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Johanna Hentzschel - Sonntag, 1. November 1964 Kapitel 122
Wollen und Vollbringen
Bibeltext: Paulus-Brief an die Philipper, Kap. 2, Vers 1-18
Neuoffenbarung: „Wege zur Wiedergeburt“, Seite 7 („Die Erlösung“)
Geistliche Musik: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, Kantate v. J. Seb. Bach
1 Mein Friede sei mit euch! Meine Kinder, wenn Ich jetzt nicht eure Herzen öffnen würde, ihr könntet nichts vernehmen vom
Geiste eures Gottes in euch. Erkennt daher, daß das gute Einfließen Meines Gottesgeistes in euch Mein Werk ist. Dadurch öffne
Ich eure Herzen, und zwar nicht nur jetzt, auch im Alltag zu jeder Stunde. Oft seid ihr erstaunt, wenn ihr Worte aussprecht, die unvermutet
in euer Geistherz eingedrungen sind und ihr erkennt es erst später, daß Ich es in euch bin. Wenn der Mensch
- das Gotteskind - sich bewußt wird, daß er zwischen Gut und Böse steht, oder anders gesagt, daß im Guten das Böse verborgen ist, dann
fängt er an Meine Gnade zu erkennen. In das Gute, das ihr von Mir habt, hat sich verborgen das Böse eingepflanzt. Ihr seid hineingeboren
in das Böse, in die Sünde.
2 Der Mensch steht zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gut und Böse. Gemäß dieser Erkenntnis soll aber das Gotteskind, der
Sohn, die Tochter, bewußt die Hölle verlassen und in den Himmel im Herzen eintreten. Ihr könnt nicht zu Mir sagen: „Vater, ich bin
schmutzig an Leib und Seele, bitte wasche mich!“ Dann würde Ich antworten: „Liebes Kind, da ist Wasser, Seife und Handtuch,
wasche dich selbst!“ Versteht ihr das Gleichnis? Ihr müßt wollen! Ihr könnt nicht verlangen: Wasche mich rein. Gewiß: Ich wasche
euch rein, aber zuerst müßt ihr euer Wollen dazu geben. Das Einfließen des göttlichen bin Ich in euch. Damit habt ihr nichts zu
tun. Dies sagte Ich schon zu euch. Ich wiederhole es, damit auch andere darüber Klarheit erhalten. Das Einfließen des Guten in
euch bin Ich, euer Gott und Vater. Euer Geistherz läßt euch dieses göttliche Einfließen empfinden und erkennen. Zugleich ist
aber auch der Böse tätig und fließt ebenfalls in euch ein.
3 Deshalb ermahne Ich euch: Wascht euch selbst rein! Das heißt: Mein Sohn, Meine Tochter, du mußt zu Mir kommen. In dem du
kommst und deinen Willen mir übergibst wird dir Meine Hilfe zuteil: Deine Seele wird rein durch Mein heiliges Blut. Daß ihr das
Gute tut, ist nicht euer Verdienst. Habt ihr Mir euer Geistherz geöffnet, erkennt ihr, daß Ich das Gute in euch bin, daß Ich das Gute
durch euch vollbringe. Ihr dürft zu Mir kommen, wie ihr seid, schmutzig, schuldbewußt. Ja, ihr sollt euch Mir übergeben mit
dem ganzen Schmutz der gefallenen Schöpfung, der euch anhaftet
seit Adam. Euer Sündenschmutz wird gereinigt durch Mich, Jesus Christus, der Ich Mein Blut opferte für die gesamte Menschheit
und für alle Wesen im All.
4 Die vollbrachte Erlösung kann von jedem Herzen angenommen werden, die Gnade ist für jeden Menschen da, doch der
Mensch muß sie ergreifen, der Mensch muß wollen. Im immerwährenden Wollen nimmt der Mensch Mein göttliches Sein in
sich auf - das sind Bewußtseinszustände - Ich bin in euch und ihr seid in Mir. Dann gibt es kein Getrenntsein mehr, denn Meine
Gnade hält euch, daß ihr in Mir bleiben könnt. Auch in schweren Stunden der Belastung, in dunkelsten Nächten, fließt Mein göttlicher
Strom durch euch. Ihr erkennt es nur manchmal nicht, so dunkel, so leidvoll sind die Stunden, die ihr erlebt. Aber wenn ihr
euch des göttlichen in euch bewußt seid, dann wird es Licht. Ihr seid dann auf dem geistigen Wege wieder ein Stück vorangeschritten, Mein göttliches Licht kann euch stärker durchdringen, Meine
erbarmende Liebe wäscht eure Seele rein, heiligt sie, rechtfertigt sie und zuletzt gibt es für euch keine dunklen Stunden mehr, weil
Mein Licht eure Seele erfüllt und die Seele sich mit dem Geiste vereint hat.
5 Der Geist wird in der Menschenseele solange gedemütigt, als die Seele mit ihrem Willen die Führung hat und diese Führung
bleibt bestehen, solange der Mensch natürlich, fleischlich, denkt. Die guten Werke des natürlichen, seelischen Menschen helfen ihm
zum Erwachen des Geistes nichts. Erst wenn sich der natürliche Mensch Mir, seinem Erlöser, übergibt und nichts mehr mit dem
Fleische zu tun haben will, vermag er wahrhaft Gutes zu tun durch Mein Einfließen in ihn. Daraus dürft ihr erkennen, daß ihr
nur das leere Gefäß seid, welches Ich fülle mit Meiner Liebe und Weisheit und daß Ich euch und durch euch die anderen speise.
Damit aber die Seele - der natürliche Mensch -in das Geistige übergeht, dazu bedarf es Meines göttlichen Wortes, welches der
Seele zum Licht und zur Wahrheit wird. Dann macht sich die Seele auf zu Mir und spricht: „Ich will, Vater!“
6 Das „Waschen“, das Umgewandeltwerden vollzieht sich, indem die Seele zur tiefsten Stufe der Demut hinabsteigt und sich dem
Vater - der ewigen Liebe - übergibt. Durch das Vereinen der Seele mit dem Geiste in sich darf der Mensch himmlische Früchte ernten:
Glaube, Liebe, Hoffnung, Geduld, Sanftmut. Ihr habt von der bräutlichen Liebe gesprochen. Ich will euch dazu die geistige
Entsprechung geben. Ihr seid keine Kinder mehr, sondern Meine erwachsenen Söhne und Töchter. Sieben Söhne sind heute hier.
In den sieben Söhnen offenbart sich Meine ganze Wesenheit. Sie erscheinen vor Mir als ein Mensch. Herrlich und verschieden habe
Ich einen jeden geschaffen. Dient euren Mitmenschen mit den Gaben, die Ich euch gegeben. Ihr werdet geistig wachsen und reifen.
Ich suche Männer, die sich von Mir zubereiten lassen für die Zeitwende.
7 Es ist an der Zeit, daß sich die Braut für die Hochzeit vorbereitet. Sie richtet ihr Brautbett, sie läßt ihre Seele von Mir waschen
und reinigen und schmückt sich mit dem schönsten Geschmeide, dem schönsten Kleid. Wie schmückt sich denn eine Braut? Doch
mit Liebe, Güte, mit Hoffnung, mit all dem Guten ihres Geistes, das Ich in ihr bin. Und sie sagt zu Mir: „Komm, oh Geliebter Meiner
Seele, komm, siehe es ist alles bereitet: Mein Herz und Mein Bettlein warten auf Dich! Deine Liebe gebe ich Dir wieder. Der
Glaube, den mir Deine Gnade schenkt ist Mein Geschmeide, Herr. Nun komm, oh komm mein Heil und nimm mich ein.“ Und
Ich antworte: „Ich komme, Mein Teil!“
8 Das ist das Zerfließen der Seele in Gott. Ihr dürft es erleben, wenn ihr euch von der Liebe, die aus Mir ist, hineinziehen laßt in
euer Inwendigstes, wo Ich bin. Das ist der Himmel in euch. Ihr werdet keinen anderen Himmel finden, als den Himmel, den
ihr euch durch Liebe geschaffen habt. Öffnet Mir euer Herz. Macht weit euren Schoß und nehmt alle hinein, die ihr liebt, auch die,
welche euch betrüben. Dann dürft ihr erleben, wie herrlich es ist für sie zu bitten, indem ihr euch immer wieder verleugnet und
euch der Liebe hingebt, mit der Ich euch erlöst habe. Dadurch gelangt ihr zur wahren Demut. Öffnet eure Herzen weit und nehmt
sie alle liebend auf, die in eurem Leben sind. Bringt sie Mir! Durch Liebe und Fürbitte gewinnt ihr Freunde, die euch drüben in ihre
Wohnungen aufnehmen. Liebt! Ja liebt von ganzem Herzen! der Lieblose kommt einst mit leeren Händen drüben an und wird von
denen empfangen, die er von sich gestoßen hat.
9 Wie du gesagt, Mein Sohn: „Es kommt oft vor, daß der eine dem anderen nicht böse ist, aber sie wollen auch nichts voneinander
wissen.“ In solchen Herzen wohnt Meine Jesuliebe nicht. Die Kenntnis der Gebote genügt nicht, die Liebe soll sich in der Tat
beweisen. Ihr fragt: Warum muß ich so viel Schweres erleben? Und Ich frage euch: Wo sind denn eure Gedanken und
inwieweit befindet ihr euch in Meiner tätigen Jesuliebe? Den Gradmesser eurer Liebe habt ihr allezeit in euch: Wenn ihr euch sorgt, befindet
ihr euch nicht in Meiner Liebe. Wenn ihr euch ängstigt, könnt ihr euch nicht Meiner Liebe erfreuen. Wenn euer Herz am Vergänglichen
hängt, seid ihr weit entfernt von Meiner Liebe.
10 Ich will all das andere, das ihr als Gefallenes erkennt, hier nicht aufzählen, sondern nur erwähnen, daß ihr immer noch bedrückt
seid, daß ihr manchmal nicht aus noch ein wißt, daß ihr immer noch rechnet mit dem Versucher, der auf euch zukommt, anstatt
in dem göttlichen Bewußtseinszustand zu bleiben, in der Herzensgewißheit: Ich bin in euch! Euch schmerzen die Nadelstiche
des Bösen. Ich muß aber Versuchungen über euch kommen lassen. Wenn Ich keine Versuchungen mehr über euch kommen ließe,
würde Ich aufhören euch zu belehren. In der Versuchung sollt ihr erkennen, wie weit Meine Liebe in euch Raum gefunden hat,
wie weit ihr euch im Himmel oder in der Hölle befindet.
11 Ihr lebt in ernster Zeit. Ihr müßt euch entscheiden wo ihr sein wollt. Süßes und bitteres Wasser kann nicht zugleich aus einem
Brunnen fließen. Das Böse könnt ihr leicht erkennen. Entsprechend eurer Hingabe an Mich, gemäß eurem Gehorsam, wie ihr
das Gute, das Liebe - welches Ich in euch bin - befolgt, fällt das Böse von euch ab. Das Böse habt ihr nur dann, wenn ihr das Gute
nicht mehr in euch aufnehmt. Ich sage euch: Das Böse ist verborgen in eurem Herzen. Es ist da, ihr seid in dasselbe hineingeboren.
Gebt ihr aber dem Guten, Mir, eurem Erlöser Jesus Christus in eurem Herzen Raum, muß das Böse weichen und Ich,
das Gute, bleibe da.
12 Es mangelt euch an Meiner göttlichen Liebe, weil ihr nicht stets in Mir bleibt. Wenn ihr die Liebe verletzt, befindet ihr euch
im Zustand des alten, natürlichen Menschen, der gefallenen Seele und ihr stoßt euch am Benehmen des Mannes, der Frau, der Kinder,
der Freunde. Dann sind überall Verbotstafeln: Das sollst du nicht! Das darfst du nicht! Das kannst du nicht. Dies ist der seelische
Zustand des natürlichen Menschen in euch. Befindet ihr euch aber im geistigen Zustand, hat der Geist die Führung der
Seele übernommen, dann sagt ihr: Ich darf alles. Ich darf tragen, ich darf aufnehmen, ich darf meinen Nächsten lieben, ich darf
ihm helfen. Und ihr seid euch bewußt, daß Ich, euer Gott und Vater, das Gute in euch und durch euch vollbringe.
1. Zur Ausführung Meines göttlichen Heils- und Erziehungsplanes benutze Ich euch, wie ihr seid, im geistigen Reifezustand, aber
auch in eurem natürlichen Wesen, in eurer gefallen Seele. Durch eure Veranlagung begegnet ihr einem Menschen. Ich benutze diese
Gelegenheit, weil Ich will, daß der andere Mich durch euch findet. Ich halte euch in
der Versuchung. Ich bewahre euch im Begehren
vor dem Fall. Ja: Ich bewahre euch, so ihr wollt. Euer Verhalten wird dann vom Gewissen beeinflußt. Ihr erschaut im Glauben plötzlich Mich, euren Jesus. Vor Mir ist nichts zu verbergen.
Ihr fragt euch: Wie stehe ich vor meinem Gott und Vater? Was tue ich jetzt? Ihr fühlt euch verantwortlich für jeden Menschen,
der auf euch zukommt. Diese Verantwortung, die Ich in euer Herz lege in der Stunde der Versuchung, erfüllt euch mit geistigem
Denken. So benutze Ich auch das Gefallene und verwandle es in Rein-Geistiges, Herrliches in euch und durch euch.
2. Ich nehme von euch die Sünde, die Begierde, die fleischlichen Lüste. Hört es, Meine Söhne: Ich mache eure Augen blind für die
Reize des Fleisches. Dafür ziehe Ich eure Blicke nach innen, daß ihr nur Mich seht, euren Erlöser, Jesus Christus. Die Versuchung
muß weichen. Bei euch allen will Ich die Sünden von euren Händen tilgen, indem Ich in euch erstehe. Ich schenke euch ein reines
Herz und liebende, willige Hände, die tragen und geben, die aus Liebe nehmen, denn auch das will gelernt sein. Ich befreie euch
von der Ichsucht und dem Hang zur Gewaltherrschaft, die in eurem Nacken verkörpert sind. In der Entsprechung bedeutet der Nacken die Gewalt, die Herrschsucht. Ob es Meine Söhne oder
Meine Töchter sind, ihr besitzt alle einen gewaltigen Nacken, ohne daß ihr es wißt. Nur in der Versuchung werdet ihr euch bewußt,
was in euch noch alles gereinigt werden muß, wieviel Schmutz euch anhaftet.
3. Warum sage Ich euch das? Meine große Liebe zu euch will euch helfen, damit ihr in der nahe bevorstehenden Zeit reine Herzen,
geheiligte, sehende Augen, reine, helfende Hände und die Gewaltlosigkeit Meiner göttlichen Liebe besitzt. Nur wenn ihr euch von
Mir segnen laßt, könnt ihr die kommende Zeit überleben. So, wie ihr jetzt seid, könnt ihr nicht entrückt werden. Deshalb belehre
Ich euch. Wie könnt ihr das Letzte, das Höchste erreichen, das Ich mit euch vorhabe? Vor allem dadurch, daß ihr Meine Gebote
haltet. Ihr sagt: Die göttlichen Gebote, durch Moses gegeben, sind schwer zu halten. Ich hätte sie aber den Menschen nicht gegeben, wenn ihr sie nicht erfüllen könntet. Ihr klagt: Die Versuchungen
sind zu groß. Gewiß. Aber eins könnt ihr dabei lernen: durch sie demütig werden. Dem Demütigen helfe Ich mit Meiner Gnade.
4. Meine beiden Liebesgebote: Liebet Mich von ganzem Herzen über alles und euren Nächsten wie euch selbst
- die könnt ihr
doch leicht und gern befolgen. Und der Weg zu diesem Tun? Der Weg bin Ich, euer Jesus Christus.
Betrachtet einmal Mein Erdenleben.
Blickt es aber nicht mit schwärmerischen Augen an, sondern ganz nüchtern: Mein
Leben war selbstlos. Ich besaß kein Eigentum.
Wenn ihr von euch sagen könnt: Ich habe nichts, was Mir gehört, dann entspricht dieser Zustand der ersten Stufe der
Demut - Wenn ihr aber noch sagt: Dieser Mensch gehört mir, er ist mein! Oder: Das Kind gehört mir, es ist mein! Oder: Der Grundbesitz gehört mir, das ist mein erarbeitetes Geld, es
gehört mir! Dann seid ihr noch nicht zum Licht der Wahrheit durchgedrungen.
5. Ihr seid frei wenn ihr erkannt habt und es auch lebt, daß nichts euer Eigentum ist, daß Mir, Jesus Christus, alles gehört: Euer Mann, euer Weib, eure Kinder, alles gehört Mir. Euer Besitztum gehört Mir, ihr seid nur die Verwalter, die Pfleger, die Erzieher, aber Mir gehört alles. Wenn ihr von allem frei geworden seid, habt ihr keine Sorgen mehr. Aber für euch ist es ein schönes Gefühl, etwas zu besitzen. Es ist so schön zu sagen: Ich habe einen Mann, der geht mir über alles. Oder: Ich habe ein Weib, das ist das, was ich brauche. Oder: Ich habe ein Kind, das ist mein Herrgott.
6. Diese Einstellung kennzeichnet eure gefallene Seele. Damit könnt ihr nicht in das Neue Zeitalter kommen. Frei muß der Mensch sein, in dem Ich bin. Der Mensch, welcher Besitz beansprucht, ist nicht frei. Dieser Mensch gibt Mir nur einen kleinen Anteil, das meiste behält er für sich. Aber welche Mühe, Plage und Sorge bereitet ihm sein Besitz? Die Meinen sollen frei sein von Menschen und Dingen. Als Ich als Menschensohn in der Wüste vom Bösen versucht wurde, habe Ich klar erkannt und gewußt: In allem, was er bietet, liegt der Tod, die Vergänglichkeit. Satan kann nicht ewiges Leben geben.
7. Meine Söhne und Töchter, erfüllte Ich alle eure Wünsche im Irdischen, Natürlichen und Seelischen, dann würdet ihr einst zu Mir sagen: „Warum hast Du, Herr, mir meine törichten Wünsche erfüllt, warum hast Du mir gegeben, was vergänglich ist und den Tod in sich birgt? Macht euch frei vom Irdischen und bittet Mich um geistige Gaben, um ewiges Leben. Nur in Mir habt ihr ewiges Leben. Ich bin die Tür zur Seligkeit. Wer durch eine andere Tür eintreten möchte, der ist ein Dieb. Die
Schmutz- und Irrgeister halten ihre Tür weit offen und schreien: Hier ist die richtige Tür,
hier findet ihr, was sich eure Seele wünscht! Aber es sind Lügengeister, lieblose, herrschsüchtige Geister, die euch mit vergänglichem Vergnügen locken und dann in die Finsternis stoßen wollen.
8. Im Luftraum hüllen sich diese Geister in schwarze Wolken ein. Wachet und betet, daß sie nicht Unheil anrichten. Wenn ihr nicht frei geworden seid von irdischen Wünschen, von Menschen und Dingen, dann werdet ihr von den Geistern bedrängt. Es kommen Trübsale über die Erde, wie sie die Erde noch nie erlebt hat. Die Trübsalsstunden kann nur der bewältigen und überleben, der frei geworden ist, der mit Mir vereint, der Versuchung widersteht. Ich habe gesagt: Ich will die Begierde von euren Augen nehmen. Ich will euer Herz und eure Hände von Sünde befreien. Ich will die Gewaltherrschaft von eurem Nacken nehmen. Merkt euch diese drei Dinge, sie sind wesentlich für euch.
9. Meine Söhne und Töchter, nur dadurch, daß ihr allezeit zu Mir im Glauben aufschaut, seid ihr frei von Sorgen und allem, was eure Seele wünscht und zugleich belastet. Wer Mich liebt, hat nur einen Wunsch: mit Mir, Jesus Christus
- dem ewigen Leben - vereint zu sein. Wer Mich hat, besitzt alles. Wer Mich hat, besitzt vor allem Frieden in sich. Wer Mich hat, kann Frieden bringen, wo Unfrieden herrscht, weil Ich in ihm bin. Er hat Freude, von der die Welt nichts weiß. Das ist die Freude, wenn ihr
- wie aus euch selbst - das Gute tut, euch aber demütig bewußt seid, daß Ich es in euch bin. Ihr schreibt euch das Gute nicht selbst zu. Ihr übt auch nicht unreine Nächstenliebe, die im Guten noch Böses verbirgt, sondern die Nächstenliebe, die Ich in euch bin. Der gefallene Mensch der alten Schöpfung handelt aus dem Guten seiner Seele, in der das Böse verborgen ist.
10. Auch ihr tut Gutes. Prüft euch, ob euer Beweggrund nicht Egoismus, Selbstliebe, versteckter Hochmut ist. Wer aber Gutes tut aus Meinem Geiste, wer sich Meiner Führung hingibt, der weiß von jener himmlischen Freude die nichts anderes ist als die Schönheit eures Jesus Christus. Wie soll Ich euch das beschreiben? Wenn ihr es nicht selbst erlebt in eurem Herzen, könnt ihr es nicht erfassen. Erfüllt Meinen Willen, haltet die Gebote, dann wird Meine Freude bei euch einkehren. Auch die Menschen, welche Mich nicht kennen, lieben ihren Nächsten. Aber sie tun es aus ihrem seelischen Ich, um eines Vorteiles, der Verbindungen, der guten Geschäftsverbindungen, der Ehre und des Ruhmes wegen. Auch eure geheimen Absichten werden offenbar, weil Mein Licht in eure Seele fällt und euer Gewissen euch ermahnt: Wie steht es mit deiner Nächstenliebe? Entstammt nicht manches dem Guten deiner Seele?
11. Ich lasse euch solche Erkenntnisse zukommen. Ihr wißt: Unreine Nächstenliebe taugt nichts, in solchem Tun ist noch das Böse verborgen. Seid ihr aber mit Mir vereint, dann dient ihr eurem Nächsten selbstlos. Alle Sorgen sind von euch gewichen. Ihr gehorcht Meiner göttlichen Liebe in euch und seid erfüllt von wunderbarer Freude. Fragt doch nicht: Warum habe Ich keine Geistesgaben, keine Gesichte? Warum keine geistigen Erlebnisse? Warum stecke Ich so tief in der Materie und muß Mich so abplagen? Wahrlich, Ich sage euch: Ihr plagt euch nur ab, solange ihr noch gebunden seid. Wenn ihr frei seid vom Irdischen, gibt es keine Tretmühle mehr. Da gibt es nur noch helfende Liebe.
12. Ihr seid glücklich, eure tägliche Arbeit, die täglichen Anforderungen für Mich tun zu dürfen. Aber nicht des Lohnes wegen. Wohl habe Ich euch das Erbe verheißen. Die Verheißungen erfüllen sich an dem, der glaubt. Wenn ihr Gutes tut des Erbes wegen, so seid ihr nicht frei von Eigenliebe und das verborgene Böse ist noch in eurem Guten. Wenn ihr aber Mich über alles liebt, wie eine Braut ihren Bräutigam, wie ein Vater sein Kind liebt, dann ist eure Liebe selbstlos, sie ist aus dem Geiste, sie kann nicht anders, als sich immerwährend verschenken. Nun antwortet ihr: Es ist alles recht, lieber Vater, was Du uns sagst. Bitte lehre uns, wie wir zu solcher Liebe kommen. Und Ich sage euch: Schaut auf Mich! Ich habe geheilt. Ich suchte weder Ehre noch Ruhm.
13. Mein Sohn, Du erlebtest das Wunder der ganz plötzlichen Veränderung des Wetters. Ich vollbringe allezeit Wunder. Siehst du sie nicht an dir? Merkst du nicht Mein tägliches göttliches Einfließen in dir? Du hast ein äußerliches Wunder erlebt. Wenn du aber innerlich Mein Einwirken empfindest, dann kannst du, darfst du, sollst du glücklich sein. Mache dich auf, sei willig und wasche dich, damit du rein bist. Nimm Mein Blut für dich in Anspruch. Nehmt alle die volle Erlösung im Glauben an! Dann erlebt ihr in Träumen und Visionen nicht aus eurer Seele, sondern aus eurem Geiste. Dann besitzt ihr die Weitschau, die Vorausschau, weil Meine Engel euch die Bilder zeigen. Dann wißt ihr in der Zeitwende genau, was ihr zu tun habt.
14. Das immerwährende Einfließen Meines göttlichen ist die Weisheit, die Wahrheit, das Licht in euch. Liebt Mich! Dann sorgt ihr euch nicht um die Zukunft. Was können sie euch denn nehmen? Vom Irdischen seid ihr freigeworden durch Mein ständiges Einfließen in euch. Was ist euer Leib? Und wenn sie euch den Leib nehmen, ihr wißt doch: Das Himmelreich, Mich, euren Jesus Christus, tragt ihr im Geistherzen des Auferstehungsleibes! Meine Liebe in euch befreit euch von Angst und Furcht, selbst wenn ihr Märtyrer werden solltet und Mich bekennen müßt. Geistig genommen lebt ihr schon längst außerhalb eures Fleischleibes im Geistbewußtsein. Der Liebende hat Mich stets vor Augen und im
Herzen.
15. Zu Moses sagte Ich: Ich bin der Ich bin. Und als Jesus habe Ich euch nahegebracht: Der Vater, welcher in Mir wohnt, tut seine Werke durch Mich (Joh. 14, 10). Seid ihr Mir gehorsam, dann könnt auch ihr sagen: „Was ich tue, verrichtet der Vater in mir.“ Ihr habt den Vater durch Mich gefunden. Mein Erdenleben war Vorbild und Beispiel. Schaut auf Mich! Dann seid ihr bis zuletzt bereit
- durch Mein göttliches Einfließen in euch - Mir nachzufolgen, auch in den grauenvollen Zeiten, die bald über die Erde kommen. Einen Teil müßt ihr miterleben. Fürchtet euch nicht! Ich stärke euch, daß ihr feststehen könnt in Mir durch das: „Liebet Mich über alles und euren Nächsten gleich euch selbst“!
16. So bildet sich Mein Herrlichkeitsleib, der Leib eures Christus, heran. Er besteht aus den vielen Gliedern Meiner Heiligen, die überwunden haben. Das ganze All ist ein Schöpfungsmensch. Ich bin Selbst Geistmensch. Mein Auferstehungsleib ist gebildet aus den Meinen, die in Mir das Leben und die Wahrheit gefunden haben. Nur allein durch Mich kommt ihr zum Vater. Wenn ihr den Vater habt, besitzt ihr den Bräutigam. Und durch den Bräutigam seid ihr eins mit Mir. Ich habe euch schon gesagt, wie herrlich der Auferstehungsleib ist. Herrlichkeit über Herrlichkeit dürft ihr erleben, weil ihr Glieder seid an diesem Auferstehungsleib.
17. Was ihr geliebt, geht mit euch. Liebt! Nehmt sie herein in eure Liebe, die ihr hereinnehmen könnt. Ihr werdet Gelegenheit bekommen euer Herz noch weiter zu öffnen, weil die
Schmutz- und Irrgeister überhand nehmen und die Hölle ihre Pforten geöffnet hat. Bald tritt Satan in Gestalt des Antichristen auf. Aber Meine Kinder wissen: Ich, Jesus Christus, bin Sieger! Was Satan aus der Hölle herauswirft, das dürfen Meine Kinder miterlösen und mit heimbringen. Ich belehre euch, damit ihr bereit seid, die Verirrten in eure Herzen aufzunehmen; daß ihr bereit seid alles zu lassen, um das Schönste, das Herrlichste, Mich, Jesus Christus, für ewig zu haben. Etwas Wunderbares wartet auf euch: Ihr dürft alle Wesen, die Ich euch gegeben habe, wiederfinden in Mir, Jesus Christus, - Amen.