Die Entwicklung und Stellung der Erde
 
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 Inhaltsverzeichnis 

1. Die Erde – der geistige Mittelpunkt des Universums 
2. Das bejahende und verneinende Kämmerlein im Herzen 
3. Die Hülsengloben – die Atome des großen Schöpfungsmenschen 
4. Warum Gott in Jesus auf der Erde Mensch wurde 
5. Die Entsprechung der Erde 
6. Die Erde im materiellen Schöpfungsmenschen 
7. Die Erde im großen Lichtmenschen 
8. Der Ursprung der Erde 
9. Die Erde – ein tierischer Organismus 
10. Die inneren Organe der Erde 
11. Der Nordpol – der Mund der Erde 
12. Die Polarnacht zur Winterszeit 
13. Der Südpol – der Hauptentleerungskanal der Erde 
14. Die Bewegung der Erde im Schöpfungsraum 
15. Die Niere der Erde 
16. Die Gestaltung der Erdoberfläche 
17. Das erste Leben auf der Erde – Wasserpflanzen und -tiere 
18. Die erste Erdvorbildungsperiode 
19. Die Zwischenperioden 
20 Die zweite Erdvorbildungsperiode 
21. Die dritte Erdvorbildungsperiode 
22. Die vierte Erdvorbildungsperiode 
23. Die fünfte Erdvorbildungsperiode 
24. Die Vormenschen 
25. Zufällige Entwicklung oder Erschaffung? 
26. Die Entstehung des Lebens 
27. Die sechste Erdvorbildungsperiode 
28. Die Erde – die Pflanzschule für die Gotteskindschaft 

 

1. Die Erde – der geistige Mittelpunkt des Universums 

Auf dem Bild sehen wir vom Weltraum aus, wie die Sonne über dem Horizont der Erde aufgeht. Für die Menschen des Altertums und des Mittelalters war die Erde der Mittelpunkt des Universums. Das war für sie gar nicht anders denkbar, denn erstens sieht das ja auch scheinbar so aus, als würden sich Sonne, Mond und Sterne um die Erde drehen, und zweitens glaubte der Mensch, die Krone der Schöpfung zu sein. - Mußte sich da nicht die Erde im Mittelpunkt befinden? Erst Kopernikus wagte es, an dieser scheinbar fest- stehenden Tatsache zu rütteln. Er rückte die Erde aus dem Mittelpunkt. Aber welch eine Ketzerei war das für die Kirche! 

Denn da schien für sie nach den Wurzeln der Religion gegriffen zu werden und der Mensch seinen Anspruch, die Krone der Schöpfung zu sein, zu verlieren. So war dann die Erde zur Zeit Jakob Lorbers nur ein kleiner, abgelegener Weltkörper im Kosmos - und die Neu- offenbarung verkleinerte sie noch mehr, sie machte sie - materiell gesehen - zu einem winzigen Staubkorn im Universum, was erst 80 Jahre später, durch die Entdeckung der Galaxien und der ungeheuren Weiten des Universums bestätigt wurde, wenn auch nicht voll umfassend. Aber geistig gesehen stellte die Neuoffenbarung die Erde und den Menschen auf ihr wieder in den Mittelpunkt. Denn der Vater hat sich gerade diese Erde erwählt, um Sich auf ihrem Boden Kinder heranzuziehen, und durch Seine Menschwerdung alle Himmel neu zu schaffen. 

 

2. Das bejahende und verneinende Kämmerlein im Herzen 

Warum aber erwählte Er Sich gerade dieses Staubkörnchen Erde? - Der Grund liegt in der weisen, inneren Einrichtung des Menschen und in der Entsprechung zwischen dem Mikrokosmos Mensch und dem Makrokosmos großer Schöpfungsmensch. „Es befinden sich im Herzen (eines jeden Menschen) zwei überaus kleine Kämmerlein, die den beiden großen Blutkammern entsprechen“, sagt Jesus im großen Evangelium. „Für eure Augen würden diese beiden Kämmerlein wohl kaum als kleinste Pünktlein sichtbar sein. 

So klein aber auch diese Pünktlein sind, so bedingen sie durch ihre Einrichtung doch ganz allein das Leben des Herzens und durch dasselbe das Leben des ganzen Leibes und aller seiner zahllos vielen Teile und Organe. Das eine erste und somit allerwichtigste Kämmerlein entspricht dem, was des Geistes und somit des eigentlichen Lebens ist, und wir wollen es das bejahende und somit wahre nennen. Das zweite, gewisserart minder wichtige, obschon zum natürlichen Leben des Leibes auch unumgänglich notwendige aber wollen wir das der Materie entsprechende, also auch das verneinende nennen. 

Dieses hat für sich kein Leben, sondern ist nur ein Aufnahmegefäß fürs Leben, welches es mit jedem erneuten Herzschlage aus dem bejahenden Kämmerlein wie von neuem aufnimmt und dann dem ganzen Leibe durch das Blut mitteilt.“ (8.GEJ 56,5-6) (Das bejahende Kämmerlein ist ein) „überaus kleiner Lebensnerv, der sich gerade nicht im Zentrum des Herzens, sondern mehr auf der linken Seite desselben befindet. Im Zentrum des Herzens befindet sich zwar auch ein sehr großer Nervenkomplex, (in dem sich das verneinende Kämmerlein befindet); aber es ist darin nicht der Hauptlebenssitz, sondern es ist das nur eine Werkstätte zur Aufnahme und Bewahrung des Lebensnährstoffes (des Lebensäthers) aus dem Blute und aus der (eingeatmeten) Luft. 

Von da aus nimmt ihn erst der Hauptlebensnerv auf und befruchtet oder segnet ihn erst als eine zum Leben taugliche Substanz.“ (5.GEJ 114,4-5) Wir sehen auf dieser Zeichnung ein Schnittbild des Herzens mit der linken und rechten großen Blutkammer. Ungefähr in der Mitte sitzt ein großer Nervenkomplex, der Aschoff-Tawara- oder Vorhofknoten mit dem His-Bündel. In diesem Nervenkomplex dürfte sich, seiner Kleinheit wegen bisher unentdeckt, das verneinende Kämmerlein befinden. Das bejahende Kämmerlein, das auf der linken Seite in der Rückwand des Herzens seinen Sitz hat, ist ebenfalls überaus klein und bisher noch nicht entdeckt worden. 

 

3. Die Hülsengloben – die Atome des großen Schöpfungsmenschen 

„Wie aber diese Einrichtung getroffen ist im menschlichen Leibe wie auch in den warmblütigen Tieren“, sagt Jesus, „ebenalso ist die Einrichtung auch im größten Weltenschöpfungsraume getroffen: Alle die zahllos vielen Hülsengloben stellen in ihrer Gesamtheit einen ungeheuren, für eure Begriffe endlos großen Menschen dar.“ (5.GEJ 114,4) Mit diesem Bild können wir uns vorstellen, wie eine Hülsenglobe ungefähr aussieht. In ihr befindet sich unser ganzes sichtbares Universum. „Denket euch“, sagt Jesus, „daß eben diese Hülsenglobe, in der sich diese Erde mit dem Monde, der Sonne und allen zahllos vielen andern Sonnen und Erdkörpern befindet, zur Einrichtung des Herzens im großen Schöpfungsmenschen gehört, und daß eben diese Sonne mit ihren Planeten, von denen sie umbahnt wird, das bejahende Lebenskämmerlein darstellt und in diesem Lebenskämmerlein eben diese Erde entsprechend den eigentlichen geistigen Grundlebensstoff bedingt und ausmacht.“ (8.GEJ 57,2) 

(Und die Menschen dieser Erde) „werden die Austräger des Urgrundlebens in alle Unend- lichkeit und Ewigkeit im Geiste aus Mir verbleiben und eben darum Meine wahren Kinder sein.“ (8.GEJ 57,6) „Es ist zwar nicht gesagt, daß gerade diese Erde, auf der wir nun sind, den eigentlichen Hauptbejahungspunkt darstellen müßte. Das könnte auch eine andere zu dieser Sonne gehörige Erde sein, und es war auch schon eine andere dazu bestimmt; (nämlich der geborstene Planet „Mallona“) aber ihre Bewohner haben sich noch um vieles unwürdiger benommen als nun die Bewohner dieser Erde, und so ward jene Erde verworfen und verwüstet samt ihren Bewohnern. Da aber nun diese Erde seit den Zeiten Adams dazu erkoren ward und auf ihrem Boden Ich nun das Leibmenschliche angenommen habe, so wird sie als das auch verbleiben bis ans Ende der Zeiten der gerichteten Geister in aller Materie.“ (8.GEJ 57,5-6) 

 

4. Warum Gott in Jesus auf der Erde Mensch wurde 

„Das bejahende Lebenskämmerlein im Herzen“, sagt Jesus im großen Evangelium, „ist - was die Leibesteile betrifft - sicher auch das unansehnlichste Partikelchen des ganzen Leibes, ist finster und wird nie von den Strahlen der Sonne erleuchtet und wird selbst von den Menschen, denen es doch das Leben schafft und gibt, gar nicht erkannt und geachtet.“ (8.GEJ 57,10) „Und doch muß ein jeder Mensch, der sich selbst und Gott wahrhaft erkennen will, in dies sein allerunansehnlichstes Herzlebenskämmerlein auf dem Wege der äußersten Demut und Fügsamkeit eingehen und das aus demselben empfangene Leben geistig wieder zurückgeben! Wenn ein Mensch das tut, so erweitert er das Lebenskämmerlein und erleuchtet es durch und durch. 

Ist aber das geschehen, so wird dann das ganze Herz und vom Herzen aus der ganze Mensch erleuchtet und erkennt sich selbst und dadurch auch Gott, weil er da erst gewahren und erschauen kann, wie das Leben in diesem Kämmerlein aus Gott einfließt, sich da sammelt und zu einem freien, selbständigen Leben ausbildet. In diesem Kämmerlein wohnt sonach der eigentliche Geist aus Gott, und so die Seele des Menschen in dies Kämmerlein durch die rechte Demut und Fügsamkeit, wie die Liebe des rechten Menschen zur ewigen, unerschaffenen Liebe Gottes eingeht, so einigt sich dadurch die Seele mit dem ewigen Geiste aus Gott und dieser mit der geschaffenen Seele, und das ist dann eben die Wiedergeburt der Seele im Geiste aus Gott. Wie aber ein rechter Mensch das tun muß, um in sich zur vollen Herrlichkeit des Lebens einzugehen, also habe es nun auch Ich Selbst euch allen zum wahren Muster und zu einem wahrsten Wegweiser im großen Schöpfungsmenschen getan und bin darum auf diese Erde, weil sie nach Meiner ewigen Ordnung eben dem bejahenden Herzenskämmerlein entspricht, gekommen, um so zu Meiner eigenen und dadurch auch zu eurer größten Herrlichkeit einzugehen in alle Gewalt im Himmel und auf allen Erden.“ (8.GEJ 57,11-13) 

„Ich bin von Ewigkeit der Grund alles Lebens und alles Seins und bin somit auch die urbejahende Lebenskammer im ewigen Lebensherzen der Unendlichkeit. So Ich denn nach Meiner Liebe, Weisheit und Ordnung in Mir Selbst beschlossen habe, das Leiblich- Menschliche anzuziehen, so konnte Ich der ewigen Ordnung gemäß in dem großen Schöpfungsmenschen ja das auch nur auf dem Punkte realisieren, der Meinem Urwesen, wenn auch aus Mir geschaffen, völlig entspricht.“ (8.GEJ 57,3-4) Da haben wir den Grund, warum unser himmlischer Vater gerade diese Erde als den geistigen Mittelpunkt erwählte, auf ihr als Mensch lebte und sie zur Schule für Seine Kinder machte. Darum muß auch von dieser Erde ausgehend der ganze große Schöpfungsmensch, der in allen seinen Teilen tot ist, wieder belebt werden. Auf dem Bild sehen wir vom Weltraum aus auf das Land, in dem Jesus lebte und wirkte. - Oben ist der See Genezareth zu sehen, darunter der Jordan und das Tote Meer. Links das Mittelmeer und unten noch der nördliche Teil der Halbinsel Sinai. 

 

5. Die Entsprechung der Erde 

„Es ist der Lebensnerv an der linken Herzseite ein gar höchst unansehnliches, überaus kleines Wärzchen“, sagt Jesus, „ähnlich einem kleinsten Gefühlswärzchen am untersten Ballen des kleinen Zehens am linken und eines korrespondierenden am rechten Fuße. Diese Gefühlswärzchen, nur durch die Oberhaut gedeckt, sind die Hauptgefühlsleiter der Füße.“ (5.GEJ 114,6) „Das Wärzchen unter der kleinen Zehe am linken Fuße entspricht demnach dem innersten positiven Wärzchen im Rückenteile des Herzens im Menschen und das am rechten Fuße dem negativen, und es hängt von der Gesundheit, dem Fortbestande dieser gegenseitigen Entsprechung die ganze Bewegung der Füße ab. Wer an diesen beiden allerunbeachtetsten Extremitäten durch was immer einen Schaden erlitten hat, der wird bald krumm werden und sich schlecht fortbewegen können. 

Es wird dadurch nicht die volle Bewegungslosigkeit eintreten, weil das vorbenannte Wärzchen auch auf den Vorderballen der anderen Zehen, so auch an den Hinterballen, wovon die Zehen die Ausläufer sind, wie danach an der ganzen Fußsohle und an der Ferse seine Endausläufer hat. Aber dessen ungeachtet würde der Mensch bei Verlust einer der beiden kleinen Zehen, besonders am linken Fuße, im Gehen eine ganz gewaltige Lähmung gewahr werden.“ (3.Hi. Seite 404) „Diese Erde aber entsprach ursprünglich schon (d.h. vor dem Fall Luzifers) dem demütigst letzten Teile am Leibe des Menschen, nämlich dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zehens am linken Fuße - zwar nicht der Örtlichkeit, sondern, wie gesagt, der demütigen geistigen Bedeutung nach -, und nun ist sie die Trägerin Meiner eigentlichen Kinder, die sich nach Meinem ihnen geoffenbarten Willen selbst aus ihrem freien Willen zu richten und zu erziehen haben. 

Es besteht aber selbst in der physischen Hinsicht zwischen dem Hauptlebenswärzchen im Herzen und dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Linkfußzehens eine Verbindung und Entsprechung, und so kann man besonders in der demütig geistigen Beziehung sagen, daß diese Erde zuvor auch bei dem großen Schöpfungsmenschen dem obbezeichneten Zehenhautnervenwärzchen entsprach und daher nun auch das Hauptlebenswärzchen im Herzen des großen Schöpfungsmenschen ist und auch bleiben wird, geistig durch die auf ihr gewordenen Kinder Meiner Liebe und Weisheit.“ (8.GEJ 76,5-6) Hier sehen wir die Erde von großen Wolkenmassen eingehüllt. Das Land, das zwischen den Wolken hervorschaut, ist der südliche Teil von Nordamerika mit der kalifornischen Halbinsel und Mexiko. 

 

6. Die Erde im materiellen Schöpfungsmenschen 

In der Schrift „Die Zwölf Stunden“ zeigt uns der himmlische Vater den großen Schöpfungsmenschen, wie wir ihn ganz ähnlich auf diesem Bild gezeichnet sehen und sagt: „Da ganz zuunterst sehet hin, da ihr früher den linken Fuß der ganzen Figur gesehen habt, und da zwar am äußersten Ballen des kleinen Zehens. Dieses Kügelchen ist diejenige Hülsenglobe, innerhalb welcher sich auch eure Erde befindet.“ (ZS Seite 53) Hiernach befindet sich also die Erde im linken kleinen Zehen des großen Schöpfungs- menschen. Wir hörten aber schon, wie Jesus im großen Evangelium sagte, daß sich diese Hülsenglobe, in der sich diese Erde mit dem Monde, der Sonne und allen zahllos vielen anderen Sonnen und Erdkörpern befindet, zur Einrichtung des Herzens im großen Schöpfungsmenschen gehört. - 

Wo befindet sich nun die Erde? Im linken kleinen Zehen oder im Herzen des großen Schöpfungsmenschen? Dieser Widerspruch, der aber in Wirklichkeit nur ein scheinbarer Widerspruch ist, war auch dem Grazer Apotheker Leopold Cantily aufgefallen, der zum engeren Freundeskreis Jakob Lorbers zählte. Wenige Monate vor dem Heimgang Lorbers stellte er diesbezüglich eine Frage, worauf ihm der himmlische Vater folgende Antwort gab: „Für einen rechten Denker, der zwischen dem, was materiell und was geistig ist, einen rechten Unterschied zu machen verstünde, wäre zwar die Sache für sich selbst begreiflich. 

Allein, wer da den Unterschied noch nicht aus der vollen Tiefe heraus zu begreifen imstande ist, dem muß das freilich als wenigstens ein scheinbarer Widerspruch vorkommen. Im ‘Mittelpunkt der Erde’ (in den ‘Zwölf Stunden’) ist hauptsächlich nur von der materiellen Erde die Rede... Im ‘Johannes’ ist pur nur von der geistigen Erde die Rede, und somit kommen denn auch in bezug auf den großen Weltenmenschen zwei sich scheinbar widersprechende Lebenserläuterungen vor.“ (3.Hi. Seite 403) In der Unterscheidung zwischen materieller und geistiger Schöpfung löst sich der Widerspruch auf. Im gefallenen, materiellen Schöpfungsmenschen befindet sich die Erde am äußersten Ballen des linken kleinen Zehens. 

 

7. Die Erde im großen Lichtmenschen 

Im erlösten Schöpfungsmenschen dagegen, wie wir ihn auf diesem Bild gezeichnet sehen, hat die Erde ihren Platz im Herzen, was wir aus der folgenden Rede Jesu an Robert Blum entnehmen können, nachdem Er ihm den großen Lichtmenschen zeigte: „Der große Lichtmensch stellt die neue Schöpfung dar, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Hier befindet sich die Erde nicht mehr in der kleinsten Fußzehe wie bei der ersten, materiellen Schöpfung, sondern im Zentrum des Herzens dieser neuen Schöpfung. Das mächtige Licht aus der Gegend des Herzens entstammt der neuen Erde, die ein ewiges Wohnhaus Meiner Liebe und aller Meiner Kinder bleiben wird.“ (2.HH 303,2) 

 

8. Der Ursprung der Erde 

„Es hat mit dieser Erde eine höchst eigentümliche Bewandtnis“, sagt Jesus im „großen Evangelium“. „Sie gehört zwar nun als Planet zu dieser Sonne; „aber sie ist, streng genommen, nicht so wie alle die anderen Planeten aus dieser Sonne, mit Ausnahme des einen zwischen Mars und Jupiter, der aber aus gewissen bösen Gründen durch seine Bewohner zerstört wurde, sondern hat ihre Entstehung ursprünglich schon aus der Urzentralsonne.“ (4.GEJ 106,8) „Denn auch aus den Urzentralsonnen werden Erden- bildungskometen mit einer um so größeren Gewalt (als das aus den Planetarsonnen der Fall ist) in den unermeßlichen Raum hinausgeschleudert, kommen dann den kleinen Planetarsonnen in die Nähe und werden von denselben angezogen, erhalten, als eigene Kinder gepflegt und zu ordentlichen Erdkörpern großgezogen.“ (6.GEJ 233,13) 

„In einer gewissen Hinsicht (ist die Erde) ums für euch Undenkliche der Zeit nach älter denn diese Sonne. Doch hat sie erst körperlich zu werden angefangen, nachdem diese Sonne schon lange als ein ausgebildeter Weltenklumpen den erstmaligen Umlauf um ihre Zentralsonne begonnen hatte, und hat aber dann ihr eigentlich Materiell-Körperliches dennoch hauptsächlich aus dieser Sonne an sich gezogen.“ (4.GEJ 106,8) Hier sehen wir auf der Erdkugel im Norden Afrika und die arabische Halbinsel. Etwa in der Mitte des Bildes schaut Südafrika aus den Wolken hervor, rechts davon die Insel Madagaskar. Ganz im Süden ist noch die eisbedeckte Antarktis unter der Wolkendecke zu erkennen. 

 

9. Die Erde – ein tierischer Organismus 

Jesus sagt: „Es ist nicht hinreichend, daß eine Welt nur als ein übergroßer Klumpen von Steinen, Erde und Wasser im großen Ätherraume sich befindet. Denn ein solcher Klumpen wäre völlig tot, und es könnte auf ihm nichts wachsen und leben. Eine Welt aber, die Lebende tragen und ernähren soll, muß zuvor selbst lebend werden. Dazu aber gehört, daß sie zuvor unter allerlei Einflüssen und Prozessen innerlich gleich einem großen Tiere organisch völlig ausgebildet wird. Es hat zwar jeder werdende Weltkörper, gleich wie ein Embryo im Mutterleibe, schon alle Anlagen zu einer vollkommenen tierisch-organischen Lebensform, aber sie liegen im Anfange der Bildung wie chaotisch untereinandergemengt. Erst nach und nach ordnen sie sich und werden dann zu einem organisch lebenden Ganzen.“ (8.GEJ 73,8-9) Wenn auch der Erdkörper einem tierischen Organismus gleicht, so hat er aber doch keine Seele wie ein Tier und somit auch kein eigenes Bewußtsein. 

Aber funktionieren muß ein jeder Weltkörper in entsprechender Weise wie ein lebender tierischer Organismus. Wie ein Tier- oder auch Menschenkörper aus drei Hauptteilen besteht, aus der Haut, dem Gerippe mit der muskulösen Fleischmasse und den Organen, so besteht auch der Erdkörper aus drei Hauptteilen, aus der äußeren Rinde, dann innerhalb der Rinde dem festeren Teil, der dem Gerippe und dem Muskelfleisch entspricht und im Innersten dem eigentlich lebendigen Teil, den Organen, von denen wir anschließend noch einige betrachten wollen. (EME 5) Im Prinzip bestätigt das auch die Wissenschaft, denn nach ihr besteht die Erde auch aus drei Teilen, nämlich aus Kern, Mantel und Kruste, wobei der Kern noch in innerer und äußerer Kern und der Mantel in unterer und oberer Mantel unterteilt wird, wie wir das auf dem Bild sehen. Sie stellten fest, daß die Hauptteile des Erdinneren nicht sanft ineinander übergehen, sondern daß es harte Grenzlinien gibt. (Sp. 16/92 Seite 222) 

 

10. Die inneren Organe der Erde 

„Diese Erde, wie auch ein jeder andere Weltkörper, hat ein tierisch-organisches Leben“, sagt Jesus, „und äußert somit auch alle die natürlichen Verrichtungen und Erscheinungen des organisch-tierischen Lebens. Sie muß erstens ernährt werden, und das so wie etwa ein großes Tier. Weil sie aber ein tierisches Leben hat, so muß sie auch eine Art Herz, Lunge, Milz, Leber, Nieren, Magen und - kurz - in Entsprechung alle jene Eingeweide haben, die auch einem vollkommenen Tiere zum Leben notwendig sind.“ (8.GEJ 96,5) „Das unterirdische Gewässer ist gleichsam das Blut der Erde, das da seinen Umlauf hat durch die weiten Kanäle der Erde, und bewirkt zumeist nach des Herrn Ordnung die stets gleiche Bewegung der Erde und somit deren inneres organisches Leben.“ (3.HG 342.3) 

Das Erdherz wird durch ein Feuer belebt, das dem geistigen Auge als ein zahlloses Geisterheer erscheinen würde, das durch Gottes Willen gehalten und zur zweckmäßigen Tätigkeit angetrieben wird. Das sind die Urgrundgeister, gebannt zur tätigen Belebung der sie umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich selbst höher und höher aufsteigen, und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommene, freie Leben übergehen können. Die Geister oder das Feuer durchzuckt mit unglaublicher Schnelligkeit auch andere bestimmte Organe der Erde, wodurch Reaktionen bewirkt werden, die zur Erhaltung des Erdkörpers erforderlich sind. (EME 4) Durch den Puls- oder Triebstoß des Erdherzens, welches sich 6 Stunden ausdehnt und anschließend 6 Stunden wieder zusammenzieht, werden die verschiedenartigsten Erhaltungssäfte des Erdinneren in alle Teile des Erdkörpers getrieben. 

Flut und Ebbe, sowie die Ausdehnungen und Wiederzusammenschrumpfungen der äußeren Erdrinde haben da ihren Ursprung, denn dieses Herz der Erde treibt zugleich auch die Lunge an. In der geistigen Sonne wird den dortigen Schülern das Innere der Erde anhand eines aufgeschnittenen Modells wie folgt beschrieben: „In dieser kleinen Erde sehet ihr mehr gegen den Nordpol zu noch eine etwas längliche, hier freilich mittengeteilte Kugel. Diese ist in ihrem Innern voll Geäder und Kanäle. Gerade unter dem Äquator seht ihr einen großen, hohlen Raum, der hier scheinbarermaßen mit einer feuerähnlichen Masse durchwebt ist. Von dieser Feuermasse sehet ihr in zahllosen Organen das Feuer nach dem Äußeren der Erde hinaussteigen, und von dieser inneren Feuerhöhlung sehet ihr auch besonders gegen den Südpol hin mehrere große gewundene Röhren, durch welche ihr eine Menge brennender Dämpfe durchströmend erschauet, welche durch das Einströmen des Wassers von der Oberfläche der Erde in diesen Feuerraum fortwährend gebildet werden.“ (2.GS 70,3) 

Die Geologen haben in den letzten Jahren mit empfindlichsten Geräten exakte Messungen mit natürlichen und künstlichen Erdbebenwellen durchgeführt. Dabei haben sie festgestellt, daß verschieden dichte Materie im Erdkern ungleichmäßig verteilt ist, wie wir das auf dem Bild am Schnitt durch die Erde sehen können. (BW 10/89 Seite 36-42) Auch weist der Kern keine exakte Kugelgestalt auf, wie das noch bis vor kurzem angenommen wurde, sondern Berge und Täler mit Höhen und Tiefen von 10 km. Diese sind aber nicht starr, sondern verändern sich ständig. Das bedeutet, daß der Kern wie ein flüssiges Herz pulsiert. (PM 12/91 Seite 32-41) 

 

11. Der Nordpol – der Mund der Erde 

In dem Band „Erde und Mond“ erklärt uns der himmlische Vater, daß die Erde, als gewisserart ein organischer, großartiger Tierkörper, Nahrung zu sich nehmen und atmen muß, um fortbestehen zu können. Aber zum Atmen und um Nahrung zu sich zu nehmen, werden - wie bei jedem Tier, oder wie selbst bei jeder Pflanze, entweder ein Mund oder auch mehrere Freß- oder Saugrüssel erforderlich. Der Nordpol ist der Hauptnährmund des Erdkörpers und der Südpol der Hauptentleerungskanal. Vom trichterförmigen Mund geht dann ein Schlund in ziemlich gerader Richtung bis zum Magen fort, der sich gleich unter dem Herzen, so ziemlich in der Mitte der Erde befindet. Von diesem Magen laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus, sowie auch der schraubenartig gewundene Hauptent- leerungskanal, der dann im Südpol mündet. 

Das Futter besteht hauptsächlich aus den aus der Sonne ausgebrochenen Geistern. (NS 73,2-4) Es kommt von der Sonne als Sonnenwind, den der magnetische Erdmund mit großer Kraft anzieht und in den Magen leitet, wo es verdaut und in die zahllosen Nährkanäle abgeleitet wird. (EME 7) „Der positive Nordpol ist der Empfänger“, sagt der himmlische Vater, „weil er die gesamte Nahrung für den Erdkörper in sich aufnimmt.“ (EME 14) Durch denselben Hauptmund am Nordpol, durch den die Erde die Nahrung einnimmt, zieht sie auch den Atem ein. Auf halbem Wege führt von der Hauptmündung eine Seitenmündung in die große Lunge, welche sich, wie beim Tiere beliebig öffnen und schließen kann. Wenn die Erde die Luft in sich zieht, da dehnt sich die weichere Bauchgegend der Erde, die gewöhnlich vom Meere bedeckt ist, mehr aus, und das über ihr befindliche Meerwasser steigt auf den festen Ufern höher. 

Stößt die Lunge den Atem wieder aus, dann sinkt der Bauch wieder tiefer herab, und das Meerwasser tritt von den festeren Ufern ebenfalls wieder zurück. Von je 6 zu 6 Stunden wird einmal ein- und einmal ausgeatmet. Zwischen Ein- und Ausatmung nimmt die Erde Nahrung zu sich, und die Lunge zerlegt chemisch in dieser Zeit die eingesogene Luft und zerteilt den Lebensstoff. (EME 8) Mit empfindlichen Geräten ist das Heben und Senken der Erdoberfläche im Rhytmus von Ebbe und Flut festgestellt worden. Städte, Staaten und ganze Kontinente erheben sich sanft, was für die Erdbewohner unbemerkbar ist. So liegt z.B. Moskau während der Flut einen halben Meter höher als während der Ebbe. (DW 3/87) Die Wissenschaftler nehmen nun an, daß die Gezeiten durch die Anziehung von Mond und Sonne verursacht werden. Der Mond mit seiner Anziehungskraft übt ja auch, wie sie das richtigerweise erkannt haben, einen Einfluß auf die Erde aus. 

Aber das macht, wie wir das aus dem Buch „Der Saturn“ erfahren, nur etwa 2½ cm aus, was gegenüber der gesamten Höhe der Flut unbedeutend ist. (Sa. 13,3) weil aber der Rhythmus von Ebbe und Flut, - zwei Fluten und zwei Ebben in 24 Stunden und 50 Minuten - mit der Stellung des Mondes übereinstimmt, können die Wissenschaftler nicht erkennen, daß die Hauptursache von Ebbe und Flut eine andere ist. In dem Buch „Naturzeugnisse“ sagt der himmlische Vater: „So euch jemand sagt: der Mond sei die Ursache der Ebbe und Flut, so fraget ihr (ihn), wie denn der Mond, wenn er sich gerade auf der entgegen- gesetzten Seite (der Erde) befindet, vermöge seiner Anziehung auf der ihm schnurgerade abgewandten Erdhälfte eine Flut zu bewirken vermag?“ - 

Oder, wem könnte wohl einfallen, so er in einer Badewanne läge, zu behaupten, daß das Wasser deswegen steige und falle, weil mehrere Klafter über ihm ein Apfel an einer Schnur aufgehängt ist, welchem ein mutwilliger Knabe eine Schwingung beigebracht hatte. Oder sollte dieser nicht lieber auf seinen eigenen Bauch sehen, woselbst ihm dann klar werden müßte, daß nicht der Apfel, sondern nur sein Bauch das Fallen und Steigen des Wassers bewirkt.“ (Nz. Seite 138) Auf dem Bild sehen wir das Nordpolargebiet, das von dem Satelliten Landsat 5 fotografiert worden ist. Von den Kontinenten Nordamerika, Asien und Europa, sowie von Grönland und anderen Inseln, wird das Arktische Mittelmeer begrenzt, das um den Nordpol herum von einem im Winter geschlossenen, durchschnittlich 3 m dicken Pack- und Treibeisfeld bedeckt ist, unter dem sich das Meer erstreckt. 

Es hat sich nun herausgestellt, daß der trichterförmige Mund sich nicht an der Oberfläche des Eises befindet, an der er Luft einatmen könnte, sondern auf dem Meeresgrund. Denn die Amerikaner sind mit Atom-U-Booten unter dem Eis des Nordpols hindurchgefahren und haben dabei den Meeresboden vermessen, der am Nordpol 4223 m und an seiner tiefsten Stelle 5450 m erreicht. Unter der Eisdecke ist der Meeresboden in etwa trichterförmig vertieft. Ein Schlund wurde nicht entdeckt. Dafür aber stellten sie elektromagnetische Stürme - eine Art spiraligen Sog - fest. (WSWN Seite 36) Leider fehlt den Wissenschaftlern das Wissen um den tierischen Erdorganismus. Deshalb können sie auch nicht die funktionelle Bedeutung des Entdeckten wahrheitsgemäß erklären und auch nicht gezielt weiterforschen. Wir können nun annehmen, daß die Erde entweder wie ein Fisch Wasser einatmet, falls ein materieller Schlund vorhanden ist, oder aber reinen Äther magnetisch einsaugt, denn „das Wasser ist dasselbe, was die Luft ist, aber nur in einem mehr gebundenen Zustande“, sagt Raphael im „großen Evangelium“. (7.GEJ 72,2) Und der Äther ist ebenfalls dasselbe wie die atmosphärische Luft, nur in einem ungebundeneren Zustand. (7.GEJ 72,4) 

 

12. Die Polarnacht zur Winterszeit 

Auf dem Bild sehen wir die Erde, die von einem Satelliten 1968 zur Wetter-erkennung aufgenommen wurde. In der Mitte, wo eigentlich der Nordpol zu sehen sein sollte, befindet sich eine große, schwarze Kreisfläche, die wie ein riesiges, schwarzes Loch aussieht. Als dieses Foto veröffentlicht wurde, war das für die Hohlwelttheoretiker der Beweis, daß die Erde hohl sei und große runde Öffnungen an den Polen habe. Sie glauben, daß auf der Innenfläche der von ihnen angenommenen Erdhohlkugel Tiere und Menschen leben. Eigentlich sollte man meinen, daß die Hohlwelttheoretiker mit der Weltraumfahrt ausgestorben sein sollten, aber dem ist nicht so, denn sie haben durch dieses Foto wieder Aufwind bekommen. Als Lorberfreund könnte man auf den Gedanken kommen, daß diese schwarze Kreisfläche der trichterförmige Krater sei, wie er in den Büchern „Erde und Mond“ und „Naturzeugnisse“ beschrieben worden ist. 

Und es gibt auch welche, die das meinen. Aber es ist weder das eine noch das andere der Fall. Eigentlich kann man schon an der Regelmäßigkeit des Kreises erkennen, daß dies kein natürlicher Krater ist. - Aber was ist dann diese schwarze Kreisfläche? Wer über die schiefe Lage der Erdachse zur Ebene der Ekliptik Bescheid weiß und was sie alles bewirkt, der kann sich schon denken, was diese schwarze Kreisfläche ist. Das Foto besteht aus vielen Einzelbildern, die der Satellit innerhalb von 24 Stunden aufgenommen hat. 

Die Einzelbilder wurden von einem Computer aufgearbeitet und zu einem Bild zusammengefügt. Während der 24 Stunden erhielt jeder Punkt der Erde einmal Sonnenlicht, so daß er fotografiert werden konnte. Nur die Gegend des Pols konnte nicht aufgenommen werden, weil sie in ständiger Dunkelheit lag, denn die Fotos wurden am 23. November belichtet. Und zu dieser Jahreszeit ist in einer kreisförmigen Fläche um den Pol herum, die sich in ihrem Durchmesser von Tag zu Tag verändert, ständig Nacht. Die schwarze Kreisfläche ist also weder ein Loch im Erdkörper, noch ein Krater, sondern die Polarnacht zur Winterszeit. 

 

13. Der Südpol – der Hauptentleerungskanal der Erde 

Wir sehen hier das Falschfarbenbild des Südpolargebietes, das von einem Satelliten aufgenommen worden ist. Auch hier sehen wir wieder die kreisrunde Fläche der Polarnacht, die natürlich auf Bildern, die zu verschiedenen Jahreszeiten aufgenommen wurden, einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen. Der Südpol ist des Erdkörpers Hauptent- leerungskanal. Mit großer Gewalt treibt ein negativer Strom die unverdaulichen Überreste durch den schraubenartig gewundenen Entleerungskanal aus. 

Diese sehr luftig aussehenden Exkremente stoßen in der gewundenen Richtung des Entleerungskanals hinaus auf den freien Äther und bewerkstelligen die Rotation der Erde, wie eine Rakete, die um ein Rad gewunden ist, das Rad in Bewegung setzt. (EME 7) Sechs um den Hauptentleerungskanal gelegenen Nebenentleerungskanälen entströmt ein Ätherstrom, der sich an dem aus der Sonne kommenden stößt, wodurch eine immerwährende Regulierung des Umlaufes der Erde um die Sonne geschieht. (Nz. Seite 124) Die Erde dreht sich also nicht von selbst, sondern sie braucht einen Antrieb, der aber nur gering zu sein braucht, weil der Äther des Alls, an dem sich die Erde bei ihrer Rotation reibt, ihr nur einen geringen Widerstand bietet. Ebenso muß die Geschwindigkeit der Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne ständig unterstützt und damit reguliert werden, ansonsten sie schon längst von der Sonne angezogen und verschlungen worden wäre. 

Beim Überfliegen ihres Forschungsterritoriums am Südpol entdeckten die Russen eisfreie Löcher im kilometerdicken Eis, aus denen heiße Gase strömen. (WSWN Seite 36) Das hat vermutlich einen Zusammenhang mit der Erklärung des Südpols in der Neuoffenbarung. Mit der aus dem Meer herausragenden Landmasse des Südpolargebietes und der trichter- förmigen Vertiefung des Nordpolargebietes hat die Erde eine leicht birnenförmige Gestalt, die aber vom Weltraum aus betrachtet mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. 

 

14. Die Bewegung der Erde im Schöpfungsraum 

Die Bewegung der Erde, einmal um sich selbst und dann um die Sonne ist notwendig. Denn wie der Mensch Bewegung braucht und tätig sein muß, um gesund zu bleiben und wie auch ein jedes Gewässer ständig in Bewegung sein muß, ansonsten es mit der Zeit in Fäulnis übergeht und stirbt, so muß auch die Erde, sowie jeder Weltkörper eine Bewegung haben, um fortbestehen zu können. Raphael sagt dazu im „großen Evangelium“: „Würden die Weltkörper in dem endlos großen Schöpfungs- und somit Ätherraume auf irgendeinem Punkte ohne alle Bewegung weder nach vor - noch nach rückwärts, also in voller Ruhe stehenbleiben, so würden sie bald wie ein toter Leichnam verkümmern, vermodern und sich ganz auflösen und in den ruhigen Äther übergehen. 

Darum aber hat schon der Schöpfer mit seiner Weisheit und Macht dafür wohl gesorgt, daß alle die zahllos vielen Weltkörper sich in einer steten und sehr vielfachen Bewegung im großen Ätherraume befinden, denselben fort und fort im hohen Grade beunruhigen und somit zur tätigen Erwachung nötigen.“ (8.GEJ 143,10) „Dieses luftnaturgeistige Feuer (bzw. diesen beunruhigten und erwachten Äther) wollen wir das sonst schlummernde, aber durch gewisse Umstände leicht wachzurufende, in die wirkende Erscheinlichkeit tretende und den alten Ägyptern, Phöniziern und Griechen wohlbekannte Elektron oder elektrisches Feuer nennen. 

Dieses Feuer ist das eigentliche Lebenselement der Luft, durch das aus ihr am Ende die ganze Erde selbst und alles, was auf ihr und in ihr ist, lebt und sich zu Wesen gestaltet, sein natürliches Leben erhält, sowie auch dessen Hauptnahrung. Doch in der gewissen Ruhe der Luft, des Wassers, der Mineralien, der Pflanzen, der Tiere und der Menschen entwickelt es sich nicht, sondern ruht auch so untätig mit, und solch eine elektrische Ruhe könnte man füglich den Tod der Materie nennen. 

Dieses Feuer erfüllt den ganzen endlosen Schöpfungsraum Gottes und macht in seiner völligen Ruhe den Äther aus, in dem alle die zahllosen, großen Weltkörper herum- schwimmen, wie etwa die Fische im Wasser.“ (8.GEJ 143,8-10) Durch die Bewegung der Erde wird zunächst die Luft vom Äther fort und fort gesättigt, und durch die Luft dann die ganze, feste Erde selbst und alles, was auf ihr ist. Wenn die Atmosphäre zu sehr mit Elektronen gesättigt ist, entsteht ein Gewitter, bei dem wir das elektrische Feuer als Blitz sehen können. 

 

15. Die Niere der Erde 

Wir sehen hier den Pazifischen Ozean mit den Hawaii-Inseln, die sehr stark bewölkt sind. Die Erde als Organismus hat auch eine Niere. Diese nimmt das für das Leben des Erdorganismus untaugliche Wasser auf, scheidet den noch nützlichen Teil davon heraus und leitet ihn in große unterirdische Wasserbassins. Aus diesen Wasserbassins, die sich im oberen Teil der Erdrinde befinden, erhalten die Quellen an der Erdoberfläche ihr Wasser. (EME19) 

Der unnütze Teil des Wassers wird in die Urinblasen befördert. Diese bestehen aus vielen großen Behältern im unteren Teil der Erdrinde, von denen einige größer sind als Europa. Aus diesen großen Erdurinblasen bekommen dann erst das Meer und die Gewässer des festen Landes ihren stets gleichen Zuwachs an Wasser. Und so ist das Meerwasser im Grunde nichts anderes als der ausgestoßene Urin des Erdkörpers, welcher aber, wieder verdunstend, in Wolken übergeht, aus welchen das Land süßes Nährwasser und die Gewässer des Landes ihren Zuwachs an Wasser bekommen. (EME 12) 

 

16. Die Gestaltung der Erdoberfläche 

„Die Erde besteht als ein Weltkörper für eure Begriffe schon nahezu unendlich lange“, sagt Jesus, „und hat viele Veränderungen auf ihrer Oberfläche zu erleiden gehabt, bis sie zu ihrer gegenwärtigen Gestalt gediehen ist. Feuer, Wasser, Erdbeben und andere große Stürme, besonders in ihren Urzeiten, waren die Handlanger, die aus ihr nach Meinem Willen das gemacht haben, was sie nun ist. Und damit sie fortbesteht und zur zeitweiligen Ernährung von noch viel mehr Menschen und anderen Kreaturen noch fähiger wird, so müssen Feuer, Fluten, Erdbeben und kleine und große Stürme noch in ihr, auf ihr und über ihr nach rechtem Bedarfe tätig sein.“ (8.GEJ 70,6) 

 

17. Das erste Leben auf der Erde – Wasserpflanzen und -tiere 

In der ersten Befruchtungsblüte der Erde sind in ihrem Oberboden allerlei Samen für Kräuter und Bäume gelegt worden und Eier für allerlei Getier, „für was schon lange zuvor im Wasser der Grund gelegt worden ist; denn gewisse und sehr verschiedenartige Wasserpflanzen und -tiere sind offenbar in allem um sehr vieles älter als die Tiere der festen Erde und die Tiere der Luft.“ (8.GEJ 71,4) Wir sehen auf dem Bild Wassertiere, die von den Wissenschaftlern als die ältesten Tiere der Erde bezeichnet werden. Ganz unten sehen wir Trilobiten. Das sind den Skorpionen verwandte Meerestiere der Erdaltertums. 

 

18. Die erste Erdvorbildungsperiode 

„Als die Erde in ihren Urzeiten nur so weit gediehen war“, sagt Jesus im „großen Evangelium“, „daß sich über ihren Gewässern nur einige größere und kleinere Inseln erhoben, die mit dem Meeresschlamme überdeckt waren, da legte Ich auch bald aus Meiner Weisheit und aus Meinem Willen allerlei Pflanzensamen in den fruchtbaren Schlamm. Und siehe, da wurden solche Inseln denn auch bald bepflanzt, und zwar zuerst mit allerlei seltenen Gräsern, Kräutern und kleinen und später auch überaus großen Bäumen! 

Als solche Inseln so bewachsen waren, da legte Ich dann auch Eier oder Samen zur Bildung einer für jenen Erdzustand tauglichen Tierwelt, die zuerst nur in allerlei kleinen und dann größeren Würmern bestand und im Verfolge aus Insekten und endlich, als der trockener gewordene Boden schon des Futters in großer Fülle hatte, auch aus riesig großen Tieren, deren Aufgabe es war, sich mit den noch sehr rohen Kräutern und Baumästen zu nähren und mit ihrem Kote und endlich auch mit ihren verendeten riesig großen Leibern, von deren Knochen ihr auch noch in den tiefen Höhlen und Schächten der Erde Überreste finden möget, den Boden mehr und mehr zu düngen.“ (8.GEJ 71,1 - 71,2) „Nennen wir nun das einen Erdbildungsabschnitt. 

Es versteht sich aber schon von selbst, daß der Erkörper vordem schon beinahe zahllose Male allerlei Vorveränderungen unterworfen werden mußte, weil dieser Zustand ohne jene Vorgänge nie hätte stattfinden können.“ (8.GEJ 71,4) Auf diesem Bild sehen wir schon Land mit ersten Pflanzen und Tieren darauf. 

 

19. Die Zwischenperioden 

„Diese erste Periode oder der erste Abschnitt der Erdbefruchtung in der noch allerrohesten und unkultiviertesten Art“, sagt Jesus weiter, „geht nach sehr vielen tausendmal tausend Jahren, wie sie nun auf dieser Erde gerechnet werden, unter; denn damals gab es für diese Erde noch keine bestimmten Jahreszeiten, und die schon da waren, die dauerten ein wenig länger als die nunmaligen. Was wir in der ersten Periode (an Pflanzen und Tieren) gesehen haben, das ging durch zugelassene, oder noch besser gesagt, fest angeordnete Feuerstürme aus dem Innern der Erde unter.“ (8.GEJ 71,8-9) 

Auch die Wissenschaft hat festgestellt, daß jeweils am Ende verschiedener Erdzeitalter durch geologische und klimatische Umbrüche ein Großteil der Tierarten ausstarben. Im ausgehenden Ordovizium, vor 439 Millionen Jahren, verschwanden über 50 Prozent der Tierarten im Meer. Beim Übergang des Erdaltertums zum Erdmittelalter, am Ende des Perm, gingen durch massiven Vulkanismus, der vor 255 Millionen Jahren einsetzte und mehrere Millionen Jahre anhielt über 80 Prozent der ozeanischen Gattungen unter. 

Zwischen Kreidezeit und Tertiär, vor rund 65 Millionen Jahren, als die Dinosaurier schlagartig ausstarben, gingen fast die Hälfte der lebenden Arten zugrunde. Weil nach dem Aussterben jeweils neue Tierarten auftauchten, glauben die Wissenschafter, habe dadurch die Tierwelt neue Evolutionsimpulse erhalten. (SW 9/96 Seite 72) 

 

20. Die zweite Erdvorbildungsperiode 

Jesus sagt: „Und nach einer großen Anzahl von den jetzigen Erdjahren erhoben sich größere Landstrecken, schon mit Bergen geziert, aus den großen Tiefen der Meere der Erde, mit einem schon um vieles fruchtbareren Schlamme überdeckt. Zur rechten Zeit wurden aus Meiner Weisheit und aus Meinem Willen vollkommenere Sämereien in diesen Schlamm gelegt, und bald ward es eines schon gar üppigen Aussehens auf den größeren Länderstrecken der noch immer jungen Erde. Als es nun abermals des Futters in großer Menge auf den verschiedenen größeren Länderstrecken gab, da ward von Mir aus auch gleich in der weisesten Ordnung für eine größere und schon vollkommenere Anzahl der kleinen und großen Konsumenten gesorgt. 

Da ward das Wasser zwischen den Länderstrecken von größeren Tieren belebt, und die größeren Länderstecken hatten ihre großen Verzehrer dessen, was ihr Boden an neuen Pflanzen, Kräutern und Bäumen bot. Gräser, Pflanzen, Kräuter, Gesträuche und gar riesige Bäume erzeugten teilweise schon Samen und konnten sich fortpflanzen; doch der größere Teil wuchs immer noch den Pilzen gleich aus dem fruchtschwangeren Boden der Länderstecken, und die Tiere entstanden auf nahezu die Art und Weise wie die euch bekannten Drachen des Nilstromes in Ägypten, nämlich aus den Eiern, und konnten in der Luft wie auch im Wasser leben und sich auch nähren von Pflanzen im Wasser und auf den Länderstrecken, auf denen es aber auch noch lange nicht irgend zu trocken aussah.“ (8.GEJ 71,9 - 71,12) „Die zweite Vorbildungsperiode dauerte wieder eine für euch nicht aussprechbare Zeit von jetzigen Erdjahren. 

Aber die Erde war noch lange nicht tauglich, warmblütige Tiere, geschweige Menschen von noch so unterer Art, zu tragen. Daher ging sie auch, wie die erste, unter, und es dauerte dann wieder lange, bis eine dritte Vorbildungsperiode zum Vorscheine kam. Natürlich gingen zwischen einer und der andern Hauptvorbildungsperiode eine Menge auch sehr stürmischer Zwischenperioden vor sich.“ (8.GEJ 72,1-2) Wir sehen auf diesem Bild Raubsaurier beim Fressen ihrer erlegten Beute. 

 

21. Die dritte Erdvorbildungsperiode 

„Es entstand aus den vielen notwendigen Vorgängen wieder eine dritte Periode. Nun traten schon gar bedeutend große Länder aus dem Meere hervor, getrieben durch das innere Feuer der Erde, natürlich nach Meinem Willen. Die Vegetation wurde noch um vieles reichhaltiger und immer noch riesiger Art; die Tiere ebenso wie die Vegetation. Aber auch diese Periode, die ebenfalls überaus lange angedauert hat, und die man gewisserart mit der Blüte eines Baumes vergleichen könnte, war so wie die beiden früheren noch lange nicht geeignet, dem Menschen zu einem Wohnorte zu dienen. Daher ging auch diese unter und begrub so wie die erste und zweite ihre Produkte sowohl in der vegetabilen wie in der animalischen Sphäre, nur nicht so tief wie die erste.“ (8.GEJ 72,3) Auf dem Bild sehen wir 70 Tonnen schwere Ultrasaurier mit einem Jungen und links einen Allosaurus-Raubsaurier. 

 

22. Die vierte Erdvorbildungsperiode 

„Darauf gab es wieder eine Menge Zwischenperioden“, sagt Jesus, „und es kam nach langen Zeiten eine vierte Vorbildungsperiode zum Vorscheine. Die Länderteile wurden wieder um vieles größer, die Vegetation abermals auch um vieles üppiger, und es fing an, im Wasser, auf den schon trockeneren Landen, wie auch in der Luft von allerlei kleinen und daneben auch von größeren Tieren sehr lebendig zu werden, und es gab darunter schon sogar warmblütige Säugetiere, die nicht mehr mittels der Eier in diese Welt kamen, sondern auf dem Wege der natürlichen Zeugung, und sonach lebendige Junge zur Welt brachten, mit Ausnahme der Wassertiere, einiger großer Amphibien, der Vögel, Würmer und Insekten. 

Diese vierte Hauptvorbildungsperiode dauerte ungemein lange, und der Boden der Erde ward da schon von Zeit zu Zeit von den Strahlen der Sonne beleuchtet, und an einigen Bäumen fing sich schon eine Frucht zu zeigen an, die euch aber freilich eben noch nicht besonders gemundet hätte; aber sie diente der damaligen Tierwelt doch zu einem guten Futter. Auch in dieser vierten Vorbildungsperiode gab es noch nichts Menschenähnliches auf der Erde. Es kamen wieder große Erdumwälzungen und begruben auch zum größten Teil alles, was ihr damals als eine Kreatur benamset hättet, und ihr findet aus dieser Periode auch gar vieles und manches unter dem Boden der Erde vergraben, das sich aber von den Produkten der ersten drei Perioden hie und da schon sehr wesentlich unterscheidet.“ (8.GEJ 72,4-7) Auf dem Bild sehen wir, wie erste Säugetiere die Erde bevölkern. 

 

23. Die fünfte Erdvorbildungsperiode 

„Nach langen Zeiten, in deren Verlaufe nun auf der Erde schon eine größere Ruhe und Ordnung eintrat, und nach vielen noch immer sehr großen Erdstürmen sehen wir nun eine fünfte Erdvorbildungsperiode auftauchen. Aus dem tiefen Meeresgrunde erheben sich von neuem große Länder, schließen sich an die aus den früheren Perioden schon bestehenden an und bilden schon ordentliche Festlande. In dieser fünften Periode entstehen die meisten und höchsten Berge der Erde. Ihre überhohen Spitzen werden von den Blitzen zertrümmert und dann durch gewaltige Erdbeben und durch mächtige Wolkenbrüche entstandene Strömungen in die tiefen Täler und Gräben der Erde geschoben. Dadurch werden weitgedehnte Ebenen und minder breite Täler und Triften gebildet, auf denen dann alles besser gedeihen kann. Mit dem Beginne dieser Periode wird die Erde auch in eine geordnete Umbahnung um die Sonne gebracht. 

Tag und Nacht wechseln schon regelrecht, auch des Jahres Zeiten, obschon noch unter allerlei Veränderungen, weil die Schwankungen der Erdpole noch immer bedeutend sind und in dieser Periode auch noch sein müssen. In dieser Periode, in der sich schon ein bleibendes Festland gebildet hat, beginnen die regelmäßigen Meeresströmungen von 14’000 zu 14’000 Erdjahren. Durch diese wird nach und nach einmal die südliche Erdhälfte und darauf wieder die nördliche von dem Meere überschwemmt zur weiteren Frucht- erdbildung über die oft sehr weitgedehnten Steingeröllwüsten. Denn nach ungefähr 14’000 Jahren hat das Meer so viel fruchtbaren Schlamm über die wüsten Steingeröll- flächen und Täler gelegt, daß sie dann, so das Meer wieder zurücktritt und der zurückgelassene Schlamm zu einem gediegeneren Boden wird, überaus fruchtbar sind. 

Es bedurfte bei dieser fünften Periode wohl an mehr denn tausendmal tausend Jahren, bis aller gut gelegene Erdboden völlig für eine neue Schöpfung von einer großen Anzahl der verschiedenartigsten Pflanzen - wie Gräser, Kräuter, Gesträuche und Bäume - und dann auch für allerlei Tiere und voradamitische Menschen geeignet war. In dieser Periode sehen wir schon eine große Menge von allerlei Fruchtbäumen und anderen Fruchtgewächsen aller Art und Gattung für die Tiere und für die damaligen Vormenschen.“ (8.GEJ 72,8 - 72,13) Das Mammut, wie wir es auf dem Bild sehen, lebte in dieser Periode und starb dann erst durch die Sündflut aus. 

 

24.  Die Vormenschen 

„Vor den ersten wahren Menschen gab es auch Wesen“, sagt Jesus, „die mit den gegenwärtigen Menschen der äußern Form nach eine sehr bedeutende Ähnlichkeit hatten! Es gab gar viele Epochen auf dieser Erde, in denen ein früheres Geschlecht ganz unterging und nach und nach ein anderes und stets in irgend etwas vollkommeneres an seine Stelle trat.“ (5.GEJ 198,2) „Von einem Ackerbau ist da noch keine Rede, wohl aber benützen die Vormenschen schon gewisse Tierherden, führen ein rohes Nomadenleben, haben kein Gewand und bauen sich auch keine Häuser und Hütten; aber auf den dicken Baumästen errichten sie sich, den Vögeln gleich, gewisse feste Wohn- und Ruhenester und schaffen sich Vorräte von Nährmitteln, die sie nach und nach verzehren. 

Ist der Vorrat aufgezehrt, so gehen sie wieder scharenweise auf eine neue Jagd nach Nährmitteln aus. Wenn es frostig wird, weil in dieser Periode auch der Schnee zum gedeihlichen Vorscheine kommt, so ziehen sich diese Menschen samt ihren Haustieren, die in Mammuts, großen Hirschen, Kühen, Ziegen und Schafen bestehen - auch der Elefant, das Nas- und Einhorn, allerlei Affen und auch Vögel gehören dazu - in wärmere Gegenden. Mehr gegen das Ende dieser Periode erscheint auch der Esel, das Kamel, das Pferd und das Schwein, welche Tiere auch von diesen Vormenschen beherrscht werden. Denn so viel höheren Vernunftinstinkt besitzen sie, daß sie die benannten Tiere beherrschen und auch gebrauchen können teils zum Tragen, teils zur Jagd und teils zur Gewinnung der Milch und der Wolle, mit der sie sich ihre Nester wohl auslegen und sich so ein weiches Lager bilden. Sprache haben sie eigentlich in der Art, wie sie nun unter Menschen gang und gäbe ist, keine; aber sie haben dennoch gewisse artikulierte Laute, Zeichen und Gebärden als selbst die vollkommensten Tiere und können sich gegenseitig verständigen, was sie für ein Bedürfnis haben, und kommen dann auch einander zu Hilfe. 

Wird jemand krank, gewöhnlich wegen hohen Alters, so kennt er schon das Kraut, das ihm hilft. Kann er nicht mehr gehen und es suchen, so tun das die andern für ihn. Ein Feuer machen und es benützen, das können sie nicht. So sie es aber hätten sehen können, wie es die Adamiten machten, so würden sie es ihnen nachmachen, weil bei ihnen der Nach- ahmungstrieb ein sehr vorherrschender ist und ihre Intelligenz mit einem gewissen Grade des freien Willens schon weit über die Intelligenz eines noch so vollkommenen Affen ragt. Also würden sie auch reden erlernen können nach unserer Weise, doch aus sich nie eine weise Rede erschaffen. Als Menschen aber waren sie riesig groß und überaus stark und hatten auch ein so starkes Gebiß, daß sie sich dessen statt der Schneidewerkzeuge bedienen konnten. 

Ebenso hatten sie auch einen höchst starken Geruchs- und Gefühlssinn und gewahrten schon von weitem wenn sich ihnen etwas Feindliches nahte. Mit ihren Augen und mit ihrem Willen bändigten sie die Tiere und mitunter auch die Naturgeister. Obschon aber diese fünfte Vorbildungsperiode gar sehr viel tausendmal tausend Jahre währte, so war unter diesen Menschen doch keine wie immer geartete Fortschrittskultur bemerkbar, sondern sie lebten ihr einförmiges Nomadenleben fort und waren somit nur eine Vordüngung der Erde fürs gegenwärtige Mir in allem völlig ähnliche Menschengeschlecht.“ (8.GEJ 72,13-18) Die Seelen der Voradamiten aber leben und entwickeln sich in der geistigen Sphäre eines anderen Weltkörpers weiter und werden dort in tiefere Erkenntnisse über Gott und Seine Macht und Weisheit geleitet. (8.GEJ 74,5-6) Auf dem Bild sehen wir die Entwicklung der Vormenschen von links nach rechts bis zum heutigen Menschen. 

 

25. Zufällige Entwicklung oder Erschaffung? 

die Wissenschaftler stellen sich nun vor, daß sich das Leben zufällig entwickelt hat und daß die sich entwickelnden materiellen Leiber der Arten voneinander abstammen, während wir von Jesus hörten, daß immer ein Geschlecht oder eine Art ganz unterging und ein in irgend etwas vollkommeneres an seine Stelle trat, d.h. neu geschaffen oder ins Leben gerufen wurde. Wir sehen auf diesem Bild die Versteinerung eines Quastenflossers, der in der Zeit des Erdaltertums, im Devon, vor 350 bis 400 Millionen Jahren erstmals auftrat. 

 

26. Die Entstehung des Lebens 

Bis 1938 meinten die Wissenschaftler, daß der Quastenflosser längst ausgestorben sei. Aber nachdem ein Quastenflosser einem Fischer ins Netz ging, wurde er später dann auch als lebender Fisch von Tauchern im Meer aufgespürt. er hat sich, seit er in der Urzeit versteinert wurde, in seiner Form nicht verändert oder weiterentwickelt. Trotzdem halten die Wissenschaftler an ihrer Ansicht fest, daß die Landwirbeltiere von ihm abstammen. Es ist aber doch sehr unwahrscheinlich, daß sich in 350 Millionen Jahren aus dem Quasten- flosser solch verschiedene Tiere wie die Amphibien, die Reptilien, die Vögel und sämtliche Säugetiere entwickelt haben sollen, während andere Quastenflosser in diesen 350 Millionen Jahren völlig unverändert geblieben sind. Wie entsteht aber nun das Leben auf den Weltkörpern wirklich? - Das Wesen des Erdkörpers ist männlich und weiblich zugleich und gebiert aus seinem Innern die Lebewesen. 

Die reif gewordenen Naturgeister steigen aus dem Erdinnern auf und vermaterialisieren sich zu allerlei Pflanzensamen und niederen Tierarten. (EME 13-15) „Also haben auch die neu entstandenen Inseln“, lesen wir in „Erde und Mond“, „den von der Erde erzeugten Sämereien ihren Pflanzenwuchs zu verdanken, und wenn dieser einmal eine hinreichende Stufenreihe durchgebildet ist, so werden sich auch Tierstufen zu entwickeln anfangen, jedoch nur bis zu den noch sehr unvollkommenen, kriechenden Tieren und Insekten. weiter hinauf reicht der freie natürliche Übergang nicht. Da muß dann schon eine höhere Kraft auftreten, um ein entsprechendes, auf einer höheren Stufe stehendes Tier zu erschaffen, in das die vorhergehenden Stufen übergehen können, und so nicht selten aufwärts bis zum Menschen, der jedoch nimmer neu erschaffen wird, sondern zu rechter Zeit durch Übersiedlung dahingebracht wird.“ (EME 15) 

Eine neu aus dem Meer aufgetauchte Insel wird also belebt, indem Pflanzensamen und niedere Tierarten aus der Erde ausgeboren werden, indem Naturgeister dichter und dichter werden, bis sie sich zu Pflanzensamen oder Tiereiern vermaterialisiert haben. dann vermehren sie sich auf natürliche Weise weiter. Die höheren Tierarten aber werden durch eine höhere Kraft, nämlich von Engeln auf dieselbe Weise erschaffen, wie es Raphael im „großen Evangelium“ an der Erschaffung eines Esels gezeigt hat. (4.GEJ 120) der Mensch dieser Erde aber ist vom Schöpfer Selbst einmal erschaffen worden als Adam und Eva, die sich dann auf natürliche Weise vermehrt haben. Alle Länder und Inseln der Erde mußten dann von den Menschen entdeckt und besiedelt werden. 

 

27. Die sechste Erdvorbildungsperiode 

„Zu den Zeiten Adams, mit dem die sechste Periode beginnt, hatte die Erde wieder teilweise große Umwälzungen zu bestehen durch Feuer und durchs Wasser, und da ging bei dieser Gelegenheit das beschriebene Voradamitengeschlecht samt ihren Haustieren nahezu ganz unter, so auch die vielen Wälder und deren andere Tiere, die nicht zu den Haustieren zu rechnen sind. Nur einige Gattungen der Vögel blieben, wie auch die Tiere der Berge und der Gewässer der Erde.“ (8.GEJ 73,1) 

„Nach und aus den euch nun so einfach und klar als möglich dargestellten Bildungs- perioden könnet ihr aber noch etwas entnehmen, und zwar den eigentlichen Urgrund, aus dem der Prophet Moses die Schöpfung in sechs Tage eingeteilt hat. Die sechs Tage sind demnach die euch gezeigten sechs Perioden, die jedes geschaffene Wesen einmal naturmäßig und dann, wie es bei euch Menschen der Fall ist, auch seelisch und geistig zu seiner Reife und Vollendung durchzumachen hat. Nach diesen erst kommt die siebente Periode der Ruhe, welche ist das seligste, ewige Leben. Ruhe aber heißt die siebente Periode darum, weil den vollendeten Geist kein Zwang, kein Gericht und keine ängstliche Sorge mehr drückt, sondern sein Sein in die vollste Wissenserkenntnis und freieste Willensmacht übergeht für ewig.“ (8.GEJ 73,10-12) 

 

28. Die Erde – die Pflanzschule für die Gotteskindschaft 

Auf dem Bild sehen wir die Erde von Weltraum aus. Zwischen den weißen Wolken schaut der nördliche Teil Afrikas und die arabische Halbinsel hervor. Da die Erde dem positiven Lebensnerv im Herzen entspricht, der den ganzen Menschen belebt, so muß auch von ihr aus der ganze gefallene und tote Schöpfungsmensch wieder belebt werden. 

Zu dieser Belebung hat die Ewige Liebe auf dieser Erde Selbst den Grund gelegt, als sie als Mensch auf ihrem Boden wandelte. Jesus sagt: „Darum, daß ihr selbst vollkommen freie Verkünder Meines Wortes würdet für alle Zeiten der Zeiten, kam Ich ins Fleisch zu euch auf diese Erde, allwo Ich die Pflanzschule Meiner Kinder für die ganze Unendlichkeit aufgerichtet habe, auf daß ihr als Meine freien Kinder auch frei aus Meinem Munde die Lehre vernehmet, sie beurteilen und dann auch weiter ausbreiten könnet unter den Völkern der Erde.“ (4.GEJ 250,3) „wer (aber) nicht die Schule des Lebens im Fleische auf dieser Erde durchgemacht hat, der kann nicht zur Kindschaft Gottes gelangen, sondern bleibt ewig auf der geschöpflichen Stufe der Tiere.“ (10.GEJ 236,7) „Der Weg, den nun der Herr Selbst geht, wird noch der Weg aller urgeschaffenen Geister aller Himmel werden (über alle Planeten und Sonnen).“ (3.GEJ 180,12) 

Die Bedingungen zur Gotteskindschaft sind nicht leicht, denn diese Erde ist die Wohnung des gefallenen Geistes Luzifer. „Alle anderen Weltkörper, obschon Teile der einstigen Seele (Luzifers) sind von dieser Einwohnerschaft frei. Daher können aber auch die Menschen jener Weltkörper, obschon in ihrer Natur gewöhnlich besser als hier auf der Erde, dennoch nie zu jener vollkommen gottähnlichen Höhe gelangen wie die Kinder aus dieser Erde, welche zwar das im Geiste von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte ist, aber eben darum im Besserungsfalle das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden kann.“ (EME 53) „Alle Menschen, welche da bewohnen alle Sonnen und alle Planeten der ganzen Unendlichkeit haben ein geheimes Recht auf dieses unermeßliche Glück (der Gotteskindschaft). 

Aber auf keinem andern Wege können sie zu diesem Glücke gelangen, als allein nur auf dem Wege der tiefsten Demut und, aus dieser heraus, auf dem Wege der vollkommensten Liebe ihres ganzen Wesens zu Gott.“ (NS 22,15) „Doch die Kinder der Erde sind Mir am nächsten, weil Ich sie dort wesenhaft persönlich im Fleische zu Meinen ersten Kindern gemacht habe. Sie sind demnach hier - nach Mir - diejenigen, welche da richten die zwölf Geschlechter Israels, was in dieser allerhöchst himmlisch weitesten und geistig allerinwendigsten Bedeutung soviel besagt als: Diesen Meinen Kindern ist es von Mir aus gegeben, mit Mir zu beherrschen, zu erforschen und zu richten die Unendlichkeit und alle zahllosen Schöpfungen in ihr. Und die Kinder aus den anderen Gestirnen stehen ihnen also zu Diensten, wie die Glieder eines Leibes zum Dienste des Willens im Geiste allzeit bereitstehen. 

Daher bilden diese Geister mit einem Meiner Kinder in großem Maßstabe der Liebetätigkeit nach genommen wie einen Menschen, versehen mit allen zum Bedarfe seines Willens notwendigen Gliedern. (Die Kinder der Erde sind in solch einem großen Menschen die Austeiler des geistigen Grundlebensstoffes aus dem bejahenden Lebenskämmerlein.) Demnach ist ein Kind von der Erde aus Mir gehend ein vollkommener Wille von zahllosen anderen Geistern aus den Gestirnen, die zwar an und für sich auch ein jeder seinen eigenen Willen haben und können tun nach ihrer freien, wonnigen Lust, was sie wollen. Dennoch aber geht in liebewirkenden Fällen der Wille Meiner Hauptkinder in sie alle aus und ein, und dann sind sie zu Milliarden wie ein Mensch, dessen wirkender Willensgeist eines Meiner Kinder ist!“ (2.GS 2,13-15) „Um das zu werden, müssen in dieser Welt Himmel und Hölle unter einem Dache wohnen! Ohne Kampf gibt es keinen Sieg! Wo das Höchste zu erreichen möglich ist, muß dafür auch die höchste Tätigkeit in den vollsten Anspruch genommen sein.“ (3.GEJ 178,5) 

„Das ist einerseits für die Menschen dieser Erde zwar ein Nachteil, weil sie so nahe dem Bösesten aller Geister wohnen, der ihnen viel zu schaffen macht. Aber auf der anderen Seite haben sie auch den unendlichen Vorteil, daß sie einen kräftigen Geist aus Gott haben, mit dem sie leicht, wenn sie nur wollen, die Bosheit des Bösesten bekämpfen können.“ (EME 53) „In einer Welt, wo ein Mensch nicht zu einem ärgsten aller Teufel werden kann, da kann er auch zu keinem wahren Kinde Gottes werden.“ (9.GEJ 144,9) „Siehe hinauf zu den Sternen! Ich sage dir, daß sie alle weltengroße Erden sind, auf denen auch Menschen wie hier wohnen. Viele jener zahllos vielen Menschen auf den Sternenerden wissen es durch ihre Engel, daß eine Seele nur hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann, aber nur durch ein höchst beschwerliches und mühevolles Fleischleben. Wenn sie es wünschen, so wird es zugelassen, daß ihre Seelen auch auf dieser Erde ins Fleisch gezeugt werden.“ (8.GEJ 16,2) 

Die Menschen dieser Erde sind zur Gotteskindschaft berufen. Doch sie werden sie erst dann vollends errungen haben, wenn sie den Vater in Jesus erkannt und zu lieben angefangen haben. „Niemand kommt zum Vater denn durch Mich“, sagt Jesus. „Ihr sollet aber als wahre Kinder nur das erkennen, daß da ein großer Unterschied waltet zwischen jenen, die da erkennen einen Gott und Schöpfer, und jenen, deren Herz Gott alsbald heißliebend erfaßt und Ihn nimmerdar ausläßt und sich auch dann um nichts mehr kümmert als nur darum, wie es könnte Gott stets liebender erfassen. Die ersten werden bei der Erkenntnis Gottes sagen: ‘Gott, Du allmächtiger, Du großer, Du heiliger, Du erhabener Schöpfer, wie groß und herrlich sind Deine Werke; darum wollen wir Dich allzeit loben, rühmen und über alles hochpreisen!’ Die zweiten aber sagen: ‘O Gott, wie liebevoll mußt Du sein, da wir nicht umhin können, Dich trotz Deiner unendlichen Erhabenheit und Heiligkeit dennoch über alles zu lieben! O wie gut mußt Du sein, da uns die Liebe also mächtig zieht zu Dir!’ Sehet, die erst Art sind nur Knechte, die für den Lohn arbeiten, die zweite Art aber Kinder, welche da nichts wollen denn nur allein den Vater! Sehet, das ist der große Unterschied und zeigt euch, wie sich die wahren Kinder auszeichnen müssen, und worin also die wahre Kindschaft besteht, und wer sie überkommt!“ (2.HG 83, 19-26) 

„Darum aber ist nun Meine Lehre ein wahres Evangelium, weil sie den Menschen verkündet und die Wege zeigt, wie sie zur Gottähnlichkeit gelangen können. Wer demnach Mein Wort hört, an dasselbe glaubt, es in sich behält und danach tut, der wird dadurch zur Gottähnlichkeit gelangen, das ewige Leben in sich haben und ewig allerseligst sein.“ (7.GEJ 139,8) 

 

Quellenverzeichnis: 

GEJ Das große Evangelium Johannes, Lorber-Verlag, Bietigheim 
HG Die Haushaltung Gottes, Lorber-Verlag, Bietigheim 
GS Die geistige Sonne, Lorber-Verlag, Bietigheim HH Von der Hölle bis zum Himmel, Lorber-Verlag, Bietigheim 
Hi. Himmelsgaben, Lorber-Verlag, Bietigheim 
EME Erde und Mond, Die Erde, Lorber-Verlag, Bietigheim 
Nz. Naturzeugnisse, Lorber-Verlag, Bietigheim 
ZS Die zwölf Stunden, Lorber-Verlag, Bietigheim 
WSWN Was steht wo in der Neuoffenbarung, Lorber-Verlag, Bietigheim 
DW Das Wort, Lorber-Verlag, Bietigheim 
BW Bild der Wissenschaft, Stuttgart 
SW Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 
PM Peter Moosleitners Magazin, Gruner + Jahr & CO, München Sp. Der Spiegel, Hamburg


 


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