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Worte der Ewigen Liebe, durch die innere Stimme des Geistes empfangen vom Herrn durch Johanne Ladner Erster Band 3. Auflage Fünftes bis achtes Tausend 1933 1. -
27. Sept. 1877 „Selig sind die da
Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden!“ (Matth. 5, 6) 2. -
30. Sept. 1877 „Lobe den Herrn Meine
Seele, und was in Mir ist seinen heil. Namen!“ (Ps. 103) 3. -
3. Oktober 1877 „Meine Kraft ist
in den Schwachen mächtig!“ 5. -
9. Oktober 1877 „Über das
Bewusstsein, dass der Vater bei uns ist.“ 7. -
17. Oktober 1877 „Über die wahre Treue eines Kindes zum liebevollsten
Vater.“ 8. - 18.
Oktober 1877 „Kurzer Wegweiser zum
Herrn.“ 9. - 21. Oktober 1877 „Selbstprüfung“ 10. - 25.
Oktober 1877 „Die Liebe“ 11. - 26.
Oktober 1877 „Einigkeit“ 12. - 28.
Oktober 1877 „Demut“ 13. - 30.
Oktober 1877 „Herzensdemut“ 14.- 1. November 1877 „Die Wahrhaftigkeit“ 15. -
2. November 1877 „Hingebung“ 16. -
3. November 1877
„Ja, Ich will bei euch sein alle Tage.“ 17. -
7. November 1877 „Haltet stille! – im
Vertrauen.“ 18. -
10. November 1877 „Nicht du – sondern
Ich!“ 19. - 12.
November 1877 „Verhaltensregeln und
Winke.“ 20. - 13.
November 1877 „Vom Wert der Bibel, und
vom verlorenen Groschen“ 21. - 16.
November 1877 „Lasset euch nicht
beirren.“ 22. - 17.
November 1877 „Befleißiget euch der
Liebe.“ 23. - 18.
November 1877 "Suchet, so werdet
ihr finden!" (Matth. 7,7) 24. - 19.
November 1877 "Alles durch
Liebe" 25. - 22.
November 1877 "Seid
unverzagt" (Luk. 21,36) 26,
a. - 23. November 1877 "Stille halten und vertrauen!" 26, b. -
23. November 1877 "Von Zweifeln und der wahren Wachsamkeit" 27. - 25.
November 1877 "Sorget euch nicht - ob des unscheinbaren
Senfkörnleins" 28. - 27.
November 1877 "Wer Mich lieb hat,
der wird halten Mein Wort!" (Joh. 14, 23) 29.- 30.
November 1877 „Mein Ebenbild in euch“ 30. - 2.
Dezember 1877 "Zum
Adventfest" 31. - 5. Dezember 1877 "Vom Kommen des
Herrn" 32. - 7.
Dezember 1877 "Zeit- und
Lebenswinke" 33. - 12.
Dezember 1877 "Die Zeit der Probe
kommt an alle" 34.- 15.
Dezember 1877
"Barmherzigkeit" 35.- 18.
Dezember 1877 "Vorbereitung zu
Weihnachten" 36.- 20.
Dezember 1877 "Zur Menschwerdung
des Herrn" 37. - 25.
Dezember 1877 "Christfest" 38. - 28.
Dezember 1877
"Jahresrückschau" 39. -
Jahresschluß 1877 "Vom Wesen und
Zweck dieser Worte" 40. - 6.
Januar 1878 "Vom getreuen
Haushalter" 41. - 9.
Januar 1878 "Der heilige Vater und
Seine Kinder" 42.- 14. Januar
1878 "Ausharren in der
Anfechtung" 43. - 21. Januar
1878 "Vom achten Gebot" 45. - 3.
Februar 1878 "Der Jesus-Name" 46.- 10. Februar
1878 "Zur Fastenzeit" 47. - 25.
Februar 1878 "Das Wort vom
Kreuze" 48. - 5.
März 1878 "Gottvertrauen" 49.- 17. März
1878 "Die Liebe Gottes als
Vater" 50.- 23. Mai
1878 "Pfleget die
Brüderlichkeit" 51. - 30.
Mai 1878 "Zur Himmelfahrt
Christi" 52. - 2. Juni
1878 "Wer Ohren hat, der
höre!" 53.- 9. Juni
1878 "Zu Pfingsten" 54.- 16. Juni
1878 "Zum Dreieinigkeitsfest" 55.- 22. Juni
1878 "Vom Wesen des Herrn als
Schöpfer" 56.- 25. Juni
1878 "Zweck der Reformation.
Luther. Spiritistische Winke" 57. - 1. Juli
1878 "Vom Wesen des Herrn als
Sohn" 58. - 7.
Juli 1878 "Vom heiligen
Geist" 59. - 14.
Juli 1878 "Von der Allmacht des
Herrn" 60. - 21.
Juli 1878 "Von der ewigen
Unveränderlichkeit des Herrn" 61. - 28. Juli
1878 "Von der göttlichen Barmherzigkeit" 62.- 4.
August 1878 "Von der Liebe des himmlischen Vaters" 63.- 11. August 1878 "Vom nunmaligen
Kommen des Herrn" 64.- 14. August
1878 "Winke an einen jeden Prediger" 65. - 14. August
1878 morgens "Vom Kommen des Herrn mit Seinen Engeln" 66. - 14. August
1878 abends "Über Nächstenliebe in der Fürbitte" 67. - 18. August 1878 "Ein
Morgenruf" 69. - 27. August
1878 "Verhaltensregeln - Bruderliebe in der Fürbitte" 70. - 1.
September 1878 "Von der
Wahrhaftigkeit des Herrn" 71. - 8. September 1878 "Von der
Allwissenheit" 72. - 15.
September 1878 "Von der Barmherzigkeit" 73. - 22.
September 1878 "Von der göttlichen Langmut" 74. - 29. September 1878 "Von der Geduld" 75. - 6.
Oktober 1878 "Ein
Morgenruf" 76. - 13.
Oktober 1878 "Von einer Sünde wider den heiligen Geist" 77. - 20.
Oktober 1878 "Von Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit" 78. - 22.
Oktober 1878 "Lasset die Kleinen zu Mir kommen!" 79. - 27.
Oktober 1878 "Denen die Gott lieben - sollen alle Dinge zum Besten
dienen!" (Röm. 8, 28) 80. - 8.
November 1878 "Über ein Kleines" (Joh. 16, 16) 81. -10.
November 1878 "Siehe Ich bin bei
euch - alle Tage, bis an der Welt Ende." 82. - 17. November 1878 "Hauptlebenswinke" 83.- 24.
November 1878 "Ihr sollt heilig
sein, denn Ich bin heilig!" (3. Mose 19, 2 - 11) 84. - 1.
Dezember (Advent) 1878 - Zum ersten Advent "Vom Kommen des Herrn in unsere
Herzen" 85. - 8.
Dezember 1878 Zum zweiten Advent 86. - 15.
Dezember 1878 Zum dritten Advent 87. - 22.
Dezember 1878 Zum vierten Advent 89. - 29.
Dezember 1878 Sonntag nach Weihnachten 90. - 31.
Dezember 1878 Am Schluß-Abend des
Jahres 94. - 19. Januar
1879 "Wer an Mich glaubt, wird selig werden!" 95. - 26. Januar
1879 Zur Selbsterkenntnis "Ohne
Mich könnet ihr nichts tun!" 96. - 2. Februar
1879 "Leset in der Schrift!" 97. - 9. Februar
18979 "Wachet und betet!" oder - bleibet in der Demut! und übet
Liebe! 98. - 16.
Februar 1879 "Die Stürme der Zeit,
oder Vertrauen und Hingebung." 99. - 23.
Februar 1879 "Höret auf die innere
Stimme, beim Andrang finsterer Mächte." 100. - 2. März 1879 ( am großen Bußtage) "Die
Furcht der Gottlosen; zeiget ihnen den Vater". 101. - 9. März
1879 "Seid nüchtern zum
Gebet!" 102. - 16. März
1879 "Zur Fastenzeit" 103. - 23. März
1879 "Wie sollen wir fasten? in der Zeit; und vom Judasgeist." 104. - 30. März
1879 "Gethsemane" 105. - 6. April
1879 "Im Kampfe soll durch die Liebe das Geistige zur Herrschaft
kommen." 106. - 11. April
1879 (Zum Karfreitag) "Die Liebe
nur ermöglicht die volle Hingabe" 107. - 13. April
1879 (Zum Ostertag) "Die
Auferstehung des Geistes in uns" 108. - 20. April
1879 "Von der jetzigen geistigen
Finsternis" 111. - 11. Mai
1879 "Die Liebe ist der Kern,
welcher vorbereitet - zur einen Herde." 112. - 11. Mai
1879 "Bleibe bei uns, denn es will Abend werden!" 113. - 18. Mai
1879 "Gehorsam in kindlicher
Liebe" 114. - 25. Mai
1879 (Zum Himmelfahrtsfest)
"Fürbitten" 116. - 1. Juni
1879 (Zum Pfingstfest) "Nur solche
kann Ich trösten, welche Leid tragen" 117. - 8. Juni
1879 "Siehe, Ich bin bei euch alle
Tage, bis an der Welt Ende!" 118. - 8. Juni
1879 "Von der Verbindung des
heiligen Vaters mit Seinen Kindern." 119. - 15. Juni
1879 "Ein Gang durch die Natur" 121. - 29. Juni
1879 "Der Herr bei den Jüngern zu Emmaus" 122. - 4. Juli
1879 "Sorget nicht!" 123. - 13. Juli
1879 "Der Kampf in dieser Welt -
soll den Geist ausreifen." 124. - 20. Juli
1879 "Freuet euch! denn des Vaters Hand führt alles herrlich hinaus!" 125. - 27. Juli 1879 "Will Mir jemand
nachfolgen, der nehme Sein Kreuz auf sich und folge Mir nach!" 126. - 3. August
1879 "Seid fröhlich in Hoffnung! geduldig in Trübsal! haltet an am Gebet!" 127. - 10.
August 1879 "Vertrauet - auch in der Anfechtung - auf Meine Liebe!" 128. - 17.
August 1879 "Beharrung führt zum Ziele" 130. - 31.
August 1879 "Himmel und Erde vereint - zum Zeugnis vom Herrn." 131. - 7.
September 1879 "Wohl dem, der unter dem Schirme des Höchsten sitzet!" 132. - 14.
September 1879 "Die Gemeinschaft der Gotteskinder gleicht einem See." 134. - 21.
September 1879 "Selig sind, die reinen Herzens sind." 135. - 28.
September 1879 "Zur Fürbitte! Haltet fest das Band der Liebe!" 136. - 5.
Oktober 1879 "Von der Liebe und Weisheit Gottes" (Nach Lesung der Predigt 43) 137. - 12.
Oktober 1879 "Auch die Zeit der Heimsuchung ist eine Gnadenzeit." 138. - 19.
Oktober 1879 "Willst Du - so
kannst Du mich wohl heilen." 139. - 26.
Oktober 1879 "Ich gehe hin - euch eine Stätte zu bereiten" 140. - 2. November
1879 "Zur Wiederkunft des
Herrn" 141. - 8.
November 1879 "Des Menschen Sohn hat nicht - wo Er Sein Haupt
hinlege." 142. - 15.
November 1879 "Missionswinke. Vom Schifflein Christi." 143. - 23.
November 1879 - Kirchlicher Jahresabschluß - "Was fürchtet ihr euch?" 144. - 30.
November 1879 "Die Adventszeit mahnt zur Bitte um das Kommen des
Herrn." 145. - 7.
Dezember 1879 "Machet euch bereit,
Mein Kommen ist nahe!" 146. - 14.
Dezember 1879 "Die Geschichte vom
Blindgeborenen, ein Bild der Jetztzeit." -Johannes 9- 147. - 21.
Dezember 1879 "Gehet hin zur
Krippe bei Bethlehem, und lernet da Demut und Liebe." 148. - 25.
Dezember 1879 "Christfest. Friede auf Erden. Vom Segen der Menschwerdung
des Herrn." 149. - 28. Dezember
1879 "Zum Liebesmahl" Gott
ist gegenwärtig, als Vater in Jesu. 151. - 1. Januar
1880 "Zum Neujahr" Vom großen
neuen Geistesjahr. 152. - 4. Januar
1880 "Meinen Frieden lasse Ich euch - in der Demut! Johannes 14, 27 153. - 6. Januar
1880 "Zum Erscheinungsfest" Ein Fest der Wiedergeburt und der
Hingabe. 156. - 25.
Januar 1880 "Missionswinke. Haltet fest an der Demut!" 1. Petri
5, 5 157. - 1.
Februar 1880 - "Von den Seligkeiten der Bergpredigt. Wahre Demut" 158. - 8.
Februar 1880 "Des heiligen Vaters
Armut" Wachet und betet, die Versuchung ist nahe. 159. - 15.
Februar 1880 "Der göttlichen
Liebe ist kein Ding unmöglich" 160. - 22.
Februar 1880 Das Gebet "Vater
Unser". 162. - 7. März
1880 "Wer sich nun Meiner und
Meiner Worte schämt ......" 163. - 14. März
1880 "Erkennet in Allem, was über
euch kommt, Meine Vaterliebe!" 164. - 21. März
1880 "Palmsonntag" Ohne Bangen zum himmlischen Vater halten. 165. - 22. März
1880 abends "Winke zur Feier der
Karwoche" 166. - Karfreitag
27. März 1880 "Vater, sie wissen
nicht, was sie tun" 167. - Ostern
28. März 1880 "Heute komme Ich, um
Glauben bei euch zu suchen" 168. - 4. April
1880 "Hebet eure Häupter auf zu
Mir, darum, da sich eure Erlösung naht." 169. - 11. April
1880 "Von der Auferweckung des
Lazarus" 171. - 25. April
1880 "Selig sind, die nicht sehen
und doch glauben!" 172. - 2. Mai
1880 "Sie hassen Mich ohne
Ursache" Joh. 15, 25 173. - 6. Mai
1880 "Zum
Himmelfahrtsfest" Von der
geistigen Verwandtschaft mit Mir. 174. - 9. Mai
1880 "Wer den Herrn fürchtet, der
ehret auch den Vater!" 175. - 14. Mai
1880 "Zu Pfingsten" Der
heilige Geist zeugt in euch; ob ihr Kinder oder Knechte seid? 177. - 23. Mai
1880 "Zum Dreieinigkeitsfest"
Wer Mich siehet, der siehet den Vater. ( Joh. 14 ) 178. - 30. Mai
1880 "Wem wollen wir das Reich
Gottes vergleichen?" Markus 4, 30 181. - 20. Juni
1880 "Wachet, betet und trauet eurer eigenen Kraft nicht zu viel!" 182. - 27. Juni
1880 "Im Vertrauen auf Meine väterliche weise Liebe festhalten." 183. - 4. Juli
1880 "Siehe, ich stehe vor der Tür
und klopfe an" 184. - 11. Juli
1880 "Gefährlich fürs geistige
Wachstum ist die Sicherheit" Mark. 14, 29 - 31 185. - 19. Juli
1880 "Eine Naturbetrachtung" - und vom Hagelschlag - 188. - 8. August
1880 "Vom rechten Beten" 190. 22. August
1880 "Liebet Mich als Vater, durch Ruhe und Ergebung in allen Lagen." 191. - 29.
August 1880 "Was ist die Bibel? und woher deren Widersprüche?" 192. - 5.
September 1880 "Heilung der
geistigen Blindheit durch Meine Gnade" -Johannes, Kap. 9- 195. - 26.
September 1880 "Von der steten und wahren Wachsamkeit" Matth. 17, 14
- 16 196. - 3.
Oktober 1880 "Wer da weiß Gutes zu tun - und tut es nicht - dem ist es
Sünde" Jak. 4, 17 197. - 9.
Oktober 1880 "Wink bei Glaubensleere; Heimweh oder Liebe zu Mir!"
-Apostelgeschichte 2- 199. - 24.
Oktober 1880 "Von der Heilung des Blindgeborenen" Johannes 9 203. - 21.
November 1880 "Simon Johanna - hast du Mich lieb? - Johannes 21, 17 - Vorbemerkung
Eine einfache Frau des Volkes war es, durch welche die Liebe Gottes die in diesem Büchlein gesammelten Stärkungsworte und Belehrungen an die Menschenkinder ergehen ließ. Die Worte waren zunächst für einen engeren Kreis der Freunde des durch den großen Seher der Neuzeit, Jakob Lorber, geoffenbarten Gotteslichtes bestimmt. Aber die zu Herzen dringende Liebesweisheit dieser schlichten „Vaterbriefe“ machte sie bald zu einem wahren Volksgute, einem Quell des Trostes, der Belehrung und Erquickung für viele Menschen, die eine unmittelbare Verbindung mit dem Herzen Gottes, dem Vater in Jesus, ersehnen.
Johanne Ladner, die Mittlerin dieser „Briefe“, lebte 1824 – 1886 in Württemberg. Sie war lange Jahre hindurch Hausmutter in einer Krankenanstalt des bekannten Menschenfreundes Gustav Werner in Reutlingen. Später war sie an verschiedenen Orten als Wochenbettpflegerin tätig und widmete so als eine barmherzige Seele ihre Kräfte zeitlebens dem Dienste der Nächstenliebe.
In vorgerückterem Alter nahm sie ihren Wohnsitz in Bietigheim, Württemberg, und lernte hier durch den damaligen Leiter des Neu-Salems Verlages, E.F. Landbeck, die Werke und Schriften Jakob Lorbers kennen.
Durchdrungen von der himmlischen Wahrheit und dem Liebegeist der Eröffnungen Jakob Lorbers stellte sie ihr ganzes Sein und Wirken unter dieses Licht. Und da der Herr Selbst verheißen hat: „Wer Meine Gebote der Demut hat und hält, … dem will Ich Mich offenbaren“, so geschah es, dass auch im Herzen der einfachen, liebetätigen Magd die Stimme des göttlichen Geistes sich vernehmen ließ. Und zumeist war es an den Abenden, die ein besonders aufopferndes und aufreibendes Tagewerk abschlossen, dass sich die ewige Liebe des himmlischen Vaters hernieder neigte und ihr diese Briefe in den ihrer Fassungskraft entsprechenden Worten ins Herz gab.
Möge das Licht dieser denkwürdigen Botschaften auch in der heutigen großen Entscheidungs- und Wendezeit vielen Menschen den Weg der Demut und tätigen Liebe zum Vaterhause und zu einem ewigen, seligen Leben in Gott weisen!
Die Herausgeber: Neu-Salems-Gesellschaft, E.B. Bietigheim, Württemberg
Verheißung
Wer Meine Gebote hat und hält, der ist es, der Mich liebt. Wer Mich aber liebt, der wird von Meinem Vater geliebt werden. Und Ich werde ihn lieben und Mich ihm offenbaren. ( Joh. 14, 21 )
Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, der wird euch in alle Wahrheit leiten. (Joh. 16, 12 u. 13 )
Vorwort des Vaters
Liebe Kinder! Bei manchem, der die Worte liest, welche Ich euch unmittelbar zukommen lasse, ist es ein Stein des Anstoßes, dass Ich in so herablassender Weise mit Meinen Kindern verkehre. Diese Zweifler können aber keinen eigentlichen Beweis liefern, warum solches nicht möglich sei, sondern es ist ihnen eben zur Gewohnheit geworden, das als ihren wahren Glauben zu betrachten, was sie in der Schule und Kirche gelehrt wurden – Entschuldigung, dass sie sich eben auf die Versöhnung verlassen, weil es nicht möglich sei, durch Werke selig zu werden.
Sie haben zum Teile recht, denn diese Werke, welche sie da zu Meiner Versöhnung meinen, haben allerdings vor Meinen Augen keinen Wert, weil es meist materielle Opfer sind, woran das Herz und die Liebe nicht teilgenommen haben, sondern wobei die Triebfeder „Spekulation“ auf den Himmel genannt werden kann.
Es scheint solchen Seelen die Aufgabe zu groß, mit Mir, als dem heiligen und liebevollsten Gott sich in einen lebendigeren Verkehr zu setzen. Sie sind oft zu ängstlich dabei und sagen, es könne in der Heiligen Schrift kein Beweis dafür gefunden werden – während es dort deren viele gibt und einem wahrhaft aufrichtig Suchenden bald solche Stellen klar werden, die darauf hinweisen, wie Ich immer wieder auf wunderbare Weise Mich und Meine Allmacht den Menschen kundgab.
So z.B. bei dem Teiche Bethesda, allwo ein Engel das Wasser segnete, damit die Kranken gesund wurden. Es taucht hier die Frage auf, warum gerade nur der erste gesund ward, der da hinein stieg. Und es wird wohl jedes die Antwort schuldig bleiben. Denn die richtige [ Antwort ] ist: Es gehört auch diese Gnaden- und Liebe-Einrichtung, welche vom Himmel aus gespendet wurde, zu den unerforschlichen Dingen, welche zeugen von der Verbindung zwischen Himmel und Erde ( was mit dem natürlichen Verstande eben nicht begriffen werden kann ). Aber der Segen von diesem Glauben ist es, der [ euch ] klarmachen soll, dass Wahrheit ist, was ihr glaubet!
Nun habe Ich damals auch einen Kranken geheilt, ohne das äußere Mittel, das er so lange gesucht hatte. Auch dieser Kranke suchte seine Heilung in dem äußeren Mittel und wartete lange Zeit darauf. Doch bat er Mich dabei auch im Herzen um das Gelingen. Und darum – weil er sich an Mich wendete – wurde ihm die rechte Hilfe zuteil.
Wendet ihr jetzt euer Auge auf das Gebiet, von welchem einst Mein Prophet so traurig klagte, es sei „ein Totenfeld und der Leichengeruch gehe darüber ( sah er doch im Geiste die Seelen der Menschen, welche dem geistigen Tode entgegen gingen und teils schon ganz stumpf waren und teils sich angetrieben fühlten, nach Rettung suchen ) – so wird euch klar werden, dass [auch heute] eine ganz außerordentliche Hilfe dazu nötig ist, dem derzeitigen Verderben zu steuern. Und Ich will deshalb als der ewig unveränderliche Gott, als der Ich schon vor Meiner Menschwerdung immer wieder, teils zur äußeren Abhilfe, teils zur Rettung der Seelen, Heilanstalten traf, auch nun wiederum unerforschliche Mittel gebrauchen, um über die Totengebeine dieses Leichenfeldes Leben zu hauchen.
Also saget den Ungläubigen oder noch Unwissenden, dass Ich darum nun gleichfalls wieder unmittelbar mit einzelnen Menschen verkehre.
Und wie Ich dort einst den Segen in das Wasser legte im Teiche Bethesda, so will Ich auch zu dieser jetzigen Gnaden-Anordnung Meinen Segen geben, damit alle, die sich geistig krank fühlen und lange schon auf Hilfe warten (die ihnen aber von keinem Menschen gebracht wird) – nun von Mir Selbst besucht werden. Gleichwie der Gichtbrüchige, der mit zäher Ausdauer auf das Gnaden-Mittel wartete, das vom Himmel aus gesegnet wurde, so sollen nun noch viele gesegnet werden durch das Wasser des Lebens, das vom Himmel euch zukommt.
Weiset viele hin auf den „Teich Bethesda“! – Und so wie Ich einst dort segnete, will Ich als der ewig Unveränderliche es auch jetzt noch tun. Denn abermals bin Ich gekommen, nicht um aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Viele werden noch zeugen müssen, wie ihnen der Glaube an Meine herablassende große Vaterliebe zur geistigen Genesung verholfen hat. Darum soll auch euer Glaube mit Sieg gekrönt werden! – Amen. 1. - 27. Sept. 1877 „Selig sind die da Leid tragen, denn sie
sollen getröstet werden!“ (Matth. 5, 6)
Meine lieben Kinder! Ich will alle Meine Kinder , welche Mich als den Vater erkennen, und sich dem (beseligenden) Gedanken hingeben, dass Ich unter ihnen weile, und ihnen direkte Worte mitteile, nun aber durch Meine Zulassungen in Zweifel darüber geraten sind und deshalb sich betrüben, mit besonderer Freudigkeit in ihrem Herzen segnen; sie sollen erfahren, dass Der, Welchen sie suchten, bei ihnen Wohnung gemacht hat.
Ich lasse nicht vergebens nach Mir fragen, sondern lasse Mich finden, in Meiner Liebe und Erbarmung.
„Es ist aber ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde;“ diese Worte gelten hauptsächlich Denen, welche an Meine direkten Worte glauben; denn ohne festes Vertrauen und Glauben kann Ich aus ihnen keine Werkzeuge machen, welche auch ihre Nebenmenschen zu Mir, als dem alleinigen Vater, führen; darum befleißiget euch in der Liebe zu Mir und eurem Nächsten, im festen Glauben und Vertrauen; Keines sehe auf das Andere, sondern Jedes trinke an der wahren Quelle das lebendige Wasser, welches Kraft verleiht, sich und Andere dem Ziele zuzuführen, zu welchem der Mensch bestimmt ist, nämlich zu dem Urquell zu gelangen, zu Mir – dem Vater der Liebe! Amen! (Hebr. 13, 9. Jak. 4, 6) 2. - 30. Sept. 1877 „Lobe den Herrn Meine Seele, und was in Mir
ist seinen heil. Namen!“ (Ps. 103)
Liebe Kinder! Meine Kinder sollen Mich nicht nur lieben, sondern auch ehren, sie sollen Mich in ihr ganzes Wesen aufnehmen – auch als Regent, ihre Seele soll Mich loben, soll immer mehr göttlicher Natur, und mit Dem was in ihr ist, vereint werden, nämlich mit dem (göttlichen) Odem Meines Ichs; sie soll zeugen, dass sie göttlicher Abkunft ist, und wieder ihrem Ursprung zueilen will.
So wird durch Meine wahren Kinder, durch Ihr Leben und Wirken Mir das Zeugnis ausgestellt, dass Ich den Menschen nach Meinem Ebenbilde geschaffen habe, und ihn einst wieder zu Mir erheben will.
Sehet, liebe Kinder, dies ist eure Aufgabe; beherziget sie wohl, wirket still durchs Leben, und es wird sodann die Zeit auch nicht auf sich warten lassen, wo ihr Verbreiter Meiner direkten Worte werden könnet, und Ich will euch Meinen vollen Vater-Segen dazu geben. Dies eurem kleinen Geschwisterkreise euer lieber Vater 3. - 3. Oktober 1877 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“
Liebe Kinder! Diese Worte gelten auch euch, die ihr mit so viel Zweifel euch herumgetrieben habt; ihr seid dadurch in eurem Herzen immer mehr zur Überzeugung gelangt, dass ihr durch Meine Hilfe gestärkt worden seid im Vertrauen und in der Liebe zur Mir; ihr finget an, Mich in eurem Herzen zu suchen, welches allein fähig ist Mich zu erkennen, nachdem ihr Mich vorher mit dem Verstand erfassen wolltet, und darum wurdet ihr irre; ihr konntet die Widersprüche nicht lösen, welche Ich zugelassen habe, um euch auf euer Herz (zurück) zu führen, um auf dasselbe Acht zu haben.
Nun aber sage Ich euch abermals: Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz Festigkeit erlangt im Vertrauen und in der Liebe zu Mir; darum denket nicht zuviel über eure äußeren Führungen nach, sondern überlasset dieselbe Mir, und besorget euer Herz, euer Thun und Lassen nach dem Gebote der Liebe zu ordnen.
Ich will Wohnung bei euch nehmen, und habe Meine direkten Worte, welche Ich durch Meine Diener niederschreiben ließ, in eure Hände kommen lassen (davon schon ein bedeutender Teil gedruckt vorliegt; man sehe das Verzeichnis der Sammlung unserer „Neutheosoph. Schriften“ –bei Johs. Busch Nachf.-Bietigheim, Württ.); leset sie mit dem Vorsatze denselben nachzukommen, und sie durch Liebe und euer Beispiel vor euren Nebenmenschen wert zu halten, damit es euch gelingen möge, noch Viele für Mein Vaterherz zu gewinnen!
Der erste Posaunenstoß ist vorüber, der zweite naht sich in ganz anderer Weise als ihr es ahnet, es sind Aufforderungen zur Tat, zum ernstlichen Vorwärtsschreiten. Nachdem Ich Meine Liebe euch in vollem Maße zu kosten gegeben, sollet ihr die Liebe mehr als das Gesetz ehren, ihr sollet mit Freudigkeit das erlangen, was euch zuvor nur durch Kampf gelingen wollte, es soll euch keine Pflicht mehr sein, an Mich zu denken, sondern ein dankbares Gefühl soll euch beherrschen, dass ihr Mich nicht vermissen wollet!
Es werden euch noch viele Worte zukommen, welche die wirkende Kraft in sich tragen, euch immer mehr mit Mir zu vereinen, so ihr dieselben in der Liebe zu Mir, und im festen Glauben an Mich lesen werdet.
Darum fanget aufs Neue an, Meine Worte mit hungrigem Herzen zu erfassen; glaubet ja nicht, dass ihr gesättigt seid, und Himmelsbrot genug in Händen habt; Ich der Geber desselben weiß besser, wie viel ihr noch nötig habt, und werde noch Vieles niederschreiben lassen zu eurer Stärkung. Amen! Euer Jesus 4. - 7. Oktober 1877
„Über das kindliche Vertrauen bei der Erfahrung, dass sich nicht immer das
bewähret, was man bittet und hofft.“
Liebe Kinder! Wenn ein Kind zu Mir kommt, und dabei meint: es sei versichert, dass seine Bitte eine gerechte sei, hauptsächlich weil sie auf der Nächstenliebe beruht, so lasse Ich es oft lange , teilweise ganz, auf die Erfüllung seiner Bitte warten, weil ihm dadurch oft ein viel größerer Segen zu Teil wird, als durch schnelle Hülfe; es heißt da:
„Grabe durch die Wand!“ – Auch ihr sollet immer mehr durch die Wand tiefer graben (d.h. im Gemüte nachdenken) über euer eigenes Wesen, so auch über die Heilung der Kranken, welche, wenn sie gleich aus Liebe zum Nächsten so sehr in euch verlangt wird, doch oft mehr das Äußere dabei im Auge hat, als das Wachstum im Geistigen. Glaubet daher, dass wenn auch Alles fehl schlägt bei solchen Kranken, euer Gebet für sie dennoch kein vergebliches war, sondern seine Kraft sich früher oder später von Innen beweisen wird, und auch ihr selbst nicht unbeteiligt dabei bleibet.
Daher fahret fort immer mehr auf die Gesundheit der Seelen zu wirken, wenn eine Aufforderung an euch kommt (zur Fürbitte), und ihr werdet bald erfahren, dass wenn auch die äußere Krankheit nicht so schnell, wie ihr es glaubet, gehoben wird, doch dabei die Wirkung derselben diejenige ist, welche Ich eben durch das Auferlegen einer Krankheit erzielen wollte; bleibet deshalb unverdrossen, wenn es euch nicht (nach eurem Wunsche) gelingen will, erst nach und nach wird euch mehr zugelassen werden von eurem Vater! 5. - 9. Oktober
1877 „Über das Bewusstsein, dass der
Vater bei uns ist.“
Liebe Kinder! Nachdem Meine Kinder, selbst nach vielen Kämpfen und Zweifeln in ihrem Herzen fest halten, dass Ich es bin, Welcher zu ihnen redet, so will Ich Mich ihnen jeden Tag mehr zu erkennen geben; es soll aber dies nicht sowohl in äußeren Worten geschehen, als vielmehr in ihrem Herzen.
Jedem unter euch soll seine Hauptsorge sein, auf das zu merken, was in ihm vorgeht, und es wird ihm bald klar werden, ob die äußeren Worte, welche Ich niederschreiben lasse, zum innigen Verband unter euch noch Vielen, welche berufen werden Meine wahren Kinder zu werden, um den Vater-Namen in seiner ganzen Bedeutung fassen zu lernen, - ob diese Worte mit dem, was in eurem Herzen vorgeht, übereinstimmen.
Ihr traget das Verlangen in euch für Mich zu wirken; doch erst dann, wenn ihr ganz überzeugt seid, auf welche Weise ihr Meine Liebe zu fühlen und zu genießen habt vor vielen Andern, wird es euch möglich werden, für Mich Weiteres zu tun; denn das Bewusstsein, dass Ich es Selbst bin, Der in euch wirket und mit euch verkehrt, ist eine Hauptbedingung; ihr werdet dann mit Demut bekennen, dass ihr ohne Mich Nichts vermöget, und stets bemüht sein, euch Meiner mehr würdig zu machen! Darum prüfet ernstlich was da gegeben wird, es ist nötig zu eurem Fortschritte. Amen! 6. - 14. Oktober 1877 „Über die
Freude, wenn wir fühlen, dass der liebe Vater Seine Hilfe uns zusagt.“
Liebe Kinder! Dies, liebe Kinder, ist jetzt eure Aufgabe, dass ihr euch immer mehr vergewissert, dass ihr des Vaters Stimme in eurem Herzen fühlet; ihr sollet euch ganz auf dieselbe verlassen können, in Allem, was euch vorkommt, auch in weltlichen Geschäften!
Dazu gehört aber, dass ihr euch alle Mühe gebet, alles aus eurem Herzen zu entfernen, was sich mit Meinem Wesen nicht vereinigen lässt; als da ist: Eigenliebe, Hoffarth, Stolz, Neid, Falschheit, Lieblosigkeit jeder Art, sowohl gegen Gott, als gegen den Nächsten; denn Ich kann Mein Bild nur dann in euch geben, so das Herz rein ist, aber sobald es getrübt wird, könnet ihr nicht als Meine wahren Kinder euch freuen und wirken.
Es handelt sich jetzt nicht allein um ein Gefühlsleben, sondern ihr sollet im Wandel und in der Tat Mir jetzt nützlich werden, gleichwie ein Kind, das seinem Vater ähnlich sieht, dadurch noch wenig Werth hat, erst wenn der Vater sieht, dass es urteilsfähig ist, und selbst wählen kann, wird er sein Kind mit ganzer Liebe in sein Inneres aufnehmen, und ihm jeden Tag mehr sein Denken, sein Wissen und seine Kunst mitzuteilen suchen; also auch bei euch! Jetzt, da die Zeit gekommen ist, wo ihr das Wesen des Vaters immer mehr erkennen lernet, soll eure Entscheidung dahin gehen, euch ganz nach Meinem Willen zu richten, und demgemäß zu denken und zu handeln, und in Meiner Haushaltung die Ordnung, welche Ich eingeführt habe, zum Wohle der ganzen Menschheit, immer mehr aufrecht zu halten, und somit kann Ich euch keine größere Aufgabe mehr geben, als ihr schon habt; fanget an im Kleinen dieselbe auszuführen, und der Zuwachs im Größern wird euch nicht ausbleiben. Amen! Euer Vater. 7. - 17. Oktober 1877 „Über die wahre Treue eines
Kindes zum liebevollsten Vater.“
Liebe Kinder! Ein Kind, das seinen Vater lieb hat, folgt Demselben, auch wenn es nicht begreifen kann, auf welche Weise diese oder jene Seiner Anordnungen zu seinem Wohle dienlich ist; es weiß, „der Vater liebt mich, und versteht besser als ich, was mir gut ist.“
So, Meine lieben Kinder, sollet auch ihr, nachdem ihr Mich als Vater anrufet, bei allen euren Vorkommnissen euch dem Gedanken hingeben, der liebe Vater weiß besser als ich, was mir gut ist, und durch diesen Gedanken geleitet, euren freien Willen aus eigenem Antrieb und aus Liebe zu Mir dem Meinigen unterordnen.
Nur dann, wenn der Verstand nicht mehr das Herz bemeistern will, ist dies euch immer mehr möglich. Der Verstand wählt nach dem, was ihm durch die Sinneswerkzeuge von Außen zu beurteilen beigebracht wird, und daher beziehen sich seine Ansichten mehr auf äußere Vorkommnisse und Interessen; ebenso auch das Urteil über einen Menschen oberflächlich (richtend) geschieht, während das Herz, als Wohnsitz der Liebe, sowohl im Vertrauen auf Meine Führung, als beim Urteilen, nur bemüht ist das Richtige durch die Liebe heraus zu finden, und daher festhält im Vertrauen zu Mir (auch wenn ihm Manches dabei unklar ist), weil es Mir treu bleiben und folgen will, gleichwie ein Kind oft unbedingt des Vaters Rat annimmt, auch wenn es dessen Folgen nicht ganz begreift, in der Hoffnung, dass es ihm später begreiflicher werde, somit seine Pflicht gegen den Vater erfüllt und sich dabei ruhig fühlt.
Also sollen auch Meine wahren Kinder folgen, weil sie wohl wissen, dass Ich ihnen Nichts zumute, was gegen das Haupt-Gebot geht: „Liebe Gott und deinen Nächsten!“ wenn sie so das prüfen, was ihnen nach ihrem Urteil nicht annehmbar erscheint, dann werden sie bald finden, dass es gegen ihr Eigenes berechnet ist, sei es zu gewinnen oder zu verleugnen; denn durch Verleugnung gelanget ihr wieder am besten zu einem Gewinne. Gleichwie im Äußern eine Darangabe stattfindet, ehe ihr zu einem Besitze gelanget, also geschieht auch bei geistigen Gütern ein Austausch.
Mögen deshalb Meine Kinder sich immer mehr vertrauensvoll an Mich wenden, und sich üben in der Treue, in dem, was ihnen vertraut ist, so werden sie bald finden, dass sie bei einer gänzlichen Hingabe mehr gewinnen, als wenn sie ihren freien Willen durch den berechnenden Verstand leiten lassen. Amen! 8. - 18. Oktober 1877 „Kurzer Wegweiser zum Herrn.“
Meine lieben Kinder! Ich will euch jetzt jeden Tag den Weg näher bezeichnen, der zu Mir führt. Er soll einem Jeden unter euch sein eigenes Wesen mehr aufgedeckt werden, um zu erkennen, was die Scheidewand zwischen euch und Mir bildet. Verzaget dabei nicht, wenn ihr einsehen lernet, wie groß da eure Entfernung noch ist; auch die äußeren Vorkommnisse werden noch dazu dienen, euch besser selbst prüfen zu lernen.
Ich will Jedem unter euch seine Schulaufgabe Selbst stellen; sorget deshalb nicht, wenn Ich von Wirksamkeit rede, dass ihr nicht Gelegenheit habt, diese anzuwenden. Also, seid zuerst tätig an euch selbst; suchet alles auszumerzen, was nicht tauglich ist in Meiner Gegenwart; habt ihr doch Belehrung genug über diesen Punkt; dann lasset es euch ein Anliegen sein, eure Umgebung durch euer gutes Beispiel in der Liebe zu gewinnen, ehe ihr Anwendung von Meinen Worten bei derselben zu machen suchet; denn nur die Liebe bahnt den Weg zum Herzen, nicht aber Belehrungen, welche oft auf Eigendünkel beruhen.
Machet euch jeden Tag mehr frei vom Urteil fällen, hauptsächlich auch in geistiger Hinsicht über eure Geschwister; bedenket dabei, dass Ich es bin, Der Alle berufen hat, welche mit euch verbunden sind; sind sie Mir angenehm, so sollet auch ihr sie Alle mit Liebe in euer Herz aufnehmen; denn nur so kann der geistige Fortschritt geschehen, der das Band der Gemeinschaft fester bindet, und euch tauglich macht, als ein Ganzes etwas für Mich zu tun.
Befleißiget euch mehr der Geduld, sowohl mit euch selbst, als mit Andern! Wenn ihr an euch selbst wahrnehmet, wie schwer ihr ganz los werdet von einem Fehler der euch anklebt, so hoffet dabei auf Meine Durchhilfe, und haltet an im Gebet; vergesset dabei nicht, auch für Diejenigen zu bitten, an welchen euch oft ein besonderer Fehler in die Augen fällt, anstatt über sie zu urteilen, so wird euch Allen dadurch Meine Hilfe zugesichert!
Blicket nicht zu viel zurück auf die Vergangenheit, sondern strebet vorwärts nach dem Ziele, das euer geistiges Auge erblickt; hoffet auf Meinen Beistand, bei Allem, was ihr in Meinem Namen unternehmet; überlasse Mir die Zeit der Gebets-Erhörung, mit welchem Ich oft lange verzeihen muß, zu eurem und Anderer Wohl.
Betrachtet die Worte, welche Ich euch nun niederschreiben lasse, als eine Zugabe zur Hauptgabe – der h. Schrift, welche Ich zur Zeit Meines Erdenwandels niederschreiben ließ; vergesset nicht, aus derselben euch Wahrheit zu holen, welche für alle Fälle im Leben mit derselben versehen ist; fanget bei euren Mitmenschen damit an, mehr auf dieselbe aufmerksam zu machen, ehe ihr Meine (neuen) Worte, durch Meine jetzigen Schreiber gegeben auftischen wollt.
Es soll euch das Anliegen für Mich zu wirken mehr im Herzen beschäftigen, bis ihr mehr fähig seid, auch im Äußern eine innere Überzeugung an den Tag zu legen; gedenket des Spruches: „bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan,“ nämlich zuerst das Vaterherz, dann das Herz eurer Mitmenschen. Amen! 9. - 21.
Oktober 1877 „Selbstprüfung“
Liebe Kinder! Indem Ich nun angefangen habe euch den Weg zu zeigen, der zu Mir führt, so will Ich denselben sowohl im Äußern als im Innern näher bezeichnen. Alle Untugenden, welche ihr mehrfach kennet, sollen nicht nur bei euch in eurem äußern Leben nicht mehr zum Vorscheine kommen, sondern sie sollen nach und nach ganz aus eurem Herzen entfernt werden; ihr sollet in dasselbe Tugenden dafür aufnehmen, welche euch regieren sollen, und um dieselben zu erlangen, zu Mir kommen, mit Bitten und Gebet; denn durch das Verlangen nach Kraft zur Tugend wird der Weg zu Mir gebahnt.
Sobald ihr ernstlich anfangen wollet, dem was euch durch die Gnade klar wurde nachzustreben, so wird in euch das Verlangen nach Beistand fühlbar, und somit der Verkehr zwischen Mir und euch ein Bedürfnis.
Beobachtet euch deshalb stets, ob dieses Bedürfnis bei euch vorhanden ist, so werdet ihr immer mehr zu Mir getrieben, und Meine Liebe wird euch nicht zurückweisen, sondern dafür segnen. Nicht immer besteht aber dieser Segen im Wonnegefühl, vielmehr auch im Erkennen der eigenen Schwachheit; denn dadurch werdet ihr aufgefordert zum Ringen; aus diesem Ringen entsteht Suchen, aus dem Suchen das Finden, aus dem Finden der Dank, die Vereinigung und Gemeinschaft mit Mir, und so wächst das Vertrauen zu Mir, und mit dem Bewusstsein, dass der Vater euch angenommen hat, das Gefühl der Glückseligkeit, dass ihr deshalb ruhig seid, über Alles was euch vorkommt, wohl wissend, dass Ich es bin, der euch und euren Entwicklungsgang leitet, weil ihr mir denselben aus freiem Willen übergeben habt!
So forschet jeden Tag mehr über euch und in euch selbst, wie weit ihr ernstlich strebet zu Mir zu gelangen, und der Weg wird euch nicht zu schwer, wenn auch lange vorkommen; Ich will schon weiter sorgen, dass derselbe keiner Oede gleicht, sondern auch manche Blume bei eurer Wanderung euch erfreut.
Meine Kinder soll man nie schmachtend und gedrückt auf ihrem Lebenswege stehen, sondern gestärkt durch den Zufluß von Innen und Oben sie mutig fortlaufend finden, ihres Zieles gewiß, und des damit verbundenen Gewinnes, also Andere anreizend, und für sie, wenn es Not tut, um Kraft bittend. Amen! 10. - 25. Oktober 1877 „Die Liebe“
Liebe Kinder, Ich will euch immer mehr an Mein Herz ziehen mit Worten der Liebe. Stoßet euch nicht an deren Einfachheit; sie sind ganz nach eurem Zustande gerichtet, und können euch mehr nützen, als große Gelehrsamkeit. Beherziget dieselben in eurem Tun und Handeln, und es sollen noch viele Worte in eure Hände gegeben werden, welche Zeugnis von Mir ablegen, und euch Mein Wesen mehr bekannt machen. Ich will jetzt den wahren Grund in euer Herz legen, das ist die Liebe, die mit Allem was ihr vorkommt zufrieden ist, und auch nur Liebe darin erblickt. Darum liebet Mich, und lernet euch unter einander recht lieben, hauptsächlich in geistiger Beziehung, so wird das Dunkel, welches euch noch hindert fest zu hoffen und zu glauben an Meinen väterlichen Verkehr, bald schwinden, und ihr werdet Gelegenheit genug finden, euch in der Tat zu bewähren gegen eure Mitmenschen; der Drang zum Fortschritt wird in euch jeden Tag mächtiger werden, aber auch die Freudigkeit in eurem Herzen, wenn ihr erfahren dürfet, wie beglückend Meine Vorschriften sind. Betet für Alle, welche ihr auf diesem Wege gefunden habt; ja betet für die ganze Menschheit, dass Mein Reich sich bald offenbaren möge, und hoffet jeden Tag mehr auf Meine väterliche Durchhilfe. Amen! Euer Vater in Jesu. 11. - 26. Oktober 1877
„Einigkeit“
Meine lieben Kinder sollen sich nicht nur freuen, dass Ich wieder aufs Neue mit ihnen verkehren will, sondern sie sollen jetzt diese Freude dadurch mehr fest halten, dass die Liebe unter ihnen eine feste und brüderliche wird; Jedes strebe, dem Andern in der Liebe nahe zu kommen.
Ihr sollet das Band der Einigkeit immer fester ziehen, durch Liebe Alles ausgleichen, auch Missverständnisse in geistiger Anschauung. Lasset überall die reine wahre Liebe walten, dünke sich keines mehr als das Andere; hat das Eine mehr Erkenntnis und Weisheit, so bedenke es, dass es ein Gnadengeschenk vom Vater ist, und suche bei Mir an, dasselbe auch für seine Geschwister zu erflehen.
Denn ihr sollet wissen, dass Er euch Alle gleich stellen will, je nach eurem Streben; darum machet euch die Liebe zu eigen, welche mehr für Andere wünscht, als für sich selbst; denket euch dabei den Vater als Mittelpunkt unter euch, also von Jedem gleich weit entfernt, und gleich nahe einem Jeden; dies wird zu eurer Zufriedenheit beitragen, und ihr werdet dadurch immer mehr befestigt in der Einheit unter einander, und in der Liebe zu Mir. Amen! 12. - 28. Oktober 1877
„Demut“
Liebe Kinder! Nachdem ihr nun wisset, dass Ich wieder aufs Neue in eurer Mitte Meinen Vatersegen austeilen will, so will Ich euch nichts Neues geben, sondern vielmehr die Worte, welche ihr schon zu lesen habt, euch tief einzuschärfen suchen; es sind Worte, welche euch immer mehr Aufschluß geben über Mein Wesen, und welche dazu beitragen, dass wenn Mein zweites Kommen stattfindet, die Herzen Vieler schon vorbereitet sind.
Erkennet deshalb die große Gnade, welche euch berufen will, zu Vorläufern Seines Kommens; bestrebet euch deshalb recht durchs Beispiel zu wirken, und wachet, dass dieser wichtigen Aufgabe nicht die Demut fehlt; denn nur die demütigen Herzens sind, bleiben fähig etwas auszurichten.
Darum Ich auch in eurer Führung so Manches zulassen muß, was die Demut aufs Neue hervorruft, und wozu auch die äußern Vorkommnisse behilflich sein müssen. So kann Ich euch nicht oft genug sagen: wachet und betet! Und nehmet dankbar an, was die Liebe des Vaters euch zuschickt, sei es Freud oder Leid, sei es ein Kreuz für jedes Einzelne unter euch, oder für eure ganze Gemeinschaft; bedenket dabei, dass es eine geistige Führung ist, und nicht eine äußerliche, wo ihr sehr geneigt seid, euren Fortschritt im Äußern wahrnehmen zu wollen.
Gleichwie in der Natur das Wachstum vor sich geht, ohne mit den Augen beobachtet werden zu können, ihr euch aber doch überzeuget, dass ein Wachstum da ist, also auch in eurem geistigen Entwicklungsgange das Weiterkommen nicht aufhört, wenn ihr es gleich nicht begreifen könnet, und erst später Meine Einwirkung dabei erkennen werdet. Euer Jesus-Vater. 13. - 30. Oktober 1877
„Herzensdemut“
Meine lieben Kinder! Das Erste, was die Liebe als Grundlage braucht, ist die wahre Herzens-Demut, welche zuerst an sich selbst anfängt, (mit der Selbsterkenntnis), wobei das Herz sein gänzliches Unvermögen fühlt, aus sich selbst heraus etwas zu wollen und zu erreichen was gut ist, ohne Beistand von Oben. Der wahre Demütige weiß, dass sein Wille nicht von selber das Richtige verlangt, sondern durch die Gnade so geleitet wird, als ob er es selbst sei, alles also unter Meinem Einflusse geschieht.
Wer deshalb einmal zu der Einsicht gelangt ist, dass alles geistige Wachstum durch Meine Einwirkung geschieht, und wer zuvor durch äußere Mittel, sei es durch Lehre oder durch Verkehr mit Kindern Gottes, auf diesen Standpunkt gekommen ist, und sich dadurch angetrieben fühlt sich an Mich zu wenden, den werde Ich über sein eigenes Unvermögen erleuchten, und es wird ihm dadurch die erste Gnade zuteil, welche den Anfang zur weiteren Erkenntnis und Willensübergabe bildet.
Ist dieses einmal, wenn auch mangelhaft, bei einer Seele vorgegangen, so sind oft Mittel nötig, um dieselbe weiter zu führen in ihrem Streben, welche euch ganz unfassbar sind, da nur Ich als Vater es weiß, warum Ich so handeln muß, weil keines von euch das Andere durchschauen und wissen kann, was dabei oft entweder erlangt, oder auch noch zuvor entfernt werden muß; daher ist das Vertrauen zu Mir so nötig, durch welches ihr auch zur wahren Demut gelangen könnet.
Durch die wahre Demut wächst die Liebe zum Nächsten; denn wer sich selbst noch für schwach und fehlerhaft findet, der wird auch von seinem Nächsten nicht mehr verlangen, sondern Geduld und öfters Mitleiden wird das Gefühl sein, mit welchem er denselben trägt und behandelt, was dann als Liebe zum Nächsten aufgenommen wird.
Darum ist die Demut die Grundlage der Liebe, befleißiget euch deshalb dieser unentbehrlichen Tugend, damit euch auch die anderen Tugenden, welche wie eine Kette mit derselben zusammenhängen, zu eigen werden; fanget an in euer Herz die Demut und die Liebe fest aufzunehmen, und Ich will euch alles andere noch beleuchten, was zu eurer Vervollkommnung nötig ist.
Diese Meine Worte, wie Ich sie hier euch zukommen lasse, sind ein Probierstein (der Demut), ob ihr euch mit eurer Erkenntnis über dieselben hinaus denket, oder ob ihr mit kindlicher Freude dieselben als ganz passend für euch findet, und euch darnach richten wollet! Amen! Euer Jesus.
14.-
1. November 1877
„Die Wahrhaftigkeit“
Meine lieben Kinder - sollen mit der wahren Demut und Liebe auch noch andere Tugenden vereinigen, vor allem ist nötig, die Wahrhaftigkeit; denn nur wer sich so gibt wie er fühlt und denkt, ist in der wahren Demut; denn ein Jedes ist mehr geneigt zu Schwachheiten, und stellt sich nicht gerne bloß; der echt Demütige dagegen ist wahrhaft, und bekennt sowohl vor Mir, als auch, wenn es nötig ist, vor seinem Nebenmenschen seine Fehler, und es kann ihm dadurch mehr Beistand und Abhilfe geleistet werden. Der Wahrhaftige hat mehr Vertrauen zu seinem Nebenmenschen, weil er selbst wahr ist, und deshalb von Andern glaubt, dass sie es auch seien, darum auch gerne hilft, wo es Not tut, und keine Ausfluchtsgründe aufsteigen lässt.
Der Wahrhaftige gewinnt die Herzen Vieler; fest auf ihn bauend folgen sie gerne seinen Worten, und es wird ihm dadurch ein Wirkungskreis zu Teil, welchen der Heuchler nie erreicht. So ist auch diese Tugend von größerer Bedeutung, als ihr nur erwägen könnet. Lasset euch deshalb alle Mühe nicht verdrießen, dieselbe euch völlig anzueignen, und hoffet bei eurem ernstlichen Wollen und Bitten auf Mich; denn Ich gebe zu jeder neuen Aufgabe auch neue Kraft; nur müsset ihr mit ganzer Hingabe euch zu Mir halten und über euch wachen; denn jede gleichgiltige Auffassung Meiner Worte bringt euch bei einem Vorkommnis viel mehr rückwärts, als ihr begreifen könnet.
Deshalb nehmet euch vor, jeden Tag aufrichtiger zu werden; reiniget euch immer mehr von allem, woran ihr euch schämen müsset, und weshalb ihr euch zu verbergen suchet. Amen! 15. - 2. November 1877
„Hingebung“
Meine lieben Kinder! Ihr sollet euch jetzt nicht mehr wundern über eure seitherigen Führungen, welche Ich als euer liebender Vater Selbst zugelassen habe, um euch dadurch zu reinigen und zu Etwas tüchtig zu machen. Ihr sollet Meine Kinder werden, in der Liebe, in der Demut, in der Wahrhaftigkeit, und in noch vielen andern Tugenden, welche auch Mein Wesen ausmachen.
Als Kinder habt ihr aber die Verpflichtung, dem Vater zu folgen, bis Er euch tüchtig findet, euch etwas zu übertragen. So lange sollet ihr aber in Geduld alles annehmen, was über euch kommt, und zu eurer eigenen Besserung es anzuwenden suchen.
Glaubet nicht, dass Ich euch nötig habe Herzen für Mich zu gewinnen; aber Meine Liebe will euch an diesem beseligendem Geschäfte teilnehmen lassen. Erkennet daher dieses wohl, so werdet ihr es nicht als Verdienst euch anrechnen, wenn ihr eine Seele für Mich gewonnen habt, sondern mit dankbarem Herzen für dieses Gnadengeschenk zu Mir kommen.
Wie Vieles muß Ich euch noch aufdecken, bis ihr euern Standpunkt Mir gegenüber richtig erfasset! Ich muß ganz von vorne anfangen euch zu erziehen, muß euch die Wichtigkeit, und die damit verbundenen Folgen jeder Tugend genau auseinander setzen, damit ihr mehr zum Ernste angetrieben werdet, nach denselben zu streben; ihr seid schon zu sehr in das Alltagsleben hinein gewachsen, habt Meine Worte im Überflusse, und daher selbe oft mehr zur Unterhaltung gelesen, als mit dem Vorsatze euch wieder eine neue Aufmunterung zu holen. Gleichwie die heilige Schrift zu einem Alltagsbuche geworden ist, und gar Wenige den hohen Wert derselben zu schätzen wissen, so geht es mit Meinen neuen direkten Worten auch in der Jetztzeit; manches unter euch hat sich schon zum Überflusse daran gesättigt, und verlangt nichts mehr, was ihn aufs Neue für Mich anziehen könnte; zufrieden mit ihrem Vielwissen, sind gar Viele unzugänglich für Meinen weiteren Reichsplan; denn ihre Eigenliebe verblendet sie!
Glaubet ihr denn, Ich der liebe Vater wolle nur so gar wenige durch diese Mitteilungen beglücken, und die Ausbreitung derselben auf Einzelne beschränken? gewiß nicht! Sondern Ich will in vielen Herzen, welche nach Mir fragen, das Gefühl hervorrufen, dass sie Mich in ihrem Herzen finden können.
Dies ist das unsichtbare Wirken Meines Geistes; denn Ich habe schon viele Kinder auf der Erde, welche im Stillen zu Mir halten, und um Abhilfe bitten, bei dem Anblick der Versunkenheit ihrer Mitmenschen.
Ohne diese Gebetsstimmen, die an Mein Herz dringen, hätte Ich schon lange die Auflösung über diese arge Menschheit kommen lassen müssen; aber da es Seelen gibt, die Meine Liebe, Meine Geduld, Meine Erbarmung mehr als Andere zu würdigen wissen, und daher liebend zu Mir kommen, um dieselbe auch für ihre Mitmenschen zu erflehen, so will Ich mit Meinen Gerichten noch verziehen.
Darum lasset es euch euer größtes Anliegen sein, euch selbst Meiner Erbarmung zu übergeben, und auch eure Mitmenschen dahin zu bringen, dass sie zu Mir kommen, und dieselbe für sich erflehen. Sorget nicht, dass ihr dazu zu ungeschickt bleibet; denn sobald ihr euch Mir nicht allein in Worten übergebet, sondern in eurem Wandel euch bemühet Meine Kinder zu werden, so werde Ich bei euch sein, als Euer Helfer und Vater. Amen! 16. - 3. November 1877 „Ja, Ich will bei euch sein alle Tage.“
Meine lieben Kinder! Haltet still in allem, was euch auferlegt wird zu eurem besten. Meine Liebe ist es, welche euch alles zuschickt, Freude und Leid; es geschieht Mir oft Selbst sauer, wenn Ich euch Freuden entziehen muß, und Leiden schicken zu eurer Erziehung, damit das erreicht wird, was unumgänglich nötig ist zu eurer Vollendung.
Welch großer Vorteil es für euch ist, wenn ihr schon auf dieser Welt alles dazu benützet, um einen Zuwachs von Innen dadurch zu erhalten, wird euch erst klar werden, wenn ihr drüben ankommet; darum hoffet nicht, dass ihr durch lauter Vorkommnisse, welche euch freudig erheben, zum Ziele gelanget; erkennet vielmehr, wie unentbehrlich der Kreuzesweg euch ist, den auch Ich betrat in Meinem Erdenmantel. Fahret fort euch stets untereinander zu stärken in brüderlicher Liebe, seid aufrichtig gegen einander, und tröstet euch in der Zeit der Anfechtung damit, dass Ich unter euch bin als liebender Vater. Amen! 17. - 7. November 1877 „Haltet stille! – im Vertrauen.“
Mein liebes Kind! Du sollst dich ganz zu Mir halten, Ich gebe dir jeden Tag die nötige Kraft, bleibe nur fest auf dem, was du in deinem Innern dir vorgenommen hast. Daß du so sehr betrübt bist über den (langsamen) Missionsweg, kommt daher, weil du noch zu wenig Vertrauen auf Mich hast, und nicht genug fassen kannst Meine große Liebe zu dir, welche dich immer mehr läutern muß, bis du tauglich bist, Mir mehr zu leisten. Du willst oft mit Gewalt den Vorhang der Zukunft zerreißen und stürmisch den Erfolg Meiner Worte sehen. Siehe, Ich bin ein Gott der Ordnung, der Geduld, der Langmut! Meine Langmut ist es, die auch dich trägt, und Meine Liebe, welche dich erzieht und dich seither väterlich geleitet hat, und auch ferner Ihre Hand nicht von dir abziehen wird, so wie Ich auch allen unter euch ein Vater sein will; wenn gleich ihr oft andere Wege wählet, als die, welche Ich euch vorzeichnete; da muß Ich dann andere Mittel anwenden, bis ihr Mein Herz wieder mehr findet; aber darum hat Meine Liebe zu euch sich nicht verändert, sondern nur ihr selbst entfernet euch oft von Mir, und fühlet sie deshalb zu solchen Zeiten weniger. Amen! 18. - 10. November 1877 „Nicht du – sondern Ich!“
Liebe Kinder! Du sollst jetzt deine Zeit wieder mehr Mir widmen, Ich werde dir Kraft und Freudigkeit dazu geben, und du wirst Meine Nähe zu fühlen haben. Laß dich nicht beirren, als ob du zu unfähig wärest und zu unwissend. Ich will ja nicht dein eigenes Gemisch in Meinem Worte, sondern du sollst das schreiben, was andere in ihrem Herzen empfinden, zum Zeugnisse für alle, dass es Mein Geist ist, Der euch alle zu durchdringen sucht. Ihr sollet durch solche Mitteilungen Meine Einwirkung auf euch erkennen, und dass ihr alle durch Mich mit einander verbunden seid; darum nur einzelne unter euch schreiben sollen, dagegen die andern Geschwister euch prüfend, durch die innere Stimme erleuchtet, euch beistehen sollen.
Darum fahre fort, in der Liebe das zu tun, was du dankbar von Mir als Gnadengeschenk angenommen hast; es wird dir und deinen Geschwistern zum Segen werden, und du wirst den Zuwachs bald erkennen, welcher euch allen dadurch an eurer geistigen Liebe zuteil wird.
Daß du so sehr arm dich fühlst, kommt von deinen äußeren Geschäften oft her, und darum bist du auch jetzt so bekümmert, ob du weiter machen kannst; glaube, dass Ich als Vater besser weiß, wie viel du zu leisten im Stande bist, vertraue auf Meine Durchhilfe, welche dir bisher in reichem Maße zuteil geworden ist, und übe dich in der Geduld und Sanftmut, welche dir noch abgeht. Dein treuer Vater. Amen! 19. - 12. November 1877
„Verhaltensregeln und Winke.“
Meine lieben Kinder! Ich muß euch in euren Hoffnungen, welche ihr euch machet, oft unterbrechen. Ihr sollet nicht hoffen, als ob ihr dazu bestimmt wäret, eine Gemeinde nach außen bald darzustellen, sondern es ist ein unsichtbares Band, welches euch verbindet, ohne dass die Welt es wissen soll; ihr sollet zuvor noch mehr Wurzel fassen in der Liebe zu Mir, zu euren Geschwistern, und zu euren Mitmenschen. Eure Hauptsorge soll sein, dass ihr euch immer mehr würdig machet, den Kindes-Namen zu tragen; dann erst, wenn ihr würdige Kinder seid, kann Ich euch mit Gaben aussteuern, welche dienlich sind Meinen Reichsplan zu unterstützen; denn, merket euch wohl den Unterschied zwischen berufenen und würdigen Kindern; die, welche berufen werden, fühlen den Zug des Vaters; aber erst wenn sie dem Zuge folgend, mit allem Ernste darnach streben, dem lieben Vater Seine Liebe auch teilweise zu erwidern durch Dank, welcher im Vollbringen Seiner Gebote besteht, werden sie würdig ihres Namens, und fähig Meinen Willen zu erkennen, in einer Weise, wo sie kein Gesetz mehr haben, sondern alles als Liebesanordnung mit Freuden von ihnen hingenommen wird; und selbst für sie oft unergründliche Aufgaben ihnen nicht mehr schwer sind, in der Überzeugung, dass der Vater Sein Kind lieb hat; sie sind darauf bedacht, in ihrem Herzen zu untersuchen, ob Ich es bin oder ihr Eigenes, wodurch sie zu diesem oder jenem Schritte veranlasst werden, und Ich komme ihnen dann mit Meiner Antwort auf verschiedenen Wegen entgegen.
So sollet auch ihr immer mehr darauf bedacht sein, solch würdige Kinder zu werden, und stets Meine Antwort bei euren Vorkommnissen abwarten, damit ihr auch im Äußeren unterscheiden lernet Meine Wege und Anordnungen von den durch euch selbst erwählten, welche oft durch viele Umwege wieder gut gemacht werden müssen. Amen! 20. - 13. November 1877 „Vom Wert der Bibel, und vom verlorenen Groschen“
Meine lieben Kinder! Nachdem Ich nun angefangen habe euch den Gang zu zeigen, welchen Ich mit Meinen würdigen Kindern vorhabe, so will Ich euch jetzt mit den Geschichten bekannt machen, welche Entsprechungen sind für eure innere Gemeinschaft, und euch über deren tiefe Bedeutung Aufschluß geben. Weil Einige unter euch mit ihrer Bitte zu Mir gekommen sind, ihnen doch das wahre Lebensbrot in reichem Maße zufließen zu lassen, so mache Ich sie auf die Bibel aufmerksam, welche alle Fälle enthält, nur muß zuerst der wahre Sinn aufgedeckt werden, was Ich jetzt in der Weise tun werde, wie euer Aufnahme-Gefäß, das Herz, sich dazu hergibt.
Und so beschreibe Ich heute den verlorenen Groschen, welcher von einem Weibe gesucht wurde. (Lukas 15, siehe auch Predigt 29). Das Weib bezeichnet hier eine Seele, welche traurig ist über kleine Verluste, weil sie haushälterisch das zu erhalten sucht, was ihr durch die Gnade zuteil geworden ist in ihrer Erkenntnis und in ihrer dadurch erweckten Hingabe; sie verwahrt es als einen Schatz, der ihr unentbehrlich geworden ist, und wenn sie glaubt, derselbe sei verringert, oder etwas davon verloren, so wird sie traurig, und sucht mit allem Fleiß wieder in den Besitz solcher Gnade zu gelangen. Es genügt ihr nicht, dass sie noch einen Teil hat, sondern es ist ihr ein Bedürfnis, etwas Ganzes zu besitzen, und dann, wenn sie den ganzen Besitz erreicht hat, kommt sie mehr auf den Punkt, dass sie auch andere zu beglücken sucht. Sie erzählt nun ihren Nachbarn, dass sie den Groschen gefunden hat, welchen sie verloren hatte, zieht diese durch ihre Mitteilung zur Teilnahme herbei, und auch diese werden aufmerksam auf den glücklichen Zustand dieser Seele.
So sollet auch ihr den verlorenen Groschen suchen, und nicht nachlassen, bis ihr alles erreicht und gefunden habt; dann wird es euch drängen, eure Nachbarn, eure Umgebung zur Teilnahme zu veranlassen, und wer so sicher dann, und mit Freuden zu denselben eilt, dem wird es gelingen, auch andere Seelen zu gewinnen.
Darum gehört zuerst dazu die Wertschätzung dessen, was euch anvertraut wird, dann das Haushalten damit, das fleißige Suchen beim Vermissen der einen oder anderen Pflichterfüllung, d.h. beim Gefühl, dass ein Teil vom Ganzen verloren ward, sich sogleich anstrengen, es wieder zu erhalten, bis die Freude über das Gefundene stattfinden kann; denn nur der wirkliche Besitz von etwas beglückt!
Wenn ihr noch so sehr diese oder jene Tugend anerkennet, euch jedoch nicht bestrebet sie zu besitzen, so bleibt eure Anerkennung wertlos, fanget daher an fleißig zu suchen, das was euch fehlt zu etwas Ganzem, und ehe ihr eure Freude und eure Gefühle ganz mitteilet, bittet lieber untereinander, dass ein Jedes dem Andern suchen hilft in der Liebe! Amen! Euer treuer Vater.
21. - 16. November 1877 „Lasset euch nicht beirren.“
Meine lieben Kinder! Lasset euch nicht irre machen, wenn Versuchungen über euch kommen, die Ich zulassen muß, bis ihr ganz einsehen lernet, wem ihr angehöret, und euch immer mehr bemühet, Mich als euren Vater zu erfassen. Haltet fest an dem, was ihr schon als Gebote von Mir empfangen habt, tuet, was Ich als Gesetz in euer Herz geschrieben habe; d.h. übet Liebe so viel an euch ist, auch gegen die, die euch bedrängen; zeiget so durch euren Wandel, dass ihr festhaltet an Dem, Der euch berufen hat, zu üben alles, was ein Vater von Seinem Kinde verlangen kann, und es wird euch die wahre Leuchte schon in euer Herz gegeben werden. Lasset nicht ab für einander zu beten, und prüfet euer eigen Herz mehr als die Worte, welche niedergeschrieben sind als Mittel zu eurer Besserung; wendet dieselben dazu an, so werdet ihr bald herausfinden, ob sie zu Mir, oder von Mir weisen? Trauet, glaubet, dass Ich ein allmächtiger Vater, es bin, Der das Gebot der Liebe gestiftet hat. Amen! 22. - 17. November 1877
„Befleißiget euch der Liebe.“
Meine lieben Kinder! Ihr sollet euch fest auf Mich verlassen in euern Anliegen; nur müsset ihr euch immer mehr in der Liebe befleißigen, hauptsächlich gegen diejenigen, welche gegen euch stehen. Nur wo reine, uneigennützige Liebe im Herzen ist, kann auch Ich dasselbe regieren. Die Liebe ist das Zeichen, welches den Ort anzeigt, wo Ich weile. So sollet auch ihr daran erkennen, ob Ich es bin, Der in eurem Herzen wohnt, oder ein anderer Geist, und ihr könnet dabei nicht irre gehen. Bei all` eurem Reden und Handeln muß die Liebe die Triebfeder sein, ehe Ich euch ganz segnen kann mit Meinem vollen Vatersegen.
Daher lasset nicht ab, euch gegenseitig immer mehr zu lieben in wahrer Demut des Herzens um Meinetwillen; und es werden eure Meinungen, welche so sehr verschieden sind, bald dahin sich vereinen, dass ihr den Gott der Liebe immer mehr in eurer Mitte walten lasset, und alle äußeren Formen euch nicht mehr hinderlich sind an der wahren Verbindung unter einander; wie es schon im Johannes heißt: an der Liebe sollet ihr sie erkennen, (Meine wahren Kinder) nämlich, an der Liebe, die alles trägt, alles duldet, alles verzeiht (wie Paulus schreibt), um damit das eine oder andere für den Vater zu gewinnen. Amen! 23. - 18. November 1877
"Suchet, so werdet ihr finden!" (Matth. 7,7)
Meine lieben Kinder! Ich segne euch heute mit Meinem Vaterherzen! Ihr seid zusammen gekommen in Meinem Namen, welcher da heißt: Liebe. Aus Liebe zu Mir suchet ihr Licht, welches euch werden soll; doch auf eine andere Art und Weise, als ihr euch vorstellet. Ihr sollet jeden Tag einen Zuwachs von Demselben erhalten in eurem Herzen. Ich Selbst will eure Leuchte sein in dem Dunkel, das noch über euch herrscht, und nicht durch äußere Umstände vertrieben werden kann.
Wer Mich sucht im Herzen, von dem lasse Ich Mich finden; wer aus Liebe zu Mir eine Handlung unternimmt, die soll gesegnet werden; wer zu Mir kommt im Vertrauen, auf eine Frage eine väterliche Antwort zu erhalten, dem will Ich antworten, und er wird die Antwort erkennen, ob sie von Mir ist, sei es durch das Innewerden im Herzen oder durch andere (äußere) Mitteilung. Die Hauptsache in eurem Anliegen ist: festzuhalten an Dem, Der euch die Liebe in euer Herz legte; es ist der Vater, Welcher Seine Kinder nicht irre führt, sondern sorgt, daß deren Sehnsucht nach Ihm gestillt werde!
Liebet euch untereinander! Was Ich euch immer wiederholen muß, und es wird dadurch der Macht der Finsternis ein Damm gebaut, welchen sie nicht übersteigen kann.
Wer sich an einem Sandkörnchen freut, weil es vom lieben Vater geschaffen ist, der ist Mir so angenehm, als der Bewunderer Meiner großen Schöpfung, dem zuvor alles als Wunder dastehen muß, ehe er zum Anerkennen (Meiner Allmacht) und zum Dank für Meine Liebe und Gnade bewogen werden kann.
Darum ist ein kindlich dankbares Herz Mir das Liebste, was meine Kinder Mir bringen können, und wer also diese (hier gegebenen) einfachen Worte in seinem Herzen verehrt, als vom lieben Vater stammend, der kommt so sicher ans Ziel als diejenigen, welche sich selbst viel Wissen und Forschen aufgeben, um ihr Ziel zu erreichen.
Wenn euch eine innere Anfechtung überfällt, so nehmet die Bibel (in Meinem Namen, d.h. in Meiner Liebe) zur Hand, und Ich will euch die richtige Antwort dann schon zukommen lassen. Amen. Euer treuer Vater.
24. - 19. November 1877 "Alles durch Liebe"
Meine lieben Kinder! Es ist jetzt sehr nötig, daß ihr alle euch auf dem Punkte vereiniget, daß ihr nur durch Liebe alles beurteilet, was euch zu prüfen vorkommt. Keines unter euch will sich von Mir entfernen, und jedes unter euch sucht, strebt, Mich ganz zu besitzen.
Euer Eifer für Mich ist es, welcher euch auf einer andern Seite zum Schaden gereichen kann, wenn ihr nicht mit aller Kraft daran festhaltet, euch auch untereinander mit brüderlicher Liebe um Meinetwillen zu erfassen, und dies sei jetzt eure Hauptsorge, damit Ich euren Kreis immer mehr segnen kann.
Es wird einem jeden unter euch Meine Nähe durch diesen Vorsatz mehr fühlbar und alles andere, was noch hindert euch immer mehr geistig zu verbinden, dadurch beseitigt werden. Amen. 25. - 22. November 1877 "Seid unverzagt" (Luk. 21,36)
Meine lieben Kinder! Ihr sollet nicht zagen, wenn Stürme kommen, welche nötig sind, um immer mehr euer eigenes Herz zu durchrütteln und euch zu befestigen in dem, was euch mit Mir verbindet. Sind es doch Meine Wege, welche ihr gehen wollt, so wisset denn auch, daß sie sich von menschlichen weit unterscheiden; denn die Meinigen haben ein geistiges Ziel, die menschlichen dagegen suchen nur das, wozu der Verstand hinleitet; und wenn auch ein Bemühen für Mich damit verbunden ist, so seid ihr doch (als Menschen) zu kurzsichtig es zu erfassen, warum dieses oder jenes geschehen muß. Darum haltet fest an dem, was euch antreibt zur Liebe gegen Mich und eure Nächsten, setzet euer ganzes Vertrauen auf Meine väterliche Führung und übergebet derselben auch alle, welche euch angehören.
Es macht Mir große Freude, wenn eines das andere Mir übergibt, in der wahren Liebe des Herzens, und Meine Weisheit wird es schon so ordnen, daß es zu eurer aller Heile dient, was euch als Hindernis vorkommt in eurer Gemeinschaft, welche gegründet sein soll in der Liebe Gottes, Eures Vaters! Amen! 26, a. -
23. November 1877 "Stille
halten und vertrauen!"
Liebe Kinder! Es soll euch eure Bitte gewährt werden; weil ihr aus Liebe zu einander euch nicht anmaßen wollet; etwas zu tun, wodurch Anstoß gegeben werden könnte; und so will Ich euch fernerhin wieder mehr segnen mit Worten, welche euch zu Mir führen. Glaubet fest, daß das Beste über euch beschlossen ist. Nehmet alles auf euch, was nötig ist durchzukämpfen. Bleibet fest auf dem, lieber allem zu entsagen, als etwas durchzusetzen, wobei die Liebe Not leidet. Ziehet euch soviel als möglich zurück mit äußern Worten, und betet dafür desto mehr, bis es an der Zeit ist, eure Liebe wieder mehr auch in diesem Punkte andern mitzuteilen. Nur was die Liebe unternimmt, will Ich segnen, also was ihr aus Liebe - aber aus reiner Liebe - sogar unterlasset, ist Mir ein angenehmes Opfer. Darum seid ruhig, wenn ihr in nächster Zeit noch viele Stürme erlebet, ertraget sie aus Liebe zu Mir, und es wird Segen für euch und andere daraus ersprießen. Amen! 26, b. - 23. November 1877 "Von
Zweifeln und der wahren Wachsamkeit"
Meine lieben Kinder! Es ist nicht nötig, euch immer viele Worte zukommen zu lassen in der Weise, wie Ich es in letzter Zeit getan habe, um euch alle wieder mehr daran zu erinnern, daß ihr mit Mir auf lebhaftere Weise wieder verkehren sollet. Da nun aber Etliche unter euch zweifeln an Meinen Vaterworten, so will Ich jetzt allen das Urteil selbst anheim stellen, und euch abermals eine Pause geben; untersuchet euch in derselben, ob ihr mehr beglückt euch fühlet ohne direkte Worte, oder ob ihr dieselben vermisset.
Nicht jeder unter euch ist auf gleicher Stufe, der größere Teil von euch hat eine äußere Anregung nötig, welche ihm zum Segen wird, so er es dankbar annimmt. Darum stemmet euch nicht so sehr gegen etwas, was eure Geschwister mehr zu Mir erhebt und beglückt, es können doch für jedes Zeiten kommen, wo es ein äußeres Wort nötig hat. Bedenket, daß Meine Liebe es ist, die solches euch zufließen läßt; und darum sollet ihr aus Liebe zu Mir stille halten bei Worten, welche, wenn ihr auch die Quelle nicht mit eurem Verstande auffinden könnet, doch in eurem Herzen das Zeugnis hervorrufen, daß sie zu Mir ziehen.
Darum harret in Geduld, und übergebet eurem Gott und Vater diese Frage mit der Fürbitte für alle, welche eben so sehnsüchtig wie ihr die Antwort verlangen. Seid versichert, alles was den Stempel der Liebe trägt, kann unmöglich euch zum Schaden gereichen; daher begehret keinen weiteren Aufschluß durch äußere Umstände, sondern suchet im Gebete das zu erhalten, was nötig ist zu eurer Befriedigung und für euer Forschen; trachtet aber auch darnach alles zu entfernen was die Bruderliebe stört! Sodann werdet ihr den Segen erhalten, welcher jedem Kinde zu Teil wird, wenn es aus Liebe zum Vater ein unbedingtes Vertrauen in seinem Herzen walten läßt. Nicht äußere Vorsicht beschützt euch vor Mißverständnis und Täuschung, sondern die wahre Wachsamkeit im Herzen, welche durchs Gebet bei Mir abgeholt wird.
Es soll ein jedes unter euch untersuchen, auf welchen Posten es sich berufen fühlt, und es wird bald finden, wie nötig es Mich hat, und welche Wohltat ihm durch ein gemeinschaftliches Band zu Teil werden kann. Darum vereiniget euch dahin zu eurem eigenen Wohl; nehmet alles, was über euch kommt, seien es Erlebnisse verschiedener Art, aus der Hand eines liebenden Vaters, beschwere keines das andere, sondern sprechet bei allem: "vielleicht - der Herr hat`s ihn geheißen", so wird dadurch das Feuer der Eigenliebe, der Überhebung gedämpft, und euere reinere Liebe zu Mir und zum Nächsten immer mehr zunehmen! Amen! 27. - 25. November 1877 "Sorget euch nicht - ob
des unscheinbaren Senfkörnleins"
Meine lieben Kinder! Ihr sollet euch keine unnötigen Sorgen machen, wie und auf welche Art und Weise Ich Meine Kinder immer mehr sammeln und im Geist mit einander verbinden will; es ist dies Meiner Liebe und Weisheit zu überlassen. Seid ihr doch alle aus verschiedenen Gegenden und Verhältnissen zusammengeführt worden, damit ihr euch dem Geiste nach habt kennen gelernt durch Meine Führung; also will Ich auch noch viele Meiner Kinder mit Meinen direkten Worten beglücken. Euer Streben soll nur sein, euch ganz nach Denselben zu richten, damit ihr mehr durch`s Beispiel, als durch Worte eure Mitmenschen für Mich gewinnen lernet.
Fanget an unter euch selbst, und befestiget euren Kreis in der Liebe, so werdet ihr bald finden, daß Ich Meinen Segen auch in dieser Hinsicht euch angedeihen lasse, indem ihr noch viele Geschwister erhaltet. Es ist euch noch vieles zugedacht zu eurem Wachstume im Geistigen, wenn ihr Mir treu bleibet; doch kann Ich euch im Äußern nicht immer nach eurem Gutdünken geben, wie ihr es wünschet; darum bemühet euch, das volle Vertrauen auf Mich zu setzen, und mit mehr Geduld abzuwarten, was noch kommen mag.
Und nun will Ich euch noch hinweisen auf das Gleichnis vom Senfkörnlein (Matth. 13, 31), welches in der heutigen Predigt (52) erhellt ist; nehmet euch dabei zu Herzen den unscheinbaren Anfang, aber auch das gute Erdreich, welches erforderlich ist, damit der Keim nicht ersticke.
Das Erste, welches Not tut, damit euch Segen werden kann, und ihr in diesem Worte Meine Stimme erkennet, ist ein kindlich Herz, welches zu Mir hält, und den Verstand unterordnet; darum geht es auch hier wie bei allen Meinen Offenbarungen, daß es bei dem Einen Segen wirkt, dem andern zum Ärgernis wird, und nun sehet ihr zu, daß ihr durch Wachen und Beten das demselben abgewinnet, was zu eurem eigenen Wohle nötig ist, nämlich die feste Überzeugung, daß die wirkende Kraft des Vaters darin verborgen liegt, so wird die Liebe unter euch stark werden, und auch Meine Liebe euch immer mehr fühlbar. Amen! Euer Vater. 28. - 27. November 1877
"Wer Mich lieb hat, der wird halten Mein Wort!" (Joh. 14, 23)
Meine lieben Kinder! Ich will euch Worte geben, welche mehr zu eurer wahren Ruhe dienen sollen. Sorget deshalb nicht so sehr für eure Geschwister, sondern für euch selbst, daß ihr erkennen möget, was euch immer inniger mit Mir vereinigt: es ist die Liebe, welche sich freut Mich zu besitzen, und zwar als Vater im Herzen, und das Zeugnis - "der Vater hat uns lieb, und erteilt uns auch äußere Worte".
Bleibet deshalb in der Liebe, so bleibet ihr in Mir, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen - von allen Zweifeln über Meine Einwirkung, frei von allen Sorgen für Mich etwas zu tun.
Seid Kinder auch in diesem Sinne, überlasset dem Vater alles, was ihr für Ihn tun wollet, erhebet euch ruhig über alles, was euch hinderlich scheint für Meine Sache. Ich will Mich selbst Meiner Herde annehmen; haltet euch an diese Worte, wenn ihr betrübt seid, daß dieselbe zerstreut ist; es muß alles zu ihrem Besten dienen, und so gebe Ich euch die Trostworte: "Wer Mich liebt von ganzem Herzen und von ganzer Seele, bei dem will Ich Wohnung nehmen." Amen! (als Vater, Sohn und Geist) 29.- 30. November 1877
„Mein Ebenbild in euch“
Liebe Kinder! Nun sollet ihr mit eurem Denken und Wollen euch in Mein Wesen versenken, damit ihr immer mehr erkennen lernet, wie viel dazu gehört, Mein Ebenbild in euch herzustellen, welches euer Lieblings-Geschäft sein soll. Jede Stunde, welche euch vergönnt ist, von materieller Arbeit euch frei zu machen, benützet dazu, zuerst über Mich, und dann über euch mehr nachzudenken (im Herzen).
Fanget an, in Meiner ganzen Natur Meine Allmacht zu erkennen, und prüfet euch, was ihr mit solcher Macht tun würdet, beim Anblick so vieler Ungerechtigkeit, ob ihr nicht alles vernichten würdet? so werdet ihr Stoff genug finden, welcher euch eure Ungeduld vorhält, im Vergleiche zu Meiner Langmut.
Ist dieses geschehen, so wird euch auch klar werden, wie die Liebe wiederum die Trägerin des Ganzen ist, und wie die Weisheit alles in Ordnung hält. Auch euch ist die Weisheit nicht entbehrlich, sondern sie muß sich mit der Liebe vereinen, welche von Mir als Gnadengeschenk zu erbitten ist. Die Liebe könnet ihr euch selbst mehr zu eigen machen durch den freien Willen, die Weisheit ist dann der Lohn, welchen Ich der Liebe beigebe, damit ihr immer mehr zur Vollkommenheit gelangen könnet.
Darum sollet ihr euch oft von allem zurückziehen, damit ihr euch in ein Betrachten versenken könnet, welches euch zu großem Segen werden wird. 30. - 2. Dezember 1877
"Zum Adventfest"
Meine lieben Kinder! Heute als am Tage, wo die Christen Advent feiern, das den Zweck hat, an Mein Kommen zu erinnern, will Ich euch ganz besonders auf Mein Kommen zu euch aufmerksam machen. Euch, die ihr Mich suchet, muß Ich sagen, daß ihr Mich gefunden habt. Weil eure Freude darin besteht, Mich im Herzen zu besitzen, so bin Ich auch jedem unter euch jetzt nahe. Ich will jedes unter euch immer mehr so führen, daß es ihm zur Wonne wird, mit Mir zu verkehren. Ihr sollet euch dabei immer mehr befleißigen, ruhig und stille zu verbleiben; denn die Zeit des innern Sammelns ist jetzt für euch sehr nötig, damit ihr erst wenn Ich es für gut finde, ausstreuen könnet. Darum habe Ich nochmals mit euch von vornen angefangen, euch einfache Worte zukommen zu lassen, deren Wert einem jeden an seinem eigenen Herzen zu schätzen überlassen ist, und darnach Mir seinen Dank in Tat und Leben zu bezeugen. Ehe nicht diese Wirkung jeden Tag mit dem Lesen und Erkennen der Vaterworte mehr verbunden ist, kann Ich Meinen Kindern nicht mehr anvertrauen im Äußern, was doch zur Beförderung Meines zweiten Kommens nötig ist. Haltet darum fest zu Mir, - lasset euch nicht wankend machen durch Meinungsansichten, denn die Worte kann man euch jede Stunde noch weg streiten; aber gegen den Vorsatz, dieselben in Tat und Leben zu bringen, dazu ist jede Macht zu klein, so ihr ernstlich wollet. Darum glaubet, daß Ich nicht erst zu euch kommen will, sondern daß Ich schon bei euch bin, so werdet ihr mutig fortfahren das zu tun, wozu Ich euch auch durch äußere Worte immer mehr aufmerksam machen will. Amen! Dies der Adventsgruß von eurem Vater!! 31. - 5.
Dezember 1877 "Vom Kommen des Herrn"
Nachdem Ich euch den Adventsgruß gegeben habe, will Ich mit euch weiter über Mein Kommen verkehren, und zwar in der Weise, wie es für euren derzeitigen Standpunkt nötig ist. Es ist jetzt an der Zeit, daß alle, welche Mich suchen, Mich auch finden; darum auch die Bewegung in geistiger Beziehung.
Alles will Wahrheit, jedoch nicht alle aus Liebe zu Mir, sondern zumeist nur, um durch Aufklärung wieder weitere Fortschritte zu machen im viel Wissen. Jedes strebt darnach, das Andere zu beherrschen, aber gar wenige wenden sich an Mich Selbst um Wahrheit, sondern wollen dieselbe durch Studieren und Lesen erhalten, weil nur ihr Verstand Gewinn machen will, aber im Herzen ist ihnen Gott kein Bedürfnis, und somit auch der Glaube an ein ewiges Leben ihnen nicht nötig.
Wie wichtig es deshalb in dieser Zeit ist, wahre Kinder zu erhalten, könnet ihr selbst begreifen, wenn ihr eine Betrachtung anstellet über das dermalige Streben der Menschheit; darum Ich auch denen, welche Mich mit dem Herzen zu erkennen suchen, auf außerordentlichem Wege zu Hilfe kommen und also nun an vielen Orten den Geist der Weissagung (oder der wahren Erkenntnis) ausgießen will (siehe Nr. 56), welcher allen zu Teil werden soll, die Mich nicht allein bekennen, sondern ihren Lebenswandel nach Meinen Liebesgesetzen einzurichten sich bestreben.
Doch auch die Macht des Bösen ist jetzt zügelloser als je; sie ahnt, wie viel ihr entzogen wird, wenn Meine Gesetze zur Geltung kommen, und deshalb ist auch auf ihrer Seite der starke Einfluß ganz besonders auf Meine Kinder. Wachet und betet deshalb, daß ihr die listigen Anläufe erkennen möget, welche Ich nicht jederzeit abwenden kann; aber seid versichert, ihr stehet unter Meinem Schutze, doch erst wenn ihr Mich anrufet, die Zeit der Gefahr erkennend, kann Ich euch denselben angedeihen lassen. Ihr sollet durch euern freien Willen das erringen, was euch tüchtig macht, für Mich als Streiter zu kämpfen, durch Verleugnung und Demut, welche die Waffen sind gegen Begehrlichkeit und Hochmut; denn gerade dies sind die Hauptfeinde, welche Meinen Gesetzen entgegen wirken; darum mußte Ich euch den Demutsweg Selbst zeigen, sonst könntet ihr nicht den Sieg erlangen. Benützet alles, was euch begegnet, dadurch die Demut zu erreichen, und bei ihr zu verbleiben; selbst kleine Abweichungen können euch oft große Niederlagen bereiten; lasset daher lieber in eurem Eifer für Mich etwas unverteidigt, als daß ihr nicht durch euer Beispiel den Stempel der Demut bewahret. Amen! 32. - 7. Dezember 1877
"Zeit- und Lebenswinke"
Meine lieben Kinder! Es ist euch erschienen der Tag des Heils und der Gnade, indem ihr euch freuen könnet, auf den Standpunkt gekommen zu sein, wo euer Herz Mich als das Höchste erfaßt. Wie vielem seid ihr dadurch entgangen von den Einflüssen, welche durch das Verlangen nach materiellem Besitz hervorgerufen werden. Vieles wird verhindert, was Ruhe und Frieden im Innern stört, wenn man sich von der Welt zurückzieht. Doch so weit es euer Beruf erfordert, sollet ihr dieselbe als Boden betrachten, in welchen gesäet werden muß; aber die Freude im Herzen soll sich nicht von weltlichen Umständen abhängig machen, sondern ihr sollet euch freuen, daß ihr Mich gefunden habt, und dann wird es euch gelingen, jeden Tag mehr über die Hindernisse, welche Mich und euch trennen, den Sieg davon zu tragen. Trachtet immer mehr, Mich auch beim Geschäft in Gedanken fest zu halten, und Mein Vatersegen wird euch dabei nicht mangeln! Amen! 33. - 12. Dezember 1877
"Die Zeit der Probe kommt an alle"
Meine lieben Kinder! Euer Vater ist bei euch, obwohl ihr wähnet, als ob Er sich von euch entfernt habe, wegen eurer Unwürdigkeit. Erkennet Mich immer mehr als Den, Der die Liebe Selbst ist, und nicht richtet nach eurem augenblicklichen Zustande, der oft nur von außen her bewirkt wird. Dieses muß auch so sein, damit ihr das Suchen und Wachen nicht hintansetzet.
Wenn euer Herz Mich fest erfaßt hat, so können euch solche Augenblicke nicht stürzen, sondern sind Mittel, euch einen Schritt näher zu Mir zu bringen. Lasset euch also nicht irre machen, die betretene Bahn, welche ihr in Meinem Namen unternommen habt, zu verlassen, sondern lernet mit Geduld dieselbe weiter gehen. Ich kann euch nicht alles wegräumen, was euch auf derselben Sorge macht; aber Kraft will Ich euch geben, daß ihr es ertragen lernet, und sowohl euch als andere dadurch zu dem Ziele bringet, welches denen vorgesteckt ist, die Mich mit allem Ernst, mit ganzer Hingabe ihres eigenen Ichs zu erlangen suchen. Darum wechselt auch bei euch, und unter eurer Gemeinschaft die Heimsuchung; bald wird dieses Kind, bald das andere mehr vom Vater auf die Probe gestellt, damit euch Gelegenheit geboten ist, einander in der Liebe zu Hilfe zu eilen. Darum lasset nicht ab in der Liebe zu einander, erkaltet nicht für einander, wenn ihr den Vater abwesend glaubet, denn es kommt die Zeit, wo Er wieder in eurer Mitte sein und Keines vermissen will! Amen! 34.- 15. Dezember 1877
"Barmherzigkeit"
Meine lieben Kinder! Barmherzigkeit ist es, daß Ich Mich auf euren Erdenball im Fleische niederließ; denn nur durch diese ist es Mir möglich geworden, Mich euch zu nähern. Meine Heiligkeit trennte Mich von euch, und stellte eine unübersteigliche Kluft zwischen Mich und euch.
Durch die Barmherzigkeit wurde eine Brücke über diese Kluft geschlagen; wollet ihr deshalb zu Mir gelangen, so müßet auch ihr Barmherzigkeit besitzen, und zwar gegen eure Mitmenschen und Mitgeschöpfe; denn nicht allein die Menschen sind derselben benötiget, sondern oft auch die Tierwelt. Wie auch Ich schon bei Meiner Geburt Tiere in Meiner Nähe duldete, und sogar von ihnen Mir eine Wohltat zufließen ließ, so sollet auch ihr eure Gefühle für die Tiere immer mehr zu erweitern suchen. ( Nr. 9 Jugendgeschichte Jesu 18, 9 - 12 ).
Es gehört dieses eben so wohl zur Veredelung eurer Seele, als die Liebe zum Nächsten; denn wer eine Liebe zu den Tieren besitzt, dessen Liebe ist uneigennütziger, indem dieselbe nicht darauf beruht, daß man nach der Denkungsart, oder nach dem Verkehr mit denselben sie liebt, sondern man hat dieselben oft lieb, ohne zu wissen warum.
So lernet auch daraus, was eigentlich Liebe ist; es ist die uneigennützigste Selbstsuchtlosigkeit, die sich freut über alles, was in der Natur ist, und dadurch dem Schöpfer dankt. Dieser Dank wird erhöht, wenn euch klar ist, daß der Schöpfer euer Vater ist, und Sich Selbst ins Fleisch begeben hat, um euch zu belehren über Sein eigenes Wesen, und so den Geist durch Sein Wort auf die Stufe zu bringen, wo er begreift, in welch` innigem Verhältnis er zum Schöpfer selbst steht.
Dieses ist nur möglich geworden durch Mein Kommen in`s Fleisch; denn vorher war es nur ein ängstliches Ahnen von einem Gott, nun aber ein freudiges Erkennen eines göttlich liebenden Vaters.
Wie wenig solche Menschen Mich, ihren Gott, erfassen können, welchen Mein Wort von Meinem Wirken auf Erden noch nicht zu Teil geworden ist, das sehet ihr an den Heiden; darum auch immer noch viele sind, welche zeugen von dem Unterschiede (in dem geistigen Zustand), wo Ich als Gott und Vater im Glauben erkannt bin, und dem derer, welche noch keine (direkt von Mir) geoffenbarte Religion haben.
Eure Aufgabe soll es sein, auch in dieser Hinsicht Weihnachten zu betrachten, und ihr werdet den Segen von Meiner Geburt nicht erst erhoffen, sondern für denselben schon jetzt danken, mit dem Vorsatze, daß ihr euch immer mehr bemühen wollet, Meine Barmherzigkeit, Meine Liebe, Meine Demut, Meine Geduld, Meine Langmut euch anzueignen; damit auch ihr als Sprößlinge von Mir dazu beitraget, die Menschheit auf die Segnungen hinzuweisen, welche durch Mein Erscheinen dem Erdballe zu Teil wurden.
Dies ist die wahre Mission, wenn ihr durch euer Vorwärtsstreben euren Mitmenschen zeiget, mit welch` großen Fähigkeiten Ich den Menschen ausgestattet habe aus Liebe, und wie Mich Barmherzigkeit bewog Selbst zu euch zu kommen, euch darüber zu belehren, und den Weg zu zeigen, welcher heißt: Selbstverleugnung und Demut, der zu Mir führt; dann kann euch nicht mehr die Frage beschäftigen, was ihr für Mich tun sollet? Lehret durchs Beispiel, wirket durch die Mittel, die euch zu Gebote stehen, auch im Äußern, und betet jeden Tag inbrünstiger, daß so Mein Reich überall mehr ausgebreitet werde.
So soll euch das kommende Weihnachten ein Mahnruf werden, in tiefe Betrachtungen einzugehen, welche euch den großen Vorzug aufdecken sollen, welchen ihr vor vielen eurer Mitmenschen zu genießen habt. Amen! 35.- 18. Dezember 1877
"Vorbereitung zu Weihnachten"
Meine lieben Kinder! Ich will euch auch dieses Jahr eine besondere Weihnachtsfreude bescheren, indem Ich euch Worte gebe über Mein Erscheinen im Fleische. Es ist dies für euch von großer Bedeutung, nachdem Ich euch berufen habe, Mein Ebenbild in`s Fleisch zu übertragen. Eure äußere Handlungsweise und euer Verkehr (mit den Mitmenschen) sollen Zeugnis ablegen von dem Geiste, der in euch wohnt, und der da sucht, jeden Tag mehr seine Göttlichkeit durch den ihm angepassten Leib kund zu geben. Gleichwie Ich einen Leib annahm, um Mich Meinen Mitmenschen offenbaren zu können, so sollet auch ihr euren Leib betrachten als Werkzeug eures Geistes. Seid ihr eurer Abstammung klar, so werdet ihr selbst darauf bedacht sein, eurem Vater Ehre zu machen, wozu euch dankbare Liebe antreiben soll, und Mein eigenes Beispiel, als Ich auf Erden wandelte, wird auch dazu beitragen, daß euer Forschen über Mein Ich euch immer mehr Wonne bereitet. Ihr werdet dann einsehen lernen, wie leicht Ich es euch zu machen suchte durch Meine Liebesgesetze, eure Probezeit zu diesem Leben durchzumachen; kein Leiden, kein Hindernis wird euch zu schwer dünken, kein Glück, keine Freude soll euch stören, Mir ganz anzugehören.
Das Bewußtsein der hohen Würde, Mich den Schöpfer und Vater Himmels und der Erde in gleiche Form gehüllt zu erkennen, wie euern eigenen Geist, wird euch erheben zur Liebe gegen Mich, zum Wohlwollen gegen eure Nächsten, welche euch gleich gestellt sind, sowie zur Ausdauer alles zu tragen und zu dulden, was nötig ist, um euch und andere auf den richtigen Standpunkt zu bringen, um einst als Kinder Gottes im Jenseits ankommen zu können, wo die Engel gleichfalls sich freuen werden über eure geistige Geburt. Gleich als wie sie sich freuten über Meine leibliche Geburt, so werden sie ein "Ehre sei Gott" anstimmen, wenn wieder eine Seele gewonnen ist.
O lasset nicht ab, euch immer wieder auf`s neue die hohe Bestimmung vorzuhalten, zu welcher Ich euch schuf! Jeder Tag sei euch ein Weihnachten, wo ihr euch in Mein Kommen und dessen Zweck versenket. - Bedenket ihr dabei noch, daß es eine Höhle war, welche Mich zuerst beherbergte, so werdet ihr euch zu trösten wissen, wenn ihr euer Herz zu untüchtig, eure Gemeinschaft zu unwürdig findet, Mich in eurer Mitte zu haben. Amen! 36.- 20. Dezember 1877
"Zur Menschwerdung des Herrn"
Meine lieben Kinder! Nachdem Ich angefangen habe, euch den Wert Meines Erscheinens auf Erden auseinander zu setzen, so will Ich euch nun auf etwas weiteres über dessen hohe Bedeutung führen: Nicht allein ist euch dadurch klar geworden, wessen Abkömmlinge ihr seid, sondern ihr sollet auch wissen, welches Vorrecht ihr habt in Meiner ganzen Schöpfung; denn ihr seid dadurch gewürdigt worden mit Mir persönlich zu verkehren, und so Mich näher kennen zu lernen in einer Weise, wie selbst Engeln es nicht zu Teil wird.
Meine Hülle war es, die solches den Menschen möglich machte. Sie mußte gleichfalls wie euer Körper den Prozeß der Veredelung durchmachen; denn Meine Seele hatte von Geburt aus keinen Vorzug, sondern Ich mußte gerade durch solche Erniedrigung, der Geisterwelt den Beweis liefern, daß Ich die Menschen so erschuf, daß es ihnen möglich ist, durch ernstliches Wollen zu dem zu gelangen, wozu Ich sie bestimmte, nämlich zu Meiner Kindschaft.
Darum Ich auch von innen und außen mit so vielen Versuchungen bestürmt wurde, und eben darum auch diejenigen, welche ihre Bestimmung mehr erkennen, so viele Gefahren und Kämpfe durchzumachen haben. Doch gleich wie Ich durch Meine in Mir wohnende Göttlichkeit überwunden habe, so werden auch Meine Kinder durch den göttlichen Funken in ihnen Kraft erhalten, denselben immer mehr zu stärken, wenn sie zu Mir halten und ihren freien Willen von Mir beeinflussen lassen; denn ganz kann Ich ihn nicht regieren, sondern Ich muß Mittel anwenden, welche dazu dienen, daß ihr erkennet, was euch wahrhaft glücklich macht, und dann selbst wählet.
Habt ihr Mich erkannt in Meiner Liebe zu euch, so wird es ein Leichtes für euch werden, Mich als Den zu erfassen, Welchem ihr euch unterordnen wollet, und Ich nehme solches von euch als eine willige Gabe an; und dann tritt zur Liebe die Weisheit als Erzieherin, welche oft ganz andere Wege euch verordnet, als euer eigener Wille es tun würde.
Sehet, darum ist es so nötig, daß ihr Mir ganz vertrauet; und dieses Vertrauen könnet ihr stärken und erreichen durch Aufnahme Meiner Worte in der Bibel, welche euch manches aufschließen über Mein unerforschliches Walten, und Erzählen, wie auch Ich, nach Meiner ewigen Ordnung, Mich im Gehorsam dem Vater unterziehen und alles dulden mußte, was der Natur entgegen wirkte.
So ist es auch bei euch; wenn der Geist sein Recht erhält, und ihr euch mit ihm beratet über euer Tun und Lassen, so wird bald auch ein Entgegenkommen (Locken) von Seite der Natur stattfinden, das entfernt werden muß, wenn ihr Meine geistigen Kinder werden wollet.
Ich komme euch dann zu Hilfe, und vermehre bei euch Meinen göttlichen Einfluß, wenn ihr Mich darum ersuchet, und so wird euch das Bewußtsein zum Troste werden, daß Ich Selbst Mensch war, und auch alle Schwachheiten auf Mich genommen habe, um euch in eurer Schwachheit mit Meiner Kraft zu stärken, damit auch ihr durch Kampf zum Siege gelangen und dann frohlocken möget: "der Herr ist geboren nicht allein auf Erden, sondern auch in mir ist Er zur Herrschaft ins Leben geboren worden."
Welch` tiefes Weihnachten für ein Kind, welches weiß, "der heilige Vater, welcher Mich liebt, ist jetzt in Meinem Herzen zum Leben gekommen, meine Seele, mein Leib geben Zeugnis dafür in Tat und Wandel."
So möge Mein Kommen ins Fleisch, welches in Bethlehem stattgefunden hat, nicht allein euch zur Freude, sondern eure Freude dadurch erhöht werden, daß ihr durchs Fleisch Mein Kommen in eurem Herzen verkläret, wenn ihr nach ernstlicher Selbstprüfung erfahren dürfet, "auch in Mir hat der Schöpfer Himmels und der Erde, als Vater durch Jesum, Sich eine Höhle in Bethlehem erbaut, und zwar als Kind, um einst groß und stark zu werden, und als König daselbst zu regieren."
Lasset den Stern der Liebe leuchten, daß wenn die Weisen euch fragen nach dem neugeborenen Könige, ihr ihnen sagen könnet: "in unserem Herzen hat Er Seine Wohnung aufgeschlagen, wenn Ihr ihn anderswo suchet, könnet ihr Ihn nicht finden!" Amen!
37. - 25. Dezember 1877 "Christfest"
Meine lieben Kinder! "Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron!" Also sollen auch heute, als am Christfeste, Meine Kinder erscheinen, in dankerfüllter Stimmung; denn sie sind berufen Mich nicht allein mit den Lippen preisen, sondern ihr Herz soll sich erheben in großem Danke für alles, was ihnen durch Meine direkten Gnadenworte zu Teil wird.
Es ist eine hohe Begnadigung für alle, welche dieselben im Besitze haben; denn je mehr sie Mich erkennen (auch) in Meinen (einfachen) Worten, desto mehr fühlen sie in sich die Liebe zu Mir, und die aus Liebe folgen können, fühlen keine Schwere des Gesetzes; erhoben über alles, was ihnen vorkommt, auf ihrem Lebensweg als Widerwärtiges, folgen sie einem Zuge, der sie zu Mir führt.
Sie sind einverstanden mit allem, was Ich ihnen auferlege; denn der heutige Tag erinnert euch, wie Ich mit tiefer Erniedrigung in Meine Lebensbahn eintrat, wie Ich sie fortsetzte und beendigte, sowie daß nur Liebe der Grund war, welcher Mich bewog, dieselbe zu wählen, und nur Liebe ist es, die auch euch eure Wege bezeichnet, wenn ihr mit Mir in Vereinigung lebet. Erkennet also den großen Segen, welcher euch zu Teil wird durch Meine Geburt in euch, und Ich will euch jeden Tag mehr segnen. Amen. 38. - 28. Dezember 1877
"Jahresrückschau"
Meine lieben Kinder! Nachdem Ich euch Weihnachten und seine Bedeutung erklärt habe, blicket zurück auf die verflossene Zeit in diesem Jahre, mit all seinen Stürmen, welche ihr als Meine Kinder in eurem Kreis erlebt habt, und ihr werdet erkennen, daß ihr gar wenige nüchterne Stunden hattet, wo ihr mit der Stimmung Mir gegenüber standet, wie ihr es eurem Gott und Schöpfer schuldig waret. Eure Zusammenkünfte hatten zu viel Äußerliches im Auge, und obschon ihr Mich dabei um Meinen Beistand angefleht habt, so wolltet ihr doch das Weiterkommen im Äußern bewirken, ehe ihr an die Besserung eures Herzens mit hohem Ernste dachtet. Ich ließ manches ohne Schaden für euch zu, weil Unwissenheit der Grund war und nicht Bosheit.
So mußte alles, was euch begegnete, in Widerspruch treten, gleichwie eure Begriffe in Widerspruch mit Mir standen. Ich ließ dies zu, um dadurch eure Herzen für Mich empfänglicher zu machen. Glaubet nicht, daß Ich es war, Der euch damals dies oder jenes in die Feder diktierte, sondern Ich ließ es nur zu in Meiner Erbarmung, und lasse Mich jetzt erst finden, nachdem ihr das Wertlose eures damaligen Treibens durch Meine Gnadenbezeugungen einsehen lerntet.
Nun ihr an der Ausgangsschwelle stehet dieses gefährlichen und stürmischen Jahres, frage Ich - was ist euch geblieben? etwa die Reue? die Wahrheit? die Liebe? das Vertrauen? die Wachsamkeit? oder seid ihr auf andere Wege gekommen? Ihr könnet Mir die Antwort nicht zusammen geben, sondern ein Jedes komme zu Mir mit der Bitte, daß Ich ihm selbst aufdecke, wie viel es dabei gewonnen oder verloren hat. Dies ist die segensreichste Selbstprüfung, wenn keines dabei das andere ins Auge faßt, sondern Jedes auf sich selbst sieht; dadurch wird Jedes so viel Demut erlangen, daß es erst dann richtig an seine Geschwister denkt.
Vor allem frage Ich euch, wie viel Zuwachs ist euch in der Liebe geworden? Nehmet euch vor, kommendes Jahr in der Liebe anzufangen, und dieselbe immer mehr zu erweitern; nicht allein auf Einige, sondern auf die allgemeine Menschheit; ja betet für alle Menschen. - Es gibt viele Seelen, die auch für euch beten, ohne daß ihr sie kennet, weil auch sie Mich als ihren liebenden Gott und Vater erkennen, und gerne ihre Mitmenschen glücklich sehen möchten.
Entziehet euch jedem Vorurteil über andere Ansichten; denn nicht die Form, sondern das Herz ist mir ein angenehmes Opfer, und Ich segne jede Hingabe desselben an Mich. Haltet euch an die Worte, welche ihr schon in Händen habt, und an die heilige Schrift, wie Ich euch schon mehrmals unterwiesen habe. Jedes unter euch strebe das Band der brüderlichen Liebe fest zu halten! Wartet in Geduld, auf welche Weise eure Gemeinschaft mehr befestigt werden soll!
Die Hauptsorge sei euer eigen Herz und ihr werdet Meine Nähe fühlen, ob Ich äußere Worte euch zukommen lasse, oder nur in eurem Herzen Mich bezeuge; eure Losung sei: "bis hierher hat uns der Vater geführt, Er wird auch ferner Seine Hand nicht entziehen." So könnet ihr getrost zurück blicken, Keines von euch hat Schaden erlitten, und Ich will auch im kommenden Jahre euch nicht versäumen, so ihr Mir treu bleibet.
Harret aus in allem, was euch zu eurem geistigen Wohl auf eurer Bahn beschieden ist; denket, daß es der Weg ist, der zu Mir führt, und Ich werde euch, wenn ihr zu Mir kommet, nicht wegschicken, ohne daß ihr von Meiner Liebe zuvor gesegnet worden seid! Amen.
39. - Jahresschluß 1877
"Vom Wesen und Zweck dieser Worte"
Meine lieben Kinder! Ihr stehet an der Pforte dieses neuen Jahres, und wollet in dasselbe eingehen, nachdem ihr zuvor einen Rückblick auf das verflossene Jahr getan habt, und nach ernster Betrachtung eurer selbst, wie eurer Führung, welche Ich euch angedeihen ließ, Mir ein dankbares Herz entgegen bringet.
Freilich habt ihr im Stillen viele Fragen, welche Ich euch unbeantwortet lassen muß, weil sie nicht dazu dienen, euch durch ein demütiges Herz Mir näher zu bringen, sondern euer Verstand möchte einen Durchblick durch manches Dunkle, das gerade dazu dienen mußte, daß ihr euch von ganzem Herzen an Mich wendet.
Jetzt da ihr einsehen gelernt, wie nur Ich Selbst es bin, Dem ihr durch euer Streben nachjagen sollet, will Ich Mich im nächsten Jahre immer mehr in eurem Herzen zu erkennen geben als Den, Der Mittel und Wege genug hat, euch eure Richtung so zu ordnen, daß ihr mit Freudigkeit fortmachen könnet, im Verkehre mit Mir.
Sind es auch nicht wissenschaftliche Worte, welche ihr seither erhalten habt, sondern nur die lautere Milch, wie sie ein Kind nötig hat für den Anfang, bis es fähig wird, auch gewürzte Speisen aufzunehmen, (obschon ihr dieselben auch schon zuvor verkostet habt); so frage ein Jedes unter euch sich selbst; habt ihr dabei mehr Antrieb verspürt, Mich als Vater ganz zu umfassen, als bei diesen einfachen Worten, durch welche euer kindliches Herz immer auf`s Neue wieder erfreut wird.
Ich mache euch keine Versprechungen, als ob Ich euch durch viel Wissen bereichern wollte, aber das rufe Ich euch als liebender Vater zu: "Wer Mich ehrt in diesen Worten, welche von Meiner Liebe zeugen, und in kindlicher Freude Mir dafür Dank bringt, den werde Ich immer mehr zu Mir ziehen, und er wird einen Schatz in sich sammeln, ohne daß er es selbst ahnt, - die kindliche Liebe wird sein Eigentum werden, und er wird dieselbe für alle Gelehrsamkeit nicht vertauschen."
So Meine lieben Kinder fahret fort, in kindlicher Einfalt euch Vaterworte unter einander zuzuschicken, Mein väterlicher Segen fehlt euch dabei nicht. An Gelegenheit euren Geschwistern zu beweisen, daß ihr sie liebet um Meinetwillen, will Ich es euch auch nicht mangeln lassen.
Wenn ihr durch diese äußeren Worte zuvor euch antreiben lasset, eure Betrachtungen Mir zu widmen, so werdet ihr eine Gedankenfülle in euch verspüren, wie es seither noch nicht der Fall war; die Vereinigung mit Mir wird immer mehr befestigt werden, und also wird euch das Mittel zum Zweck nicht so gering vorkommen, wie Einige unter euch glauben, daß ihr Herz stark genug sei, ohne äußere Anregung sich ganz in Mich zu versenken.
So ist ein Gnadenmittel, welches Ich euch zuteil werden lasse durch diesen Weg der Mitteilung. Sehe daher Keines auf das Andere dabei, sondern nehme ein Jedes so viel davon, als es für sein Herz bedürftig fühlt, und am Schlusse des nächsten Jahres wollen wir wieder fragen, ob ihr dabei gewonnen oder verloren habt? Euer Vater im alten und neuen Jahre, und Derselbe von Ewigkeit. Amen! 40. - 6. Januar 1878 "Vom getreuen Haushalter"
Meine lieben Kinder! Nun will Ich euch den getreuen Haushalter als Muster anführen, wie derselbe sein ihm Anvertrautes nicht allein zu bewahren suchte, sondern auch danach strebte zur Freude seines Herrn immer mehr zu gewinnen. Er wußte, daß ein immerwährendes Wachstum mit solchem Streben verbunden ist, und darum wucherte er.
So sollen auch Meine Kinder bezüglich der Gaben, welche ihnen verliehen sind, nicht allein sorgen, daß sie erhalten bleiben, sondern suchen, damit für sich und Andere den möglichst größten Gewinn zu erzielen; auf daß auch sie einst bei Meiner Abrechnung Mir die Freude machen, ihnen zurufen zu können: "Ich will dich über viel setzen, weil du Mir treu verwaltet hast, was Ich dir gegeben!"
O, wie Vieles ist euch noch verborgen, von dem was ihr schon habt; darum ist es so nötig, daß ihr suchet und strebet, mehr zu gewinnen, und es wird euch gelingen, immer weiter in der Erkenntnis zu kommen, so wie im Eifer, eurem Ziele nachzustreben, welches ist: völlige Übereinstimmung mit Mir, dann kann Ich euch über Vieles setzen, und euch zu euren Tugenden eine innere Macht beifügen, um auch Andere zu beglücken.
Dagegen Diejenigen, welche zufrieden sind mit dem, was sie schon haben, im Stillestehen sich befinden, und Stillestand ist oft der Anfang zum Rückgang. Also vorwärts sollet ihr dringen, auch wenn euch allerlei Einwendungen gemacht werden, weil ihr wisset, daß euer Vater den Keim des immerwährenden Wachstums in euch gelegt hat. So machet ihm Ehre dadurch, daß ihr jeden Tag wachset in der Erkenntnis und in der Liebe zu Mir, als zu Jesu Christo eurem HErrn.
Beweiset der Welt, wie es dem Menschen nie möglich ist stille zu stehen, wenn er seine Aufgabe als Kind Gottes erkennt, sondern wie seine Seligkeit darin besteht, daß er immer sucht weiter zu kommen, und sich zu verbessern in allerlei Tugenden, welche gegründet sind auf die Gebote: Liebe Gott und deinen Nächsten!
Zeiget, wer der Nächste nach euren Begriffen ist, und ihr werdet keinen Menschen zu weit entfernt wähnen, so bald er eure Hilfe nötig hat. So sollet ihr euern Fortschritt in diesem Jahre anfangen, und Ich segne euch dazu. Amen! 41. - 9. Januar 1878
"Der heilige Vater und Seine Kinder"
Liebe Kinder! Heute sollet ihr über Mich Selbst etwas erhalten, und zwar über Mein Einwirken bei Meinen wahren Kindern. So sie Mich ernstlich suchen, so will Ich Mich ihnen immer mehr nähern durch ein Innewerden im Herzen, welches möglich ist, wenn sie ihre Seele immer mehr zu vergeistigen suchen; denn je mehr diese göttliche Eigenschaften annimmt, desto stärker wird der Geist, und vereint sich mit derselben, und nimmt Anteil an der Regentschaft über den Körper. Es soll derselbe vom Geiste regiert werden; und wenn dieses der Fall ist, so lebt der Mensch geistig, wenn er seinen freien Willen der Stimme in seinem Innern unterordnet, und nach derselben lebt.
Nun will Ich euch auch mehr Aufschluß geben über das (medianime) Schreiben, inwieweit es für euch von großer Gefahr ist; denn wenn nicht eine innere Vereinigung mit Mir stattfindet, und eure Seele noch ganz sinnlicher und materieller Natur ist, so ist euer Geist dabei auch schwach. Gebet ihr nun euer Organ dazu her, das durch seine Beschaffenheit so ist, daß es auch andere Geister leicht regieren können, so wird euer eigener Geist zurückgedrängt, er verliert dabei, und wird durch diesen Akt, wenn oft wiederholt, krank, weil die Substanz der Seele von anderen Geistern aufgebraucht wird, wo sie dann von eurem Körper Besitz nehmen; da wird das eigene Ich zurückgedrängt, wobei es sich wehrt, und dieser Widerstand gleicht einem bewölkten Himmel, wo manchmal die Wolken verscheucht werden, und ein kleiner Lichtblick eintritt, aber bald wieder sich verdunkelt.
Da gerade solche Menschen zum Schreiben sich eignen, welche einen sehr weichen Körper haben, ( in Folge eines sehr beweglichen Nervenfluides), so ist es gar bald geschehen, daß die Geister in Besitz eines solchen Menschen kommen. Ich lasse es zu, weil Ich den freien Willen der Menschen (und der Geister) ehre; aber es ist für Mich als Vater betrübt, daß Ich gar Wenige habe, die nur zu Meiner Ehre schreiben wollen; denn Wißbegierde oft unschuldiger Art, oft aus Eroberungssucht, sind zumeist die Triebfedern zu solchen Unternehmungen, und da drängen sich niedere Geister herbei, weil ihnen diese Sphäre anpaßt, und dadurch entsteht Unheil.
Solche, welche durch dieses (med.) Schreiben mehr mit Mir in Verbindung kommen wollen, sind es Wenige, und auch diese muß Ich durch allerlei Mittel vorher noch warnen, und sie zur Wachsamkeit anhalten, bevor sie zur wahren Einsicht gelangen, daß wenn Ich sie nicht durch Meinen Beistand unterstützte, sie zum Spielballe niederer Geister werden.
Wenn sie aber das Verlangen in sich tragen, nur mit Mir dadurch in Verkehr zu treten, so sende Ich ihnen (reine) Geister vom Jenseits, höhere Wesen, welche zeugen von Mir und Meiner Liebe, und dann wird ihr Geist statt zu verlieren, dabei gewinnen; sie werden vereint dem Vater huldigen, und alles zurückweisen, was niedere Geister anstreben wollen. Dadurch wird ein Annähern oder Zuführen zu Mir Selbst zu Stande gebracht, und Ich lasse Mich finden in der Weise, wie man Mich zu finden bemüht ist.
Wenn der Schreiber ( das Medium) auf diesem Standpunkte angekommen ist, so wird er seinen freien Willen nie mehr dazu hergeben, einem Geiste seine Organe zu leihen, von dem er nicht weiß, daß er göttlicher Natur ist; und diese Unterscheidung wird ihm leicht werden, wenn er nicht nur beim Schreiben, sondern sein ganzes Tun und Lassen, und seine ganze Zeit von Mir, als seinem himmlischen Vater, abhängig macht.
Ist dieses sein Hauptbestreben, so werde Ich gleichfalls seinem Geiste zu Hilfe kommen, daß seine Organe die Meinigen werden, und Ich werde ihm Worte geben, welche Meinen Kindern zum Nutzen werden sollen; doch nicht zu weltlichen Interessen, sondern zum Fortschritte ihres geistigen Lebens.
Seid deshalb unverzagt, so lange ihr in Meinem Namen euch Worte wünschet, so lange bin Ich Besitzer eures Wesens, und keine andere Macht kann euch den Untergang bereiten, durch euren Verkehr mit Mir; aber dabei sage Ich euch nochmals: eure ganze Lebensweise, eure ganze Zeit, euer ganzer Wille sollen dazu dienen, immer mehr mit Mir verbunden zu werden. Amen! Euer Vater.
42.- 14. Januar 1878
"Ausharren in der Anfechtung"
Meine lieben Kinder! Harret aus in allerlei Anfechtungen, welche ihr aus Liebe zu Mir auf euch nehmet; Ich will euch dadurch immer mehr aufs Neue an Mich fesseln, und obschon ihr wähnet, euer Kreis gehe der Auflösung entgegen, so bin Ich, Der wieder zu verbinden weiß.
Daher komme ein Jedes von euch zu Mir in seinem Anliegen, und ihr sollet alle Meine Hilfe erfahren. Ihr sollet euch mehr von der Engherzigkeit frei machen, und im Allgemeinen Absonderungen vermeiden denen gegenüber, welche andere Ansichten haben; denn Meine direkten Worte sollen noch von vielen anderen Kindern, die ihr noch nicht kennet, gelesen werden, und nicht allein unter euch Segen bringen; aber die Zeit, wann dieses geschehen wird, will Ich Mir vorbehalten. Einstweilen gebet euch Mühe, Meine Worte an euch selbst anzuwenden; untersuchet wie viel ihr selbst dazu beigetragen, wenn euch ein Hindernis entgegen tritt; nützet alles zu eurer eigenen Vervollkommnung aus, und erkennet in allem Meine liebende Hand, welche euch führt; denn ihr könnet nicht erwarten, daß andere ein anderes Zeugnis gelten lassen, als das, welches durch eigenes Beispiel bestätigt wird. Amen!
43. - 21. Januar 1878
"Vom achten Gebot"
Meine lieben Kinder! Da ihr in jetziger Zeit die Bitterkeit der Verleumdung zu tragen habt, so will Ich etwas schreiben lassen über das falsche Zeugnisreden gegen den Nächsten.
In diesem Falle ist jeder Mensch der Nächste, und verdient, daß ihr nur mit Liebe und Wohlwollen gegen ihn urteilet; denn wie viel Unheil durch liebloses Richten angestellt wird, könnet ihr jeden Tag in der Welt sehen; aber noch weit mehr schadet eine verleumderische Zunge sich selbst und ihrem geistigen Fortschritte.
Es ist diese Sünde der größte Beweis von Lieblosigkeit; denn wenn auf diesem Boden nicht ernstlich gewacht wird, kann die Liebe keine Wurzel fassen. Nicht nur sollet ihr nicht falsch reden, sondern auch alle argen Gedanken auszumerzen suchen.
Es ist ein Hauptkennzeichen Meiner wahren Kinder, daß sie nicht lieblos reden von ihren Mitmenschen; denn dieses Kennzeichen wird auch von den Weltmenschen wert geschätzt, und wirkt mehr bei denselben, als jede andere Tugend, welche sie euch auch oft nicht abstreiten können; darum Ich es zulasse, daß gerade diejenigen, welche Mich suchen, von ihren Mitmenschen scharf beobachtet, und verleumdet werden. Diese sind Wächter für sie, damit sie dann nicht allein um Meinetwillen, sondern wegen ihres eigenen Ich`s es sich zur Aufgabe machen, kein Ärgernis zu geben, wodurch ihr Streben wieder mehr gehoben wird; denn, wenn ihr euch genau prüfet, so werdet ihr finden, daß ihr ebenso viel um euer selbst willen tut und unterlasset, als für Mich.
Wenn nun eine Verleumdung über euch kommt, so soll diese bittere Erfahrung euch auch noch dazu dienen, daß ihr desto gewissenhafter im Urteilfällen seid, und ihr in solchen Fällen nicht mit Klagen oder Anklagen zu Mir kommet, sondern bittet zuerst für euch um Liebe, die verzeiht, weil sie auch darin Meine väterliche Zulassung erblickt, und den damit verbundenen Segen erkennt; dann nehmet euch ernstlich vor, niemand eine solche Betrübnis durch Verleumdung zu bereiten, wie ihr sie empfunden habt und hoffet, daß alles zu eurem Besten dient. Amen! 44. - 26. Januar 1878
"Lasset euch nicht vom Bösen überwinden, sondern überwindet das
Böse mit Gutem!"
Meine lieben Kinder! Auch ihr sollet alles, was euch begegnet, mit Gutem, mit Liebe auffassen und tragen, komme es durch Freunde oder Feinde; überall sollet ihr nur Liebe entgegen stellen; denn nur dadurch werdet ihr stark werden; alle anderen Bemühungen sind vergebens, weil sie nicht nach Meinem Willen sind, und Ich Meinen Segen nicht dazu gebe.
Unter dieser Liebe ist aber hauptsächlich die Liebe gemeint, welche nicht bloß etwas tut, was den Anschein von Liebe hat, sondern die reine Liebe im Herzen soll zur Tat treiben, und in vollem Sinne wahr sein; denn nur dann ist das Böse mit Gutem überwunden. Darum ist es oft besser, wenn ihr stille haltet durch die Liebe und ruhig abwartet, bis sich Gelegenheit suchet, was oft aus falschem Eifer hervorgeht, um die Gegner gleichsam durch Liebe zu überweisen und so den Sieg zu erhalten.
Habet immer Mein Ebenbild vor Augen! wie viel muß Ich mit Langmut und Geduld tragen, wie oft Mein liebendes Herz verschließen, um eine Seele zu retten, weil Meine Weisheit es für gut findet; darum sollet ihr mit der wahren Liebe die wahre Weisheit verbinden, indem ein Stillehalten, welches bei euch mit Kampf errungen werden muß, euch und Andern oft mehr Nutzen bringen kann, als eure unzeitige Tätigkeit,
So lernet immer mehr Mein Wort halten, und ihr werdet also am besten eure Pflicht gegen euren Nächsten erfüllen. Amen! Euer getreuer Vater in Jesu.
45. - 3. Februar 1878
"Der Jesus-Name"
Meine lieben Kinder! Ihr sollet den Namen Jesus in seiner Bedeutung kennen lernen, da besonders viel daran liegt, daß ihr Mich nicht allein als liebenden Vater und Schöpfer Himmels und der Erde erkennet, sondern Denselben auch im Namen Jesu; denn nur durch Dessen Zugang habt ihr den Vater erlangt; nicht aber wie der verkehrte Glauben es lehrt, als ob der Vater zuvor versöhnt worden wäre durch Meine Erniedrigung und Meinen Kreuzestod, sondern Meine Liebe war es zuvor schon, welche Mich zu diesem Akte veranlaßte, um euch kund zu geben, daß in eurem Schöpfer ein Vaterherz für euch schlägt, und so mußte Ich auf diesem Wege euch begegnen; aber auch zulassen, daß man falsche Begriffe von Meiner Versöhnung annahm, als ob Ich ein Gott des Zornes wäre, und erst durch grausame Strafe, welche an Meinem Leibe verübt worden, versöhnt werden müßte.
Ich mußte Mich nach der durch die Sünde so weit gesunkenen Aufnahmefähigkeit der Menschen richten, und auch in dieser Hinsicht, wie eben alles nach Meiner Ordnung den Entwicklungsgang zu gehen hat, diese Irrbegriffe so lange dulden, bis es jetzt an der Zeit ist, Mich in Meiner ganzen Liebe, und Meinen ganzen Heilsplan zu erkennen.
Durch die Worte über Meinen Erdenwandel (Bes. im Großen Evangelium Johannes) könnet ihr immer mehr Aufschluß erhalten, worin die wahre Versöhnung zwischen Mir und euch besteht, d.h. im kindlichen Vertrauen, daß, wenn ihr Mir folgen wollet, Ich euch durch Meine Kraft unterstützen werde, aus der Liebe, die alles für euch getan, ihr Blut vergossen, ihr Leben gelassen, um durch den Vater (die Göttlichkeit in Mir) auch euren göttlichen Funken, oder euer eigentliches Ich oder ewig Sein (woraus ihr als Menschen besteht), tüchtig zu machen, eure Seele und Leib zu durchdringen, damit sie zur Auferstehung in das himmlische Reich, als Kinder Gottes fähig werden; denn erst durch Mein Erscheinen ist den Menschen ihr ganzes Wesen mehr aufgedeckt worden, daß sie aus Geist, Seele und Leib bestehen, und darum die Aufgabe haben, sich mit Dem zu vereinen, nach Dessen Ebenbild sie geschaffen sind, Der ihnen durch Sein Beispiel den Weg gezeigt hat, welcher dahin führt; nämlich gehorsam sein bis auf den höchsten Grad, wie auch Ich - als Jesus dem Vater folgte, und den Weg der Verleugnung Selbst auf Mich nahm, durch Spott und Hohn bis zum Kreuzestod.
Wenn ihr so, als Meine Kinder, den Vater in Jesu ehret und Seine Erlösung euch aneignet, da wird euch der wahre Segen werden; aber nicht, wenn ihr euch durch Mein Blut ohne eure Bemühungen rein waschen lassen und warten wollt, bis euch die Liebe des Vaters zugeteilt wird durch Vermittlung; Meine Vermittlung ist die Lehre, welche bloß durch das Befolgen ihre Kraft beweisen wird.
Darum seid Täter des Wortes! und ihr werdet euch nicht selbst betrügen, sondern das Kindesrecht euch erwerben, durch euren Gehorsam und kindliches Vertrauen zu Mir. Amen!
46.- 10. Februar 1878
"Zur Fastenzeit"
Liebe Kinder! Nun ist die Zeit, in welcher ihr lebet, nach dem Kirchenjahre die Fastenzeit, in welcher ihr euch nach euren Kirchengesetzen allen äußeren Vergnügungen entziehen sollet; aber Meine Kinder sollen in anderer Art ihre jetzige Zeit erkennen, als bloß in äußerem Entsagen! Sie sollen sich vorbereiten in ihrem Herzen, nachdem Ich als Kind bei ihnen Wohnung gemacht habe, Mir Meine Wohnstätte immer größer und reiner zu machen, damit Ich dort, ehe die Leidenstage anfangen, als König, der Einzug hält, aufgenommen oder völlig anerkannt werde.
Auch zu euch werde Ich auf einer Eselin kommen; denn durch die Demut ist es Mir nur möglich, Mich euch immer mehr zu nähern. Darum ist es jetzt so nötig, daß ihr euch der wahren Demut befleißet und willenlos tuet, was euch befohlen wird, gleichwie Meine Jünger die Eselin holen mußten mit der Weisung: "der HErr bedarf ihrer"; also sollet auch ihr eure Wege ruhig fortgehen, mit der Zuversicht, daß Ich eure Demut zuerst verlangen muß, um Mich bei euch und durch euch auch bei andern als König zu beweisen.
Auch ihr sollet vorbereitet werden auf Meine Leidenswege im starken Vertrauen zu Mir; wenn ihr erfahren müßtet, wie Ich dem bittersten Spott und der Verachtung immer mehr ausgesetzt bin; dann sollet ihr, wie Meine damaligen Jünger, festhalten an dem Einzuge, welchen Ich bei euch gehalten habe, auf dem Wege der Demut, und ruhig Meinen Worten vertrauen: "der HErr bedarf`s", ohne weiter zu fragen, auf welche Weise? Bleibet fest, auch wenn ein "kreuzige, kreuzige!" euch entgegen tönt. Gleichwie meine damaligen Jünger sich verborgen halten mußten, aber treu an Mir hingen, also sollet auch ihr in aller Stille zu Mir halten; die Liebe soll euch dazu drängen, und keine weitere Hoffnungen. Euer Vater in Jesu! Amen!
47. - 25. Februar 1878
"Das Wort vom Kreuze"
Meine lieben Kinder! "Das Wort vom Kreuze" soll euch jeden Tag mehr verständlich werden, dadurch, daß ihr stille haltet, und euch nur im Innern mit Mir beschäftiget; denn gleichwie der Vater und der Sohn im Innersten Eins, so sollet auch ihr mit Mir Eins sein. Blicket daher auf Meinen Leidensweg, und seid auch ihr damit einverstanden, alles was über euch kommt, dem Vater anheimzustellen mit der Zuversicht, daß es zur innigeren Verbindung mit Demselben beiträgt.
Es ist jetzt die Zeit einer großen Gärung unter den Gemütern, und ein Suchen nach Wahrheit und Licht; aber auch ein Ringen nach Herrschsucht; darum ist es so nötig, daß Meine Kinder festhalten an dem Lichte, welches ihnen durch Meine Gnade zuteil geworden ist, und der Demut sich befleißen, welches ist die Gegenwehr gegen Herrschsucht; denn nur die, welche in der Demut Mich suchen, sollen Mich finden, und denen, welche Mich so gefunden haben, will Ich alles ersetzen, was sie um Meinetwillen bei der Welt verlieren.
Ich will euer Gott und Vater sein und verbleiben, und ihr sollet Meine folgsamen wahren Kinder werden! Freuet euch in eurer Einsamkeit darüber, und verlanget außer Mir keinen Besitz; leidet mit Mir, da Ich als euer Vater am meisten zu dulden habe, und ihr werdet euch auch mit Mir freuen dürfen! Amen!
48. - 5. März 1878
"Gottvertrauen"
Meine lieben Kinder! lasset euch nicht irre machen, als ob Ich euch versäumen wollte, weil ihr so wenig Worte erhaltet. ihr sollet mehr im Herzen mit Mir sprechen, als durch`s äußere Wort; denn ihr wisset, was dazu gehört, mit Mir in steter Verbindung zu bleiben.
Haltet an im Gebet und in der Liebe zu euren Mitmenschen, und es wird euch gelingen, manche Seele Mir dadurch näher zu bringen. Die Zeit des Sammelns ist jetzt erst im Anfang, und wird am besten dadurch befördert, so ihr recht stille haltet, über euch selbst wachet, und eure Sehnsucht dahin geht, für Mich arbeiten zu dürfen.
Meine lieben Kinder, der Vater, Den ihr liebet, ist bei euch; Er leitet eure Schritte, Er kennt eure Wünsche, und erfüllt sie nach Seiner Weisheit. Haltet aus in allerlei Anfechtungen; sie sind das Wasser, welches die Pflanze benötigt, damit die Blüte nicht abfällt, sondern Früchte bringt! Werfet euch getrost in Meine Vaterarme, sie sind nicht zu kurz, um euch zu beschützen, sowohl vor unsichtbaren Feinden, als vor äußeren Drangsalen!
Suchet euren Rat und Trost im stillen Kämmerlein eures Herzens; denn nur dort weile Ich als Ratgeber; alle anderen Wege sind nur Vermittler zum wahren Ziele zu kommen; euch aber ist der Weg kurz gemacht worden; denn Vater und Kind brauchen nicht viel Vermittlung, wenn ihr Verhältnis nicht auf gewaltsame Art getrennt worden ist. Euer Vater!
49.- 17. März 1878
"Die Liebe Gottes als Vater"
Meine lieben Kinder! Freuet euch über die Liebe, welche Ich euch als Vater erzeige, dadurch, daß Ich durch Meine Einwirkung der Gnade euch immer mehr stark mache, das Richtige des materiellen Lebens mehr einzusehen und demselben zu entsagen, damit euer Geist immer mehr sein Recht erhält, und Seele und Leib ihm dienstbar werden.
Kurz ist sein (des Menschen) Weilen auf Erden, groß seine Aufgabe in derselben, um sich tüchtig zu machen, dort im Jenseits zu empfahen das himmlische Erbe, welches denen zu Teil werden soll, die in allen Anfechtungen und Proben dieses Lebens dennoch nicht aufhören, "Vater" zu rufen, sondern um jeden Preis das Kindesrecht zu bewahren suchen.
Darum lasset nicht ab, euer Vorrecht zu behaupten, kehret Mir nicht den Rücken, sondern vermehret euer Rufen bei der Anhäufung mancher Glaubensproben; Meine Kraft ist mächtiger in euch, als ihr oft fühlet; so lange ihr festhaltet die Waffen der Liebe und des Vertrauens, zweifelt nicht an dem Siege.
Dort im Jenseits werdet ihr einst fragen, warum ist mir nicht mehr auferlegt worden, wenn euch die (Segens-) Früchte eurer Heimsuchungen gezeigt werden, so ihr dieselben nach Meinem Willen getragen habt. Lasset nicht ab zu hoffen, daß endlich eine innere Gemeinschaft in eurer Mitte aufblühen wird! Euer Vater! Amen! 50.- 23. Mai 1878
"Pfleget die Brüderlichkeit"
Meine lieben Kinder! Lasset nicht ab euch Derer anzunehmen, welche gleichfalls berufen sind Mitteilungen vom Jenseits zu erhalten, damit sie durch diese Führungen sowohl ihre Leiden besser ertragen und verstehen lernen, als sich auch das Kindesrecht mehr anzueignen suchen, durch ein eifriges Bemühen nur für Mich zu leben, und die Zeit verstehen lernen, in welcher Ich immer mehr zulasse, daß Geister Besitz nehmen von menschlichen Organen. Wohl Denen, die ihr Herz zu einer Wohnstätte bereiten, daß Meine Diener einziehen können; es wird ihnen zwar der Kampf mit finstern Mächten nicht ganz erspart bleiben, weil der freie Wille geehrt werden muß; doch wenn sie sich auf Meine Hilfe verlassen, und zu Mir halten, will Ich ein Jedes segnen nach dem Zustande seines Herzens!
Ihr aber, die ihr durch Erfahrung geläutert worden seid, reichet ihnen die Hand zum geistigen Verbande, tretet für sie ein mit Bitte und Gebet! Da Ich nach Meiner ewigen Ordnung Jedem freistelle, in welcher Sphäre er sich bewegen will, so traget auch ihr dazu bei, daß guten Geistern Bahn gebrochen wird, und alle, welche in Verbindung mit diesen Mitteilungen stehen, nur das eine Ziel vor Augen haben: dadurch an Mein Vaterherz zu gelangen. Euer Vater in Jesu!
51. - 30. Mai 1878
"Zur Himmelfahrt Christi"
Meine lieben Kinder! Meine Himmelfahrt ist das Durchwandern durch alle Sphären und Stufen, in welchen Geister sich bewegen. Es ist die Wiederholung Meines Erdenlebens, wo Ich durch alle Schichten der Geister hindurch dringen mußte, um zu der Höhe zu gelangen, wo Ich und der Vater Eins waren, oder Meine Seele durch den Leib sich das anzueignen wußte, daß sie mit dem göttlichen Geiste harmonisch war, und so nur Göttliches wollte.
Dieser Standpunkt wurde Meinen Jüngern sinnbildlich durch das Emporschwingen Meines auferstandenen Leibes dargestellt, sowie auch der Geisterwelt gezeigt, daß Meine Zeit auf der Erde abgelaufen, und Ich nun im Himmel Meine Macht wieder antrete, damit auch sie mehr nach Himmlischem trachten sollten.
Es ist nun das Symbol der Liebe im Himmel aufgerichtet. Gleichwie Ich auf Erden einen Leib trug, welcher das Zeichen Meiner größten Liebe und Erbarmung in sich birgt, so ist nun das Kreuz im ganzen Universum das größte Zeichen Meiner Liebe; wer sich zu ihm flüchtet, hat Hilfe zu hoffen. Gleichwie auf Erden Leiden und Trübsal mit dem Namen "Kreuz" bezeichnet sind, und dieselben in Meinem Namen getragen, geistigen Gewinn bringen, also bezeichnet das Kreuz Solchen, welche den Drang nach geistigem Fortschritte fühlen, den Weg, welcher zum Ziele führt!
Auch ihr auf Erden habt Schwingen des Geistes, hebet euch mit denselben empor durch die dunklen Wolken, welche euch so nahe der Erde halten! Je mehr ihr darnach ringet, desto durch dringlicher werdet ihr die Luft, und desto leichter die Richtung, die in die Höhe führt, finden. Gleichwie Ich durch Tat und Leben den Weg bahnen mußte, also sollet auch ihr durch Tat und Leben eurer Seele die Eigenschaften zu gewinnen suchen, welche fähig machen, einst beim Austritte aus dieser Welt euch Bahn zu brechen dahin, wo ihr vereint mit Mir, dem Vater in Jesu, eure weitere Entwicklung für alle Ewigkeit abwarten könnet! Amen!
52. - 2. Juni 1878
"Wer Ohren hat, der höre!"
Liebe Kinder! "Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist der Wahrheit sagt." Dies ist sehr wichtig für die kommende Pfingstzeit, wo Ich Meinen Geist in denen vervielfältige, welche nach Mir fragen und Mich hören wollen; denn die reine Wahrheit kann nur durch Meinen heiligen Geist gegeben werden, und zwar also, daß jede Seele, welche ein ernstes Verlangen darnach hat, dieselbe in sich selbst finden wird; ihr eigenes Innewerden wird es sein, welches ihren Glauben stärkt.
Darum, wer Ohren hat, oder sich empfänglich macht für dieses Innewerden dadurch, daß er sich vom Weltlichen immer mehr los macht, und nach Geistigem trachtet, der höre! d.h. er gebe sich Mühe, auf das zu achten, was der Geist der Wahrheit in seiner Herzens-Gedankenwelt hervorruft. Ein sicheres Erkennen wird ihm zu Teil werden!
Nicht von Außen her kommen die beseligenden Gefühle, welche euch dem Vater so nahe stellen, sie werden bloß durch äußere Mittel und Lehren hervorgerufen; doch der Geist, der mit dem Vater euch vereint, wohnt in euch von Anbeginn eures Seins; nur das Verlangen in euch muß geweckt werden, eurer göttlichen Abkunft gemäß eure Lebenstätigkeit einzurichten, und dazu Seele und Leib ihm (dem Geiste) dienstbar zu machen, damit ihr das euch bestimmte Ziel erreichet. Amen! 53.- 9. Juni 1878
"Zu Pfingsten"
Meine lieben Kinder! Das Pfingstfest, welches ihr heute feiert, ist in seiner Bedeutung für euch das, was für Mich die Geburt ins Fleisch war. Gleichwie Ich dort Mich in einen Leib begab, um Mich euch nähern zu können, also ist es jetzt wiederum Meine Göttlichkeit, welche zu euch im Geiste kommt, um euren Geist mehr mit Mir zu vereinen.
Ihr sollet durch den Einfluß von Oben immer mehr angetrieben werden, nach Meinem Ebenbilde euch zu bilden! Darum Ich Meinen Jüngern die Verheißung gab, ihnen den heiligen Geist zu senden.
Äußerlich mußte Ich sie verlassen; sie fühlten, daß sie noch recht schwach im Glauben waren, und sie mußten jetzt auf anderem Wege unterstützt werden; deshalb wurden sie erfüllt von Meinem Geiste, der in Seinem Willen heilig ist.
Nicht Mut und Eifer allein war es, das sie fühlten, auch nicht nur Erkenntnis und Rednergabe, sondern hauptsächlich das Bedürfnis - mit Mir als Gott dem Vater vereint zu sein, und Mich über alles zu lieben. diesen heiligen Drang fühlten sie da sehr stark in sich; denn was von Mir ausgeht - trägt das Verlangen in sich, wieder zu Mir zurückzukehren. Dieses Verlangen wurde durch Mein leibliches Erscheinen auf Erden und durch Meine Lehre wieder mehr wach gerufen.
Seither ist unter den Menschen das Streben - mit Mir als Gott und Vater versöhnt zu sein (darum auch der Sohn "Mittler" genannt wird). Auf dieses hin gründen sich alle Parteien in der Christenheit; es ist die Grundlage, welche stets bleibt, wenn auch der Ausbau in verschiedene Formen übergeht, was Ich zulassen muß, dabei aber jeder Seele, welche redlich Mich sucht, besondere Hilfe durch Meinen Geist zusende, daß sie Mich findet. Darum auch am ersten Pfingsten bei der Ausgießung des heiligen Geistes Viele fragten - "redet der nicht unsere Sprache?" weil einem jeden eifrigen Zuhörer das Verständnis besonders geöffnet wurde. Amen! 54.- 16. Juni 1878 "Zum Dreieinigkeitsfest"
Meine lieben Kinder! Vater, Sohn und Geist in Einer Person ist Mein Wesen. Vater bin Ich als Erzeuger alles Daseienden; und gleichwie ein Vater seine Kinder lieb hat, also ist auch Meine Liebe eine unbegrenzte für alles was existiert, besonders aber zu den Menschen, welche Ich ganz nach Mir gebildet habe.
Meine Liebe entäußerte sich und legte alle Fähigkeiten in sie, wodurch sie Mir ähnlich werden können; darum Ich ihnen auch den freien Willen hinzutun mußte, und nachdem sie so ausgestattet waren, verlangte Ich von denselben, daß sie Mir folgen sollten.
Weil sie dann aber den freien Willen mißbrauchten, so mußte Ich als Sohn erscheinen, Fleisch annehmend, um sie durch Meine Lehre und Mein Wort, welches da ist der Geist, mit Mir wieder zu verbinden, und ihnen die Zusammensetzung ihres Wesens begreiflich machen, damit sie einsehen lernen, wie nötig es ist, ihren Willen dem Meinigen unterzuordnen, um einst im Jenseits mit regieren zu können.
Gleichwie der Mensch seine Dreiheit nicht trennen kann, weil er sonst kein Mensch mehr wäre; denn der Geist ist das eigentliche Ich, welches von Mir ausgeht, die Seele das Mittel oder Werkzeug, welches ihn in Verbindung mit dem Leibe setzt, damit er sich immer mehr ausbilden kann, und so diese drei zusammen ein Ganzes ausmachen, welches dadurch tätig und für andere Geschöpfe faßbar ist. Also auch Ich durch die Einhüllung Meines Sein (Sohn), und durch die Kundgebungen im Wort (Geist), der faßbare Gott wurde, so daß man für Diejenigen, welche Mich in Meinem wahren Wesen erkennen lernen, die Namen: Gott, Vater, Sohn, Geist (gleichbedeutend für Mich) sind.
Die drei Namen zusammengestellt, sind der Ausdruck, welcher der Mein ganzes Wesen bezeichnen soll, wie es bei den meisten Christen geschieht; jedoch im Herzen könnet ihr nur Ein Bild besitzen, doch unter verschiedenen Namen, je nach dem augenblicklichen Bedürfnisse, bald verehret ihr Mich mehr als den Schöpfer, wenn ihr von der schönen Natur und ihrer Mannigfaltigkeit gehoben seid; dann als Sohn und Mittler, wenn eure Unzulänglichkeit euch klar wird beim Kampfe gegen die Sünde, und ihr eure Zuflucht zur Barmherzigkeit und Versöhnung nehmet, wo dann meine Weisheit es ist, die es ermöglichte, daß ihr den Geist oder Tröster empfahet, der euch in alle Weisheit leitet, und ihr erkennet Denselben, darum ihr saget: "Vater, gib mir den heiligen Geist." Also bin Ich es wiederum, Der die wirkende Kraft ist, und nicht geheilt oder getrennt werden kann von Sohn und Geist.
Wer in Mir den dreieinigen Gott verehrt, so wie Ich es euch jetzt erkläre, der hat in allen Verhältnissen des inneren Lebens einen wahren Gott; er braucht ihn bald als Schöpfer, bald als Mittler, oder als Tröster, und wird deshalb Mich nie entbehren können, sondern wird angetrieben, sich gleichfalls (dreifältig) seinen Mitgeschöpfen zu zeigen, nämlich in Gefühlen, Worten und Taten, wodurch er sich erkenntlich macht, daß er ein Kind von Mir ist.
Gleichwie ein irdischer Vater oft auch eine dreifache Benennung hat, als: einen Namen, einen Titel und auch Vater heißt; das Kind aber nur "Vater" sagen wird, also sollet auch ihr bei allen Benennungen, welche Mir die Menschheit gibt, an dem Namen Vater festhalten, welcher euch erinnert, daß ein Kind mehr Pflichten gegen den Vater zu beobachten hat, als sonst jemand, der bei demselben im Dienst ist um des Lohnes willen, und diese Pflicht heißt: Liebe; ja Liebe soll eure Grundlage sein, aus Liebe sollet ihr Mich anrufen; denn die Formen der Verehrung haben keinen Wert.
Alle drei Wesenheiten, welche von Mir zeugen, als Schöpfer und Geber alles Guten, als Sohn und Mittler, als Geist und Tröster, sind so eingerichtet, daß sie Gegenliebe hervorrufen. Wer nachdenkt über das Amt eines jeden derselben, wird finden, daß Liebe und Weisheit immer wieder Mein Wesen ausmachen. Amen!
55.- 22. Juni 1878
"Vom Wesen des Herrn als Schöpfer"
Meine lieben Kinder! Nachdem Ich euch Mein Wesen mitgeteilt habe, und wie sich dasselbe in verschiedenen Formen bei euch geltend macht, will Ich euch zuerst noch als Schöpfer etwas Weiteres geben, damit ihr begreifen lernet, daß die ganze Schöpfung für Mich Selbst eine Willenskraft brauchte, indem Ich fest an dem Gedanken hielt: "Es werde!" und es ward der schöpferische Gedanke zur Wirklichkeit, in Formen der größten Mannigfaltigkeit, welche aber doch zusammenwirkend nur ein Ganzes bilden und vorstellen sollen, und zwar die verkörperte Liebe Meines Wesens!
Jedes Ding, welches existiert, trägt etwas in sich, wodurch einem Andern Nutzen geschafft werden kann; denn nur durch Entäußerung kann Liebe geübt werden; immer ist es ein Darbringen für Andere, sei es in Worten oder in Taten; es ist ein Ausströmen des Wesens, in dem Mineral- und Pflanzen-Reiche durch die Tierwelt hinauf bis zu dem Menschen, welcher bestimmt ist, nach Meinem Maßstabe auszufließen, weil der Mensch durch seinen Geist und freien Willen, welcher allen anderen Geschöpfen entweder abgeht, oder nur schwach in verschiedenen Geschöpfen der Tierwelt zum Vorscheine kommt, sowie durch seinen Verstand und seine ganze Einrichtung auf die Stufe des Göttlichen gestellt ist, und somit immer weiter sich aus sich heraus veredeln soll, was ihm erleichtert wird, wenn er in Verkehr mit Mir Selbst tritt, wozu Ich schon von Erschaffung der Welt an immer wieder Anordnungen getroffen habe, bis Ich schließlich Selbst auf die Erde ins Fleisch kam.
Diese schöpferische Kraft in euch berechtigt Mich, das zu verlangen, was in Meinen Liebesgesetzen ausgedrückt ist. Euer Entwicklungsgang ist durch die Weisheit so eingerichtet, daß alles zur Vollkommenheit gelangen kann. Nebenbei liegt in euch noch etwas Ungesättigtes, welches ist der Sporn selbst zu suchen, bis ihr findet, das was Not tut, einst ganz glücklich zu sein. Dies ist jedoch nicht ganz möglich, ehe ihr zu eurem Ursprunge zurückgekehrt seid, welcher ist: die göttliche Liebe!
So wird euer Streben und Suchen in alle Ewigkeit fortdauern, immer wieder auf`s Neue euch beglückend, wenn ihr einen Schritt vorwärts gekommen seid. Amen! 56.- 25. Juni 1878
"Zweck der Reformation. Luther. Spiritistische Winke"
Liebe Kinder! Nun will Ich euch mitteilen, daß Ich es zulasse, daß ein Streit ist unter den Geistern, oder eine Meinungsverschiedenheit über Mein Wesen und Mein Wirken als Vater, Sohn und Geist, und über Meine Versöhnungslehre.
Es drängen sich deshalb bei den Medien vielerlei Geister heran, um sich geltend zu machen, und so eignen sie sich auch den Namen "Luther" an, und stellen ihn als reumütig dar. (Reflex aus der Geisterwelt, Pest 1873).
Luther ist ein Diener von Mir schon zu seiner Zeit auf Erden gewesen ; er war ein Vorarbeiter für Mein zweites Kommen; (wie später Swedenborg, durch welchen das Verständnis des Wortes, dessen geistig innerer Sinn und das Drei-Einige Wesen Gottes -Jesu = Jehova = Zebaoth - mehr aufgeschlossen wurde. Der Herausgeber) denn durch Luther wurde die Heilige Schrift zugänglich gemacht für jeden Menschen, was zuvor sein mußte, ehe Ich Mich weiter durch (neue) Mitteilungen von Oben kundgeben wollte; denn die Lehrer und Vorgesetzten stellten sich zwischen Mich und die Menschen, und brachten ihnen abermals irrige Begriffe von Mir bei, zu ihrem eigenen Vorteile; darum mußte Luther die Versöhnungslehre stark betonen, (damit die Menschen wieder mehr direkt an den allein wahren "Mittler" halten lernten, und statt eigener Werkheiligkeit auf die Gnade hingewiesen würden. D.H.) im Gegenteile zu den vielen Mißbräuchen durch Opfer, Zeremoniendienst und äußere Formen, wobei das Herz unbeteiligt war.
Die Menschheit war zu Luthers Zeiten noch zu unwissend gehalten, und es mußte ihnen daher etwas (Einfacheres) geboten werden, was sie mit Freuden annehmen konnten. Gleichwie alles stufenweise nach Meiner ewigen Ordnung sich entwickelt, also auch Meine Lehre.
Der Sinn der Heiligen Schrift wird nach und nach enthüllt werden, nicht durch einen besonders dazu begabten Menschen, sondern durch das Ringen und Suchen vieler - redlicher Seelen; das eine wird Diesem, das andere Jenem fasslicher aufgeschlossen werden, um die Liebe dadurch in allen zu erzeugen, damit sie sich gegenseitig unentbehrlich werden.
Denn alle Ansichten über Religion und Erkenntnis Meines Wesens sind von Oben beeinflußt; und ihre Grundlage ist die Liebe; nur mit dem Unterschiede, daß die eine Ansicht länger braucht bis sie auf den Standpunkt kommt, wo Liebe erzielt wird; eine andere Ansicht dringt sogleich auf Liebe.
Liebe wird durch Tat erzeugt; darum alle Glaubens-Männer, um ihre Ansichten andern beizubringen, Anstrengung und Mühe nicht scheuen durften; Ich aber jede Mühe für Mich segne, wenn sie das Ziel erstreben will, zu Meiner Ehre und zum wohl ihrer Mitmenschen etwas beizutragen.
Deshalb sollet ihr, als wahre Kinder Gottes, beim Lesen der Schriften von Männern, welche der Geist Gottes veranlaßte, für Mein Reich etwas zu tun, immer die Liebe beim Urteilen walten lassen, und solltet ihr an Stellen kommen, welche wider eure Auffassung sind, so wendet euch zu Mir um den heiligen Geist, der wird euch in alle Wahrheit leiten! Bedenket, daß Mein Geist es ist, der euch dann zu Hilfe kommt, dagegen andere Geister, welche ihr etwa vom Jenseits rufet, oft nicht in der Lage sind, euch den nötigen Aufschluß zu geben, und es oft auch nicht zugelassen wird, daß sie sich mitteilen dürfen, weil dadurch vieles Unheil gestiftet werden könnte, und irrige Auffassungen abermals veranlaßt würden; denn die Menschen verwerfen, wenn sie auf eine ihnen unrichtig vorkommende Anschauung stoßen, sogleich alles, und bedenken nicht, daß der Mensch immer einer Waage gleicht, wo bald das Gute, bald das Böse das Übergewicht hat; darum hat Meine Weisheit es sich vorbehalten, dem Menschen den Geist der Erleuchtung nach dem Grade seiner Liebe Selbst zu verleihen.
Also befleißiget euch in derjenigen Liebe, die göttliche Abstammung beweist, in ihrem Denken und Tun, und ihr habt dann direkten Zutritt zu Mir, und bedürfet die Vermittlung der Geister nicht. Amen! 57. - 1. Juli 1878
"Vom Wesen des Herrn als Sohn"
Liebe Kinder! Nun sollt ihr das Wort "Sohn" erklärt erhalten, damit ihr das volle Bild Meiner Dreiheit besser fassen könnet. Der Sohn ist entsprossen Meiner Liebe, oder er ist der Ausdruck derselben. Um eben dieselbe begreiflich zu machen, mußte die Mitteilung durch etwas Wesentliches geschehen, welches war das Wort; das Wort aber brauchte ein Organ zu seinem Schalle, welches durch den menschlichen Leib hergestellt wurde, ("und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns";) darum auch der Sohn Vermittler genannt ist.
Es wird das Wort Vermittler deshalb oft mißdeutet, weil man darunter versteht einen Friedensstifter, während es die Vermittlung bezeichnet, welche getroffen ist, um dem Menschen zugänglich sein zu können!
Konnte doch Ich als Vater und Urheber der Vermittlung, welcher die Liebe zum Grunde lag, nicht zugleich Haß in Mir tragen, welcher mit dem, was von Mir Selbst ausging (Sohn), vertilgt werden sollte, sondern es war das tiefe Erbarmen mit Meinen geschaffenen Kindern, welches Mich bewog, in dieser Weise Mich ihnen wieder zu nähern.
Mein Wesen mußte verhüllt werden durch das Fleisch, welches durch Meine Willenskraft erzeugt, Sohn genannt wird, und deshalb unzertrennlich mit Mir Selbst ist. Darum sagte Ich wer den Sohn siehet, der siehet den Vater, denn wer die Worte vom Sohn gegeben aufnimmt, der hat ja Meine Worte oder Meine eigene Mitteilung aufgenommen.
Nicht der Leib spricht, sondern das innen wohnende Ich ist es, und so wie "der Sohn", der auf Erden unter dem Namen Jesus wandelte, die Göttlichkeit ist, oder Gott Selbst durch das Ich bezeichnet: "Ich bin der Weg und die Wahrheit", ähnlich so sind auch die Menschen erschaffen; ihrem Geist oder göttlichen Ich habe Ich gleichfalls die Sprache verliehen, um sich mitteilen zu können, was in ihrer Gedankenwelt, (welche ist eine schöpferische Kraft) vorgeht.
Die Sprache oder das Wort ist das Hilfsmittel, etwas hervorzubringen oder wirken zu können; durch die Sprache werdet ihr aufgeklärt über euer Sein, und weiter belehrt euch nützlich zu machen.
Was nützte euch eine Fülle von Gedanken, wenn kein Mittel da wäre, sie mitzuteilen? Die göttliche Liebe, welche in euch gelegt ist, äußert sich in dem Drange anderen euch mitteilen zu können, um näher mit ihnen verbunden zu werden; doch durch den Sündenfall, welcher war ein Mißbrauch des Vorzuges gegenüber anderen Geschöpfen, und in Hochmut und Herrschsucht ausartete, wurde Mein Ebenbild entstellt, und Ich mußte nun sichtbar unter die Menschheit treten, um durch Lehre und Beispiel ihnen zu zeigen, wie sie leben sollen, um wieder auf die Stufe zu gelangen, zu welcher Ich sie bei ihrer Erschaffung bestimmte, nämlich zu Meinen Kindern, welche der Vater nach ihrer Fähigkeit einsetzt, um mitzuregieren. Amen!
58. - 7. Juli 1878
"Vom heiligen Geist"
Meine lieben Kinder! Der heilige Geist ist es, welcher euch mit Mir verbindet. Seine Wirkungen sind es, durch welche der Mensch inne wird, daß ein höheres Etwas es ist, welches seine Seele mit seinen Leib beeinflußt. Er fühlt es, wenn seine Natur ihn irgend einem Handeln veranlaßt, das ungöttlich oder böse ist, daß ein Widerspruch in ihm stattfindet. Dieser Widerspruch ist die Einwirkung des göttlichen Ichs, denn obgleich Ich dem Menschen den freien Willen gegeben habe, so ist es ihm doch nicht möglich, sich ganz des göttlichen Funkens zu entäußern; auch der böse Mensch hat immer wieder Zeiten, wo ein inneres Anklopfen bei ihm stattfindet, und wenn damit auch nichts weiter erreicht werden kann, er doch unsicher und unruhig gemacht wird.
Ganz anders verhält sich`s bei einem Menschen, welcher seinen freien Willen Mir unterzuordnen strebt. Da werden die Einflüsse von Meinem Geist immer mehr verstärkt; ein solcher fühlt sich gehoben im Ausblick und Vertrauen zu Mir. Seine Gedanken sind zu Mir hingewendet, er nimmt alle Hindernisse, welche zwischen Mich und ihn treten, als eine Aufforderung an zu neuem Kampf, weil er weiß, daß ohne Kampf kein Sieg möglich ist, und gewinnt dadurch immer mehr Kräfte, auch seine Seele und seinen Leib seinem göttlichen Einfluß dienstbar zu machen, und somit seine Verwandtschaft mit Mir, gegenüber seinen Mitmenschen, an den Tag zu legen, und er fühlt seine Abhängigkeit von Meinem Geiste (oder von Mir Selbst).
Durch dieses Erkennen, welches ist die Erleuchtung des heiligen Geistes, wird das eigene Sein und Wesen, sowohl im Guten als Bösen aufgedeckt, oder der Wille durch das Urteil oder den Verstand bestimmt, zu handeln. Darum müssen Vater und Sohn vorausgehen und belehren, damit der Wille auf das Richtige hingetrieben wird, und der Geist verleiht alsdann seinen Beistand dazu.
So ist also zuerst - Vater: Schöpfer, Urheber eures Seins, Sohn: Vermittler und Lehrer, Geist: Ermahner und Tröster. Das Drei-Wesen getrennt, kann euch nichts nützen um Mein Ebenbild in euch herzustellen.
Auch in euch ist das Dreifache nach Meinem Bilde gelegt: das Hervorbringende, das Mitteilende und das Unterscheidende und Erkennende. Amen!
59. - 14. Juli 1878
"Von der Allmacht des Herrn"
Meine lieben Kinder! Nachdem Ich euch Meine dreieinige Persönlichkeit erklärt habe, und ihr nun in keinem Zweifel mehr sein könnet, daß nur Ein Wesen es ist, zu welchem ihr eure Zuflucht nehmen könnet, will Ich euch nun über Meine Eigenschaften etwas geben, und dies zuerst über Meine Allmacht.
D.h. alle Macht ist in Mir vereint, ich kann tun was Ich will, aufbauen und zerstören, durch Meinen Willen. Es gibt kein Wesen, das Mir hindernd entgegen treten kann; darum auch Meine ewige Ordnung, welche Ich bei der Schöpfung hergestellt, nie abgeändert werden kann! Alles bleibt in seiner Bahn, seinem Wachstum, seiner Wiedererzeugung.
Der ganze Entwicklungsgang alles dessen, was existiert, sowohl in andern Welten, als auf eurer Erde ist mit dem Ausdruck: "Es werde" ins Leben gerufen worden, und fest und unwandelbar muß es seinen Entwicklungsgang dem Ziele zugehen, welches Ich ihm bestimmte.
Also auch der Mensch, obgleich er den freien Willen von Mir erhalten, so kann er zwar viele Umwege gehen, woran Ich ihn nicht hindern darf, und nicht hindern will, aber das Ziel, welches Ich für ihn bestimmte, ist unverrückbar, und nach menschlichem Denken scheint es unbegreiflich, daß dasselbe von Menschen noch je erreicht werden kann; denn dazu gehören oft Ewigkeiten; aber erreicht muß es werden.
Es ist etwas im Menschen, oder vielmehr in den Menschengeist gelegt, das nie ruht, gleichwie auch Ich nie ein Ende nehme, noch ruhen kann, sondern immer wieder auf`s Neue hervorrufe. Wie jedes Jahr die Natur sich wiederholt, und ein Naturforscher neue Entdeckungen und neuen Zuwachs beobachtet, so ist in der ganzen sichtbaren und unsichtbaren Welt immer wieder ein Zuwachs.
Auch in eurer inneren Welt, wie ihr sie nennet, wenn ihr mehr eine geistige Richtung angenommen habt, werdet ihr neue Entdeckungen machen, neue Begriffe erhalten, und Fortschritte in der Erkenntnis fühlen, und bei aller weiteren Entwicklung auch neuen Gewinn.
Meine Allmacht ist es, welche alles dieses wirkt; darum betrachtet diese mit mehr Aufmerksamkeit, und ihr werdet finden, wie Mir nichts entgegen treten kann, ohne Meine Zulassung, da Meine Ordnung so viel Waffen in sich trägt, daß, was störend gegen dieselbe ist, jeden Augenblick Meine Allmacht fühlen kann, wenn das Entgegenwirkende gegen Meine Zulassung ist.
Es hat zwar alles, was die Erde trägt, bis auf das kleinste Geschöpf, etwas Entgegenwirkendes gegen sein Urwesen in sich, damit durch stetes Ringen und Schaffen das hervorgebracht wird, was zu seinem Ziele dienlich ist; darum auch jedes Ding seinen Feind hat, der verderblich auf es einwirkt.
So z.B. kann die Sonne, welche doch die Hauptwohltäterin der Erde ist, einer Pflanze zur Vernichtung dienen, wegen ihrer großen Hitze, deshalb ist sie aber doch keine Zerstörerin, sondern befördert vielmehr, das zu erreichen, was bloß durch die Auflösung erreicht werden kann. So tötet oft ein Tier das andere, wegen eines gewissen (höheren) Zweckes. Ebenso geht es auch oft bei euch Menschen untereinander. Ein guter Mensch kann oft einem Anderen wehe tun, oft unbewußt; es wird dadurch aber ein Zweck erreicht, und bringt beiden Teilen oft geistigen Gewinn; Ich lasse es zu, setze aber dabei die Schranken: "bis hierher, und nicht weiter!"
Es gibt aber auch in der Natur große Erscheinungen, in welchen die Menschen Meine Allmacht sichtbar erkennen, wo die Elemente mit großer Gewalt alles zerstören, Meine Allmacht, aber auch wiederum es ist, welche deren Bahn und Zeit abgrenzt.
So ist überall Meine Allmacht zu erkennen, und ist sie die erste Eigenschaft Meines Wesens, und die Grundlage, auf welcher das Vertrauen Meiner Kinder gebaut werden soll. Amen! 60. - 21. Juli 1878
"Von der ewigen Unveränderlichkeit des Herrn"
Liebe Kinder! Über alles was Ich niederschreiben lasse, soll ein Jedes mit Mir wieder besonders verkehren. Erst dann werdet ihr erfahren, daß Ich es bin, welcher euch segnen will, auch ist schon vieles auf diesem Wege mitgeteilt worden, was ihr noch nicht wisset.
Da es Mir als Vater zum Bedürfnis ist, so nahe als möglich mit Meinen Kindern zu verkehren, so will Ich Meine Gnade dadurch auch euch besonders fühlen lassen, und eure Schwachheiten mit Geduld tragen, welche ihr dabei an den Tag leget, wenn ihr zweifelt an Meiner eigenen Eingebung; (bedenket) Ich bin der Ewige, unveränderliche Gott, und was Ich früher zu tun für gut fand, ist es heute noch.
Gerade dieser Punkt ist in mancher Beziehung für euch recht wichtig, und daher will Ich euch nun etwas mitteilen über Meine Unveränderlichkeit, gegenüber Meinen Kindern, welche die sind, die Mich suchen, und durch Mein Entgegenkommen auch finden. Für dieselben bin Ich ein Gott der Liebe und des Erbarmens; Ich sende ihnen immer wieder Propheten und tüchtige Lehrer, daß sie Erfrischungen erhalten und ihr Verlangen, von ihrem himmlischen Vater noch mehr zu erfahren gestillt wird.
Ich lasse sie auch durch ihren Geist selbst Blicke tun in Meine Haushaltung, sowohl in der Führung der einzelnen Herzen, als in der Führung der Gemeinschaft Meiner Kinder; auf der andern Seite lasse Ich sie auch die Anordnungen erkennen, welche Ich treffen muß, gegenüber der Bosheit der Weltkinder, um dieselben auf bessere Wege zu locken, damit noch manche gerettet werden.
An diesem Geschäfte lasse Ich Meine wahren Kinder gerne teilnehmen, und rüste sie deshalb mit den dazu erforderlichen Gaben aus, welche sind: wahre Erkenntnis von Mir, Liebe , Vertrauen auf Meinen Beistand, wie auch Liebe im allgemeinen für die Mitmenschen; doch das Bedürfnis mit Mir vereint sich zu fühlen, und auch andere auf diesen Standpunkt zu bringen, ist die Hauptbedingung Meiner Kinder!
Darum fühlte Ich Mich auch bewogen, außerordentliche Mitteilungen zu geben, als Antriebsmittel zu eifrigerem Streben eurer Kindespflicht nachzukommen.
In den Menschen ist von Mir aus der Drang - noch immer mehr zu erfahren, gelegt, und dieser Drang ist es gerade, weshalb das alte (Bibel-) Wort mehr außer Wirkung kommt, und bei Menschen durch Hinzutun von etwas Neuem wieder seine Kraft erhalten muß; daher beides richtig ist.
Die heilige Schrift genügt durchaus für den Menschen, wenn er sie frisch und aufrecht für sich erhält; leider ist aber derzeit dies weniger der Fall; darum sende Ich immer wieder neue Belebungsmittel unter die Menschen, welche jedoch nichts (eigentlich) Neues verbreiten sollen, sondern nur ein und denselben Zweck haben, Mich als Gott und Vater darzustellen, Welcher Seine Kinder an Sein Vaterherz zu ziehen sucht, und Der unveränderlich von Anbeginn der Welt ist. Amen! 61. - 28. Juli 1878 "Von der göttlichen
Barmherzigkeit"
Meine lieben Kinder! Ich will euch zu Hilfe kommen mit Meiner großen Erbarmung, und euch belehren über Meine Barmherzigkeit, welche jedem zuteil wird, der in sich fühlt, wie es nötig ist einen Gott zu haben, Der Sich seiner annimmt. Durch Meine Barmherzigkeit erhaltet ihr das große Geschenk, durch Meine Engel und Diener von oben beeinflußt zu werden. Meine Heiligkeit hält Mich ferne von euch, indem ihr durch den Sündenfall verunstaltet worden seid, und das Gepräge Meines Bildes in euch verwischt ist; und solches ist in dieser Zeit immer mehr der Fall, denn die Menschen werden immer mehr von Mir entfernt. Meine Barmherzigkeit ist es aber, die euch suchen und mahnen |