Verhaltenswinke

Empfangen durch Kath. Michel M. (Triest) am 15.Juni 1874

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Sei ruhig, auch diese Meine verlorene Tochter hab’ Ich wieder in Meinen Händen; folglich sag’ Ich dir und euch Allen, seid fein auf der Hut, behandelt ein wieder gefundenes Schäflein, wie Ich euch Alle von Anbeginn und noch zur Stunde behandle.

          Wer unter euch kann sagen, er habe Meine Lehre ganz inne? Wer Meine Lehre ganz inne hat, der muß auch ganz danach leben, noch aber finde Ich wohl gar Wenige, die danach leben und handeln auf alle Weise, wie Ich voranging, da – und wie oft – sagte Ich: „An den Taten wird man erkennen, wer Meine wahren Kinder sind.“

          Daher beweiset es ihr in der Wenigen Kreis, und nehmet ein verlorenes Schäflein auf eure Schultern, und mit Liebe und Sanftmut nähret es mit Meiner euch anvertrauten Himmelskost, dann werdet ihr wohltun; das Gelingen oder nicht – sei jedenfalls Meine Sache. –

          Daher sage ihr, die arme verirrte Seele solle nicht von ihrem Herrn und Gott und von ihrem Vater der Heiligkeit verlangen, daß er sie sichtbar an den Händen führen wird;  sie hat ja doch – wie Alle – ihre fünf Sinne, damit solle sie handeln nach Gutdünken, doch vorausgesetzt, dazu um Meine Gnade bittend, wo dann ihr wie jedem Andern der gute Rat ins Herz gelegt wird, danach zu handeln; dann wird der Mensch nie fehlen, und nach Meinem Wohlgefallen leben! –

          Seid verträglich gegenseitig! Euer Vater, der euch täglich umgibt, kann ja eine Uneinigkeit nicht ertragen; es ist zu schwer für einen Geist; denket, ein reiner purer heiliger Geist, Der die Hand einer armen Sünderin führt, um euch wieder neu zu beweisen, wie der heiligste Vater nie aufhört, Seine Schäflein zusammenzuhalten, sie nicht zu verlieren, und sie nie aus den Augen läßt; so rufe Ich euch nun wieder zum oft wiederholten male zu: Wachet auf! Aus eurem Taumel! Und wähnet nicht, einer mehr wie der Andere, Einer verständiger wie der Andere zu sein.

          Wisset – so lange ihr eure eigene Schwäche nicht erkennet, so könnet ihr auch Andere nicht recht unterrichten; so sage Ich, gleich Mir nehmet die verlorenen Schäflein auf die Schultern, behandelt selbe mit Liebe, Sanftmut, ohne aller ihrer Fehler zu gedenken, so werdet ihr Mein Himmelsbrot den Hungrigen reichen; nicht mit Strenge, mit Hintansetzung werdet ihr in Meinem Acker Seelen für Mein Reich gewinnen können.

          Keine Mühe scheuend, zwischen Disteln und Dornen durchstreifte Ich die Wege, Meine Schäflein wieder zur Herde zu führen, selbe wieder mit sanfter Liebe und Geduld an Meinem Tische mit dem Himmelsdrama zu stärken; wo selbe (verloren gewesene Schäflein) dann, wie oft schon bewiesen, „die Letzten die Ersteren und die Ersten due Letzten werden.“ –

          So, Meine Kinder, nehmet Meine Lehre, in Taten anzuwenden wenn ihr euch einst würdig machen wollet, „Meine Kinder“ zu werden, zu welchem Zwecke Ich euch eigentlich alle Meine Lehren so deutlich und klar durch Meine Schreiber so oft aufs Papier geben lasse, um selbe nach Maß und Ziel, wo so viele Gelegenheit euch sich bietet, anzuwenden.

          Mit Meinem Segen begleitet, nehmet diese einfachen Worte so klar und wahr von eurem Vater, Amen, zum wahren Verbreiten und Verteilen an die suchenden, hungrigen Kindlein, Amen. So segne Ich wieder wie allezeit eure Mühe. Amen!

 

 

Gnadenwinke in bedrängten Umständen

Empfangen durch Kath. Michel M. (Triest) am 12. September 1874

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Deine Frage ist eitel, „der Mensch muß durch die Schlingen, welche er sich selbst legt, springen.“ – Doch nicht verzagt, Vorsicht ist die Maßregel für den, der in dem vergänglichen Gewirre sch befindet; ohne Meinen Beistand anstehend, sollte er freilich Nichts unternehmen; dann werde Ich auch mit Meinem Segen ihm zu helfen wissen. Der Kampf muß ohne Scheu der Welt durchgekämpft werden; ohne Kampf kein Sieg, ohne Unterliegen keine Auferstehung möglich, sage Ich.

          Vor allem Andern bedenke, Wen du zu deiner Beihilfe rufst, und das Selber gar nie nach deinem Wunsche gehandelt hat, dann wirst du klar und deutlich ersehen können, daß doch all dein Mühen ein vergebenes ist; „handle recht!“ dann hast du an der Vaterliebe und Seinem Segen nicht zu zweifeln!“

          Das sage Ich dir ja öfter in dein Herz; doch ist der Mensch nie zufrieden; daher bedenke auch, daß Ich dem Menschen den Willen frei gelassen habe, zu handeln nach Seiner Willkür, und Ich ihm nicht direkt befehlen kann: „du sollst dich so oder so verhalten!“

Das nun der Mensch mit seinem Willen Alles tut, gut und schlecht, das ist schon von Anbeginn der Welt in den Menschen gelegt; daher muß Ich ferner das Gute herausfiltrieren, und selbes zu Bausteinen für seine fernere (geistige) Wohnung zubereiten.

Daher „Mut gefaßt!“ in allem und jedem Handel und Wandel! Vergiß dabei den Morgen(-Segen) oder jeden Morgen nicht, „mit Gott“ anzufangen, und den Tag in Meinem Namen zu enden, dann wirst du auch bald ersehen, was es heißt, „die Ergebung in den heiligsten Willen“, und wirst dann leichter alle Schicksale des menschlichen Lebens ertragen, und dann wird der Segen des heiligsten Vaters dich nie verlassen.

Also fahre fort, „in Meinem Namen“, liebes Kind dann kannst du auf Mich immer rechnen, daß Ich dir den Impuls ins Herz lege zu deiner Zufriedenheit; nur Kampf ist des Lebens Würze; daher noch einmal Mut! Und der Sieg wird gewonnen für die Seele; „wer aber Mein Kreuz fliehet, der ist Meiner nicht wert,“ das sagt dir dein stets liebender Vater, mit dem Segen, Amen!

 

 

Licht über manches „Warum“

Empfangen durch Kath. Michel M. (Triest) am 22.Mai 1875

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Ja, Ich komme schon, zum wiederholten male aufzufrischen das, was schon so gänzlich eingeschlafen war, nämlich die „Liebe zum Herrn;“ schon längst hättest du selbes tun sollen.

Liebe Kindlein, behandelt einander, wie Ich euch Alle untereinander behandle. Bedenket, nicht nur Jene, welche euch so scheinen, können im Jenseits so gut fortkommen, nein, es handelt sich nur, wie und wann ein Geist die Liebe des alleinigen Vaters in Jesus erkennt, Denselben liebt, die weltlichen Verhältnisse oder die des menschlichen Lebens – ohne alle Ausnahme – hintansetzt, und selbe gerne mit und um die Liebe des Herrn vertauscht, und die Rückkehr zur Welt nur dann gerne annimmt, um in der Saat der Ernte1 ganz gutwillig aus Barmliebe des Herrn mithelfen zu dürfen, und dazu aus den Strahlen der heiligsten Vaterliebe erst zu seinen Lieben in der Welt zurückkehrt, wohlverstanden im Geiste, die Saat erneut mit denen Allen, welche dazu bestimmt sind, worunter auch euer guter Bruder V. verstanden ist, welcher eure allgemeine Aufmerksamkeit anzieht, mit dem Bemerken, „wie doch derselbe so schnell vom Unverständnis nach eurem Verstande erklären kann“, so will Ich euch eben sagen, wundert euch nicht – wie und warum? Das kann nur Einer – und das bin Ich – beurteilen, und kenne den inneren Wert der Liebe am meisten, versteht ihr Mich wohl, nicht mit leeren Worten pompieren – heißt die Lehre Christi verstehen, noch weniger wird sie dadurch befolgt.

Sehet euer Jünger, welcher glaubt, kaum das Leben der Welt angetreten zu haben, ist mit einem Geiste begabt, welcher sehr leicht zur Liebe des Herr zu bewegen war; und diesen Funken, welchen Ich in sein Inneres legte, nicht ganz in den weltlichen Morast zu vergraben, und ihn dann erst wieder als einen Krüppel daraus zu erlösen, mußt Ich wieder Meine Vaterleibe vorwalten lassen, und ihn – so wie er glaubt – aus den zarten Jünglingsjahren wegnehmen, und ihn durch den festen Liebewillen Meines Schreibers und treuen Knechtes gleich aus der düsteren kühlen Grabesgruft herausziehen zu lassen, und denselben dem neune in eurer Zeit gelebt habenden Jünger2 übergeben, wo ihm derselbe gleich in der Elementarschule leichten Weges den Geist weckte, und ihn zu seiner für ihn bestimmten Mission vorbereitete.

Alles das gebe ich euch kund, um eure Grübeleien, welche Mehrere unter euch hegen, zu beseitigen; ferner euch nicht zu verwundern, dass Ich oft Einen oder den Andern von euch so benannten „blühenden Jüngling oder Jungfrau“ aus dem Schoße der liebenden Eltern wegraffe, und auch noch aus vielfachen anderen Gründen, welche Ich nicht gesonnen bin, anzugeben.

 

 

Ein wahrer Trost

Empfangen durch Jakob Lorber (Graz) m 04. Mai 1841

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Alle Menschen sind nicht erschaffen für diese Welt, sondern nur für das jenseitige große Vaterhaus, entweder so oder so; danach ihr Leben in der Welt, danach auch ihr zustand in jenem ewig großen Hause!

Wen Ich prüfe, wahrlich solches tue Ich nicht umsonst, den will und werde Ich auch zu Etwas (Tüchtigem) machen; denn er ist schon in Meiner Schule. Ein Student aber muß sich schon die Prüfung gefallen lassen, wenn er etwas werden will. – Bei Mir wird Niemand in der Prüfung „geworfen“ (durchfallen gelassen), sondern Jeder kann bestehen, entweder schon hier, oder aber doch sicher im Jenseits. Wer aber Meine sanften Prüfungen flieht, und macht einen argen Ausreißer, der wird dann von der Welt und vom Satan geprüft, ob er tüchtig sei zur Bosheit. –  Ich nehme Jeden zu jeder Stunde in Meine Schule auf, wer aber nicht mehr denn ein Schweinehirte, ein Eseltreiber oder ein Ochsenfütterer werden will, und im Unrate seine Seligkeit findet, wahrlich er wird je weder Amte, noch in seinem Vergnügen gestört werden!

Ihr aber – höret und begreifet, seid auf Meiner Universität; Ich möchte überaus Vieles aus euch machen, daher müssen euch schon auch manche Prüfungen auf dieser Meiner Hochschule (des Kreuzes) nicht befremden. - - - Ich habe die Kranke (eine Aussätzige) zu Mir genommen, und habe sie erweckt zum Leben, da Ich ihr die unreine Last des stinkenden Leibes abgenommen habe. Möchtet ihr sie wieder zum Tode erwecken!?

Warum trauerst du, so Ich deine Schwester zu Mir nahm? Ist ihr denn etwas Arges begegnet? O ihr Kleingläubigen! Meinet ihr, der Verlust eurer Schwester drücke euer Herz? – o nein, sage Ich, euer schwacher Glaube ist noch immer eure größte Not! Denn wer da glaubet und liebet im Geiste und in der Wahrheit, der wird allezeit voll Freude und Dankbarkeit sein im Herzen, da er gar wohl im hellsten Lichte sehen wird, dass Ich sein ewiger, liebevollster Vater gewiß nur allezeit das Beste tue!

O Kinder, erkennet – erkennet doch einmal, dass Ich, euer liebevollster Vater bin, Der euch in jeder Prüfung euer Leben ums Tausendfache erhöht und vermehrt! – Danket Mir mit freudigem Herzen, daß Ich eurer Schwester umsonst das ewige Leben alsogleich im Reiche der Kinder gegeben habe, und bahne ihr von da einen hellen Weg ins große Heiligtum Meiner ewigen Vaterliebe! Wahrlich ist es also; wer kann nun trauern noch, so er Mich liebt und fest hält an Meinem Namen!? So seid nun fröhlich und voll guten Mutes; denn eure Schwester ist nun schon überselig in Meinem Schoße! (Hier aber wäre sie schon in fünf Monaten samt dem Manne für ewig verloren gewesen, wie so? und warum? Wird euch nicht entgehen mit der Zeit!)

Nun aber ist Alles gut, und wird ewig gut bleiben, daher frohlocket und lobpreiset allezeit Meinen Namen, Amen; das sage Ich, euer wahrer Vater und Bruder! Amen, Amen, Amen!

 

 

Das Leben und der Tod

Empfangen durch Jakob Lorber am 6. Juni 1841

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Im Tode wirst du leben, und im Leben sterben, und so ist das Leben im Tode und der Tod im Leben. Der Tod ist das Leben; und der nicht hat den Tod, dem ist das Leben nicht eigen; es muß aber über Alles der Tod kommen, das da leben will, möchte und soll. Das Leben kommt durch den Tod, und er ist des Lebens Samenkorn; wer also das liebt, daß er lebe, der fliehe das Leben, so wird er es erhalten; denn dem Tode mußt du unterliegen, sonst bist du keine ausgesäter Same. Der wahre tote Tod aber ist die Sünde. Amen.

 

 

Gnadenworte des Trostes an Busch1

             Empfangen durch G. Mayerhofer am 25. November 1873

(Aus dem Briefe an Busch)...„wie ich erdrückt durch Ihre Nachricht betrübt am Schreibtische saß, so sagte mir meine innere Stimme:

„Was kann Ich dafür, wenn die Menschen Meine Warnungen und Mahnungen nicht hören wollen, frei sind sie, und Ich muß sie schalten und walten lassen, wie es ihnen beliebt. Daß deine Tochter U. früher in Mein Geisterreich kam, hat für sie nichts Unangenehmes, wohl aber für die Zurückgebliebenen und jetzt um die Trauernden. –

Doch beruhige dich, auch diese Trauer, und die dabei vergossenen Tränen werde ich zu trocknen, und das Erlebte zu vergelten wissen!

Es kommt Alles auf die Ansichten an, die ein Jeder von dieser und von jener Welt hat, nach dieser Ansicht richtet sich die Freude oder das Leid, was jedem Menschen auf seinem Lebenswege zustößt. – Von Mir könnet ihr Alle überzeugt sein, dass Ich meistens nur für Mein Geisterreich, wo euer Aufenthalt der weit längere ist, arbeite, und die irdischen Unannehmlichkeiten und die Unglücksfälle stets so ausbeute, daß für euer künftiges Leben der größere Gewinn daraus erwachst. –

Deswegen sage deinem Bruder, seine Tränen und sein Leid sind bei Mir nicht vergessen, nicht unbeachtet geblieben; wenn auch die Sonne durch dichte Nebel verdunkelt wird, deswegen ist die Sonne nicht vergangen, sondern stets leuchtet sie, und die Gnade und Liebe, welche von ihr ausstrahlt, wird auch durch die Nebel hindurch sein Gemüt mit sanften Gefühlen des Trostes erquicken.

Du, Mein Sohn, siehst nicht, was um dich ist, würdest du es aber sehen können, ja – Tränen würden wieder über deine gefurchten Wangen rollen, aber nicht Tränen des Schmerzes, sondern des Dankes, der Freude und der Liebe, und du würdest ausrufen: „Herr! Was bin ich, dass Du mich mit soviel Gnade überschüttest!“ Daher tröste dich und dein liebes Weib, es waltet ein Gott! Der euch bis jetzt geführt, geschützt und mit Gnaden überschüttet hat; zweifelt nicht, wenn euch gleich Manches herb und bitter vorkommt, Seine Liebe für euch hat noch nie aufgehört, und wird stets bedacht sein, mitten unter irdischen Leiden Tropfen der himmlischen Freude zu mischen.

Aus Liebe schuf ich die Welt, mit Liebe regiere Ich sie, und alles Bittere, was euch begegnet im irdischen Leben, verwandle Ich aus Liebe zum Segen!

Dieses dir, Mein Sohn, zur Beruhigung und zum Troste, gedulde dich, wenn dir gleich nicht Alles klar ist, zum klaren Sehen gehört ein ungetrübter blick, diesen habt ihr Menschen nicht, und daher die Unbegreiflichkeiten, wo ihr Meine Worte nicht mit den Ereignissen eures Lebens zusammenreimen könnet. –

Daher traue nur mir und vertraue auf Mich, und Trost und Ruhe werden in dir einkehren, und du wirst Den noch segnen, Der auch dich in vermeintlicher Unbill dich mit Gnaden überschüttet hat! Amen.

 

 

Noch ein Trostwort

Empfangen durch C. M.M. am 14.Februar 1874

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Wo du Mich für deinen Bruder Busch so inständigst bittest um ein Wort, so sage ihm: „Es geschieht nichts ohne Meinen Liebewillen!“ Der liebe Knecht, der sich viel opfert, von dem verlange Ich auch ein lebendiges Opfer; freilich ist es ihm schwer in den alten Tagen – wie ihr zu sagen pflegt – ein Kind in den Schoß der Erde zu verlieren.

Es ist ja nicht verloren, was die Welt vermißt, ist im Schoße der Geister(welt) aufbewahrt, bis auch ihr eure Erde oder euren oder euren Kampfplatz verlassen werdet, um dann mit freudigem Wiedersehen einander zu begrüßen, - dies wird doch als Ersatz des so geringen Leidens hinreichend sein, sage Ich dem lieben Sohn, er sollte sich trösten über ihren Abschied, welcher wohl für eine kurze Zeit der Erde hätte verlängert sein können; auch ist sie hier im Reiche der Geister glücklicher, als sie auf Erden war.

Also lieber Sohn, was Ich zu Mir ziehe, ist wohl nicht so sehr zu bedauern, als es euren weltlichen Ideen scheint; opfere was der Vater von dir verlangt; Abraham hatte einen einzigen Sohn (Isaak) als Geschenk von Mir; mir Liebe und Ergebung opferte er sein einziges, liebes und gutes Kind, welches ihm die heiligste Vaterliebe wiedergab.

Auch du, lieber Sohn, wirst wieder empfangen, was du glaubst verloren zu haben, daher tröste dich des Vaters wegen, Der dich über Vieles setzte, Der kann dich auch über noch Größeres setzen, als Entgelt für Das was du hier leiden mußt.

Es sind nichts Anderes als pure, kleine Prüfungsstunden, mutig und mit ganzer Energie betratest du manchen Kampf durch Meine Gnaden hast du auch in vielen weltlichen gesiegt; 1 auch dieser weltliche Kampf sollte dir nicht so schwer fallen im Hinblick auf deines Vater Liebe, Der Alles ja Alles so reichlich – hier euch unvorstellbar und Jenseits sicht- und fühlbar – vergelten wird.

Nie geahnte Freude erwarten den, der in diesen Prüfungsstunden auf dem Sammelplatze Meiner gnade (hier auf Erden) mit Liebe, Geduld, Sanftmut und Ergebung ausharrt in Dem, Der euch Allen mit diesem glänzenden Beispiele vorangegangen ist in diesem Leben, was euch so deutlich Meine Geschichte lehret, und das Er noch täglich im Geisterreiche vielfach vollführet.

Das sagt dir dein dich liebender Vater, Bruder, Meister und Heiland, Der alle Wunden auf’s köstlichste heilt, und die Seele soviel als möglich rein von diesen Schlacken herauszieht, damit selbe viel leichter dann übertritt ins Jenseits. –

Du, liebes Kind, sei vorzugsweise in deinen alten Tagen gesegnet in alle Ewigkeit der Ewigkeiten von deinem dich liebenden Vater! Amen. Amen.

 

 

Winke zur Mission

Empfangen durch Johann Ladner (Btgh.) 8.September 1882

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„Simon Johanna, hast du Mich lieber, denn Mich diese haben?“ No. 45 Kap. 302 Joh. 21,15

Liebe Kinder! Diese Frage will Ich heute auch euch vorlegen, weil ihr euch doch in der Liebe zu Mir als Solche betrachtet, die dieselbe in größerem Maßstabe besitzen, als Andere, welche den Glauben hervorheben, welcher mehr der Erkenntnis nachstrebt als der tätigen Liebe.

Das ist von euch aus zwar das Richtige, wenn ihr die Liebe obenanstellet; aber weil Mein Reich ein großes ist und viele Arbeiter braucht, so muß Ich und Andere anstellen, die nicht ganz eures Glaubens sind; denn auch sie pflegen dennoch im Gebet mit Mir zu verkehren, und bieten Mir ihre Dienste an, welche sie auch oft auf eine äußerst pünktliche Weise und ganz in der Ordnung ausführen, und dadurch wirklich Vieles leisten; denn die schmachtenden Seelen, welche Ich auch ihnen zuführe, sehen oft auf das Äußere, und beobachten sehr die gesetzliche Ordnung, um zu prüfen, ob sie sich solchem Leiter anvertrauen dürfen!?

Solches ist auch in dieser argen Zeit nicht nur verzeihlich, sondern sogar nötig; denn um sogleich von der Liebe beeinflußt zu werden, dazu ist die Menschheit in der Jetztheit zu materiell und zu heuchlerisch. Es muß aber derselben nun etwas Überzeu-gendes geboten werden, und ebenso muß bei Meinen berufenen Kindern in diesem Werke die größte Aufrichtigkeit walten, um ein Einreihen (auch) solcher (kritischer) Mitmenschen als Geschwister zu ermöglichen.

Jede Frage muß ihnen mit Liebe beantwortet werden, auch wenn dieselbe sogar auf Mißtrauen beruht, denn sie sollen eben dadurch auf die Liebe hingewiesen werden, welche dem Glauben nicht fehlen darf.

Alle diese Bedingungen sollen Meine wahren Kinder gerne eingehen; denn Ich richtete deshalb an Petrus (als Entsprechung des Glaubens) die Frage: „Simon Johanna hast du Mich lieber, denn diese Mich haben? Dann waide Meine Lämmer!“ Zu diesem Amte gehört die Liebe zu Mir, die um Meinetwillen all ihre eigenen Ansichten fahren, und dadurch anderen Seelen die größte Liebe zukommen läßt, und die größte Selbstbeherrschung über sich nimmt, Alles Mir zuschreibend, daß sie nur von Mir als dem allein wahren Hirten lernen können, ihre anvertrauten Schafe recht zu waiden.

Hier aber muß Ich euch abermals auf die Mißstände hinweisen, die sich immer wieder bei der Mission einschleichen. Ein Lehrer oder Leiter kann oft sehr viel Liebe geben; aber er erhebt sich dabei im Herzen dich noch sehr über seine ihm zugeführten Gleichgesinnten, und dieses ist dann noch ein Hindernis, daß Ich nicht so segnen kann, wie Ich es gerne tun würde, weil da noch die Überhebung als ein kranker Fleck vom Satan vorhanden ist.

Erst wenn ein Lehrer oder Leiter sich nicht mehr dünkt als seine Brüder und Schwestern, und ihnen Nichts vorenthält von Allem, was Ich ihm anvertraue, dann ist der Feind weggeräumt, und es kann sicher fortgearbeitet werden. Darum tut Fleiß, euch selbst zu opfern um Meinetwillen, und es erkenne ein Jedes unter euch im Andern seinen Lehrer, alsdann werdet ihr euch erst wahrhaft untereinander lieben lernen, und Ich kann euch dann Alle einreihen zu tüchtigen Hirten, und Meine Herde wird schnell wachsen. Amen. Eurer Vater!

 

 

Demut (Missionswinke)

Empfangen durch Th. B. am 10. September 1882

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„Und ihr sollet euch nicht lassen Meister nennen; denn Einer ist euer Meister – Christus.“ „Der Größte unter euch soll sein euer Diener.“ Matth. 23,10-11

          Liebe Kinder! In diesen Worten liegt der Höhepunkt, welchen Meine wahren Nachfolger anstreben und erreichen sollen; der aber leider nur von sehr Wenigen erreicht wird; denn die wahre Demut ohne jede Selbstüberhebung im Herzen ist diejenige Tugend, welche der Satan am meisten zu vertilgen sucht, und daher erfordert es viel Kampf und Wachsamkeit, dieselbe zu erlangen. 

          Die Überhebung war die Ursache zum Falle Luzifers, und nachher des (ersten Erd-) Menschenpaares, denen die Schlange vorspiegelte dass sie Mir gleich werden könnten, wenn sie sich nicht nach Meinem Willen richten; die Sucht, allein zu herrschen, bereitete ihnen den Verlust des Paradieses.

          Und so ist es heute noch unter Meinen Nachfolgern, die Überhebung über Andere – und wenn auch nur im Herzen – macht, dass sie nicht in die Liebe eingehen können, welche Mir ähnlich macht, diese ist die Mitteilung (an eure Mitbrüder) von Allem, was ihr besitzet, sei es in der Erkenntnis, Erleuchtung oder Teilnehmenlassen (derselben) an euern Missionsarbeiten, oder auch an äußeren Gütern; immer wieder ist der Mensch geneigt, bloß nach seiner Willkür auszuteilen, anstatt das diejenigen, die gleichfalls Etwas mit ihm anstreben, aufrichtig, ebenso viel Teil nehmen läßt, als er selbst besitzt. Diese Liebe ist aber bei geistigen Gütern viel mehr nötig, als bei den natürlichen: denn die natürlichen sind so eingeteilt, dass ein Mehrbesitz des Einen den Andern nicht stören kann in seinem Glück und seiner Befriedigung, (zumal) wenn der Andere geistig reicher ist; nur in geistigen Gütern macht sich das Viel oder Wenig mehr fühlbar, denn geistige Armut kann nicht durch äußere Güter ersetzt werden, wohl aber umgekehrt; denn manch Armer – mit mir verbunden – würde keinen Tausch mit einem gottlosen Reichen eingehen; aber dieser geistige Reichtum ist Gnade, und darum überhebe sich Keines über das Andere, wegen Gütern, die Ich ihm zugeteilt als anvertrautes Pfund, um auch Andere zu beglücken, denn sonst fehlt ihm das beste Gewürz bei dem Geistes-(Mahle) – die wahre Demut, welche alles Bittere und Sauere in Liebliches zu verwandeln weiß; der wahre Genuß eines (solchen) Mahles oder einer Gabe kann (eben nur) dadurch erhöht werden, daß auch Andere mitgenießen und sich mitfreuen, gleichwie die Liebe erst groß wird durch Entäußerung ihrer selbst.

          Wollt ihr darum immer glücklicher werden, so werdet vorher immer demütiger; denn der Größte unter euch solle sogar euer Diener sein; (d.h.) je größer die Demut, desto größer die Macht des Einflusses bei euren Mitmenschen, und so auch eurer Leistungen für Mich. Amen. Euer Jesus!

 

 

Lebens- und Missionswinke

(Vergleiche Predigt Nr. 28) Empfangen  durch Th. B. am 17. September 1882

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„Wenn du ein Mahl machest, so lade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Nachbarn (oder sonstige Verwandte etc.) die da reich sind, auf das sie dich nicht etwa wieder laden und dir vergolten werde!“ Luk. 14.22 ff.

          Liebe Kinder! Auch Ich will heute Mich an dasjenige halten, was euch derzeit bewegt, gegenüber der Partei, die euch – und auch den Verkehr zwischen Mir und euch – zu verdächtigen sucht. 

          Bleibet ruhig, und lasset sie nur machen, und wenn ihr ein Mahl euren Mitbrüdern dadurch geben wollt, daß ihr ihnen wahrhaft nährendes Himmelsbrot auftischet, so suchet geistig Arme dazu, welche Solche sind, die nicht so halbwegs dem einen oder andern Lehrer folgen, oder sich auf einen berühmten Mann in ihren Glaubensansichten berufen, sondern die da trauern, daß sie wenig Verstand haben, die Wahrheit zu begreifen. Solche werden mit viel mehr Dank diese Meine Worte annehmen, als Jene, die schon so ein paar Funken Erkenntnis in sich fühlen, und daher euch zwar in geistiger Verwandtschaft näher stehen, aber auch deshalb euch wieder laden, d.h. euch gleichfalls sättigen wollen mit ihren Anschauungen, was aber dann wenig Nutzen bringt für beide Teile, weil die Eigenliebe dabei zu viel im Spiel ist. Lasset euch daher genügen, wenn ihr von denselben mit eurer Einladung zurückgewiesen werdet und euch nur geistig Arme besuchen. –

          Wißt ihr ja doch aus Meinem Bibelworte, wie es sich mit Ausbreitung Meines Wortes und der Erleuchtung durch dasselbe verhält, indem Ich dort schon sagte, daß es den Thoren (Einfältigen vor der Welt) geoffenbaret und den Klugen verborgen sei! Darum ihr Lieben ist es überall die Demut, die beobachtet werden muß, wenn ihr etwas für Mich unternehmen wollet.

          Setzet euch nicht Oben an, sondern lasset den Gelehrten ruhig den Weltruhm, bis daß Ich es für gut finde, euch euren Platz anzuweisen, wie es Mir gefällt. Das Selbsthandeln hat ja für Mich keinen Wert, und kann Ich nur Solche in Meinem Dienste verwenden, die sich ganz von Mir leiten lassen, und auch gegen ihr freudiges Wollen Mir Gehorsam leisten. In gewissen Fällen ist dies oft recht nötig und Ich kann sie und Andere dadurch mehr segnen,  wenn sie Mir ein Opfer der Selbstverleugnung bringen. –

          So, Meine lieben Kinder, haltet es in euren Verhältnissen, wo ihr oft um Meinetwillen selbst euer wirkliches Recht fahren lassen müsset, um für Mich etwas tun zu können, damit Andere dadurch gesegnet werden.

Setzet auch ihr euch unten an, dann wird die Zeit kommen, wo es heißt: „Freund rücke hinauf“, und zwar für bleibend! –

Hiermit habe Ich euch eure Verhaltensregeln diktiert, und sehe nun deren Verfolgung entgegen. Meinen Segen gebe Ich schon heute dazu, als euer Vater! Amen.

 

 

Trost und Ruhe im Lichte der Liebe

(Für eine Mutter, die ihre Kinder verloren)

Empfangen durch G. Mayerhofer am 26. März 1870)

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Bitte: Lieber, guter, himmlischer Vater! Möchtest Du mir nicht kund geben, nachdem Du mir meine Lieben genommen hast, daß ich dies als gerechte Strafe hinnehmen solle, weil ich vielleicht mit zu vieler Liebe an ihnen gehangen bin, und eben dadurch vielleicht eines Tages ganz von Dir abgewichen wäre, oder war es nur Deine übergroße Vaterliebe gegen uns, sie in ein besseres Jenseits abzurufen; für mich aber, Dich lieber himmlischer Vater auf diesem Wege besser kennen zu lernen, um einst auch zu Dir gelangen zu können? –

Lieber heiliger Vater! Da ich Dich jetzt gefunden habe, bin ich überglücklich geworden, denn ich habe in Dir Ruhe und Trost reichlich gefunden, nur manchmal beschleicht mich eine Traurigkeit, wenn ich meiner Hingeschiedenen gedenke, da wollest Du mir denn stets die Hoffnung in mein Herz einflößen auf ein dann unzertrennliches Wiedersehen; ferner bitte ich Dich, mich auch stets zu führen diesen guten Weg, den ich jetzt betreten habe, damit ich von demselben nimmer abweiche, sondern nur auf demselben stets fester fortwandeln möge; jedoch in alledem nicht mein Wille, sondern immer nur der Deine solle geschehen! Amen. –

So schreibe denn dieser Meiner lieben Tochter, daß sie Nichts, was ihr auch noch begegnen werde während ihrer irdischen Laufbahn, als wie auch das Vergangene nicht als Strafe ansehen solle. Ich strafe Niemanden, sondern bessere nur! Wie sollte Ich die strafen wollen die Mich lieben? Wenn Ich selbst die, die Mich gar nicht erkennen wollen und überall Mich verleugnen, nicht nur in ihrem (gottlosen) Treiben gehen lasse, sondern sie wiederholt – ja täglich – trotz ihres verkehrten Treibens mit Segen überhäufe!

Ihr kurzsichtigen Kinder glaubet überall eine Strafe zu ersehen, wo es nur ein Liebesakt, ja oft der größte ist, der in eurem Leben vorkam; während ihr in Tränen zerfließt über das vermeintlich angetane Leid, zerfließen Meine Engel ebenfalls in Tränen über euch, aber in Freuden – (und Dankes-) Tränen, daß Ich in Meiner allerhöchsten Barmliebe Mich eurer angenommen habe, um so mit einem gewaltigen Rucke auf dem Wege zu Mir euch das langsame Fortschreiten zu ersparen; - und zudem, weiß denn du, Meine liebe Tochter, ob Ich den Hinübergegangenen nicht ebenfalls eine ungeheure Gnade erwiesen habe. Kennst du ihr Schicksal, so sie auf dieser Welt geblieben wären?! – Einst wirst du bei ihrem Wiedersehen frohlocken und Mich mit ihnen preisen, daß durch dieses Ereignis ihre Seele gerettet, manches Leid euch erspart und sie nun bedeutend schneller auf dem Wege zu Mir geführt wurden.

Fahre fort, Meine Tochter, Mich nur immer mehr zu lieben und Alles mir zu überlassen; was auch kommen möge, vertraue Meiner Hilfe! Mein Arm ist dir näher als du glaubst, und wenn auch vielleicht dir noch bittere Arzneien gereicht werden können in der Folge? So bedenke nur, daß die bitteren Arzneien die besten und die schnellsten Heilmittel sind; glaube – wie und was Ich anwende, um euch Alle auf dem Wege zu Meinen Himmeln Mir näher zu bringen, ist stets wohlgetan; denn Ich weiß ja allein, was und wann euch etwas nützet. Meinen väterlichen Segen für dich und die Deinigen, verharre auf dem Wege, wie du begonnen, und du wirst die Krone der geistigen Wiedergeburt ebenfalls erringen, dies versichert dich dein allerliebevollster Vater. Amen, Amen, Amen.

 


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1 welches nun nach und nach vorgeht.

2 Leop. V. Mayersbach

1 Nach dem plötzlichen Hinscheiden auch seiner anderen Tochter D. Hsg.

1 war Veteran aus den Feldzügen des I. Napoleon

 

 


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