eis, wo es bekanntermaßen
mit dem Feststehen einen sehr bedeutenden Faden hat; nur wo der Mensch dem
lebendigen Rate seines Herzens nachgebet, da ist das grüne Gras nicht ferne,
und er kommt...auf eine lebendige Hoffnung.“ Welchen Wust von Regeln und
Gesetzen bringt der Verstand zu Wege! „Nehmen wir alle die großen und nützlichen
Produkte der Menschen auf der Erde, als z.B. große Meister in den schönen
Künsten, als etwa in der Musik, Poesie und Malerei. Alle die Großmeister
in diesen Künsten waren Schüler ihrer Herzen, ihres Gemüts, und ihre Werke
stehen groß und unerreichbar vor den halbblinden Augen der aus saure Mühe
zusammengesetzten Nachwelt, die sich die durch tausend Regeln und Gesetzen zu
erörtern, von denen den Großmeistern bei der Schöpfung ihrer unerreichbaren
Werke sicher nie etwas geträumt hat! Fraget aber, ob je ein solcher nachhinkender Regelschmied
etwas Geniales, Freies und Lebensduftiges zuwege gebracht hat! Sind solcher
Regelfabrikanten Werke nicht stets so trocken und leblos wie der Nord oder Südpol
der Erde?...Die Werke des Verstandes kommen mir gerade so vor wie die
Fossilien; da haben wir eine Mumie, einen versteinerten Fisch, Krebse, ein
versteinertes Holz, ein Farrenkraut u.a.m., aber welch ein Unterschied
zwischen den leblosen Fossilien und der lebendigen Wirklichkeit?! Welch eine
verzerrte und zerkrüppelte Steife in der Form selbst, und welch eine
schauderhafte Leblosigkeit! Daher hinweg nun mit all dem, was nur einigermaßen
vom Verstande in uns herrührt, denn an allen Werken des lebendigen Verstandes
liegt der Fluch, während die geringsten Werke des Herzens in einem endlos großen
Werte sind für alles; was da atmet und lebet! Ein großer Verstandesmensch
ist ein echter Totengräber. Sein Verstand, als ein Konglomerat von
tausend Regeln und Gesetzen ist der Spaten in seiner hand, mit dem der tolle
Totengräber einen Schacht in die vom lebendigen Golde strotzenden Tiefen des
Herzen schlagen will. Aber seine Mühe ist eitel und fruchtlos seine Arbeit
denn das lebendige Gold bleibt nicht haften am plumpen Spaten, aus dem kein
echter Lebenschemiker auch nur einen kleinsten Tropfen echten Goldes
bekommt.“ 20
Ev 3, 182, 18)22) „Was die Seele aufbewahrt in ihrem GehirnPalaste,
das stirbt und vergeht mit dem Gehirn mit der Zeit; welchen Nutzen mag dann
der Geist schöpfen aus dem, was vergangen ist und aufgehört hat zu sein?!
Entwickelst du aber solches aus deinem Herzen, so bleibt es dann auch für
ewig in dem, der selbst ewig ist, nämlich in deinem Geiste und durch ihn auch
ebenso für ewig in deiner Seele; aber was das Gehirn faßt, das vergeht, und
bleibt nichts von all dem vielen Weltwissen in der Seele, wenn sie dereinst
den Leib verlassen hat. Darum müsset ihr alle von nun an alles in’s Herz
aufnehmen und alles auch im Herzen entwickeln und entfalten; denn was das
Gehirn schafft, das taugt allein für’s vergängliche Leben dieser Welt und
für den sterblichen Leib!.. Der irdische GehirnVerstand kann deshalb unmöglich
je etwas rein Geistiges aufnehmen und fassen, weil er dem Menschen nur zur nötigen
Versorgung seines Leibes gegeben ist. Solches kann nur der göttliche Geist im
Herzen allein; er muß daher schon von früh an geübt werden.“ 21
Dr 24 „Frage nicht den Kopf, wenn das Herz dir nicht antworten
will! Wenn du von letzterem keine Antwort erhältst, so ist das ein
Zeichen, dass es keine genügende gibt, welche dir deine Zweifel aufklären könnte,
d.h. so, wie du es wünschest. Verschließe dich aber in dein Inneres, dort
wird dir eher Bescheid werden als bei all dem Verkehr mit gelehrt sich dünkenden
Personen!“ 22
Ev 3,78,1)6) Die Vernunft ist dem Menschen gegen zum ursprünglichen
Regulator seiner Gefühle, einer gewissen Reife gelangt, so müssen sie der äußeren
reife aus sich selbst herausgebracht werden. Wir sollen, wenn wir mit der
Vernunft nichts weiteres mehr erreichen können, die äußere Vernunft über
Bord werfen und dann unseren reif gewordenen Gefühlen zur weiteren
Lebensleitung überlassen! 23
L Gh 188195 Denken und fühlen sind weit von einander unterschieden.
Mit den Sinnen fühlt der Mensch die Eindrücke der Natur, mit den Gefühlsvermögen
nimmt er die Einflüsse einer
geistigen Natur wahr, so das Gewissen, so die Musik, die sich nicht denken läßt.
Der Verstand gehört zur Beurteilung von Weltdingen, aber die Schöpfung, ihr:
„Warum so und nicht anders?“ können wir damit nicht ergründen. Mit dem
Gefühl können wir es ahnen aber nicht begreifen. Nur wenn sich der Herr
in’s Mittel legt, wird uns etwas Licht gegeben. Bei der Erziehung wird das
Gemüt, das Herz, fast ganz vernachlässigt, der Weltverstand allein
ausgebildet, daher so viele Schlechtigkeit, und deshalb muß Gott Elend und
Unglück zulassen, um das Gefühl wieder zu wecken. Der Verstand ist kalt, das
Gefühl erwärmt. Ein liebendes Gemüt sieht nur Liebe, wo ein erbittertes Haß
und Zwietracht findet. „Gebrauche deinen Verstand für deine weltliche
Laufbahn, laß aber auch hier den Verstand durch Liebe begleitet
sein!“ 24
Lbl III, H 23,17 „Der Antichrist wurzelt nur dann im Herzen, wenn
dieses der Diener, aber nicht, wenn es der Freund des Verstandes ist. Das
aber, was der Verstand klügelt, eifert, an und abstößt, ist und bleibt dir
ganz unbenommen und schadet deinem Verhältnis zu Mir nicht, wenn du in
Gedanken an Mich rein im Wollen und im Vollbringen bleibst... Beide, Verstand
und Herz, sollen harmonisch wirken! Nicht der Irrtum der VerstandesSphäre
ist Sünde, sie ist es nur dann, wenn diese im Bösen das Herz
bezwingt...Lasse Angst, Zweifel, Mißmut und Täuschung kommen, das alles wird
dir nichts anhaben, denn Mein Rat, Meine Führung und Hilfe steht dir auch in
schwerer Stunde zur Seite!“ 25
Ev 4, 24,2) Raphael sagt zu seiner Schülerin Jarah: ’Eben also ist
auch des Menschenherz ein zwar kleines Gärtchen; wenn man es aber nach der
Lehre aus dem Munde des Herrn recht fleißig bearbeitet und keine Mühe
scheuet, alles, was man da vernommen hat, in die Tat zu verkehren, so wird man
eh’st so viel alles Segens und aller Gnade aus den Himmeln im eignen Herzen
besitzen, dass man am Ende der Seele und Geist schon ganz ans eignen Mitteln
wird leben können und nicht stets unseres [Engels] Rates und unserer [guten
Geister] Hülse benötigen wird.“ 26
Ev 2,30,5)6) „Ein Wort, das dir ein Engel in dein Herz legt, ist für
deine Seele heilsamer als tausend Worte durch das Ohr von außer her
vernommen. Denn was du im Herzen vernimmst, ist schon dein Eigentum, was du
aber von außer her vernimmst, das mußt du dir erst zu eigen machen durch die
Tat nach den vernommen Worten. Denn hast du das Wort im Herzen und sündigst
deinem Außenwesen nach dennoch von Zeit zu Zeit, so ist dein Herz dabei nicht
einstimmig und zwingt dich sobald zur Erkenntnis der Sünde und Reue über
dieselbe, und du bist schon dadurch kein Sünder mehr. Hast du aber das Wort
im Herzen nicht, sondern nur im Gehirn, durch’s Ohr dahin gebracht, und sündigest,
so sündigt das leere Herz mit und zwingt dich weder zur Erkenntnis noch zur
Reue der Sünde, und die Sünde bleibt in dir, und du machst dich schuldig vor
Gott und den Menschen.“ 27
Pf 331 „Lernet recht genau auf Meine Stimme in eurem Herzen
aufmerken, ihr werdet sie nach und nach immer deutlicher verspüren, und es
wird euch dann ein leichtes sein, zu bekennen den Willen eures Vaters!“ 28
Ev3, 184,6)11) „Darum suchet ihr Alle nur im Herzen die
Weisheit und die rechte Offenbarung aus Mir, so werdet ihr sie leicht
begreifen und für euer ganzes Leben und für ewig behalten!“ Petrus sagt,
es gelänge ihm nicht, mit dem Herzen zu denken, dann und wann fühle er Worte
im Herzen, aber nicht eigentliche Gedanken, es komme ihm aber so vor, als würden
diese erst im Gehirn gedacht. Jesus antwortet: “Das ist ein Anfang; übet
euch darin, so werdet ihr bald dahin gelangen, im Herzen der tiefsten und
freiesten Gedanken fähig sein!“ 29
Ev 6, 79,8) „Gedanken, so klar wie rein ausgesprochene Worte, wirst
du in deinem Herzen empfinden und sie dann leicht aussprechen im Munde. Darin
liegt das Geheimnis Gottes im Menschenherzen.“ 30
Vb 1,84 „Euch soll aber der Verkehr im Herzen mit mir das größte
Gnadengeschenk sein; daher kommet in allem zu
Mir, und ihr werdet, je mehr Vertrauen ihr habt, desto deutlicher Meine
Sprache erkennen! Klopfet an, so wird euch aufgetan, nicht das Vaterherz, das
für euch immer offen steht, sondern euer eigen Herz, damit eine höhere
Erkenntnis einströmen kann!“ Wir finden unsere Bürde leicht in dem Bewußtsein:
„Mein Vater...gibt Mir Kraft zur Ausdauer, wenn ich will, wie Er will, Er
spricht deutlich mit mir darüber, sobald ich auf Seine Stimme mehr Acht
habe.“ 31
Vb 1,7576 Das verschiedenartige Suchen, in der Natur, in Büchern, bei
verschiedenen Gemeinschaften, „sind Vorarbeiten, Mich im eignen Herzen zu fühlen
(und zu finden), weil Ich dort Meinen Sitz habe und so mit euch verkehre; es
ist das höchste, was einem Kinde Gottes zu Teil wird... Leider ist
auch hierin die große Gefahr der Sicherheit mit verbunden wo Manche glauben,
dadurch schon am Ziele zu sein und Meinen direkten Verkehr mit ihnen als Bestätigung
Meiner Zufriedenheit betrachten. O, da geschieht ein großer Irrtum! Im
Gegenteil sollen dann erst die Fähigkeiten hervorgerufen werden, welche dem
Menschen verliehen sind, um Mich ganz zu erfassen!“ 32
Ev2,62,1)4) „Ein Gedanke ist eine rein geistige Schöpfung und kann
darum nirgends entstehen denn allein im Geiste des Menschen, der im Herzen der
Seele wohnt und von da aus den ganzen Menschen belebt. Wie möglich aber könnte
sich je eine Schöpfung aus einer noch so subtilen Materie entwickeln, da alle
Materie, somit auch das Gehirn des Menschen, nichts als purste Materie und
somit nie Schöpfer, sondern nur Geschaffenes sein kann?!“ Jeder Gedanke
kommt aus dem Herzen, er steigt von da erst auf in das Gehirn zur
Beschauung der Seele, diese setzt die Glieder in Bewegung, und so wird der
Gedanke zum Wort oder zur Tat. „Aber dass sie je ein Mensch ur im Kopfe
denken könnte, wäre die platteste Unmöglichkeit.“
Menschen die mit der Liebe zu Gott erfüllt sind, fühlen förmlich die
Worte im Herzen wie ausgesprochene. Bei Menschen,
bei denen solche Liebe noch nicht erweckt ist, bilden sich die Gedanken zwar auch im Herzen, werden aber in selbem, weil
es zu materiell ist, nicht wahrgenommen, sondern erst im Gehirn, wo sie mit
den Bildern der Außenwelt verschmelzen und vor den Augen der Seele selbst
materiell und schlecht werden. Die Jünger sprachen mit Jesus im Herzen und
erhielten hier Antwort. 33
R Bl I, 81 „Um im Herzen denken zu können, muß man eine eigene Übung
haben, und diese Übung besteht in der stets erneuerten Erweckung der Liebe zu
Gott; durch diese Erweckung wird das Herz gestärkt und erweitert, wodurch
dann des Geistes Bande lockerer werden, so daß sein Licht (ein jeder Geist
ist ein Licht aus Gott) sich nach und nach stets mehr und mehr und freier und
freier entwickeln kann.“ Dann werden die Urtypen rein geistiger Formen im
Lebenskämmerlein der Seele beschaulich, und diese Beschauung der Seele in
ihrem Herzen ist dann ein neues Denken, die Seele gelangt da zu neuen
Begriffen, zu großen und klaren Vorstellungen, das Licht des Geistes
erleuchtet die inneren Formen. Wer nur für die Ausbildung des Kopfverstandes
gesorgt hat, dem ist es unmöglich, auch im Herzen zu denken. 34
Lbl I,227228 „Denke im Herzen und handle nach dieser Deutungsart,“
damit der Verstand nicht die Wahrheit verunheilige und das Geistige mit dem
materiellen vermengt! „Erhalte das Geistige rein, so wird auch der Gedanke
klar verbleiben!...Im Herzen entspringt der Gedanke, von wo aus er erst
in die Gehirntäfelchen aufsteigt und aufgezeichnet wird...Wie die Gedanken,
so auch das Herz! Lasset es aber fleißig von der Liebe durchwärmen, auf dass
jeder unreine Gedanke zunichte wird vom Feuer der Liebe!“ Wenn dann nur Ein
Gedanke und Gefühl für Gott übrig bleibt, „findet ihr das Himmelreich in
eurem Herzen, ...dann leget eurem Herzen mir keine Zügel an, damit ihr mit
mir Eins werden könnet!“ 35
H 2, 316, 6)14) Der Dank mit dem Munde, wenn auch auf Grund des
Liebebrandes im Herzen, ist eine scheinbare Genugtuung für die empfangene
Wohltat. Nach solcher Dankentledigung wird Einem leichter und ruhiger
im Herzen, aber es fragt sich, ob das Herz nach solcher Entledigung nicht
lieberfeuerloser, kühler und somit auch für die Zukunft weniger dankbar
wird. Diejenigen Kinder, die dem leiblichen Vater fast für jedes Wort danken,
sind im Herzen die am wenigsten dankbaren, aber durch’s Feuer gehen die
Kinder für den Vater, die bei der Gabe zwar stumm bleiben, aber denen
DankFreude und Lobtränen in die Augen treten, diese behalten den ewigen Dank
im Herzen. So sollen wir auch Gott danken! 36
H 2, 78,2) „So sehr auch immer du deine Zunge mit deinem Herzen in
die volle Übereinstimmung zu bringen vermagst, so kannst du aber doch von Mir
aus vollkommen versichert sein, dass Mir dessen ungeachtet die alleinige
Sprache deines Herzens viel lieber und angenehmer ist, als wenn sie durch
die Zunge natürliche Rauheit vieles verliert an ihrer lebendigen Anmut, wenn
auch der Wahrheit unbeschadet.“ 37
H I, 209, 21)25) Das Gebet der Liebe ist schon jedem Kinde tief
ins Herz geschrieben. 38
Lbl II, 32 „Betet recht oft und viel, dass ihr euer Herzenskämmerlein
recht erwärmt!“ 39
Lbl I,46 „Vom Innern des Lebens muß die Flamme des Lebens erzündet
werden, damit sie nach außen hin durchglühe den Menschen, so dass er mit der
Zeit von der Liebe zu Mir ganz durchglüht ist und so aus seiner Liebeglut
handelt und wandelt als ein Kind Gottes.“ 40
Lbl II, 70 Nur die Tat hat Wert, welche aus dem Herzen kommt.
„Das seelische Bedürfnis ist es was einer Handlung vor Mir ihren Wert oder
Unwert verleiht.“ 41
Lbl I, 116117 „Entzündet euer Herz in der brüderlich sehnsüchtigen
Liebe zu Mir täglich, stündlich, in jedem Augenblick! Ich verlange ja
nicht zu viel, wenn Ich das wünsche, denn eine Braut tut solches ja als
selbstverständlich und also auch unaufgefordert, wenn sie ihren Bräutigam
wahrhaft liebt.“ 42
Vb I, 15 „Ich will jetzt den wahren Grund in euer Herz legen,
das inseriert die Liebe, die mit allem was ihr vorkommt, zufrieden ist und
auch nur Liebe darin erblickt.“ 43
R Bl II, 334 „Lasse dein Herz vor Liebe zerbersten, dann wird
dadurch dein Geist frei werden, der nun noch in deinem Herzen eingeengt
ist!“ 44
G S II, 50 S. 211 “Die Erkenntnis des Herrn ist die mächtige
Triebfeder, welche die Funken im Herzen zusammenzieht und dann durch dieselben
das ganze Herz in eine helle Flamme versetzt.” 45
Ev 3, 110,17)19) Jeder Sinn hat seine eigentümliche Einrichtung,
„ebenso hat des Herz, das mit Gott zunächst verwandt ist, allein die
Bestimmung, Gott zu suchen und auch zu finden und dann aus dem gefundenen Gott
zu nehmen in neues unverwüstliches Leben; wer aber Gott mit einem andern
Sinne suchet, der kann Ihn ebensowenig finden als ein Mensch, der sich die
Augen fest verbindet, mit dem Ohre, der Nase und mit den Augen die Sonne
finden und schauen kann. Der rechte und lebendige Sinn des Herzens aber ist
die Liebe wer demnach diesen innersten Lebenssinn recht entwickelt und mit
ihm Gott zu suchen beginnt, der muß Gott auch ebenso bestimmt und beschaulich
finden, als ein jeder Mensch, so er nicht völlig blind ist, mit seinen Augen
die Sonne sogleich schauen muß und ihre Lichtgestalt.“ 46
H I, 324, 16) „Es ist jedem besser, Mich
wesentlich nicht zu schauen, als nur durch die Liebe im eigenen Herzen;
denn Meine Sichtbarkeit ist euch eine Nötigung, Meine Unsichtbarkeit aber
eures Lebens Freiheit; es kann aber durch die Nötigung Niemand zum ewigen
Leben gelangen, sondern allein durch die Freiheit, welche da ist die reine
Liebe zu Mir.“ 47
Lbl II, 197198 “Meine Worte werden euer Herz vergeistigen und werden
ihm sein ursprüngliches Wesen wiedergeben als eines Instrumentes, dessen berührte
Saiten es in der allerhimmlischsten, allerreinsten und unendlichsten Freude
erklingen lassen.“ Gott ist das reinste Instrument, dessen Saiten in der
Natur ein Echo von längst vorausgeahnten Melodien erwecken, ein himmlisches
Echo, welches das ganze Universum beseligt. Unser Herz soll die Schwingungen
der höheren Sphären nachempfinden, dann werden wir uns über die Materie
erhaben fühlen, in der himmlischen Tonwelt weilen, wo das Gefühl der
reinsten Liebe die Saiten des ewigen Instrumentes mächtig anschlägt. 48
Ev 10, 69, 9) „Seid darum nüchtern, in allem Guten und Wahren eifrig
und in aller Liebe und Geduld tätig, dass Mein Geist in euch erwache und
erstehe und euch zeige in klarstem Lichte die innere Gotteswelt in eurer
Seele Herzen! Denn in dem ist eine für die Außenmenschen unentdeckte
seligkeitsvolle Unendlichkeit verborgen, und niemand außer Mir kennt den Weg
dahin!“ 49
Lbl III, 152 „Wo die Welt nicht zertrümmert zu euren Füßen liegt,
wo nicht das Haus, das Herz des Menschen ganz gereinigt, ganz frei und leer weit
offen für Mich steht, da kann Ich nimmermehr die Bitte euch erfüllen:
„Dein Reich komme!“ 50
Lbl III, 218 „Wer bei Mir in rechter Liebe anklopft, dem will Ich
auftun, d.h. Ich will ihn einführen in das eigene Herz, was sich dann als
eine Fundgrube des wahren Glücks erweisen wird. Darum bitte
auch du,...dass Ich dein Herz erleuchte!“ 51
Ev 3,111,4)7) „Wer im Herzen bei Mir ist, um den bin Ich immer, und
darin liegt eigentlich die Hauptsache.“ 52
Lbl II, 149 „In eines jeden Menschen Herzen ist ein Lebenspunkt von
kleinem Umfange, so dass derselbe von keines Menschen Auge zu erkennen ist.
Doch in diesen kleinen Raum ist der Lebensgeist eingelegt, der das ganze
geistige Leben in sich schließt.“ Wer Einblicke in das darin waltende Leben
getan hat, wird nicht leugnen, dass die darin wirkende Kraft doch nur
Gotteskraft ist. (S. „Wegweiser“ Teil 1 „Seele und Geist“, der
Verfasser) 53
Vb 1, 6970) Bei Seinem jetzigen Kommen wirkt der Geist Gottes in erhöhtem
Maße ein, und Er legt Seinen Kindern, die Sein Kommen herbeisehnen, die Worte
in’s Herz: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende, so ihr
Mich nur wollt in eurem Herzen wohnen lassen! Jede Seele kann davon Zeugnis
ablegen, welche Mich mit Ernst zu erfassen sucht; sie wird eine Kraft in sich
fühlen, die allen äußeren Stürmen zu trotzen vermag, wie auch dem
Einfluß der finsteren Mächte ihr Ohr verschließt, weil sie jeden Augenblick
braucht, um mit mir zu reden, und darin nicht unterbrochen sein will.“ 54
Ev 3, 209, 7) „Wie schwer Ich aber auch für so Manchen zu finden
bin, so bin Ich aber als einmal gefunden noch um vieles schwerer zu
verlieren. Die Mich in ihrem Herzen ergriffen haben, die werden auch von
Mir ergriffen. Der aber Mich ergriffen hat, kann Mich wohl wieder auslassen,
aber er wird von Mir dennoch nie wieder ausgelassen werden, denn Meine Liebe währet
nicht etwa eine zeit lang, sondern ewig und der sie in sein Herz aufgenommen
hat, der kann von Mir ewig nimmer los werden, denn Meine Liebe hält ihn für
ewig fest im Zaume, auf dass er sich ewig nimmer ganz von Mir verirren
kann.“ 55
Lbl III, 234 „Laß schweigen die laute Stimme des Tages und horche
den leisen Tönen Meiner Stimme! Wie in stillem Wehen der Nachtwind durch die
Bäume geht, so will Mein sanftes Liebewort den Garten deiner Seele
durchziehen. Horche, lausche diesen Lauten! Von Liebe, von hoher, heiliger
Liebe wollen sie dir sagen, dass du durchglüht werdest von ihrem stillen
reinen Feuer!...Öffne die Tür deines Herzens Tag und Nacht, dass Meine Liebe
drin Wohnung nehmen kann, dann hast du alles! Himmel und Erde werden dir eine
wohl vernehmbare Sprache sprechen, und Seligkeiten wirst du bergen, die eure
Sprache nicht kennt. Öffne, öffne dein Herz der Liebe! Ich klopfe stündlich
ja immer an, und du gehst dahin wie im Träume. Sei wachsam und erwarte Meinen
Einzug! Wie habe ich dich begnadet, und du glaubst Mich in weiten Fernen, wo
Ich doch stets warte, denn endlich einmal ganz, denn der Tag des Lichtes
bricht an!“ 56 Pr 17 „Euer Trachten soll sein, im Geiste wiedergeboren zu werden; dann werdet ihr nicht wie einst die zwei Jünger des Johannes, zu fragen brauchen: „Rabbi, wo ist Deine Herberge?“ denn dann ist Meine Herberge in eurem Herzen, dort berget ihr dann den Herrn, Der vom Anfang als Urgrund das Wort, das Licht, die Liebe und das Leben war, und Der das Alles denen verleihen wird, die sich mit geistigem Wasser taufen lassen und dadurch Seine Kinder werden wollen.“
Vollendung und
Wiedergeburt V
o l l e n d u n g (Aus den
NeuSalemsSchriften) 1
Ev 10, 69,5) In der Seele liegt eine Gott ähnliche schöpferische
Kraft, „die durch das treue Handeln nach Meiner Lehre ihre höchste
Ausbildung und Vollendung erreichen kann.“ 2
Lbl I, 251 Die Krankheit der Menschheit ist der Mangel an innerem
Wissen und Erweckung der inneren Fähigkeiten. Alle äußeren Kenntnisse
sind Nebensache, das Innere muß wach und lebendig erhalten werden durch die
Liebe. (Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst, und
handele darnach! Dies führt zur Seligkeit. S. „Liebe. Der Verfasser) 3
Ev 4,228, 7)9) „Mir ist Ein aus euch Wiedergeborener lieber als 99
solche vollkommenen Seelen (wie die zu Jesu gekommenen Mohren es waren, der
Verfasser), die noch nie einer Buße bedurft haben. Meine rechten Kinder müssen
aus ihrer Schwäche stark werden.“ 4
Lbl II, 62 Die Wiedergeburt ist nicht etwas, das nur wenige besonders
Begnadigte erlangen können, Sondern Jeder kann sie erreichen, Fürst oder
Bettler. „Nicht eine besondere geistige Kraft gehört dazu, sondern nur die
Kraft, die Jeder besitzt als Erbteil von Mir, und womit Ich Jeden ausstatte,
der als Mensch sein Probeleben durchmachen darf. Diese Kraft ist die
Liebekraft.“ Diese kann Jeder üben, Niemand kann ihn daran hindern; mit der
Übung wächst die Kraft. 5
Ev 6,95,4) „Vor allem müsset ihr das tun, was die Lehre verlangt.
Denn erst dadurch könnt ihr zur Vollendung des Lebens gelangen und in solcher
dann auch tun, was Ich nun tue, und so ihr ganz vollkommen werdet, auch noch
größeres und mehreres.“ 6
Ev 1, 226,6)7) Auf die Frage, wann man wiedergeboren wird, antwortet
Jesus: „Durch die Befolgung Meiner Lehre, und durch solche Lebensübung
wirst du am Ende aus und in dir selbst zu solchem Lichte gelangen. Das
begreift man durch keine Lehre und durch keinen Unterricht von außen her,
sondern es muß in sich selbst gewonnen werden auf dem Wege, der euch nun für
alle Zeiten der Zeiten von Mir angezeigt wird.“ 7
N 4, 26 „Denket nicht, dass man nur durch vieles Lesen und studieren
den göttlichen Geist in sich erweckt; denn dadurch tötet man eher denselben
und trägt ihn als Leichnam zu Grabe. Seid aber dafür tätig nach der
Grundregel des Lebens, so wird euer Geist lebendig und wird in sich alles
finden, was ihr sonst durch das Lesen von tausend Büchern sicher nicht
gefunden hättet! Wenn aber der Geist lebendig ist, so möget ihr auch lesen,
und ihr werdet durch das Lesen oder durch das Anhören Meines Wortes Früchte
sammeln, welche einen lebendigen Kern oder Grund haben...Der lebendige Kern
aber ist das innere lebendige geistige Verständnis... Seid nicht eitle Hörer,
sondern Täter des Wortes!“ 8
Lbl II, 176 „Meine heilige Kraft durchströme euch auch heute, damit
euer Geist durchdrungen werde von Meinem Geiste und vollends erwache in
Mir!“ (S. auch „Wegweiser“ Teil 1 „Seele und Geist“, der Verfasser) 9
Lbl 1, 192 „wisset ihr doch, dass ihr Alle dazu bestimmt seid, die Wiedergeburt
im Fleische schon zu erlangen, gleichwie auch Meine ersten Jünger! Aber
ihr wisset auch, dass es ohne euer Zutun nicht geht.“ Um den irdischen
Besitz ringen wir täglich, „aber zur Erlangung eines unaussprechlich
wertvolleren Besitzes wollet ihr euch nicht täglich ringen, sondern ihr wähnet,
es sollte euch derselbe so nebenbei hinzugeben werden.“ Wir müssen darnach
mit allem Ernst und Eifer ringen. 10
Vb 3,78 „Der Mensch muß
tätig sein zu seiner geistigen Wiedergeburt, aber in seinem äußeren Leben
wird nicht Besonderes davon zu bemerken sein, dass er ein Begnadigter von Mit
ist, sondern alles wird seinen menschlichen Gang fortgehen, nur mit dem
Unterschiede, dass er von innen aus regiert wird.“ 11
Ev 7,69,4)5) Der Geist bewirkt den Bau und die Erhaltung des Leibes,
ohne dass die Seele dies merkt. Er arbeitet auch unablässig dahin, die
Seele ehest möglichst reif und völlig frei zu machen, er darf ihr aber
dabei nicht dem geringsten Zwang antun. Darum ward der Seele ein eigener Wille
und ein eigener Verstand gegeben, sich der Weltlichkeit zu entäußern und die
geistigen Wege zu betreten. „In dem Maße aber die Seele die stets reineren
geistigen Wege begeht, in demselben Maße einet sich dann auch ihr innerer
reiner und jenseitiger Geist mit ihr, und hat sie sich durch ihren stets in
sich lauterer gewordenen Verstand und durch ihren dadurch auch stets freier
gewordenen Willen aller Willen vollends entäußert, so ist sie ihrem Geiste
gleich und eins mit ihm geworden, welche Einswerdung wir die geistige
Wiedergeburt nennen wollen.“
12
H Dw 30 „Erhaben über alles eitle Getriebe der Welt zu sein, ohne
sich aus derselben zu verbannen, stets seinen Gott im Auge zu haben, alles,
was man tut, nur auf Ihn zurückzuführen, die Unbilden Anderer in den Sand zu
schreiben und ausrufen zu können mit unbegrenzter Liebe in der von Wonne
geschwellten Brust: „Herr verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie
tun!“, dieses ist der erhöhte Standpunkt, den du erstreben sollst,
von wo aus dann die Stufen beginnen des Wiedergeborenwerdens. Denn, dann hast
du die Materie besiegt, sie dir untertänig gemacht und kannst dann mit Wort,
Blick und Hand Taten verrichten, wie einst Ich während Meines Lebenswandels,
und wie Ich auch diese Kraft Meinen Aposteln zurückgelassen habe!“ 13
Wsp 122 „Wiedergeboren werden im Geiste heißt: alle von Jugend auf
eingelernten, nicht mit Meiner Lehre übereinstimmenden Wünsche, Hoffnungen,
Ansichten und Ideen abzustreifen und nur Meine beiden Liebegesetze zu
befolgen. Zwei Gesetze sind es ja nur, und diese langen aus für die Ewigkeit
nicht allein für euer kurzes Erdenleben. Bei Mir ist der Zweck, mit jedem
erlangten geistigen Schritte vorwärts auch die praktische Übung zu
verbinden, in Theorie und Praxis soll euer Lebenswandel bezeugen, dass ihr
Meine Worte nicht allein gelesen, sondern selbe auch wirklich ausübt.“ 14
Ev 3, 27,6)10) „Man muß das Leben völlig verloren haben, das heißt
dieses Erdenleben, dann erst erkennt man das Leben.“ Wie die im Wasser
ruhenden Dampfgeister erst wach werden am Feuer, so im Leben des Menschen.
„Wird aber dein Lebenswassertopf zum wahren Feuer der Liebe, der größten
Demütigung und aller Leiden und Schmerzen gesetzt, da fängt es dann im Topfe
bald gewaltig an zu sieden, und es werden dadurch gar eh’st die frei
gewordenen Lebenstopfgeister sich selbst, ihren früheren kalten trägen
Zustand, die sinnlicher Seele nämlich und den gebrechlichen Topf erkennen,
und das noch im Topf heiß perlende Lebenswasser wird mit tausend hellen Äugleins
über sich die aufsteigenden Lebensgeister erschauen und erkennen, dass es
nicht nur ein fauler Träger desselben war, sondern dass es mit ihnen völlig
eines und dasselbe ist. Aber den Topf verstehe , Freund, den Topf werden die
aufsteigenden freien Lebensgeister nicht als Eins mit Ihnen erkennen, sondern
als ein lebendig notendigstes äußerstes Gefäß, das hernach in Scherben
zerbrochen und auf die Straße geworfen wird!“ 15
Wsp 217 Die Meisten hören „vom Kreuze recht gern erhaben und würdevoll
reden, aber auf ihre Schultern darf es nicht kommen, ...solange aber Jemand
das Kreuz nicht mit großer Freude aufnimmt, solange ist auch von einer
völligen Wiedergeburt des Geistes weder hier noch jenseits die
Rede.“ (Siehe auch „Prüfung“,
der Verfasser) 16
Lbl III, 149 „Wenn dein Leben auf Erden auch noch so Schweres zu
tragen bieten sollte, so vergiß nie und nimmer Meine Liebe, die Ich zu dir
habe, und erhoffe die Zeit, wo du im Geiste mit Mir Eins wirst. Zu dieser Zeit
wird dir aber auch mit einem Moment klar, warum alles so hat kommen müssen.“ 17
N4, 98 „Der Verstand, die Vernunft, allerlei Wissenschaft und
Erkenntnis, dieses Angehör der Weisheit, muß aber zugleich in einem jeden
Menschen diejenige Demütigung, gleichsam die Kreuzigung, durchmachen, muß
dann wie getötet in ein neues Grab im Herzen gelegt werden, von da wieder
auferstehen und sich dann dem Vater gänzlich hingeben, um Eins zu werden mit
dem Vater. Ist solches geschehen, dann erst wird die Verheißung des Vaters,
welche ist das ewige Leben, in des Menschen Leben offenbar werden. Das ist der
Akt der Wiedergeburt.“ 18
Ev 8,57, 8)12) Ohne die gänzliche Demütigung und Erniedrigung kann
ein höherer Geist sich nicht mit dem Fleische zur Lebensprobe umkleiden, noch
wieder in das freieste Leben zurückkehren. Das bejahende Herzenskämmerlein
ist das unansehnlichste Teilchen im Leibe, das von den Weltmenschen überhaupt
nicht erkannt wird. Und doch muß Jeder, der sich und Gott erkennen will, in
dieses auf dem Wege der äußersten Demut und Fügsamkeit eingehen und dann
das aus ihm empfangene Leben geistig wieder zurückgeben. Wenn der Mensch das
tut, erweitert er das Lebenskämmerlein und erleuchtet es. Dann wird das ganze
Herz und von diesem der ganze Mensch erleuchtet, er erkennt sich selbst und
Gott und kann erschauen, wie das Leben aus Gott in dieses Kämmerlein
einfließt, sich da sammelt und zu einem freien selbstständigen Leben
ausbildet. Die Seele eint sich dann mit dem Geiste, und das ist die
Wiedergeburt. 19
Vb 6,22 Die aus Liebe und Dank gegen den Vater sich die Liebe zur
Aufgabe machen, werden von den Verfolgern geschmäht, die ihren Einfluß bei
den Menschen abzuschneiden suchen, um sich geltend zu machen. „diese
Handlungsweise betrifft dann Mich selbst... Darum gab Ich Meinen wahren
Nachfolgern die Verheißung der Seligkeit und werde solche treulich an ihnen
erfüllen; nicht nur im Himmel, sondern auch schon auf Erden soll der
Vorgeschmack des Himmels ihnen zu Teil werden, aber in einer Weise, wobei Neid
und Raub nicht mehr vermögen, sie in ihrer Freude zu stören.“ 20
Ev 8, 150, 6)10) „Im Geiste des Menschen liegen alle und sage
endlos viele Wahrheiten verborgen. Suchet nur, dass ihr auf den euch schon
bekannten Wegen suchet vor allem euer Lebensgefäß nach Meiner Lehre zu
bilden und zu stärken, fühlet mit dem Armen seine Not und lindert sie
nach euren Kräften und eurem Vermögen, tröstet die Traurigen, bekleidet die
Nackten, speiset die Hungrigen, tränket die Durstigen, helfet wo ihr könnt,
den Kranken, erlöset die Gefangenen, und den Armen im Geiste predigt Mein
Evangelium! Das wird bis in die Himmel erhöhen euer Gefühl, euer Gemüt,
bald und leicht Eins werden mit ihrem Geiste aus Gott und dadurch auch
teilhaftig aller Seiner Weisheit und Macht... Geist, der allein lebendige im
Menschen, ist pur Liebe und ihr zartes und ewig wohlwollendes Gefühl. Wer
demnach solche seine Liebe und deren zartestes und ewig wohl vollendetstes Gefühl
in die eigenliebige Seele stets mehr und mehr aufzunehmen bemüht ist und im
selben auch stets stärker, kräftiger, mutiger und gefügiger wird, der fördert
dadurch die volle Einung des Geistes mit der Seele.“ 21
Ev 1, 224, 7) – 13) „Nichts ist dem Menschen heilsamer als
eine zeitweilige innere Selbstbeschauung...Ruhet und denket im stillen
lebendig über euer Tun und Lassen und den euch wohlbekannten Willen Gottes
nach, und ihr demselben nachgekommen seid zu verschiedenen Zeiten eures
Lebens, so habt ihr euch innerlich selbst beschaut und dadurch allerlei äußerer
nichtssagende Gaukeleien den Menschen an seiner inneren Selbstbeschauung zu
verhindern,“ weil der Mensch beim Selbstbeschauen die Fallen Satans
erblickt. 22
Ev 8, 152, 15) Zur Gewinnung der Lebensmeisterschaft muß der Mensch anfangs
selbstständig auftreten und gegen die ihn bestürmenden Leidenschaften
mit den ihm verliehenen Waffen zu kämpfen beginnen. Tut er das, so wird ihm
nach dem Maße seiner Siege über sie auch die Hilfe von Mir aus für weitere
und ernstere Kämpfe und Siege verliehen werden, und er wird also am Ende
trotz aller Stürme, sie ihm von allen Seiten in den Weg treten, das Ziel des
Lebens erreichen.“ 23
P NG 35,6 „Mäßige deine Wünsche, ganz geistig nur Mir anzugehören
und das Weltliche gar nicht zu beachten! Solange du einen irdischen Körper trägst,
mußt du irdisch handeln, kannst aber dabei geistig fühlen, kannst jeder
Handlung, den Stempel der Göttlichkeit aufdrücken. Aber ganz Geist, ganz
mit Mir vereint zu leben, ist nicht möglich; schneide dir die Wege zum
Wohltun nicht selbst ab! Ehre und genieße, was Ich dir an irdischen Gütern
in den Schoß schütte, wende mit Weisheit an, was Ich dir mit Liebe gebe, und
du erfüllst so deinen Zweck ebenso gut, wie Ich am Kreuze trotz aller zuwider
laufenden Umstände, symbolisch ausgedrückt durch das Holz, auf welchem Ich
Meine irdische Laufbahn vollendete, und dabei Ich doch Sieger geblieben. ...
Strebe auch du danach, deine Mission glücklich zu enden, wie Ich die Meinige,
und wie Ich Meine Mission mit Meiner Aufehrstehung krönte, so hoffe auch du
auf deine geistige „Wiedergeburt in Meinem Reiche!“ 24
Lbl III, 164165 „Das Höchste, was ein Mensch erreichen kann in
diesem Leben, das ist die vollständige Einswerdung des Geistes mit der Seele,
was so viel ist als eine völlige Neugestaltung der Seele, ein Ablegen des
alten Kleides, ein völliges Umwandeln des alten Menschen, der ein neuer
Mensch werden muß, ehe das wahre Licht ihm aufgehen und ihm ewiges scheinen
kann.“ Dies kann der Mensch aber aus eigener Kraft nie erreichen, sondern
dazu bietet der Vater rettend die Hand in den Gaben des Heiligen Geistes. 25
Lbl I,55 „Erwecket darum die Liebe in gerechtem Maße in euch, und
ihr werdet leben, indem ihr, durch beständigem Verkehr mit mir verbunden,
Mich als euren liebenden Vater alle Zeit lebendig bei euch fühlen werdet.“ 26
Ev 6,87, 12)13) Wenn der Mensch in solchen Betrachtungen und
Innewerdungen wächst und zunimmt, da nimmt er offenbar auch in der Liebe zu
Gott zu und nähert sich Demselben mehr und mehr; je größer und gediegener
aber solche Annäherungen eines Menschen zu Gott hin werden, desto mehr des
Geistes Gottes sammelt sich auch in seinem Herzen, in welchem dadurch der
eigene Geist genährt und stets mehr und mehr erweckt wird zur wahren
Erkenntnis des eigenen inneren Lebens und seiner Kraft, im Vereine mit der
Kraft des göttlichen Geistes in ihm. Hat ein Mensch es einmal dahin gebracht,
so ist er schon in der Lebensmeisterschaft, und es geht ihm da nur noch die völlige
Einung mit dem göttlichen Liebe und Willensgeiste ab. Bewerkstelligt er auch
das, dann ist er ein ganz vollkommener Lebensmeister und kann alles das
bewirken, was Ich nun bewirke und auch Größeres noch.“ 27
Ev 6, 88, 5) „Wer nun versteht, recht viel des Lichtes aus der
Gnadensonne der Himmel im Herzen seiner Seele aufzufangen,
aufzunehmen und dann zu behalten durch die Macht der Liebe zu Gott, der bildet
in sich selbst eine Gnadensonne, die der Urgnadensonne in allem völlig ähnlich
ist, und die volle Innehabung einer solchen Gnadensonne ist dann eben soviel
als die Innehabung der allein wahren Lebensmeisterschaft.“ 28
Pr 72 „Trachtet auch ihr darnach, dass ihr...zu Jenen, gezählt
werden könnet, die, alles Weltliche hinaussetzend, nur Mich und Meine Lehre
zum Hauptzweck ihres Lebens und Strebens gemacht haben! Dann werdet ihr in
Momenten höchster Wonne, wo eure geistige Sehe geöffnet wird, Den in Person
verklärt sehen können, Der euch schon so lange mit Seinem Gnadengaben überhäuft
und euch zu Seinen Kindern machen möchte.“ 29
Ev 5, 123,8)9) Je mehr die Seele die Lebensgeheimnisse durchschaut,
umso mehr schöpft sie Mut, Gott noch viel inniger zu lieben. Sie ist für
Verfolgung der zwei Liebegebote eingerichtet. Mit dem Ausscheiden alles
Fremdartigen wird sie stets heller und wärmer, es fließt die göttliche
Kraft immer mehr in sie ein bis zur wahren Gotteskindschaft. 30
L 7071 „Je mehr du dann Meister der Welt und deines Ichs wirst, desto
mehr wirst du ach die geistige Verbindung begreifen, die schon längst besteht
zwischen den Menschen und der Tierwelt, ja, einem geistig gebildeten Auge sind
selbst Pflanzen und Steine nicht sprachlos. Alles zeugt von Meiner Macht,
Meiner Liebe und Meiner Güte. Diese Hieroglyphen kann nur der Geistmensch
und nicht der Weltmensch lesen. Trachte das zu werden, und du wirst Wunder über
Wunder vernehmen!“ 31
Ev5, 267,3) Je geistiger gebildet die Menschen sind, desto geordneter,
kunstvoller werden auch ihre Werke und Produkte sein, weil bei ihnen ihre
Seele schon in einem näheren Verbande mit ihrem Geiste steht und umso höher
in der Ordnung alles Erkennens und Bewußtseins emporsteigt und stets mehr
Entsprechung findet zwischen Materie und Geist und sich deshalb die Materie am
meisten dienstbar machen kann. Am meisten aber wird das erst jenseits bei
vollendeten, in ihrem Geiste wiedergeborenen Seelen der Fall sein, denen dort
nichts mehr unmöglich sein wird. 32
Ev 4, 59,6) Der im Tiefschlaf befindliche Zorel sieht in seiner Seele
noch einen innersten Lichtmenschen aufkeimen, dessen Leib die Seele ist.
Dieser hatte bis dahin noch keine Stärkung erhalten, jetzt wurde er durch das
Wort Jesu belebt, und da fing er an, zu wachsen, bis er seine ganze Seele,
sein Kleid, erfüllt hatte mit seinem rein geistigen Wesen. 33
Ev 4,76,5)7) „Das innere, geistige Denken können wir nur von einem Geiste,
und zwar vom alles durchdringenden Geiste Gottes in uns selbst lernen, da nur
der Seele innerste Sehe, dessen Licht alles durchdringt, weil es ein innerstes
und reinstes Licht ist. „Wenn dein Geist in dir wach wird, so wirst du seine
Stimme wie leichte Gedanken in deinem Herzen vernehmen. Die mußt du wohl anhören
und dich darnach in deiner ganzen Lebenssphäre richten, so wirst du dadurch
deinem eignen Geiste einen stets größeren Wirkungskreis verschaffen. Also
wird der Geist wachsen in dir bis zur männlichen Größe und wird
durchdringen deine ganze Seele und mit ihr dein ganzes materielles Wesen.“ 34
Ev7,77,2)9) Agrikola sagt, er habe sich bei der Bekehrung durch Jesus
stets heimisch gefühlt, bei dem Gespräch mit Raphael habe er sich aber
ordentlich sich selbst entfremdet gefühlt; was bedeutet das? Jesus antwortet
ihm: „Solange du dir selbst nicht gewisserart fremd wirst, bist du dem
Reiche Gottes eben noch nicht gar zu besonders nahe; aber wenn du dir einmal
selbst so etwas fremd vorzukommen anfängst, so ist das ein Zeichen, daß dein
Geist in dir ein wenig aufgerüttelt worden ist und ein wenig in deiner Seele
einen Schritt vorwärts getan hat. Und weil du das in deinem Leben gewissermaßen
das erstemal verspürst, so ist das eben ein Zeichen, daß sich dein Geist in
dir so ein wenig mehr zu regen angefangen hat. Und das kannst du immer für
ein ganz gutes Zeichen halten. Es wird dir das noch mehrere Male, und das
stets in einem entschiedeneren Grade, widerfahren. Wenn du aber solch eine
Erfahrung machst, da sei darob nur sehr froh und heiter; denn darin liegt eben
ein Hauptzeichen, daß sich dein innerer Geist gar stark mit deiner Seele zu
einen angefangen hat! Denn solange du in deinem alltäglichen und
heimatduftenden Gefühle dich befindest, so lange bist du noch dieser Welt
angehörig und hast keine Fähigkeit in dir, dich dem Reiche Gottes wahrhaft nähern
zu können; denn wenn der reine Geist einmal im Menschen erwacht und mit
seinem Leben und Lichte den ganzen Menschen zu durchdringen beginnt, so
beginnt im Menschen auch ein ganz anderes und sage
ein ganz neues Leben, das er früher nicht geahnt hatte;...
nun, da kann es einem lange an alle Welt gewohnten Menschen eben nicht sehr
heimatlich zumute werden: wenn er sich aber mit der Zeit in seiner neuen,
inneren und allein wahren Lebenswelt mehr und mehr wird heimlich (heimatlich,
heimisch) zu fühlen anfangen, so wird ihm dann die Außenwelt in gleicher
Weise stets unheimlicher zu werden anfangen. „ 35
Ev 3, 53,9)18) Durch die möglichst genaue Beobachtung der Lehre:“
„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!“ „wird der
im Menschen anfänglich sehr gefesselte Geist freier und freier, wächst und
durchdringt endlich den ganzen Menschen und zieht sogestaltig alles in sein
Leben, das ein Leben Gottes ist und daher ewig dauern muß, und zwar in der möglich
höchsten Seligkeit! Ein jeder Mensch aber, der also gewisserart in seinem
Geiste wiedergeboren wird, wird nimmer einen Tod sehen, noch fühlen oder
schmecken, und die Loswerdung von seinem Fleische wird ihm die höchste Wonne
sein, wie dem Gefangenen , der aus dem Kerker kommt. Was ein solcher
vollendeter Geist im Menschen dann will, das geschieht und muß
geschehen, weil es außer der Lebenskraft des Geistes in der in der ganzen
Unendlichkeit Gottes keine andere Kraft und Macht geben kann, denn das wahre
Leben ist allein Herr und Schöpfer, Erhalter; Gesetzgeber und Lenker aller
Kreatur, und es muß darum alles der Macht des ewig allein lebenden Geistes
sich fügen.“ 36
Ev 7,103,3)6) Raphael sagt: „Es ist in mir aber nur ein Fünklein des
Geistes Gottes; aber dieses steht im Verbande mit dem ewig unendlichen Geiste
Gottes. Und was der ewig unendliche Geist Gottes will, das will mit Ihm auch
das engverbundene Fünklein in mir, dessen ich allzeit inne werde, und das
nichts anderes wollen kann, als was Gott will, und so geschieht das auch im
Augenblick, was in mir Gottes Geist will. In euch liegt zwar auch derselbe
Funke verborgen, aber noch so wie in einem Samenkorne der lebendige Keim.
Solange aber das Samenkorn nicht ins Erdreich kommt, bleibt es wie tot; erst
wenn im Erdreich alles Äußere und Materielle hinwegfällt und nur sein
SeelischSubstantielles sich mit dem lebendigen Keimgeiste eint, dann auch fängt
solcher Geist an, tätig zu werden, und wirkt Wunder, die ihr schon zahllose
Male gesehen habt. Also aber muß auch der materielle Mensch durch seinen
freien Seelenwillen alle materiellen Bestrebungen in sich gleichsam töten und
vernichten. Er muß an nichts Weltlichem mehr mit einer gewissen Liebe hängen.
Sein Streben muß sein: Gott stets mehr zu erkennen, zu lieben und den ihm
geoffenbarten Willen Gottes in allem zu erfüllen, und sollte daß der Seele
und ihrem Leibe noch so große Opfer kosten. Dadurch wird dann der göttliche
Geist im Menschen tätig, erfüllt bald den ganzen Menschen, macht ihn Gott ähnlich
und gibt ihm alle Kraft und Macht und das ewige, unverwüstbare Leben. 37
Ev2, 41, 4)5) Wer die wahre lebendige Liebe zu Gott in sich erweckt
„der erweckt seinen von Mir ihm gegeben Geist, und da dieser Geist Ich
Selbst bin und sein muß, weil es außer Mir ewig keinen andern Lebensgeist
gibt, so erweckt er dadurch eben Mich Selbst in ihm, ist dadurch in’s
ewige Leben vollauf eingeboren und kann hinfort ewig nimmer sterben und ewig
nimmer vernichtet werden, auch durch Meine Allmacht nicht, weil er mit mir
Eins ist.“ 38
Ev 5,76, 13)15) Der Gott Liebende und Seine Gebote Haltende wird stets
einiger mit dem Erkennen und Wollen Gottes; er wird immer weiser und in
gleichem Maße auch mächtiger im Wollen; er wird die wirkenden Lebenskräfte
nicht nur fühlen, sondern auch schauen und durch die Inhabung des freiesten
Willens Gottes sie auch bestimmen können, so oder so tätig zu werden,
denn alle Kräfte der Unendlichkeit strömen von Gott aus, sind Ausstrahlungen
Seines willens, die tätig werden, wenn der Mensch seine winzige
Willensfreiheit mit der endlos großen göttlichen vereinigt. 39
Ev 5, 82, 6)83,9) „Je
mehr des erkannten reingöttlichen Willens du in dein Herz als unablässige
Richtschnur deines Lebens in dein
Herz, wohlverstanden! aufgenommen
hast, desto wunderbar mächtiger werden die Wirkungen deines Willens aus Gott
sein“ Aber es muß eine Fertigkeit in der Anwendung dieser erworben werden.
Diese erlangt man allein durch die Macht der reinen Liebe zu Gott und zum Nächsten,
die in der Seele den lebendigen Glauben und ein unerschütterliches Vertrauen
schafft, ohne das man nichts vermag. So mißlingt z.B. die Heilung eines
Blinden beim geringsten Zweifel. „Wenn du dich aber in die Liebe zu Gott
allermächtigst erregest, so wird dieses höchste Liebe und Lebensfeuer nicht
nur seine Seele selbst allermächtigst beleben, sondern er wird geistig weit
über deine FormSphäre hinausdringen mit einer unwiderstehlichen Allgewalt
und wird dort ganz konzentriert wirken, wo dein Gotteswille, natürlich mit
aller Weisheit und Klugheit, etwas ergriffen hat. Wird da dann der Blinde von
deinem Gotteswillen ergriffen und sogleich in den Brennpunkt der allermächtigsten
Liebe Gottes, deren deine Seele voll ist, gestellt, so muß er ja auch
augenblicklich als vollkommen sehend dastehen, denn im höchsten Liebe und
Lebenslichte und Feuer aus Gott muß jeder Tod weichen, auch der eines
lichtabgestorbenen Auges, das natürlich ohne Licht so gut tot ist als der
ganze Leib ohne Odem und Pulsschlag. Dadurch ist dann auch die Erweckung
eines Verstorbenen augenblicklich ermöglicht; denn wenn der dein Herz erfüllende
göttliche Wille und dessen Weisheit einer Wiedererweckung irgendeines
Verstorbenen nicht entgegen sind, so brauchst du den Toten nur unter den
Brennpunkt deiner Liebe zu Gott dem Herrn zu stellen, und er lebt vollkommen
wieder. Das aber braucht für euch Menschen eine starke Mühe und ausharrliche
Übung, denn man muß das Herz wohl im höchsten Grade also beugsam machen,
auf dass es sich in jedem Augenblicke in’s höchste Vollmaß der Liebe zu
Gott stürzen kann...Gott über alles aus allen Lebenskräften lieben aber ist
eben nicht so leicht, als du es dir vorstellst.“ Dazu gehört ein vollkommen
reiner Lebenswandel nach den Mosaischen Gesetzen und allereifrigste
Selbstverleugnung. 40
Ev 5, 160,1)8) Mancher müht sich 20 Jahre ab und kommt nicht zur
Vollendung. „Ja, warum konnte denn dieser recht ehrlich strebende Mensch
nicht zur Wiedergeburt des Geistes gelangen? Eben darum, weil es alles Gute
nur darum tat, um sie zu erreichen. Wer Gott und den Nächsten eines anderen
Motives wegen, als Gott um Gottes und den Nächsten
um des Nächsten willen rein liebt, der kommt nicht zur völligen
Wiedergeburt, weil diese ein unmittelbarster Verband zwischen Gott und dem
Menschen ist. Durch solche Motive setzt der Mensch eine, wenn auch noch so dünne,
aber dennoch das geistige Licht nicht durchlassende Scheidewand zwischen sich
und Gott und kann darum nicht völlig Eins werden mit dem Geiste Gotte.“ 41
Ev 3, 240,2)243,9) Wenn mancher Mitarbeiter sagt: Die Lehre ist
ergreifend, aber die Verheißung geht immer noch nicht in Erfüllung, der Herr
sollte uns doch nicht im Stich lassen, so fraget ihn, ob er die Bedingungen
auch genau erfüllt habe. Das wirksamste Mittel zur Erreichung der
Kindschaft Gottes ist die Liebe zu Gott und zum Nächsten; ihr zur Seite steht
die wahre Demut, Sanftmut und Geduld. Der Mensch prüfe sich, ob er dem armen
Bruder freundlichsten Herzens in wahrer Bruder und Nächstenliebe etwas
verabreicht und stets den Wunsch hat, seine Brüder und Schwestern so glücklich
wie möglich zu machen in aller Freundlichkeit, durch Rat, Wort und Tat! Mit
dem bloßen Wissen und dem Glauben ist es noch nicht getan, überlassen ist
uns das bilden des Herzens, das Erwecken des rechten Gefühls, das alles
belebt, ordnet und Ruh und Seligkeit gibt. Die Tat muß nicht dem Verstande,
sondern aus dem Herzen entspringen, und das Gute nur des guten Willen, nicht
aber nur der Vorteil kündenden Verheißung wegen getan werden. Alles muß der
Mensch sich zum Herzen nehmen; in diesem weilt das Leben. Was er in’s Herz
legt, wird aufgehen und die verheißenen Früchte tragen. Wem wir das
antworten, der wird zu trachten anfangen, in seinem Herzen tätig zu werden. 42
Ev 7, 223,9)19) Wer einmal ernstlich den Weg zum Reiche Gottes und zum
Leben des Geistes betreten hat,
„dem wird auch ohne sein Wissen von Gott aus geholfen, dass er weiter und
endlich sicher auch an’s ziel kommt. Gott wird die Einung der Seele mit dem
Geiste aus Ihm freilich wohl nicht mit seiner Allmacht erzwingen, aber Er wird
des Menschen Herz stets mehr erleuchten und es erfüllen mit wahrer Weisheit
aus dem Himmeln, und der Mensch wird dadurch geistig wachsen, kräftiger
werden und alle Hindernisse, die sich ihm noch irgend in den Weg stellen könnten
zu seiner größeren Prüfung, stets leichter und zuversichtlicher überwinden.“
Er erreicht dies durch das Wachsen der Liebe zu Gott und zum Nächsten. 43
Ev 8, 151,6)7) „Wo seine Liebe zwischen den Reizen der Welt und mir
hin und her schwankt und nicht zu einer halben Stärke auf Meiner Seite
gelangt, ja, da kann Ich solch einer Windfahne von einem Menschen noch
nicht unter die Arme greifen und ihm eine volle Festigkeit geben. Denn den
guten Anfang muß der Mensch selbst infolge des ihm zu dem Lebensbehufe
verliehenen freien Willens machen. Die volle Vollendung ist dann erst Meine
Sache.“ 44
Lbl 1,37 „Alle werdet ihr die Umhüllung der Seele ablegen müssen,
so ihr reif seid. Bittet, dass ihr recht lange darin belassen werdet, aber
nicht des Wohllebens auf Erden wegen, sondern damit ihr die Seele zur rechten
Reife bringen könnet! 45
Vb 9,23 Wer sein eigenes Examen gut macht, der trägt sehr viel dazu
bei, dass das gemeinschaftliche auch gut ausfällt, weil die Gemeinschaft mit
ihren Gliedern einer Maschine gleicht, wo die Räder und alle Teilchen wohl in
einander greifen, da nur so, etwas Ersprießliches dadurch geleistet werden
kann, wenn alles gut funktioniert.“ 46
Lbl III, 176 „Sehet, das ist Mein Verlangen, euch immer mehr zu
besitzen, euch stets mehr Mein Eigen nennen zu können, und ist das auch euer
Verlangen und höchstes Streben, mit mir eins zu werden, da kann die völlige
Verschmelzung, die Einswerdung im Geiste, nicht lange unterm Wege verbleiben,
denn wo der Wille Gottes auch der Menschen Wille ist, wo Gott und Mensch nach
Einem Ziele streben, da kann’s nur eine selige Vollendung geben. 47
Sp 8384 In Johannes 3,30 heißt es: „Er muß wachsen, ich aber muß
abnehmen.“ Beim Lesen des Wortes sind Seele und Geist nach außen gerichtet.
Es folgt die Aufnahme des Wortes in das innere Gefühlleben. Hat es dort
Wurzel gefaßt, so fängt es an zu wachsen und wird größer und größer, und
der neue Gefühlsmensch bekommt keine ruhe, als bis er das eigentliche große
und heilige „Er“ in sich gefunden hat. Hat er Es gefunden, so wird er
vollends in dieses „Er“ übergehen wollen.
Wiedergeburt (Aus den
NeuSalemsSchriften) 1
Ev 11, 120122 Schon vor Jesus kamen Gerechte durch Sichversenken in das
Innere das Geistes zur Wiedergeburt. Die Gottheit konnten sie aber nicht
schauen, und ihr Einbringen in die höchste Vollendung erschien ihnen als ein
Aufgeben in die Unendlichkeit, in der das Wesen der Gotteskraft wohl geistig
empfunden werden, nicht aber der Seele anschaulich in einer Person dargestellt
werden konnte. Jesus sagt, erst nach Seinem Tode würden diese vor Ihm
gestorbenen Gerechten auch im Stande sein, durch Erschauung der nun persönlichen
Gottheit in ewiger Gemeinschaft mit Dieser zu leben, in der Stadt, da Gott mit
Seinen Kindern zusammen wohnen werde. Jesus sagt dann: Alle, welche die früheren
Wege wandeln wollten, könnten sehr wohl zur Wiedergeburt der Seele gelangen,
aber nicht zur Gemeinschaft mit Ihm. Letztere sei nur
möglich durch den Glauben an Ihn. „Ich bin die Pforte, eine andere
gibt es nicht, und wer die Wege zum Himmel betreten will, ohne Mich kennen zu
wollen, der kann wohl einen hohen Grad Vollkommenheit erreichen, nie aber in
klare anschauliche Gemeinschaft mit Gott selbst gelangen.“ 2
Ev 4, 225,3)4) Die lebensvollendeten Mohren erkannten bei Jesu nur
Dessen Seele, ihre Weisheit und Kraft, nicht aber Seinen Geist, weil einen
Geist Gottes nur ein Geist aus Gott erkennen kann. Jesus legte nun einen
Geistfunken in ihre Seele, da wußten sie, mit Wem sie es zu tun hatten. Jesus
sagt zu den Seinen, sie würden, zwar nicht durch ihr Verdienst, aber durch
Seine Liebe, Gnade und Erbarmung, Geistesgeborene werden, und dann würden
sie, nicht aus der Kraft der Vollkommenheit ihrer Seelen, sondern aus der
Kraft des Gottesgeistes Größeres vollbringen als diese Mohren. 3
Ev 3, 171,2)7) Jesus sagt zu den Jüngern: Die Wiedergeburt des Geistes
werde erst nach Seiner Auffahrt, und nachdem Er dann Seinen Geist über die
Seinen ausgeschüttet haben werde, möglich sein. „Bis dahin aber kann
Niemand im Geiste völlig neugeboren werden, wie, von Adam angefangen, auch
Niemand, selbst Moses und all den Andern nun verkündeten Akt werden von Adam
an Alle an der Wiedergeburt des Geistes teilnehmen, die in der Welt geboren
wurden und in ihrem Leibesleben wenigstens eines guten Willens waren, wenn
schon nicht immer tätig darnach.“ 4
Pr 129 Die Ausgießung des heiligen Geistes machte die Jünger zu
Wiedergeborenen, „denn dadurch vollzog sich in ihnen die klare Scheidung des
Geistigen vom Weltlichen, das Verstandesleben hörte auf zu regieren, und das
Geistes oder Herzensleben begann. 5
Ev 4, 263,3)10) Aus der tatsächlichen Verfolgung des Wortes Gottes
kommen wir zur Wiedergeburt des Geistes in seine Seele. „Wer das erreicht
hat, der hat dann auf einmal mehr der wundervollen Fähigkeiten in sich, als
alle alten Väter bei aller ihrer Seelenvollkommenheit je besaßen.“ Diese
verrichteten Wunder, aber sie verstanden sie nicht. Richtig anwenden konnten
sie diese Kraft nur dann, wenn sie von Gott dazu erweckt wurden. Sonst
bedienten sie sich dieser Kraft oft, wo es gar nicht nötig war, wie spielende
Kinder. „Aber ganz anders verhält es sich mit der Allmacht des Geistes, so
er einmal vollkommen in der Seele herüber wiedergeboren ist; denn dadurch
tritt er in die volle Gemeinschaft Meiner unendlichen und ewigen Allmacht,
Meiner Liebe und Weisheit, Meiner Einsicht, Erkenntnis und Meines
Willens...Darum bin Ich ja nun Selbst gekommen, um euch für das kleine
verlorene Paradieslein den ganzen Himmel des reinsten und mächtigsten Geistes
aus Mir Selbst zu geben.“ 6
Ev 11, 117 Wenn sich die Seele völlig ihrem Geiste unterordnet und
irdisch wunschlos geworden ist, allein nur nach Geistigem strebt, dann hat der
vollendete Mensch eine Stufe erreicht, die die irdischen Weisen „Nirvana“
nennen, das ist die Wiedergeburt der Seele. Jenseits gibt es noch eine andere
Wiedergeburt, die des Geistes. Sie besteht in unauslöschlicher Gemeinschaft
mit Gott, ihre Folge ist höchste Glückseligkeit als Kinder im Vaterhause. 7
Ev 4, Lbl III, 152 „Wenn wir den Liebefunken in uns erkennen, wenn
wir unser ganzes Tun und Lassen auf ihn konzentrieren, wird er sich schließlich
über den ganzen Menschen erstrecken, was so viel heißt als: wiedergeboren
sein. Dem Wiedergeborenen dient
die Materie nur noch als notdürftige Umleitung der Seele und des Geistes, er
lebt nur dem Geiste und ist für die Welt so viel als nicht vorhanden. Sein
Gemüt steigt empor in’s Reich des Lichtes, der Seligkeit und Wonne, wo
Liebesströme und Gnadenfluten ihn umrauschen... Das kann der reine
Geistesmensch nur fassen, in dem die Welt versunken ist, in dessen Seele eine
neue Welt, ein neuer Himmel, ein neues Jerusalem erbaut wird.“ 8
Ev 4,120, 15)16) Erst wenn der Geist der Seele zu erwachen beginnt,
wird es nach und nach lichter in der Seele; sie fängt an, sich genauer zu
erkennen und in sich selbst ganz verborgene Dinge zu entdecken, mit denen sie
freilich noch nicht viel zu machen weiß. Erst wenn der Geist und sein mächtiges
Licht in der Seele ganz zur vollen Tat werden, dann auch kehrt alle Erinnerung
in die Seele zurück, aber natürlich alles in einem verklärten Lichte; da
gibt’s dann keinen Trug und keine Täuschung mehr, sondern nur eine
allerhellste himmlische Wahrheit, und die Seele ist dann selbst Eins mit
ihrem göttlichen Geiste, und alles in ihr und außer ihr wird zur höchsten
Wonne und Seligkeit.“ 9
R Bl II, 344 Wenn der Mensch zu einem rechten Erkennen gelangt ist,
wird dieses den Willen leiten. Ist er gut und wahr, so wird Erkennen und
Willen einander stets befreundeter, bis sie endlich Eins werden. Der Wille
ist das Leben der Seele, das Erkennen liegt im Geist. Die Verbindung beider
gibt die Wiedergeburt. 10
Vb 6, 52 „Bei der wahren Wiedergeburt muß das Innere und Äußere
gleich sich äußern. Wie gefühlt wird, so muß auch gehandelt werden, denn
der Geist ist wahr und regt und treibt niemals zu etwas an, was geistig
schaden würde.“ 11
Ev 4, 226,1)3) Wenn eine Seele vollendet ist so geschieht alles in ihr
nach dem Willen des Geistes der der Wille Gottes ist. 12
Ev2, 141 2)6) Der normale Mensch muß in den Entzückungsschlaf versetzt
werden, es muß ihm durch den Schlaf des äußeren Auges alles Weltanschauung
benommen werden, wenn seine Seele befähigt werden soll, mit ihren freieren
Sinnen das Übersinnliche, in’s Geistige Übergehende, wahrzunehmen. Die
Jarah war vollendet, der Engel spricht zu ihr: „Du... bist mit deiner Seele
ganz in den Geist übergegangen und hast mit der Materie der Welt daher gar
keine Gemeinschaft mehr. Dein irdisch Aug ist zum Auge deiner Seele geworden
und dein Seelenauge zum Auge deines ewig unsterblichen Geistes.“ Des
Menschen Geist fasse die ganze Unendlichkeit in sich. Wenn der vollendete z.B.
einen Stern in sein Gemüt aufnimmt und das Auge des Geistes und
das Fleischauge auf den Gegenstand richtet, so entsteht ein Konflikt
des inneren Geistbildes mit der äußeren Form desselben Bildes. Aus diesem
Konflikt wird es dann in der Seele vollends Licht über den Gegenstand, und
dieser stellt sich dann so dar, wie er wirklich ist. 13
Ev 8, 59,8)60,15) „Wenn ein Mensch im Geiste wiedergeboren ist, kann
er auch in allen seinen Seelen und Leibesteilen denken und für sich ganz
wohlvernehmbar reden und ist dann in seinem ganzen Wesen Mir gleich, Geist,
Liebe, Kraft, Gedanke und ein vollends lebendiges Wort.“ Das alles ist der
Mensch dann aus seinem bejahenden Herzenskämmerlein geworden. Unsere Erde ist
das Herzenskämmerlein des großen Schöpfungsmenschen, Satans. Die andern
Weltkörper mit ihren Menschen verhalten sich zu uns wie unsere anderen Leibes
und Seelenteile zu unserem Herzenskämmerlein. Durch den Willen Gottes strömt
von uns aus alle Bildung in die Weltkörper und ihr Bewohner, und der große
Schöpfungsmensch wird so durch Gott von uns aus in allen seinen Teilen
durchdrungen, und unsere Liebe und unser Licht soll einst in der ganzen
endlosen Größe des Urschöpfungsmenschen wirken und leuchten. Der verlorene
Sohn kehrt so in kleinem Maßstabe mit der Wiedergeburt des einzelnen Menschen
hier, im großen mit der Wiedergeburt des großen Schöpfungsmenschen wieder
zu Gott zurück. 14
Ev 5, 51,3)7) Du erfährst, dass deine Seele Eins geworden ist mit
ihrem Geiste, „Wenn du in dir keinen Hochmut, keine Ruhmsucht, keinen Neid,
keine Hab und Glanzsucht, keine Eigenliebe, aber dafür desto mehr Liebe zum Nächsten
und zu Gott lebendig und wahr fühlen wirst, und es dir eine wahre, dich tief
rührende Herzensfreude machen wird, dein ganzes Hab und Gut im Notfall an
Arme und sehr Not leidende Brüder und Schwestern verteilt zu haben, ja, wenn
du ein ordentliches Leid in deinem Herzen fühlen wirst, irgendeinem Armen
nicht helfen zu können, wenn dir Gott alles und die ganze Erde mit ihren Schätzen
und Ehren nicht sein werden.“ Dann ist die Seele, wo nötig, durch ihr pures
Wollen wundertatskräftig.“ 15
Ev 4, 110, 10)4) Wenn der Mensch den Willen Gottes zu seinem eigenen
macht durch sein Handeln, so wird Gottes Ebenbild im Menschen lebendig. Dieses
wächst dann und durchdringt des Menschen ganzes Wesen. Das Ebenbild ist ein
vollkommenstes Ebenmaß Gottes. Geschieht dies, so ist die Wiedergeburt des
Geistes erlangt, und der Mensch ist ebenso vollkommen wie Gott. „Wie Sich
aber der Vater in Mir stets findet, also finde auch Ich Mich im Vater, und
ebenso müsset ihr euch in euch selbst finden, so werdet ihr euch dadurch auch
in Gott finden, und Gott wird sich finden in euch. Wie da Ich und der Vater
Eins sind, müsset auch ihr zuerst in euch Eins sein mit dem Ebenmaße Gottes
in euch. Seit ihr das, da seid ihr dann auch mit mir und mit dem ewigen Vater
in Mir Eins geworden, dieweil Ich und der Vater in mir vollkommen Eins sind
von Ewigkeit.“ 16
Ev 4, 244,6) Eine Seele kann „solange in keine wahre und dauernde Glückseligkeit
eingehen...als bis sie sich selbst frei bestimmend, in Meine Ordnung
eingegangen ist.“ 17
Ev 7, 183, 11)14) „Die Hauptsache ist und bleibt das unablässige
Bestreben, nach der vollen Wiedergeburt des Geistes in die Seele: denn durch
dies ganz allein erst wird der Mensch in alle Wahrheit und Weisheit gehoben,
und er hat dann ein vollkommenes zusammenhängendes Licht vom Irdischen bis
in’s rein geistig Himmlische, und mit dem Lichte auch das ewige Leben, was
dem endlos mehr ist als alle Wissenschaften in allen dingen der Natur.“ 18
Ev7,160,2)4) Ein seelenvollendeter Oberägypter sagt zu Petrus:“ Mit
der Zunahme des Glaubens an Kraft und Festigkeit aber wächst auch die
Begierde und die Sehnsucht, das Geglaubte auch einmal in seiner Vollkommenheit
zu schauen und dadurch im höchsten Lebensmaße zu genießen. Und siehe,
Freund, demnach steht das Schauen wohl um gar unbeschreibbar vieles über dem
puren Glauben; denn das Schauen ist ja eben die ewige Krone des
Glaubens....Das Vermögen werdet ihr erst dann überkommen, wann ihr im Geist
aus Ihm völlig wiedergeboren werdet.“ 19
Ev4, 215,1)216,9) Bei der im Gemüte vollkommenen Seele geht das
Empfinden, Fühlen und wollen, gleichwie die Lichtstrahlen aus und von der
Sonne, nach allen denkbaren Seiten weit und wirkend hinaus. Je näher an der
Seele, desto intensiver und wirksamer ist denn auch der beständige Ausfluß
des Denkens, Fühlens und Wollens.“ Der vollendeten Menschenseele ordnen
sich alle beseelten Kreaturen unter, sie nehmen aus deren Außenlebenssphäre
geistiges Lebenslicht und geistige Lebenswärme und werden dadurch sanft,
duldsam und gehorsam. Sie wollen ja einst selbst Menschenseelen werden, sie
sind Vorgefäße zur Sammlung und Ausbildung der allgemeinen
NaturseelenLebenskraft im Schöpfungsraume, aus der auch unsere Seelen
herangebildet sind. Die Tierseelen empfinden das Ausströmen einer
ordentlichen Menschenseele und können sich gegen diese nicht erheben. Der
Einfluß des Menschen ist schon ersichtlich an den Tieren des hartherzigen und
stolzen Besitzers im Gegensatz zu einem guten alt patriarchalischen. Die
seelische Lichtsphäre der vollendeten Seele faßt Liebe, Glauben, Vertrauen,
Erkennen, Wollen und Gelingen in sich. 20
Ev 4, 221,4)6) Die vollendete Seele ist Herrin über alles Kreatur. In
besonders erregten Momenten erkennt sie auch die Gedanken der Menschen, ihr
starke Außenlebenssphäre nimmt sie wahr. Durch die Vereinigung ihrer Außenlebenssphäre
schlägt sie den Feind in die Flucht. 21
Ev4, 217, 9) Der Wiedergeborene ist Gott ebenbürtig, er ist die
Ordnung Gottes selbst geworden. In dieser kann er dann aus sich in aller
seiner Lebensfreiheit wollen, was ihm beliebt, und es muß nach seinem Willen
geschehen. Seine Kraft erstreckt sich auf alle Kreatur alle Elemente
dieser Erde, aber auch über die ganze Schöpfung im endlosen Raume.
„Sein Wille kann den zahllosen Welten Gesetze vorschrieben, und sie werden
befolgt werden,...denn er ist in allem Eins mit Mir.“ 22
Ev 5, 75, 8)9) „Mit der Kraft Meines Namens aber werdet ihr nur nach
Meinem in eurem Herzen sich klarst zu erkennen gebenden Willen und nie wider
denselben wahrhafte Wunder zu wirken im Stande sein.“ 23
EV 2, 69, 6)8) „Wollet ihr aber wirken in Meines Namen, so muß Ich
auch in aller Fülle der Wahrheit ganz in euch sein, durch die Liebe und den
lebendigen Glauben. Seid ihr aber das, so möget ihr zu jenem Berge sagen:
„Hebe dich und stürze dich in’s Meer!“ „und es wird geschehen nach
eurem Willen. Aber wohlgemerkt: Ohne Mich vermöget ihr nichts!“ 24
Adv 9394 [92] Der wiedergeborene kann dasselbe wirken wie Gott. 25
Ev 6, 85,4) Wer in sich gefunden und erkannt hat, was das Leben ist,
wie es denkt und will, „der ist dann auch ein wahrer Meister des Lebens wie
auch des Lebens seiner Mitmenschen geworden und kann dann auch das tun, was
Ich an deinem Sohn getan habe, ja, er kann noch mehr, siehe, er kann sich
selbst völlig unsterblich machen.“ 26
Ev 8, 24,13)17) Ohne den Geist würde die Seele wohl eine instinktmäßige
Vernunft in etwas höherem Grade haben als das Tier, aber den Verstand, die
freie Beurteilung der Dinge, das Unterscheiden von Wahrem und Falschem, Gutem
und Bösem, das frei Denken und Wollen bewirkt der Geist in ihr. Diesem kann
sie sich wenn sie sich für das Wahre und Gute bestimmt, gleich machen, so daß
sie dann so gut wie Ein Wesen mit ihm wird. Zu dieser Wiedergeburt können
auch die edleren Leibesteile einer vollkommenen Seele, die Leibesnaturgeister,
gelangen. Sie können in den geistig substantiellen Leib, den wir das
„Fleisch der Seele“ nennen können übergehen und von da in den
essentiellen Leib des Geistes. Das ist dann die wahre Auferstehung des
Fleisches am jüngsten Lebenstage der Seele, der bei der Wiedergeburt
eintritt, entweder schon hier oder etwas mühevoller und langwieriger im
jenseits. 27
Ev 5,13,2)14,15) Jesus sagt, der vollendete Mensch wird nicht nur das,
was Er tue ausführen können, sondern noch viel Größeres. Denn einmal wird
er, wenn Gottes Wille ganz der seinige geworden ist, das leisten können, was
Gott vermag, zweitens aber verliert er nicht seinen eigenen freien Willen und
kann nicht nur alles aus Gott heraus wollen, sondern alles auch ganz
ungebunden frei aus sich heraus, noch ein Mehr über Gottes Willen hinaus. Es
ist das zu vergleichen mit einem gewöhnlichen Spiegel und einem Hohlspiegel.
Gott gibt das Licht aus der von Ewigkeit her genaust abgewogenen Ordnung. Von
diesem Licht ist auf dem ordnungsmäßigen und natürlichen Wege nicht ein außerordentliches
Mehr zu erwarten, wie denn das Licht der Sonne nicht einen Diamanten schmelzen
wird. Aber der Mensch kann mit einem Hohlspiegel das zerstreute Licht
zusammenziehen und es in einen Brennpunkt vereinigen und er richtet
dann mit diesem Licht ein Mehreres und Größeres aus denn Gott mit dem
Sonnenlicht. Um vieles mehr noch kann der Mensch dann mit dem Gotteslichte
ausrichten, wenn er es sammelt im Demuts-Hohlspiegel seiner Seele. Mit
diesem kann der Mensch in seinem kleinen Bezirke dann Taten zu Stande bringen,
die im Verhältnis zu den Taten Gottes größer sein müssen, als er das Licht
Gottes bis zu einer unaussprechlichen Potenz verdichten kann und dadurch in
seinem kleinen Bezirk mit der allerintensivsten Feuermacht des innersten
Wollens Gottes Taten verrichten kann, die Gott zwar auch verrichten könnte,
die Er aber der Erhaltung der ganzes Schöpfung wegen nie verrichten darf.
„Meine wahren Kinder werden sogar mit jenen Kräften Meines Herzens und
Willens ordentlich herumspielen können“, die noch nie zur Anwendung
gebracht worden sind. Diese „freilich etwas selten gewordene Menschenart ...
ist äußerlich äußerst gefällig, dienstfertig, geduldig, sanft, bescheiden
und voll Demut und Liebe gegen Jedermann, der ihre Dienste benötigt. Diese
Art gleicht unserem magischen, nach innen eingebogenen Spiegel. Wenn das Licht
des Lebens und des Erkennens aus Mir auf solch einen Seelenspiegel fällt, so
wird dessen in’s irdische Tatenleben herüber rückstrahlendes Licht das Gemüt
und den eignen freien Willen für alles gute, Liebe, Schöne, Wahre und Weise
erbrennen machen und alles, was unter den Brennpunkt des vielfach verdichteten
Geistlichtes fällt, wird höchst klar erleuchtet und durch des inneren Lebens
hohen Lebenswärme-Zustand schnell in seiner ganzen Fügung entfaltet.“ 28
Pr 104 „So wie Meine Jünger Wunder wirken und Kranke heilen konnten,
bloss durch den Nachspruch des Wortes, so solltet auch ihr und alle Meine künftigen
Nachfolger gestärkt werden, um im festen Vertrauen auf Meine Macht und
Mitwirkung Taten zu verrichten, die dem gewöhnlichen Menschen fremd, ja unmöglich,
dem geistig Wiedergeborenen aber ein Leichtes sein werden. Die Zeiten und Verhältnisse
werden euch dazu erziehen.“ 29
Ed 224230 Die Seele Jesu durfte nur tun, was der Geist des Vaters in
Ihm wollte. Entsprechend muß auch schon der Wiedergeborene wie jeder Andere
zum Vater kommen, wenn er irgend etwas von Ihm haben will. „Darum aber müsset
auch ihr euch unter einem wiedergeborenen Menschen nicht irgend einen
permanenten Wundertäter in allen dingen vorstellen“...Die Zeichen der
Wiedergeburt sind „nur inwendig im Menschen und werden äußerlich nur dann
ersichtlich, wenn es von Nöten ist.“ Menschen mit dem zweiten Gesicht sind
nicht als Wiedergeborene zu betrachten dieses wegen, denn das ist
„nur eine Folge ihres Nervensystems, durch das die Seele leicht
vermittelst des Nervengeistes Anschauungen aus ihrem Seelenreiche in den
Leibesorganismus überträgt, weil eben dergleichen leicht erregbare Nerven in
dieser Sache nicht hinderlich wirken. Starke Nerven können das freilich
nicht, daher auch starknervige Menschen selten oder gar nicht das sogenannte
zweite Gesicht haben.“ Die Erzählungen aus dem zweiten Gesicht entbehren
auch allen Zusammenhangs und liegen unter einander wie abgefallene Blätter in
einem Walde. Der Grund liegt darin, dass ihr Geist und ihre Seele noch nicht
miteinander, während aus dem Munde eines Wiedergeborenen, wenn auch um teile
nur erst, jede Darstellung geistiger Dinge den rechten Grund und den vollsten
Zusammenhang beurkundet. Deshalb muß man als Folge der Wiedergeburt nicht
irgend läppische Wunderdinge erwarten, sondern ganz natürliche Früchte
eines gesunden Geistes und einer durch ihn gesund gewordenen Seele. Der
wiedergeborene weiß es, dass man mit den Gaben des heiligen Geistes keinen
Taschenspieler machen darf, daher wendet er Zeichen nur dann an, und gewöhnlich
im Geheimen nur, wenn sie von Nöten sind...Liebe zu Mir, große Herzensgüte,
Liebe zu allen Menschen, das ist in einem Bündel beisammen das richtige
Zeichen der Wiedergeburt.“ Auf das Wort eines wahrhaft Wiedergeborenen
sollen wir alles halten, weil dieser nichts gibt als was er empfängt, aber
auf alle anderen Visionen, Träume und andern Wahrsagungsmittel sollen wir
nichts geben, weil sie von argem Gesindel herrühren, das in zahllosen
Gelegenheiten das menschliche Fleisch bekriecht. Wenn der Wiedergeborene sagt:
“Das tue!“, dann sollen wir es tun! Hinsichtlich des Geschehens kann aber
keine unabänderliche Voraussage erfolgen, denn sonst wäre die Welt im
tiefsten Gerichte, und alle Freiheit wäre verloren. Der wiedergeborene weiß
das, er wird immer ein „wenn“ dazusetzen. 30
Ev 4,220,7) Nach der Wiedergeburt des Geistes in die Seele ist kein
Rückfall mehr möglich. 31
Ev4,54,10) – 13) Die Seele muß das Materielle ganz ablegen,
bevor der Geist das ihm Verwandte in ihr als ein Selbstisches anziehen und mit
demselben ein vollkommenes Ich werden kann. Das Materielle der Seele ist für
den Geist ersichtlich in dem, womit die Seele bekleidet ist. Ist die
Verbindung erfolgt, so ist der „Mensch dann auch vollendet und kann in der
Wesenheit nicht noch mehr vollendet werden; nur im Erkennen und im steten
vollkommener Werden in der reinsten Liebe und Weisheit der Himmel und ihrer
die ganze Unendlichkeit ordnenden, regierenden und führenden Macht ist ein
stetes Zunehmen in Ewigkeit und dadurch auch die Erreichung einer stets höheren
Seligkeit als Folge der stets höheren Liebe, Weisheit und Macht zu gewärtigen.“ 32
Ev 4, 54, 13) Der vollendete Mensch kann in der Wesenheit nicht noch
mehr vollendet werden. Aber in der Liebe und Weisheit ist ein ewiges Zunehmen
zu gewärtigen und damit auch eine stets höhere Seligkeit. 33
Ev 4,254,1)2) Der unübersteigbare Unterschied zwischen Gott und dem
vollkommensten Menschen besteht darin, dass Gott in Seinem Urwesen ewig
und unendlich ist, während der Mensch zwar stets vollkommener werden, aber
dem unendlichen Urwesen-Maße nach Gott nimmer erreichen kann. Er kann Gott ähnlich
werden in der Liebe und ihrer Kraft, aber nicht in der endlosen Weisheit. Das
Ende der wunder werden wir nimmer erreichen, wie wir nie die Zahlen zu Ende zählen
können. 34
Pr 100 „Der Jesus, der Selbst am Kreuzesstamm nicht nur Seine Nächsten
liebte, sondern auch für Seine Feinde betete, dieser Jesus soll in euch in
Form Seiner Liebe und Duldung auferstehen, und wie die Erde Seine Kirche, Sein
Bethaus werden soll, wo Friede, Ruhe und Seligkeit wohnen, so soll euer Herz
das Paradies auf dieser Erde sein, wo die Blume der Gottes und Nächstenliebe
blühen soll!...Wie einst Ich verklärt mit vergeistigtem Leibe dem dunklen
Grabe entstieg, so sollet auch ihr verklärt, vergeistigt, gebessert und
veredelt Meiner würdig eurem Grabe weltlicher Leidenschaften und Begierden
entsteigen!“ In der Welt des Geistes ist unsere Heimat, durch unsere
geistige Wiedergeburt vergelten wir Gott im Kleinen, was Er im Großen an uns
getan hat. Wie Er, sollen auch wir tun, „so wird der Tag eurer geistigen
Wiedergeburt der wichtigste auf euer Erdenlebensbahn, der Schlußstein eurer
irdischen und der Schlußstein euerer geistigen Mission sein!“ 35
Sp 60 Über das Weiterschreiten im Jenseits sagt der Herr: „Niemand
kommt so weit, dass er nicht noch weiter kommen könnte, und niemand ist so glücklich,
dass er nicht noch glücklicher zu werden vermöchte.“ Wer im Meer der
Ewigkeit „emporsteigt, wird auch ewig nie die Oberfläche desselben
erreichen, sondern ewig in stets größeren und mächtigeren Zügen die
endlose Wonnefülle desselben einschlürfen, je weiter aufwärts er steigen
wird.“ Wie mit der Vermehrung des Samenkorns, „also geht es auch mit der
geistigen Vervollkommnung im ewigen Leben, da nimmer ein Geist jene Stufe
erreichen wird, auf der er sagen könnte: Jetzt hab ich alles! Jeder selige
Geist wird zwar stets alles haben, was er haben kann, vollkommen, aber dennoch
fortwährend auch einen ewigen Mangel, den er nie in aller Fülle wird ersättigen
können, es wird jeder vollkommene Geist Mir gleich sein, wie ein Bruder dem
andern, aber dennoch nie Meine Fülle erreichen. Es kann zwar „der Sohn“
erreicht werden, denn es heißt: “Ihr werdet noch Größeres tun denn
Ich!“ Also kann auch „der Vater“ erreicht werden, denn es steht
geschrieben: „Ihr sollt vollkommen sein, wie da euer Vater im Himmel
vollkommen ist“, aber der Vater
und der Sohn als vollkommen Ein Wesen haben in Sich den Heiligen Geist,
Welcher ist Gott heilig, heilig, heilig und das eigentliche Gottleben im Vater
wie im Sohne, die vollkommen Eins sind und das Leben des Lebens, das Licht des
Lichtes, die Kraft aller Kräfte, die Macht aller Mächte, die Liebe aller
Liebe, die Weisheit aller Weisheit, die Tiefe aller Tiefen, die Größe aller
Größen, die Ewigkeit der Ewigkeit und die Unendlichkeit der
Unendlichkeit.“ Dieser Geist ist ewig unerreichbar, aber wer da steigt, der
wird steigen ewiglich von Licht zu Licht! 36
Ev7, 155,5)17)=S Gh 236238 Die 3 Grade der inneren Lebensvollendung: Im
ersten befindet sich derjenige, der durch den festen und lebendigen
Glauben und durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten und durch
die ungezweifelte Hoffnung auf den verheißenen Beistand Gottes alle
Leidenschaften seines Fleisches bekämpfen kann; er wird dadurch Herr über
sich und über die äußere Natur; aber er leidet noch an Versuchung zur Sünde.
Im zweiten Grade ist, wer sich von allen irdischen Anreizungen
abwendet, und sich pur dem rein geistigen Wesen zukehrt. Dann hat der innere Geist
Gottes ganz die Seele durchdrungen, er kann keine Sünde mehr begehen,
sondern handelt nur nach dem Willen Gottes. Im dritten Grade
ist, wer trotz Bewußtseins dieser Kraft diese Demütigung im Zaum hält, und
in Liebe zu Gott nichts tut, bevor er nicht von Gott dazu veranlaßt wird. Er
erkennt, dass zwischen dem sonderheitlichen Willen in ihm und dem allgemeinen
Willen Gottes noch ein großer Unterschied besteht. Dann ist er vollends Eins
mit Gott, und besitzt gleich Gott die höchste Macht und Gewalt über alles im
Himmel und auf Erden. In dieser höchsten Lebensvollendung befinden sich die
Erzengel. – Siehe auch: Wegweiser Teil I „Seele und Geist“, Wegweiser
Teil II G „Täter nach der Lehre sein!“, V J 4.
Schlüssel zu den Abkürzungen (Nr. 58) Adv= N 21 Der große
Advent (Zur Wiederkunft Christi 3.Auflage 1888) Betr= N 44
Betrachtungen (1899) Dr= N 37
Dreieinigkeit (2. Auflage 1896) Ed= N 5 Die Erde
(2. Auflage 1897) Ev= N 1120 Das große
Evangelium Johannes (3. Auflage 19091912, Bd. 11, 1902 die erste
Zahl= Band, die 2. Kapitel, die 3.= Absatz; Ev 11=Johannesschluss, hier
sind die Zahlen die Seiten) FB= N 25 Frohe
Botschaft (2.Auflage 1885) Fl= N 8 Die Fliege
(2. Auflage 1897) GS I,II= N 3 Die
geistige Sonne (3. Auflage 19071908)| die Zahl ist das Kapitel H IIII= N 1 Die
Haushaltung Gottes (2.Auflage 19041906) Die Zahl ist die Seite HDw= N 48 Heil Diät
und Lebenswinke (2. Auflage 1895) Jug = N9
Jugendgeschichte (2. Auflage 1897) Die Zahl inseriert die Seite K= N 43
Kennzeichen unserer Zeit (2. Auflage 1894) KW= N 18B Die 7
Worte am Kreuz (2. Auflage Lbl IIV= N 49
Lebensblätter (I:1891; II: 1893; III: 1904; IV:191217 |H= Heft in den Bänden LGh= N 28
Lebensgeheimnisse (2. Auflage 1884) L= N 38 Liebe (2.
Auflage 1899) Lw= N 39
Lebenswinke (1. Auflage 1882) NA= N 21 A Neuer
Anhang (zu „Der große Advent“ 1905) N4= N 4
Nacherinnerungen (2. Auflage 1893) N 10= N 10
Tempelszene ( 4. Auflage 1895) NZ= N47
Naturerzeugnisse (2. Auflage 1906) Pf= N 36
Pfingstsegen (2. Auflage 1894) PG=N 32 a, b, c,
33, 34, 35, 18 Passionsgärtlein Pr=N 30
Predigtbuch (1899) RBl, I, II= N 42 B
Robert Blum (1898) | Die Zahl ist die Seite S= N 2 Die natürliche
Sonne (2. Auflage 1900) SGh= N 29 Schöpfungsgeheimnisse
(2. Auflage 1899) Sp=N 17 B
Supplemente; gedruckt hinter Ev 11; Vb=
N45 Vaterbriefe, 9 Hefte (2. Auflage 1902) Vhf= N 50 Vorhof
(1891) VJ= N25 B Verehr
mit dem Jenseits W= N 24 LichtWort
(1912) Wsp=N 41 Wahrheit
über Spiritismus (2. Auflage 1895) WzW= N 33 Weg zur
Wiedergeburt (2. Auflage 1905) (K.S.S. 58
Wegweiser, 2. Auflage; Teil I und II) *~*~* Druckfehler Seite 10, Absatz
16: Ev 4 (statt 8). Seite 13, Absatz
28; Lbl noch V. 23 Seite 17, Absatz
43; Ev 3, 168, 4)10) Seite 18, Absatz
44: Pr 239 Seite 21; Absatz
57; Vb 3,78 Seite 36; Absatz
29; Vb 1,94 Seite 40; Absatz
8; Ev 4,101,5 Seite 47; Absatz
26; Ev 2,89 |
Aktualisiert
am: 02.12.2008 Home