Ueber Schutzpockenimpfung
Empfangen vom Herrn durch Jakob Lorber, Graz, am 7. Februar 184l.
Das ihr da Wissen möchtet, ist einerseits ein gar kleinlich Ding, wie es ist von der entgegengesetzten Art auch gerade von keiner großen Bedeutung*); denn nehmet einen Baum, der da hätte in sich einen üblen, verderblichen und sogestalt seiner Natur gar nicht zusagenden Saft aus dem Boden der Erde an sich gesogen, so werdet ihr bald an dem Baume sehen, daß seine Blätter ganz verkrüppelt und welk zum Vorscheine kommen, und noch überdieß seine Zweige, Neste und Stamm mit allerlei Miß- und anderen
After- und Schmarotzer-Pflanzen umgeben werden. Wenn Jemand irgend eine auch nur oberflächliche Kenntniß von der Baumzucht besitzt, so wird er den sicheren Schluß machen, daß da was immer für eine Aufpfropfung anderer Gewächse, die an und für sich noch kränker und schwächer sind als diejenigen, dahin sie gepfropft werden sollen, den zupfropfenden Baum sicher nicht gesund machen werden, sondern es wird eines das andere am Ende gänzlich zu Grunde richten.
Oder wird derjenige, dem irgendein Gift beigebracht wurde, wohl geheilt werden durch dasselbe Gift, das ihm ohnehin schon den
Dreiviertel seines Lebens genommen hatte? Da wird diese Nachgabe desselben Giftes wohl hinreichend werden, dem Vergifteten noch das letzte Viertel des Lebens zu nehmen (oder doch es zu verderben). Oder könnet ihr in geistiger Hinsicht euch je eine größere Narrheit denken, als so Jemand zu einem Sünder sage» möchte: „Höre Freund! „sündige du nur zu, und du wirst durch die hinzukommenden Sünden sicher „die alten vertilgen; und so du ein Unzüchtler bist, so thue so oft du kannst „deiner Leidenschaft Genüge, und du wirst dich überzeugen, daß du gerade„auf diese Art am ehesten und leichtesten den Sieg über dich und dein Fleisch „davontragen wirst." Und sehet, dieser hat dem Freund einen artigen Rath gegeben; er ist auf diese Art von Einimpfung der Sünde in sein Fleisch von der Sünde losgeworden, weil die Leidenschaft und die lebendige Fähigkeit des Fleisches dadurch wirklich getötet worden sind! Aber nun fraget euch selbst, ob dieser Mensch nach getreuer Befolgung dieses Rathes den Sieg des Lebens oder den Sieg des Todes über sich erfochten hat? Ist es denn nicht offenbar, daß man mit dem Werkzeuge des Todes niemals gegen den Tod, sondern sicher allezeit nur gegen das Leben kämpfet.
*) d. h. in geistiger Beziehung, D.Hrg
Und der sich nun mit diesen Waffen den Sieg über sein Fleisch erkämpfet hat, der hat wahrlich das Leben getötet und hat auf diese Art dem Tode den Sieg über sich eingeräumt. Denn ihr müsset euch erinnern, dass ein altes Sprichwort noch hie und da unter dem Volke vorkommt, das da sagt zu einer alten Hure oder zu einem alten Bocke: „Siehe die oder den hat die Sünde verlassen!" Nun aber frage Ich. in welchem Verhältniß steht der zum Leben, den die Sünde für sich schon zu schlecht findet? Oder braucht der Tod die Todten gefangen zu nehmen, die lange schon seine Beute geworben sind? Ich aber sage: der Tod geht allezeit auf das offene Feld des Lebens und sucht sich da reichliche Beute für seine Kammern des ewigen Verderbens. So aber Jemand das Leben will erhalten, der muß ja lebendig mit den Waffen des Lebens gegen die Sünde, welche eine vernichtende Waffe des Todes ist, kämpfen. Und so er mit dem Leben in sich ein Meister der Sünde geworden ist, und hat dieselbe übermunden in der Fülle des Lebens, der ist dann doch nur ein Held, der sich mit dem Leben das Leben erkämpfet hat; und wer da gibt das Leben für das Leben, der thut ja wohl, und ist Einer, der da ist voll Weisheit und voll Liebe und voll Lebens; aber wer das Leben gibt für den Tod, wie ist der ein großer Narr! Und wie wenig Licht des Lebens muß dem zu Eigen sein, der das Licht flieht und die Finsterniß sucht.
O sehet, gerade so, wenn ihr es genau erwägen wollet, verhält es sich auch mit der oben erwähnten Pockenverhinderung durch das Einimpfen; denn die Pocken sind ein angeerbtes Uebel der urgeschlechtlichen Unzucht, die von Zeitperiode zu Zeitperiode dann bei den jüngsten Nachkommen ausgereift werden, und haben mit dem ebenso genannten thierischen Uebel, das besonders dem Rinde, den Schafen und Ziegen eigen ist, und durch den Stich eines gewissen Insektes bewerkstelligt wird, nicht die leiseste Aehnlichkeit! — Wie sollte demnach der Eiterstoff aus den Pocken der Kühe ein Verwahrungsmittel sein gegen die so genannten Blattern, die sich bei den Menschen einfinden?! —
Ich sage euch, diese Behandlung hat noch niemals die Früchte getragen, von denen die (dumme) Menschheit geträumt hat, und hat der vermeinte günstige Erfolg keinen anderen Grund, als entweder den durch diese Handlung begünstigten und
fixierten Aberglauben , was jedoch seltener und seltener wurde, da überhaupt (nun nahezu) jeder Glaube bei den Menschen verschwunden ist, und an seine Stelle das so genannte reine Wissen (?!) gekommen ist *);
*) welch mächtigen Einfluß- Gemüths Affekte selbst auf den Organismus haben, ist ja bekannt, was z.B. Furcht oder Schreck vermag, mir »innern z.B. nur an die Entstehung von Muttermalen (siehe darüber in der Erde, Nr. 5 uns. Schriften, wo die Seelenlehre oder Psychologie eingehender behandelt ist); — die beruhigende Wirkung des Impfens bei einer Pockenepidemie wäre sicher ebenso erreichbar durch irgend einen anderen autorisierten Wahnglauben, der vielleicht noch lächerlicher aber weniger schädlich wäre, als der Impfwahn — aber gewiß am allerwirksamsten ist die volle Kenntniß der Wahrheit, und im Falle einer Gefahr die Stärkung des lebendigen wahren Glaubens und Vertrauens (wie der Herausgeber aus eigener Erfahrung bezeugen darf), doch kann dasselbe durch richtig gewählte natürliche Mittel unterstützt werden; Winke in dieser Beziehung finden sich in einem späteren Abschnitt dieser Schrift. (14 J .später) Indessen ist die Hypnose von der Wissenschaft aufgenommen, und gibt die besten Verweise in unserem Falle! Die Wissenschaft wird die geistigen Einflüsse noch weiter zugeben müssen
D Hrg.
oder es ist eine solche Behandlung vorgenommen worden an solchen Kindern, die ohnedieß auch so durch ihr ganzes Leben aus doppelten Rücksichten hätten mögen verschont werden, d. h. es ist eben die Generation mit dem Keime dieses Uebels behaftet noch nicht zum Standpunkt der Reife gekommen, oder irgend welche Kinder waren von Grund aus nicht mit dem Keime dieses Uebels behaftet.
Sehet, wenn irgend solchen Kindern eine solche Narrheit eingeimpft wurde, so konnte sie freilich leichtlich Zeuge sein von der Untrüglichkeit dieser Behandlung, im Gegentheil aber die Geimpften zur Zeit der Ausreifung eines solchen Uebels davon ebenso gut befallen werden als diejenigen, an denen eine solche Behandlung nicht verübt wurde.
Daß man aber dann solche wirkliche Pocken von ärztlicher Seite nicht für Pocken, sondern für einen anderen pfiffig ersonnenen Ausschlag erklärt hat, geschah — wie ihr leicht errathen könnet — nehmlich zur Rettung der ärztlichen Ehre.
Nun fraget euch selbst, wenn ihr dieses voraussetzet, was Ich euch hier gefugt habe, und dabei nur einen kleinen Blick auf euere Erfahrungen werfet, wozu diese Mißhandlung der Kinder wohl taugen möge?**)
Daß sie nichts nützt, davon könnet ihr vollkommen versichert sein, daß sie aber in vieler Hinsicht dem Menschengeschlechte schädlich ist, ein mattes, abgespanntes Leben bewirkt, Unlust, Unthätigkeit, Abgespanntheit der thätigsten Organe des Lebens, und besonders bei dem weiblichen Geschlechte der Geilheit gleich einer spanischen Fliege förderlich ist, dessen könnet ihr versichert sein; denn so ihr das nicht glauben möget, da nehmet die Geschichte zur Hand und vergleichet euere geimpften Nachkommen und auch euch selbst mit jenen vorzeitlichen Generationen, so wird euch doch gewiß und sicher der himmelhohe Unterschied bezüglich der Gesundheit und natürlichen Lebensdauer in die Augen springen.
Ich sage euch, so ihr einen Stein ausbohret und gebet in das gebohrte Loch einen Tropfen ätzenden Giftes nur, untersuchet dann den Stein in 20 Jahren, und ihr werdet euch bald überzeugen, welche verderblichen Folgen dieser Tropfen Aetzgiftes in dem Steine hervorgebracht hat, der doch gemacht ist in seiner Natürlichkeit Jahrtausenden zu trotzen.
Wenn nun aber dem zarten Organismus des Menschen der Verwesung ätzend Sauergift eingeimpft wird, da wird's euch wohl nicht schwer werden, auf dieses Problem die passende Antwort zu finden. — Ihr werdet nun freilich fragen, und zwar mit Recht und gutem Grunde, daß Ich euch dagegen zeigen möchte ein anderes Mittel zur Verhinderung
**) zur Demüthigung des Menschendünkels, und besonders der Aerzte, wenn später die Wahrheit siegt, dann wird auch diese die gute Selbst-Erkenntnis fördern, das der Mensch nichts weiß!
D. Hrg.
oder schadlosen Abtreibung dieses Uebels; da Ich doch als einziger und alleiniger Erschaffer aller Natur auch alle Natur einzig und allein am allerbesten kennen muß, — und Ich frage euch, daß Ich auch dieses euch thun will; sage euch aber im Voraus, daß Meine naturmäßigen Mittel mit den geistigen stets gleichen Schritt halten, und so gibt es da keine Universalmedizin, weder für den Geist noch für den Leib.
So ihr euch nur ein wenig umsehet auf dem Wege, der da vorgezeichnet ist von Mir zur Erlangung des ewigen Lebens, als stets nur einer und derselbe einfache Weg der Selbstverleugnung und Meiner getreuen Nachfolge, so werdet ihr da sicher nur einen und nicht mehrere Wege entdeckt haben, und das zwar wahrlich aus dem sichern Grunde, weil Ich ganz allein, somit nur Einer, und also ein Weg bin, und bin die alleinige Thür in den Schafstall; und daß es also ist, könnet ihr nicht anders umhin als zu glauben, daß es so ist.
Welcher von euch möchte da wohl behaupten, daß es außer Mir noch andere Wege gebe, um zu Mir Selbst als Urquell alles Lebens zu gelangen? Ist denn aber nicht das Leben des Geistes vorzüglicher, denn das Leben des Leibes? oder ist das Leben des Leibes nicht durchaus bedingt durch das Leben des Geistes? (und durch dessen Hülle, nehmlich die Seele. D .Hrg .)
So ihr aber wisset, daß es für den Geist, wenn er auch — wie immer — krank geworden ist, nur ein Mittel zu seiner Wiederherstellung gibt. aus welchem Grunde solle es denn für das zeitliche Werkzeug des Geistes, dessen Regsamkeit durch denselben bedingt ist, bei allfälliger Untauglich- oder Krankwerdung andere und mehrere Herstellungsmittel geben, als für das Prinzip des Lebens selbst? Sehet hin, da Ich unter den Menschen wandelte auf der Erde, welchen Arzt habe Ich zu Rathe gezogen, und welcher Apotheke habe Ich Mich bedient, um irgendeinen Kranken sowohl geistig als leiblich zu heilen? Und welches Arztes und welcher Apotheke haben sich alle Mir vertrauenden Jünger bedient, da sie dasselbe thaten, das Ich gethan habe?
Nun frage Ich euch, bin Ich denn schwächer geworden, oder habe Ich Mich verändert, oder ist Mein Wort nicht mehr dasselbe Wort voll Macht und Kraft und Heiligung für Geist und Leib?! O Ich frage euch, es ist dem wahrhaft nicht also! Ich bin noch immer Derselbe! nur mit dem Unterschiede, daß Ich damals nur jene Menschen heilte, die mit einem lebendigen Glauben sich Mir genähert haben, und Mich darum noch obendrauf lange bitten und beschwören mußten, bis Ich sie erhörte; jetzt aber darf Ich es gar nicht mehr auf eine vertrauensvolle Liebe ankommen lassen, und noch weniger auf eine feste Beharrlichkeit des Glaubens, sondern muß helfen, da Ich nicht gebeten werde, und muß denen heilsam beispringen, die den Glauben gar nicht kennen, damit nicht Alles samt und sonders verderbe und verloren gehe.
Sehet, wer demnach jetzt nur mit einem kleinen Vertrauen und geringer Bitte zu Mir kommt, den werde Ich gewiß nicht verlassen und ihm helfen in jeder seiner Nöthen, da Ich oft genug Meinen Spöttern und Verächtern sogar noch Hilfe angedeihen lassen muß.
Sehet, dieses Mittel, das Ich euch soeben angezeigt habe, ist das allerprobateste, und für den, der eines festen Glaubens ist und voll Vertrauen und Liebe zu Mir, wahrlich, wenn Ich ihm nicht helfen werde, so möge er sich mit allen Giften der Welt einimpft«, assimiliren und einnehmen alle Medizinen aller Apotheken der Welt, und fressen gleich einem Ochsen die heilsamsten Kräuter, so wird dieses Alles ihm gerade soviel nützen, als einem Todtenschädel ein Balsamtropfen. Ich sage euch, ihr könnet den Todten sieden und braten in lauter Lebens-Essenzen, und werdet nicht eine Fieber an dessen Leibe beleben, den ihr einer solchen heilsamen Kochanstalt anvertraut habt; aber höret: Mein Wort aber vermag wohl den Todten die Gräber zu öffnen, und in den Moder ihrer Verwesung neues und ewiges Leben zu hauchen.
Daher, so ihr dieses Universal Medikament kennet, daß es zu allen Zeiten die wunderbarsten Heilungen und sogar Todtenbelebungen bewerkstelligt hat, was verleitet euch denn, dasselbe jetzt um so wirksamere Mittel hintanzusetzen, und euch dafür mit allerlei Dreck des Teufels zu beschmieren, damit er euch helfe?!
O Ich sage euch, vergleichet nur euere Lebensdauer mit der Lebensdauer der Alten, und so werdet ihr gleich finden, zu welchem großen Gewinne es die Verfeinerung euerer thörichten Heilkunde gebracht hat.
Oder gehet hin in jene Gegenden der Erde, da die Menschheit von der ärztlichen Hilfe noch gar nichts kennet, so werdet ihr finden, daß in einer solchen Gegend die Menschen von einer Krankheit fast gar nichts, am allerwenigsten aber von einer allgemeinen wissen, und besonders wenn ihre Lebensweise sittlich rein und einfach ist,
Deßgleichen thuet auch ihr: lebet möglichst einfach! Stopfet eueren Magen nicht unnöthigerweise mit allerlei Unrath aus allen bekannten Reichen der Natur, sondern genießet das dem Leibe
wohlthut: Eine einfache Kost (hpts.) aus dem (dazu) bestimmten Reiche der Pflanzen
(besonders, Früchte) und (auch) von denen nur diejenigen, die von Alters her schon für das nährende Brod dem Menschen bestimmt waren. Und das versteht sich von selbst: Alles mit gerechtem Ziele und Maße! so könnet ihr versichert sein, daß euer Leib durch's ganze Leben von keiner Krankheit geplagt sein wird, und ihr dadurch ohne alle Impfung und andere ärztliche Tollheit ein für euch unbegreiflich hohes Alter erreichen werdet; und wenn Ich dann einen solchen Menschen abberufen werde von dieser Welt in Mein Reich, so wird es geschehen so leicht als wie Jemand gar süß einschläft, nachdem er den ganzen Tag über treu, redlich und fleißig gearbeitet hat.
So ihr aber alles dieses unterlasset, und dafür euere Zuflucht nehmet zu Impfungen und allerlei Medikamenten, so kommt am Ende als Folge nichts Anderes heraus, als daß ihr für's Erste — blos in natürlicher Hinsicht betrachtet — schon in den Jahren euerer Jugend Greise werdet, und büßet oft einen Sinn um den andern ein, und werdet blind, taub, bresthaft, verlieret euere Zähne, euere Verdauung, wie auch alle heitere Frische des Lebens, so daß ihr im vierzigsten Jahre eures Lebens mühseliger und krüppelhafter seid, als die Alten im hundertsten Lebensjahre waren; und an allem diesem ist Niemand Schuld als euere eigene Blindheit.
Sehet, es geht damit gerade so zu, als so die menschliche Albernheit bei einer nächtlichen Reise in allerlei sehenden und ahnenden Unsinn verfällt, da sie dann am Tage selbst darüber waidlich lachen muß und nicht begreifen kann, einen Baumstrunk für etwas ganz Anderes angesehen zu haben, als eben für einen Baumstock, anderer nächtlicher Thorheiten nicht zu gedenken! So ihr aber Mein Mittel im Ernste gebrauchen wollet, so wird auch bei euch der Tag kommen, da ihr einsehen werdet, was für einen Schatz die Welt an ihren unzähligen Thorheiten besitzt.
Wenn Ich aber sage, daß Ich überall und in Allem und Jedem helfen kann und helfen will, da Ich in allen Meinen Verheißungen getreu bin, so glaubet es, daß Ich Jedem auch bereitwillig in Allem und Jedem sicher helfen werde, so er nur glaubt, daß es also ist, und daß außer Mir an keine Hilfe zu denken ist, sowohl in leiblicher, als vorzugsweise in geistiger Hinsicht.
Sehet, die Alten, wann sie schwach geworden sind durch eine eingerissene Sünde, so fasteten sie und thaten Buße. d.h. durch's Fasten gelangten sie wieder zur freien Thätigkeit des leiblichen Organismus, und durch die mit demselben verbundene Buße im Glauben richteten sie ihren Geist wieder auf, und wurden dann wieder Menschen kräftigen Leibes und lebendigen Geistes.
Ihr werdet fragen: wie so denn? wie ging das zu? Da frage Ich euch: es wird die Antwort nicht schwer werden: Der Magen ist ein natürlicher Handlanger zur Erzeugung nährender Säfte im Leibe. Wenn aber irgend fremdartige Theile sich im Organismus befinden (Material für Krankheitsstoff. D. Hsg.), so werden diese beständig in irgend einem organischen Engpasse festgehalten, so dann der Magen mit allerlei unnützer Speise angestopft wird und derselbe dadurch die Säfte mehrt und drängt, so daß die fremdartigen Theile, statt von ihrem Engpässe zurücktreten zu können und wieder dahin zu gelangen, von da sie weiter aus dem Leib befördert weiden könnten, durch die unablässige Zudringlichkeit der Säfte an dem Ort, da sie sich befinden, auf dem Wege der Assimilation, nur potenziert und dadurch stets hartnäckiger werden; sehet, wenn da statt aller Einimpfung und Medikamenten die gerechte Diät oder Fasten ergriffen wird, und mit diesem verbunden ein fester Glaube und volles Vertrauen auf Mein Wort, daß auch dadurch der Geist als das Prinzip des Lebens gestärkt wird, da fraget euch leiblich und geistig, ob es mit einem solchen Menschen nicht besser werden solle?
Ich sage euch, wenn sein Glaube und Vertrauen darnach ist, so möge aus der Verwesung selbst noch ein neues Leben erstehen. Wo aber solche Leibes- und Geistes-Buße mangelt, höret, da ist jeder Kurierte durch Impfung oder Medikamente nur ein waidlich Betrogener, denn da haben die Medizinen das Uebel nicht aus dem Leibe geschafft, sondern haben es nur ein geschläfert oder verschleiert, — und glaubet es Mir, es wird sicher die Zeit kommen, da dasselbe Uebel vielfach
potenziert den Schleier durchbrechen, und dem Leibe und nicht selten auch dem Geiste den sicheren Tod bringen wird. Sehet, so verhalten sich buchstäblich und wahr die Dinge, wie Ich es euch gesagt habe. — Ihr aber führet euere Kinder und euch selbst zu Mir im Glauben und Vertrauen, und wahrlich sage Ich euch, ihr werdet euch überzeugen, daß Mein Impfstoff der beste ist! Amen. Das sage Ich, der große Universal-Arzt! Amen, Amen, Amen.