Henoch durch Georg Riehle

 

Teilabschrift von einer Daten CD eines Erlebens durch das erstandene Gottesleben im Menschen (Georg Riehle), aus der Rede des ersten Hohenpriesters  Henoch, erlebt am 27.8.1915 in Dresden:

Der Mensch ist in seinem Geist unbegrenzt und begrenzt sich selbst durch seine Liebe zur Welt. –

Du wartest der Erlösung, o Mensch, und bedenkst nicht, daß du zur Welt (Erde) gegangen bist, deinen Herrn zu erlösen. –

Du sonnst dich in Seiner Liebe und bedenkst nicht, daß du die Mutter aller Sonnen in dir trägst. –

Das Wort, das im Herzen entstanden ist, ist Leben gebend und Leben schaffend (im Gegensatz zu dem Wort aus deinem Verständnis). –

Du bist so groß in allen (deinen Lebens-)Fasern, daß das Leben nur für unseren Vater erglühen muß, so du deine Sendung wahr erkannt hast. –

Die Welt vermag zu stören deinen Frieden und doch hat dir Jesus Seinen Frieden offenbart, so daß du selbst ein Friedensfürst, ein Friedensheld bist. –

Ich baute einst einen Altar, auf dieser Welt dem Herrn. Ich wollte mich opfern, doch Seine Liebe nahm es nicht. ER wollte Sich opfern! –

So baue auch du einen Altar, auf daß das Opfer, Seine Liebe, deine Seele durchglühe.

Die Welt sei dir zu gering, deine Gemeinschaft mit deinem Jesus zu unterbrechen, denn Seine Bruderhand und die deine liegen ineinander. –

Ihr dünkt euch groß – eure Welt (die doch so klein ist) – und der Vater nimmt es so an, als ob eure Welt so groß wäre, so daß Er euch für das Opfer eurer Welt Sich Selbst gibt. –

Alles was der Vater jetzt (in dieser Kriegszeit) zuläßt, ist zum Aufbau Seiner Kinder vonnöten. –

So fern, wie die Liebe dem Herzen, so fern ist der Vater dem Herzen. Er ist jetzt lebendiger unter euch als zu allen früheren Zeiten, sei es zu der Zeit Abrahams, sei es zu der Zeit Moses, sei es zu der Zeit der Propheten und sei es zu der Zeit, wo der Vater sichtbar unter Seinen Jüngern als Jesus weilte. –

Selig die Herzen, die Ihn im Glauben ergriffen, bis das ganze Wesen der Seele Liebe geworden ist. –

O wüßtet ihr, für was ihr erwählt seid: Jeder Pulsschlag von euch würde dem Gebet zum Vater gelten: "O Vater, mache mich würdig Deiner Liebe!", einer Liebe die auf dem Feueraltar des Menschenherzens lodert. –

So du einen der geringsten deiner Mitmenschen verletzest, sei es nur in Gedanken, so trifft das den Vater härter, als ob du Ihn einen Stein ins Gesicht werfen würdest. Dich liebt Er mit Seiner ganzen Vaterglut, daß Er dein größter Freund sein will. –

Die Liebe ist der Träger deines Lebens und heiligt dich. –

Du bist Er, und Er will erlösen. –

Kein Mensch, strahlt er in der Sonne der Liebe oder in der Nacht des Hasses, soll geschieden sein von euren Herzen, das sei das herrlichste Band der Vaterliebe, wie das der Kindlein. –

Er weiß, wie schwer das höchste Ziel, darum die Nachsicht von Ihm, doch Seine Zeit drängt. –

Es zieht der Geist alles Lebens an dir vorüber, doch die Liebe bereichert sich, in dem sie Heilandsstelle für alles Leben einnimmt. Das Leben zieht (in deinen Mitmenschen und in Ereignissen) an dir vorüber, du sollst es erheben, beglücken; du sollst zeugen von der Liebe in und aus dir. –

Euer Bruder Henoch


Aktualisiert am: 21.02.2010 - Home