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Geistige Entsprechung der
»Drei« nach Emanuel Swedenborg
Was die Jahre und die Zahlen der Jahre, die z.B. im 1.Mose 5.Kapitel vorkommen, im inneren Sinn bezeichnen, ist noch keinem bekannt. Die, welche im Sinne des
Buchstabens sind, meinen, es seien weltliche Jahre; aber im 1.Mose vom 5. bis zum 12.Kapitel ist nichts Geschichtliches, wie es im Sinne des Buchstabens
erscheint, enthalten, sondern alles und jedes schließt etwas anders in sich, wie die Namen, so auch die Zahlen. Im Worte kommt hin und wieder die Zahl Drei,
dann auch Sieben vor, und überall bezeichnen sie etwas Heiliges oder Unverletzliches in betreff der Zustände, welche die Zeiten oder anderes in sich
schließen oder vorbilden, das gleiche in den kleinsten Zeiträumen wie in den größten; denn wie die Teile dem Ganzen angehören, so gehört auch das Kleinste dem Größten
an, denn sie müssen sich in gleicher Weise verhalten, damit das Ganze aus den Teilen oder das Größte aus dem Kleinsten in angemessener Weise hervorgehen.
<HG 482>
Daß durch je zwei bezeichnet wird vergleichsweise Unheiliges, kann aus der Bedeutung dieser Zahl erhellen; das Zweifältige oder zwei bezeichnet nicht bloß
die Ehe und ist, wann die himmlische Ehe, eine heilige Zahl, sondern es bezeichnet auch eben das, was sechs, wie sich nämlich sechs Tage der Arbeit zu dem siebenten
der Ruhe oder dem heiligen verhalten; so zwei zu drei, da der dritte Tag im Wort für den Siebenten genommen wird und beinahe das gleiche in sich schließt wegen
der Auferstehung des Herrn am dritten Tage, daher denn auch das Kommen des Herrn in die Welt und
in die Herrlichkeit, sodann auch jedes Kommen des Herrn wie durch den siebenten, so auch durch den dritten Tag beschrieben wird.
<HG 720, 900>
Daß drei dasselbe bedeuten, was sieben, kann erhellen aus dem, was kurz zuvor gesagt worden ist: der geheime Grund hiervon ist, daß der Herr am dritten Tage
auferstand. Die Auferstehung des Herrn selbst, schließt in sich alles Heilige, und die Auferstehung aller, daher in der jüdischen Kirche diese Zahl vorbildlich
wurde, und im Worte eine heilige ist; ebenso wie im Himmel, wo keine Zahlen sind, sondern statt drei und sieben die allgemeine heilige Idee der Auferstehung
und Zukunft des Herrn ist. <HG 901>
Drei bezeichnet eine vollständige Periode der Kirche und der Dinge der Kirche, sowohl eine große als eine kleine; daher auch das Vollständige und das Fortdauernde
bis zum Ende. <HG 4495. 4901, 5114, 5123, 6721>
Die Dreizahl bedeutet zwar auch eine vollständige Periode vom Anfang bis zu Ende, und daher auch das Volle, jedoch mit dem Unterschied, daß sieben gesagt
wird, wo es sich um eine heilige Sache handelt, drei aber von jeder Sache gebraucht wird. <HG 10127>
Die Zahlen Drei, Sechs und Zwölf gehören zur geistigen Klasse, und die Zahlen Zwei, Vier und Acht zur himmlischen Klasse. Die Zahlen, die der geistigen Klasse
angehören, werden vom Wahren oder Falschen gesagt, die der himmlischen Klasse vom Guten oder Bösen. Durch drei wird auch alles Wahre im Inbegriff und durch vier alles Gute im Inbegriff bezeichnet. <HG 10624>
“Den sieben Gemeinden” bedeutet, an alle die, welche in Wahrheiten aus dem Guten oder im Glauben aus der Liebtätigkeit sind.
Dies erhellt aus der Bedeutung von sieben, sofern es alle bezeichnet. Denn sieben bedeuten im Wort Anfang und Ende, somit eine ganze Periode und einen vollen
Zustand, ebenso wie die Woche. Und weil sie das Volle bedeuten, so bedeuten sie auch alle, weil alle das Volle ausmachen, denn die Vollständigkeit in Beziehung
auf diejenigen, die eine Gesellschaft, hier die Kirche, ausmachen, wird durch alle gebildet. Wenn daher im Wort von der Größe gehandelt wird, so wird durch
sieben bezeichnet das Volle, und wenn von der Menge, so werden alle bezeichnet. Auch drei bedeuten im Wort das Volle und alle. Wo dagegen im Wort von einer
heiligen Sache gehandelt wird, da wird gesagt sieben, und wo von irgendeiner andern Sache gehandelt wird, da wird gesagt drei. Daher wird hier gesagt sieben,
weil von Wahrheiten aus dem Guten die Rede ist, welches heilige Dinge der Kirche sind. <EKO 20>
Es gibt einfache Zahlen, die mehr als die übrigen bezeichnend sind, aus denen die größeren Zahlen ihre Bedeutung her haben, nämlich die Zahlen Zwei, Drei,
Fünf und Sieben: Zwei bedeuten die Vereinigung und werden vom Guten gesagt, Drei bedeuten das Volle und werden vom Wahren gesagt, Fünf bedeuten viel
und etwas, und Sieben bedeuten das Heilige. Aus der Zahl “Drei” kommen her 6, 12, 24, 72, 144, 1440, 144.000, und diese Zahlen bedeuten auch das gleiche wie drei, weil sie aus dieser einfachen Zahl
durch Multiplikation entstehen. <EKO 430>
Weil alle Zahlen im Wort Sachen und Zustände bedeuten, und die zusammengesetzten Zahlen ihre Bedeutungen von den einfachen Zahlen, aus denen sie
zusammengesetzt sind, hernehmen, und die einfachen Zahlen hauptsächlich sind Zwei, Drei, Fünf, Sieben, so ist es von Interesse zu zeigen, was diese Zahlen
im Wort bedeuten, hier was Drei bedeutet, weil gesagt wird: Wehe, wehe, wehe, wegen der Stimmen der drei Engel, die noch blasen werden.
Daß drei im Wort das Volle und Erfüllte, und daher eine ganze Periode, eine größere oder kleinere, vom Anfang bis zum Ende, bedeuten, kann aus mehreren
Stellen im Wort erhellen.
Man wisse, daß durch drei Jahre das gleiche bezeichnet wird, was durch drei Monate, durch drei Wochen, drei Tage, und durch drei Stunden, weil die Zeiten
im geistigen Sinn Zustände bedeuten, und drei Zeiten, mögen es größere oder kleinere sein, einen vollen Zustand. Aus dieser einfachen Zahl bekommen mehrere zusammengesetzte Zahlen ihre
Bedeutungen, z.B. 6, 9, 12, 60, 72, die deshalb alles Wahre und Gute im Inbegriff bedeuten; ebenso die Zahlen 30, 300, 3000, weil die zusammengesetzten Zahlen
ihre Bedeutungen von den einfachen Zahlen hernehmen, aus denen sie zusammengesetzt sind, wie oben in diesem Artikel gesagt wurde.
Außerdem ist zu merken, daß die Dreizahl, oder drei im Wort vom Wahren ausgesagt wird, aber zwei und vier von Gutem. Der Grund ist, weil zwei und vier die
Verbindung bedeuten, drei aber eine Fülle und die geistige Verbindung die
Liebe ist, und alles Gute der Liebe angehört, und die geistige Fülle durch das Wahre
gebildet wird. Wer nicht weiß, daß alle Zahlen im Wort eine Bedeutung haben, denkt und glaubt nicht
anders, als wo zwei und drei, und drei und vier im Wort gesagt werden,
zwei und drei verstanden werden, oder wenige, und nicht alle, die im Guten und Wahren sind, wie in mehreren Stellen im Wort. <EKO 532>
In allem Göttlichen findet sich ein Erstes, eine Mittleres und ein Letztes, und zwar schreitet das Erste durch das Mittlere zum Letzten fort und hat so Dasein
und Bestand. Ferner ist das Erste im Mittleren und durch dieses im Letzten. In dieser Beziehung ist also das Letzte das Zusammenfassende, und weil es das
Zusammenfassende und zugleich die Grundlage ist, so ist es auch die Stütze. Der Gebildete begreift, daß diese drei auch als Endzweck, Ursache und Wirkung
bezeichnet werden können, ebenso als das Sein, das Werden und das Dasein, und daß der Endzweck das Sein, die Ursache das Werden und die Wirkung das
Dasein ist. Infolgedessen besteht jedes Ding in der Welt, sofern es vollständig ist, aus einem Dreifachen, nämlich aus einem Ersten, Mittleren und Letzteren,
das man wie gesagt auch als Endzweck, Ursache und Wirkung bezeichnet. Wer dies versteht, der
versteht auch, daß jedes göttliche Werk vollendet und vollkommen ist im Letzten, und daß hier die Fülle ist (wörtlich: alles, das Ganze), weil im Letzten die vorhergehenden Stufen beisammen sind.
Aus diesem Grunde bezeichnet die Zahl Drei im göttlichen Wort das Vollendete und Vollkommene, sowie auch das Ganze, in dem alles beisammen ist. Da dies
die Bedeutung jener Zahl ist, so erscheint sie überall dort im Wort, wo
der gleichen Dinge angedeutet werden. Darüber hinaus wird die Zahl Drei an vielen anderen
Stellen im Wort genannt, und zwar immer dann, wenn von einem beendeten und vollständigen Werk die Rede ist. <WCR 210, 211>
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