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Die materiell gesinnte Welt Wegweiser
ins Neu-Salems-Licht ======Nr.
58, Teil II D ====== Zulassung
und Prüfung (Aus
den Neu-Salems-Schriften)
3.
Auflage 1921 Schutz und Schutzgeister Vorwort zum Wegweiser ins Neu-Salems-Licht Weshalb die Befolgung
dieser Lehre zur Seligkeit führt, besagen die gewaltigen Offenbarungen,
welche in den Neu-Salems-Schriften gekommen sind. Ihre Fülle ist so groß, daß
es den Verkündern dieses neuen, des wahren alten Lichtes und den schon
Eingeweihten ein Bedürfnis sein wird, einen gedrängten Überblick über die
Grundzüge der Heils-Wahrheit zu haben. Der „Wegweiser“ will einen solchen
bringen. Die Stellen sind allen Offenbarungsschriften entnommen, möglichst
mit deren Wortlaut. Völlig erschöpfend ist die Aufführung nicht. Viel
Herrliches wird der Leser noch anderweitig finden. Wer die Schriften noch
nicht kennt, tut gut, die Stellen aufzuschlagen und sie in ihrem dortigen
Zusammenhang zu lesen, ehe er in dieses konzentrierte Licht blickt. Teil I des Wegweisers
umfaßt die waltenden Gottes-Gesetze und die Erkenntnis unseres Ichs und
unseres Daseins-Zweckes. Teil II bringt hauptsächlich
die Regeln, wie wir zu leben haben, um das kurze, so äußerst wichtige
Probeleben hier richtig zu leben. Jeder Suchende öffne
sein Herz, dessen Erkennen weit über die Grenzen des Verstandes hinausreicht! Der Vater segne es! Pfingsten 1914 Der
Verfasser Die materiell gesinnte WeltEv 8,77, 8)–15)
Die Früchte der Lehre der Wahrheit können erst geerntet werden, wenn „man
von der Liebe zur Welt und ihren Schätzen sich im Herzen vollends abgewandt
hat, denn die Liebe zu den Dingen der Welt ist eine dunkelgraue Wolke, die
sich stets zwischen die Sehe der Seele und das Licht aus den Himmeln
stellt.“ Die meisten Menschen fassen deshalb nichts von der reinen Wahrheit
aus den Himmeln, sind deshalb stets voll Sorge, Furcht und Ängsten und
glauben an allerlei dumme Dinge. Niemand kann dem toten Mammon und zugleich
dem lebendigen Reiche Gottes dienen! Ev 3, 156, 16)–22)
Die Frage nach dem freien Moralstandpunkt des Menschen zwischen dem
notwendigen Naturleben und dem freien geistigen Wesen im Menschen. Ev 8, 184, 2)-11)
Die Jünger des Diogenes von Cyne waren das vollendetste Gegenteil der Epikuräer,
sie verachteten die Reize, Schönheiten und Schätze und das Erdenleben
selbst, ihnen machte das Sterblichkeitsgefühl nicht bange, jede Art des Seins
betrachteten sie als unerträgliche Last und Qual, das ewige Nichtsein war ihr
Wunsch. Aber von dieser Art Menschen gibt es stets nur wenige, und sie können
nicht so viele Menschen verderben, „als die überzahlreichen großen und
kleinen Epikuräer, die allenthalben zu Hause sind und ihr eigenliebiges Wesen
treiben, an Gott kaum denken, vor lauter Trachten nach Wohlleben und einen
armen Nächsten gar nicht ansehen, außer er kann zum Vorteile des Epikuräers
arbeiten um kleinen Lohn.“ - Sein Beispiel verdirbt viele. „Der eine,
bemittelte Teil der Menschen trachtet auch nur wohl zu leben, und der nicht
bemittelte wird dabei voll Neides und Ärgers, weil er nicht so leben kann als
der Bemittelte, und so ist ein Epikuräer um vieles schlechter als ein
Zyniker.“ Aber dieser ist schwerer auf den rechten Lebensweg zu bringen,
weil er keine Liebe zum Leben hat, während der Epikuräer sehr viele
Lebensliebe hat, die allerdings Eigenliebe und Materieliebe ist. Wenn diese
aber in die rechte Liebe zu Gott und zum Nächsten umgewandelt wird, so sind
die Epikuräer dann um vieles besser daran als die lebensstumpfen Zyniker.
Sind letztere aber einmal bekehrt, „dann sind sie wahre Helden im Glauben,
in der Liebe und im Handeln, denn sie haben vor anderen Menschen die
Selbstverleugnung, die Geduld und einen großen Grad von Demut voraus. Ev 6, 108, 1)-7)
Eine Minerva-Priesterin sagt: Die Orakel zu Delphi und Dodona seien für das
Volk noch immer eine große Wohltat. Dieses werde noch am meisten beim blinden
Glauben an eine Lebensdauer nach dem Tode erhalten. Mit der stoischen Wahrheit
werde dem ungebildeten Volke wenig geholfen, sie sei nur für die Priester,
die freilich jenes Glück nie genießen könnten und sich mit dem kommenden
gefühl-, schmerz- und sorglosen Nichtstun vertrösten müßten. Es sei weise,
die allgemeine Menschheit in einen möglichst wohlerträglichen glücklichen
Lebenszustand zu versetzen, der Mensch bekomme dadurch erst den sittlichen
Wert und werde dadurch ein brauchbares Glied der Gesellschaft. Deshalb sei der
Aberglaube den Menschen viel heilsamer als die reine Wahrheit, daß es keinen
Gott gäbe. Jede Götterlehre sei erlogen, nur die davon abgeleiteten
Sittengesetze seien gut. Von den Verstorbenen sei noch keiner zurückgekommen,
es gäbe eben kein Leben nach dem Tode. Wer bürge für die bei allen Völkern
vorhandenen Phantasien über eine ewige Lebensbestimmung der Seele nach dem
Tode? Sie seien alles nur Wirkungen der verschiedenen Lebensstadien der
Menschen, solange ihr Herz pulsiere. Ev 5, 51, 7)-10)
Ein Essäer sagt: Er wisse, daß der Mensch über das Erdenleben hinaus kein
Leben mehr habe. Wenn man nun aber schon einmal auf der Welt leben müsse, so
solle man wenigstens so gut wie möglich zu leben suchen. Ev 8,181, 11)–182,
3) Die Weltweisen sagen: Es gibt keinen Gott! Die Klügeren haben das
ausgeheckt, um die andern sich dienstbar zu machen. Das Leiden und Dulden der
Menschen spreche gegen Gottes Weisheit und Güte – und also gegen Ihn
Selbst. Alles entstehe durch Kraft der Erde, Sonne und Planeten und Elemente.
Glücklich und weise sei, wer sich die Zeitspanne hier so angenehm als möglich
mache und im ewigen Nichtssein das größte Glück suche. - Aus dieser
geistigen Blindheit entspringen alle anderen Übel, sie verdirbt die Menschen.
Ein Teil bietet alle Mittel auf, um nach der Weise Epikurs zu leben, der größte
Teil versinkt dabei in physische und noch größere geistige Not. Der an
irdischen Gütern Reiche ist zumeist auch in seinem Herzen zu einem Stein von
Gefühls- und Lieblosigkeit geworden, der seine Schätze aufwendet, um nie
Langeweile oder Mißbehagen zu kosten. Aber wenn es gar viele Epikuräer geben
wird, „dann wird auch bald ein allgemeines Weltgericht über alle Menschen
auf dieser Erde von Gott aus zugelassen!“ Ev 7, 222, 10)-21)
„Eine zu große Verbesserung in irdischen Dingen ist stets eine wahre und
dauernde Verschlimmerung im Geistigen.- Ob du nun als Kaiser oder als Bettler
stirbst, so ist das für jenseits alles eins. Wer hier viel hatte, der wird
jenseits viel entbehren müssen; der aber hier wenig oder auch wohl nichts
hatte, der wird jenseits - desto leichter und eher zu den inneren und allein
wahren lebendigen Geistesschätzen gelangen. Was sicher für ewig währet, das
zu erreichen, dafür setzet alle eure Kräfte und Mittel in die vollste
Bewegung! Ums Irdische, für den Leib, aber sorget euch nur insoweit, als es
vernunftgemäß nötig ist! - Wer eben für den Leib mehr tut als für die
Seele und am Ende gar für den Leib allein sorgt, dagegen für die Wohlfahrt
der Seele aber gar nichts, die doch ewig leben soll, der ist ein wahrhaftigst
blinder und überdummer Narr!“ Ev 2, 132, 11)-12)
„Es ist den Menschen, die sich einmal so recht fest in die Welt hineingelebt
haben, unaussprechlich schwer zu helfen, denn sie setzen und sehen ihr Leben
in den eitlen Dingen der Welt, leben in einer beständigen Furcht und sind auf
dem geistigen Wege am Ende gänzlich unzugänglich. Nähert man sich ihnen
aber auf dem Natur- oder Weltwege, so nützt man ihnen dadurch nicht nur
nichts, sondern man fördert nur ihr Gericht und dadurch den Tod ihrer
Seele.“ Ihnen kann nur durch Selbstverleugnung geholfen werden oder durch
große Leiden von seiten der Welt, durch die sie diese verachten lernen, bis
sie ihren Geist in sich zu suchen anfangen „Der Welt Glückseligkeit ist der
Seele Tod“. GS II, 54 Je mehr
Weltzottelei, desto weniger geistiger Fortschritt. Adv 7, 13 Die
Menschen tappen jetzt im Finstern. Die Lehre ist verfälscht. Siechtum im
Geistesleben. Lgh 108, 109 f.
Das geistige Leben des Materialisten sinkt auf Null, sein Gehirn mit dem
Verstandesleben wird der Erde übergeben, sein Dasein ist drüben trostlos. K 153 Nur der Kopf
arbeitet heute, das Herz ist zum Stillschweigen verdammt. Ev 4, 235, 2)-236, 7)
Welche Weisheit kann die Weltklugheit einer nach Wahrheit lechzenden Seele
bieten? „Alle Fragen der Weltklugen sind an und für sich schon über alle
Maßen dumm. Wie sieht es erst dann mit den Antworten aus, die andere
Weltkluge den fragenden Weltklugen geben? So ihr Licht schon Nacht und
Finsternis ist, wie sehr Nacht und Finsternis wird dann erst ihre wirkliche
Nacht und Finsternis sein? Darum hütet euch vor aller Weisheit der Welt, denn
Ich sage es euch, daß sie um vieles finsterer und böser ist als das, was die
hoch angesehene Weltweisheit Dummheit nennt! Denn einem Weltdummen ist leicht
zu helfen, während einem so recht aus der Wurzel der Weltweisen gar nicht
mehr oder nur höchst schwer zu helfen ist.“ Die Weltweisheit ist gänzlich
furcht- und wahrheitslos gegenüber der wahren himmlisch geordneten Weisheit.
Zehn Jahre lang sollte sorgfältig das Gemüt gebildet werden in rechter Demut
und wahrer Herzensgüte! Aber der Gemütsbildung wird nicht mehr gedacht,
besonders nicht in den höherstehenden Volksklassen. Für irdische Zwecke
werden die Weltweisen irgend etwas Besonderes herausbringen, „aber alles
Innere, Tiefere, Geistigere bleibt ihnen dennoch fremd. Denn zwischen den
Vorteilen der Welt und jenen ewig dauernden des Geistes und der Seele bleibt
eine unübersteigbare Kluft, über die ewig nimmer auch der schärfste
Weltverstand je eine Brücke finden wird.“ Die Menschen verstehen, den
materiellen Boden der Erde zu bebauen, werden reich und voll Stolzes und
Hochmutes und desto härter und gefühlloser gegen die Armen. „Aber das
Erdreich des Geistes, des ewigen Lebens, lassen sie gleichfort brach liegen
und kümmern sich wenig darum, ob darauf Dornen oder Disteln wuchern.“ Wenn
dann aber die böse Krankheit und der Tod kommt, und die lachenden Erben des
Reichen sich dann seine Schätze teilen, was hat dieser dann jenseits? -
Nichts als in jeder Hinsicht die größte Armut, die größte Not und das größte
für diese Welt unbeschreibbare Elend, und nicht etwa nur so auf eine kurze
Zeit, sondern auf für eure Begriffe undenkbar lange Zeit, denn woher soll die
Seele, die nie für etwas anderes gesorgt und gearbeitet hat, denn für ihren
Leib die Mittel nehmen, um sich zu vollenden in einer Welt, die in nichts
anderem bestehen kann und darf, als nur in dem, was eine Seele in sich hat und
dann durch ihren geistigen Außenlebens-Lichtäther in eine sie umgebende
Wohnung umstaltet?“ Ev 6, 62, 9)–11)
Die Kinder dieser Welt sind in ihrer Art sehr klug und irdisch reich und mächtig,
aber zur Aufnahme des höheren geistigen Lebens noch lange nicht fähig. Ev 6, 22, 2)-3)
„Es gibt in der Erde, auf der Erde und in der Luft ungegorene böse Geister,
die stets darauf ausgehen, sich des Menschenfleisches zu bemächtigen. Sie
sind notwendige Ausgeburten des alten Gerichtes der Erde, suchen ihresgleichen
unter den Kindern der Welt und beschleichen ihren Sinn. Das tut den Kindern
der Welt wohl, und sie folgen den geheimen Lockungen solcher Geister. Solche
Kinder der Welt aber ergreifen dann alles, was irgend in dieser Welt Aufsehen
macht. Da sie aber den wahren Geist nicht haben, weil sie eben Kinder dieser
Welt sind, so richten sie sich das, wodurch sie viel irdische Güter zu
gewinnen wähnen, nach ihrer (geistigen) Blindheit und nach ihrer Weltklugheit
ein, alles mit äußerem Pomp und locken dann viele, auch bessere Geister, zu
sich. Und siehe, das ist dann schon eine große und grobe Verunreinigung einer
noch so reinen Lehre. Und weil die reine Lehre nur höchst geringe irdische
Vorteile bietet, sondern nur geistige, die unreine aber nebst den vorgeschätzten
geistigen Gütern hauptsächlich große, irdische Vorteile ihren Bekennern in
sichere Aussicht stellt, da könnet ihr es dann schon so halbwegs begreifen,
wie da mit der Zeit eine Verunreinigung in die reinste Lehre kommen kann.“ Ev
6,21, 9) „Wie Mosis
reine Lehre mit der Zeit verunreinigt ward durch die Habsucht der Menschen und
ihren Weltsinn, also wird es auch mit dieser Meiner gereinigten Lehre gehen.
Sie, die Weltmenschen, werden wieder Tempel bauen und sie zur Gewinnung von
Geld und anderen irdischen Gütern benutzen und werden dabei die Gewinnung
Meines Reiches gar nicht achten. Sie werden einhergehen stolzer denn die größten
Fürsten und Könige der Erde, in Gold und Edelstein gehüllt.“ Ev 6, 22, 3) Sie
locken dann viele durch den äußern Pomp zu sich, auch bessere Geister. K 37) Die tanzende
finsterste Zeit ist nahe dem ungeahnten Sprung über die Kluft von der Liebe
zum Zorn Gottes. Schändliche Kleidertracht, zunehmende Ehelosigkeit, Unzucht,
Gefühlslosigkeit der Jugend sind die Zeichen der Zeit. Die Industrie ist die
Seele des Wuchers, der mit allem Rechtsschutz umgeben ist. Adv 118, 180) Die
Industrie steht den Liebegeboten schnurstracks entgegen. H 3, 56, 5) Die
Welt zieht durch ihre schnellen industriellen Fortschritte das Geistige mit
zum desto schnelleren Verfalle. Ev 9, 40, 1)-12) Jesus
sagt von der heutigen Zeit: Die Zeit der glaubenslosen Industrie wird eine
karge und magere sein, hohe Steuern auch auf die Lebensmittel, große Not,
Teuerung, Glaubens- und Lieblosigkeit unter den Menschen, die sich gegenseitig
betrügen und verfolgen werden. „Doch das merket euch wohl: so die Not am größten
sein wird, dann werde Ich der wenigen Gerechten wegen kommen, das Elend von
der Erde vertilgen und Mein reines Lebenslicht leuchten lassen, in den Herzen
der Menschen! N 4, 44-46
Herrliche Früchte der Literatur, der Belesenheit und der großen Kultur des
Verstandes! „Weil der Verstand soviel Geld einträgt, ist die Liebe ganz außer
Kurs gekommen, und die Tätigkeit nach ihr kennt man beinahe nicht mehr. Denn
man hat ja Maschinen genug, die aus dem Verstande heraus tätig sind, wozu der
Menschenhände?! Denn Menschenhände könnten durch ihre Tätigkeit ja gar
etwa in einem oder dem anderen großen Negozianten (Geschäftsmann) Liebe zu
den Arbeitern erwecken! Um sich dieser Gefahr nicht auszusetzen, lasse man ja
nur fleißig Maschinen errichten!“ Diese nehmen nie das Herz des Besitzers
in Anspruch. Für die Armen sind Armenhäuser und Armenväter da, Sammlungen
werden gemacht, Theater und Bälle gegeben! Wer sind die Täter nach Gottes
Wort? Die Maschinen und Luxusfabrikanten? Die Eisenbahndirektoren und
Unternehmer? „Sind es etwa die Industrieritter und die
Zuckerplantagen-Inhaber in Amerika?“ Der Herr sagt (1844): Wenn er noch 10 Täter
nach Seiner Lehre finde, werde Er das Gericht noch auf 1000 Jahre verschieben.
Auf den Einwand, daß es doch noch viele Wohltätige gäbe, sagt Er: es gäbe
10 000stel und 100stel Täter seines Wortes, aber keinen ganzen. Wenn Er sie
zusammenzähle, käme kaum ein ganzer heraus. KW 11 (1863) „Es
ist die Zeit des Hochmutes, der Hoffart, des Geizes, der Unzucht - aller Art,
welche alle Völker ergriffen hat und sie immer tiefer und tiefer in ihren
Lasterpfuhl herabzieht, woraus ohne Meine Hilfe ewig keine Rückkehr zu
erhoffen ist. Tuet auf eure Augen und sehet, von allen Seiten fangen an die
Vorzeichen des Gerichts sich zu zeigen! Doch ihr seid blind und sehet nicht,
ihr seid taub und höret nicht, denn die Welt, der Teufel und das Fleisch
haben euch fest umgarnt, und euer hochmütiger Verstand spiegelt euch vor, daß
ihr klug und weise seid und bald auf dem Gipfel aller irdischen Weisheit euren
Thron errichten werdet. Doch wehe euch! Der Welt Hochmut muß zu Fall kommen!
Nehmet euch zur Warnung vergangene Geschlechter: solange sie Gott getreu
blieben, waren sie groß und mächtig. Als solche aber anfingen, auf sich
allein zu bauen, da ließ Gott die Völker sinken und ganze Länderstrecken
wurden von der Erde vertilgt. Pr 14-15) Der Herr
sagt (1871) für die Jetztzeit: „Leider muß Ich auch heute noch sagen: Ich,
als das Licht, komme in die Finsternis, aber die Finsternis begreift das Licht
nicht. Die Kulturstufe der Menschen, sowie das darauf sich gründende
Verstandesleben sind zwar ganz andere geworden jetzt, am Vorabende Meiner
Wiederkunft, als einst in jener Zeit, aber der Hang zum Wohlleben ist den
Menschen geblieben, und die meisten haben keine Sehnsucht nach den edleren
dauernden Freuden, welche die wahre geistige Liebe gewährt, sondern sie
scheuen eine Religion, die statt sinnlicher Vergnügungen und Ergötzlichkeiten
Aufopferung und Selbstverleugnung von ihnen fordert. Andere hängen wieder
fanatisch an dem toten Buchstaben des Bibelwortes. Wieder andere bauen sich
philosophische Systeme nach ihrem Weltverstande, und nur wenige folgen Meiner
so leicht faßlichen einfachen Liebelehre. Immer neue Versuche werden gemacht,
um sich und andere zu beglücken, doch nach Meiner Lehre leben, das wollen die
meisten nicht. Wenngleich die sich aufgeklärt Dünkenden mit ihrem
Verstandeslichte die geistige Fackel, die über ihren Häuptern brennt, noch
nicht sehen, so wird doch bald die Dämmerung des wissenschaftlichen Lebens
durch selbe verdrängt werden und die Unmündigen erkennen lassen, was den mündig
sich Dünkenden bis jetzt verhüllt war.“ H 3, 177, 4) Ein
blindes und dummes Volk - ist leicht zu bekehren, denn es hat bei seiner
Blindheit doch ein offenes gläubiges Herz. Aber ein hochkultiviertes
Industrievolk hält sich für weiser, als Ich es bin, ja, es braucht Mich gar
nicht, denn dieses denkt also: „Die Welt hat sich selbst erschaffen und in
ihrem Entstehen auch nach und nach ihre Gesetze, unter denen sie bestehet und
alle Dinge auf ihr.“ Was soll Ich dann mit so einem Volk machen?!“ K 40 f. „Die
Zivilisation“: Höchste Ausbildung des materiellen Lebens! Das geistige
Leben nach Gottes Lehre ist fast Null. Gewissen, Seele. Geist und Gott werden
geleugnet. Der Geburtsstolz der Adeligen. Der Handel, wie er jetzt getrieben
wird, ist der verächtlichste Stand, krassester Egoismus beherrscht ihn. Das
verkümmerte Leben der Arbeiter. Ev 4, 184, 3)
„Welch ein elendes Leben der Menschen in den Städten, die voll Hochmut und
voll der stinkenden Eigenliebe sind! In ihnen ist alle Urlebenskraft dahin,
sie sind im großen Reiche der sie umgebenden Natur fremde Körper, fremde
Wesen geworden, die außer allem Verband mit Gott und somit auch mit aller
andern Kreatur getreten sind“. Ev 4, 61, 4-7)
Wenn man die Menschenrechte denen der Tiere gleichstellt, haben die
Materialisten recht. Jedes Eigentums- und Moral-Gesetz ist dann lächerlich.
Diese Weisheit streitet dann nur für die untersten Bedürfnisse. Seine hohe
Bestimmung kann nie ein noch so vernünftiger Tiermensch erreichen, sondern
nur der Mensch-Mensch. Wer sich nur um das kümmert, was dem Fleisch gebührt,
wird nicht weit kommen. Ein so weise und überaus kunstvoll eingerichtetes
Wesen wie der Mensch muß doch noch eine andere Bestimmung haben, als nur sich
zu ernähren! Ev 4, 36, 7)–37, 4)
Jesus sagt: „Für den morschen, total sterblichen Leib errichtet ihr
Heilanstalten über Heilanstalten, Apotheken und Bäder und Salben und
Pflaster und heilsame Getränke, aber für die unsterbliche Seele habt ihr
noch nicht auch nur eine Heilanstalt errichtet!“ Er sei nun gekommen, um
eine solche Seelenheilanstalt für alle Zeiten bleibend und wirksam zu
errichten, die zwar vieles werde erdulden müssen von den erzkranken Seelen,
die in ihrer Selbst- und Weltliebe sich dagegen sträuben und von ihrer eignen
Krankheit nicht geheilt sein wollen, aber Er werde Seine Anstalt zu schützen
wissen. Ev 2, 203, 5)-6)
Die zu sehr mit irdischen Gütern Versehenen werden leicht übermütig, fangen
an, für ihren Leib zu sorgen und ihre Seele, die zur Erkeimung des Geistes in
ihr beitragen sollte, wird von ihrem Leibe aufgezehrt. Solch ein Mensch wird
geistig so gut wie tot, er leugnet alles Geistige und vermaterialisiert alles.
Sein Bauch und seine sinnliche Haut sind seine zwei alleinigen Gottheiten,
denen er Tag und Nacht bereit ist, jegliches Opfer zu bringen. Geist, Gott,
Himmel sind ihm nichts, als veraltete poetisch-phantastische Redebilder. Ev 4, 224, 1)-2)
„Der gewöhnliche Weltmensch kann sich von dem wahren und höchsten
Lebenswerte freilich nichts träumen lassen, denn wenn nur für seinen Bauch
gehörig gesorgt ist, was kümmern ihn dann alle die anderen Wichtigkeiten des
Lebens?! - Was liegt ihm an der allerwichtigsten Selbsterkenntnis, ohne die
eine wahre Gotteserkenntnis nicht denkbar möglich ist!? Wird er das, was ihm
doch sicher im höchsten Grade mangelt, je einmal zu suchen anfangen? Ganz
sicher nicht, denn er leidet ja keinen Hunger und keinen Durst, was doch die
vermeintlichen Hebel seien, durch welche die arbeitsscheuen Schlucker zur
Weisheit und Wissenschaft angespornt werden!“ Ev 2, 128, 12)
„Menschen, die für ihren Nebenmenschen jeden besseren Gefühles bar sind,
sind nicht mehr Menschen sondern Teufel“. Sie suchen nur ihren Bauch auf das
ansehnlichste zu befriedigen. Hierzu ist ihnen kein Mittel zu schlecht, alles
andere gilt bei ihnen nichts. H 2, 145, 11) Der
Hochmut des Weltverstandes, der da nie ein Gefangener sein will in der
Wahrheit, sondern frei und ein Herrscher bei allem Mangel des Lichtes, wähnt
sich nur dann glücklich, so von allen Seiten seiner Dummheit gehuldigt wird
und ist ruhig nur dann, wenn er mit Spott und Hohn seinen Brüdern auf den Köpfen,
sich herablassend, herumsteigt. H 2, 115, 13)-15)
„Ein Mensch ohne höhere Wißbegierde ist im eigentlichen Sinne noch gar
kein Mensch, sondern nur ein Tier in menschlicher Form. Bei einem solchen
Menschen ist nicht gut sein, denn in ihm lebt nur noch eine ganz tierische
Seele, die sich ihrer Vorzustände nicht entschlagen mag, darum es ihr bei
Fressen allzeit besser ergangen ist, denn bei einer Arbeit zur einstigen
Erweckung des unsterblichen Geistes in ihr. Sehet, ein solcher Mensch ist ein
reiner Weltmensch, dem nichts heilig ist, denn sein Bauch!“ K 4 - 7) „Die
Menschheit treibt auf dem großen Ozeane der Herrschsucht und des Egoismus
mutwillig vorwärts, ohne eigentlich zu wissen wohin, nur stets mehr
Steigerung, mehr Befriedigung ihrer Gelüste erwartend. Ihr sehet, wie die
Menschen stets mit dem bißchen Wissen, das sie „Wissenschaft“ nennen,
Mich, Meine Lehre, ja alles leugnen, was den Menschen eigentlich zum Menschen
als geistiges Wesen macht. Ihr sehet, wie die Menschen überall nach neuen
Reizmitteln suchen, neuen Reizmitteln in Speisen und Getränken, neuen in den
Unterhaltungen und sinnlichen Begehren, neuen in Erlangung einer noch größeren
Herrschsucht des einen über den andern. Ihr sehet, wie die Menschen stets
mehr und mehr dem eigentlich ursprünglich Schönen und Erhabenen den Rücken
wenden, ihren feinen Geschmack am Edlen verlieren, das Gemeine, Niedrige als Höchstes
obenan setzen, sei es in Kunst, Musik oder Reden, und so von dem würdevollen
Standpunkte eines Wesens zweier Welten auf die Stufe eines vernünftigen
Tieres heruntersinken.“ Der Kulminationspunkt des materiellen Schwindels ist
nahe. Nahe ist aber auch der große Anfang des Triumphes des Geistigen! Lb1 II, 237 (1899)
„Wenn Ich euch die innere Sehe erschließen würde, was würdet ihr für
Augen machen, wenn ihr den Greuel der Verwüstung sehen würdet, welcher jetzt
unter den Menschen herrscht! Ich, als der Herr, sage euch, ihr würdet wenig
Menschenangesichter sehen, sondern ihr würdet die Menschen in allerlei
Tiergestalten und mitunter in furchtbaren, scheußlichen Gestalten erblicken.
O, Kinder, wenn nicht Meine Liebe jetzt eingreift und bald einen Hemmschuh dem
Feinde legt, so ist es um das Menschengeschlecht und dessen ewige Seligkeit
geschehen, es käme alles aus Rand und Band, und all Mein so schmerzhaft
vergossenes Blut ginge an derselben verloren!“ Ev 8, 182, 1)-10)
Die Furcht vor dem Tode, ein Gefühl, das die Menschen durch alle möglichen
Vergnügungen und Zerstreuungen loszuwerden trachten, wird erzeugt durch die
Welt- und Materie-Liebe. Denn die Materie ist gerichtet und gegenüber dem
freien Geiste tot, und deshalb kann eine an der Materie klebende Seele nur das
Gefühl des Todes haben. Für die mit der Weltliebe erfüllte Seele ist es
keine leichte Arbeit, sich von der Materie und ihrem eingebildeten Werte zu
trennen. Das Unsterblichkeitsgefühl wird aber in der Seele erweckt, indem wir
den Glauben durch die Tat lebendig machen. Ev 2, 201, 10)
„Die sich hier schon einen Himmel voll der seligsten Genüsse haben schaffen
wollen, - müssen am Ende allen ihren mühevoll gesammelten Vorrat dennoch
fahren lassen, und hundert andere vergeuden ihn dann auf eine oft sehr
liederliche Weise.“ Ev 9, 118, 26)-29)
Mit dem Lebensglück der von Gott begeisterten Menschen sieht es immer am
allerbesten aus, denn diese wissen es in sich, warum sie in diese Welt
gestellt sind, und so sie leiden, da wissen sie klarst, warum. Dann haben sie
keine Furcht vor dem Leibestode, weil sie das ewige Leben der Seele schon in
aller Klarheit in sich haben, fühlen und sehen und in diesem Leben aber auch
die Kraft und Macht des Geistes Gottes in ihnen, durch den sie das ewige Leben
und die göttliche Weisheit innehaben. Was hat aber dagegen ein in allen
Weltwohlgenüssen schwelgender Mensch in sich?! Wessen wird er am Ende inne?
Des Todes, hinter dem sich kein Leben zeigen will, und die Verzweiflung ist am
Ende sein Los! Was ist am Ende des Gottbegeisterten diesirdisches Leiden gegen
sein seligstes Abscheiden von dieser Welt, und was ist all das kurzzeitige
Wohlleben eines Weltmenschen gegen sein unglückseligstes Abscheiden von
dieser Welt?! - Was verliert der aus Gott weise Mensch denn wohl, so er von
den blinden Weltnarren verachtet und irgend verfolgt und am Ende gar getötet
wird?“ Er verbindet sich nur stets inniger mit dem Geiste Gottes. Die ihn
verachtenden und verfolgenden Weltlinge aber gewinnen den ewigen Tod und
dessen Gericht. Pr 287-288 „Ins
Feuer und in die Finsternis geworfen werden, wo Heulen und Zähneklappern sein
wird“, besagt, daß die, welche Gottes Wort zur Zeit, wo sie es hören,
nicht beachten, später von peinigenden Vorwürfen gequält und mit vernachlässigtem
Herzen bestraft werden. Ev 5, 70, 1)-71, 16) Gott
schuf den Menschen rein, wahrhaft und gut. Für seinen Geist ist in sein
Fleisch die Versuchung gelegt. Die Materie ist ihm aber nur zum Kampfe gegen
sie untergelegt, damit er sich zur Unsterblichkeit kräftige mit Gebrauch
seines freien Willens. Die Materie ist aber ein Scheingeist, Lüge und Trug,
ein Nichts, sie ist nur ein Gericht des Geistigen, welches nicht bleiben kann
und darf. Die weltlich und materiell gewordene Seele teilt das Los der
Materie, sie wird in die substanziellen psychoätherischen Urkraftsatome
aufgelöst beim Abfall des Leibes, und es bleibt dann nur der lichtlose und
oft nahe leblose tierskelettartige Grundtypus übrig, der mit dem Menschen
kaum eine leiseste Ähnlichkeit hat. Die Seele ist dann in dem Zustande der
Sheoula, der Hölle, d.i. „Durst nach dem Leben.“ Unendliche Zeitläufe
dauert es, bis sie wieder ein menschähnliches Wesen wird. Adv 125 (108) Der
Reiche hat in seinem Wohlleben meist seinen Lohn dahin. Vb 4, 48 „Wenn
Ich wiederkomme, werde Ich zuerst solche besuchen, die ihre Danklieder in der
Armut singen lernen und weder Gold noch Silber zu ihrer Beglückung von Mir
erwarten, und erst dann, wenn die großen Materialisten einen Austausch bei
Mir machen wollen, kann auch ihnen Meine ganze Liebe zugeteilt werden.“ Ev 6, 71, 5)-6)
Wie in einem Morgentraum, als seien sie Könige, so befinden sich aber auch
alle die weltlichen und diesirdischen Glücksritter, die in allen Gattungen
der menschlichen Seinssphäre dieser Erde überaus reichlich vertreten sind.
Sie fühlen sich ganz glücklich dabei, und wehe dem, der es wagen würde, sie
für den Ernst dieses Lebens zu wecken durch Worte und Taten!“ Wir sollen
versuchen, ihn zu wecken! Läßt er sich aber nicht erwecken, „so lasset den
faulen und trägen Esel schlafen! Da müssen dann schon andere Weckmittel
kommen, um solche Schläfer zu wecken. Dergleichen Mittel aber heißen:
Krankheiten, Krieg, Hungersnot und Pestilenz. FB 119) „Solche,
die nur noch Tiermenschen sind, müssen durch außerordentliche Ereignisse zum
besseren Bewußtsein gelangen. Betr. 10, (1871)
Die ganze Menschheit wird getrieben, wie der Wind und das vom Steuer
verlassene Schiff treibt. „Zerbrochen müssen sie alle werden, die künstlichen
Schutzwände, die der Verstand wie Eisenpanzer um das nur für Liebe
schlagende Herz gezogen hat. Es müssen geklärt werden die beschränkten
Ansichten von Geburt, von Rang, von oberflächlichem Wissen. Der Mensch muß
aufhören, mit dem Verstande zu denken und zuerst mit dem Herzen fühlen
lernen. Das geistige Feuer der reinen Liebe muß zuerst seine ganze Seele erwärmt
haben, dann erst kann die Weisheit als regelnder Trieb der Liebe, dieser
Schranken setzend, die Menschheit alles das recht fühlen machen, womit Ich
sie ausgestattet und zu was Ich sie so und nicht anders erschaffen habe.“ LB1 II, 35 Gott
zerstört den Wohlstand, der nicht durch Bruderliebe angehäuft ist. Er
befreit den Menschen vom Mammon, „denn er lag allda nutzlos und brachte Mir,
dem alleinigen Besitzer, keinen Zins. Sind es die Stätten der Industrie, die
Vorratsräume der Hartherzigen, die Prachtgebäude, der irdischen Lust und dem
Wohlleben gewidmet, welche die irdische Pilgerreise gar angenehm ausschmücken
und die Pilger zum Verweilen einladen, daß sie daselbst ihr Reiseziel gänzlich
vergessen und so schändlich betrogen werden durch die Welt und ihre Lust. -
Freuet euch, daß die Heimsuchungen einen rechten Umfang genommen! - Das
Morgenrot der neuen Zeit schimmert schon blutrot durch die Büsche!“ Jug 155, 7)–18
„Schätze dich im Glücke der Welt nie als zu glücklich, sondern halte die
Welt samt ihrem Glücke als einen Schauplatz des Truges, so wirst du in der
gerechten Weisheit das Leben der Welt genießen! Denn siehe, alles in der Welt
ist gerade das Gegenteil von dem, als was es sich dir darstellt. Die alleinige
Liebe nur, wenn sie aus des Herzens Grunde kommt, ist wahr und gerecht! - Also
grabe nicht so tief in die Welt hinein und freue dich der Entdeckungen in der
Tiefe der Welt nicht! - Alles auf der Welt kann dich töten weil alles selbst
in sich den Tod trägt, nur die alleinige Liebe nicht, so du sie bewahrst in
ihrer Reinheit!“ Lbl III, H 22, 9
Die Menschen kennen und fühlen vielfach ihre Sündennot gar nicht. Lb1 III, 214
„Die Herzen sind kalt und hart, und das ist euer Fluch! O besinnet euch
doch, Wessen ihr seid! Seid ihr nicht aus Mir, aus Meiner Liebe
hervorgegangen? Wo habt ihr ihn hingetan, den Adel der Gottessöhne?! Mit
Schmach und Schande seid ihr bedeckt, ein fluchbeladenes Geschlecht! Weinen muß
Ich ob eurer Torheit, die ihr lieber esset das harte Brot der Fremde, als das
süße im Vaterhause. O kehret zurück, kommet zur Mir! Alles, was ihr getan,
womit ihr euch beflecket, es sei rein, wenn ihr nur kommen wollet zum Vater!
Doch lieber möchte Ich zu Steinen reden, als zu diesem Geschlechte. Es ist
tot, und seiner Nacht wird sobald kein Ende werden, und Ich muß Mein Antlitz
verhüllen und weinen.“ H 2, 167, 3)-17)
„Bezähmet eure Begierden! - Bei jedem Falle wird der Geist mit einem neuen
Totengefängnisse umgeben. Solange aber jemand sich Meinen Willen nicht zu
eigen gemacht hat, solange auch bleibt er ein Gefangener des Todes und ein
Knecht der Sünde, welche ist der alte Tod. Wer aber sich zu eigen gemacht hat
Meinen Willen, der ist vollkommen geworden, wie Ich, sein Vater, es bin, und
er wird die Werke des Lebens verrichten, die Ich verrichte.“ K 98, 99 Das
Materielle wird nie ganz beglücken. In den Menschen ist das Bedürfnis
gelegt, mit Gott verbunden zu werden. Immer wieder kommt dieser geheime Zug,
teilweise rufen ihn die Vorkommnisse hervor. H I, 224, 17) „O
Herr, wer nur einen Tropfen Deiner Liebe verkostet hat, dem wird die Erde zum
Ekel im lautesten Jubel des eigenen Herzens über Gott!“ Lb1 II, 245 Wir
sollen in der Gegenwart, nicht in der Zukunft leben, sonst ist die Gegenwart für
uns verloren! „Ihr sollet suchen, soviel als möglich freizuwerden von
Sorgen um diese Welt, von Sorgen um euren Leib! Die Sorge um euer Ich soll völlig
in den Hintergrund treten vor der Sorge um euren Geist, - der nur nach
geistigen Dingen strebt und dem Leibe nur die Stelle, die ihm gebührt, einräumt,
nämlich, daß er diene dem Geist, nicht aber herrsche über ihn!“ Lb1 II, 125
„Befleißiget euch immer mehr, euch loszumachen von dem, was da Welt heißt,
kümmert euch nicht um die Welt, um ihr Tun und Treiben, ihr wißt ja, was mit
der Welt vorgeht und was aus ihrem tollen Treiben werden wird! Euch allen muß
sie ein Ekelgeruch für euren Geist sein, für euren Leib muß sie ja
bestehen, damit auch er seine Bestimmung erfülle, dieweil Geist und Seele
sich vereinigen sollen in diesem Leibe. - Auch Ich lebte in dieser Welt und
doch nicht in ihr. So tuet ihr das gleiche!“ Jug 388, 12)-18)
„Eile mit Weile! In aller Weltarbeit, wenn sie zu eifrig betrieben wird,
liegt der Tod. Daher ist's besser, zu sein faul für die Welt, aber um so
eifriger für den Geist bei jeder Gelegenheit. Also aber sollen die Weltfleißigen
stets den Tod ihrer Seele in ihrem Eifer ums Irdische finden! Ich aber werde
die Weltmüßiggänger aufsuchen und werde sie in Meinen Dienst nehmen für
ewig, und denen, die nur eine Stunde des Tages gearbeitet haben, werde Ich
gleichen Lohn geben wie denen, welche den ganzen Tag fleißig gearbeitet
haben. Wohl jedem Faulenzer für die Welt! Der erste wird sein Mein Freund und
der zweite Mein Feind.“ H1 398, 23)
Jeglichem Sünder, der voll Reue und Liebe zu Gott zurückkehrt, werden seine
Sünden nachgelassen und wäre ihre Zahl wie die des Sandes am Meere. Lb II, 24 „Alle Größe und Herrlichkeit der Welt vergeht vor Mir wie des Grases Blume, und Meine Größe und Herrlichkeit allein bleibt ewig, die ihr doch so gering achtet!“
Verstand
und Glaube
Pr 235-236 Der mit
dem kalten Verstand urteilende Mensch könnte sagen: Ich finde keinen Grund,
einen Gott zu lieben, weil ich etwas Unsichtbares nicht lieben kann, ferner
weil Er mich erschaffen hat, ohne mich zuvor zu fragen, ob es mir paßt, und
der mich in mancher Hinsicht unvollkommener als das Tier gestaltet, aber mir
dennoch die Einsicht in meine Lage gegeben hat. So urteilt der, welchem die
kalte Wirklichkeit, das, was er vor sich sieht, was er mit seinen Händen
greifen und mit seinen Sinne wahrnehmen kann, die ganze Welt ausmacht. Pf 17 „Die
Mehrzahl will und mag von Gott durchaus nichts wissen, weil es sich mit ihrer
sogenannten Vernunft nicht verträgt, ein Wesen sich zu denken, welches weder
greifbar noch sichtbar ist und somit nach ihrer Meinung nicht existieren könne.
Viele wieder lassen Mich wohl so halbwegs als ein ewiges, unzugängliches
Wesen gelten, von welchem man sich aber beim besten Willen keinen Begriff zu
machen imstande sei und daher auch auf ein so rätselhaftes Wesen keine Rücksicht
zu nehmen habe. Denn die Welt streitet Mir die vollkommene Individualität
Meiner Wesenheit gänzlich ab und verliert dadurch die letzte Basis oder den
letzten Halt, welcher das Geschöpf an seinen Schöpfer bindet. Viele aber
machen zum Schein die Zeremonien ihrer Kirche noch mit, um vor der Welt als
ordentliche Menschen angesehen zu werden, im Herzen aber ist es leer und öde.
Da heißt es dann: Ihr ehret Mich wohl mit den Lippen, aber euer Herz ist fern
davon.“ Die Zeit vergeht wie Rauch, und die Ewigkeit kommt für jeden
unausweichlich heran, und wehe demjenigen, welcher wohl Schätze der Erde
gewonnen, aber an seiner Seele Schaden gelitten hat!“ Pr 140 Wie die Jünger
nach der Grablegung Christi verlassen herumirrten und an Jesu göttlicher
Sendung zu zweifeln anfingen, „ebenso ist die jetzige gläubige oder ungläubige
Menschheit alle insgesamt in solcher Unschlüssigkeit begriffen. Sie wissen
nicht, ob sie etwas und was sie glauben sollen oder ob wohl gar alles zu
verwerfen sei.“ Lb1 III, 186
Selbst der Gott entfremdete kalte Weltverstand empfindet schmerzlich, daß es
fehlt, nicht wissend, woran es fehlt. „Nur nicht an Mich, den allmächtigen
Gott, richtet er sein Seufzen, sondern an das unergründliche All, das selbst
der Weltverstand als ewig bestehend anerkennt und es als treibende, alles
leitende „Kraft“ bezeichnet. Der menschliche Hochmut sträubt sich, ein
Wesen anzuerkennen, das mächtiger ist als der Mensch in seiner höchsten
Einbildungskraft, d.i. in seinem konzentrierten Hochmut.“ Ev 9, 83, 1)-84, 10)
Wer nach der Wahrheit „leben und wandeln wird, der wird es schon in sich
lebendigst innewerden, daß Meine Lehre Gottes- und nicht Menschen-Wort ist. -
Die Kraft, Zeichen zu wirken, geht nicht vom Verstande, sondern vom lebendigen
Glauben und festen Tatwillen aus, denn der Verstand des Gehirnes ist ein totes
Weltlicht des Menschen, das wohl niemals in die innerste Lebensregion des
Geistes und seiner Kraft dringen kann, aber der lebendige Glaube im Herzen ist
das wahre Lebenslicht der Seele, das in ihr den Geist erweckt und den ganzen
Menschen durchdringen macht. - Zwei Bäume hat Gott in den Garten des Lebens
gesetzt, einen Baum des Lebens und einen Baum des Erkenntnisses und sagte zum
Menschen: So du von dem Baume des Lebens die Früchte essen wirst, so wirst du
auch leben. Wirst du aber von dem Baume des Erkenntnisses die Früchte essen,
bevor sie von Mir für dich gesegnet werden, dann wird der Tod über dich
kommen, und du wirst sterben! Der Mensch aß aber eher auch vom Baume des
Erkenntnisses, „bevor er durch Glaubensreife im Herzen wäre gesegnet
worden, d.h. er fing an, durch Gehirnverstand den Geist Gottes und also den
Geist des Lebens, zu suchen und zu ergründen, und die Folge davon war, daß
er sich dadurch von Gott nur stets mehr entfernte, anstatt sich Ihm mehr und
mehr zu nahen. Und das war schon der Tod, d.h. der geistige Tod des Menschen,
und der ganze Mensch wurde kraftlos und verlor die Herrschaft über alle Dinge
in der Naturwelt und ward dann genötigt, mit Hilfe des matten Schimmers
seines Gehirnverstandes sich im Schweiße seines Angesichts sein Nährbrot
physisch und noch mehr geistig zu erarbeiten und zu erwerben.“ Wer vom Baume
der Erkenntnis isset, verliert nur zu bald Gott und sein inneres Leben, er weiß
nicht mehr, wer er ist, warum er da ist und was aus ihm werden soll. Voll
Angst und Furcht sucht seine Seele im Gehirnverstand die Antwort. Da findet
sie aber nichts, als dort haftende Bilder dieser Welt, die dem Geist und Leben
um vieles ferner stehen, als sie selbst. „Erkennt die Seele den ihr stets am
allernächsten stehenden Geist des Lebens aus Gott nicht, wie wird sie dann
erst Dessen ihr endlos ferner stehenden Geist in den Abbildern der Welt in
ihres Leibeskopfes Gehirn erkennen?!“ So stellt sie sich Gottes Wesen stets
entfernter und unerreichbarer vor und verliert es endlich ganz, indem sie in
Epikuärismus oder in Zynismus übergeht. Dann „erkennt die Seele keine
Wahrheit mehr, Lüge gilt ihr soviel und mehr noch als die reinste Wahrheit,
wenn sie aus ihr nur irgend einen irdischen Vorteil ziehen kann. Hindert sie
irgend eine Wahrheit daran, so wird sie derselben feind und flieht oder
verfolgt sie mit Feuer und Schwert. In solchem Zustande der Seele gibt es für
sie dann auch keine Sünde mehr.“ Jesus sagt dann von Seiner Zeit: Die
Menschen glaubten nahe an gar keinen Gott mehr und auch nicht an ein Fortleben
der Seele nach dem Abfall des Leibes. Sie erkannten nicht, daß Er als Gott
Selbst körperlich zu ihnen gekommen sei, sie hielten das in ihrer Blindheit
und Dummheit für unmöglich. Er zeigte ihnen von neuem den Baum des Lebens.
Wer von diesem essen werde, der werde zum wahren Leben des Geistes aus Ihm
gelangen, und wer in diesem ist, der ist auch in aller Weisheit, „und die
Seele wird dann in einem Augenblick mehr erkennen, denn durch ihr äußeres
und eitles Verstandesforschen in tausend Jahren. Wenn ihr euch aber im
Zustande des wahren Lebens befinden werdet, so werdet ihr in Meinem Namen auch
Zeichen zu wirken imstande sein und also jedermann ein Zeugnis geben können
von der Wahrheit Meiner Lehre, so es nötig sein wird.“ Ev 10, 120, 7)
„In euren pur weltlichen Dingen, mit denen der innere Geist in keinem
Verbande steht, mag auch euer Weltverstand richten und entscheiden. Aber in göttlichen
Dingen richtet und entscheidet nur ein lebendiger Glaube an Gott und die reine
Liebe zu Ihm, und aus der zum Nächsten.“ Vb 1, 12 „Der
Verstand wählt nach dem, was ihm durch die Sinneswerkzeuge von außen zu
beurteilen beigebracht wird, und daher beziehen sich seine Ansichten mehr auf
äußere Vorkommnisse und Interessen. Ebenso auch das Urteil über einen
Menschen oberflächlich (richtend) geschieht, während das Herz, als Wohnsitz
der Liebe, - nur bemüht ist, das Richtige durch die Liebe herauszufinden und
dabei festhält im Vertrauen zu Mir.“ Gottes Kinder „werden bald finden,
daß sie bei einer gütlichen Hingabe mehr gewinnen, als wenn sie ihren freien
Willen durch den berechnenden Verstand leiten lassen.“ V 6, 53 „Alles,
was vom Verstand angestrebt wird, ist mehr materieller Art und geht auf
Sinnengenuß hin, wogegen dasjenige, wozu der Geist von innen antreibt, zu
geistigem Gewinn dient. Durch diese Verschiedenheit in beiden Richtungen
entsteht Kampf, welcher nur beseitigt werden kann, wenn ihr ganz dem Geiste
folgt, weil die Liebe nicht aufhört, euch stets wieder das Bessere von neuem
anzubieten. Habt ihr euch aber zum Geistigen gewendet, so erfolgt eine innere
Ruhe dabei und eine Befriedigung des Geistes, womit das Friedensreich in euch
seinen Anfang genommen hat.“ Hdw II, 7
„Siehe, es sind die Sinne deiner Seele, welche da ausmachen deinen
Verstand.! Dieser ist zu angestrengt tätig, entzieht dadurch dem Herzen
zuviel des Lebensfeuers und verbraucht es im Gehirn um nichtige Dinge. Dafür
aber leidet dann dein Herz einen Mangel und wird von außenher beengt, weil es
zuwenig des Lebensfeuers zurückbehält – und nicht soviel Lebensfeuer
erzeugen kann, als wieviel dessen dein nicht selten über die Maßen tätiger
Verstand zu seiner weltlichen Funktion vonnöten hat“, so daß er in allen
seinen Teilen schwach wird. Ev
9, 73, 2)-74,6) Gedächtnis und Verstand verhalten
sich zum Herzen wie der Mund zum Magen. Solange das Brot sich noch im Munde
befindet, ist es noch kein Fleisch. Wer Gottes Wort hört und es nur im Gedächtnis
behält, der behält das Brot im Munde der Seele. „Wenn er im
Gehirnverstande darüber ernstlich nachzudenken anfängt, da verkauet er das
Brot mit den Zähnen der Seele, denn der Gehirnverstand ist für die Seele
das, was die Zähne im Mund für den Leibmenschen sind.“ Ist die Lehre vom
Gehirnverstand angenommen, dann muß sie „von der Liebe zur Wahrheit im
Herzen angenommen werden und durch den festen Willen in die Tat übergehen.
Geschieht das, so wird das Wort in das Fleisch und durch den ernstfesten
Tatwillen in das Blut der Seele, das ist Mein Geist in ihr, umstaltet.“ Will
die Seele erstarken und gesunden, „so reinige sie ihr Herz von all den irrtümlichen
Lehren, Begriffen und Ideen, nehme die Wahrheit wie Ich sie euch lehre,
liebewillig und vollgläubig auf und werde danach recht tätig und regsam! -
Darum sei denn keiner aus euch nur Hörer, sondern sogleich auch ein
ernstwilliger und emsiger Täter Meines Wortes!“ Rbl II, 423-424
„Im Kopf sitzt der Seele kalt berechnender Verstand und sein Handlanger, die
Vernunft, die da gleich ist einem weit ausgreifenden Arme voll Augen und Ohren
am seelischen Verstandesleibe. Der Verstand verlängert diesen Arm stets mehr
und mehr und will mit demselben am Ende die ganze Unendlichkeit an sich reißen.
Das eiteltolle Bestreben des Verstandes aber ist eben jene gefährliche, Tod
und Gericht bringende Eigenschaft der Seele an und für sich, die da mit dem
Worte „Hochmut“ bezeichnet wird. Im Herzen aber ruht die Liebe, als ein
Geist, aus Meines Herzens Geist genommen. Dieser Geist hat aber, so wie Mein höchst
eigener, ohnehin schon alles, was die Unendlichkeit vom Größten bis zum
Kleinsten enthält, zahllosfältig in sich. Wenn nun der hochtrabende
Verstand, das Eitle seiner törichten Bemühung einsehend, seinen
vorbezeichneten Arm, der da ist seine Vernunft oder noch deutscher gesprochen,
sein Vernehmvermögen, - demütig und bescheiden zurückzieht und ihn in das
Herz leitet“, so gelangt man zum ewigen Leben, zu der wahren seligen Ruhe
desselben und findet dort alles beisammen, was die ganze Unendlichkeit enthält.
Ob der Keim zur Reife aufgehen wird, das hängt aber von der Stärke der Liebe
zu Gott und zum Nächsten ab. NZ 47 So jemand,
sein Inneres nicht beobachtend, „nur glaubt, die Lebensfülle in dem weit
ausgedehnten Schöpfungsraum zu suchen, der hat ebenfalls seine Arme und Augen
weit gegen den Tod ausgestreckt. Je mehr ihr euch von der Welt abzieht und ihr
euch gleichsam von derselben entfernet, desto schöner, verklärter und
durchsichtiger wird sie euch erscheinen, denn da hat erst der, der Meine Werke
achtet und betrachtet, eine eitle Lust daran. Denn sehet, das Leben wohnt im
Inwendigen, und der Tod im Auswendigen!“ Wer sein Leben zerstreut, verliert
Gott aus seinem Herzen. RBl II, 443 Petrus
sagt: „Die Liebe befriediget, aber das Wissen ewig nimmer!“ Ev 1, 162. 7)-8
Der Mensch wird durchs viele Wissen in seinem Herzen selten oder nie um ein
bedeutendes besser, gar oft schlimmer, denn er wird dadurch nicht selten stolz
und hochmütig. „Suche du vor allem das Gottesreich in deinem Herzen und
dessen Gerechtigkeit, um alles andere kümmere dich wenig!“ H 1, 380, 4)-8
„Wer der Welt Licht suchet, was ist dem das innere Licht des Geistes! Nichts
als Lüge, eine barste Finsternis.“ H 1, 373, 12)-21
Die Weisheit der Menschen, die Gott sucht, ist ihm eine anekelnde Torheit, die
den Suchenden tötet, denn mit der Weisheit rühret er Gott an. „Daher halte
an die Liebe dich ewig, so wirst du bestehen in der Liebe. Wo du dich aber hältst
an die Weisheit, da wirst du vergehen und wirst zunichte verwehet werden auf
ewig vom Geiste der Gottheit!“ Ev 7, 183, 11)-14
Die vielen Wissenschaften verschaffen nicht das ewige Leben. Ein sich wohlbewußtes
Leben ohne bestimmte Aussicht auf ein ewiges und vollendetes Fortbestehen ist,
sagt Lazarus, „nach meiner Ansicht viel tausend Male elender, als das nackte
des allerelendesten Wurmes. Das Tier lebt freilich auch, aber es ist seiner
selbst sicher nur höchst stumpf bewußt, kann nicht denken, kennt nicht den
Tod, weiß nicht zu schätzen des Lebens Wert und kann darum auch keine Furcht
vor dem Tode haben und ist darum glücklich.“ Der Mensch, der des Lebens
unschätzbaren Wert nur zu gut kennt, müßte bei dem Gedanken, daß mit des
Leibes Tode alles aus sei, doch in Verzweiflung übergehen, sein Dasein viel
tausend Male verfluchen und verwünschen und der größte Narr sein, wenn er
auch nur ein Jota des Gesetzes beachtete. Der Mensch wäre „ein wohl verständiges,
viel wissendes und dabei ein desto elenderes Tier in Menschengestalt.“ H 1, 217, 7)-9
„O sanfte, zarte, heilige Liebe! Wenn du mit der Wahrheit nicht Arm in Arm
wandelst als höchster Lebenssegen Jehovas, o dann ist die Erkenntnis der für
sich allein stehenden Wahrheit wahrlich ein Tod den Menschen!“ Ev 10, 168, 1)-169, 6)
Bekenntnis zum Materialismus seitens eines Oberstadtrichters: „Was einmal
gestorben und vergangen ist, das ist gestorben und vergangen und kommt als
ganz dasselbe niemals wieder zum Vorschein!“ Lbl III, 242-244
„Siehe, es klingt wohl sonderbar in unserer aufgeklärt sein wollenden Zeit,
daß Gott zu den Menschen redet, an Dessen Dasein nahe kein Mensch mehr
glaubt! Die Wissenschaft und der natürliche Verstand sind längst darüber
hinweg, und bei dem sich dennoch etwas Glauben an die alte Wahrheit erhalten
hat, der wird von seinem Mitmenschen meist mit Mitleid angesehen, daß er noch
so dumm sei, um so etwas zu glauben, was vor 1900 Jahren Mode war. „Wo
sollte Gott sein? Es hat ihn noch niemand gesehen, und wie könnte Er solch
traurige Zustände auf der Erde zulassen, die dem Gerechtigkeits-Gefühl des
Menschen aufs gröblichste zuwider sind!? Nein, so etwas kann sich nur in dem
Kopf eines beschränkten Menschen oder leichtgläubiger alter Weiber
erhalten!“ Die Betrachtung der Genauigkeit der Bahnen der Erdkörper oder
die der mannigfachsten Eigenschaften der Tiere und Pflanzen wie alles des
andern wegen da ist, es unterstützt und ergänzt und die Erhaltung der ganzen
Schöpfung sicherstellt, der Anblick des letzten und vollkommensten Gliedes
der Schöpfung, des Menschen, müßte zum Auffinden des Vaters, zu Gott, führen,
aber „der Mensch findet alles so selbstverständlich und so natürlich und hält
es gar nicht der Mühe wert, den geistigen Spuren zu folgen, die ihn zum
Urquell führen. - Der Ausbildung des Weltverstandes wird weitgehendst
Rechnung getragen. Herz und Gemüt des Menschen kommen gar nicht in Frage.“
So erlischt der Glaube an Gott, und die Liebe erkaltet unter den Menschen.
Doch die Zeit wird kommen, wo sie in ihrem Eigensinn und ihrer Verblendung
weder ein noch aus wissen, so hoch und über alles erhaben sie sich auch jetzt
dünken mögen. Im Jenseits werden sie ernten, was sie hier gesäet haben. Ev 5, 177, 12)
„Ein eingebildet hoher Verstand gleicht einer Bergspitze, die sehr prunkt in
ihrer schwindelerregenden Höhe, und je höher sie in die eitle Luft
hinaufragt, desto öfter wird sie von allerlei Wolken und Nebeln umhüllt.“ L 99 – 100 „Laß
ab, begreifen zu wollen, was für euch Menschen nicht begreiflich ist, steige
herab von dem Thron als räsonierender Mann und werde Kind, so wie Ich es
einst Meinen Jüngern sagte: Wenn ihr nicht werdet wie diese da, so könnet
ihr nicht eingehen in Mein Reich“, d.h. wenn ihr Menschen nicht kindlich,
mit kindlich vertrauensvollem Herzen auffassen wollet, was nur geahnt, nicht
aber begriffen werden kann, so werdet ihr nur stets menschlich urteilen und
eben deswegen falsch auffassen müssen! - Aus Liebe unterlasse Ich nicht, euch
zu beweisen, daß eure ausgeheckten Systeme, so logisch sie auch sein mögen,
doch nur menschliches Machwerk sind, und daß es eine andere Welt gibt, die
aber anders geformt ist, als wie ihr sie euch denket. Deswegen trauet Meinen
Worten und gebet nicht den Einflüssen eurer Vernunft allein Gehör. Sie ist fürs
praktische irdische Leben, dort könnet ihr erfinden, konstruieren, wo ihr und
wie ihr wollet, aber im Geistigen hört das Vernehmen auf! Da, wo man nichts
sieht, muß man fühlen, muß man glauben, wo die menschliche Fassung nicht
mehr genügend ist.“ H 2, 151, 16)
„Eure nicht selten kaum mückengroßen Seelenherzen sollet ihr in lauter
Elefanten und Mamelhude (Mammut) umstalten, den wie Berge oft großen Verstand
aber dafür in lauter Mücken verwandeln. Ev 3, 100, 1)-15)
Wie im Winter kein Weizenhalm bei dem schwachen Licht der Sonne, des Mondes
und der Sterne wächst, „so wenig ist auch das möglich, daß ein Mensch
unter den zahllos vielen und verschiedenartigen Lichtlein der so hoch
gepriesenen Weltweisheit je zur wahren inneren Lebensreife und Löse gelangen
kann.“ Frühling und Sommer müssen kommen zum Wachsen, d.i. der durch die
Tat stets lebendiger werdende Glaube und die stets mächtiger werdende Liebe
zu Gott und zum Nächsten. „Wer durch pure Beobachtungen und nach den
Urteilen seines Weltverstandes zur inneren Weisheit des Geistes aus Gott
gelangen will, der irret groß, gerät auf Abwege, die voll Abgründe sind, in
die er in der Nacht seines Geistes nur zu bald und zu leicht fallen und sich gänzlich
zugrunderichten kann. Leuchten in der Nacht nicht zahllos viele Lichter am
Himmel? Und dennoch kannst du bei ihrer Beleuchtung keine Schrift lesen. Also
kann ein Mensch bei all dem Tausendgeflimmer seiner mühevoll errungenen
Weltwissenschaften und gemachten Erfahrungen die innere Lebensschrift nicht
entziffern. Wie man aber am Tage beim Lichte der Sonne jede noch so kleine
Schrift wohl lesen kann, so kann ein Mensch, so durch das Tun nach Meinem
Worte die innere Lebenssonne in ihm aufgegangen ist, dann auch seine innere
wahre Lebensschrift lesen und verstehen und erkennen die Verhältnisse alles
dessen, was in ihm ist und ihn nach allen Seiten nach außenhin umgibt. Mit
dem puren Suchen, mit dem mattesten Schimmerlichte des Weltverstandes, findet
die Seele im Menschen nicht einmal sich selbst und noch weniger ihr
Lebensverbandsverhältnis mit dem Leibe und mit dem Geiste in ihr. Es soll der
Mensch wohl den Gehirnverstand ausbilden und vernünftig denken lernen, aber
nicht nach der Weise der Welt, sondern nach der Weise der wahren Kinder
Gottes, wie das wohl ersichtlich ist bei den frommen Patriarchen und Altvätern,
so wird auch der Gehirnverstand bald und leicht zu jener Lichtstärke
gelangen, gegen die alle Weltweisheit eine große Finsternis ist!“ Ev 5, 58, 9) Der
durch allerlei Wissenschaften und Erfahrungen schon sehr geweckte Verstand
bekommt erst dann den rechten scharfen Blick, wenn er von der Liebe im Herzen
erwärmt und von der stets heller auflodernden Liebesflamme auch stets heller
erleuchtet wird. Vb 1, 59 Der
Mensch ist durch seinen Geist und freien Willen, sowie durch seinen Verstand
und seine ganze Einrichtung auf die Stufe des Göttlichen gestellt. Er soll
somit immer weiter aus sich selbst heraus sich veredeln, „was ihm
erleichtert wird, wenn er in Verkehr mit Mir Selbst tritt.“ Pr 135-136 Wer den
größten Platz den weltlichen Sorgen widmet, wer Gott nur so zur Not neben
den Weltgeschäften mitherlaufen läßt, eine Art Widerwillen gegen Jesu Lehre
und Person hat, weil Er nur Gutes rät, wer an Gottes persönlichem Dasein
zweifelt und mit der Welt leben zu müssen glaubt, bei dem kann Gott nicht
wohnen. Vb 4, 73 Wie den Jüngern,
„die zwar alles um Meinetwillen verlassen hatten, deren Herz aber doch noch
voll ängstlicher Sorgen war, so geht es auch heute noch Meinen Nachfolgern.
Sie bemühen sich zwar, dieser Liebe nachzukommen, aber ihr Verstand trägt
ihnen stets die Berechnung vor, und dadurch wird das unbedingte Vertrauen zu
Mir immer wieder geschmälert und so Mir die Gelegenheit entzogen, Meine ganze
Vaterliebe und Sorge ihnen zu zeigen. Vb 3, 68 Wenn uns
die Hitze der Gnadenstrahlen Gottes unerträglich vorkommt, „so glaubet an
das Licht als an die göttliche Liebe, und haltet ruhig stille, anstatt daß
ihr die Finsternis aufsuchet, welches da ist: durch den Verstand eine
Selbsthilfe erwählen!“ Vb 7, 89 „Die
materiellen Menschen, welche aus weltlichen Interessen eine Frage über
geistige Dinge stellen, können nie eine Antwort erhalten, die sie befriedigt.
- Ebenso gibt es Menschen, welche zwar anfangen, geistig zu streben, aber
dabei immer wieder zuviel mit dem Verstande erfassen wollen. Solche haben
einen schweren Standpunkt, weil sie viel Zweifel zu bekämpfen haben. Darum
ist es so nötig, daß eine ganze Übergabe des Willens an Mich gemacht wird,
auf daß Ich die Menschen durch Meine Kraft und Meinen Geist beeinflussen
kann, damit sie Mein Wort besser verstehenlernen.“ Vb 6, 68 Wir erwägen
öfters erst vor einer Bitte, ob es auch möglich sei, daß sie erfüllt
werde. „Sehet, das ist kein kindlicher Glaube, denn da ordnet euer Verstand
noch mit und hindert Mich, euch Meine Macht zu zeigen, während ihr doch
soweit gekommen sein sollet, gerade da erst euer Vertrauen auf Mich zu setzen,
wo euer Verstand aufhört zu begreifen, hauptsächlich aber in solchen Fällen,
wo die reine göttliche Liebe die Triebfeder eurer Bitte ist!“ Ev 1, 158, 1)-159,7
Der eigentliche Himmel im Menschenherzen „spricht sich aus im wahren
lebendigen Glauben, aber ewig nie in einer Lehre und nichtiger Verstandesgrübelei.“
Wird der Glaube mächtiger, so begibt sich der Naturverstand unter seine
Herrschaft, er umgibt, wie das Meer die Erde, den durch die Liebe erwärmten
Glauben. Von der Liebesfeuerflamme stets mehr genährt, wird der Verstand
recht mit himmlischer Weisheit durchleuchtet, und was er dann als gut und wahr
erkennt, das will und begehrt dann auch die Liebe im Herzen des Menschen, die
rechte Erkenntnis wird zur Tat und zum guten Werke. Ev 1, 155, 5) -18) Es
soll erst der Verstand zur richtigen Einsicht gebracht werden, dann bleibt die
Seele frei und der Glaube wird kein Zwang, sondern ein wahrer voller und
lebendiger Glaube! Der Mensch, dessen Verstand unentwickelt ist und der bloß
den Glauben, welcher Gehorsam des Herzens und Willens ist, hat, der muß mit
großer Vorsicht behandelt werden, damit der Glaube nicht zum barsten Wahn
erstarrt. Wir sollen alles erst prüfen und dann behalten, was gut und wahr
ist. „Wollet ihr aus Meiner Lehre für euer Leben einen wahren Nutzen
ziehen, so müsset ihr erst vorher verstehen und dann erst der Wahrheit gemäß
danach handeln. - Darum, - so ihr eines Menschen Herz wahrhaft fürs Leben
bildet, so vergesset nicht, zuvor recht zu bilden den Verstand, sonst machet
ihr aus ihm einen blinden Verehrer der Sonne, der nichts nütze ist.“ (Dies
handelt von dem klaren Erfassen der Lehre bei den Erwachsenen, bei den Kindern
soll erst das Gemüt, dann der Verstand in den Weltdingen entwickelt werden!) Ev 9, 37, 1)-5)
Eine suchende und forschende Seele ist auch ihres Lohnes wert, „aber besser
ist eine Seele, so sie die Wahrheit, wohlgemerkt aus dem Munde Gottes,
vernimmt, da glaubet und danach tätig ist. Dadurch einet sie durch die Liebe
Meinen Geist mit sich, der ihr in einer Stunde Zeit mehr der lichtvollsten
Weisheit geben kann und auch gibt, als sie sich auf dem Wege des höchst
eigenen Forschens in hundert Jahren erwerben kann. Aber darum soll auch eine
frommgläubige Seele das gerechte Suchen und Forschen nicht auf die Seite
setzen, denn es soll ein jeder Mensch alles prüfen, was er vom Menschen
vernimmt und das Gute, das auch allezeit wahr ist, behalten. Doch was leicht
erkennbar von Mir Selbst dem Menschen geoffenbart wird, das braucht der Mensch
nicht viel zu prüfen, sondern zu glauben nur und danach zu handeln, und die
lebendige Wirkung wird sich ihm bald sehr bemerkbar zu machen anfangen. -
Darum ist es besser, sich Mir in der Liebe zu nahen, als durch Erforschen der
puren Wahrheit, denn mit der Liebe kommt auch der Geist der Wahrheit. - Wer
Gott wahrhaft sucht, der muß Ihn im eigenen Herzen, also im Geiste der Liebe,
in der alles Leben und alle Wahrheit verborgen ist, suchen, und er wird Gott
und Sein Reich auch also leicht und bald finden, auf jedem anderen Wege aber
schwer, und in dieser Welt oft gar nicht. H 2, 108, 18)-27
Der Lebendige bedarf der endlosen Wissenschaft nicht, Liebe ist das große
Wort alles Seins. Ev 2, 198, 1)-199,9)
Die „Wahrheit“ ist Gott Selbst, Der ewig und unwandelbar ist, da Er die
endloseste Vollendung in Sich Selbst ist, Der der alleinige und ewige Urgrund
alles Seins ist, außer Dem nichts irgendwo und was sein kann. In uns ist die
Wahrheit nur insoweit, als wir eins sind mit Seinem Geiste durch die Liebe zu
Ihm. Dann wird alles Licht, wohin wir uns auch wenden mögen, „und dieses
Urlicht in der höchsten Reinheit des Geistes, ist dann eben die ewige
unwandelbare Wahrheit.“ Wsp 107-108
„Alles ist geistig.“ Das ist ein Punkt, „den ihr nicht begreifen wollt.
Ihr könnt euch nicht vertrautmachen mit dem Gedanken, daß alles, was ihr
sehet, eigentlich nichts und alles, was ihr nicht sehet, alles ist.“ Wir
sehen nicht die aus der Erde entbundenen Geisterpartikel gegen das Licht der
Sonne aufsteigen und mit den geistigen Lebenskräften des Sonnenstrahls sich
verbindend alles hervorbringen. Nicht eine Blume begreifen wir in ihrem
geistigen Wirken. Wollte Ich euch nur eine Pflanze erklären, ihr würdet
staunen vor der Finsternis, welche in eurem Wissen herrscht!“ Das angelernte
Wissen hemmt uns, mitten unter Wundern bleiben wir geistig blind. Und der
Mensch, „welch kindische Vorstellung hat er nicht von sich und von Mir! -
Und wenn dann Ich komme und will den aus Meinem Ich abstammenden Geistern ihre
und die Abkunft alles Geschaffenen etwas mehr ins Gedächtnis rufen, da
verwerfen sie Mich, Meine Worte und Meine Beweisgründe, weil sie zum Teil es
nicht für möglich halten, als könnte „ein Gott“ zu Seinen Geschöpfen
reden oder wenn Er reden wollte, Er anders sprechen müßte, als Ich es
wirklich tue, und warum? Eben weil wieder Menschen die Menschen gelehrt und
ihnen nur Menschliches eingeprägt haben, zum Beispiel: Ich sei ein Gott der
Rache, des nicht verzeihenden Zornes usw. - Was habt ihr für einen Begriff
vom Jenseits, wie kleinlich sind die Begriffe von ewiger Strafe, von Hölle,
Fegefeuer und all dem Unsinn, den die Menschen ausgekartet haben, um nur (in
ihrem blinden und selbstsüchtigen Wahn) für sich und ihr vermeintes
Interesse, aber nicht für Mich zu arbeiten!“ N 4, 121-122 Wem
kann genügen, wenn es heißt: „Das ewige Leben ist mir ein Rätsel, ein
Zweifel, nichts habe ich davon in mir als die Begierde desselben. - Gibt es
ein Fortbestehen Meines denkenden Ichs, so gewinne ich, und gibt es kein
Fortbestehen, so gewinne ich auch, denn für das Nichtsein ist das Plus und
Minus eine gleiche Größe!“ Dem ist zu erwidern: Ein Nichtsein ist unmöglich.
Schon die natürliche Welt zeigt den schroffsten Gegensatz von einem Nichtsplätzchen-
Wir erblicken entweder Weltkörper oder den mit Lichtäther erfüllten freien
Raum mit kreuz und quer waltenden Kräften aus Gott, „Fliege mit deinen
Gedanken durch die Räume der Unendlichkeit! Wo du einen Raum finden wirst, da
hinein dein Gedanke nicht zu dringen vermag, da magst du das Nichts suchen! Daß
dir aber solche Arbeit ewig und unmöglich je gelingen wird, des kannst du
vollends versichert sein. Denn wo der Gedanke hinreicht, da ist Sein. Wo aber
wird es sein, da der Gedanke nicht hinreicht? Ich kenne dieses Wo nicht, und
so wird es ein Weltweiser sicher noch weniger kennen. Haltet euch daher nicht
ans eitle Forschen und törichte Erfahren, denn das wird euch nie Früchte
bringen! Machet euch den Weg nicht vergeblich schwer, der so leicht ist,
sondern ein jeglicher komme zu Mir, und er wird allda alles in der Fülle
treffen, was er auf sonstigem Wege in Ewigkeit nicht erreichen wird, denn Ich
allein bin die Türe für alle Zeit, für ewig!“ Ev 9, 176, 1)-13)
Raphael sagt über die Wesenhaftigkeit des Reiches Gottes zu einem Arzt:
„Was faselst du von einem Sein und Nichtsein? Es gibt nur ein Sein, aber ein
Nichtsein gibt es im ganzen endlosen Schöpfungsraume nimmer. - Dort sitzt nun
der Herr unter uns. Er ganz allein ist das wahre und ewig wirkliche Dasein in
Sich Selbst, wir sind Seine durch Seinen Willen vom Kleinsten bis zum Größten
verwirklichten Ideen und Lichtgedanken. Da aber Seine Ideen und Lichtgedanken
als die Frucht Seiner ewigen und endlosen Liebe, die Sein Wesen und Sein ist,
gleich Ihm unvergänglich und ewighin unzugänglich sind, so ist ja unser Sein
auch ein vollends für ewighin unzerstörbares im reellen geistigen Sein.“
Gottes Gedanken und Ideen sind nicht nur für Ihn Selbst schaubar bewegliche
Bilder, wie die Phantasie eines Menschen, sondern sie sollen als Ihm ähnliche,
selbständig freie Wesen für ewig bestehen. Sie sind so sicher wahre Realitäten,
als Er Selbst die einzige ewig allein wahre Realität ist. Die scheinbaren
Vergänglichkeiten sind nur Veränderungen. Alle naturmäßigen Dinge, von
denen der Mensch den Schlußstein bildet, sind nur das Baumaterial, aus dem
das Wesenhafte und Unzerstörbare der Geisterwelt hervorgeht. Gott füllt mit
Seinem ewigen Geiste den endlosen Schöpfungsraum allerorts mit Seiner
allwirkenden Gegenwart aus. Wohin in Ihm Selbst könnte Er dann ein „einmal
ins selbstische Dasein gestelltes Wesen tun, daß es vollends zunichte werden
könnte? - Gäbe des ein Nichtsein, so müßte es doch irgendwo sein und
bestehen. Bestände es aber irgendwo, da wäre es ja doch kein Nichtsein,
sondern ein Etwas, das am Ende doch auch da wäre und du kämest mit aller
deiner Weltweisheit vollends um dein Nichtsein.“ Ev 9, 89, 1)-12) Jesus sagt: Wenn Er wieder in ferner Zukunft, - d.i. in unserer Zeit – auf die Erde kommen werde, so werde Er noch weniger lebendigen Glauben finden als zu Seiner Zeit. „Denn in jenen Zeiten werden die Menschen größtenteils durch das unermüdliche Forschen und Rechnen unter den Zweigen und weitausgebreiteten Ästen des Baumes der Erkenntnis in vielen Wissenschaften und Künsten gar sehr weit kommen und werden mit dem in der Natur der Erde jetzt den Menschen noch ganz verborgenen Kräften Wunderbares zustande bringen und auch sagen: „Sehet, das ist Gott, sonst gibt es keinen! Der Glaube solcher Menschen wird demnach so gut als gar keiner sein.“ Ein anderer großer Teil werde in finsterem abgöttischen Aberglauben leben, aber die Wissenschaften und Künste würden diesen untergraben. Die hierdurch sehend Gemachten würden Anhänger ihrer Befreier werden. Wenn Gott ihnen dann sagen werde: „Höret, ihr Völker auf Erden! Ich bin nun wieder zu euch gekommen und will euch von neuem zeigen die rechten Wege zum ewigen Leben eurer Seelen“, so werden sie antworten: „Freund, wer du auch seiest, laß ab von der alten verbrauchten und glücklicherweise verrauchten Dummheit, für die so viel unschuldiges Blut geflossen ist, wir brauchen von solch einer Lebenslehre nichts mehr, die statt des verheißenen Gottesreiches nur die allerbarste Hölle unter den Menschen auf die ohnehin magere Erde gebracht hat. Wir halten uns nun an die Wissenschaften und Künste aller Art und Gattung und leben dabei in Frieden und Ruhe, zuversichtlich und nur zeitlich, denn uns ist nur ein gewisses zeitliches, aber friedliches und ruhiges Leben um gar vieles lieber, als ein durch unzählige Leiden und viele Ströme unschuldig geflossenes Blut erkaufter und dabei doch in Zweifel gezogener Himmel mit all seinen schönen Seligkeiten!“ Jesus sagt weiter: die Glaubensleere werde aber nur eine kurze sein. „In jener Zeit will ich den alten Baum der Erkenntnis segnen, und es wird der Baum des Lebens im Menschen wieder zu seiner alten Kraft gelangen und also wird es dann nur mehr einen Hirten und eine Herde geben!“
Die
Weltgelehrten
GS II, 51 „Im
absoluten Lichte der Weisheit gleicht der Mensch einer vom Weinstock
abgetrennten Rebe, welche verdorrt, sich mit der Zeit verflüchtigt und nimmer
irgend eine Frucht bringt. Aber im Lichte der Liebe bleibt sie am Weinstocke
und bringt tausendfältige Frucht.“ Es zeigen dies die kalten Weltweisen.
„Diese Menschen verachten die Liebe, erklären sie sogar für eine Torheit
und schwärmen fortwährend in lauter übersinnlichen Kalkulationen herum,
bauen Grundsätze über Grundsätze, machen Hypothesen über Hypothesen und
verlieren sich aus den Grundsätzen und Hypothesen in zahllose ebenso nichtige
Schlüsse, als wie nichtig da sind ihre Grundsätze und Hypothesen selbst.“
Ihre Schlußantwort verstehen sie selbst nicht, und die Weisesten bringen
heraus, daß sie nichts wissen, nichts haben und nichts sind. Die zu den
Besseren rechnenden Sokrates, Aristoteles und Plato „haben mit all ihrer
Weisheit bei weitem nicht den millionsten Teil von dem herausgebracht, als was
ein ganz einfaches, noch kaum lesen könnendes Kind herausbringt, so es den
Herrn zum ersten Male gläubig den lieben guten himmlischen Vater nennt. Sie
haschen nach Erscheinungen und Erfahrungen; aber wozu nützen ihnen diese, da
sie von keiner den Grund erfassen konnten, welcher da allein in der Liebe zum
Herrn liegt!? Wer kann in der Unendlichkeit auf den Grund der Erscheinungen
dringen? „Wo er immer einen zu haben glauben wird, da wird er sich gerade in
dem trüglichen Mittelpunkte der Unendlichkeit befinden, von dem aus es natürlichermaßen
wieder nach allen Seiten hin unendlich fortgeht. Wer aber die Liebe hat, der
hat den Grund aller Dinge und aller Erscheinungen in sich, weil er den Herrn
in sich hat.“ Mit ihrer Weisheit haben sie nur den Verlust des Herrn
errungen. „Den sie suchten im Unendlichen, im Unzugänglichen, Den fassen
sie nicht und werden am Ende genötigt, aus ihrer eigenen Nichtigkeit einen
Gott zu kreieren, der aber freilich dann erst Gott ist, so es ihnen als Obergöttern
beliebt, solch einen Begriff in ihre Vorstellungen aufzunehmen. Das
treffendste Bild für eine absolute Philosophie ist eine Schmeißfliege. Sie
glänzt wie mit Gold umzogen, so daß man glauben sollte, sie müßte die
allerköstlichste Lichtäthernahrung in sich aufnehmen, aber sie nährt sich
von den Exkrementen. Die Philosophen nennen ihre Beschäftigung eine rein
geistige, fragt man sie aber nach etwas rein Geistigem, so stößt man sofort
auf den gröbsten Materialismus. Sie tun sogleich dar: Ohne Materie kann
Geistiges nicht gedacht werden, das Geistige muß somit erst von der Materie
abstrahiert werden und kann nicht absolut bestehen, zu seiner Äußerung muß
es allenthalben einen materiellen Organismus haben; fällt dieser weg, fällt
auch alle geistige Wirkung und Äußerung weg; die Gedankenfähigkeit ist
nichts anderes als die Wirkung des materiellen Organismus, in dem sich die Kräfte
erst entwickeln müssen wie in einer chemischen Retorte; wird diese
zerschlagen, ist es auch mit ihren chemischen Kräften vorbei. Sie kleben sich
an die Materie, weil sie in ihr ein Zentrum, einen Standpunkt gefunden zu
haben glauben, da sie mit ihrem Weisheitslichte sonst nichts finden und es
ihnen wohltut, auf irgend einem materiellen Brocken aufsitzen zu können.“ Wsp 92 „Mit dem
Verstande und eurer Vernunft könnet ihr Mich nicht fassen und Meine Schöpfung
nicht begreifen. Diese beiden Eigenschaften gehören eurem sozialen Leben an,
sie sind Seeleneigenschaften; aber das Geistige in euch, der göttliche Funke,
der euer Seelenleben erst zu dem machen soll, was es sein muß, will es Mir näherkommen,
dieses geistige Drängen nach oben muß gefühlt werden, muß mit dem Herzen
aufgefaßt werden. Denn im Herzen, im geistigen Herzen, als Lebenszentrum, ist
die Liebe als göttlicher Trieb, welcher euch treibt, alles mit schöneren
Augen anzusehen, ein Wohlwollen für alles unter euch, eine Verehrung für
alles über euch zu fühlen. Der Verstand und die Vernunft machen euch zum
Herrn der materiellen Welt, aber die geistige hat andere Gesetze, und da
braucht es auch andere Mittel, denselben näherzukommen und sie zu begreifen.
Der Verstand kann zergliedern soviel er will, doch ein schöneres, erhabeneres
Gefühl ist nicht möglich, bis nicht aus der zergliederten Materie das
Geistige euch anweht, welches den liebenden Meister euch zeigt, Der eben in
dem zergliederten oder zersetzten Gegenstand erst Seine große Wunderkraft und
Seine Liebe hervorleuchten läßt. Solange die Wissenschaft nur sucht, ohne an
Den zu denken, Der eben alles so und nicht anders geschaffen hat, solange wird
der Geist der Liebe, das ist Mein Geist, von allen Gelehrten und Philosophen
fernbleiben, sie werden kalte Berechner und trockene Beurteiler bleiben, hier
und im Jenseits, und von solchen könnet ihr kein anderes Urteil erwarten als:
„Was nicht ist, wie wir es uns denken, ist Mystifikation, ist Unsinn.“ N 4, 47 Unsere
gesamte Literatur ist geistige Wüste. „Denn da ist weder Weisheit noch die
innere lebendige Wahrheit zu finden, sondern Ich sage: Gehet in die Liebe zu
Mir und zu eurem Nächsten, suchet in der Tat Mein Reich, so wird euch alles
andere in der höchsten Überfülle hinzugegeben werden!“ N 4, 38 „Fürwahr,
ihr möget alle Bibliotheken der Welt zusammenlesen, so werdet ihr darob um
kein Haar besser stehen und mehr wissen, als so ihr nie etwas gelesen hättet.
Warum denn? Weil ihr, wenn ihr von Mir das Licht erhalten wollet, das alles müsset
fahren lassen; denn das ist alles nichts als leeres Hülsenwerk und leeres
Stroh, welches fürs Feuer bestimmt ist ... Wenn da Mein Feuerlicht in euch
kommen wird, so wird es keinen Brand verursachen, sondern es wird euch
sogleich lieblich durchwärmen und erleuchten euren ganzen Geist.“ Lbl III, 235
„All das, was dir die Menschen durch die in sich aufgenommene Wissenschaft
sagen, ist ein in den Tod führender Weg. Die Liebe zu Mir ist allein die
Lebensader, in welcher Mein ewig schaffender Geist pulsiert. Darum halte dich
ruhig abgewendet von alledem, was gegen Mein Bestehen spricht!“ H 1, 368, 6)-19)
Das bloße Forschen und Wissen ist das, was der Moderdampf für das Licht ist,
es erlischt das Licht im Herzen. Wer das Herz mit Liebe füllt, bekommt auch
das Licht. „So aber alle Menschen ihr Wissen zusammentrügen, möchten sie
dadurch Gott auch nur um ein Haar näher erkennen?“ Gott achtet nicht den
forschenden, sondern nur den liebetätigen Geist, mit dem man in einer Minute
mehr erfährt von Gott, als mit der Wißbegierde in Jahrtausenden. H 1, 74, 11) Die
Naturphilosophie ist das größte Meisterstück der grenzenlosesten
Schlangenbosheit, sie verdrängt die Religion NZ 50-54. Pr 21-22 „Auch
Ich predige jetzt in einer Wüste des geistigen Lebens, das, dank dem kalt
forschenden Menschen-Verstande, bar geworden ist von allem, was das Herz
erquicken könnte ... Und jetzt inmitten der gedankenleeren Wüste geistig-göttlichen
Lebens, auf dem steinigen, vom Egoismus ausgetrockneten Boden der
irdisch-spekulativen Verstandeswelt ergeht wieder der Ruf: „Wachet auf!“ Pr 202-204 „Für
wie viele ist noch bis jetzt Meine ganze Schöpfung stumm und nur eine
Zusammenhäufung von Stoff und Materie und von Gesetzen, die nach ihrer
Meinung nur dem Zufall entstammen!“ Sie sind kalt und gefühllos bei den
Eindrücken der Natur. „An ihren tauben Ohren gehen alle geistigen Harmonien
unbeachtet vorüber, und ihr Inneres bleibt leer oder ist nur von Eindrücken
angefüllt, die aus dem niedrigsten Kreise der Materie oder der Sinnlichkeit
herrühren und sie zum Tiere, statt sie vom Tierisch-Natürlichen zum höheren
Menschlichen hinaufzuführen, herabdrücken ... Nach ihrer Ansicht herrscht
und besteht nur das Stoffliche, und das Geistige ist ihnen nur ein
Hirngespinst verrückter Schwärmer.“ Pr 175 Alle
buchstabengläubigen Kirchenläufer und materiell gerichteten Weltgelehrten
unserer Zeit „werden keine Zeichen sehen, eben weil sie das größte
Zeichen, die Stimme eines Gottes und Vaters im eigenen Herzen, nicht
anerkennen wollen. Ebensowenig glauben viele eurer Gelehrten, trotz des steten
Auffindens von Gesetzen in der Natur, an einen persönlichen Gesetzgeber. Sie
streiten sich und andern lieber ihr eigenes Ich als ihr geistiges Wesen
hinweg, als daß sie sich vor tatsächlichen Beweisen vom Dasein eines Gottes
beugten.“ Vb 8, 70 Menschen,
die alle Erscheinungen der Natur als nur auf Gesetzen beruhend darstellen,
bringen ihre Mitmenschen dadurch in Zweifel und Unruhe über ihren Glauben.
Sie betrügen sich selbst, können ihre Ansichten nicht beweisen, reiben sich
durch ihr Grübeln und Denken auf bis zur Erkrankung des Geistes. In den
Irrenhäusern sitzen viele sogenannte Gelehrte. „Sie sind dem Gerichte durch
ihren Unglauben verfallen, denn an ihnen wirkte der Gnadengeist ganz
besonders, um sie vor dem Untergange zu retten. Aber oft mißbrauchen solche
Menschen ihr besseres Wissen und Erkennen, und statt dieses zur weiteren
geistigen Ausbildung anzuwenden, prahlen sie vor der Welt mit ihrer
Vielwisserei und sinnen auf „neue Entdeckungen“, wie sie es heißen, während
Ich der alte Gott bin und stets ganz einfach regiere.“ Lgh 72-73 Die
Gelehrten wittern in Kraft und Stoff „Naturgesetze“, während dort
geistiges Leben ist; und weil das Geistige sich nicht ihrem Willen unterwirft,
leugnen sie es ganz weg. „Für sie existiert kein Gott, kein Gesetzgeber,
obwohl sie Gesetze in der Natur annehmen. Für sie ist es „der Stoff“, der
sich die Gesetze selbst macht, also ein intelligenter Stoff! Für sie sind die
Gesetze nur ein gewisses „Muß“. Nach ihrem Begriff löst sich alles im
Universum auf in stoffliche Elemente und beginnt von dort wieder seinen
maschinenmäßigen Kreislauf. Für sie gibt es keine Verbesserung, sondern ein
ewiges Beim-Alten-Bleiben.“ Bei ihrem Tode werden sie zurückschaudern vor
dem trostlosen Bilde, das sie sich von der Welt gemacht und auch andere haben
glauben machen wollen. Ohne Sein Erbarmen müßte Gott anders verfahren mit
ihnen! Ed 123 Die
Naturforscher haben zwar in aller Materie gewisse Grundkräfte entdeckt, wie
Anziehung und Abstoßung, die Schwerkraft und die Zentrifugalkraft, die
Expansivkraft, die Teilbarkeit, die Undurchdringbarkeit. Hätten sie „nur
einen einzigen Schritt weiter getan und hätten der alles beherrschenden und
alles erfüllenden Lebenskraft einen Platz in ihren Faszikeln eingeräumt, so
hätten sie schon lange in ihrem Wissen eine ganz gewaltige Stufe vorwärts
gemacht und hätten nicht notwendig „tote Kräfte“, was ein allerbarster
Unsinn ist, abzuwägen und zu zergliedern, sondern sie hätten alsogleich mit
jener Grundbedingung alles Seins zu tun bekommen, in welcher sie sich selbst
und alle Materie vom rechten allein wirkenden, wahren Standpunkt schon lange
vollkommen und leicht erkannt hätten. Aber so tappen sie, was eigentlich das
Allerdümmste und Lächerlichste ist, die Lebendigen, in lauter toten Kräften
herum und wollen am Ende etwa gar noch beweisen, daß die lebende Kraft ein
mixtum und compositum aus lauter toten Kräften ist!“ Lgh 193 Die
Gelehrten glauben nicht immer alles, was sie schreiben, öfters haben sie
schon auf dem Totenbette alles widerrufen. „Was haben eure Gelehrten nicht
alles schon geschrieben über die Entstehung der Erde, über ihre Formationen,
ihr Alter usw., und was ist das Endresultat? Daß sie nichts wissen!“ Die
Astronomen haben die Planeten, die die Sonne umkreisen, herausgefunden; außer
diesem wissen sie nichts. „Die allernächste Sonne, die außer eurem
Sonnensystem kreist, bleibt für sie trotz aller ihrer besten Instrumente ein
kleiner Stern und ein großes Rätsel ... Was wissen die Gelehrten eurer Welt
von dem Tierreiche, was wissen sie, wie die Tiere die Welt und die Menschen
sehen!? Sehet, ein Ochs ist für euch eine ganz fremde Welt, ihr wißt nicht,
sieht er euch grau, rot oder blau, klein oder groß; sein geistig
intellektuelles Leben ist euch und allen Gelehrten ewig ein Rätsel und so das
Leben eines jeden Tieres ... Warum das Tier da ist, wissen sie mit all ihrem
Forschen nicht ... Was wissen denn eure Ärzte und Anatomen samt ihrem unaufhörlichen
Leichen-Zerschneiden und dem chemischen Analysieren der Elemente, aus denen
der menschliche Körper zusammengesetzt ist? ... Das Materielle, ja das
Grob-Materielle nur, ist ihnen sichtbar, aber die stille Kraft mit
Intelligenz, die diese Gefäße bis ins Kleinste mit großer Vollkommenheit
baut, sie belebt und sie von der Zeugung an aufbaut und bis zum Tode erhält,
diese Intelligenz kennen sie nicht, denn mit dem Sezieren läßt sie sich
nicht finden.“ Ed 99 Nach der
Ausführung, daß es Wasser-, Erd-, Berg- und Luftgeister gibt, wird gesagt:
„Die gelehrte Welt sieht dergleichen freilich nicht. Aber sie sieht auch so
manches andere nicht, was ihr noch näher und nötiger wäre, als zu schauen
dergleichen in die Erdmaterie gebannte Geister. Aber ob Glaube oder
Nichtglaube bei den Weltgelehrten, deswegen bleiben die Urdinge doch, wie sie
sind, und der Vogel kann heutigen Tages so wie vor Urzeiten die Luft
bemeistern, obschon er nie auf einer Pariser Universität in der Aerostatik
die strenge Prüfung gemacht hat. Also gibt es denn auch heutzutage noch eine
Menge ganz einfache Menschen, die in ihrer Einfalt mehr sehen und nicht selten
mehr wissen, als eine ganze gelehrte Fakultät. Es gibt wohl auch bessere
Gelehrte, die solches wenigstens nicht bezweifeln, aber zum Schauen bringen es
dennoch wenige.“ Pr 86 „Jetzt
suchen eure Gelehrten und Naturforscher aus der sichtbaren Natur zu beweisen,
daß es weder einen Gott, noch einen Schöpfer gäbe und daher auch weder das,
was die Propheten, noch was Jesus gesprochen, göttlichen Ursprungs sei.“ H 1.63, 8 Die
Weltgelehrten setzen ihren Unverstand durch ihre allerfinsterste Vernunft, die
ein Vermögen aller Tiere durch ihre scharfen Sinne ist, auf Gottes Thron und
beten sich selbst an. NZ 31 „Wer da am
Brunnen ist und dürstet, der trinke das Wasser des Lebens in vollen Zügen,
aber die Frucht vom Baume der Erkenntnis soll er erst dann essen, wenn Ich den
Baum für ihn gesegnet habe, und dann wird er sich sättigen zum ewigen Leben
an der Frucht, die reichlich am großen Baume Meiner Schöpfung hängt! Solche
Gelehrte (die nur mit dem Verstande forschen; d. Vf.) sind Mir ein Greuel,
denn sie suchen nicht Meine, sondern ihre Ehre unter den Zweigen dieses
Baumes.“ Pr 284 Fast jeder
Naturforscher sucht alles so für seine materiellen Zwecke zu erklären, daß
statt einen Schöpfer als Urheber in der kunstvollen Maschine der Natur
anzuerkennen, er Denselben in seinem Hochmut und seiner Blindheit ganz zu
leugnen sucht, um sich an Seine Stelle zu setzen. Findet er sonst nicht erklärbare
Spuren einer höheren geistigen Macht, so sucht er das wegzuleugnen, weil er
keinen Gott anerkennen will. Pr 57-58 „Zu
jenen Stockblinden gehören auch jene Gelehrten und Naturforscher, die sich
selbst um den letzten Funken geistigen Lichtes durch die verkehrte Richtung
ihres Studiums gebracht haben. Manche von ihnen wollen blind sein, weil ihre
Denk- und Handlungsweise die Beleuchtung durch das Licht der Wahrheit scheuen
muß. Die ersteren sind blind und wissen nicht, wieso und warum, die letzteren
aber wollen blind sein, weil das Licht, wenn es auch über sie hereinbräche,
nicht mit ihrer Denk- und Lebensweise übereinstimmen würde.“ K 66 Während Gott
in die Welt gekommen, um uns zu Seinen Kindern zu machen, wollen unsere
Naturforscher nachweisen, daß wir vom Affen abstammen, dem wollüstigsten und
rachsüchtigsten Tier. Es charakterisiert das jetzige Menschengeschlecht, daß
es zur Affenabstammungstheorie sich neigt, daß es sich zu diesem
vermeintlichen Ahnen hingezogen fühlt, denn Tausende übertreffen dieses Tier
in ihren schmutzigen Leidenschaften. Vb 9,16 Die Weisen
werden von der Wahrheit zur Betlehemshöhle, zu ihrem Herzen, geleitet, “wo
der Weltverstand Mich nicht findet. Wenn daher solche Seelen mit den
Weltmenschen zusammenkommen und von Mir zeugen, da erschrecken dieselben, denn
ihr Gewissen wird wachgerufen und sie fühlen und fürchten dann ihre
Niederlage. Darum meinen sie, durch List solchen Seelen den Untergang bereiten
zu können ... Sie forschen daher fleißig unter dem Scheine, als ob sie das
Kindlein anbeten wollten, aber nur, um es besser zu verderben; denn sie setzen
sich allem entgegen, was göttlicher Einfluß heißt, um ihr Ansehen und ihre
Herrschaft nicht zu verlieren.“ Vb 9, 11 „Aber
die weltklugen, als Herodesse, sind es, welche dem neugeborenen Kinde wieder
nach dem Leben trachten und alle auszurotten suchen, welche das Kindlein in
der Krippe verehren, denn sie suchen dieselben zu töten, d.h. ihr Fünklein
der wahren Erkenntnis durch ihre sophistischen Verstandesanschauungen und
verfolgen sie, weil sie in denselben ihre Gegner erkennen, da sie gleichfalls
beeinflußt sind, aber von unten und sich ängstigen, ihre Herrschaft über
ihre Mitmenschen zu verlieren.“ Ev 200-201 „Aber
was nützet Meine Lehre, was soll sie sein, wenn Jesus, ihr Stifter, nunmehr
Selbst die Ehre hat, nichts zu sein oder höchstens bloß nur noch ein Zipfel
von einem Sokrates oder Plato oder man umwandelt den Jesus in einen eitlen Götzen,
an dem nichts als bloß der Name übriggeblieben ist und einige Bruchstücke
Seiner Lehre in der Form ägyptischer Hieroglyphen, über die nachzudenken
noch obendarauf streng verboten ist! Kurz, man hat sich den Jesus moduliert,
wie man Ihn brauchen konnte, damit Er etwas einträgt und nichts austrägt,
wie Er gebeten hat, da Er sagte: „Wo dich jemand um einen Rock bittet, so
gib ihm auch den Mantel!“ K 82 Die
Gelehrten, die mit dem Verstande ergründen wollen, was weit über diesen
hinausliegt, bereuen meist auf dem Totenbette den Unsinn, den sie schrieben,
weil er Mode war und Geld eintrug, während sie das meiste selbst nicht
glaubten. Pr 282 Die, welche
bloß weltlichen Gütern und Genüssen nachjagen, keine geistige Welt, keine höhere
geistige Grundordnung, keinen Gott und Schöpfer anerkennen, diese
Schein-Philosophen und Schein-Gelehrten werden erst nach langem Kampfe geläutert,
an dem geistigen Reich teilnehmen können. Ihr Erwachen wird traurig sein. Ev 4, 178, 10)-13)
Was das Herz ergriffen hat, ist ins Leben übergegangen und bleibt für ewig.
„Was ihr immer auf dieser Welt nur ins Gedächtnis aufgenommen habt, davon
wird im Jenseits nicht ein Jota verbleiben. Darum erscheinen jenseits alle
trockenen Weltgelehrten wie taub, blind und stumm, wissen gar nichts und können
sich an nichts erinnern. Sie kommen jenseits nicht selten so jeden Begriffes
bar an, als ein Kind ... in diese Welt. Sie müssen dort alles von den ersten
Elementen neu zu lernen und zu erfahren anfangen, sonst blieben sie taub,
blind und stumm in Ewigkeit und hätten nichts denn ein dumpfes Gefühl vom
Dasein ohne jedoch zu fühlen, daß sie es sind, die schon auf der Erde da
waren. Das muß ihnen allererst so nach und nach auf die sinnigste Weise
beigebracht werden. Wo es beim Menschen im Herzen finster ist, da ist schon
gleich der ganze Mensch finster. Wo es aber da licht und helle ist, da ist der
ganze Mensch helle, und es kann bei ihm nicht mehr finster werden.“ K 82 Mit dem
Fortschreiten der Forschung wird man einsehen, daß man noch gar nichts weiß.
Dies muß zu dem kindlichen Glauben zurückführen, daß hinter dem Sichtbaren
ein Geisterreich steckt, das aufbaut, erhält und vergehen macht. Pr 88 Wie einst
Jesus Seinen Feinden auswich, als Seine Zeit noch nicht gekommen war, „so
weicht auch jetzt Meine Lehre, wie ihr sie nun empfanget, den Kritikern noch
aus, und wenn auch hier und da einer oder der andere sie, wie einst die Juden
Mich, zum Tode verdammen möchte und all seinen giftigen Geifer darüber
ausschüttet, so schadet er sich nur selbst, denn die Zeit wird ihn eines
Besseren belehren und ihm beweisen, daß, was Ich will, geschehen wird und
nicht, was sie in ihrer beschränkten Einsicht haben möchten.“ Adv 19 [26] Die
wissenschaftlichen und Glaubens-Mauern, die uns die Gelehrten und Priester vor
die Nase gebaut haben, fallen jetzt. Lbl I, 211 „Ein
wahres Kind erkennt am Herzenszug den Vater, nicht aber durch den berechnenden
prüfenden Verstand ... Nehmt alle eure Professoren der Erde zusammen mit all
ihrem Wissen und Können und glaubet Mir, sie wiegen nicht einen Johannes Mir
auf! Aus sich war Johannes ein Nichts, ein harmloses Kind, durch Mich war er
angefüllt mit tiefster göttlicher Weisheit, die niemand von euren gelehrten
Professoren bis heute versteht, deren Weisheit vor Mir ein barstes Nichts ist,
da sie den Kern der Nuß, deren Schale sie eifrigst erforschen, nicht
kennen.“ H 2, 2, 2)-3)
„Die Kinder der Urväter, die in der Liebe zu Gott allein erzogen wurden,
waren im Alter von 6 bis 10 Jahren unvergleichbar verständiger denn jetzt in
dieser, nota bene allerfinstersten, wahrhaft allerscheußlichsten Zeit aller
Zeiten die allergrößten Gelehrten, die nun nicht viel mehr wissen, als
damals die Kinderchen an den Brüsten der Mütter wußten; denn diese
Muttermilch enthielt damals, selbst materiell genommen, nicht selten mehr denn
jetzt in dieser aufgeklärten Zeit die größten, von Staub und Motten
zernagten Bibliotheken der Gelehrten.“ Lbl III, 206
„Was nützet euch Menschenweisheit, so ihr nicht habt den Geist Gottes?
Sehet, gar nichts! Ihr möget menschlich denken und forschen wie ihr wollt, so
kommet ihr doch nie zu einem rechten Schlusse, weil ihr immer wider auf etwas
stoßet, was über menschliches Denken geht. Darum gelanget ihr eher nicht ans
Ziel, als bis ihr aller Weltweisheit den Rücken gekehrt und euch allein
richtet nach der Weisheit, die aus Mir und Meiner Liebe hervorgeht. Dies ist
allein die wahre Weisheit, und wer ihr nachjagt, der wird nicht wandeln in
Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben!“ Völlig verständnislos
stehen unsere Gelehrten gegenüber der Schöpfungsgeschichte Mosis, den
Bildern in den Psalmen und bei den Propheten und der Offenbarung Johannis. Sie
wissen nicht, daß diese nicht im Buchstabensinne genommen werden dürfen, daß
sie vielmehr in der Sprache der Entsprechungen, in Bildern geschrieben sind.
Die Deutung dieser ist verlorengegangen. In dieser Unkenntnis verwerfen sie
besonders die Schöpfungsgeschichte Mosis. Deren Erklärung s. Ev 1,
156.9)-162.8); Ev 2, 214. 1)-215.2;
Ev 2, 219. 1)-222. 6); Ev 3, 28. 5)-9); Ev 3, 235. 1)-4); Ev 4, 160.
1)-163. 6). Über das Hohelied s. Ev 4, 169. 1)-171. 7). Über Daniel Kap. 7
s. Ev 6, 101. 1)-12). Über Jesaias Kap. 2 und 3 s. Ev 7, 171. 4); 174.
1)-176. 14). Über die Offenbarung Johannis s. Adv 99-123 [161-185]. D. Vf. 33 S. auch
„Wegweiser“ Teil 1 „Die Jetztzeit“. D. Vf.
Verfolgung
Vb 8, 30 „Nun
aber ist die Zeit herbeigekommen, wo Ich als König innerlich in die Herzen
Einzug halten möchte, und viele, welche Mich durch den Geist der Wahrheit
kennenlernen, rufen Mir ein Hosianna zu; aber nicht alle, welche miteinstimmen,
bleiben Mir in der Verehrung treu, wenn sie merken, daß Mir statt einer Königskrone
eine Dornenkrone zuteil wird, welche von den Schriftgelehrten und Pharisäern
Mir zugedacht ward. Darum haben die wenigen, welche sich Meine wahren Jünger
nennen, eine schwere Aufgabe; denn wenn sie Mir treubleiben wollen, setzen sie
sich allerlei Verfolgungen aus.“ K 99 Es ist nötig,
daß Gott in uns auferstehe, damit wir Mut erhalten, Ihn öffentlich zu
bekennen und die daraus entstehende Verfolgung willig zu tragen. Pr 132 „Euch
werden zwar solch bittere Momente, wie einst Meinen Jüngern bei ihrem
Lehramte, nicht herauswachsen, aber destomehr werdet ihr zu kämpfen haben mit
der Welt und ihren Annehmlichkeiten, mit euren Mitmenschen, die in der
Mehrzahl den entgegengesetzten, verkehrten Weg gehen, als den ihr
eingeschlagen habt. Euch wird es auch so gehen, wie Ich es Meinen Jüngern
prophezeite, indem Ich sagte: „Die Welt wird euch hassen, weil ihr nicht von
ihr seid!“, weil ihr anderen Grundsätzen huldigt, als die Mehrzahl der
Menschen.“ Vb 2, 66 Wie eine
gute Pflanze auf dem Acker voll Unkraut, „ebenso ist es mit einem Kinde von
Mir. Dasselbe ist nun bloß noch geduldet unter den Pflanzen der Wissenschaft,
des Reichtums und der Ehre; beeinträchtigt steht es daneben.“ Vb 2, 38 „Die
Mehrzahl lebt ohne Gott recht behaglich; sie können es darum nicht ertragen,
daß es noch solche gibt, die an Gott und Religion festhalten, weshalb sie
sich auch als Werkzeuge der Hölle gebrauchen lassen gegen Meine Kinder.“ Vb 3, 9 Wie die
Pharisäer die Heilung des Blindgeborenen durch Jesus nicht begriffen und Ihn
verdächtigten, „so ist es auch in der Jetztzeit. Wo Ich Mich über die
blindgeborenen Menschen erbarme und ebenso durch wunderbare Mittel ihnen das
Geistesauge öffne, da werden solche Menschen von der Welt durch allerlei Ränke
und Verleumdungen verfolgt und mit Fragen bestürmt. Allein, wen Ich einmal
geheilt habe, der soll gesundbleiben und Mich ganz erkennen als Den, Der Ich
bin, und wenn die Welt ihn verstoßen wird, so will Ich Mich seiner ganz
annehmen ... Vergesset aber nicht, daß solche berufen sind, zu zeugen von dem
wunderbaren Lichte, welches ihnen durch Meine Liebe zuteil wurde!“ Lbl II, 235 Wenn
wir die Welt verlassen haben und ein Leben in Gott und mit Gott leben, „dann
haßt euch die Welt im wahren Sinne und zu Meiner Ehre.“ Lbl II. 153-154
„So Ich euch also adeln will, so muß Ich euch Feinde erwecken, und so Ich
euch ehren und auszeichnen will vor vielen, so muß Ich euch ein Kreuz
auflegen vor vielen. Wollet ihr Mir, eurem Vater, ähnlich werden als rechte
Kinder, so muß die Welt euch hassen und verachten und auf euch mit Fingern
weisen, gleichwie sie auch Mir getan hat!“ Pr 292 Mit Spott,
Verachtung und Verfolgung werden die Menschen diejenigen lohnen, „welche sie
auf ihren Irrtum aufmerksam machen und sie zu Mir führen wollen.“ Vb 3, 32-33 Die
wenigen Erleuchteten werden „von der Mehrzahl nicht verstanden, sondern in
ihrer besseren Erkenntnis und in ihrem Streben von dem ungetreuen und sündigen
Geschlechte getadelt und verfolgt ... Schmach und Verfolgung bleiben da nicht
aus, wenn ihr euren Mitmenschen ihren Gott, der für sie so bequem ist, nicht
gelten lassen wollet, sondern ihnen den Vater anpreiset.“ Vb 9,11 „Aber
die Weltgroßen (als Herodesse) sind es, welche dem neugeborenen Kinde wieder
nach dem Leben trachten und wollen auszurotten suchen, welche das Kindlein in
der Krippe verehren; denn sie suchen dieselben zu töten durch ihre
Verstandesanschauungen und verfolgen sie, weil sie in denselben ihre Gegner
erkennen, da sie gleichfalls geistig beeinflußt sind, aber von unten und sich
ängstigen, ihre Herrschaft über ihre Mitmenschen zu verlieren.“ Vb 9, 16 Wenn die,
welche jetzt Gottes Wiederkommen und daß Er schon auf der Erde ist, erkannt
haben, „mit den Weltmenschen zusammenkommen und von Mir zeugen, da
erschrecken dieselben, wenn ihr Gewissen wird wachgerufen, und sie fühlen und
fürchten dann ihre Niederlage. Darum meinen sie, durch List solchen Seelen
den Untergang bereiten zu können, welche von Mir zeugen“ Sie werden wie
Herodes forschen nach dem Stern, als ob sie das Kindlein anbeten wollten, aber
nur, um es desto besser zu verderben. Wir sollten dann bei solchen
Weltmenschen und Schriftgelehrten uns nicht befragen, „sondern folget dem
Stern oder der Wahrheit im Stillen, welche ganz sicher zu mir leitet und euch
vor den Verfolgungen zu beschützen weiß, welche ihr euch oft durch
Unvorsichtigkeit und Unwissenheit selbst zuzieht. Wer Mich verehret, wie einst
die Weisen, durch Liebe und Gehorsam, über diese will Ich Meine schützenden
Segenshände ausstrecken und sie vor Gefahr behüten, auf daß sie sicher in
ihrer ewigen Heimat anlangen!“. Lbl 1. 191
„Siegen wollet ihr zwar, doch nicht wie Ich gesieget unter Hohn und Spott
und Geißelhieben der Welt ... Kämpfen heißt tragen die Lüge, die
Schadenfreude, den Hohn, die Bosheit und Tücke und die blutenden Geißelhiebe
der Welt.“ Vb 7, 27-28 „Wie
Jesus einst dem Pilatus nichts mehr antwortete, so unterlasset auch ihr das
Reden vor solchen, von welchen ihr wisset, daß sie die Stimme des Heiligen
Geistes in sich überhören, um nach außen ihr eigenes Ansehen und ihren
Eigendünkel zu behaupten! Denn weil Ich den Pilatus sowohl Selbst warnte, als
ihn durch sein Weib warnen ließ, nicht Unrecht über den Unschuldigen
auszusprechen, darum antwortete Ich demselben von außen her nicht mehr, und
sein Urteil wurde ihm zum Gerichte. So ist es gleichfalls mit solchen Gegnern
heutzutage, welche die Gnade von innen zu belehren sucht. Wenn sie dann mit
euch rechten wollen, so antwortet nicht mehr, sondern stellt es Mir anheim!
Denn wenn sie euch auch wollen kreuzigen lassen, so wisset ihr ja, daß auch
Ich als euer Meister gekreuzigt wurde, aber das Auferwecken und Auferstehen
nur Mir allein zusteht! Dasselbe können die Menschen nicht verhindern, und
weil es bloß durch den Tod möglich ist, das ewige Leben zu erlangen, so
begebet euch mit Freuden in den Tod oder in die Niederlage eures natürlichen
Lebens, welches da ist euer Eigendünkel, euer Hochmut, eure Eigenliebe und
dergleichen, welche nie ganz getötet würden, wenn statt Verfolgung und
Schmach Ruhm, Lob und Überhebung euch gespendet würden!“ Vb 2, 36 Wenn wir
die Liebe haben, so können wir Spott, Hohn und Verachtung ertragen. „Sie
wird statt Rache und Empörung Mitleid und Erbarmen in euch hervorbringen und
dadurch auch euer Fleisch immer mehr tüchtigmachen, sich nach dem Geiste zu
bilden.“ Vb 6, 46-47 „Ich
sage euch, wo diese schweigen, da werden die Steine reden!“ Diese Worte
gelten den Verfolgern der Wahrheit; denn obgleich sie alles aufwenden, diese
zu unterdrücken, so wird es ihnen doch nicht gelingen, denn Meine Kraft ist
groß und kann alles durchführen, was vor den Augen der Menschen unmöglich
erscheint, also auch Steine redend machen oder solche Werkzeuge wählen,
welche vor den Augen der Gelehrten für ganz untüchtig gehalten werden ... In
allem, was Ich beschließe und so auch heute wieder, wird nichts mehr imstande
sein, das helle Licht auszublasen, das Ich den Menschen nun anzünde zur
Rettung ihrer Seelen, und je stärker die Verfolgung gegen dasselbe, umso größer
Meine Kraft in demselben; denn es muß Mir dann alles dienstbar sein, Freund
wie Feind muß dabei tätig sein und zwar darum, weil Ich sie alle liebe und
oft sogar in einer Verfolgung jedem die größte Gnade erweisen kann! ...
Darum bleibet ruhig, auch wenn ein Anlauf gegen euch gemacht wird, und wenn
die Veranlasser solche sind, die da meinen, sich auf Mich berufen und euch bei
Mir verklagen zu können! Denen will ich Selbst antworten, daß sie ihren Mut
verlieren, ferner gegen eine Sache zu streiten, welche ihnen noch dunkel ist,
weil eben die Gnadensonne nicht zuerst bei ihnen aufgegangen ist, die aber
doch mit diesem Akte den Anfang gemacht hat, ihre ersten Strahlen auch in ihr
Herz zu werfen. Darum seid bei solchen Erfahrungen desto mutiger und eifriger
im Gebet auch für eure Gegner, welche nicht alle gegen Mich stehen!“ Vb 4, 29 „Wie
gut ist gegen Lauheit und Sicherheit die Verfolgung, wie treibt diese so sehr
zur Wachsamkeit an! Was eure Eigenliebe auch gut zu verbergen weiß, das wird
aufgedeckt, wenn eure Mitmenschen durch Haß und Neid euch verfolgen. Diese
zeigen bei solchen Gelegenheiten euch eure Fehler in so greller Farbe, daß
ihr selbst darüber erschrecket und so eine ernstere Selbstprüfung haltet,
was euch zu großem geistigem Siege werden kann. Darum ist die Verfolgung oft
recht nötig bei euch, und auch die wahre Demut kann dadurch mehr erlangt
werden als bei Anerkennungen ... Wenn ihr ratlos seid und euch die Menschengötter
im Stiche lassen, so gilt es festen Glauben zu fassen, daß die Hilfe bei Mir
zu finden ist. Ihr werdet dann bald den Unterschied zwischen Gotteshilfe und
Menschenhilfe finden und also an Liebe zu Mir, welche aus dem Danke stammt,
zunehmen. Also auch dieses Kreuz sollet ihr nicht aus dem Wege zu räumen euch
bemühen, denn es ist ein guter Mittler zwischen Mir und euch!“ Pr 72 „Wie in
jener Zeit Meine Lehre mißverstanden und verhöhnt, Ich verfolgt und
gekreuzigt und Meine Jünger beschimpft und verfolgt wurden, so wird es auch
wieder sein. Aber statt Meiner Person werden die Menschen Meine Lehre an den
Schandpfahl hängen und selbe verhöhnen, und Meine Kämpfer für Mein Reich
werden ebenfalls mit allerlei Unbilden zu kämpfen haben, aber sie werden
siegreich hervorgehen und dann bei Meiner Wiederkunft Mich verklärt
erblicken, wo ihnen dann die innere Stimme zurufen wird: „Segen euch, weil
ihr Diesem treu geblieben, Seine Worte gehört, ausgeübt und auch anderen so
mitgeteilt habt, wie Er sie von den Menschen verstanden wissen will!“ ...
Meine Vorkämpfer werden Mich ewig von Angesicht zu Angesicht sehen und sich
mit allen schon früher Hinübergegangenen Meines und ihres Sieges freuen dürfen!“ Vb 9, 15 „Darum
sage Ich euch allen, welche um Meines Namens willen Verfolgung leiden und den
Haß der Menschen ertragen wollen, um dieselben nach Meinem Beispiel durch die
Liebe wieder auf den richtigen Weg zu bringen, der allein zum ewigen leben führt:
„Selig seid ihr!“
Schutz
und Schutzgeister
Schutz
Ev 9, 161, 9)-12)
Ein von Jesus geheilter griechischer Arzt bekennt: „Wer denn einmal den
allem wahren und allmächtigen Gott mit Händen zu greifen wahr und klar
gefunden hat und die ohnmächtigen Menschen mehr fürchtet als Gott, der ist
ein Tor! Wer da eine Furcht hat, der habe sie vor Gott und nie vor den
Menschen um Seinetwillen! Welcher Mensch kann mich denn ergreifen und mir
schaden, so mich Gottes allmächtige Hand deckt und schützt? Laßt alle
Furien und alle irdischen Teufel, so sie irgend sind, über mich kommen und
dazu alle reißenden Tiere, Nattern und Schlangen, - werden sie es wohl mit
der Allmacht Gottes aufnehmen können!? Vb 4, 61 „Ihr
seid wankelmütige Kämpfer, und der Gegner Meines Reiches lacht Hohn über
euch. Habe Ich doch allen Glaubensmännern Meine Hilfe angedeihen lassen, wenn
es sich darum handelte, für Mich den Mitmenschen eine Wahrheit festzustellen
und so halte Ich es heute noch. Schauet auf Luther, wie sich Meine Liebe und
Macht an ihm bewiesen hat!“ K 139 Gott ist
noch Derselbe wie zu Noahs Zeiten. Wie diesen, so wird Er auch jetzt die auf
Ihn Vertrauenden schützen. K 10 Das Gott
ergebene Herz hat von den Stürmen nichts zu befürchten, diese können
geistiges Gut nicht rauben. K 50 „Mag da
geschehen, was da wolle, die Meinen werden da allezeit sich unter Meinem allmächtigen
Schutze befinden!“ K 144 Die mit Gott
wandeln, werden auch Seinen Schutz finden. K 142 „Wer auf
Mich baut und vertraut, dem soll kein Haar gekrümmt werden, weder geistig
noch leiblich!“ Ev 5, 223, 7)
„Was sollen wir, als nun sicher Seine Freunde, uns noch mit irgend einer
Furcht in unseren Gemütern abgeben, als könnte uns im Ernste unter Seinem
Schutz noch irgend etwas Übles begegnen!?“ K 68 „Seid
ruhig! Mein Auge wacht über die, welche Mich lieben. Vertrauet auf die Hand,
welche euch bis jetzt führte und euch nicht sinken wird lassen, solange ihr
euch Derselben würdig zeigen werdet!“ K 94 Der Tag der
Sichtung ist da. „Ihr aber, Meine Kinder, welche Ich ausgewählt und
gezeichnet habe mit dem Zeichen des Lebens, verzaget nicht! Haltet fest und
treu an eurem Gott und Herrn! Laßt euch nicht wankend machen, mag geschehen,
was da will!“ K 126 „Sehet
euch durch gute Werke vor! Alles andere werde dann schon Ich machen und werde
schirmen all eure weltlichen und ganz besonders die geistigen Schätze und Güter!“ Ev 5, 5, 3) Jesus
sagt, Seine wahren Kinder würden immer in der Minderzahl sein, die Weltkinder
würden sich Tempel und Götzenhäuser erbauen und sie mit ehernen Gesetzen
und blinddummen Regeln umzäunen. Sie würden aber den wenigen wahren Kindern
doch nie etwas anhaben können. Er würde dafür allezeit auf das getreueste
Sorge tragen. Pr 138 „Seid
stark ihr wenigen, die ihr, zerstreut in verschiedenen Gauen, Meine Perlen im
Herzen bewahrt! Vertrauet auf Mich, denn Ich wohne ja bei und in euch! Ich
werde euch führen und nicht verlassen, solange ihr Mich liebet und Mein Wort
haltet!“ K 39-40 Wir
zerstreuten Kinder, die der Vater aus Millionen herausgesucht hat, werden
geschützt werden, wenn die Winde der Wahrheit die anderen zerstreuen werden. Lbl III, 282-283
Gott wird zur rechten Zeit Seine Anhänger zusammenführen, und sie werden im
Moment, wo die Finsternis ihres Sieges gewiß zu sein glaubt, diese erdrücken. Vb 4, 35 Das feste
Herz braucht sich vor keinem Widerstande zu fürchten. „So ausgerüstet könnet
ihr ruhig der Zeit entgegensehen, wo die Knechte beauftragt werden, nach euch
zu fahnden. Ich Selbst will sie euch zuführen und es so lenken, daß auch sie
Mich dadurch finden!“ Lbl II. 186 = Pf 71
Im Kampf mit der Welt und dem Bösen kann uns nichts geschehen, was Gott nicht
zuläßt, „aber verderben oder schaden kann der Böse euch nicht, denn da
steht bei euch eine starke Schutzwache, welche dem Bösen Fesseln an dessen
Willen und Wollen, euch zu vernichten, anlegt. Darum haltet euch zu Mir, da
Ich der rechte Schutz bin. Wer diesen hat, der fürchte nicht die Welt, er
streite mutig und freudig, denn Ich bin sein Schutz!“ Vb 1,85 = Adv 98
Wird unsere Sphäre durch den Morgenstrahl der Liebe Gottes helle, so fliehen
die finsteren Geister vor uns, „weil sie das Licht nicht ertragen können,
welches euch umgibt, wohlwissend, woher es stammt; dann fühlet ihr
Erleichterung in euren Kämpfen. Dies ist die große verborgene Hilfe Meiner
Liebe, welche Meinen wahren Kindern zuteil wird. Diese sollen immer mehr
zunehmen im Licht, damit auch ihre Umgebung einen Segen davon fühlt!“ Lbl III, 42
„Kommet zu Mir, sobald ihr fühlet, daß eine fremde Macht [unselige
Geister] euch überwältigen will! Ich bin alsdann der Helfer aus jeglicher
Not und lasse nur zu, was eure Kräfte stählt und euer wahres Vertrauen zu
Mir befestigt.“ Lbl III. 128 Satan
sucht uns in seinem Reich festzuhalten. „Suchet dort die Quelle der
Hindernisse, Heimsuchungen und Anfechtungen, und ihr werdet Mich besser
verstehen und würdigen lernen! Die Liebe straft nicht, sie versucht nicht und
führt nicht auf Abwege ... Denket in Zeiten der Not Dessen, Der euch Seine
Verheißungen gegeben von Anfang an oder meinet ihr, daß das Geschöpf über
dem Schöpfer stehe?! Ist denn der, der jetzt ein Feind alles Lebens ist,
nicht auch ein Geschöpf aus Meiner Hand? Sollte dieses Geschöpf mächtiger
sein, als euer Vater und Schöpfer, euer liebevoller Heiland es ist? ...
Verbindet euch mit eurem Vater der Liebe und wirket durch und mit Ihm, so seid
ihr allmächtig, gleichwie Er es ist!“ H 2, 47, 9)-15)
„Der noch sehr starke Fürst des Todes wird mit dir und mit allen Brüdern
deiner Liebe gar wenig zu tun und zu richten haben. Ich sage dir zwar, es würden
für dich Ewigkeiten nicht auslangen, um zu erforschen die Größe seiner
Macht und Stärke, aber dessenungeachtet ist er ein endlich geschaffener
Geist, und da, wo alle seine Macht für ewig aufhört, fängt erst Meine
unendliche an. Darum sei unbesorgt; denn so du in Meinen Händen bist, ist
doch schon dein leisester Hauch mächtiger denn alle Stärke, Macht und Gewalt
des Satans! ... Siehe, darin liegt die große Macht des demütigst Kleinen!
Eine Fliege wird oft einer ganzen Herde von Löwen zur Last, während eben
diese Löwenherde der Fliege etwas ganz Unkümmerliches ist. Du aber bist
schon lange eine Mücke der Demut geworden. Daher lasse den Löwen sein, daß
er dir unschädlich ist, und mache dich sonach unbekümmert an dein frommes
Werk!“ K 119 Die mit Gott
verbundene Seele wird eine Kraft in sich fühlen, die allen Stürmen zu
trotzen und den finsteren Einflüssen sich zu verschließen vermag. Lbl III H 22,8
„Euer Geist der Kindschaft zieht Mich an wie Eisen den Magnet und nicht bloß
umgekehrt, das merket! Das ist ein Urgesetz, ein Muß!“ Lbl III 265 Wenn
nur die Liebe zu Gott und den Menschen, auch zu unseren größten Gegnern,
unser ganzes Sein erfüllt und wir diesen hohen Grad von Liebe in uns haben,
„dann sollst du wissen, daß du die dich schützende Kraft hast, die dich
vor jeder Anfeindung zu bewahren weiß!“ Ev 3, 186, 7)-8)
„Was kann uns beschädigen, so Deine allmächtige Hand uns beschützet?!“
Jesus antwortet: „So wie nun aber müsset ihr auch im Sturm und in der
Gefahr im Herzen und nicht allein im Munde sprechen, dann wird euch Mein
Schutz durch euren Glauben und durch euer lebendiges Vertrauen gedeihlich sein
und werden. Aber so ihr in der Gefahr zu verzagen anfangt, so würde euch Mein
Schutz nicht gar zu besonders frommen.“ Ev 3, 188, 27) „Gedenket
im rechten lebendigen Glauben Meines Namens, und Er wird euch besser schützen
als irgend ein schwaches und zerbrechliches Brett!“ Vb 4, 16 Von den
drei Weisen aus dem Morgenlande sagt der Herr: „Ich Selbst war der Stern,
Der sie herbeizog. Daher scheuten sie keine Gefahr und Beschwerde, die bei
damaliger Zeit sehr groß waren, wenn man eine so lange Reise machen wollte;
Entbehrungen aller Art, Mord, Gefangenschaft, Tod und Mißlingen derselben
stand ihnen vor Augen, und doch achteten sie alles nicht, nur um Meiner
ansichtig zu werden. Sie hörten auf die Stimme ihres Geistes und nicht auf
die Sprache des natürlichen Verstandes, darum sie auch ihr Ziel
erreichten.“ Vb 3, 32 „Ohne
daß die Menschen es ahnen, ist schon eine gar große Vorbereitung für Mein
Kommen selbst in äußeren Gesetzgebungen getroffen, welche in jetziger Zeit
ein Antasten, geschweige ein gänzliches Vertilgen oder sogar Verbrennen
Meiner Glaubensmänner verbieten. Die Aufklärung ist auch jetzt im niederen
Volke soweit vorangeschritten, daß es sich nicht mehr im Dunkeln leiten läßt,
sondern selbst prüft, sucht und fragt: „Was ist die Wahrheit?“ Aber die
rechte Antwort darauf will Ich den Menschen nun Selbst zukommen lassen!“ Vb I, 33 Die Macht
des Bösen ist jetzt zügelloser denn je. „Aber seid versichert, ihr steht
unter Meinem Schutz; doch erst, wenn ihr Mich anruft, die Zeit der Gefahr
erkennend, kann Ich euch denselben angedeihen lassen!“ GS II, 30, S. 129
Der Herr ist zwar überall der allmächtige Helfer und Besieger aller
Hindernisse, aber Er muß auch nach dem Grade und Maße des Hindernisses zu
Hilfe gerufen werden; sodann erst wird es geschehen, was da geschehen soll.
Das ist so, weil der Herr zwar überaus liebevollst gut ist, aber dabei
dennoch stets im vollkommensten Grade in jeder Beziehung die freie Tätigkeit
des Geistes respektiert, sowohl in der Willens- wie in der Erkenntnissphäre.
Deshalb läßt Er auch alles erst und selbst beurteilen und ermessen, so auch
unsere Not, die wir Ihm dann nach unserem Erkennen und Verlangen vortragen
sollen!“ Wer um vieles bittet, der wird viel empfangen. Lbl III, 209-210
„Ich lasse euch nicht allein in der Not; doch vielfach müssen Meine Wege
anders sein als die euren, oft gut gemeinten ... Rufe Mich an in der Not, so
will Ich dich erretten, und du wirst Mich preisen!“ Ev 8, 162, 161, 7)-9)
„Wenn ein Weltrichter der jammernden Witwe ihr Recht erteilt, um wieviel
mehr wird Gott retten Seine Auserwählten, wenn sie gewisserart Tag und Nacht
rufen, daß Er mit ihnen Geduld habe und ihnen gnädig und barmherzig sei! Ich
sage euch, Er wird sie erretten in Kürze.“ - Jesus sagt zu Petrus, daß Er
bei Seinem Wiederkommen auf Erden nahe gar keinen Glauben finden werde.
„Aber es werden dennoch auch viele sein, die sich von der Weltweisheit nicht
blenden lassen und Mein Wort offen verkünden werden, und zu denen werde Ich
denn auch kommen bei Tag und Nacht, werde Mich offenbaren und sie beschützen
vor den Verfolgungen der Welt und werde ihnen auch geben die Wundergabe, durch
die Liebe zu helfen den Bedrängten, den Bresthaften und Kranken, und es wird
dann lichter und tröstlicher werden auf Erden.“ Pr 133 „Daher
sei euch das der beste Trost, den Ich jedem nach jeder vollbrachten guten Tat
ins Herz lege, die beste Belohnung und die beste Beruhigung: Meinen Lehren,
Meinen Worten gefolgt zu sein, welche am Ende alles Weltglanzes und aller
Weltmacht die letzten Stützen sein werden, die den Kämpfenden als
Rettungspfeiler im Wirbel der Weltereignisse bleiben werden! Verlasset daher
den Tröster in eurem Herzen nicht, und Der, welcher diesen Tröster in eure
Herzen legte, wird euch auch nicht verlassen! Das versichert euch Der, welcher
schon so viel himmlisches Brot, so viel geistigen Segen und so viel wahren
Trost über eure Häupter ausgeschüttet hat.“ K 98 Kampf kann
uns nicht erspart bleiben, aber so wir Gott treu bleiben, wird Er Seine Stärke
an uns erweisen und uns den Sieg verleihen. Pr 289-290
„Bereitet euch vor und fürchtet euch nicht! Wer auf Mich vertraut und bei
Mir bleibt, der wird auch bei allen Schrecknissen, die vielleicht über diese
kleine Erdenwelt hereinbrechen könnten, nicht verzagen. Er weiß auch, daß
der Gute doch stets nur Gutes, ja Besseres, erhoffen darf.“ Pr 21-23 „Jetzt
bin Ich Selbst es, Der euch die Friedenshand entgegenstreckt, um euch
hilfreich zu leiten in den Bedrängnissen, welche jetzt nach und nach über
die Menschheit kommen werden wegen ihrer Halsstarrigkeit. Verstoßt die Hand
nicht, denn ihr findet keine stärkere und bessere!“ ... Die Zeiten werden böse
werden; trachtet ihr nur, vorher gut zu werden, damit aus diesem Bewußtsein
guter Taten ihr einen Schild habt gegen alle bitteren Ereignisse, die nur
bitter für diejenigen sind, die stets an den Honig des weltlich-sinnlichen
Genußlebens gewöhnt, das Bittere nicht als Heilmittel, sondern als
Vernichtungsmittel ansehen zu müssen glauben!“ Pr 5-6 „Haltet
euch rein, stärkt euch mit dem Glauben an Meine Liebe und an Meine göttliche
Fürsorge, die, wenn sie auch das Schrecklichste zuläßt, doch nie die
treffen lassen wird, die Meine Lehre mit kindlichem Gemüt aufgenommen haben
und mit gläubigem Eifer darnach tätig waren! Die Zeichen der Zeit werden
dann spurlos an euch vorübergehen, besonders wenn ihr auf die notwendigsten
Bedürfnisse euch habt beschränken lernen, aber selbst mehr auf den Aufbau
eures geistigen Seelenmenschen bedacht waret. Dann werdet ihr, wie einst in
jenen Zeiten Meine Anhänger, ein Halleluja ertönen lassen, auch über
rauchenden Trümmern weltlichen Glanzes und über entsetzlichen Vorkommnissen,
wo zwar die Materie erlegen, jedoch der Geist frei geworden ist, zum Zeichen
Meiner Größe, Meiner Liebe und Erbarmung.“ Vb 7, 78 „Auch
ihr laßt euch zu viel von Sturm und Wind einschüchtern, wenn dieselben von
außen her gegen euch toben und habt noch zuwenig Glauben an Meine Macht, die
im Verborgenen waltet und euch schützt. Ob durch Sonnenschein oder durch
Sturm ihr Meine Nähe zu fühlen bekommt, so soll eure Freude, euer Trost
darin bestehen, daß Ich bei euch bin. Und darum, wenn euer Glaubensschifflein
noch so sehr ins Schwanken gerät, so fürchtet euch nicht, denn Meine Liebe läßt
sich von euch wecken, und die Hilfe wird euch zuteil werden! So fahret also fort,
weiterzuschiffen auf dem Wahrheitswasser, eingedenk, daß auch Ich im Schiff
bin als euer Vater Jesus!“ Vb 6, 90-91
„Darum gehe Ich euch nach „am Abende“, d.h. wenn auch bei euch Stunden
eintreten, die dunkel sind.“ Wenn wir darum bitten, spricht der Herr, „so
will Ich euch nimmermehr verlassen, sondern zu der Zeit, da ihr euch in Gefahr
befindet, ganz deutlich zeigen, daß Ich bei euch bin. Also steht fest auf
eurem anvertrauten Posten und laßt euer Losungswort ertönen für Den, Der da
ist, Der da war und ewig sein wird, Jehova in Gott dem Vater und Jesus
Christus in einer Person!“ Lbl II, 102
„Herausreißen will Ich die, die nur ein klein wenig Verlangen nach Mir
haben, wie einen Brand aus dem Feuer, schützen will Ich sie, wie einen seine
Mutter schützet, lieben will Ich sie, wie nur je ein Vater sein Kind lieben
kann!“ Lbl II. 181 „Was
sorget ihr euch um Dinge, die Mich allein angehen, um eure Führung durch die
Brandung des Meeres der Welt? ... Haltet euch für unüberwindlich und ihr
werdet es sein durch Den, Welcher unüberwindlich ist, so ihr Ihn in euch
wirken lasset! Fürchtet ihr euch aber, so werdet ihr unterliegen ... So sich
euch nun Hindernisse entgegentürmen werden bergehoch, so fürchtet euch
nicht; in Wahrheit türmen sie sich nicht euch, sondern Mir entgegen in Meinen
Plänen mit euch! Darum könnet ihr wohl ruhig bleiben und dürfet nicht an
euch verzweifeln, weil ihr Mir damit eine große Niederlage bereiten würdet;
denn ihr sollet wissen, daß Ich hinter euch stehe und daß der Stich, der Mir
gilt, durch euch hindurchgehen muß, um Mich zu treffen, weil der Kampf
diesmal im Fleisch ausgekämpft wird, und das ist der entscheidende Kampf! So
ihr nun Streiche empfanget, so wundert euch des nicht, so ihr doch im Kampfe
stehet, in welchen ihr selber freiwillig gezogen seid, um Streiche zu
empfangen und dennoch zu siegen; denn Ich bin euer Feldherr und kämpfe mit!
Aber bedenket stets, auch Mein Fleisch gab Ich preis und schonte Mein nicht
und ließ es durchbohren, und der Sieg über alle Siege war Mein!“
Schutzgeister
Wsp 34-39 In der
ganzen Schöpfung ist alles geistig, wenngleich in Materie gekleidet. Ein
geistiges Band umschlingt alles, es wogt in ihm wie im Meere, jede Erregung
teilt sich weiter mit. Daher stammen die Vorahnungen der Tiere von
herannahenden Elementarereignissen. So besteht auch ein geistiger Verband
nicht nur zwischen Seelen hier auf Erden, sondern auch zwischen Seelen
Lebender und Verstorbener. So bekommen auch die Menschen Vorahnungen, die
Geister suchen durch Verschiedenes ihre geistigen Verwandten zu warnen und zu
benachrichtigen, daß Gefahr droht, wie wir oft auch Dinge vollführen müssen,
zu denen die Liebe der Geister uns drängt, ohne die Tragweite zu begreifen.
Aus Kurzsichtigkeit, oft in der Vorstellung, daß eine andere Welt nicht
bestehe, beachtet der Mensch das meist nicht. In der über der materiellen
Welt weit ausgebreiteten geistigen Welt wird das Wohl und Wehe der einzelnen
Menschen und ganzer Völker bei weitem eher gefühlt, empfunden und wo möglich,
angedeutet, ehe die Gedankenwelt zur Tat wird. „Beachtet also wohl alle
diese Winke, welche euch von allen Seiten zukommen, fangt an, geistig zu sehen
und das Geistige klar zu beurteilen, und ihr werdet erstaunen, welche
Wechselwirkung im Seelenleben, welch geistige Verbindung im ganzen Universum
besteht!“ Wegen der Zartheit der großen Geisterwelt sollen aber wir nicht
durch unrechtes Denken und Handeln Mißstimmung, oft bis in die weitesten
Fernen, anderen Geistern bereiten! Vb 9, 19 Das Einflüstern
der Schutzgeister können die Menschen noch nicht begreifen, weil sie noch zu
wenig Kenntnis von der Verbindung zwischen diesseits und jenseits haben. Aber
das sollten sie begreifen, daß ein immerwährendes Walten zwischen Himmel und
Erde stattfindet, welches von Gott ausgeht und durch das Wort „Gnade“
bezeichnet wird! Ev 1, 92, 13)-16)
„Übrigens ist aber ohnehin einem jeden Menschen ein unsichtbarer
Schutzgeist hinzugegeben, der den Menschen von seiner Geburt an bis zum Grabe
hin zu leiten hat. Solch ein Schutzgeist wirkt stets auf das Gewissen des
Menschen ein und fängt erst dann an, sich ferner und ferner von dem ihm
anvertrauten Menschen zu halten, so dieser, durch seine Eigenliebe geleitet,
allen Glauben und alle Liebe zum Nächsten freiwillig verlassen hat.“ Gott
kehrt Sein Antlitz denen zu, die den heißen Wunsch haben, von Ihm Selbst
beschützt und geführt zu werden. Ed 150 Jeder hat
wenigstens drei Schutzgeister, ferner zwei Engel und einen großen Engel. Als
Siebenter wacht Gott. Ed 6, 218, 3)-219, 2)
Erscheinen von Schutzgeistern. Ev 6, 40, 5)-7)
Alle von Natur aus besseren Menschen werden von Geistern auf eine manchmal
weniger sichtbare Weise unterwiesen ... Je naturmäßiger, einfacher und in
sich gekehrter die Menschen irgend in der Welt leben, desto mehr und lebhafter
stehen sie auch mit den besseren und guten Geistern aus dem Jenseits in
Verbindung.“ Wsp 114 Die
Abgeschiedenen, welche hier noch aus Liebe zu den Ihrigen in deren Nähe
gehalten werden oder von anderen weltlichen Umständen oder Ideen angezogen,
eines höheren Schwunges nicht fähig sind, umschweben, begleiten, mahnen,
belehren und schützen uns. Die vermeintlichen „Hausgötter“ waren solche
Schutzgeister. Diese meinen, es müsse ein direkter Schutz dasein; als ob
Gottes allgemeiner Schutz nicht ausreiche! Viele Geister bitten sich diesen
direkten Schutz als ihren weiteren Wirkungskreis aus. Es wird ihnen auch gewährt;
aber sie erleben dabei wenig erfreuliche Resultate, da die meisten Schützlinge
von ihnen nichts wissen wollen. Ev
8, 38, 6)-8) Wenn wir für die Verstorbenen beten, so sollen wir ihnen gläubig
und aus dem wahren Liebegrund unseres Herzens, eben im Herzen, das Evangelium
vortragen, und sie werden es vernehmen und sich darnach richten ... Dies ist
ein fruchtbarer Segen für sie. „Dadurch werdet ihr euch wahre, große, mächtige
und sehr dankbare Freunde im großen Jenseits schaffen, die euch, so ihr in
irgend eine Not gerietet, nicht verlassen werden, weder dies- noch jenseits.
Solche Freunde werden dann eure wahren Schutzgeister sein und sich allezeit kümmern
um das Wohl ihrer Wohltäter.“ Ev 1, 76, 7) Jesus
sagt: „Siehe, tausendmal so viele der Engel, als du hier erschaust, sind
stets bei den Menschen und wirken auf deren innere Gefühle und Sinne ein, so,
daß der Mensch dadurch in keine Nötigung wissentlich gerät und daher
unbeschadet seiner Freiheit solche Gedanken, Wünsche und Triebe ganz als die
seinigen annehmen und befolgen könnte. - Was geschieht aber?“ Vb 8, 14 „Viele
schmachten nach Lebenswasser, was auch daher kommt, daß sie unter starker
Beeinflussung jenseitiger Geister stehen.“ Vb 7, 34 „Wer
auf seine unsichtbaren Freunde aufmerkt, wenn dieselben ihn zu beeinflussen
suchen, wie es ihnen durch Meine Gnade gelehrt wird, der nimmt Mich auf, weil
dieselben ihre Worte nur aus Mir Selbst nehmen und also in göttlicher Liebe für
Mich wirken.“ Lw 174-175 Unsere
Schutzgeister suchen uns, jeder nach seiner individuellen Ansicht, dahin zu
leiten, wo sie glauben, daß es am besten sei und wo sie am liebsten während
ihres Lebens selbst hingingen. Aber meist ignorieren wir unsere innere Stimme,
sobald sie nicht so spricht, wie wir es gern hören. Meist fehlt der Wille,
den Einflüsterungen zu rechter Zeit zu gehorchen. Wsp 51-58 Wir
nennen Schutzgeister die Geister, welche es sich zur Aufgabe erbeten haben,
die Menschen auf ihren Lebenswegen zu begleiten, ihnen zu dienen, zu mahnen,
zu raten und bei Gefahren ihnen durch direkten Schutz zu helfen. Ihre Absicht,
uns Gottes Schöpfung zu erklären und uns zur Liebe zu entflammen, wird ihnen
als Akt der Liebe gern gewährt. Sie lernen dadurch selbst, besonders die
Nachsicht mit den Fehlern der Schwächeren. Sie verschmähen kein Mittel, in
sanften Mahnungen uns unser Gebahren im rechten Lichte zu zeigen. Wir bereiten
ihnen oft viel Trauer und Leid. Es gehört eine große Überwindung dazu, sich
dieser Mission zu unterziehen. „Hättet ihr geistige Fernsicht, so würdet
ihr sehen, welche Massen von Geistern verschiedener Stufen auf dieser kleinen
Erde sich die saure Laufbahn erwählt haben, welcher auch Ich Mich einst
unterzog, der Menschheit ihre Würde wiederzugeben.“ Vb 9, 7-8 Der
Mensch, der sich sicher dünkt in seiner geistigen Entwicklung, schützt sich
nicht durch Wachen und Beten vor einem Überfall seitens des Fürsten der
Finsternis. „Die Knechte und Diener in Meinem Reiche, welche Ich zu den
Menschen schicke als unsichtbare Leiter und Beschützer - bei euch
„Schutzgeister“ genannt - sind darum oft recht besorgt um ihre
anvertrauten Zöglinge und möchten dieselben oft mit Gewalt durch starke
Zuchtmittel vom Unkraut reinigen.“ Vb 1, 91-92 Bei
denen, welche ihren Willen zu Gott lenken, wird der Einfluß der Schutzgeister
verstärkt. „Ihr Geist wirkt an den Herzen durch Meinen Geist, mit welchem
Ich sie ausrüste zu ihrem Amte, und sie tun es in Meinem Namen.“ Die
Schutzgeister müssen aber die Schranken beachten, welche den freien Willen
ehren. Wenn wir diesen freien Willen freiwillig dem Vater übergeben, daß Er
ihn leite, so ist das eine große Seligkeit für sie; wir werden uns dann
desto sicherer auf unsere innere Stimme verlassen können, - in manchen Fällen
wird sie uns deutlich zu Hilfe kommen. Vb 7, 50 „Bei
dieser Arbeit an euch dürfen auch die Engel und seligen Geister teilnehmen
und zwar so, daß wenn eine Seele in diesen innigen Verkehr mit Mir kommt,
auch die Engel und Seligen sich darüber freuen und fürbittend zu Mir kommen,
um solch strebsame Seele durch ihre Beeinflussung schützen zu dürfen, was
Ich oft in einem hohen Grade zulasse, sodaß eine solche mit Mir verbundene
Seele diese Schutzgeister oft ganz in ihrer Nähe ahnt und fühlt und oft auch
augenscheinliche Beweise von der liebenden Fürsorge solcher von göttlicher
Liebe durchdrungener Wesen erhält.“ Vb 8, 7 In der
Adventszeit freuen sich die guten Geister auf eine Erhöhung ihres Einflusses.
In solchen Zeiten ist es möglich, mehr geistig zu segnen als in sonstigen
Zeiten, wo die Berufsarbeit es weniger erlaubt, an Gott und Sein Reich zu
denken. „Deshalb knüpfen die Schutzgeister an diesen Segen an und bitten für
ihre Schutzbefohlenen. Dieses Drängen und Antreiben macht sich dann den
Menschen fühlbar und erkenntlich in verschiedener Weise, bald im Traumleben,
bald in Ahnungen, bald in Gesichten usw. Aber auch die bösen Geister sind tätig
...“ Sie toben überall, wo es nur möglich ist. „Wenn ihr dann aber euch
von unsauberen Geistern mehr umlagert fühlt, so kommt zu Mir um Hilfe; denn
ihr sollet von denselben nicht über euer Vermögen versucht werden!“ Vb 2, 83-84 Die
Jenseitigen kennen jeden unreinen Fleck bei sich und bei den anderen. „Darum
auch bei den guten strebsamen Geistern ein Verlangen ist, euch zu Hilfe zu
kommen, euch beeinflussen zu dürfen, und die Freude ist groß bei ihnen, wenn
ihr Mich um Abhilfe bittet, weil sie dann auf guten Erfolg ihrer Bemühungen
rechnen können. Daher ist ein ängstlich drückender Zustand bei euch nicht
immer Folge von finsteren Geistern, sondern oft auch die Folge einer Umgebung
von guten Geistern“, welche uns zum Vater hinleiten wollen. „Weil aber die
bösen Geister dies ebenfalls wissen, so sind auch sie desto tätiger.“ Bei
solchem Andrang zweier Mächte sollen wir im Gefühl unserer Ohnmacht uns an
den Vater wenden. Kämpfen wir zu Seiner Ehre den Kampf durch, so erhöhen wir
auch unseren Schutzgeistern ihre Seligkeit. Wir sollen nicht zagen; alles ist
gegeben zu unserer Vervollkommnung! „Es liegt also an euch, mit festem
Glauben und Vertrauen euch darauf zu stützen, daß wer unter Meinem Schutze
steht, nicht zuschanden wird,.“ Lbl III. 216
„Einem Kinde, das sich Mir voll und ganz ergibt, sollen Meine Engel untertan
sein! Eine Legion von Lichtgeistern werden zu jeder Zeit bemüht sein, Meine
ihnen gegebenen Aufträge zu erfüllen, die dahin lauten, allen denen, die den
Willen haben, Mir anzugehören, in aller ihnen gegebenen Liebe bis an deren
irdisches Lebensende zu dienen ... Auch Mein Gegner hat seine finsteren
Gesellen aufgefordert ... Auf der anderen Seite stehet ebenfalls eine Legion
von finsteren Gesellen, die in jeder Art dein Gemüt zu beeinflussen suchen
... Zu jeder Stunde offenbaren sich dir zwei Welten ... Wer sich Mir zum
Dienen willig und in aller Liebe anbietet, dem diene Ich Selbst mit all Meiner
großen Himmelsschar.“ Vb 3, 32 Es
„sollen auch Meine heiligen Engel euch brüderlich zur Seite stehen; denn
innere Wache tut nun viel mehr not als äußerer Schutz!“ Lbl III, 36
„Wenn ihr Meiner Nähe sicher seid, dann kann euch nichts Böses
widerfahren, weil ihr in Meiner Obhut euch befindet und Meine Engel und Diener
über euch wachen. Das sage Ich euch, auf daß ihr aufs neue euch in Meinen
Schutz begebet und in Meine Vaterarme eilt, die offenstehen für euch
allezeit!“
2007-12-07 |
Aktualisiert
am: 02.12.2008 Home