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Die Marien- und Heiligenverehrung im Lichte der Neuoffenbarung
  Gerd Kujoth


Die Menschen sind geneigt, herausragende Männer und Frauen, die großes geleistet haben zu verehren. Das kommt besonders deutlich in der Religion zum Ausdruck. Männer und Frauen, die von der Welt abgeschieden und fromm gelebt haben, die Geistesgaben wie Hellsehen, Mitteilungen aus dem Jenseits oder die Krankenheilung hatten, wurden von den Menschen als besonders Gott Nahestehende verehrt. Sie wurden zu Heiligen erklärt, die besonders verehrungswürdig seien. Das war und ist nicht nur in der Christenheit, sondern auch in außerchristlichen, östlichen Religionen der Fall. Besonders ist die Heiligen- verehrung in der katholischen Kirche verbreitet und da nimmt von allen Heiligen Maria, die Mutter Jesu, eine herausragende Stellung ein. 

Sie wird oftmals mehr verehrt als Jesus. Die protestantischen Kirchen haben das als falsch erkannt und haben sich von aller Heiligenverehrung befreit. Aus der Neuoffenbarung wird deutlich, daß die Heiligenverehrung ein Glaubensweg ist, der neben dem wahren Weg herführt und den Wanderer nicht ans Ziel bringt, wenn er nicht verlassen wird. Die Heiligenverehrung erweist sich schließlich als eine Schmarotzerpflanze am Baum des Lebens, die mit der Zeit den ganzen Lebensbaum überwuchert und ihn allmählich erdrückt, wenn er nicht rechtzeitig von ihr befreit wird. (1.Hi. Seite 381) 

Gott brauchte zu Seiner Menschwerdung einen Leib, der auf natürliche Weise in diese Welt kommen sollte, und der deshalb auch nur langsam heranwuchs, wie bei allen anderen Menschen. Wir können uns vorstellen, daß die Frau, die Er Sich für Seine Menschwerdung auswählte, ein hoher Geist gewesen sein muß, den Er für diese große Aufgabe in einem vorhergehenden Leben vorbereitete. Weil Maria nun den Leib gebar, in dem die Fülle der Gottheit wohnte, sowie die Zeugung durch den Heiligen Geist, die wunderbaren Umstände bei der Zeugung und Geburt und die Aussage der Maria, als sie Elisabeth besuchte: ,,Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter,“ (Luk. 1,48) veranlaßte im Laufe der Zeit einen Teil der Christen dazu, ihr eine besondere Verehrung zu geben. 

Aber das bedachten und bedenken diese Christen nicht, daß nur Jesus der eine und gerade Weg ist, indem Er sagte: ,,Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch Mich.“ (Joh. 14,6) Er sagte nicht: ,,Maria ist der Weg,“ oder: „Der Weg führt über Maria zu Mir und von Mir zum Vater.“ Auch lud Jesus alle ein, zu Ihm zu kommen um Erquickung zu holen mit den Worten: ,,Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will Ich euch erquicken.“ (Matth. 11,28) Auch hier sagte Er nicht: ,,Geht zu Maria, sie wird euch erquicken.“ Wir sehen allein schon aus diesen Bibelversen, daß Jesus Seinen Nachfolgern immer den direkten Weg zum ewigen Leben, das Er selbst ist, gewiesen hat, nie auf einen Umweg oder Nebenweg. Umwege und Nebenwege gehen und gingen die Menschen von selbst, auch damals, als Jesus auf der Erde war. Gerade deshalb ist Er ja auf die Erde gekommen, um die Menschen von den Nebenwegen abzubringen und sie auf den einen, geraden Weg zu führen. Kann Jesus da heute anders sprechen, als Er damals gesprochen hat? 

Nein, denn zu uns heutigen Menschen kann und wird Er nur im gleichen Sinne reden, immer nur auf Sich, die ewige Liebe, hinweisen. Und selbst wenn sich durch verschiedene Menschen scheinbar Jesus mitteilt und tausendmal außer auf Sich auch noch auf Maria hinweist, an die sich die Menschen wenden sollen, so wissen wir aber, was wir von solchen Worten zu halten haben. Er, die reinste und allerhöchste Wahrheit und Liebe kann ewig nicht anders reden, als wie es im 1. Band ,,Himmelsgaben“ (Seite 300) geschrieben steht. Da sagt Er: ,,Was die Verehrung der Heiligen betrifft, (von denen Maria als eine erste Heilige angesehen wird), da sage Ich euch nichts als das: Verehret durch eure Liebe und demütigen Gehorsam nur den Allerheiligen, so werden durch solche allein gültige Verehrung auch alle euch bekannten und unbekannten Heiligen am allerfüglichsten verehrt werden. 

Denn Mir allein gebührt alle Verehrung, alles Lob, aller Dank, aller Preis und alle Anbetung. Nur durch Mich und in mir werden alle Menschen verherrlicht, wenn sie zuvor Meinen Namen in ihrem Herzen durch die wahre Liebe und den lebendigen Glauben im Geiste und in der Wahrheit verherrlicht haben. Damit ihr aber dieses besser und gründlicher verstehen möget, so bedenket noch hinzu, daß Ich allein die Türe zum Leben bin. Und wer nicht da eingehet durch diese Türe, der ist ein Dieb und ein Räuber. Darum: wer da ist mühselig und beladen; oder ist ein Kranker voll Gebrechen, der komme zu Mir, auf daß Ich ihn labe und stärke. Denn solches wird er nimmer finden irgend anderswo als bei Mir und in Mir. Nur der liebt Mich recht, der Mich allein liebt und seinen Nächsten durch Mich. Wer Mich so liebt, der ist's, der Mich im Geist und in der Wahrheit liebt, da Ich selbst der ewige Geist aller Liebe, aller Macht und Kraft und ebenso die ewige Wahrheit bin.“ 

Im 12. Kapitel der Offenbarung des Johannes heißt es: „Ein großes Zeichen erschien im Himmel: Ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ (0ff. 12,1-2) Dieser Abschnitt ist einer der Hauptstützpunkte aus der Bibel für die Marienverehrung, denn in dieser Darstellung wurde das Weib als Maria ausgelegt, und sie fortan als Himmelskönigin verehrt. Deshalb wird sie auch oft mit der Sonne im Hintergrund, den Kopf mit 12 Sternen bekränzt und auf der Mondsichel stehend, dargestellt. Jesus aber sagte: ,,Einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder“ (Matth. 23,8) und natürlich auch Schwestern. 

Wie kann da eine Schwester über ihre Schwestern und Brüder als Himmelskönigin erhoben werden? Nach dem eben zitierten Worte Jesu geht das wohl nicht. Sie ist nicht mehr als all die anderen nächsten Freunde Jesu, und sie selbst will auch gar nicht mehr sein, soll doch ein jeder, der alles getan hat, bekennen, daß er nur ein unnützer Knecht war. Das muß sich auch Maria sagen, was sie auch gewiß getan hat und noch tut, denn im 9. Band des großen Evangeliums Johannes (130,8) sagte sie: ,,Ich war und bin nur eine erwählte Magd des Herrn; und daß ich das ward, was ich bin, das war sein Wille. Darum preiset nicht mich, sondern gebet allzeit Gott allein die Ehre.“ Im 2. Band ,,Himmelsgaben“ (Seite 303), erklärt uns der Vater das Bild vom Weibe, denn die Bilder der Johannesoffenbarung sind Gleichnisse der Lehre Jesu. 

Weil der Jünger Johannes verantwortlich war für die Weitergabe der reinen Lehre Jesu, so ist ihm auch die Zukunft dieser Lehre geoffenbart worden. Fortlaufend wird das Schicksal der Lehre Jesu durch die Jahrhunderte bis zum letzten Gericht in verschiedenen Bildern geschildert. Das Bild im 12. Kapitel erklärt uns der Vater so: „Das Weib ist das edle Bild eines Menschen ohne Zeugungskraft, wohl aber fähig und empfänglich für die Zeugung. Das stellt Meine Lehre dar, die doch sicher im vollkommensten Himmel erscheint, weil sie in Mir ist und aus Mir hervorgeht. So ist Meine Lehre gleich dem Weibe ein vollkommenstes Ebenmaß dem geistigen Menschen, für sich zwar nicht zeugungsfähig, aber der Mensch wird durch sie aufnahmefähig für alles Liebegute, was da ist die reine, himmlische Gottliebe als das ewige Geistleben aus Mir. Das Geistleben der Gottliebe aber ist das ’Kind’, mit dem Meine Lehre befruchtet wird im Herzen des Menschen. Es ist hier freilich nur von Meiner reinen Lehre die Rede, wie von einem vollkommenen himmlischen Weibe - also von keiner Irrlehre. 

Daß dieses vollkommene Weib oder Meine reine Lehre sicher mit der ‘Sonne’ oder mit Meinem Lichte alles Lichtes ‘umkleidet’ ist, weil sie aus Mir selbst kommt, das wird ja doch etwa ganz natürlich sein. Den ‘Mond’, als das unbeständige Symbol der Selbst- und Weltliebe, tritt sie mit den Füßen, als eine ihrem rein himmlischen Wesen ganz entgegengesetzte Polarität. Und so ist sie auch geziert mit ‘zwölf Sternen’ oder mit den zehn Geboten Mosis und zuoberst mit den zwei Geboten der Gottes- und Nächstenliebe. Das ‘Kind’, womit das Weib, oder die tätige Lehre aus Mir im Menschen, schwanger ist, ist die reine Gottesliebe, welche aber durch die mannigfache Selbstverleugnung dem äußeren Menschen sehr wehe macht, bis diese himmlische Liebe im Geiste des Menschen durch die reine Lehre reif wird zur herrlichen Wiedergeburt zum ewigen Leben.“ Dies beinhaltet das Bild vom Sonnenweib, niemals aber die Erhebung der Maria zur Himmelskönigin. Da sie als ‘Himmelskönigin’ praktisch gleichwertig neben dem Himmelskönig dastand, so mußte ihr natürlich auch wie das ‘Vaterunser’ ein eigenes Gebet zugedacht werden. 

Und so wurde der Gruß Gabriels, bei der Ankündigung der Zeugung und Geburt, zum Gebet. Dazu sagt der himmlische Vater im 1. Band ‘Himmelsgaben’ (Seite 14-15): ,,Der Gruß an Maria kam (dereinst) aus der allerhöchsten Höhe der Heiligkeit Gottes in aller Fülle der Macht und Kraft seines Geistes, damit euch allen die Liebe im Vater ein wahrer Bruder werde. Nun so fraget euch, was ihr jetzt noch mit diesem Gruße wollet? Maria bedarf dessen nicht und dürstet auch nicht nach demselben. Und sie weiß es auch am besten von euch allen, daß Mein Ohr schärfer ist als das ihrige und Mein Auge heller als das ihre; auch daß Meine Liebe, Meine Demut und Meine Sanftmut zunichte macht die Liebe, Demut und Sanftmut aller, auch der allerseligsten Geister des Himmels. Wahrlich, es bereitete ihr eure Unwissenheit und euer grober Irrtum nur Trauer, wenn Ich nicht aus meiner übergroßen Liebe zu euch allezeit auf Mich nähme, was an sie oder auch an einen andern seligen Bruder von euch gerichtet wird. Siehe, daher mache Ich die Ohren der Seligen (gegen solche Verehrungen) taub und ihre Augen blind, damit ihre Seligkeit nicht getrübt werde durch eure große Torheit. Wer Mich sucht, an dem wird auch Maria Freude haben, und ebenso alle Seligen. 

Und sie werden allezeit bereitwilligst sein, ihm zu dienen nach Meiner Liebe in ihnen, aus welcher ihnen kund wird, wo und woran es euch gebricht. Daher ist es auch unnütze, anderswo als gerade nur durch Mich zur Gnade gelangen zu wollen. Denn nur Ich allein bin die Türe zum Vater, da alle Gnade innewohnt. Wer nicht durch Mich gehet, der kommt nicht dahin.“ Maria wird auch oft mit einem weiten Mantel dargestellt, unter dem viele kleine Menschen zu sehen sind. Dies ist eine symbolische Darstellung für den Glauben, daß Maria die Menschen beschützt und man sie um Schutz bitten soll. Im 1. Band „Himmelsgaben“ (Seite 379) aber sagt der himmlische Vater: ,,Es gibt auf dem Wege der reinen Wahrheit nur einen einzigen wahren Schutzgeist - und dieser bin Ich Selbst. 

Wer zu Mir kommt, mit was immer für einem Bedürfnisse und schlingt das lebendige Band des Glaubens um Mich, den allein Lebendigen, wie soll dem nicht werden, darum er sich mit Mir durch den lebendigen Glauben verband? Alle anderen ‘Schutzgeister’ (oder ,,Schutzpatrone“) rühren her von einem durch gewinnsüchtige Anstalt der äußeren Kirche hervorgerufenen Schwachglauben, (Das ist der Glaube, der dem Vater selbst nicht voll vertraut und sich deswegen an andere Geister wendet. Was würden aber irdische Eltern sagen, wenn sich ihre Kinder, wenn sie einen Wunsch haben, sich an den Onkel oder die Tante wenden würden, anstatt vertrauensvoll zu ihnen zu kommen? Ich glaube, sie wären doch sehr enttäuscht, daß ihre Kinder so wenig Vertrauen zu ihnen haben.) 

Da sich aber Menschen darauf berufen haben, sich noch jetzt berufen und in die Zukunft berufen werden, so bleibt vorderhand, um die Freiheit der Menschen unbeschadet zu lassen, nichts anderes übrig, als den Schwachgläubigen auf dem Wege der vermeintlichen Mittlerschaft (eines Geistes), meine Hilfe und Vorsehung angedeihen zu lassen.“ An einer anderen Stelle sagt der himmlische Vater, daß er den Menschen, die an den verschiedenen Stätten meistens Maria um Heilung bitten, ab und zu ihre Bitte erhört und einen Menschen heilt, damit der Glaube nicht ganz untergeht. Solche Wunderheilungen an den Marienwallfahrtsstätten sind also kein Beweis für die Richtigkeit der Marienverehrung, denn es ist besser, diesen schwachen Glauben, wie es der Marienschutzpatronenglaube ist, zu unterstützen, als wenn der Glaube noch schwächer würde, oder gar ganz unterginge. Hier sehen wir, wie gar seltsam die Wege sind, die der Vater mit den Menschen einschlägt. 

Unendlich ist die Zahl der Wege, und für jeden Menschen sind sie wieder anders und selbst für den tiefsinnigsten Cherub immer wieder aufs Neue ein unerforschliches Wunder und heilig unter jeder noch so sonderbaren Erscheinung. An allen diesen Erscheinungen dürfen wir weder etwas Ärgerliches noch Lächerliches finden, denn endlos liebweise führt der Vater durch selbst unscheinbarste Mittel alles einem heiligen Ziele zu. (BM 73,4-5) Aber dennoch müssen wir wissen, daß die „Geister (der Menschen), die in die andere Welt gelangt sind, nur mühsam von dieser Schutzgeister-Krankheit geheilt werden“, sagt der Vater, ,,und es geschieht sehr oft, daß ihnen alle die vermeintlichen ’Schutzgeister’ aus dem Wege geräumt werden müssen. 

Denn wenn solches nicht geschähe, so würden Mich die meisten Römisch-Katholischen fliehen und sich zu ihren Schutzgeistern wenden.“ (1.Hi. Seite 384-385) Im 1. Band „Robert Blum“ lesen wir folgendes Gespräch, das sich im Jenseits zutrug: „Spricht Miklosch: ‘Wir gehen nun hin zum Herrn, bekennen vor ihm unsere große Torheit und überlassen dann alles andere ihm allein.’ Spricht der Franziskaner Cyprian: ‘Aber meinst du nicht, daß es vielleicht gut wäre, so wir uns zuvor an die allerseligste Jungfrau Maria wendeten, weil sie ja auch da ist.’ Spricht Miklosch: ‘Warum nicht gar an Adam und Eva und alle Patriarchen und Propheten? An wen hat sich denn der Graf gewendet? An niemand anderen als geradewegs an den Herrn Selbst. Und sieh, er ist bei Ihm, und zwar zuallernächst. Willst du etwa noch näher sein?’ Spricht der Franziskaner Cyprian: ‘Du hast recht. Es hängen einem eben noch viele Narrentümer an, die man nicht auf einmal loswerden kann. 

Aber Geduld, es wird sich mit der Zeit alles machen. Gehen wir daher jetzt nur zum Herrn hin und zeigen uns ihm, wie wir sind.’ Beide treten nun schnell zu Mir. Ich aber gehe ihnen einige Schritte entgegen und sage: ‘Kommet nur. Etwas Brot und Wein ist noch vorrätig: Esset und trinket davon nach eurem Bedürfnisse.’ Die beiden treten nun schüchtern zum Tische hin, und der Franziskaner, weil er gerade vor Maria zu stehen kommt, getraut sich kaum etwas anzurühren. Die Mutter Maria aber lächelt ihn an und spricht: ‘Aber lieber Freund Cyprian, warum denn gar so verlegen? Iß und trink. Meinst du denn, hier im Himmelreich geht es auch so hochmütig zu wie an den Höfen der Könige auf der finsteren Erde? O mitnichten. Hier sind wir alle wie Kinder und lieben den Vater und sind voll Liebe, Güte und Sanftmut gegen jedermann. Daher also keine Scheu mehr, mein lieber Cyprian.’ Cyprian sinkt vor Ehrfurcht vor Maria fast zusammen. 

Aber Miklosch sagt zu ihm: ‘Sei nur jetzt nicht dumm, lieber Bruder, und tu was dir der Herr selbst und die liebste Maria gesagt haben.’ (1.HH 149,17-24) Aus dieser Szene sehen wir, wie schwer die Marienverehrung auch im Jenseits noch aus den Menschen herauszubringen ist und wie Maria nicht verehrt, sondern allen nur eine Schwester sein will. Bischof Martin ist durch die persönliche Führung Jesu im Jenseits bald von der Marienverehrung befreit worden, was aus seiner Antwort auf die Frage des Jüngers Johannes hervorgeht, die lautete: „Du Freund und Bruder Martin warst ja meines Wissens auf der Erde ein großer Freund Mariens und auch des Joseph und anderer Heiligen. Wie ist es denn, daß du dich hier gar nicht um sie zu kümmern scheinst? 

Hast du auf der Welt doch selbst große Stücke auf die Fürbitte der Heiligen gehalten, und hier als nun Selbstheiliger, Selbstfreund des Herrn, denkst du nicht einmal daran. Sage mir, wie kommt denn das?“ Spricht Martin: ,,Liebster Freund und Bruder, der Ochse frißt Heu und Stroh, und ein Esel ist schon gar mit dem schlechtesten Futter zufrieden; ich aber war auf der Erde zuerst ein Esel und darauf ein Ochs. Was war sonach mein Futter? Siehe zuerst ein mistiges Heu und Gras und darauf ein etwas besseres Stroh und Heu. Frage: Kann man bei einer solchen Kost für den Geist wohl auch geistig fett werden? Nun aber bin ich durch die alleinige Liebe, Erbarmung und Gnade des Herrn ein wirklicher Mensch geworden und habe schon öfter Sein Brot des Lebens gegessen und Seinen echten Wein der reinen Erkenntnis getrunken. 

Wäre es nun wohl löblich von mir, nach der schönen irdischen Esel- und Ochsenkost einen Appetit zu haben? Sollte ich hier etwa auch noch wie auf der Erde irrwähnend meinen, die seligen Bürger dieses endlos großen himmlischen Geisterreichs möchten barmherziger, liebevoller und gnädiger sein als der Herr Selbst, und er müßte sich etwa von ihnen zur Liebe, Erbarmung und Gnade erst bewegen lassen? O Freund, so dumm wie ich war, bin ich nun wohl, Gott sei Dank, nimmer. Was sind Maria und Joseph, was alle sogenannten Heiligen gegen den Herrn! Habe ich Ihn, was frage ich da nach 1000 Marias und Josephs? Ich meine, jeder echte Himmelsbürger wird so denken wie ich. Denkt er aber anders, so muß er notwendig noch vollkommener sein als der Herr selbst. 

Sagte ja doch einst der Herr Selbst, wer so ganz eigentlich Seine Mutter, Brüder und Schwestern sind, als man Ihn benachrichtigte, daß draußen Maria, Seine Mutter und Seine Brüder und Schwestern Seiner harreten. So aber Er, der da war und ewig sein wird unser aller Lehrer und Meister, uns mit solch einer Belehrung entgegenkam, die wir leider auf der Welt freilich wohl nicht verstanden haben: sollen wir nun hier im Himmel etwa eine bessere Belehrung in uns selbst finden? Ich meine, das wäre noch über all mein irdisches Esel- und Ochsenfutter. Meinst du, liebster Bruder, nicht auch so?“ Spricht Johannes: „Allerdings, du hast mir ganz aus dem Zentrum meines Herzens gesprochen. Es ist so, muß so sein und kann ewig nie anders sein. Aber so dir die Maria und der Joseph und noch andere denkwürdige Personen unterkämen, möchtest du da nicht eine ganz besondere Freude haben?“ 

Spricht Martin: ,,Eine rechte Freude allerdings, aber eine größere sicher nicht, als so der Herr zu mir kommt. Denn in Ihm allein habe ich alles, und daher ist Er allein mir auch über alles. Siehe, du und Bruder Petrus, ihr gehört doch gewiß zu den ersten Personen, die die Erde trug; brate ich für euch, wie man auf der Erde sagt, eine Extrawurst? Ich habe euch sehr lieb, achte aber jeden guten und weisen Himmelsbürger euch gleich. Denn wir alle sind ja nur Brüder, und einer ganz allein ist der Herr. Ist es nicht so?“ Spricht Johannes: ,,Bruder, bei solcher wahren Weisheit wirst du auch auf der Sonne gut durchkommen. Nun sehe ich schon, daß du die rechte Weisheit hast.“ (BM 130,1-10) Der himmlische Vater sagt in den „Himmelsgaben“: „(Wenn nun alle Hilfe nur von Mir kommt), so müsset ihr aber nicht denken, daß darob die Liebetätigkeit der Seligen aufhört. Sie ist nur nicht also beschaffen, wie es der Schwachglaube lehrt. 

Sondern weil alle Seligen in Mir sind, wie Ich in ihnen, so sind sie auch von einer und derselben Liebe ihres heiligen Vaters beseligt und für alle ewige Zeiten belebt. Es lebt nicht ein Mensch auf dieser Erde, dem nicht Geister aus einer besseren Welt beigegeben wären. Und diese Geister sind auch beständig bemüht, denjenigen, zu dem sie beschieden sind, zum Lichte und zum Leben alles Lebens zu führen. Aber woher rühret und was ist dieses überaus liebtätige Bestreben solcher Geister? Bin nicht Ich es, der alles dieses in ihnen wirket? Wie ist es hernach doch ungerecht, wenn der Mensch Mich umgeht und Hilfe sucht bei denen, die aus sich nichts haben, sondern alles nur aus Mir. Denket das einmal so recht in euch. Ihr wisset, daß alle Menschen und alle Geister und Engel nichts sind, als von Mir frei getragene Gedanken, die allzeit ihr Leben und ihr alles aus Mir haben, und zwar ein jeder soviel, als es Meiner ewigen Ordnung gemäß für ihn gerade am zweckdienlichsten ist. 

Ich sage euch, es hat jeder Mensch, Geist und Engel genug, daß er für sich steht, und hat auch nicht ein Atom mehr, daß er aus sich für einen andern stehen könnte. Was will aber der Mensch (anderwärts suchen), wenn er weiß, daß Ich als der Allerhöchste mit ihm ein Mensch, ja ein Bruder sogar werden möchte, damit er daraus ersehen sollte, daß Ich, mehr denn ein jeder Mensch, von ganzem Herzen demütig und sanftmütig und überaus herablassend bin und nicht bin ein Gott der Ferne, sondern ein Vater und Bruder euch zuallernächst, so daß euer eigenes Leben euch ferner ist, als Ich selbst. Es sei denn, daß der Mensch sich mit dem Tode befreundet hat, daß er dann nicht mag das wahre Leben ergreifen und greift in die Ferne und durch große Umwege nach dem, was ihm doch zuallernächst ist und ihn beständig sozusagen auf den Händen trägt. 

Denn auf eine andere Art möchte es wohl die höchste Weisheit als rein unmöglich finden, daß ein Mensch, der das Leben liebt, es nicht vor allem in der Wurzel erfassen möchte. Gehet aber zurück und fraget ein jegliches Evangelium, fraget alle Apostel und andere Verbreiter Meines Wortes und zeiget Mir irgendeine Stelle, in welcher da gelehrt wurde, sich auch an gewisse ‘Schutzgeister’ neben Mir zu halten. Oder heißt es im Evangelium nicht vielmehr: ‘Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, denn ich will euch alle erquicken.’ Ist in dieser Einladung jemand ausgenommen oder jemand dem Schutze der Engel anbefohlen? Gewiß nicht. Was da gesagt ist, ist gesagt für die ganze Unendlichkeit und für die ganze Ewigkeit. Wer aber von euch möchte dann noch behaupten, daß dieses Mein Wort nicht vollkommen ist, oder daß Ich damals nicht alles gehörig erwogen habe und Mich erst in späterer Zeit eines besseren besonnen? Eine solche Mutmaßung würde sogar jeden weltlichen Herrscher ärgerlich machen, der doch unvollkommen ist in jeglichem Worte aus sich. Wie möchte sie sich dann erst auf Mich angewendet ausnehmen?“ (1.Hi. Seite 380-381) 

Maria wird von ihren Verehrern zumeist „Mutter Gottes“ genannt. Da erhebt sich sofort die Frage: Hat Gott je eine Mutter gehabt? Existiert Gott nicht von Ewigkeit her? Demnach war Maria nur die Mutter Seines Leibes, und sie wird auch von Jesus Selbst in der Neuoffenbarung nur als solche bezeichnet. Jesus sagte einmal: ,,Wer ist Meine Mutter und wer sind Meine Brüder?“ Und Er streckte Seine Hand aus über Seine Jünger und sprach: „Sehet da, Meine Mutter und Meine Brüder. Denn wer den Willen tut Meines Vaters im Himmel, der ist Mir Bruder, Schwester und Mutter.“ (Matth. 12,48-50) Swedenborg begegnete einst, bei seinen Wanderungen in der Geisterwelt, Maria. Sie sagte zu ihm, sie habe Jesus zwar geboren, doch habe Er, als Er Gott geworden, alles von ihr stammende Menschliche abgelegt, und darum bete sie Ihn nun als ihren Gott an; sie wolle nicht, daß irgend jemand Ihn als ihren Sohn anerkenne, da doch alles in Ihm göttlich sei. (4.WCR, Nr. 827) 

Swedenborg berichtet auch, daß in der geistigen Welt alle durch päpstliche Bullen heilig Gesprochenen aus den Augen der anderen entfernt und verborgen gehalten werden. Es wird ihnen jegliche Verbindung mit ihren Verehrern entzogen, damit bei ihnen nicht jene schlimmste Wurzel des Bösen, (der Hochmut) gereizt werde. Viele Angehörige des römisch-katholischen Kirchenvolkes, vor allem die Mönche, fragen bei ihrem Eintritt in die geistige Welt nach den Heiligen, aber sie finden sie nicht. Darüber wundern sie sich sehr, werden jedoch alsbald darüber belehrt, daß die Heiligen entweder unter die Bewohner des Himmels oder unter die Bewohner der unteren Geisterwelt gemischt sind, und daß sie (zumeist) weder hier noch dort etwas davon wissen, daß sie verehrt und angerufen werden. Die Verehrung der Heiligen ist im Himmel ein solcher Greuel, daß man schaudert, sobald man nur davon hört. 

Im selben Maße nämlich, wie einem Menschen eine derartige Verehrung gezollt wird, wird sie dem Herrn entzogen; denn so kann Er nicht der alleinige Gegenstand der Verehrung sein, und wo der Herr nicht der alleinige Gegenstand der Verehrung ist, da schleicht sich etwas Trennendes ein, das die Gemeinschaft und die daraus fließende Glückseligkeit des Lebens aufhebt. (4.WCR, Nr. 824) Soweit Swedenborg, wie er bei seinen Entrückungen ins Jenseits von den Engeln des Himmels belehrt wurde. Es stimmt völlig mit dem überein, was uns Jesus durch Jakob Lorber gesagt hat. Nun werden diejenigen, die Maria verehren, sicher einwenden, daß sich auch Maria geoffenbart hat, daß sie erschienen ist an vielen Orten wie Lourdes, Fatima und Garabandal und auch heute noch erscheint, z.B. in Jugoslavien. Aber, was hören wir da an Botschaften? Stimmen sie mit der reinen Lehre Jesu überein, wie wir sie gerade vernahmen? Wir wollen hören, was diese Geister, die sagen, daß sie Maria seien, verkünden. 

Da heißt es in Fatima: „Um sie (die armen Sünder) zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem unbefleckten Herzen in der Welt begründen.“ (DGF, Seite 66) „Ich will dir sagen, daß man hier eine Kapelle bauen soll zu meiner Ehre.“ Zum sechsten Mal mahnte sie dazu den Rosenkranz jeden Tag zu beten.“ (DGF, Seite 73) In Kerizinen, Frankreich: „Ich (gemeint ist Maria), bin der Weg, der zum Herrn führt.“ (Kerizinen, Seite 100) Während Jesus sagte: „Ich bin der Weg.“ Weiter: „Ich (also Maria), habe euch das Gebet, die Buße, die Andacht zu unseren beiden Herzen (gemeint sind Gottes und Mariens Herzen), so sehr empfohlen.“ (K, Seite 75) Wie entgegengesetzt sind doch diese Botschaften gegenüber der reinen Lehre Jesu. Wie wichtig ist doch der Ratschlag des Johannes, die Geister, die sich den Menschen mitteilen, zu prüfen. (1.Joh. 4,1) Daneben werden aber auch einige gute Ratschläge gegeben, wie zum Beispiel: „Wollt ihr schnelle Fortschritte auf den Wegen Gottes machen? Dann lebt in Seiner Gegenwart. Die einzige Art und Weise, seelisch wirklich zu wachsen, ist, sich der Gegenwart Gottes überall bewußt zu sein.“ (K, Seite 87) 

Da brauchen wir nicht alles ablehnen. Bei solchen Versen können wir das Wort des Paulus anwenden: ,,Prüfet alles, und das Gute behaltet.“ (1.Thess. 5,21) Auch sind Voraussagen gemacht worden, die wirklich eingetroffen sind, oder vielleicht noch eintreffen werden. So wurden 1917 in Fatima das Ende des 1. Weltkrieges und ein anderer noch schlimmerer Krieg (der 2. Weltkrieg) vorausgesagt, wenn sich die Menschen nicht besserten, und, noch vor der Oktoberrevolution, daß Rußland seine Irrlehre durch die ganze Welt verbreiten und Kriege und Verfolgungen gegen die Kirche heraufbeschwören werde. (DGF, Seite 66-67) Obwohl das alles so eingetroffen ist, sagt aber doch die echte Maria, die ein paar mal durch Johanna Ladner zu uns gesprochen hat: „Ich trage sehr mit, weil die Menschen besonders auch mit mir das Spiel treiben und meinen Namen zu allerlei Lehren und Weissagungen mißbrauchen. Wie sollte ich für die Zukunft reden, nachdem der liebevolle Vater es für gut fand, die Zukunft den Menschen zu verhüllen. 

Glaubet also ja nicht, wo es sich ums Wahrsagen (äußerer Dinge) handelt, daß ich es wirklich war, die sich manifestierte. Nur im Einverständnisse mit solchen, die den guten Jesus-Vater lieb haben, und demselben danken und nur Ihn loben wollen für ihre erhaltene Gnade, da fühle ich mich veranlaßt, auch meinen Gefühlen Ausdruck zu geben.“ (FB, Seite 126) Weiter sagt Maria: „Es liegt mir so gar schwer am Herzen, daß so viele Seelen ihre ganze Zuflucht zu mir nehmen, statt zu meinem Herrn und Gott, dem alle Macht und Liebe im Himmel und auf Erden angehört. O wie schaudert es mich bei der Anrufung meines Namens, weil ich meinen Herrn Jesum so lieb habe, und alle Seelen Ihm zuführen möchte. Helfet mir daher in der Fürbitte für die Katholiken, daß auch ihnen die Wahrheit zukomme, so wie ihr sie (in den Neuoffenbarungsschriften) in den Händen habt; damit dieselben einmal Licht erhalten, welches ihnen den richtigen Weg zum wahren, ewigen Leben zeigt.“ (FB, Seite 170) Maria: “O könnte ich doch dabei selbst recht mittätig sein, unserem Herrn und König und guten Vater noch recht viele wahre Kinder zu sammeln, besonders solche, die ihren Weihrauch für mich darbringen. 

Ich habe die Bitte an meinen Herrn getan, daß ich bei solchen Huldigungen doch die Herzen beeinflussen darf, um für Ihn Selbst zu werben, Darum ist meine Freude groß, wenn ihr auch mit Katholiken in Verbindung kommt, um dieselben ebenfalls auf die großen Wahrheiten aufmerksam zu machen. Seid versichert, euer Bemühen mit solchen bleibt nicht ungesegnet, denn der gute Vater hat seinen Segen dazu verheißen.“ (FB, Seite 127) Wie ganz anders ist doch die Sprache der wirklichen Maria, die nichts für sich will und nur auf den Vater Jesus hinweist, während die andere, die nicht Maria ist, neben der Verehrung Jesu, auch noch ihre eigene, bzw. der Maria Ehre sucht. Dieser Geist, der selbst in dem Glauben der Marienverehrung einst auf Erden erzogen wurde, weiß nichts anderes und meint es vielleicht gut und will die Menschen, die zum großen Weltgericht hin immer weltlicher werden, zum religiösen Leben zurückführen, so wie er es versteht. Und Jesus läßt es zu in seiner großen Barmherzigkeit und Güte. 

Denn wenn die Menschen schon die Neuoffenbarung, die diese Welt vor dem Gericht retten würde, nicht annehmen wollen, so ist es doch besser, wenn wenigstens auf diese Art der Glaube nicht ganz untergeht. Und der Vater muß sich damit zufrieden geben, wenn die Menschen zu den Erscheinungsorten wallfahrten und die Maria verehren und sie um Gnade bitten. Jesus aber sagte im „großen Evangelium Johannes“: „Wer bei Mir eine gute Bitte erhört haben will, der wallfahrte in sein Herz und trage Mir ganz im stillen seine Bitte mit ganz natürlichen und ungeschmückten Worten vor, und ich werde ihn erhören.“ (6.GEJ 123,11) Wie ist nach allem dem, was wir nun hörten, der Ausspruch bei der Elisabeth zu verstehen, als Maria sagte: „Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter?“ (Luk. 1,48) Sicher nicht als eine Gutheißung der Marienverehrung, denn als während der Lehrzeit Jesu eine Gruppe von Menschen, die sich zu Jesus bekehrt hatte, der Maria Ehre entgegenbringen wollten, weil sie die Mutter Jesu war, da sagte sie zu ihnen: „Ich war und bin nur eine erwählte Magd des Herrn; und daß ich das ward, was ich bin, das war Sein Wille. 

Darum preiset nicht mich, sondern gebt allzeit Gott allein die Ehre!“ (9.GEJ 130,8) Aber im „großen Evangeliums Johannes“ sagte Jesus voraus, daß man sie mehr ehren wird als Ihn: „Ja, ja, sie ist die Erste, und es wird nimmer eine mehr sein wie sie. Aber es wird auch kommen, daß man ihr mehr Tempel denn Mir erbauen und sie ehren wird zehnfach mehr denn Mich und wird des Glaubens sein, nur durch sie selig werden zu können. Darum will Ich denn nun auch, daß man sie nicht zu sehr erhebe, indem sie wohl weiß, daß sie Meines Leibes Mutter ist, und auch weiß, wer hinter diesem Leibe, den sie gebar, steckt. Deshalb seid mit ihr überaus gut und artig, nur hütet euch davor, ihr irgend eine göttliche Verehrung zukommen zu lassen.“ (1.GEJ 108, 10-12) Maria war die beste und reinste Mutter, die je auf der Erde gelebt hat und leben wird, und sie ist deswegen die Erste unter allen Müttern, aber deswegen darf ihr nicht eine solche Verehrung entgegengebracht werden, die nur Gott gebührt und mit allen Bitten dürfen wir uns nur an Jesus direkt wenden. „Wendet euch nur allzeit an Mich“, sagt Jesus, „der Ich bin der allerverständigste Seelenhausbaumeister und der am sichersten helfende Schutzgeist aller Schutzgeister. 

Und denket, daß ein Monarch wie Ich durchaus keine Vermittler benötigt, sondern: Ich bin alles in allem selbst. Und wer zu Mir will, der komme, und er wird Mich allzeit zu Hause treffen, und zwar gerade also, wie wenn Ich nichts zu tun hätte, als dem Mich Suchenden allein zu dienen. Also vertrauet und bauet auf Mich. Denn Ich bin ein fester Grund. Wer auf diesen Grund bauet, dessen Haus wird ewig nimmer leck werden. Denn wer das Material aus Mir nimmt, der hat es lebendig, wie Ich Selbst der allein Lebendige bin und das Leben gebe jedem, der es bei Mir sucht. Suchet es auch ihr bei Mir, so werdet ihr leben ewig. Amen. Das sagt, der allein das Leben hat und gibt. Amen.“ (1.Hi. Seite 385) 

Quellenverzeichnis 

GEJ: Das große Evangelium Johannes, 10 Bände, Jakob Lorber 
Hi.: Himmelsgaben, 2 Bände, Jakob Lorber 
BM: Bischof Martin, Jakob Lorber 
HH: Von der Hölle bis zum Himmel (Robert Blum) 2 Bände, Jakob Lorber 
JJ: Die Jugend Jesu, Jakob Lorber, Lorber-Verlag, 74308 Bietigheim/Württ. 
Bibel „Die Heilige Schrift“, 
F.E. Schlachter (Uebersetzer), Genfer Bibelgesellschaft, 1981 
WCR E. Swedenborg, „Wahre christliche Religion“, 4 Bände, Swedenborg-Verlag, Zürich FB Frohe Botschaft, Lorber-Verlag, Bietigheim/Württ., 1913 
DGF: Daniel Reju, „Das dritte Geheimnis von Fatima“, Gustav Lübbe Verlag GmbH, Bergisch Gladbach, 1984 K Kerizinen, Parvis-Verlag, CH-1630 Bulle