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Die
Glückseligkeit der Welt und der Tod der Seele
Gerd Kujoth 
In der Welt habt ihr Bedrängnis“, sagt Jesus, „aber seid getrost, ich habe
die Welt über- wunden!“ (Joh. 16,33) Wie Jesus die Welt überwunden hat, so
müssen alle, die Ihm nachfolgen und in das Himmelreich eingehen wollen,
ebenfalls die Welt überwinden. Deshalb sagte Er zu Seinen Jüngern: „Will Mir
jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und
folge Mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren, wer aber
sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird es finden. Was hülfe es dem
Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?
Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse? (Matth. 16,
24-26)
Dieser Bibeltext ist für
Weltmenschen nicht so leicht zu verstehen, denn da werden sie vielleicht sagen:
„Ich kann doch nicht einfach meine Identität verleugnen und mein Leben nicht
mehr zu erhalten suchen. Da hätte ich dann mein Leben ganz sicher bald
verloren!“ – Aber was heißt das: sich selbst zu verleugnen und sein Leben
nicht zu erhalten suchen? – Verborgen steckt in diesem Bibeltext eine tiefe
göttliche Weisheit und diese lautet: Wer das Leben dieser Welt mit all seinen
Freuden liebt und zu erhalten sucht, wer also ein Weltmensch ist, der wird das
wahre Leben der Seele verlieren und in den Tod übergehen. Wer aber das Leben
dieser Welt mit seinen Freuden um Jesu Willen nicht liebt, es flieht und es
damit verliert, wer also ein Geistesmensch ist, der folgt Jesus nach auf dem
Kreuzeswege und wird gleich Ihm den Tod überwinden (9.GEJ 149,15-16) und das
wahre ewige Leben der Seele gewinnen. (5.GEJ 171,3-4 + 7.GEJ 1,12)
Sich selbst zu verleugnen
heißt deshalb, sich in seinem eigenen Weltwillen zu verleugnen und allein dem
Willen Jesu nachzufolgen. Wer sich daher selbst verleugnet, der überwindet die
Freuden dieser Welt und nimmt das oftmals schwere Kreuz des Verzichts aller
Weltfreuden und das ebenso schwere Kreuz der Gottergebenheit bei allem Leid auf
sich. Für Weltmenschen ist dieser Weg völlig ungangbar, denn sie sehen ihn
für eine Torheit an. Da wird ein solcher, wenn er noch etwas an Gott glaubt,
sagen: „Gott will doch, daß wir uns an dieser Welt erfreuen sollen.“ – Es
kommt aber in dem oben zitierten Bibeltext zum Ausdruck, daß die Seele des
Menschen an der Welt Schaden nehmen kann. – Was aber ist die Welt, und wie
kann die Seele an ihr Schaden nehmen? Und wenn sie schon Schaden genommen hat,
wie kann sie von der Welt wieder erlöst werden? – Diesen Fragen wollen wir
nun nachgehen.
Die Welt, in der wir leben,
besteht aus Materie, und durch unseren Fleischleib, der auch Materie ist, in dem
wir als Seele und Geist stecken und mit dem unsere Seele verbunden ist, sind wir
mit dieser materiellen Welt verbunden. Welt, Materie oder Fleisch haben deshalb
sinngemäß die gleiche Bedeutung. Jesus sagt: „Da der geistige Mensch aber
auch zu seiner ferneren Existenz bedinglich den Weg des Fleisches durchzumachen
bekam, so mußte er dieses (Fleisch) aus der Materie der Erde entlehnen nach der
Anordnung des allerhöchsten Geistes Gottes; und in das Fleisch ist für den
Geist des Menschen ein denselben probendes Gegengewicht gelegt und heißet
Versuchung! Diese rastet aber nicht nur im Fleische des Menschen, sondern in
aller Materie; und weil die Materie das nicht ist, als was sie dir erscheint, so
ist sie dem sich selbst probenden Menschen gegenüber Lüge und Trug, also ein
Scheingeist, der da ist und nicht ist.
Er ist da, weil die
verlockende Materie da ist fürs Fleisch des Menschen; er ist aber auch nicht
da, weil die Materie nicht ist, was sie zu sein scheint. Und sieh und fasse es
recht! Dieser Truggeist, als durch und durch Lüge in sich selbst, ist eben der
Geist aller Welt der Materie und eben das, was da ,Satan‘ oder ,aller Teufel
Oberster‘ heißt... Was aber dein Schatten ist zu dir, so du irgend im Lichte
stehest oder gehest, dasselbe ist alle Materie und ihre Schätze gegenüber dem
Geiste! Sie ist ein notwendiger Trug und in sich selbst eine Lüge, weil sie das
nicht ist, als was sie den Sinnen des Leibes erscheint. In dem aber liegt eben
ein Gericht der Lüge und des Truges, daß sie vor den Augen des Geistes als
etwas Vergängliches und nur als ein äußeres, entsprechendes Schattenbild
einer innern, tiefen Wahrheit sich offenbaren muß, während sie nach der
blinden Weltliebe der Seele lieber das in einer Realität verbliebe, was sie zu
sein scheint.“ (5.GEJ 70,4-6+10-11)
Alle Materie ist gerichtet,
weil alle Materie einst freie Geistwesen waren, die sich aber gegen Gott
stellten, die Ordnung Gottes nicht mehr beachteten und deshalb sich selbst
gerichtet, gefangen und gefesselt hatten. Die Seelen erstarrten zu Materie, in
der die Geister gefangen wurden. Die Materie in ihren kleinsten Teilen besteht
somit aus Seelenatomen, die schon für sich im höchsten Grade genußsüchtig,
selbstsüchtig, herrschsüchtig und hochmütig und damit bösartig und
widergöttlich sind. Dem Menschen kommt die Materie real und fest vor. Das ist
sie aber mitnichten, sondern der Geist ist das Reale und Feste. Die Materie ist
so unreal, daß sie in Wirklichkeit nur wie ein Schatten gegenüber dem Geist
ist. Die Materie ist deshalb, weil sie eine Realität vortäuscht, die in ihr
nicht vorhanden ist, Lüge und Trug gegenüber dem Geist. Sie ist aus der
Ordnung Gottes gefallener Geist. Materie bedeutet deshalb Gericht,
Gefangenschaft und Tod. - Und in solch einer Welt leben wir.
Wir sind nicht nur von
Materie umgeben, sondern wir stecken auch noch in der Materie mittendrin und
sind auf das Engste mit der Materie unseres Fleischleibes verbunden. Aber nicht
nur das, wir selbst, die Seelen der Menschen, (sofern nicht ein Engelsgeist
inkarniert ist) haben sich aus der Materie entwickelt und haben als Mensch
dieser Erde die Möglichkeit, im freien Willen die Ordnung Gottes zu beachten
und wieder rein geistig zu werden. Jesus sagt: „Inwieweit die Seele mit dem
Leibe durch seinen Nerven- und Blutäther verbunden ist, ist auch sie im
Gerichte und somit im Tode desselben haftend, von dem sie sich aber dadurch,
daß sie durch ihren freien Willen nach den Gesetzen Gottes dem rein Geistigen
nachstrebt, befreien und ganz eins werden kann mit ihrem Geiste aus Gott,
wodurch sie sonach als selbsttätig und selbständig von ihrem alten Tode in das
freie, ewige Leben übergegangen ist.“ (5.GEJ 229,3)
Gott hat auf den
Weltkörpern des ganzen Weltalls Schul- und Einübungshäuser in der
Selbstverleugnung und Sichselbstüberwindung geschaffen, (2.GEJ 138,14) und
diese Erde ist Seine Hochschule. Der Mensch ist deshalb kein Produkt des
Zufalls, sondern eines höheren Zweckes wegen auf diese Erde gesetzt worden.
Solange der Mensch sich nur um sein materielles Leben kümmert, wird er diesem
Zwecke nicht gerecht. Wenn er aber dahinterkommt, daß sein Fleisch nicht sein
Ich ist, sondern in seinem Fleische noch ein innerer Mensch wohnt, der das Ich
des Menschen ist und der ganz andere Bedürfnisse als sein Leib hat und auch
für etwas höheres bestimmt ist, da erst fängt es an, licht in seiner Seele zu
werden. (4.GEJ 61,6-8) Damit aber das Licht nicht wieder verlöscht, so muß der
Mensch aber auch sogleich anfangen, Täter des Wortes Gottes zu werden. Da
möchte der im Herzen der Seele sitzende Geist, der aus Gott ist, die Seele zum
Geistigen ziehen, darf sie aber nicht zwingen. Da die Seele aus der Materie
stammt und anfangs noch nicht viel reiner als der Leib ist, so übt die Materie
auf die Seele immer noch eine natürliche Anziehungskraft aus.
Die Seele besitzt deshalb
in ihrem Fleischleib eine große Unterstützung zur Sünde oder Widerordnung.
Durch die Sünde vereint sie sich mit dem Fleisch und wird wieder materiell.
Für das Geistige aber hat die Seele keine andere Unterstützung als nur den
Glauben an das Wort Gottes (7.GEJ 155,5) oder an die Lehre des großen
Lebensmeisters, die sie erkennen lehrt, was sie zu tun und zu lassen hat. Jesus
sagt: „Nun merket aber etwas gar Wichtiges! – Erkenntnis und Liebe bestimmen
den ganzen Menschen zu irgendeiner guten oder auch schlechten Tätigkeit. Ist
das Erkennen ein geistiges und zu Gott hinlenkendes, so wird die Liebe auch zu
dem Geistigen und sonach zu Gott sich hinneigen und auch also tätig werden, und
diese Tätigkeit ist eine gute, und ihre Folgen sind der Segen aus den Himmeln
des Lebens. Wird aber ein Mensch schon von der Wiege an mit nichts anderem in
seinem Erkennen bereichert als mit solchem nur, was dem Leibe dient, so wird
auch seine Liebe ganz der Materie sich zuwenden und bald über Hals und Kopf
danach tätig werden, um sich desto mehr materielle Schätze zu sammeln und
durch sie dem Fleische desto mehr Annehmlichkeiten zu bereiten.
Bei dieser Gelegenheit geht
dann die Seele ganz in die Materie, als in den Gegenpol des freiesten
Gottesgeistes, über und bildet also mit dem Gegenpole, als vom selben gefangen,
eben auch den Gegenpol. Die notwendige Folge davon ist das Gericht in und durch
sich selbst, der Fluch vom Leben in den Tod und also gewisserart der ewige Tod
selbst. Und wer schuldet daran – als eben der Mensch selbst, der sich aus
seinem Erkennen, Lieben, Wollen und Tun selbst das angetan hat!“ (5.GEJ
229,4-5) (Es muß daher ein jeder Mensch) „von der frühesten Zeit an von
seinen Eltern und Lehrern streng angehalten werden, sich in allen möglichen
fleischlichen Leidenschaften selbst zu verleugnen, damit diese nicht die Herren
und Meister über seine Seele werden! Denn sind sie einmal der Seele über den
Kopf gewachsen, so hat diese dann einen schweren Stand, über alle die
Begehrungen und Reizungen ihres Fleisches zu gebieten, weil sie eben in ihrem
Fleische schwach und nachgiebig und hinfällig geworden ist.
Wird aber eine Seele schon
von Jugend an nach der Wahrheit des klaren Verstandes vernünftig also geleitet
und geübt, daß sie stets mehr Herr ihres Fleisches wird und demselben ja nicht
mehr gewährt, als was ihm von der Natur aus nach Meiner Ordnung gebührt, so
wird solch einer Seele auch von selbst verständlich alle Welt mit ihren
Schätzen und ihren andern Lustreizen gleichgültig, und die also nun rein im
Geiste starke Seele ist dadurch denn auch nicht nur Herr über ihres Leibes
Leidenschaften, sondern auch ein Herr über die gesamte Natur der Welt und somit
auch ein Herr über die gesamte Hölle und ihren Fürsten der Lüge und der
Finsternis.“ (8.GEJ 12,15-16) Die Erziehung der Kinder von klein auf hat
bereits einen bedeutenden Einfluß darauf, welche Richtung ein Mensch
einschlagen wird. Durch die starke Anziehungskraft, welche die materielle Welt
auf die Menschenseele ausübt, werden auch die Kinder zumeist nur so erzogen,
daß sie sich in ihrem Leben mehr dem Materiellen zuwenden.
Deshalb ist fast die ganze
Menschheit auf dieser Erde überwiegend auf das Weltliche mit seinen Reizen
ausgerichtet. Jesus sagt: „Merket euch das! Wo ihr mit Menschen reden werdet,
da forschet, ob sie nichts wissen von der Seele in sich und nichts vom ewigen
Leben derselben! Wenn sie mit den Achseln zu zucken anfangen und gewisserart nur
so mitleidig sagen: ,Ja, davon reden haben wir wohl schon zu öfteren Malen
gehört; daß aber daran blutwenig oder wohl am gewissesten keine wahre Silbe
hängt, das lehrt die tagtägliche Erfahrung, – was darüber ist, ist nichts
als eine hohle Schwärmerei von gewissen arbeitsscheuen Hungerleidern!‘, da
könnet ihr mit Sicherheit den Schluß ziehen, daß solcher Menschen Seelen von
ihrer Fleischmaterie schon so gut wie ganz aufgezehrt sind und sich samt und
sämtlich schon im Gerichte befinden.“ (5.GEJ 229,6)
Wer in diesem kurzen
Willensfreiheitsprobeleben mit zu viel Liebe diese Welt erfaßt und mit all
seinen Sinnen an ihr hängt, dessen Seele wird materiell, entfernt sich von Gott
und wird mehr und mehr geistig blind, finster und böse. Jesus sagt: „Alle
Menschen, die auf der Welt ein Wohlgefallen haben an dem, was ihrer Sinnlichkeit
behagt, sitzen als Seele bis über die Ohren und Augen in ihrem dicken Unflate
und sind darum geistig vollends taub und blind und mögen nicht mehr sehen und
hören und verstehen, was ihnen frommen möchte.“ (1.GEJ 207,5) Solche
Menschen befinden sich im Gericht und sind nur schwer wieder auf die rechte Bahn
des Lebens zu bringen. (10.GEJ 101,15-16) „Darin aber besteht das Gericht,“
sagt Jesus, „daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten
die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn wer Arges
tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht
aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht.“ (Joh.
3,19-21)
Den Menschen ist schon vom
Anfang ihres Bestehens an kundgetan worden, was sie zu tun und zu lassen haben,
aber sie fielen in die Sünde. Dann hat Gott den Menschen durch Weise und
Propheten immer wieder die Wahrheit verkünden lassen und schließlich kam das
Licht Selbst als ein Mensch in diese Welt und lehrte ihnen den Weg zum Leben.
Viele Menschen haben die Wahrheit auch begriffen und wer sie in die Tat
umsetzte, der kam auch zum Licht. Aber die meisten ließen sich trotz oft guter
Einsicht von den Reizen der Welt verlocken, wodurch sich das Licht in ihnen
verfinsterte. Jesus sagt: „Und siehe, wie es nun ist, also war es und wird es
auch in der Folge sein; denn ein jeder Mensch hat frei seine Liebe, seinen
Willen und seinen Verstand!
So (ein Mensch so weit
gekommen ist, daß) er mit dem Verstande auch die volle Wahrheit begreift, so
sieht er aber mit seinen begierlichen Augen dennoch auch die Welt mit ihren
vielen Reizen, von denen sich sein Herz nicht trennen kann und mag, weil sie
seinem Fleische sicher mehr zusagen als die geistigen (Reize), die sein
sinnliches Auge nicht schauen und sein Fleisch nicht fühlen kann. Dazu ist dem
Menschen auch die Trägheit (zum Geistigen) sehr eigen. Er macht sich wohl oft
einen guten Vorsatz um den andern; aber so er ihn zur vollen, tatsächlichen
Ausführung bringen sollte, dann fängt sein träges und genußgieriges Fleisch
an, sich dagegen zu sträuben, und zieht auch die Seele in den Schwerpunkt
seiner Trägheit und Sinnlichkeit hinab.
Was nützt nun der Seele
die Klarheit in den Dingen des Geistes, so sie sich nicht selbst verleugnen und
vollernstlich die Wege betreten will, auf denen sie zur vollen Einung mit Meinem
Geiste in ihr gelangen könnte?!“ (9.GEJ 181,5-6) Da haben so manche Menschen
eine gute Einsicht in den Dingen des Geistes und machen sich auch gute
Vorsätze, das Eingesehene in die Tat umzusetzen, aber die Reize, die von ihrem
Fleisch ausgehen, können sie nicht überwinden und selbst die Menschen, die
religiöse Lehrer und Hirten sein wollen, können sich dem materiellen Pol
zumeist nicht ganz entziehen. Da ist der Geist wohl oft willig, aber das Fleisch
ist schwach. Jesus sagt: „Obwohl aber der Leib der Seele zur Erreichung des
ewigen Lebens unumgänglich notwendig ist, so ist er aber leicht auch das
größte Unheil für die Seele; denn wenn sie sich von den notwendigen Reizungen
ihres Fleisches betören läßt, ihnen nachgibt und sich ganz in dieselben mit
aller ihrer Liebe und mit allem ihrem Denken und Wollen versenkt, so ist sie in
das Gericht ihres eigenen Fürsten der Lüge und Finsternis eingegangen, aus dem
sie höchst schwer zu erlösen sein wird.“ (8.GEJ 12,6)
Aber da fragen so manche
Menschen: „Warum umhüllt Gott denn der Menschen Seelen mit solch einem
Fleische, dessen Einfluß sie sich nur schwer entziehen können?“ Und Jesus
gibt uns darauf folgende Antwort: „Ich sage euch, daß Ich allein das wohl
sicher am allerbesten und klarsten einsehe, wie eine Seele zum Behufe ihres
kurzen, diesirdischen Probelebens in ein rechtes Gleichgewicht zwischen die Welt
der Materie und jene der reinen Geister zu stellen ist, damit eben dadurch die
volle Freiheit ihrer Liebe und ihres Willens bedungen wird. Daß für eine jede
Seele die Materie ein gewisses Übergewicht haben muß, das ist darum also
verordnet, auf daß die Seele dadurch genötigt wird, tätig gegen das kleine
Übergewicht der Materie zu werden, um so von der Freiheit ihres Willens den
rechten Gebrauch machen zu können; um aber das tun zu können, ist ihr die
Lehre zu allen Zeiten klar aus den Himmeln gegeben, welche die Seele in eine
vollkommene Freischwebe zwischen Geist und Materie stellt.
Wenn die Seele sich dann
nur einige Mühe geben will, sich tatsächlich ins Geistige zu erheben, da
bekommt das Geistige aber auch alsogleich ein mächtiges Übergewicht, und die
Seele erhebt sich mit großer Leichtigkeit über das Gewicht der Trägheit der
Materie ihres Fleisches und dringt in das Leben des Geistes in ihr.“ (9.GEJ
181,8-10) Nur der erste Anfang ist schwer, zu dem es eine große Gewalt braucht,
den Verlockungen des Fleisches zu widerstehen. Dann aber schreitet die Seele
leicht zur möglich höchsten Lebensvoll- endung fort, und kommen auf dem Weg
ihres Fortschreitens auch noch dann und wann Versuchungen vor, so kostet es sie
nur eine höchst geringe Mühe, ihnen zu widerstehen. Jesus sagt: „Aber wenn
eine Seele, so sie die reine Lehre erhalten hat und die Wahrheit auch wohl
begreift, sich denkt: ,Ah, nun weiß ich, was ich Rechtens zu meinem Heile zu
tun habe; aber bevor ich noch danach völlig tätig werde, will ich denn doch
auch von den Reizen und Süßigkeiten dieser Welt, weil sie mir geboten sind,
eine kurze Zeit nur genießen; denn da ich nun die Wege zur geistigen Vollendung
klar und genau kenne, so wird es ja nicht gerade auf die bestimmte Zeit
ankommen, wann ich sie dann vollernstlich betreten will, betrete ich sie, so
werde ich dann auch sicher vorwärts kommen!‘ –
siehe, Freund, da fängt
die Seele an, die Reize und Süßigkeiten der Welt zu verkosten und dann auch
bald in vollen Zügen zu genießen und verleiht dadurch der Materie ihres
Fleisches ein bedeutendes Übergewicht, das ihre klare Einsicht in die Dinge des
Geistes nur sehr schwer und oft auch gar nicht mehr zu überwinden imstande ist.
Weil sich aber eine solche Seele infolge ihres ersten Aberwitzes nach und nach
immer mehr und mehr in die Materie versenkt, so wird auch die ursprüngliche
rein geistige Erleuchtung stets matter und matter. Die Seele verfällt in
allerlei Zweifel und findet es in ihrer materiellen Trägheit gar nicht mehr so
recht der Mühe wert, sich aufzurichten und doch wenigstens auf eine kurze Zeit
von nur einigen Tagen oder Wochen einen ernsten, sich selbst verleugnenden
Versuch zu machen, um sich zu überzeugen, ob an der aus den Himmeln
geoffenbarten Lehre zur Gewinnung des inneren, wahren Lebens denn doch irgend
etwas sei.
Ja, Freund, wenn solch eine
durch ihren höchsteigenen Aberwitz einmal träge gewordene Seele dann auch
Menschen um sich sieht, die durch ihren anfänglichen Eifer sich zur inneren
Lebensvollendung emporgeschwungen haben, so macht das auf sie dennoch keine
erhebliche Wirkung und bestimmt sie nicht zur Selbsttätigkeit. Sie läßt sich
wohl, wenn sie gerade gut aufgelegt ist, von den geweckten Nebenmenschen die
Wunder des Geistigen im Menschen vorerzählen, und es wird in ihr auch dann und
wann der Wunsch rege, selbst das zu sein, was die Vollkommenen sind, – aber
gleich darauf wirken die schon genossenen und noch zu genießenden Reize dieser
Welt gleich so mächtig auf sie ein, daß sie ihnen nicht widerstehen kann, und
sie denkt dabei: ,Ja, was Schlechtes tue ich damit denn doch nicht, wenn ich
auch nicht sogleich mich völlig umkehre!
Dies und jenes will ich in
dieser Welt doch noch eher sehen und probieren, und es wird mir dann ja etwa
doch noch so viel Zeit übrigbleiben, in die Fußstapfen der Vollendeten zu
treten.‘ Und siehe, also denken, beschließen, simulieren und kalkulieren dann
noch mehr die Nachkommen solcher in sich lau und träge gewordenen Menschen,
werden im Geiste ganz finster und auch böse, so man sie an das nur erinnert,
was sie als Menschen zur Gewinnung der inneren Lebensvollendung tun sollen.“
(9.GEJ 182,1-4) So erbt sich das Übel unter den Menschen fort und dieses
Erbübel ist die alte Eigenliebe, wie sie schon unter den ersten Menschen und
unter den erstgeschaffenen, mit freiem Willen begabten Geistern hervorbrach und
sie zu Fall brachte. Die Eigenliebe und die Trägheit zum Geistigen ist nun den
Menschen in ihrem Fleische angeboren und dient ihnen zur Probe ihres freien
Willens. (7.GEJ 193,2)
Diese Eigenliebe ist der
Feind, der in den Acker des freien Willens das Unkraut der materiellen,
weltlichen und fleischlichen Begierden, Leidenschaften und Lüste unter den
guten Weizen streut. Die guten Weizenkörner aber sind das Wort Gottes, das der
Herr als Sämann in die mit freiem Willen ausgestattete Seele des Menschen
streut, damit sie vielfältige Frucht als die Werke der Liebe bringen. (4.GEJ
108,1-5) Jesus sagt: „Und so wächst und wuchert dann von einem Lebensalter
der Menschen zum andern das Unkraut der Nacht der Seelen infolge ihrer stets
wacher werdenden Weltgenußsucht und zunehmenden Trägheit derart, daß Mir dann
nichts anderes übrigbleibt, als solche Menschen mit allerlei Plagen und
Gerichten heimzusuchen, um ihnen das Nichtige und Arge ihrer Weltbestrebungen an
ihnen selbst fühlbar zu machen.“ (9.GEJ 182,5)
„Wer aus den Weltmenschen
dann seine Seele retten will, der muß sich eine große Gewalt antun und muß
sich in allen Weltdingen auf das möglichste zu verleugnen anfangen. Tut er
solches mit großem Fleiß und Eifer, so wird er sich retten und zum Leben
eingehen; tut er es aber nicht, so kann ihm auch auf keinem andern Wege geholfen
werden, außer durch große Leiden von seiten der Welt her, auf daß er lerne
verachten die Welt und ihre Herrlichkeiten, sich zu Gott kehre und so anfange,
Seinen Geist in sich zu suchen und sich mehr und mehr zu einen mit Ihm.
Ich sage es dir: Der Welt
Glückseligkeit ist der Seele Tod!“ (2.GEJ 132,13) Wenn sich die Menschen in
die Lustreize der Welt verrennen und verstricken, und meinen, diese Genüsse
seien ihnen von Gott gegeben, damit sie in diesem oftmals elenden Weltleben auch
eine Freude haben sollen und vom eigentlichen Erdenlebenszweck, warum sie in
diese Welt gesetzt worden sind, und wer sie in diese Welt gesetzt hat, gar
nichts mehr wissen und wissen wollen, da müssen die Menschen durch allerlei Not
und Elend so weit gebracht werden, daß sie sich fragen und sagen: „Warum
mußten wir denn in diese elende Welt kommen, und warum müssen wir uns denn so
plagen und martern lassen bis in die völlige Verzweifelung und in den sicheren
Tod?“ (9.GEJ 23,3)
Und Jesus gibt darauf die
Antwort: „Es ist wohl wahr, daß des Menschen Leben von der Geburt an bis zum
Abfalle des Leibes von gar vielen Drangsalen und Leiden aller Art behaftet ist;
aber so er nach der erkannten Ordnung Gottes lebt und dadurch in sich schon auf
dieser Erde das lebenshelle Bewußtsein überkommt, was ihn im andern, wahren
Leben erwartet, so wird er alle die oft noch so bitteren Prüfungen, die alle
nur zur Erweckung des Geistes Gottes in seiner Seele ihm zugesandt werden, mit
aller Geduld und Stand- haftigkeit ertragen und dabei vollauf frohen Mutes sein.“
(9.GEJ 119,19) „Wenn du nun das wohl überdenkst, so wird es dir wohl klar
sein, warum Ich über Menschen, in deren Herzen noch nicht jeder
Himmelslebensfunke völlig erloschen ist, allerlei Übel zulasse.“ (9.GEJ
29,11)
„Sind sie durch allerlei
bitterste Erfahrungen dahin gebracht worden, daß sie selbst einen wahren Ekel
vor der Welt und ihren nichtigen Lustreizen zu bekommen anfangen, dann erst ist
es wieder, so wie nun, an der Zeit, ihnen durch neue Offenbarungen aus den
Himmeln die Wege zum Lichte des Lebens zu zeigen, auf denen dann viele mit allem
Eifer wandeln werden; aber noch um vieles mehrere zu tief in die Nacht des
Gerichtes und Todes der Welt Versunkene werden dennoch bleiben und alle
verfolgen, die sie zum Leben des Geistes werden erwecken wollen, auf so lange
hin, bis die über sie zugelassenen Gerichte sie von der Erde, wie die Stürme
die Spreu, hinwegfegen werden.“ (9.GEJ 182,6)
„Freilich bei ganz
verdorbenen und lebensverschlagenen Menschen, die keiner Mahnung von Mir aus
mehr wert sind, bleiben derlei sie bessernde Zulassungen denn auch unterm Wege;
denn sie fruchten nicht mehr und zeihen die Argen, daß sie noch ärger werden.
Diese Art Menschen aber verzehren ihr Materieleben auch hier; nach diesem Leben
aber erwartet sie ihr eigenes Gericht, das da ist der andere und ewige Tod.
Über den Ich noch allerlei Leiden und Trübsal zulasse, dem helfe Ich denn auch
zur rechten Zeit; den Ich aber sein irdisch stolzes und schwelgerisches
Wohlleben unbeirrt fortgenießen lasse, der trägt sein Gericht und seinen
ewigen Tod schon in sich und sonach auch allenthalben mit sich. Und somit weißt
du nun denn auch, warum so mancher Weltgroße und Weltreiche ungestraft bis zu
seines Leibes Tode hin fortsündigen und fortgreueln kann.“ (9.GEJ
29,12-13)
Die Menschen, bei denen
selbst die von Gott zugelassenen Übel nichts mehr zu ihrer Besserung nützen,
weshalb sie dann auch ausbleiben, die gleichen einem bis in sein Zentrum
verfaulten Baumstamm, den man nimmerdar zum Leben erwecken kann, auch wenn er
täglich noch so oft begossen würde. Ebenso gleichen sie auch den Schweinen,
denen die Perlen des Wortes Gottes nicht mehr vorgeworfen werden sollen. Jesus
sagt: „Siehe, solche allerpurste Materialisten sind allzeit die allerlauesten
Geistesmenschen! Ja sie sind ebenso träge wie die Materie selbst, an der sie
hängen – weshalb sie sich auch nicht über die tote Natur ihrer und jeder
anderen Materie erheben können. Da aber die Materie für sie etwas Festes und
allein Begreifliches ist, so geht auch ihr Geist ganz in diese über,
überläßt sich ganz der Materie und denkt, solange in ihm noch ein Lebensfunke
glühet, ganz aus derselben.
Und es ist ihm darum alles
Geistige nichts anderes als eine allerbarste Torheit. Aber wenn solcher Menschen
Materie also verzehret hat ihren Geist, wie ein brennender Docht das Öl in der
Lampe (bei welcher Gelegenheit dann die matte Flamme erlischt) – da wird
ebenalso auch für alle ewige Zeiten der Zeiten ihr Geist erlöschen. Denn
siehe, das sind eben diejenigen Menschenlarven, welche weder kalt noch warm,
sondern lau sind – das heißt, sie sind weder böse noch gut, sondern tot wie
die Materie selbst. Daher werden sie auch ausgespien aus Meinem Munde – oder
mit anderen Worten: sie hören nach diesem Leben für ewig auf zu sein.
Denn einer belebenden
Züchtigung sind sie ebensowenig fähig wie ein toter Stein. Daher sie auch
unverwesbar sind.“ (2.Hi. Seite 97,3-4+6) Von Gott aus ist jedem Menschen
dieser Welt ein bestimmtes Maß im Guten wie auch im Bösen gestellt. Hat ein
Mensch im Guten dieses Maß völlig erreicht, so hören alle Versuchungen auf.
Alle Versuchungen sind solange an ihn herangetreten, bis sie keine mehr waren,
denn da hat er die Welt in sich überwunden. Dieser Mensch geht dann in eine
höhere Lebensvollendungsstufe über. Jesus sagt: „Hat aber der Böse ebenso
auch sein böses Maß voll gemacht, so hören dann auch weitere Mahnungen auf,
und er sinkt von da an denn auch stets tiefer und tiefer in die dickere Nacht
und in das härtere Gericht seines schon toten Lebens und Seins und wird von Mir
aus weiter nicht mehr angesehen als ein Stein, in dem kein Leben, sondern nur
das Gericht und das ewige Muß Meines Willens, den die Alten den ,Zorn Gottes‘
nannten, ersichtlich ist.
Wie lange aber ein Stein
von großer Härte brauchen wird, bis er nur zu einem noch lange hin
unfruchtbaren Erdreich erweicht wird, das ist eine Frage, die auch kein noch so
vollkommener Engel, im höchsten Himmelslichte stehend, beantworten kann; denn
darum weiß allein der Vater, der in Mir ist, wie auch Ich in Ihm.“ (9.GEJ
30,3-4) Wenn es aber so weit kommt, daß sich der größte Teil der Menschheit
im Zustand des geistigen Todes und Gerichtes befindet, indem die Seelen mit
ihrem Fleische eins geworden und in den geistigen Tod übergegangen sind, da
bleibt dann Gott nichts anderes übrig, solche Menschen von der Erde zu
entfernen, damit die Erde wieder ihren von Gott bestimmten Zweck erfüllen kann,
ein Schulhaus für Gotteskinder zu sein. Jesus sagt: „(Aber da) klagt man Gott
an und sagt: ‚Wie konnte Gott eine alles Leben erstickende Sündflut über den
Erdboden kommen lassen und wie vernichten die Sodomiter und Gomorrhiten!?‘ O
nichts leichter als das!
Denn wozu belebte und
gezierte Fleischklumpen auf dem Boden einer Erde noch länger herumwühlen
lassen, deren Seelen sich so weit von der alten Ordnung Gottes entfernt haben,
daß in ihnen aber auch die letzte Spur sogar des Bewußtseins ihrer selbst vor
lauter Sorge ums Fleisch entflohen ist!? Kann es noch eine dickere Inkarnation (Einfleischung
oder Verfleischlichung) der Menschenseele geben als eine, in der die Seele nicht
nur von dem göttlichen Geiste in ihr jeder Ahnung bar geworden ist, sondern
sich am Ende selbst auch derart verliert, daß sie ihr eigenes Dasein im
vollsten Ernste zu leugnen anfängt und nicht mehr zu der Überzeugung zu
bringen ist, daß sie ist!? Ja, wenn bei der Menschheit der Welt einmal der
Zustand eintritt, da hat dann auch der Mensch vollends aufgehört, ein Mensch zu
sein; er ist dann nur mehr ein instinktartig vernünftiges Tier und ist
vorderhand für jede weitere Bildung der Seele und des Geistes total
unfähig.
Darum muß solch ein
Fleisch getötet werden und verfaulen samt der zu intensiv inkarnierten (mit dem
Fleisch verwachsenen) Seele, auf daß vielleicht nach vielen Jahrtausenden eine
aller Inkarnation (Materie) ledig gewordene Seele wieder den Weg ihrer
Selbstbildung und Selbständigwerdung, entweder noch auf dieser Erde oder auf
einer andern, betreten kann. Daß es aber nun schon wieder gar häufig Menschen
gibt, die von ihrer eigenen Seele vor lauter großen Sorgen um der Welt und
ihres Fleisches willen nichts mehr wissen, das könnet ihr zum Teil an euch
selbst, zum Teil an den Sadduzäern und zum größten Teile an allen Menschen
ersehen; denn da weiß keiner mehr Bescheid zu geben, wer und was die Seele
ist!
Man spricht sie wohl aus
und sagt: ‚Bei meiner Seele‘, und ‚in meiner Seele‘; fragt man aber dann
jemanden und sagt: ‚Freund, wer und was ist denn etwa doch die Seele?‘, da
steht dann der Befragte sofort gleich einem Ochsen am Berge und weiß nicht, wo
aus und wo ein! Wenn aber einmal eine Seele sich selbst nicht mehr kennt und am
Ende sogar ganz vergißt, daß, was und wie sie ist, dann hört sich alles auf!
Und Gott bleibt da nichts übrig, als das alte
Menschenleiber-Vertilgungsmanöver von neuem über den Erdboden ergehen zu
lassen, bald in größerem und bald in kleinerem Maße, je nach dem Sachverhalte
der Menschen, inwieweit diese von ihrem Geiste und ihrer Seele noch etwas oder
gar nichts mehr wissen.“ (3.GEJ 11,1-5)
Die Seelen der Menschen,
die von ihrem Geiste und ihrer Seele gar nichts mehr wissen und auch jeden
Aufschluß über Seele und Geist ablehnen, sind sehr stark mit ihrem Fleisch
verbunden. Ihre ganze Aufmerksamkeit, ihr ganzes Interesse und damit ihre ganze
Liebe haben sie auf die Welt und auf ihr eigenes Fleisch gerichtet. Sie wollen
so viel wie möglich die Schätze dieser Welt gewinnen, um ihrem Fleischleib
große Bequemlichkeiten und alle erdenklichen Genüsse bereiten zu können. „Aber
was ist von dem die arge Folge?“ fragt Jesus und sagt dazu: „Die Seele,
statt sich aus den Banden der Materie auf dem Wege der von Gott ihr angeratenen
rechten Tätigkeit loszumachen und am Ende sogar ihr Materielles (ihren Leib) zu
vergeistigen und wahrhaft zu beleben, begibt sich nur stets tiefer und tiefer in
den Tod ihrer Materie.“ (7.GEJ 193,4)
Da geht dann die Seele
durch ihre weltlichen und sinnlichen Gelüste ins Fleischliche über und vereint
sich so sehr mit ihrem Fleische, daß sie in ihm das Bewußtsein ihres geistigen
Ichs verliert. Wer also nur noch das Bewußtsein seines Fleisches hat und sich
nur mit seinem Fleischleib identifiziert, wer also gefühlsmäßig nicht mehr
unterscheiden kann zwischen seinem an sich toten Fleisch und seiner allein
lebendigen Seele, der hat das Bewußtsein seiner Seele und seines Geistes
verloren. In diesem Falle ist dann die Seele mit ihrem Bewußtsein in das
Fleisch übergegangen, besitzt dann wohl noch ihr Naturleben, ist aber geistig
völlig tot. Sie fühlt dann in sich den Tod, hat eine große Angst vor ihm und
es kommt ihr wie eine völlige Unmöglichkeit vor, so sie an ein Weiterleben
nach dem Leibestode glauben soll. (7.GEJ 58,4)
Jesus sagt: „Wenn die
Seele sich stets mehr und mehr in ihr Fleisch hineinlebt, so daß sie am Ende
selbst völlig zu Fleisch wird, dann befällt sie auch das Gefühl der
Vernichtung, was eine Eigenschaft des Fleisches ist; und dieses Gefühl ist dann
die Furcht, die den Menschen zu allen Dingen am Ende völlig unfähig und
kraftlos macht! Ganz anders aber verhält es sich mit einem Menschen, dessen
Seele durch eine rechte Richtung sich schon von frühester Jugend an in ihren
Geist hineingelebt hat! Da sieht die Seele ewig keine mögliche Vernichtung vor
sich! Ihr Gefühl ist gleich der Beschaffenheit ihres ewig unvernichtbaren
Geistes; sie kann keinen Tod mehr sehen und fühlen, da sie eins ist mit ihrem
ewig lebenden Geiste, der ein Herr ist über alle die sichtbare Naturwelt. Und
die leicht begreifliche Folge für den noch im Fleische lebenden Menschen ist,
daß ihm jede Furcht ferne ist.“ (2.GEJ 132,9-10)
„Wer daher noch
irgendeine große Furcht vor dem Tode des Leibes hat, dessen Seele steht noch in
einem starken Verbande mit dem Fleische und in einem äußerst schwachen mit dem
Geiste; denn eine große Liebe zum Leben auf dieser Welt ist ein sicheres
Kennzeichen, daß die Seele sich noch sehr wenig bekümmert hat um das ewige
Leben ihres Geistes in ihr.“ (2.GEJ 226,2) Eine solche Seele hat sich dann
einen großen Schaden zugefügt, der erkenntlich ist an folgenden seelischen
Beschränktheiten: allerlei Blindheit und Dummheit (in den Dingen des Geistes),
Unverstand und schwache Fassungskraft (des Geistigen), Furcht, Mutlosigkeit,
Traurigkeit, Angst, Verdruß, Zorn, Wut und am Ende gar die Verzweiflung selbst.
Das sind die „Dornen“ und „Disteln“, die das „Erdreich“, das heißt
die verkümmerten Intelligenzfähigkeiten der Seele, in ihr selbst hervorwachsen
lassen. (2.GEJ 225,6-7)
„Menschen“, sagt Jesus,
„die sehr am irdischen Leben hängen, und bei denen alle ihre Sorge auf
dasselbe gerichtet ist, haben schon während ihres kurzen Erdlebens sehr viel zu
leiden, werden oft seelisch und bald darauf sicher auch fleischlich krank und
sehr elend, und vor dem Scheiden aus dem Leibe haben sie stets mit oft
unerträglichen Schmerzen zu kämpfen und scheiden in einem höchsten, alles
betäubenden Schmerze aus dem Leibe, der gar oft nach der Löse vom Leibe einen
langwährenden Nachhall findet, besonders bei jenen Seelen, denen es auf der
Welt in ihren Leibern so recht wohl und behaglich erging.“ (2.GEJ 226,5) „Da
werden die Leiden das Feuer sein, durch das des Menschen Lebensgold von gar
manchen Schlacken gereinigt wird; denn etwas geistig Unreines kann in den Himmel
nicht eingehen, was soviel gesagt haben will als: Der reine Geist aus Gott kann
sich nicht eher völlig einen mit der Seele, als bis diese alles der Materie und
ihrem Gerichte Angehörige völlig aus sich für immer verbannt hat. – Wer
demnach eines seligen Leibestodes von dieser Welt scheiden will, der muß auch
das wohl berücksichtigen!“ (2.GEJ 82,10)
„Denn so du mäßig bist
im Essen und Trinken, da wirst du auch verschont bleiben von innerem Wehe; und
so du nicht zu sehr den Werken des Fleisches obliegst, da wirst du nie erfahren,
was da ist ein Schmerz in den Gliedern!“ (3.HG 72,11) Jede Sorge um etwas
Weltliches ist ein materielles Band, durch das sich eine Seele, welche mit der
alten adamitischen Narbe behaftet ist, mit der Materie verbindet. Diese Narbe,
die Adam sich selbst, und da sie vererbbar ist, auch allen in sein Fleisch
eingezeugten Seelen geschlagen hat, ist die Eigenliebe. Diese Eigenliebe zeigt
sich in der Liebe zur Welt und zum eigenen Fleisch. Je mehr die Menschen die
Welt und ihr Fleisch lieben, um so mehr lieben sie sich selbst. Von Gott aus ist
den Menschen das Ziel gesetzt, nicht die Welt und das eigene Fleisch, sondern
Ihn über alles zu lieben und den Nächsten wie sich selbst.
Dadurch können sie von der
Narbe der Eigenliebe geheilt werden. (2.GEJ 226,1-3) Niemand aber kann Gott
über alles lieben, der nicht Seine Gebote hält. Jesus sagt: „Gott über
alles aus allen Lebenskräften lieben aber ist nicht so leicht, wie du es dir
vorstellst! Dazu gehört vor allem ein nach den (zehn) Mosaischen Gesetzen
vollkommen reiner Lebenswandel. Wo dieser durch allerlei unordentliche
Lebensfehler (Sünden) zerstört wurde, da litten notwendig alle die zum Leben
erforderlichen Kräfte, die dadurch vermaterialisiert und somit wie völlig
totgemacht wurden. Ein auf solche Weise lebensverkrüppelter Mensch kann dann
Gott unmöglich aus allen seinen ordentlichen Lebenskräften über alles lieben,
weil solche oft schon mehr denn zu zwei Drittel tot sind.“ (5.GEJ
83,4-5)
Welches sind nun die
Lebensfehler, die eine Seele begehen kann? – Paulus nennt sie die Werke des
Fleisches und zählt eine ganze Reihe auf. (Gal. 5,19-21) Auch Jesus zählt sie
auf und nennt: „Tanz, Hurerei, Groll, Schelten, Fluchen, Rauben, Stehlen,
Lügen, Stolz, Hochmut, Prahlerei, Ehrabschneidung, Neid, Geiz, Hoffahrt, Fraß,
Völlerei, Spott und Hohn gegen alles Mich betreffende, Pracht, Mode, Luxus und
dergleichen (mehr).“ (1.Hi. Seite 275,13) Wer solches tut, der liebt die Welt
und sein Fleisch. Jesus sagt: „Der (Fleisch-) Leib aber ist, weil aus lauter
in tiefem Gerichte noch seienden Teilen bestehend und darum des Todes fähig,
bei und für jeden Menschen die Hölle im engsten Sinne; die Materie aller
Welten aber ist die Hölle im weitesten Sinne, in die der Mensch durch seinen
Leib gegeben ist. Wer nun viel für seinen Leib sorgt, der sorgt offenbar auch
für seine höchst eigene Hölle und nährt und mästet sein Gericht und seinen
Tod zu seinem höchst eigenen Untergange.
Der Leib muß zwar eine
gewisse Nahrung bekommen, damit er stets fähig ist, der Seele für die hohen
Lebenszwecke die entsprechenden Dienste zu leisten; aber wer da zu ängstlich
sorgt für den Leib und nahezu Tag und Nacht hadert und arbeitet und handelt,
der sorgt offenbar für seine Hölle und für seinen Tod. Wenn der Leib die
Seele reizt, sich für seine sinnliche Befriedigung in alle Tätigkeit zu
werfen, so rührt das stets von den vielen unlauteren Natur- oder gerichteten
Materiegeistern her, die so ganz eigentlich das Wesen des Leibes ausmachen. Gibt
die Seele den Anforderungen des Leibes zuviel Gehör und tut danach, so tritt
sie mit ihnen in Verbindung und steigt auf diese Weise in ihre höchst eigene
Hölle und in ihren höchst eigenen Tod.
Und tut die Seele solches,
so begeht sie eine Sünde wider die Ordnung Gottes in ihr. Verharrt die Seele
darin mit Liebe und köstlichem Behagen, so ist sie ebenso unrein wie ihres
Leibes unreinste und gerichtete Geister, bleibt dadurch in der Sünde, somit in
der Hölle und im Tode. Wenn sie auf der Welt auch gleich ihrem Leibe nach
fortlebt, so ist sie aber dennoch so gut wie tot, fühlt auch den Tod in sich
und hat eine große Furcht vor ihm. Denn die Seele kann in solcher ihrer Sünde
und Hölle tun, was sie nur immer will, so kann sie dennoch kein Leben finden,
obschon sie dasselbe liebt über alle Maßen.“ (2.GEJ 210,8-12) Wer Sünde
tut, der ist der Sünde Knecht. Ein Knecht aber ist kein Freier, sondern muß
gehorchen. So muß auch der Sünder als Knecht der Sünde stets den Lüsten und
Leidenschaften seines Fleisches gehorchen. Der Knecht aber bleibt nicht ewig im
Hause, sondern nur der Sohn. –
Der Knecht ist der Sünder,
das Haus ist das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit und der Sohn ist die
Wahrheit. Der Sünder befindet sich nicht im Reich Gottes und seiner
Gerechtigkeit. Wen dann aber Jesus als der wahre Sohn des Reiches Gottes frei
macht, der ist dann auch wahrhaft und recht frei. (6.GEJ 199,4) Wie kommt es nun
zu einer Sünde? - Zu einer Sünde kommt es, so jemand seine Sinne dorthin
wendet, wo dem Fleische und der Welt Rechnung getragen wird, dann „in sich
einen Trieb gewahrt und ersieht den Vorteil dessen, hascht dann nach dem Triebe
und ergreift ihn mit seiner Begierde, verkehrt ihn dann in sein Eigenes und
handelt dann, sich selbst nützen wollend.“ (1.HG 179,11) Es ist eine große
Versuchung für den Menschen, wenn er alles haben kann, was sein Herz
begehrt.
Deswegen sagt Jesus: „Hütet
euch vor den Gütern und Schätzen dieser Welt; denn in ihnen ruht der arge
Geist der Versuchung zu allen Sünden!“ (9.GEJ 210,2) „Der Reichtum und das
Wohlleben aber ist der Welt und des Satans! Wer nach diesem trachtet, was der
Welt ist, und es liebt, der hat sich vom Scheitel bis zur Zehe dem Satan
einverleibt!“ (2.GS 84,12) Die Menschen entlocken der Erde stets mehr und mehr
die glänzendsten Schätze, um damit ihrem Fleische die größtmögliche
Wohlfahrt, Behaglichkeit und Wollust zu verschaffen. (8.GEJ 12,8) Da nimmt ein
Mensch z.B. in sich den Trieb wahr, etwas essen zu wollen. Weil er reich ist und
sich alle möglichen Leckerbissen leisten kann, so ißt er schließlich nur noch
die leckersten Speisen und verachtet die einfache, natürliche Kost. Weil das
Essen aber seinem Gaumen eine Lust verschafft, so ißt er zudem auch noch mehr,
als es zur Erhaltung seines Leibes nötig wäre.
Jesus sagt: „Du sündigst
auch mit dem Gaumen und mit der Zunge, wenn du die zu große Lüsternheit nach
den teuersten Leckerbissen nicht bezähmst; denn warum soll dein Gaumen mit den
kostbarsten Dingen prasserisch gekitzelt werden, wo neben dir viele Arme vor
Hunger und Durst verschmachten?! So es dich hungert und dürstet, so sättige
dich mit einer einfachen und frischbereiteten Kost; aber wenn du Fraß und
Völlerei treibst, da sündigst du offenbar wider alle Ordnung Gottes.“ (4.GEJ
177,5) „Das Schwelgen und Prassen macht die Seele sinnlich und materiell; sie
wird überladen, und der Leib kann nicht allen Unflat der Seele aufnehmen, und
die Folge ist, daß der Unflat in der Seele bleibt, sie drückt und ängstigt,
daß sie dann alle Mittel und Wege in Anspruch nimmt, den zu sehr angehäuften
Unflat aus sich zu schaffen. Die Wege sind dann allerlei Unzucht, Hurerei,
Ehebruch und der Art mehr.
Weil aber derlei der Seele
einen gewissen Lustreiz gewährt, so wird sie darauf stets lüsterner und
lüsterner und verlegt sich endlich noch mehr aufs Schwelgen und Prassen, wird
endlich ganz sinnlich und in geistigen Lebensdingen vollends finster, daher
hart, gefühllos und am Ende böse, stolz und hochmütig.“ (1.GEJ 207,2-3)
Weil alle Materie Lüge und Trug ist und in ihr der Tod zu Hause ist, so ist
auch die materielle, fleischliche Liebe nichts als Lüge und Trug und wer diese
mit köstlichem Behagen genießt, der befindet sich im Tode. Dasselbe gilt vom
Streben nach den materiellen Schätzen dieser Welt und vom genießerischen Essen
und Trinken und der Völlerei. Der Prophet Hesekiel sah im Geiste eine große
Ebene, die voller Totengebeine war.
Da sah er, wie auf den
Gebeinen Fleisch wuchs und sich Haut darüber spannte. Da hauchte der Geist die
Gebeine an und es kam Geist in sie und sie wurden wieder lebendig. (Hes. 37) –
Was bedeutet dieses Bild? – Dieses Bild stellt den Kampf gegen die Materie
oder gegen den Tod dar. Wer gegen seine fleischlichen Begierden und Gelüste
kämpft, das oftmals schwere Kreuz des Verzichts auf seine Schultern nimmt und
Jesus nachfolgt, der fängt an, sich aus dem Grabe seines geistigen Todes zu
erheben und steht auf zum ewigen Leben. Nun ist jemand, der wohl nach den Dingen
dieser Welt strebt und die Genüsse des Fleisches liebt, aber dabei auch die
Nächstenliebe tätigt und auch an Gott Interesse hat, nicht vollständig
geistig tot, sondern er befindet sich auf einer Stufe zwischen den beiden Polen
des Daseins.
Wer aber im weltlichen
Streben und in den fleischlichen Genüssen sein Hauptinteresse hat und den
anderen Menschen nur Beachtung entgegenbringt, wenn er sie für seine
eigensüchtigen Zwecke gebrauchen kann, der ist geistig vollständig tot. Bei
solchen Menschen braucht es viel an Leid und Zeit, bis sie erweckt werden und
auferstehen können von den Toten zum ewigen Leben. (In der Fleischeslust aber)
„liegt eigentlich das Hauptübel für alle Menschen mehr oder weniger
begraben,“ sagt Jesus. „Aus dieser Lust entspringen nahe alle leiblichen
Krankheiten und gar alle Übel der Seele schon ganz sicher und vollends gewiß.
Jede Sünde legt der Mensch leichter ab als diese; denn die anderen haben bloß
nur äußere Motive, diese Sünde aber hat das Motiv in sich selbst und im
sündigen Fleische.
Daher sollet ihr eure Augen
abwenden von den reizenden Gefahren des Fleisches auf so lange, bis ihr Meister
über euer Fleisch geworden seid... Ist das Fleisch einmal brüchig geworden,
dann hat die Seele keine feste Unterlage mehr, und ihre Vollendung geht schlecht
vonstatten. Welche Arbeit ist es für eine schwache Seele, ein brüchiges
Fleisch wieder zu heilen und ganz und narblos zu machen!“ (4.GEJ 80,2-3+6-7)
Ist das Fleisch brüchig, so ist es süchtig geworden auf die Fleischeslust. Das
Fleisch gleicht einer festen Unterlage oder einem Gefäß für die Seele. Ist
aber das Gefäß brüchig geworden und hat Risse und Löcher bekommen, so kann
das Lebenswasser oder die seelische Lebenskraft nicht in ihm gehalten werden und
fließt wieder heraus. Das heißt, daß durch das Ausleben des
Geschlechtstriebes die seelenverwandten Lebenssäfte aus der Nahrung, aus denen
sich die seelische Lebenskraft bildet, und welche die Seele zu ihrer
Vervollkommnung benötigt, vergeudet werden. (4.GEJ 230, 2-3)
Auch die Seele gleicht
einem Gefäß. Sie ist das Gefäß oder der Leib des Geistes. Die Seele ist zwar
kein Fleisch, aber wenn sie sich durch die Sünde mit dem Fleisch vereint, so
ist auch sie gleich dem Fleische brüchig und löcherig geworden. Dann kann sie
das sie belebende Wasser oder die Liebe des Geistes nicht halten und der Mensch
kann nicht zur Wiedergeburt gelangen. (4.GEJ 220,3) Diese Risse und Löcher im
Gefäß des Fleisches und der Seele aber ist die Narbe Adams, die Eigenliebe
oder die Sünde. Aber so die Seele es recht will, kann sie sich von solch einer
bösen Narbe völlig heilen. (2.GEJ 226,3) Jesus sagt: „Also wird jeglicher
Sünder, wenn er zeitig genug seine Torheit erkannt hat und zu Mir dann voll
Reue und Liebe zurückkehrt, wie ein von Geburt aus Gerechter sein, so er
dadurch alles unrechtmäßig Geraubte vor Mir wieder niederlegt und sich dann
demütigst wieder zu Mir kehrt. Wahrlich Ich sage euch, es werden ihm alle
Sünden nachgelassen werden, so ihre Zahl auch gleich wäre der des Sandes im
Meere! Es soll ihm nichts genommen werden, und er soll groß werden nach der
Größe seiner Reue und Demut und Liebe.“ (1.HG 179,23)
Den Menschen ist in den
vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden immer wieder gesagt worden, was vor
Gott eine Sünde ist und daß sie sich ihr nicht hingeben sollen. Es ist ihnen
auch gesagt worden, daß sie sich im Verzicht auf die weltlichen Wünsche und
Genüsse üben sollen, aber sie wußten zumeist nie so recht warum. Und weil sie
den tieferen Grund nicht kannten, so haben sie in der heutigen Zeit die Lehre
von der Selbstverleugnung mehr und mehr verworfen und genießen die Welt in
vollen Zügen. Aber nun hat Sich Jesus den Menschen neu geoffenbart und ihnen
erklärt, was die Welt und die Materie ist und warum sie sich von der Welt
abwenden sollen, damit sie nicht mehr fragen brauchen: „Warum sollen wir denn
die schöne Welt und ihre Schätze nicht lieben und nach ihrem Vollbesitze aus
all unsern Kräften trachten, ist sie doch von Gott erschaffen, was soll’s
denn mit dem widrigen Gebote?!“ –
Und Jesus gibt darauf zur
Antwort: „So Ich euch aber nun die Wesenheit der Welt und ihrer Materie
entschleiere, so denket, daß Ich aus Meiner großen Liebe euch dadurch für
eure völlige Wiedergeburt eines großen Kampfes überheben will. Denn werdet
ihr erst die Materie tiefer und tiefer erkennen, so wird euch auch ihr schnöder
Wert desto klarer in die Augen springen. Und ihr werdet sehen, daß im Tode
nicht gut wohnen ist. – Amen. Ich, euer liebevollster Jesus! Amen.“ (1.Hi.
Seite 68,2-3)
Quellenverzeichnis
GEJ Das große Evangelium Johannes, Jakob Lorber, 10 Bände, 1981
HG Die Haushaltung Gottes, Jakob Lorber, 3 Bände, 1981
GS Die geistige Sonne, Jakob Lorber, 2 Bände, 1955
Hi. Himmelsgaben, Jakob Lorber, 3 Bände Lorber Verlag, 74308 Bietigheim/Württ.
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