DER BRÄUTIGAM KOMMT

KÄTHE PFIRRMANN

Verschiedene Schriften, deren einzelne Titel aber erhalten geblieben, sind hier zusammengefaßt unter dem Titel: 

Der Bräutigam kommt

 

INHALT:

Klug oder töricht? 2

Reif zur Ernte 11

Wie der Blitz 22

Das dürre Laub fällt ab - Das Böse nimmt zu 34

Das stinkende Aas 48

 

 

Wir wollen an das Wort in Matth. 25,6 erinnern: „Siehe, der Bräutigam kommt; gehet, aus ihm entgegen!" Dieser Ruf hatte eine Bewegung zur Folge, wie wir aus dem nachfolgenden Vers 7 entnehmen: „Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig!" Diese Schrift soll dem Gläubigen dieser Endzeit, dem nach Jesus Christus Rufenden, dem auf Jesus Christus Wartenden, dem wachenden und betenden Jünger Jesu eine Hilfe sein, damit er anhand des Wortes Gottes diese Zeit recht erkennt und sich auch recht bereitet, das heißt bereiten läßt nach  1. Thess.5, Vers 23: „Er aber, der Gott des Friedens,   h e i 1 i g e   euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahrt werden unversehrt und unsträflich auf die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus." Eine Schrift mit Weissagungen und Gesichten durch Käthe Pfirrmann   - 2. Auflage - Herausgeber: Karl Mäußnest - 578 Pirmasens - Bitsther Straße 30

 

 

Klug oder töricht?

Dem großen Advent oder der Wiederkunft des Herrn, so wie sie uns bei der Himmelfahrt Jesu Christi durch die zwei Engel in Apostelg. 1, V. 11, angekündigt worden ist, werden ganz besondere Ereignisse vorausgehen. Im einzelnen sind sie uns in der heiligen Schrift aufgezeichnet.

Eines der hervorstechendsten, unübersehbaren Geschehnisse in der zunehmenden antichristlichen Zeit, der zunehmenden Nacht, wird die Entrückung derer sein, die sich in den Gemeinden zu der Entrückungsgemeinde haben zubereiten lassen. Dieses Geschehen wird für die an die heilige Schrift, an das Wort Gottes Glaubenden, aber auch für die ungläubige Welt, einen nachhaltigen Eindruck von der Existenz und dem Handeln Gottes hinterlassen, die Wahrheit des Wortes Gottes klar und deutlich herausstellen. Den einen wird dieser Machtbeweis Gottes viel Schmerz bringen, denn sie werden ihr törichtes Handeln in aller Deutlichkeit erkennen müssen und die Folgen eines Ausschlusses und ein Weiterleben mit und unter verteufelten Menschen zu tragen haben. Den andern kann es zur Umkehr gereichen, dem weit größeren Teil davon wird es zu noch größerer Feindschaft gegen Gott Tür und Tor öffnen.

Diese Zeit wird die größte Trübsalszeit der Erde, das größte Wehe auf Erden, einleiten, die in der bösen Herrschaft des auftretenden Antichristen gipfeln wird. Nach einem Gesicht wird die Welt von heute auf morgen von einem wohnlichen Gebäude in eine Ruine, zu einem für den Abriß bestimmten Gebäuderest verwandelt werden. Als die Kinder Gottes noch in dem Gebäude wohnten, waren die Merkmale eines möglichen Wohnens noch gegeben. Fenster und Türen waren vorhanden, die Wohnräume mit dem zum Leben Notwendigen ausgestattet. Möbel, Vorhänge, Tapeten gaben dem Innern des Gebäudes wohnliche Eigenschaften. Der nötige Schutz vor der Witterung, das Dach über dem Gebäude, die Wärme in der Wohnung, war gegeben.

Nach dem Auszug der Kinder Gottes machte das vorher so wohnlich anzusehende Gebäude den Eindruck größter Verlassenheit. Das Gebäude glich, insgesamt gesehen, einer verfallenen Ruine. Das Dach war beschädigt, die Fenster und Türen fehlten, kein Fußboden war mehr vorhanden, einzelne Bretter lagen über den Balken, Jegliche Einrichtung und Ausstattung fehlte völlig. Die Ruine hatte kein Aussehen mehr. Es fehlte Gemütlichkeit und Wärme. Wind und Wetter zogen über und durch das Haus. Ein Tippelbruder vielleicht, an solche Verhältnisse gewöhnt, hätte in der einen oder anderen Ecke ein Obdach gefunden. Das Hervorstechendste an diesem Gesicht war, daß die Verwandlung des Hauses so plötzlich nach dem Auszug der Kinder Gottes eingetreten ist: Vorher noch wohnlich, häuslich, nachher in eine Ruine verwandelt, die dem Verfall entgegenging. Wie wir aus der heiligen Schrift entnehmen, soll es ja auf der Erde ein Neues werden. Das Alte muß ja vergehen, ein Neues entstehen.

Der Herr hat Seinen Plan mit dieser Erde. Und Er wird Seinen Heilsplan hinausführen, Seine Erlösung gegen alle Widerstände vollenden. Wir nähern uns der Zeit, da der Zeitabschnitt vor dem tausendjährigen Reich seinem Ende entgegengeht. Die Zeit eilt mit Riesenschritten dieser ihrer Erfüllung zu. Wir wollen nun unsere Aufmerksamkeit den klugen und törichten Jungfrauen zuwenden. Aus Matth. 25,9-13, entnehmen wir die folgenden Verse:„Dann wird das Himmelreich gleich zehn Jungfrauen sein, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Zur Mitternacht ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus, ihm entgegen.

Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den K r ä m e r n und kaufet für euch selbst. Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.“ Jungfrauen mit Lampen, die kein Öl haben, die deshalb auch nicht brennen können. Jungfrauen mit Lampen, die Öl in den Lampen und noch Vorrat in ihren Gefäßen haben. Die ersteren werden töricht genannt, die anderen klug; die ersteren werden ausgeschlossen, die anderen nehmen an der Hochzeit teil. Jungfrauen mit Lampen, die kein Öl haben, deren Lampen nicht brennen, zeigen und bekunden sich zwar dem Namen und der äußeren Form, dem Buchstaben, der Mitgliedschaft nach als Christen, doch das Wesen und geistliche Leben, die Kraft der Auferstehung und die Kraft aus der Höhe fehlt ihnen, wird nicht im Leuchten und in der Überwinderkraft nachgewiesen.

Wir singen oft den Vers des Liedes so einfach dahin, wo er doch tiefstes Sehnen, Gebet, letzte Lebenserwartung und Erfüllung sein sollte: „O Jesu, daß Dein Name bliebe im Grunde, drück ihn tief hinein! Möcht Deine süße Jesus-Liebe in Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen sei   J e s u s   und sonst nichts zu lesen!“ Auch in Gemeinden, die pfingstliches Leben betonen, merkt man, daß es vielfach bei den Lampen, nur bei der äußeren Form geblieben ist. Die heilige Schrift sagt es ganz deutlich und gemachte Erfahrungen bestätigen es, daß Menschen unter ein und derselben Gnadensonne, unter dem selben klaren, kraftvollen Evangelium, unter dem Vorbild begnadeter Zeugen verlorengehen und gerettet werden. Die einen wollen nicht, ziehen die Welt vor, verstocken sich; die anderen öffnen ihr Herz, überwinden und bereiten sich. Die einen behalten ihren alten Menschen und geben ihm nach außen ein frommes Gewand, die anderen ziehen den alten Menschen aus und ziehen den neuen, in Jesus Christus geschaffenen Menschen an.

Die einen begnügen sich, den leiblichen Nervengeist anzuregen, sich die Ohren jucken zu lassen; die anderen ruhen nicht eher, bis der Geist Jesu Christi ihr Herz erfüllt. (Röm. 8, 9). Die einen werden die törichten, die anderen die klugen Jungfrauen genannt. Der Herr hat doch große Mühe, hat doch großes Leid! Wie sagt Er doch in Seinem Wort: „... wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt." Matth. 23, 37. „Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir;" Matth. 15, 8. Wir haben gelesen und erfahren, daß die törichten Jungfrauen aus den Reihen derer kommen, die ein klares und deutliches, kraftvolles Evangelium gehört haben. Da sind nun aber auch noch andere, die sich Hoffnungen machen, sich einen eigenen Himmel ausmalen, viel Verdienst anrechnen. Sie kommen aus anderen Lagern. Dies wird uns deutlich, wenn wir das Urteil über die törichten Jungfrauen in Matth. 25, 12, und das Urteil über die, die in des Herrn Namen geweissagt haben, Teufel ausgetrieben und viele Taten getan haben, Matth. 7, 23, miteinander vergleichen:

„Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht." ,Ich habe euch noch nie erkannt." Aus den Reihen der falschen Lehrer, der falschen Propheten, der alt und neu modernen Theologen, der selbstberufenen „Diener", der eigenmächtigen, eigenwilligen Diener gehen sie hervor. Nach ihren törichten Predigten gestalten sich törichte Hörer. Der Herr nennt sie Übeltäter! Und sind diese nicht die Krämer? Welcher Hörer und Verehrer aus ihren Reihen könnte im Grunde etwas Besseres haben und vorweisen? Wenn wir so einen Kramladen, auch die echten Kramläden, wo gar alles zu haben ist, betrachten, dann werden wir feststellen, daß fast alles für das Fleisch und seine Bedürfnisse, auch eine zeitgemäße Bibel, christliche Bilder, Engels- und Jesusbilder, verkauft werden.  Die wahren Priester und Gemeindevorsteher werden Engel genannt! Vergleiche dazu: Maleachi 2, 7: „.... denn er ist ein Engel des Herrn Zebaoth;" und die Anrede an die sieben Gemeindevorsteher in Offbg. 2 und 3: ,Dem Engel der Gemeinde ... "

An alle, die unter falscher, trügerischer, törichter, übler Lehre stehen, ergeht der Ruf: „Wendet euch, um eures Heiles willen, dem klaren Evangelium, dem klaren und deutlichen Willen des Herrn in vollem Gehorsam zu. Suchet die Gnade Jesu Christi und Seine Kraft. Dem Aufrichtigen und Demütigen ist es verheißen. Die Krämer können nichts geben, auch hernach nichts; es ist dann zu spät. Der Tag, an dem die klugen Jungfrauen zur Hochzeit eingehen, wird den törichten eine verschlossene Tür, einen versperrten Zugang hinterlassen. Für jene, die bisher schon in törichter Einstellung abgeschieden sind, hatte die ewige Herrlichkeit bisher schon einen verschlossenen Zugang aufzuweisen! Dies dürfte wohl die größte und bitterste Ernüchterung sein, die man sich denken kann. Dieser Tag des Herrn, die Scheidung der törichten von den klugen Jungfrauen, wird der Tag der Wahrheit in den Seinen und für die Seinen sein, wird die Wahrheit des Wortes Gottes vor aller Welt erschreckend deutlich dokumentieren!

Wird dann noch eine Zeit der Buße für jene Krämer und törichten Hörer, der törichten Jungfrauen, der Laodizea-Christen sein? Was wird das wohl für eine Drangsal werden! Nütze jetzt die geschenkte Gnadenzeit! Wir wollen uns nun die Frage vorlegen: Was hindert oder fördert unsere Bereitschaft auf diesen Tag? Dazu sollen uns einige Gesichte Aufschluß geben, und wir wollen den Herrn dabei zu uns reden lassen. „Längere Zeit verharrte ich im Gebet. Unter anderem betete ich für ein junges Mädchen, dessen geistliches Wachstum mir sehr am Herzen lag. Inniglich bat ich den Herrn, daß Er es doch ganz zum Ziele und Siege bringen möchte. Ganz herzinnig und im festen Glauben betete ich für sie. Da sehe ich das Mädchen in einer übergroßen Gestalt. Das Haupt war mit Mull eingehüllt, es hatte eine Lampe in der Hand. Es war eine Lampe ohne Öl, sie brannte nicht. Dies brachte mich noch mehr in Gebetsnot und ich betete im Herzen noch mehr und anhaltender. Da hörte ich meines Herrn und Heilandes Stimme, hörte, wie Er zu mir sagte: „Siehe, dies wollte Ich aus ihr machen."

Ich sah zu Ihm auf und sah ein Feuer in Seiner Hand, mit dem Er die Lampe anzünden wollte. Noch mehr bat ich den Herrn, daß Er es doch schenken möge, daß die Lampe zum Brennen komme. Danach sah ich einen jungen Mann. Er hatte ein graues Leinenhemd an, das bis zur Erde reichte. Auch er hatte eine Lampe, die nicht brannte. Darüber hörte ich die Stimme des Herrn: „Ich will und möchte. Aber auf seiner Seite ist noch nicht die Bereitschaft da, die völlige Hingabe fehlt, die völlige Drangabe und Bereitschaft ist nicht vorhanden." Auch hier konnte ich nur bitten und flehen: „Herr, hilf; Herr, hilf Du."

Und da hörte ich die Stimme des Herrn in das All erschallen: „Ich will. Ich will. Aber sie lassen sich nicht bereiten." Ja, unser treuer Heiland, Er möchte all die Seinen zu klugen Jungfrauen bereiten. Seine Liebe möchte, daß niemand verloren gehe, daß sie alle zur Hochzeit dürfen. Und wie oft wird es heißen: „Ich will; aber es ist keine Bereitschaft vorhanden." Jetzt sehe ich eine junge Frau in herrlichem Brautstaat mit einer großen, weißen Kerze. Die Kerze brennt noch nicht Ihm entgegen. Sie will immer wieder aufleuchten, flackert hie und da auf, wird aber durch den Wind und die kleinen Stürme des Lebens gedrückt und nahezu ausgeblasen, ausgelöscht. Ich sehe viele Brautseelen. Sie halten ihre brennenden Lampen mit beiden Armen hoch, Ihm entgegen. Sie rufen: „Jesus, komm bald; Jesus, komm bald." Da und dort sehe ich auch viele Gestalten mit Lampen, die noch ohne Öl sind. Viele sehe ich auch, die noch schwach brennende Lampen haben.

Und immer wieder höre ich den Herrn sagen: „Ich will helfen, retten. Ich will. Ich will." Den Seinen ruft Er nun zu: „Leuchtet überall!" Und jetzt sehe ich den Herrn im weißen Gewande, die Dornenkrone auf dem Haupte. Mit großer Wehmut blickt Er auf alle, deren Lampen noch nicht brannten, nicht recht oder klein brannten, und ruft ihnen zu: „Siehe, Ich komme bald und mit Mir Mein sehr großer Lohn für die, die brennende Lampen haben!" Sein Rufen geschieht in großer Liebe, bittend und mahnend zugleich. Jetzt sehe ich Ihn als den siegreichen, glorreichen König mit goldener Krone auf dem Haupte, in langem, weißem, wallendem Gewand. Das Zepter hält Er in der einen Hand, mit dem anderen Arm weist Er auf den geöffneten Himmel empor. Ich schaue auf, und mir wird die überschwängliche Herrlichkeit offenbar. Und jetzt höre ich Ihn sagen: „Siehe, das ist Mein sehr großer Lohn für alle, die sich haben helfen und retten lassen. Es (ist) für alle, die in allem überwunden haben Mir."

Nun sehe ich die Herrlichkeit im einzelnen. Die Stadt Jerusalem. Herrliche Landschaften und Plätze in der Herrlichkeit. Viele herrliche, weiße Gestalten bewegen sich dort. Sie sind geschmückt wie herrliche Bräute; sie tragen Überwinderkronen, sie jauchzen und lobsingen. Wie herrlich ist doch die Umgebung! Wunderbar grüner Rasen mit vielen herrlichen Blumen, auch Rosen darunter. Und alles jubelt. Welch herrliche Musik begleitet das Jauchzen und das Lobsingen! Viele unter ihnen sehe ich auf die Knie fallen und den herrlichen und glorreichen Sieger anbeten. Ganz groß steht es da in goldenen Buchstaben, mit Edelsteinen verziert, angeschrieben: „Glorreicher Sieger von Golgatha, großer, über alles erhabener Triumphator, König aller Könige, Herrscher und Herr aller Herren! Dein ist das Reich, Dein der Sieg, Dein die Herrlichkeit in Ewigkeit. Alles ist zur Ehre des ewigen Vaters, den Du uns auf Erden geoffenbaret hast, und zu Deinem Ruhme und Anbetung ewiglich. Halleluja. Amen!" Welch ein Jubel und Frohlocken, welch ein Lobgesang, welche Anbetung, welches Halleluja!

Welch ein Ausruf: „Ja, Jesus lebet, Jesus sieget! Sein ist und bleibt der Sieg in alle Ewigkeit." Jetzt sehe ich wieder das junge Mädchen, das so übergroß, so riesengroß war, kleiner und immer kleiner werden. Es beugt sich und demütigt sich, steht mit gebeugtem Haupte da. Nun fängt die Lampe in seinen Händen zu brennen an, noch klein und zart. Aber je mehr es sich beugt, je mehr wird sein Angesicht von innen durchleuchtet, je stärker wird auch das Leuchten, das Brennen der Lampe. Man sieht das Öl sich vermehren, und auch der Vorrat nimmt zu. Und nun höre ich den Herrn sagen: „Nur den Demütigen wird Gnade. Den Hoffärtigen aber widerstehe ich und ihre Herzen werden immer härter und kälter. Je mehr an Demut, je mehr an Wärme und Licht." Nun sehe ich die junge Frau. Sie blickt nicht mehr da- und dorthin. Sie gibt den Stürmen in sich keine Nahrung mehr, sie blickt nur auf Ihn; der Seine durchgrabene Hand über sie hält. Ihr Licht brennt nun hell und klar und wird immer größer. Ja, die Kerze ist nun zu einem brennenden, hellen Licht geworden, das auch anderen leuchtet und andere erreicht, die sich nicht weit von ihr in der Dunkelheit befinden. Aus ihren Augen leuchtet eine stille Freude, eine Güte und Frieden. Ich höre sie nun die Worte sagen: „Jesus lebt, mit Ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Ja, Er lebt und wird auch mich zu Seiner Liebe erwecken.

Er verklärt mich in Sein Licht, Jesus meine Zuversicht." Viele Angesichter sehe ich nun, die sich zum Herrn erheben. Je länger sie ihre Angesichter zu Ihm erheben, je mehr leuchtet Sein Licht von innen heraus und die Angesichter strahlen dieses Licht wider. Nun sehe ich einen herrlichen Cherub und höre seine Stimme, die, so weit ich nur schauen kann, alles durchdringt: „Ja, erhebet eure Häupter! Blicket von allem weg, was euch beschweren, belasten oder gefährden will! Blicket empor zu Ihm! So wird sich auch Sein Licht der Liebe euch mitteilen, hineinleuchten in eure Herzen, eure Herzen erleuchten, um euch zu helfen. So werdet ihr auch durch Seinen heiligen Geist erkennen dürfen, was euch Not und was ihr bedürfet, was auch dies alles bedeutet." Ich sehe jetzt einen jungen Mann mit herrlich weißem Gewande, ein breites, blaues Band über die Schulter quer zur Hüfte, wie er sich in der Herrlichkeit umsieht, da und dort hinblickt, sie in ihrer Schöne betrachtet und in die herrlichen Weiten schaut. Da höre ich den Herrn zu ihm sagen: „Ha1te, was Du hast, daß niemand Deine Krone nehme!" Vergleiche dazu auch das Wort in Offenbarung 3,11! Betrachte und beachte auch dabei die hohe Berufung, die Verheißung, die in Offbg. 3,1-11 beschrieben ist: „Die Bewahrung vor der Stunde der Versuchung, die da kommen wird über den ganzen Erdkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. Die offene Tür und die kleine Kraft Pfeiler im Tempel Gottes werden.

Im Vergleich mit den vergänglichen Dingen dieser Welt sollte es nicht schwerfallen, die Einladung zur Überwindung anzunehmen, sie noch gründlicher, ernster zu würdigen! Jetzt sehe ich den Herrn und Heiland nicht weit von mir auf einer Anhöhe stehen mit einer großen Posaune, die Er nun an Seinen Mund setzt und hineinbläst."

d. K. P.

 

Was wollen uns diese Gesichte sagen? Durch Beugung und Demütigung kommen wir zu einer brennenden Lampe, bekommen wir Licht! Durch Wegblick von Störendem und den Aufblick zum Herrn werden wir zu einem Licht und einer Leuchte, bleiben wir in der lebendigen Hoffnung. Erhobene Häupter sehen von der Erdanziehung weg und sehen die Herrlichkeit; erhobene Häupter sind eine Quelle des Zuflusses göttlichen Lichtes. Die Hochachtung und Hochschätzung des aus Gnaden geschenkten ewigen Lebens bewahren vor dem Verlust und dem Raub der Krone. Die Posaune ist ein Ruf zur Bereitschaft! Und was haben sie Dir, lieber Leser, sonst noch zu sagen? Wollen wir darum bitten, daß uns aufgeschlossen werde, was der Bereitschaft und dem brennenden Licht entgegensteht; daß wir es wissen, ob wir zu den törichten oder klugen Jungfrauen gerechnet werden. Darum wollen wir bitten. Auf die Hindernisse für unsere Bereitschaft wolle besonderes Augenmerk gelegt werden! Der Ruf zur Bereitschaft selbst soll nicht überhört werden. Da und dort ist vereinzelt der Ruf zu hören: „Der Bräutigam kommt bald."

Und dieser Ruf ist wahr und echt. Es ist ein Ruf der Gnade. Der Herr bereitet sich für Sein Kommen. Noch ist der Ruf vom Kommen des Bräutigams nur vereinzelt zu hören. Die Zeit, wo er zu einem Geschrei werden wird - diese Zeit ist jedoch sehr nahe, sehr nahe. Darum, es ist noch Gnadenzeit! Wie lange noch? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, daß der Herr schon gerne an den Seinen das getan hätte, was Er so gerne will und möchte, aber um derer willen, die noch nicht bereit sind, die noch keine brennende Lampe samt Vorrat haben, Sein Kommen verzogen hat. Wie lange wird diese über alles liebevolle Rücksichtnahme mit uns, den Seinen, sich zeitlich noch anhalten lassen? Wie wird es sein, wenn Er dann die Zeit verkürzen muß, um Seine Auserwählten zu retten, die zu Ihm rufen Tag und Nacht? „Und sollte Er's mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze." So können wir es in Luk. 18,7-8 nachlesen. Wenn und wann aber jenes Geschrei erschallen wird, was dann?

Der Herr ist nahe, Seine Zeit ist nahe. An mehreren Zeichen der Zeit, die nebeneinander und miteinander zugleich wirksam werden - und das ist ein untrügliches Zeichen -, können wir Seine nahe Wiederkunft ablesen: Vorsintflutliche Sündenzustände, das noch nie dagewesene Ausmaß an Bauen, das Grünen und Gedeihen des Feigenbaumes - Israel, die Verkündigung des Evangeliums unter fast alle Völker, um nur einiges aus der Reihe von Matth. 24 herauszunehmen. Die Zeichen der Zeit zeigen uns die Stunde an. Er kommt bald! Lasset uns daher auf Seinen Tag bereit machen, Öl in die Lampen nehmen, unsere Lampen entzünden lassen, brennen, leuchten, Vorrat die Fülle haben! Noch können wir es. Wann aber das Geschrei erschallen wird, was dann? Vor dieser Stunde des Herrn kann Deine Abberufung, Deine Heimrufung liegen. Wird sich dann herausstellen, ob Du klug gewesen bist? Wie sagt doch der Psalmist bei der Betrachtung von Gottes Ewigkeit und der sündigen Menschen Vergänglichkeit: „Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden." Psalm 90, 12.

Wenn Du noch nicht klug geworden bist und klug zu handeln und zu wandeln angefangen hast, dann bitte und bete mit dem Psalmisten: „Aber, Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß." Psalm 39, 5 „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen bleiben die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge." Offenbg. 22,12-15. Möge das Niedergeschriebene einem jeden Leser zum Segen und inneren Gewinn gereichen! Melodie: Ach, mich zieht's nach jenen Höhen ... "

 

Ach, mich sehnt's nach jenen Orten,

wo der Vater ewig wohnt.

Wo, wie Er gesagt in Worten,

Seine Liebe uns belohnt.

Laßt mich laufen, laßt mich ringen,

nach der wahren Heiligung.

Will nun eilen und Ihm bringen

ganz mein Herz zur Reinigung.

 

Wie sich meine Arm` ausbreiten,

wenn ich seh' nach jenen Höh'n,

und sich meine Augen weiten,

wenn sie uns'ren Heiland seh'n.

Laßt mich loben; Ihn dort droben,

in der Heimat Himmelsruh.

Mag der Feind auch noch so toben,

ich eil` meinem Heiland zu.

 

Seht, wie dort im weißen Kleide,

uns're Lieben wohnen schön;

wo sie ruh'n von allem Streite,

selig auf uns niedersehn.

Laßt uns ehren froh in Chören:

Unsern Heiland Jesus Christ.

Und in Seinem Dienst verzehren,

der dafür gestorben ist.

 

Auch für uns hat Er bereitet:

Weiß das Kleid, und licht und schön,

Und Sein Herze ausgebreitet,

drum laßt froh uns auf Ihn seh'n.

Ja, Er wartet auf uns alle

dort, in jenen heil'gen Höh'n,

der erlöst uns von dem Falle:

Kommt; laßt uns all` zu Ihm geh'n!

 

K. P.

 

 

Reif zur Ernte

„Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt und stampft, denn die Kelter ist voll, die Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß. Scharen um Scharen treffen im Tal der Entscheidung ein; denn nahe ist derTag des Herrn im Tale der Entscheidung." Joel 4,13-14 „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der wie eines Menschen Sohn aussah; er hatte eine goldene Krone auf seinem Haupte und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Danach kam ein Engel aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Lege deine Sichel an und ernte; denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist dürr (vollreif) geworden! Da legte der, der auf der Wolke saß, seine Sichel auf der Erde an, ließ seine Sichel über die Erde fahren, und die Erde wurde abgeerntet.

Da kam ein zweiter Engel aus dem Tempel im Himmel heraus, der hatte eine scharfe Hippe (sichelähnliches Rebmesser). Und ein anderer Engel kam vom Altar her, der hatte Macht über das Feuer und rief mit lauter Stimme dem zu, der die scharfe Hippe hatte, und sprach: Lege dein scharfes Rebmesser an und schneide die Trauben des Weinstocks der Erde ab; denn seine Beeren sind reif geworden. Da legte der Engel sein Rebmesser an die Erde und schnitt die Trauben von dem Weinstock der Erde und warf sie in die große Kelter des Zornes Gottes. Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und es floß Blut aus der Kelter bis an die Zäume der Pferde sechzehnhundert Stadien weit." Offenbarung 14,14-20 „Sie übersehen absichtlich und haben vergessen, daß durch Gottes Wort und durch das Wasser die damalige Welt durch eine Wasserflut überflutet wurde und daran zu Grunde ging.

Himmel und Erde in ihrer derzeitigen Gestalt sind wiederum durch Gottes Wort (1. Mose 9,11) erhalten geblieben, doch sie sind fürs Feuer aufbewahrt und aufbehalten für den Tag, an dem Gericht und Verderben die gottlosen Menschen treffen wird. Der Herr verzieht nicht mit der Erfüllung seiner Verheißung, wie das einige meinen, sondern zeigt nur seine Langmut gegen uns. Denn er will nicht, daß jemand verloren gehe, sondern daß alle zur Sinnesänderung, zu einem Gesinnungswechsel, zur Buße kommen. Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente werden in der Flammenglut des Feuers sich auflösen und die Erde mit ihren darauf befindlichen Werken wird verbrennen. Wenn ihr nun wisset, daß alles aufgelöst und vergehen wird, solltet ihr euch da nicht durch einen heiligen, gottgeweihten Lebenswandel auszeichnen, euch auf. die Ankunft des Tages Gottes rüsten, auf ihn warten und ihn herbeisehnen und ihn dadurch beschleunigen? Und dieser Tag bricht herein, an welchem die Himmel in des Feuers Glut vergehen und die Elemente in dieser Feuerhitze sich auflösen.

Wir aber erwarten dann nach seiner Verheißung einen neuen Himmel und eine neue Erde, in welcher Gerechtigkeit wohnt. In dieser Erwartung, meine Lieben, wendet allen Fleiß daran, unbefleckt und unsträflich vor ihm im Frieden erfunden zu werden. Die Langmut unseres Herrn achtet als eine Zeit des Heils!" 2. Petr. 3, V. 5-7 u. 9-15. Die Ernte ist reif. Die Stunde des Erntens ist gekommen. Und diese Zeit ist näher als wir es wahrhaben wollen. Woran können wir die Erntestunde erkennen? Die Vorbereitungszeit zur Ernte und die Ernte selbst nehmen die ganze Aufmerksamkeit derer in Anspruch, die an den Vorbereitungen dazu und bei der Ernte selbst beteiligt sind. Man rüstet sich, bereitet sich, setzt alles auf diesen Tag ein. Der Beginn der Ernte wird an verschiedenen Zeichen geprüft. Das Aussehen der Felder, wenn die Halme gelb bis weiß geworden sind, weckt das Augenmerk des Schnitters. Es wird geprüft, ob die Halme dürr genug sind, ob die Frucht, die Körner reif genug sind. Es wird versucht, ob die Beeren reif genug sind. „Saget ihr nicht: Es sind noch vier Monate bis zur Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und sehet die Felder an. Sie sind bereits weiß zur Ernte." Johannes 4,35. So lehrt uns der Herr auf Seine Felder achten, Seine Felder betrachten. Er gibt uns gleichsam zu verstehen, daß unsere Zeitausrechnung bis zur Ernte eine andere ist als die Seine. Während wir sie noch lange nicht da wähnen, sieht Er sie in einer kürzeren Zeit, kurz bevorstehen.

„Hebet eure Augen auf und sehet die Felder an!" Und wenn wir dem nachgekommen sind, das getan haben, dann werden wir, wie jeder Landmann es tut, es nicht nur beim Ansehen bewenden lassen, sondern wir werden die Ernte auf ihre Reife prüfen, sie unmittelbar aus der nächsten Nähe ansehen. Wenn die Ernte gelb bis weiß wird, dann geht der Landwirt auf sein Erntefeld, auf den Acker, sieht nach und prüft nach, wie weit die Dürre der Halme vorgeschritten, wie gereift die Körner sind. So sind auch wir angerufen, das Erntefeld der Erde auf seine Farbe, auf seine Dürre, auf seine Vollreife hin anzusehen. Wir sind angesprochen, die erntenahen Zeichen, die Zeichen der Zeit, näher anzusehen, eingehend zu prüfen! In der Zeit der Ernte werden von den an der Erntearbeit Beteiligten die zur Ernte nötigen Vorbereitungen getroffen. Das zum Schneiden gebräuchliche Werkzeug wird scharf gemacht. Die zur Einbringung der Ernte erforderlichen Gerätschaften und Fahrzeuge werden hergerichtet und bereitgestellt. Der zum Dreschen oder Lagern der Frucht bereitgehaltene Ort und Raum wird gereinigt und gefegt, gesäubert bereitgehalten.

Erinnern wir uns an das Wort und den Ruf zur Buße aus dem Munde des Täufers: „Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Ein jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße. Der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe nachzutragen. Der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat die Wurfschaufel schon in der Hand und wird seine Tenne fegen. Den Weizen wird er in seine Scheuer sammeln, die Spreu aber wird er mit unaus1ösch1ichem Feuer verbrennen!" Matth. 3,10-12 Auch ein anderes Wort wollen wir uns ins Gedächtnis rufen: „Denn also spricht Herr Zebaoth, der Gott Israels: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne zur Zeit, da man sie feststampft. Nur noch eine kleine Weile, so kommt für sie die Zeit der Ernte." Jeremia 51,33 Das letzte Zeichen zur Ernte gibt der Himmel durch seine große Hitze. „Hebet eure Augen auf und sehet die Felder an." Wenn wir das tun, dieser Aufforderung des Herrn nachkommen, dann wird es nicht beim Sehen verbleiben. Dann haben wir einen Anfang zur Prüfung der Erntezeit gemacht, und der heilige Geist Gottes wird - wie wir es aus Johannes Kapitel 16, Vers13, sehr deutlich wissen - uns in alle Wahrheit leiten und wird das, was zukünftig ist, uns verkündigen, offenbaren!

Aus Joel 3, Verse 1 bis 2 entnehmen wir das Wort: „Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne sollen weissagen; eure Ältesten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen; auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen." Wir erinnern uns dabei an das Wort der Schrift, als der Tag der Pfingsten erfüllt war - Apostelgeschichte 2, 1 bis 11 -, als die großen Taten Gottes in den verschiedenen Sprachen verkündigt worden sind. Wir vernehmen, wie sie sich ob des Pfingstgeschehens entsetzten, ratlos wurden, sich wunderten, in ihrer Bestürzung einer den andern fragten: Was hat das nur zu bedeuten, was will und soll das werden? Andere spotteten und sagten: Sie sind voll süßen Weines, die sind betrunken, die sind voll, haben einen anständigen Rausch in der Krone sitzen. Petrus begründete das Pfingstgeschehen, er erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Gebet wohl acht auf das, was ich euch zu sagen habe: Es ist keineswegs so, wie ihr meint, daß diese Männer betrunken wären. Vielmehr erfüllt sich heute, was der Prophet Joel geweissagt hat: In den letzten Tagen wird es geschehen - es ist bereits geschehen, Pfingsten hat es eingeleitet -, spricht Gott, daß ich von meinem Geist auf alles Fleisch ausgießen werde.

Söhne und Töchter sollen weissagen. Älteste sollen Träume haben, Jünglinge sollen Gesichte sehen. Wunder sollen geschehen am Himmel, Zeichen auf Erden, das alles bevor der große Tag des Herrn erscheint. Und jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, soll errettet werden! "Aus Apg. 2, 14-21 Zeichen werden auf Erden geschehen, das alles, bevor dieser Tag sein wird. Jesus selbst hat uns verschiedene unübersehbare Zeichen angedeutet und sie näher beschrieben. In Matth. Kapitel 24, in Markus Kapitel 13 und in Lukas Kapitel 21 können wir die auf Erden  wirksam werdenden und in Erscheinung tretenden Zeichen im einzelnen nachlesen. Doch auch der Prophet Joel hat uns ein Zeichen angegeben: „Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die Gefängnisse auftue und die Gefangenen Judas u n d Jerusalems zurückbringen werde, will ich die Nationen in das Tal der Entscheidung hinabführen und dort mit ihnen ins Gericht gehen!" Joel 4, Vers 1

„An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist." So sagt es uns Jesus in Matth. 24, Vers 32. Vor unseren Augen ist es geschehen, hat sich das erfüllt, was der Herr vom Feigenbaum, von Israel, gesagt und was der Prophet von freigelassenen Gefangenen, den zurückgebrachten Gefangenen geweissagt hat. Haben wir es nicht miterlebt, wie die Juden aus den Gefängnissen in Europa, in Nordafrika, im vorderen Orient freigelassen, zurückgeführt worden sind nach Israel? Der Feigenbaum, der Staat Israel, 1948 ausgerufen, ist saftig geworden und gewinnt Blätter, die Schatten werfen! Die größte Volksbewegung eines Volkes in der neueren Zeit hat vor unseren Augen stattgefunden. Seit 1948 erleben wir die Einwanderung der Juden in großem und kleinerem Ausmaß. Wir haben es vor nicht langer Zeit, im Jahre 1967, mit eigenen Augen miterleben, in vielen Zeitungen und Schriften lesen können, an Bildern gesehen, wie Jerusalem, der letzte Stadtteil von Jerusalem, zu Israel zurückgebracht, wie auch dieses Gefängnis aufgebrochen worden ist.

Dies ist vor unseren Augen geschehen. In jenen Tagen und zu jener Zeit, von denen der Prophet Joel spricht, leben wir gegenwärtig, leben wir mitten drin. In jenen Tagen - es ist in unseren Tagen -, von denen der Prophet spricht, will und wird sich auch das Wort aus Joel 4, 13-14 erfüllen: „Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif . . .; denn nahe ist der Tag des Herrn im Tale der  E n t - scheidung!" Pfingsten - Ausgießung des heiligen Geistes; der Feigenbaum - Israel; offene Gefängnisse - die Rückkehr der Juden nach Israel und Jerusalem: Vergangenheit zu Gegenwart geworden, der große, herrliche Tag Gottes, der Tag der Entscheidung, nahe, sehr nahe herbeigerückt? Wer nicht geradezu schläft oder verstockt ist, kann sich der diesen Tatsachen verschließen? Wer Augen zu sehen hat, der sehe es. Wir haben es mehr als deutlich vor Augen; wir sind mitten in diese Endzeit, in diese weltweite Entscheidungszeit hineingestellt. Vor unseren Augen ist es geschehen, hat es sich erfüllt, was der Prophet geweissagt, worüber der Herr, auf die heutige Endzeit hin, geredet hat. So sicher wie sich Pfingsten und das Wort vom Feigenbaum, die Gründung des Staates Israel, erfüllt haben, wie wir es selbst miterlebt haben, so sicher wird sich auch das andere Wort erfüllen: „. . . will ich die Nationen in das Tal der Entscheidung hinabführen und dort mit ihnen ins Gericht gehen.

... denn nahe ist der Tag des Herrn im Tale der Entscheidung. Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif."  Joel 4, V. 1. u. 14 „Hebet eure Augen auf und sehet die Felder an." Wir leben in einer Zeit großer Vorbereitungen zur Ernte, wir gehen in eine Zeit, in der die Ernte der Erde, wie sie nach Matth. 13, 30 gewachsen, abgeerntet werden wird! (Vergleiche auch Matth. 13,39 b) Was hat uns nun der Herr der Ernte durch seinen heiligen Geist, durch Weissagungen, Offenbarungen und Gesichte über diese Zeit zu sagen?  „Im Geiste sehe ich in weite Lande. Überall herrscht reges Leben. Ich sehe große, reife Ährenfelder in allen Landen, überall, so weit mein Auge sehen kann; und meine Augen sehen in weite Fernen. Wohin ich sehe, erblicke ich reife Ährenfelder. Alles ist gelb bis weiß, ist am Weiß-werden.

Das Wort Jesu durchblitzt mein Herz: „Die Felder sind bereits weiß zur Ernte." Die Ähren, die ganze Getreidefrucht ist reif zum Abernten. Nun sehe ich an der Ernte beteiligte Menschen. Sie bereiten sich zur Ernte. Ich sehe, wie sie ihre Sensen scharf machen mit Wetzsteinen, wie sie die anderen Geräte bereitlegen und herbeibringen, die zur Ernte benötigt werden. Große Hitze liegt weit und breit über den Feldern. Mir fällt auf, wie sich die Schnitter und Erntehelfer für die Ernte entsprechend gekleidet haben. Alles deutet darauf hin, daß die Ernte einen baldigen Anfang nimmt." Das Leben des einzelnen, aber auch das Leben der Völker insgesamt ist in diese Erntezeit einbezogen. „Im Geiste sehe ich einen Fürsten Rußlands vor mir stehen. Und ich höre ihn über Geheimnisse dieses Volkes reden und höre ihn sagen, daß an der Obrigkeit dieses Volkes viele Pläne gemacht werden, die sie auszuführen gedenken." Ich bin darüber verwundert und erschrocken zugleich und frage den Herrn, was das alles zu bedeuten habe. Der Herr antwortete mir in meinem Herzen:

„So ist es auch bei vielen, bei den meisten Völkern. Sie planen dieses und jenes und wollen dieses und jenes ausführen. Es wird aber nur so weit kommen und nur das geschehen, was nach Meinem Willen ist und Meinem Vorhaben dienlich ist in dem bevorstehenden großen Kampf zwischen Licht und Finsternis. Alles wird von Mir so geführt und zielt nur auf das Eine hin: Auf die Entscheidung zwischen Licht und Finsternis - auf Meinen Sieg! Meine himmlischen Heerscharen werden mehr und mehr auftreten und mithelfen, diesen Kampf bis zum Siege hinausführen. Was Ich Mir vorgenommen, werde Ich zum Ziele und Siege führen - so wie es Mein Wort sagt. Viele menschliche Pläne und Vorhaben werden durchkreuzt!" Gehen wir nun ungewarnt, unaufgeklärt, unangesprochen in diese Zeit hinein? „Im Geiste darf ich dem Herrn folgen, wie Er von Ort zu Ort, von Land zu Land zieht, zu den Menschen redet, von der kommenden Zeit spricht. Sein Reden hört sich da und dort wie Donnerrollen an.

Ich höre Ihn sagen: „Nun wird da kommen, was da kommen soll und muß. Es wird immer mehr herankommen, von dem Ich schon länger gesagt und auf das Ich schon längst hingewiesen habe. Es wird diese große Trübsalszeit sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt und wie sie nicht mehr werden wird (Matth. 24, 21)! Es wird eine furchtbare Zeit aller Zeiten werden; es wird eine große Zeit sein. Berge werden zu Tälern und Täler werden zu Höhen. Alles wird drunter und drüber gehen." Einige, auch Jugendliche darunter, höre ich laut darüber lachen. Mit mächtiger, lauter Stimme höre ich den Herrn sagen: „Ihr, die ihr jetzt lachet, werdet weinen. Ihr werdet schreien und vor Schrecken eure Gesichter verzerren. Ja, ihr werdet weinen, die ihr jetzt lachet. Und ihr werdet dazu verurteilt sein, die ganzen Schrecknisse durchzumachen. Ihr werdet dabei erfahren müssen, wie blöde ihr waret."

Eine heilige, majestätische Weihe lag über dem Ort. Zu den anderen gewandt, höre ich den Herrn sagen: „Und ihr, die ihr ernst macht und ernst bleibet, euch fertig und bereitmachen lassen wollt, ihr werdet dann lachen und dürft dann lachen. Eure Not und alles, euer Schrecken und Leid wird sich in Freude verwandeln. Ihr aber, die ihr über das, was Ich euch jetzt ankündige und mitteile, lachet, ihr werdet weinen, weinen, Erschrecken auf Erschrecken haben, ihr werdet eure Angesichter verzerren und eure Glieder verrenken. Es ist nun die Stunde sehr nahe, wo Ich Abrechnung halte, wo das große Feuer über die Erde geht. Damals ist die Erde durch das Wasser gereinigt worden und jetzt wird es durch das Feuer geschehen. Ihr, die ihr nun in der Atomzeit lebet, ihr werdet sie erleben in ihrer ganzen Gewalt, in ihrem ganzen Geschehen und Ausmaß. Ihr aber, die ihr euch nun bereiten lasset, ihr, die ihr herzukommt, in eurem Innersten aufgewühlt und getroffen werdet durch das Geschehen, das nun kommen wird und hervortritt und immer mehr werden wird, ihr werdet dann auch Freude an Mir finden und haben; denn an euch werde Ich Mich dann verherrlichen und an euch werde ich Großes tun.

Aber an all den anderen, die Meine Worte verachtet haben, die sich nicht haben warnen noch ermahnen lassen, an euch wird es geschehen, daß alle Welt erkennt, daß Ich Gott bin und der Herr der Herren. Es wird vor aller Welt deutlich werden, daß alles in Meinen Händen ist und durch Meine Hände geht. Und es wird in aller Deutlichkeit offenbar werden, daß Ich Der bin, von dem es geschrieben steht:  „Der Gewaltige, der Herrscher aller Herrscher, der König aller Könige, Der, dem allein Ehre gebührt und gehört, der Gewalt über alles hat, was im Himmel und auf Erden, was im ganzen All ist, der größer denn alles ist. Ich bin der Herr, Ich bin der Gott Israels. Ich bin Der, Der allein herrscht, regiert und siegt in alle Ewigkeit!" Nun höre ich den Herrn zu dem Fürsten der Finsternis und zu seinen Anhängern sagen: „Und du und ihr werdet erkennen müssen, wie wahr Mein Wort ist und was von Mir in Meinem Wort geschrieben steht!" Was ist nun der Auftrag für die Seinen in dieser Zeit, dieser Endzeit? Wollen wir uns vom Herrn unterweisen lassen!  „Kinder Meiner Liebe, es ist der Glaube aber eine gewisse Zuversicht des, das man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Was kein Aug gesehen und kein Ohr gehöret hat, ist bereitet denen, die Mich lieben. Amen.

Erhebet eure Herzen zu Mir empor! O wohl dem, der das tut, was Mein Wort ihn lehrt und der sich nach Meinem Wort ausstreckt! Denn alles wird vergehen, doch Mein Wort bleibt bestehen. Selig aber sind die, die nicht sehen und doch vertrauen und dennoch glauben! Mein Wort ist die Quelle alles Lichtes. Es ist das Licht auf dem Wege des Lebens und zu dem wahren Leben. Wer nach Meinem Wort tut, wird nicht zuschanden werden. Wehe denen, die nicht als Täter Meines Wortes erfunden werden! Wehe denen, die den Weg, den Mein Wort zeigt und lehrt, verachten und ihre eigenen Wege gehen, die auf ihren Verstand trauen und nicht auf Mich! Ja, es ist nicht mehr fern, so werden sich auch die Folgen eines solchen Tuns zeigen und bewahrheiten. Mein Wort ist das Brot des Lebens, die Kraft und das Licht all derer, die darauf vertrauen und daran glauben. Wer aber Mein Wort verachtet, wer nicht auf die Stimme Meines Wortes hört und nicht danach tut, dem wird Mein Wort Richter und Vergelter. Mein Wort zeugt von Mir und lehrt von Mir, daß Ich das Licht der Welt bin und gekommen bin, diese Welt, diese Erde, die so im Finstern war, zu erhellen, all den Suchenden, den wahrhaftig Suchenden, zu leuchten auf den Weg des Lebens und zum wahren Heil.

Wer Meinem Worte glaubt und danach tut, der wird immer mehr von Meinem heiligen Geiste erfüllt werden! Mein Heiliger Geist will in jedem Glaubenden und Vertrauenden Wegweiser sein. Er will immer tiefer in die Selbsterkenntnis führen, in die Schriftkenntnis, in die Wahrheit des ewigen Lebens; Er will jedem helfen, Mein Wort lebendig in die Tat zu verwandeln, in die Tat zu übersetzen; Er will durch dieses Mein Wort zum wahren Leben und Frieden führen, ja zu Mir, der Quelle des Heils. Mein Wort ist es, das von Mir redet, das von Mir zeugt, das die Wahrheit lehrt, das einem jeden das lebendige Brot bedeutet, das vom Himmel auf die Erde kam. Lernet das bedenken in der ganzen Tiefe! O wie wird das offenbar werden in und an all denen, die Mir geglaubt und Mir vertraut, die sich an Mein Wort gehalten haben! Wie wird es aber auch zum Gericht werden für alle, die es verworfen und verachtet, die sich daran versündigt haben, die sich auch an Meinem heiligen Geiste versündigt haben, der sie in die Wahrheit führen wollte und auf ihr Wollen wartete ! Ihr Meine Kinder, lernet es begreifen: Es kommt alles darauf an, wie man zu Meinem Worte steht und wie man Meinem Worte und Meinem Geiste gehorsam war und ist.

Wer Mein Wort verachtet, der verachtet Mich, und wer Meinen heiligen Geist verachtet, der verachtet den wahren Helfer auf dem Wege zum wahren Leben! Selig aber sind die, die sich helfen lassen, die Täter Meines Wortes sind und die freudig nach dem Wort tun und leben. Dies ist gerade jetzt ganz besonders von sehr (großer) Tragweite! Warum? Ja, denn danach wird bei Meiner Stunde alles gewertet oder alles verneint werden! Lernet es bedenken! Nützet die Zeit aus! Ja, wohl denen allen, die auf Meine Stimme hören, die sich helfen lassen! Mit Riesenschritten geht es der Erfüllung entgegen. Die Zeit zur Erfüllung hat schon begonnen und wird weiterschreiten, unaufhaltsam! Ja, es ist in keinem anderen Wort das Heil, und es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darinnen sie können selig werden, als in dem Namen  J e s u s. Amen.

Es ist die Stunde nahe herbeigekommen und auch der Tag für die, die treu waren, die sich haben helfen lassen zur Quelle der Freude und des Segens; es kommt aber auch die Stunde für die anderen zum furchtbaren Gericht! Amen. Ja, es wird sich beweisen, wie wahr es ist: Was du säst, das wirst du ernten; das wird dein Teil sein! Amen. Mein Segen sei mit allen, die tun, wie Ich gelehrt und Ich sie ermahnt habe. Mein Frieden sei mit eurer Seele.« Wollen wir uns danach ausstrecken, nicht nur als Hörer, sondern als treue Täter, mit heiligem Geist erfüllt, erfunden zu werden! Wollen wir gerade jetzt in dieser Endzeit, in dieser zunehmenden Dunkelheit unsere besonderen Aufgaben und Möglichkeiten zum Dienst erkennen und darin nicht nachlassen! Lesen wir doch betend und mit offenem, aufmerkendem Herzen, was der treue Herr uns auch dazu zu sagen hat!

So sprach der Herr zu mir in meinem Herzen: „Werdet nicht müde in der Fürbitte und im und zum Gebet! Werdet nicht müde in treuer Seelsorge! Werdet nicht müde, Mir weiter zu dienen! Vor allen Dingen denket in eurer Fürbitte und in euren Gebeten daran, zu bitten und zu flehen um mehr Verständnis für Mein Wort, für das ganze und volle Evangelium Jesu Christi! Bittet, daß Mein Wort offene Herzen findet, offene Türen, Aufnahme findet in allen Herzen, wo man sich danach sehnt und dafür willig ist! Betet dafür, daß Mein Wort die Herzen öffnen kann! Werdet nicht müde für die rechte Schrifterkenntnis, für die rechte Selbsterkenntnis, für Gotteskenntnis, Heils- und Sündenerkenntnis zu beten, daß es überall geschehe! Bittet, daß der Blinden Augen aufgetan werden, der Tauben Ohren geöffnet werden, die harten Herzen erweicht, der Lahmen Füße, Beine und Hände lebendig werden! O werdet nicht müde gerade jetzt mehr denn je dafür einzustehen, daß Mein heiliger Geist in den Herzen Raum finden kann, daß er noch viele herzuzurufen, zu erwecken, lebendig zu machen vermag! Was tot und starr ist, soll lebendig werden, was lahm ist, soll gehen können, was blind ist, soll sehend werden!

Bittet, daß Mein heiliger Geist und Mein Wort in dieser noch vor euch liegenden kurzen Gnadenzeit mehr und mehr größere Siege feiern können überall auf eurer ganzen Erde! Bittet, daß Mein Wort und Evangelium der Liebe in Kraft und Vollmacht verkündigt wird! Bittet, daß ein großes, heiliges Aufwachen werde überall, daß ein großer Hunger und Durst, Heilsverlangen aufbreche, daß ein richtiges Tätigwerden durch Mein Wort und für Mein Wort geschehe! Bittet, daß überall neues Leben werde und die große Dunkelheit durch Mein göttliches Licht durchbrochen werde, durch Mein Evangelium der Liebe, Meine heilige Wahrheit und durch die Kraft Meines heiligen Geistes überall ein Neues werden möge! Ja, bittet darum! Denn immer mehr geht es dieser großen Zeit, diesem mächtigen Geschehen entgegen, diesem Furchtbaren, was da kommen wird und muß.

Darum erkennet auch ihr, Meine Kinder, Meine Söhne und Töchter, eure Aufgaben und Pflichten! Alle, die ihr in Meinem Dienste stehet, an Meinem Werke überall, erfüllet eure Aufgaben und Pflichten in ganzer Treue und Hingabe! Fördert Meine Sache und seid eine rechte Hilfe für viele! Tut freudig euren Dienst und tut ihn so, daß ihr treu erfunden werdet! Ihr alle sollt wissen und sie alle es sehen: sie stehen für Mich wie für einen Mann! Dann kann Ich euch recht segnen. Denket daran! Freuet euch alle, die ihr willig seid und euch von Mir gebrauchen lasset, gebrauchen in Meinem Dienst und für Meine Sache! Freuet euch, die ihr für Meinen Namen einstehet! Alle, die getreu sind und getreu nach Meinem Worte tun, werde Ich segnen und Meinen Segen bringen, wenn Ich komme. Ich werde Großes tun überall an allen, die freudig auf Mein Wort hören und denen Meine Befehle und Anordnungen ein Herzensanliegen sind; die ein großes und freudiges Wollen haben, sie auszuführen und danach zu tun.

Ja, auch das ist Mein Auftrag an euch, ihr Meine Getreuen, daß ihr nicht müde werdet, auch dafür zu beten, daß noch viele wahre, ernste Beter werden. Bittet, daß die Hörer Meines Wortes auch wahre Täter werden! Bittet, daß Mein Wort wie ein Hammer Felsen und die härteste Eiskruste zerbricht, daß es wirken kann und soll! Bittet, daß viele, viele Beter erweckt werden und für diesen Dienst hingebend tätig werden! Bittet, daß noch viele für Meine Reichsgottessache freudig tätig werden; daß viele, was sie sind und haben, für Meine Sache einsetzen und freudig in Meinen Dienst stellen; daß viele gerade jetzt noch willig werden! Bittet, daß noch Großes geschehen kann und noch viele herausgerettet werden können, die sich nach Befreiung sehnen und nach Erlösung und nach Meinem Heil verlangen! Betet auch für die vielen, die jetzt fühlen und spüren, daß Großes und Gewaltiges herbeikommt, näherkommt! Betet für die, die sich dabei in großer Angst und innerer Not befinden, im Seufzen und Stöhnen, in Furcht und Zittern leben, daß sie in das völlige Vertrauen hineintreten möchten, in den lebendigen Glauben, in die rechte Liebe zu Mir, die alle Furcht austreibt und alle Angst überwindet, ja, die nichts Höheres kennt, als für Mich im Dienst zu stehen und für Meine Sache ein Mithelfer zu sein, sie zu fördern!

Daß Meine Sache zum vollen Siege und Ziele kommt, dazu will Ich euch gebrauchen, ihr Meine Getreuen, ihr Meine teuren Kinder. Vergesset es nicht! Haltet daran fest und tut danach, so wird Mein Segen mit euch sein und Ich bei euch, bis an der Tage Ende, sein! Freuet euch, freuet euch in Mir! Meine Gnade und Liebe ist es, die euch aufruft und euch mitbeteiligen will durch die Kraft Meines heiligen Geistes. Ja, lasset euren Glauben nun offenbar werden und euer Vertrauen! Werdet tätig! Lasset es nun sichtbar werden, daß ihr Meine rechten Nachfolger, Meine Kinder und Getreuen seid! Lasset es aber auch sichtbar sein, daß ihr das, was ihr sein wollt, auch in Wirklichkeit seid und nicht nur so scheinet! So kann Ich euch auch segnen und werde euch nicht verlassen noch versäumen und werde bei euch und mit euch sein. Meine Kinder, merket auf Mein Wort, wo es euch lehrt und sagt: „Ich will, daß allen Menschen geholfen werde!"

Es gilt die Rettung noch vieler. Seid Mir dabei eine Hilfe zu Meines Namens Ruhm, Lob und Preis in Ewigkeit und zu eurer großen Freude und reichen Segen und Fülle an Gnade! Nur den wahren Betern kann es noch gelingen, Mir die Hilfe zu sein und das vollbringen zu können, was Ich so gerne will und möchte. Mein Frieden und Segen sei mit euch und Meine Gnade stehe euch bei! Amen."

 

d. K. P.

 

Beter sind Wundervollbringer,

einsam in finsterer Nacht.

Beter sind Weltenbezwinger,

wartend auf stiller Wacht.

 

Beter sind sterbende Krieger,

trotzend dem König zugut.

Beter sind Satansbesieger,

Priester aus edlem Blut.

 

Beter sind bettelnde Fürsten,

haben viel Güter sie gleich,

glüht doch in ihnen ein Dürsten:

Seelen für Gottes Reich.

 

Stehen die Beter zusammen,

glaubend mit Vollmacht am Thron,

mächtig dann lodern die Flammen.

Königlich ist ihr Lohn.

 

Toben auch teuflische Kräfte

kennst du den nächtlichen Schrei?

Beter tun Siegesgeschäfte,

beten den Tag herbei!

 

 

„Siehe, er kommt mit den Wolken,

und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben;

und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.

 

Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende,

spricht Gott der Herr, der da ist und der da war

und der da kommt, der Allmächtige!" Offenbarung 1, 7-8

 

„Darum wachet zu aller Zeit und betet,

damit ihr imstande seid, dem allem zu entrinnen, was da kommen soll,

und ihr vor dem Menschensohn bestehen könnt." Lukas 21, 36

 

(Anmerkung: Bei den wiedergegebenen Bibelstellen wurden verschiedene Übersetzungen verwendet.)

 

 

Wie der Blitz

Wir sind in eine bestimmte Zeit der Endzeit eingetreten, wo wir uns über die Zeichen der Zeit und ihre besondere Bedeutung für unser Glaubensleben und unsere Glaubensstellung nicht nur einige Gedanken machen sollten. Es kann unserem geistlichen Wachstum nur nützlich sein, wenn wir mit dem heiligen Geiste Gottes an dem Wort der heiligen Schrift uns an dieser Zeit orientieren und uns über die Zukunft des Menschensohnes, das Kommen Jesu Christi, die Vollendung und Zubereitung der Kinder Gottes etwas sagen und aufschließen lassen. Betrachten wir diese Zeit näher an den uns von Jesus Christus vorausgesagten Erscheinungen und Begebenheiten, wie sie in den Zeitablauf des Weltgeschehens eingeordnet sind, bereits aufgetreten sind und noch auftreten werden! Betrachten wir diese Zeit an der Weltenuhr und sehen wir auf den Uhrzeiger, dann wird uns deutlich, und wir erkennen, welche Stunde bereits geschlagen hat und um welche Zeit es ist. Die Jünger Jesu fragten den Herrn auf dem Ölberg, wann des Tempels Gebäude zerbrochen werden wird, welches das Zeichen seiner Ankunft und das Zeichen des Endes der Welt sein wird. Matth. 24,3.

Sie fragten viel auf einmal. Sie fragten nach seiner Ankunft und gleich nach dem Ende der Welt. Doch wir können froh um diese Fragen sein, denn wir haben darauf vom Herrn eine ausführliche Darlegung, für die die Endzeitgemeinde nicht genug dankbar sein kann. Die Frage nach einem Zeichen (das Zeichen) hat der Herr sehr genau und mit vielfachen Zeichen beantwortet. Er hat nicht nur ein Zeichen angegeben, sondern deren mehrere aufgeführt. Die in Matth. 24 aufgeführten Zeichen sind mehrfacher Art, die zugleich, nebeneinander und miteinander wirksam werden sollen. Und das ist sehr bedeutungsvoll. Sie sind in mehrfacher Art deswegen gegeben, damit eine Täuschung über die Endzeit schlechthin unmöglich ist. Die Frage nach der genauen Zeit ist vom Herrn nicht mit einer Zeitangabe beantwortet worden, sondern mit zu dieser Zeit sich ereignenden Zeichen und Erscheinungen in der Völkerwelt, den Ereignissen im Naturgeschehen, dem Verhalten der Menschen zueinander und untereinander, der Ausbreitung des Evangeliums unter alle Völker, der Verführung durch falsche Propheten.

Wann wird das sein? Wie wir aus Matth. 24,36 entnehmen, wissen es selbst die Engel nicht, sondern nur der Vater. Diese unbestimmte Zeitangabe könnte uns dazu verleiten, darüber sorglos, teilnahmslos, träge zu werden, die Dinge ohne Anteilnahme gehen und vorübertreiben zu lassen, geistlich schläfrig, geistlich tot zu werden. Dies könnte uns in eine Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, Leblosigkeit und dergleichen mehr hineinführen. Darum sagt der Herr: „Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. So wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens, auf daß er nicht schnell komme und finde euch schlafend. Was Ich aber euch sage, das sage Ich allen:  W a c h e t !   Markus 13.33, 35-37 Es könnte sein, daß der Herr ganz plötzlich, unvermutet, unversehens käme, - so übersetzen andere das Wort schnell. Wir müssen wohl dazu sagen, es könnte nicht nur sein, es wird wie der Blitz so schnell, plötzlich sein. Was sagt uns darüber das Wort, und was kann unser Wachen auf diese Stunde des Herrn, besser gesagt auf den Augenblick des Herrn, bestärken? „Denn wie der Blitz bei seinem Ausgang aufzuckt und den Himmel bis zum Niedergang erleuchtet, also wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein."

Eine andere Übersetzung sagt: „Denn die Wiederkunft des Menschensohnes wird sich so plötzlich und sichtbar offenbaren, wie es der Blitz tut, wenn er in den Wolken aufzuckt und in seiner ihm eigenen Schnelligkeit leuchtend niederfährt." Matth. 24,27  „Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, sondern allein mein Vater. Darum wachet; denn ihr wisset nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommen wird. Das aber wisset ihr doch: Wenn ein Hausvater wüßte, zu welcher Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wach bleiben und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum haltet auch ihr euch bereit; denn des Menschen Sohn wird zu einer Stunde kommen, wo ihr es nicht meint (anders Übersetzt: nicht vermutet, am wenigsten daran denkt!)." Matth. 24, 36, 42-44 Zwei Merkmale sind hier aufgezeigt und wollen die Art und Weise, den Augenblick Seines Kommens verdeutlichen: Blitzschnell! Unvermutet!  Wollen wir uns darüber einige Gedanken machen und uns mit dieser Tatsache mehr denn je, mehr als je zuvor vertraut machen! Die Wiederkunft des Herrn wird wie der Blitz geschehen und zu einem Zeitpunkt, da wir es nicht vermuten, am wenigsten daran denken; es wird plötzlich und unversehens sein. Wie der Blitz wird es geschehen und in einem Zeitpunkt, den in der Hauptsache die Diebe sich aussuchen, in der Zeit, in der die Menschen schlafen!

Das gibt uns zu denken und heißt uns aufmerken. Schlafen wir auch? Einem Wachenden wird durch ein gewecktes, offenes Ohr, durch ein offenes, waches Auge das Nahen eines Diebes an den seinen Einbruch begleitenden Geräuschen und Hantierungen auffallen. Das Gehör ansprechende verdächtige Laute nehmen die Aufmerksamkeit gefangen und der Hausherr wird ganz „Ohr", wie man so sagt. Die so geweckte Aufmerksamkeit wird den Augen befehlen, nach den Dingen zu sehen. Ohr und Auge werden hier angesprochen: Höret und sehet! Wachet! Dann werden wir hören, aufmerken und sehen. Beim Wachen werden wir entweder das Nahen des Diebes hören oder zumindest aber den Dieb bei seinem Einbruch wahrnehmen und sehen. Hören durch Sein Wort. Hören in nahenden Schritten, Sehen in der nahenden Gestalt! Und das andere: Wie plötzlich zuckt ein Blitz auf und wie schnell geht er zur Erde nieder! Eine sehr kurze Spanne Zeit! Wie unvermutet löst sich ein Blitz aus einem gewittrigen Wolkenfeld! Auch er zuckt unvermutet, unerwartet auf, obwohl man ihn aus der Ansammlung von gewittrigen Wolkenfeldern eigentlich erwartet. Obwohl das Gewitter sich zusammenzieht, ein baldiges Blitzen und Donnern möglich ist, zuckt der Blitz doch plötzlich auf.

Wer nicht gerade mit der Angst zu tun hat und sich vor Gewittern fürchtet oder vor ihnen auf der gebotenen Hut ist, wendet sich beim Aufziehen und Näherkommen des Gewitters in Gleichgültigkeit ab. Man sagt sich dann: Es ist wieder einmal eines der um diese Zeit üblichen Gewitter; das ist nun einmal so, und auch das geht wieder vorüber. Obgleich im Grunde nach dem Aussehen des Himmels ein Blitz erwartet wird, löst er sich sozusagen unerwartet aus dem Bereich des Himmels. Ebenso unerwartet erscheint ein Dieb in der Nacht. Obwohl man weiß, daß in der Hauptsache zur Stunde des Schlafens die Stunde des Diebes ist, wird man bei zunehmender Schlafenszeit sorglos und sorgloser, je länger die Nacht andauert und die Möglichkeit eines Einbruchs abzunehmen scheint, unwahr-scheinlicher wird. Es scheint so. Gleichgültigkeit und Sorglosigkeit sind Schwestern der Schläfrigkeit! Doch der Herr will, daß wir das je länger je mehr! Nur im Wachen werden wir das Aufzucken des Blitzes und sein Leuchten in diesem geringen Bruchteil einer Sekunde bis zum Niedergang wahrnehmen; anders aber werden wir nur erschrecken, erst recht von dem auf den Blitz folgenden Donner. Um den Herrn erwarten und Ihm entgegengehen zu können, müssen wir Ihn auch erkennen, Ihn bei Seinem Aufzucken, bei Seinem Aufleuchten, bei Seinem Erscheinen wahrnehmen.

Aufmerken auf die den Blitz auslösenden Zusammenballungen heißt, ein waches, wachsames, offenes Auge haben. Das heißt eben wach sein, im Gegensatz oder im Unterschied zum Schlafen, das sich meist in geschlossenen Augen ansieht und sich darin ausdrückt. Auch die Schläfrigkeit, jener halboffene Augenzustand - man findet ihn oft in den Gemeinden unter dem Hören des Wortes Gottes - unterscheidet sich vom Schlafen nicht sehr wesentlich. Man sieht etwas und sieht doch nichts richtig; man hört dabei und bekommt doch nichts mit! Gelegentlich wird auch gesagt: Der schläft mit offenen Augen! Man will damit zum Ausdruck bringen, daß jemand für eine offen daliegende Sache oder Begebenheit geradezu blind ist, daß er, sie zu sehen, nicht imstande ist. Obwohl ein offenes Auge vorhanden, ist das Augenmerk durch Abwesenheit, durch gedankliches Abschweifen, einfach durch Nichtsehen, beziehungsweise Übersehen der vor ihm liegenden, stehenden, sichtbaren Tatsachen anderweitig so in Anspruch genommen, daß er nichts sieht, gleichzeitig aber auch nichts hört. In dem Bild von in Reih und Glied angetretenen Soldaten drückt man es so aus: Der ist geistig weggetreten.

Wie klagt doch Jesus: „Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und über ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die sagt: „Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht wahrnehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe." Matth. 13,13-15 Wie dankt aber auch Jesus: „Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören." Matth. 13,16 Aufmerken bringt sehen und hören auf das, was sich da zusammenzieht! Aufmerken bringt hören und sehen auf das, was sich da heranschleicht. Sehen und hören in wechselseitiger Beziehung sind grundlegende Tätigkeiten, die einen Wartenden und Wachenden auszeichnen. Wir haben aus dem Wort Gottes vernehmen dürfen, daß die Stunde, der Augenblick Jesu, blitzschnell und unvermutet sein wird.

Wir entnehmen außerdem aus dem Worte Gottes, daß diese Zeit, daß dieser Augenblick uns während der Arbeit auf dem Felde, während des Mahlens von Korn - während der verschiedensten Arbeiten also - antreffen wird. Wir vernehmen sogar, daß es in der Nacht geschehen kann, wenn zwei auf einem Bette liegen. Wenn wir die Tag- und Nachtseite der Erde betrachten, so wird es die einen auf der Tagseite der Erde, bei der Verrichtung der Tagesarbeit, die anderen auf der Nachtseite der Erde, während des Schlafes antreffen. Das Wort kann also hier global betrachtet werden. Wie lesen wir: „Zwei werden mahlen miteinander; eine wird angenommen (mitgenommen), die andere wird verlassen (zurückgelassen) werden. Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen (mitgenommen), der andere wird verlassen (zurückgelassen) werden. In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen (mitgenommen), der andere wird zurückgelassen werden." Luk. 17,35 und 36, 34.

Wann wird das sein? Wird es bei uns zur Tages- - oder zur Nachtzeit geschehen? Wir wissen es nicht. Darum auch der Befehl zum Wachen. Und wie wichtig erscheint uns nun auch, uns im Schlaf der Nacht dem Herrn anzuvertrauen, vor dem Einschlafen uns der Stunde, des Augenblicks Seines Kommens anzubefehlen! Im Zusammenhang mit der Arbeit auf dem Felde werden wir auf ganz bestimmte Zusammenhänge mit den Dingen der Welt, auf unsere Bindungen an die in der Welt gebräuchlichen Dinge aufmerksam gemacht. Das ist sehr wichtig und darf keinesfalls übersehen werden. Wollen wir uns das besonders sagen und aufschließen lassen! Der Herr erinnert Lots Weib! „Gedenket an des Lots Weib!" Wenn wir dieser Aufforderung nachkommen und darüber nachdenken, werden wir gleichsam in das Geschehen von Sodom und Gomorra, das mit Feuer und Schwefel besiegelt wurde, hineingeführt. Wir wissen, daß Gott beschlossen hatte, diese beiden Städte um ihrer sehr schweren Sünden und Missetaten willen zu vernichten. Zwei Engel kommen zu Lot nach Sodom und offenbaren sich ihm in menschlicher Gestalt.

Sie sagen ihm, daß sie den Auftrag haben, diese Stätte zu verderben, zu zerstören. Die Engel wollen noch die künftigen Töchtermänner des Lot in das Werk der gnädigen Errettung einbeziehen. Doch was Lot diesen darüber zu sagen hatte, war ihnen lächerlich, kam ihnen vor, wie wenn er mit ihnen Scherz treiben würde! 1. Mos. 19,14 „Da nun die Morgenröte aufging, hießen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Töchter, die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt. Da er aber z ö g e r t e , ergriffen die Männer ihn und sein Weib und seine zwei Töchter bei der Hand, darum uns dabei an das Schicksal von Luk. 17,32- 33 daß der Herr ihn verschonte, und führten ihn hinaus und ließen ihn draußen vor der Stadt. Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette deine Seele und sieh nicht h i n t e r dich! Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis daß du hineinkommst. Daher ist diese Stadt Zoar genannt. Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot nach Zoar kam. Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen - von dem Herrn vom Himmel herab - auf Sodom und Gomorra. Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsäule!" Aus 1. Mose 19, Verse 15-17, 22-24 und 26

Denket an Lots Weib! Sie wurde geradezu aus Sodom gedrängt, doch ihr Herz hing noch an der Weltstätte, an der Stätte der Sünde; sie war nicht frei davon. Wir hören Jesus sagen: „Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz." - „Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein!" Matth. 6, 21 und Luk. 12, 34. Bindungen an die Welt und an die Dinge dieser Welt können sich verhängnisvoll auswirken und uns um die Errettung, die Heimholung, bringen! „Denket an Lots Weib!", so werden wir vom Herrn ermahnt. Und wie ermahnt uns der Herr weiter in Seinem Wort:„Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird es auch geschehen in den Tagen des Menschensohnes: sie aßen, sie tranken, sie freiten, sie ließen sich freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und .sie alle umbrachte. Desgleichen wie es geschah zu den Zeiten Lots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, da Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um.

Auf diese Weise wird's auch gehen, wenn des Menschen Sohn soll offenbart werden. An dem Tage, wer auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem Haus, der steige nicht hernieder, ihn zu holen. Desgleichen wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm (nach seiner dort abgelegten Bekleidung - s. Matth. 24, 18).Luk. 17, 26-31 In diesem Wort wird unser Verhalten und unser Verhältnis zum Essen und Trinken, zum Heiraten und Verheiratetwerden, zum Kaufen und Verkaufen, zum Pflanzen und Bauen angesprochen. Unsere Stellung und unsere Bindung zum Hausrat, zu der Wohnungseinrichtung, zu unserer Bekleidung wird hier zur Überprüfung herausgestellt! Mir ist ein Mann bekannt, der in jungen Jahren zu Beginn seines Glaubenslebens festgestellt hat, daß sein perfekt geschneiderter, gut sitzender und gut aussehender Anzug die „Eigenschaft" hatte, den Mann zu tragen, statt umgekehrt, samt seiner Eitelkeit und auch, daß der Anzug mit dem Mann ausging, statt umgekehrt. Um diesem eitlen Herzenszustand zu begegnen, hat er den Anzug umfärben lassen, ihn damit abgewertet, weniger eindrucksvoll gemacht und den Herrn innig und aufrichtig gebeten, die Bekleidung ohne inneren Schaden tragen zu können, ihm dabei zu helfen und ihn von solcher Bindung zu befreien. Manche mögen vielleicht darüber lächeln. Einen ernsten Willen kann man ihm nicht absprechen. –

Wir erinnern uns an die Worte des Apostels Paulus: „Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Die da Weiber haben, daß sie seien, als hätten sie keine; und die da weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die da kaufen, als besäßen sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, daß sie dieselbe nicht mißbrauchen. Denn das Wesen dieser Welt vergeht!" 1. Kor. 7, 29-31. Anders übersetzt heißt der Schluß: „Die Kaufenden, als ob sie das Gekaufte nicht behielten und die mit der Welt Verkehrenden, als hätten sie nichts mit ihr zu schaffen (die in der Welt leben, sollen sich so verhalten, als lebten sie nicht darin)." Und wie werden auch unsere Bindungen und Verstrickungen bei der Einladung zum großen Abendmahl so erschreckend deutlich: „Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt es ist alles bereit! Und sie fingen an, alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen!" Luk. 14,17-20

Was wird uns diese Entschuldigung nützen? Sie wird nur unendlichen Schaden bringen, den wir erst so recht begreifen, wenn die Folgen dieser „ausladenden" Haltung zu spüren sind. Eingeladen vom Herrn, haben wir den Herrn ausgeladen; haben uns selbst aus den ewigen Hütten ausgeladen, weil wir Irdisches vorgezogen; mit Irdischem, dem Fluch des Vergänglichen, uns zum Verderben verbunden, verbündet haben. Was wird hernach die Reue nützen, wenn die Augen dafür aufgetan werden? Es wird zu spät sein! In Luk. 9, Verse 57-62, werden verschiedene Hinderungsgründe für eine Nachfolge Jesu aufgezeigt. Der eine lebt in geborgenen Verhältnissen, hat mehr als der Fuchs mit seiner Grube und hat mehr als die Vögel unter dem Himmel mit ihren Nestern. Ob er das wohl aufgeben kann? Der andere ist so mit dem Sterben, mit den Toten beschäftigt, so vom Tod umfangen, daß er das Leben, die Lebendigkeit des Reiches Gottes, die vor ihm steht und zu ihm redet, nicht wahrnehmen kann. Der andere kann sich schlecht von seiner Familie um Jesu willen trennen. Allen ist eigen, daß sie bei der Anrede Jesu auf etwas zurücksehen, daß sie hinter sich sehen, zurückgehen und damit dem Vorwärts, dem Aufwärts, einem neuen Leben im Wege stehen.

Letzterem sagt es der Herr ganz deutlich: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reiche Gottes." Luk. 9, 62 Die einen bringen sich bei dem Ruf in die Nachfolge um das ewige Leben; die anderen binden sich während der Nachfolge an die Vergänglichkeit, bringen sich damit um die Errettung und Heimholung! Sie stellen sich der Welt gleich, den Weltkindern, verändern sich nicht mehr durch Erneuerung des Sinnes und prüfen auch nicht mehr, was da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille!  - Vergleiche auch Röm. 12,2. Denket an Lots Weib! Sie sah hinter sich, sah zurück! Denket an den Ruf der Nachfolge! Sie sahen hinter sich, sahen zurück! Denket an die Einladung zum Abendmahl! Sie sahen hinter sich, sahen zurück; sie entschuldigten sich! Denket an die Stunde des Herrn, wann Er wiederkommen will! Wieviele werden da hinter sich sehen, zurückblicken müssen und sich so um die Errettung bringen! „Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein!"

Wir können bei der Prüfung der Frage, ob wir wachend und wartend sind, nicht umhin, unsere Stellung und Bindung an den Hausrat, an die Wohnungseinrichtung, an das Geld, an das Grundstück, an das Vieh, an die Kleider und Anzüge, an den Mann, an die Frau, die Ehe, an die weltliche Traurigkeit und weltliche Fröhlichkeit, an das Geschäft, an den Handel, an Kauf und Verkauf, an den Verkehr mit der Welt, den Weltgebrauch oder besser gesagt den Weltmißbrauch, an unser fleischliches Wesen - wie wir es aus Gal. 5,19-21 entnehmen können - einer genauen und eingehenden Prüfung zu unterziehen. Gehen wir nicht zu leicht über diese Frage hinweg! Denn diese Dinge und wenn es auch nur eins von ihnen ist, werden uns daran hindern, dem Herrn entgegenzugehen. Im alles entscheidenden Aufzucken und Aufleuchten des Herrn werden wir die falsche Richtung einschlagen. Wir werden nicht zum Herrn eilen, sondern von Ihm weggehen! Es wird uns zu jenen Angesprochenen und auch zu den anderen Dingen ziehen, an denen wir hängen. Sie werden uns vom Herrn abziehen und nicht zum Herrn hinziehen! Sie hindern uns, dem Herrn frei und gelöst entgegenzugehen! Und damit ist es im entscheidenden Augenblick um uns geschehen!

Darum auch die ernste Mahnung des Herrn: „Denket an Lots Weib!" Täuschen wir uns darüber nicht hinweg und nehmen diese Mahnung ernst! Das erschütternde Bekenntnis eines Mannes darf ich hier beispielhaft für allerlei Bindungen anführen. Mein Dienst führte mich zu einem Manne. Nach Gesprächen über Fragen des Glaubens wollte er mir eine Freude machen und mir ein geistliches Lied auf dem Harmonium vorspielen. Neben dem Harmoniumspiel spielte er noch auf der Orgel und war mit der Geige mehr als vertraut. Ich hörte mir sein Lied an und merkte an der Wiedergabe, daß das Lied ohne Seele war, daß das Innenleben dieses Mannes einer Erstarrung glich. Ich fragte ihn deshalb: „Sagen Sie mir bitte einmal, was ist mit Ihnen eigentlich los? Ihr Spiel hat kein Leben, ist ohne Seele, Ihr Innenleben muß völlig erstarrt sein." Da kamen auch schon die Tränen. „Ja so ist es. Ich habe innerlich alles verloren. Zwei wertvolle Geigen waren mein Eigen. Mit jeder Faser meines Herzens hing ich besonders an der einen. In dem durch Bomben zerstörten Rückgebäude sind sie mir unwiederbringlich verlorengegangen. Was habe ich an ihnen gehangen und auch an dem Raum, in dem ich sie aufbewahrt und auch auf ihnen gespielt habe!

Oft sitze ich Tag und Nacht auf dem Trümmerhaufen und beweine den Verlust meiner geliebten Habe. Ich komme einfach nicht darüber hinweg," so bekannte er mir. Und dieses Sitzen auf dem Trümmerhaufen, oft bei Tag und oft in ganzen Nächten, war nach dem damaligen Bekenntnis - 7 Jahre nach der Zerstörung! Von diesem Hintergrund aus gesehen vermag die ernstliche Ermahnung des Herrn eine aufrüttelnde Bedeutung zu haben: „Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht mit Fressen und Saufen und Nahrungssorgen beschwert werden und jener Tag unversehens über euch komme! Denn wie ein   F a l l s t r i c k   (Schlinge) wird er über alle kommen, die auf Erden wohnen." Luk. 21,34-35 Mit dem Fallstrick oder Schlinge sind die Tiere eingefangen, zur Schlachtbank oder in die Gefangenschaft geführt worden! Kind Gottes, dann wird es Dir nicht mehr nützen, daß Du den Herrn an vorige Zeiten erinnerst, wie wir es aus Psalm 44 entnehmen. Dann nützt Dein Fragen und Feststellen nichts mehr: „Warum verstoßest du uns denn nun und lässest uns auffressen wie Schafe? Wir werden täglich erwürgt und sind geachtet wie Schlachtschafe!« Psalm 44, 10, 12 und 23

Wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf Erden wohnen, wie der Blitz, plötzlich, blitzschnell, unvermutet, unversehens, zu einer Stunde, da man am wenigsten daran denkt, wie eine Schlinge wird es sein. Betrachten wir uns die Zeichen der Zeit sehr eingehend und aufmerksam! Nehmen wir die uns noch gegebene Gnadenzeit wahr und bringen unser Verhältnis zum Herrn in die rechte Ordnung! Wollen wir uns vom Herrn sagen und in Seine Wahrheit hineinführen lassen: „Meine geliebten und teuren Kinder überall! Sehet, auch heute möchte Ich gerne zu euch reden und aus Liebe euch darauf hinweisen, daß ihr nun immer mehr diese Zeit erkennen möget. Achtet auf Mein Wort, besonders in Matth. Evangelium Kapitel 24 und 25, wo die Rede ist und gezeugt wird von Meiner Wiederkunft! In diesem Wort werden auch die Zeichen der Zeit herausgestellt, an denen ihr erkennen dürfet, wieviel Uhr es an der Weltenuhr geschlagen hat. Ganz klar wird euch da gesagt, welches die Zeichen der Zeit sind. Vor allen Dingen wird euch auch da gesagt, woran man erkennen kann, in welcher Zeit ihr nun angekommen seid und in welcher Zeit ihr nun lebet. Ganz besonders deutlich sagt Mein Wort: „Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen!" Matth. 24,14. Eines der klarsten Zeichen der Zeit ist es, wenn Mein Evangelium allen Völkern auf der ganzen Erde verkündigt wird. Sehet, ist dies heute nicht in besonders großem Maße im Gange durch all die Erfindungen und Verbindungen, oft in Blitzeseile überall hin?

Es werden das Radio, das Fernsehen, werden die Tonbänder, werden die vielsprachigen Schallplatten benutzt, es wird das gedruckte Wort verwendet und noch vielerlei der Hilfsmittel, die zur Verkündigung Meines Wortes dienen. In der ganzen Welt kann das Evangelium verkündet werden, ja, es ist die Zeit da, wo es überallhin möglich ist. Es ist die Zeit da, wo dieses von Mir herausgestellte Zeichen seiner Erfüllung entgegengeht. Und wie redet Mein Wort weiter: „An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Und wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist." Matth. 24,32-33 Ja, an dem Geschehen mit Meinem Volke Israel könnt ihr das verfolgen und wahrnehmen. Das Volk Israel ist der Zeiger an der Weltenuhr, es ist eines der untrüglichsten Zeichen dieser Zeit.„Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei. Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere, und werden Seuchen und Hungersnöte sein, auch Erdbeben hin und wieder", so sagt es Mein Wort. Matth. 24, 6 und 7. Herrschen nicht heute noch Kriege, ist denn nicht viel Kriegsgeschrei in der Welt, wieviel Kriegsdrohungen hängen an, wieviel Empörungen und Auflehnungen gibt es da.

Rüstet sich nicht ein Volk wider das andere? Eine Revolution folgt der anderen. Herrschen nicht gerade heute noch Hungersnöte und wie vermehrt kann dies da und dort auftreten? Sind nicht Seuchen und Krankheiten aller Art vorhanden, die neu auftreten und mit denen man nicht einfach fertig wird? Naturkatastrophen treten vermehrt auf, Unglücksfälle, Erdbeben hin und wieder!  „Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten." Matth. 24, 12 Die antichristliche Zeit mit ihrer kennzeichnenden Ungerechtigkeit wird immer mehr hervortreten. Der Abfall und die Gottlosigkeit werden größer werden, die Lieblosigkeit wird zunehmen. Der antichristliche Geist kennt ja nicht die Liebe, sondern nur den Ärger, den Verrat, den Haß. „Dann werden sich viele ärgern und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen." Matth. 24, 10 Ist es nicht auch ein Zeichen der Zeit, daß die Wissenschaft sich größten Erforschungen hingibt, die Wissenschaftler mit neuen Erfindungen und Erforschungen sich hervortun, ihre Tätigkeit in die Lüfte, in das All verlagern, weiter und weiter dringen wollen und darob die Gebote Meiner Liebe vergessen und übersehen. Wissensdurst und Forschungsverlangen sind wichtiger, als Meiner Liebe zu leben!

„Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, desgleichen wie es geschah zu den Zeiten Lots." Essen und Trinken zeichnen diese Zeit, Freien und Freienlassen stechen hervor. Und heute? Unzucht und Hurerei wird immer mehr werden. Seht doch diese furchtbare Sexverpestung in und unter der Jugend und überall!

(Anmerkung: War es nicht das Zeichen Sodoms, daß sie an den Engeln Gottes, die sich bei Lot einfanden, ihre Unzucht ausüben wollten! Siehe 1. Mose 19, 5)

O merket auf, ihr Meine Kinder! Denn gerade von einer solchen Zeit steht es geschrieben, daß der Tag Meiner Wiederkunft nahe ist. „Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen!" Matth. 24,11. Gehen nicht viele Irrlehrer und Irrführer umher und sagen, da ist Christus und dort ist Christus? Predigen sie nicht äußerliche Gebärden, äußerliches Schaugepränge, wo doch das Reich Gottes, Ich Selbst, inwendig zu euch kommen will? Predigen sie nicht, daß Ich schon zu diesem und jenem Zeitpunkt gekommen sei? Verführen sie nicht die suchenden und verlangenden Seelen? Mißbrauchen sie denn nicht ihr Hirtenamt und treiben Willkür und Mutwillen mit den Schäflein? Sie wollen selbst nicht durch die schmale Pforte in das Reich eingehen und halten jene davon ab, die da gerne wollten! Nicht da und dort ist der Christus! Nein, es ist der Tag nahe, von dem es geschrieben steht, daß Ich kommen werde zu einer Stunde, wo es niemand meint, kommen werde wie ein Dieb in der Nacht und wie der Blitz aus dem Himmel. Bis zu dieser Stunde war ich den Meinen im Geiste nah, habe durch Mein Wort mit ihnen geredet, bin ihnen in Offenbarungen und durch Weissagungen begegnet.

Nun werde Ich aber - wie Ich es schon einmal in einer Botschaft gesagt habe - in Meiner göttlichen Kraft und Allmacht, mit Macht und Herrlichkeit, sichtbar für alle Welt erscheinen. Plötzlich werde ich da sein, um Meine Verheißungen und Weissagungen zu erfüllen. Sehet, Mein Wort weist euch auf die verschiedenen Zeichen hin in ganzer Wahrheit und Deutlichkeit. Ihr dürft diese Zeichen nun mehr und mehr an all dem Geschehen erkennen, und seht, wie sie immer mehr deutlicher hervortreten und hervorleuchten und sich verstärken. So machet euch bereit! Öffnet eure Herzen Meiner göttlichen Wahrheit und erkennet diese Zeit, auf die Ich euch schon lange hingewiesen habe und immer wieder hinweise. Ja, sie tritt nun immer mehr in Erscheinung. Für die wahren Meinen, die auf Mein Wort und im Glauben an Mein Wort gegründet sind, Meinem Evangelium der Liebe ihr ganzes Vertrauen geschenkt haben und auch darauf hinweisen, für euch naht der Tag, den Mein Wort verheißen hat. Erkennet nun, was für euch zu tun ist, ihr Meine geliebten Kinder und Auserwählten, ihr Meine Getreuen!

Lasset eure Lampen brennen! Ja, stehet fest im Glauben an Mein Wort, diese göttlichen Oliven! Lasset euch nicht wankend machen, glaubet daran, lasset euer Herz festigen, so werdet ihr immer mehr Öl gewinnen für eure Lampen, daß sie noch heller brennen! Auch in die Krüglein werdet ihr Öl sammeln, so wie ihr es brauchet. Ja, werdet kluge Jungfrauen, teure Brautseelen! Lasset euch nun immer mehr vollenden! Und tut, wie Ich euch schon wiederholt gesagt und euch ermahnt habe: Seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten! Gehet immer mehr mit brennender Lampe Mir entgegen und lasset euch nichts mehr im Vordergrunde stehen, als dies eine: Wartet, wachet! Wachet und betet! Trachtet danach, aus Meinem göttlichen Worte, aus Meinen göttlichen Oliven, im rechten Glauben daraus immer mehr Öl zu gewinnen, eure Lampen damit zu speisen, damit sie hell leuchten, immer heller leuchten, Mir entgegen! Ich will, daß Ich euch wartend, glaubend finde, mit brennender Lampe antreffe, damit Ich an euch und überall das tun kann, wozu Ich kommen werde und kommen will! Ich habe euch nicht im Unklaren gelassen, sondern immer wieder darauf hingewiesen, daß es mit Riesenschritten herankommen wird, was Mein Wort sagt und daß es gilt, sich zubereiten zu lassen.

Wenn Ich komme, will Ich euch wachend finden, mit einem festen, treuen Glauben, mit brennender Lampe. So nur, ihr Meine Kinder, wird eure Freude groß sein und Ich euch zu Mir nehmen können. Ja, seid   k 1 u g e   Jungfrauen! Tut danach! Von den törichten Jungfrauen schreibt Mein Wort, daß sie vor verschlossener Tür gestanden haben. Sie sind es, die träge waren, die nicht getan haben, was Mein Wort sie lehrte. Und nun kommen sie zu spät. Es ist dies ein Furchtbares: Zu spät! Aber die, die danach tun und getan haben, was Ich euch lehre und gelehrt habe, sie werden es erfahren dürfen, wie wahr Ich geredet habe und wie groß Meine Liebe zu euch ist, auch darin ist, daß Ich euch diese Zeit nicht im Unklaren gelassen habe. O selig, ja selig alle, die Ich, wenn Ich komme, wachend finde mit brennender Lampe! Selig sind die, die tun, was Ich aus Liebe geredet habe und euch in Liebe ermahnt habe! Mein Frieden und Segen sei mit Euch! Euer Vater, in und durch Jesus Christus. Amen."

 d. K. P.

 

„Diese sind's, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blute des Lammes. Halleluja!, denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben!, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind!" 

Offenbarung 7, 14 und Offenbarung 19, 6-9

 

Das dürre Laub fällt ab - Das Böse nimmt zu

Wahre Kinder Gottes machen sich heute viele und ernste Gedanken über diese Zeit. Sie forschen in der Schrift und betrachten diese Zeit und ihren Ablauf anhand des Wortes Gottes, der heiligen Schrift. Kinder Gottes wissen, daß das Zeitgeschehen und ganz bestimmte Zeichen der Zeit mit der Regentschaft Gottes in ursächlichem Zusammenhang stehen. Sie wissen auch um die Auseinandersetzung zwischen Licht und Finsternis. Und sie wissen weiter, daß diese Auseinandersetzung letztlich auf dieser unserer Erde ausgetragen wird. Das auf Erden begonnene Werk der Erlösung wird und will auch auf Erden vollendet werden. Das geht nicht ohne Widerstand von seiten der Finsternismacht und der ihr ergebenen Masse der Menschen ab. Der lebendige Gott in und durch Jesus Christus hat Zeit und Stunde gesetzt, Seinen Sieg am Kreuze von Golgatha in ganzer Kraft und Macht, in seiner ganzen Herrlichkeit herauszustellen. Kinder Gottes messen deshalb diese Zeit nicht mit menschlichen Maßstäben, nicht mit politischen Gesichtspunkten, sondern mit dem Maßstab Gottes; sie beurteilen diese Zeit nicht nach eigenem Gutdünken, auch nicht nach vorabgefaßten Meinungen, sondern mit und nach den Aussagen der heiligen Schrift.

Kinder Gottes in dieser Zeit wissen, daß sie in der Endphase der Endzeit leben, daß der Herr nahe ist. Verschiedene Schriftstellen wollen zu uns reden und uns über diese Zeit, diese Endzeit, mit den verschiedenen herausragenden Erscheinungen, etwas sagen. Wir sind eingeladen, darüber ernstlich und ernsthaft nachzudenken. Es hängt sehr viel davon ab, daß wir diese Zeit auch recht erkennen. Denn nur durch ein rechtes Erkennen können auch die rechten und richtigen Entscheidungen für unser ewiges Heil getroffen werden. Und dies eine ist und tut besonders heute not! „Lasset euch durch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbar werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und wird durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, ihm dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaften Kräften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden.

Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit." 2. Thess. 2,3-4,7-12 „Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel durch die, so in Heuchelei Lügen reden und Brandmale in ihrem Gewissen haben." 1. Tim. 4,1 und 2 „Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, wild, ungütig, Verräter, Frevler, aufgeblasen, unkeusch, die die Wollust mehr lieben denn Gott, die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide. Aus denselben sind, die hin und her in die Häuser schleichen und führen die Weiblein gefangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben, lernen immerdar und können nimmer zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." 2. Tim. 3, 1-7 „Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, die ihnen passen und nach denen ihnen die Ohren jucken und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren." 2. Tim. 4,3-4 „Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze! Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?" Lukas 18,7-8

„Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt!" Matth. 24,21-22. Nach diesen Schriftstellen wird ganz besonders deutlich:

1.       Der große Abfall vom Glauben

2.       Die Zunahme der Bosheit

3.       Die Abkürzung der Gnadenzeit

In der heutigen Zeit kann man vielfach das Wort und den Begriff „Prioritäten setzen", hören und lesen. Man meint damit, unter vielen Aufgaben und Zielsetzungen, unter verschiedenen Erfordernissen Vorrechte und Vorzugsrechte schaffen und einräumen. Man sucht und wägt ab und räumt dann den am wichtigsten erscheinenden Dingen und Aufgaben den Vorrang ein. Im Massenbereich gesehen soll dies wohlwollende Grundsätze herausstellen, gute Eindrücke vermitteln und möglichst viel Anerkennung verschaffen. Und wie viele lassen sich von diesen rein irdischen Zielsetzungen begeistern und berauschen, auch wenn sie - wie ja in der zu menschlichen Geschichte reichlich oft geschehen ist - nicht immer erfüllt und eingelöst werden! Auch Kinder Gottes messen solchen Versprechungen oft mehr Bedeutung bei, als den Verheißungen Gottes, der Wahrheit des Wortes Gottes!

Welchen Erstansprüchen des Wortes Gottes sind wir gefolgt oder auch nicht gefolgt, sind wir nachgekommen oder auch nicht nachgekommen, haben wir aufgegeben und verlassen? Haben wir bei allen Notwendigkeiten des täglichen Lebens dem Anspruch Gottes und den Forderungen Seines Wortes den Vorrang eingeräumt, haben wir dieses Vorrecht in der Tat gelten lassen? Wir kennen doch alle zu gut das Wort, das der Herr über den Sorgen über das Leben, über Essen und Trinken, über des Leibes Kleidung ausgerufen hat: „Sollte Er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Auf das alles ist Sinnen und Trachten der Heiden gerichtet; Euer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet! Trachtet am ersten (zuerst, vor allem, zu allererst, als erstes) nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen (hinzugegeben werden)!" Matth. 6, 31-33

Die heilige Schrift sagt hier ganz eindeutig: Trachtet am ersten ... Der lebendige Gott in und durch Jesus Christus hat diesen Vorrang gesetzt. Und wir, die wir geistlich sind, wir wissen, daß dies in dem Streit zwischen unserem Fleisch und dem Geist diesen Vorzug, dieses Vorrecht haben muß. Wir wissen, daß das ewige Leben vor dem vergänglichen zu stehen hat; wir wissen, daß der Geist Vorzug vor dem Fleische hat. Wer nun dieses auch weiß oder gewußt hat und die von Gott gesetzten Werte und Maßstäbe umdreht, sie ins Gegenteil verkehrt, die Rangfolge ver- und abändert, sich dem Sinnen und Trachten der Heiden oder Weltmenschen anschließt, am ersten nach Wohlleben trachtet, die von Gott gesetzte Genügsamkeit (vergleiche auch 1. Tim. 6, 6-10) überschreitet, dann so nebenbei und nebenher, der Form und des Scheines halber, das Reich Gottes noch ein bißchen mitnehmen will, der hat den Weg des Abfalls beschritten, der tritt vom Glaubensweg ab, der gleitet ab, geht zum Unglauben über, wählt sich Mißtrauen und Zweifel. Der betritt einen Weg, der auch mit Sünden reich besät und gepflastert ist; von dem es oft keinen Weg mehr zurück gibt, weil der immer und immer wieder mahnende heilige Geist fortgesetzt betrübt und beleidigt und so die Verstockung besiegelt worden ist.

Man hat die von Gott wohlweislich gesetzten Grenzsteine eigenmächtig versetzt und die von Gott gezogenen Linien rücksichtslos verwischt! Man hat sich letztlich irdische Ziele gesetzt und dabei das himmlische Ziel aus den Augen verloren. Obwohl man weiß, daß wir hier kein bleibendes Zuhause haben, sucht man sich mit viel Mühe und Anstrengung bleibend einzurichten; obwohl man genau weiß, daß wir aus diesem Leben nichts Irdisches mitnehmen können, richtet man viele Koffer her auf die letzte Reise. Obwohl man weiß und gewußt hat, daß nur in der Gottseligkeit, in der Genügsamkeit zu gewinnen ist, bereitet man sich durch fromme Gottlosigkeit Schaden und ewigen Verlust! Sind wir nicht durch das Wort des Herrn aufmerksam gemacht und hinreichend gewarnt worden: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!"? Matth. 16,26. Denken wir nicht an diese Beschwernis und gilt das Wort des Herrn nicht mehr, das uns deutlich ermahnt: .Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen!"? Lukas 21,34-35

Diese Zeit ist gekennzeichnet durch Abfall aus den Reihen der Gläubigen. Abfallen kann ja nur der, der einmal geglaubt hat. Lassen wir uns deshalb von dem da und dort vorherrschenden Schein eines gottseligen Wesens, von der oft frommen Betriebsamkeit, dem religiösen Vergnügen nicht täuschen! Die Kraft verleugnen sie! Täuschen wir uns nicht über die ausgetrockneten und verdorrten Reben am Weinstock, über die saftlosen und dürren Blätter am Baum! Der Saft und die Kraft des Weinstocks fließt nicht mehr zu, der Saft des Baumes dringt nicht mehr in das Blatt. Sie machen und hinterlassen noch den Eindruck, wie wenn da noch eine Verbindung bestünde; doch sie sind bereits abgestorben. Es bedarf nur noch eines leichten Druckes, eines mehr oder weniger starken Windes und sie sind restlos gelöst und abgefallen. Sehen wir die Dinge recht! Sehen wir sie so, wie sie ein rechter Winzer und ein rechter Gärtner sieht! Die Hauptsache im Leben, den Erstanspruch Gottes an unser Leben, zur Nebensache machen, heißt, sich unendlichen Verlust und Schaden zufügen. Alle jene Lehren; die in Heuchelei, in Scheinglanz dargestellt und ausgebreitet werden, die Nebensächlichkeiten des menschlichen Lebens zur Hauptsache machen, den göttlichen Erstanspruch zur Nebensache herabziehen, müssen unter die verführerischen Lehren der Geister und Teufel eingereiht werden. Sie haben ganz eindeutig zum Ziel, die Lehre Gottes zu verfälschen, das Wort Gottes zu mißachten und abzuändern, den Willen Gottes zu entwürdigen!

Sehen wir es doch richtig: Es wird der Lüge mehr geglaubt, es wird vom Glauben abgetreten. Wir leben in der Zeit des Abfalls. Sehen wir deshalb diese Zeit  mit den Augen Gottes und im Spiegel des Wortes Gottes! Wir sind schon in der Zeit des großen Abfalls! Täuschen wir uns nicht darüber hinweg! Auch wenn diese Zeit noch durch mancherlei Segnungen und Erweckungen durchbrochen wird, der Herr in der noch bestehenden Gnadenzeit retten will, was sich retten läßt, - der Herr will ja, daß alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen; und wir sind ja besonders aufgerufen, dafür vermehrt gerade in dieser Zeit zu bitten - so ist doch die Zeit des Abfalls da! Messen wir den Abfall nicht nur am Rückgang der Kirch- und Gemeinschaftsgänger, messen wir den Abfall am fehlenden Gehorsam zu Gott und seinem Wort und Gebot! Wie viele sind es noch, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor dem Gott und Fürsten dieser Welt? Betrachten wir uns die zunehmende antichristliche Zeit in ihrer ganzen Tiefe! Sehen wir uns doch den aufgestiegenen, machtvoll zunehmenden antichristlichen Geist mit seiner weiten Auswirkung einmal näher an! Sehen wir denn nicht, wie dieser Geist sich im Tempel Gottes häuslich niederläßt, sich einrichtet, seinen herrschenden Thron darin aufrichtet? Sehen wir denn nicht, wie er seine Regentschaft von diesem Tempel aus ausübt, wie er sich schon als Gott ausgibt?

Hören wir doch diese Gotterklärungen in den Aussagen und im Verhalten derer an, die sich zu einer unumschränkten Freiheit bekennen und die sagen, daß sie sich selbst allein vorschreiben, was sie lassen und treiben wollen, die nur tun, was ihre eigene, persönliche, höchste Instanz befiehlt. Eine darüber stehende Autorität gibt es nicht, am wenigsten wird die Autorität Gottes über sich anerkannt. Diese Menschen stellen sich doch schon jetzt als eine Gottheit dar. Haben wir doch in der heiligen Schrift die Worte des heiligen Geistes gelesen: „Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid?" 1. Kor. 3,16 „Denn der Tempel Gottes ist heilig, - und der seid ihr!" 1. Kor. 3,17 „Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes!" 2. Kor. 6,16  In diesen Tempel Gottes setzt sich der Widersacher und überhebt sich über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt. Göttliche Gesetze und göttliche Gebote werden von da her abgeändert und verändert, auf teuflische Maßstäbe und teuflische Zerstörungen, Greuel und Verwüstungen zugeschnitten.  Wir hörten, daß sich schon zu Paulus` Zeiten das Geheimnis der Bosheit regte. Nun, wir können heute von keinen Regungen mehr sprechen, sondern wir müssen die gewaltigen Kraftanstrengungen der Finsternis sehen und erleben. Von kleinen Regungen ist es zu großen Bewegungen gekommen.

Sehen wir das oder können wir das nicht sehen? Wer abgefallen ist, sich der Welt gleichgestellt hat, Bestandteil und Wesen dieser Welt und ihres Geistes geworden ist, der vermag es nicht zu erkennen, der hat kein Unterscheidungsvermögen, der hat kein Empfinden mehr. Er unterscheidet sich ja nicht mehr. Und er ist ja mit den Geistern in der Luft, dem Fürsten dieser Welt ein Herz und eine Seele geworden, mit dieser Welt gleichförmig geworden. Nur wer Abstand vom Wesen dieser Welt gewonnen hat, wer sich in das göttliche Wesen hineingestalten lassen hat auf dem Wege der Heiligung durch den heiligen Geist, der vermag zu sehen, zu erkennen, zu glauben, zu hoffen, zu warten auf die Stunde des Herrn, getrieben durch den heiligen Geist. Es ist bei den in dieser Jetztzeit, in diesem Heute, in den von uns zu treffenden Entscheidungen sehr verhängnisvoll, auf Dinge und Stunden zu warten, die bereits vorüber sind, ohne daß wir sie gemerkt haben, weil wir ihre Bedeutung verkannt haben und sie auch nicht in ihrer wahren Gestalt und Aussehen erkannt haben. Wir haben heute schon den großen Abfall zu sehen, und wir müssen leider sehen, wie sich der Teufel schon weit verbreitet in diesem Tempel Gottes festgesetzt hat. Wenn er sich dann noch in einem steinernen Tempel krönen lassen sollte, das wäre dann in der Gesamtentwicklung nur das Tüpfelchen auf das bereits geschriebene i. Und was ist bis dahin an geistlichem Gut im Menschen verloren gegangen und wie viele sind bis dahin, weil sie nicht aufgemerkt haben, unter die Verlorenen zu rechnen?

Ist diese Ausdehnung und Festsetzung im Tempel Gottes im Menschen nicht eines der untrüglichsten Zeichen der Endzeit? Dieser Abfall vom Glauben, die Aufkündigung des Gehorsams gegen Gott, gegen Gottes Gebote, das Herrschenlassen des Antichristen im Tempel Gottes im Menschen, zeigt das diese Zeit nicht ganz deutlich auf? Der Abfall vom Glauben hat die Zunahme der Bosheit in gewaltigem Umfange eingeleitet. Das ist nicht zu verkennen. In diesem vom Antichristen gesteuerten Lebensbereich herrscht die Ablehnung der göttlichen Gesetze, das Auflehnen und Abschaffen der göttlichen Gebote, herrscht die Auflehnung gegen jegliche Autorität und Ordnung, erstlich der Autorität und Ordnung Gottes. Und dies alles wird diese große Trübsalszeit verstärkt und in ausgeprägterem Maße mit sich bringen, von der der Herr in Matth. 24,21-22 geredet hat. Einen Vorgeschmack haben wir ja schon da und dort.

Die Gottesverächter und die Lauen - Letztere werden ja den Ersteren hinzugetan werden, wenn sie nicht noch zur Buße und Umkehr kommen - können sich jetzt schon auf diese Trübsalszeit vorbereiten. Mit der „Absetzung" Gottes werden sie zwar einen kurzen, dafür bösen Ruhm und mit der Ablehnung des Wortes Gottes in der Tat eine kleine Zeit scheinbaren Erfolg haben. Durch die Zulassung Gottes werden sich ihre Bemühungen und Bestrebungen auszuweiten suchen, bis zu der von Gott gesetzten Zeit und Stunde. Dann wird ihre ohnmächtige Machtdemonstration, ihre eingebildete Herrschaft ein jähes Ende finden durch das Erscheinen des Allmächtigen in Kraft und Herrlichkeit. Diese Trübsalszeit und Sein Erscheinen kommen mit Riesenschritten herbei. Der Herr sagt es deutlich! Sehen wir uns doch diese antichristlichen Menschen etwas genauer an, sehen wir doch, wie sie sind und wie sie sich geben! Sind es nicht die, die so viel von sich halten, die sich so hoffärtig, so überheblich benehmen, die sich so selbstgefällig, so leistungsbewußt darstellen, die so aufgeblasen einhergehen, so ruhmredig tun, so viel Wirbel und Wesen um sich machen? Sehen wir doch auch diese anderen, diese ungeistlichen, ungehorsamen, sich auflehnenden, diese wollüstigen, diese wilden und brutalen Horden: Vor der Beschädigung von Sachen und Menschenleben scheuen sie nicht zurück. Mit brutaler Gewalt wollen sie sich durchsetzen, ohne Rücksicht auf ihre Umwelt.

Sehen wir uns doch diese Verleumder, diese Lästerer an! Betrachten wir uns doch diese Frevler - oft auch aus den Reihen der Gläubigen -, diese Frevler an der Sache und den Zielen des Erlösers und der Erlösung! Sehen wir sie uns alle genau an, sehen wir sie uns richtig an! Sehen wir uns doch auch diese nach der Freßwelle, der Bauwelle und nach der Reisewelle hervorgetretene Sexwelle einmal genau an. Ist dies nicht auch ein besonderes Kennzeichen dieser Endzeit:  „Sie lieben die Wollust mehr denn Gott!" Betrachten wir uns doch dieses antichristliche Werk, diese antichristliche Regentschaft im Tempel Gottes im Menschen. Auch wenn es uns mit Wehmut erfüllt, so müssen wir, um diese Zeit herauszustellen, feststellen, daß dieses Werk des Antichristen schon einen gewaltigen Umfang angenommen hat. Und dieser Geist macht vor Kirchen und Gemeinschaften keinen Halt. Wir müssen uns fragen: Wer untergräbt denn gerade in diesen Reihen das göttliche Wort und die Wirkungen des heiligen Geistes? Doch jene Theologen und Prediger, die vom kern- und wesenhaften Evangelium abweichen, ein anderes, ein antichristliches Evangelium predigen. Es sind doch jene, die die Lüste des Fleisches verherrlichen, die Sünde verniedlichen, sich im Prinzip von der Wahrheit entfernen, eigene, mit dem Wort und den Zielsetzungen Gottes unvereinbare und unverantwortliche Maßstäbe setzen. Sie bereiten den Weg des Antichristen. Sie befleißigen sich zu sagen, daß Gott tot ist, damit ihr Herr dann zu seiner Zeit sich göttliche Ehren geben lassen kann, sich in der Glorie eines Gottes Huldigung zuteil werden läßt. Sehen wir denn diese Vorbereitungen nicht?

Warum ist denn das Verlangen nach großzügigen und freizügigen Predigern so groß? Die Wahrheit will man nicht leiden, darum jucken die Ohren nach „tragbaren" Predigern! Sehen wir doch auch das mit geöffneten Augen! Wenn wir es nicht sehen können, kaufen wir uns doch beim Herrn die angebotene Augensalbe! Offenbarung 3, 18

In diesem Tempel Gottes richtet der Antichrist seine Macht auf und entfaltet seine teuflische Herrlichkeit, macht sich dann letztlich zur Krönung offenbar. Machen wir uns ja nichts vor! Wir werden nur bewahrt, wenn der Feind keinerlei Recht und Macht an uns hat, wenn wir uns ganz dem Herrn hingegeben haben und völlig mit Seinem heiligen Geiste erfüllt sind. Dann kann Er sich an uns verherrlichen, Seine ganzen Verheißungen an uns erfüllen und einlösen, wenn Seine Stunde gekommen ist. „Sie lieben die Wollust mehr denn Gott!" An anderer Stelle haben wir auf ein Wort des Herrn aufmerksam gemacht, das verdient, an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang noch einmal erwähnt zu werden. Als die sogenannte „freie Liebe" geduldet und auch gepredigt worden ist, hat der Herr im Jahre 1938 das folgende Wort gegeben: „Ihr Meine Kinder, es wird eine Zeit kommen, da, so wie dereinst die Erde mit Wasser überschwemmt worden ist, eine Flut aufkommen wird, eine Sündflut über die Erde gehen wird voll Hurerei und Ehebruch. Und die Ehe, die als heilige Ordnung von Mir eingesetzt, wird keinen Damm mehr setzen können gegen diese Flut. Ich aber muß es zulassen, um die Menschen aufs neue zu überzeugen, wo man hinkommt und welche Folgen es zeitigt, wenn man Meine Gebote verachtet und aus der heiligen Gottesordnung fällt.

Wehe, wenn diese Saat, die jetzt gesät wird, aufgeht! Es wird eine schreckliche Ernte werden. Darum, ihr meine Kinder, bleibet fest an Meinem Worte und laßt euch helfen! Denn es kommt die Zeit, wo allen, die jetzt nicht ernst machen, die Festigkeit fehlt, die sie brauchen, um in dieser Zeit bestehen zu können. Auf der einen Seite wird es eine böse, arge Zeit werden; aber auf der anderen Seite ist es eine hohe, heilige Zeit der Zeiten, wo Meine Kinder können eine Reife erlangen und einen Überwindergrad, wie nie zuvor und nie nachher es mehr möglich sein wird. Für die, die nicht gefestet sind, wird es eine verhängnisvolle Zeit. Sie werden abfallen wie dürres Laub von den Bäumen. Die Zeit, die jetzt kommt, duldet keine Halbheit und keine Lauheit, sondern fordert eine volle Entschiedenheit: Die Zeit der Wortmacher ist vorbei. Jetzt bedarf es der Kraft, der Ausrüstung mit Meinem heiligen Geiste!" Betrachten wir uns kurz zusammengefaßt die Zielsetzungen des Wortes und des Willens Gottes! „Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt Lüsten und Begierden." Gal. 5,24 „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei und ein jeglicher wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen." 1. Thess. 4,3-5  „Wer überwindet ... " so entnehmen wir es aus den 7 Sendschreiben in Offenbarung 2 und 3.

Dem gegenüber steht heute die Belehrung und Förderung der Lustempfindung und Begierdenerfüllung sehr offen und freizügig in Bild und Wort. Sie werden als sehr erstrebenswerte Dinge hingestellt, und der Makel der Sünde wird ihnen genommen. Bei vielen hinterläßt dies den Eindruck, daß sie Versäumtes nachzuholen haben; bei anderen wiederum entsteht eine gewisse Torschlußsituation, ja nichts zu versäumen. Sie drängen und drängeln sich nur so danach. Und hier scheiden sich die guten und bösen Geister. Hier der Ruf zur Kreuzigung der Lüste und Begierden, die Einladung zu einem Leben unter der Regentschaft des Geistes Gottes, zum Überwinden - dort die Einladung zum Verlassen des schmalen Weges, zur fleischlichen Freiheit in allen Dingen. Wer denkt noch an den hohen, göttlichen Schöpfungsauftrag? Wer denkt noch daran, daß es dabei gilt, Menschen aus den Gefängnissen und Bindungen des Fleisches, aus der Knechtschaft Satans befreien zu helfen und ihnen ein Leben zu ermöglichen, das von der Gnade und Liebe Jesu ergriffen wird, das aus dem Tode zum ewigen Leben geleitet werden soll?

Die Kraft des Evangeliums wird, ohne daß sie erprobt worden wäre, geleugnet. Die Kraft des Blutes, die Kraft des Kreuzes, die Kraft der Auferstehung und die Kraft des heiligen Geistes werden verleugnet! Steht nicht geschrieben: „Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünschet!"? Psalm 37,4 - Ist dies nicht das beste Mittel, die vielen Wünsche des Herzens zu stillen? Ist dies nicht auch ein gutes Mittel gegen Überdruß, Abscheu und Selbstmordgedanken? Betrachten wir an dieser Stelle nur eine Seite sexueller Erscheinungen, den sogenannten Exhibitionismus. Man versteht darunter einen krankhaften, abartigen Trieb, vor anderen die Geschlechteile zu entblößen. Wissenschaftler sehen darin eine Geschlechtsbefriedigung, die durch und über die Reaktion des zum Ansehen genötigten Teils ausgelöst wird. In der Hauptsache ist dies bekannt, wenn diese Handlung von Männern weiblichen Personen gegenüber ausgeübt wird.

Sexualwissenschaftler sind aber auch der Meinung, daß die Entblößung der Frauen, beispielsweise auch in der heutigen Mini-Mode, unter diese Abart einzureihen, dem Exhibitionismus zuzurechnen ist. Hinzu kommt aus der Sicht der heiligen Schrift und der Sicht gebundener Menschen, daß diese Art zu Gedanken und Taten der Unzucht, der Wollust, zur Appetitanregung zum Geschlechtsverkehr, zu Ehebruch (Matth. 5,28), zu Selbstbefriedigung und vielem anderem mehr anreizt und verführt. So gesehen muß hier gesagt und gefragt werden: Wo sind die sogenannten Kinder Gottes, die Gläubigen, hingeraten und gelandet?! Wer darin wandelnd gefunden wird, möge doch eilend den Weg der Umkehr beschreiten! Wenn man diesen Sex-Thron sieht, von dem aus heute diese Zeit beherrscht wird, dann muß man unwillkürlich in der Geschichte zurückblättern und sich die Reiche ebensolcher unsittlichen Zeiten vor Augen führen. Wie sind damals blühende Völker erniedrigt, gedemütigt und gezüchtigt worden! Einstmals feste und uneinnehmbare Reiche sind zu Fall gebracht und zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken, wegen ihrer sittlichen Verwahrlosung.

Man fragt sich bei diesem Erinnern, was sich wohl in unserer Zeit tun wird? Wird sich ähnliches ereignen? Können wir bei dieser sittlichen Auflösung und Verwahrlosung das Aas erkennen, über dem schon die Geier schweben? An ein Wort des Herrn werde ich erinnert, das Er vor mehr als hundert Jahren gegeben hat: „Aber so sind die Menschen und zwar zuerst die Weiber. Durch den zweiten Mißbrauch ihres freien Willens sind sie in alle Sinnlichkeit versunken, haben ihren teils schöneren Leib in Hülle und Fülle aufzuputzen  angefangen und sind stolz und unwillig aus ihrer Selbstsucht geworden. Wehe aber der Welt, wenn die Weiber sich wieder zu putzen und zu schmücken anfangen und auf dem Thron sitzen werden; dann wird die Erde durchs Feuer gelassen werden. Sie sollen sich vor allem in der rechten Demut üben. Sie sollen rein, aber nie geputzt und geschmückt sein; denn der Weiber Putz und Schmuck ist des Menschen Grab und Untergang in allem.  Wie aber da ist ein reines, wohlgesittetes, demütiges Weib ein rechter Segen eines Hauses, so ist ein geputztes und dadurch stolzes Weib ein Fluch über die ganze Erde und ist also ein Satan in kleinster Gestalt unter den Menschen und gleicht völlig einer Schlange, die durch ihre geilen Blicke des Himmels Vögel in ihren giftigen und tötenden Rachen lockt.

Laßt euch darum nicht verlocken von den blinden und trügerischen Reizen der Welt, sondern seid allezeit nüchtern und schätzet den Wert der Welt richtig; gebet nicht Gold und Perlen, die ihr aus den Himmeln empfangen habt, für die Torheiten der Welt, so werdet ihr untereinander stets Frieden haben und den Himmel vor euch offen sehen! Werdet ihr aber euch wieder von den Reizen der Welt gefangennehmen lassen, so werdet ihr es euch selbst zuzuschreiben haben, wenn der Himmel vor euch fester und fester sich verschließen wird. Denn es ist nicht möglich, daß jemand, der mit Wohlgefallen in was immer an der Welt hängt, zu gleicher Zeit stehen könnte in der segnenden Verbindung mit dem Himmel. Denn ein jeder Mensch ist also erschaffen und eingerichtet, daß er Böses und Gutes, Falsches und Wahres nicht in einem Herzen nebeneinander ertragen könnte; entweder das eine oder das andere, aber nie beides zugleich. Im Herzen kann nur entweder das eine oder das andere als Lebensgrund weilen!"

Es ist eine Zeit, in der das Wort von der Heiligung ganz besonders herausgestellt werden muß. Wie steht es doch geschrieben!: „Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird, und sehet darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume!" Hebräer 12,14 und 15 - Daß niemand Gottes Gnade versäume! Und dies ist besonders wichtig in dieser Zeit, wo die Heilszeit plötzlich ihrem Ende entgegengehen, die Gnadenzeit vorübergehen kann. Bislang konnte man sich noch auf das Wort stützen: „Der Herr verzieht nicht mit der Erfüllung seiner Verheißung, wie das einige meinen, sondern zeigt nur seine Langmut gegen uns. Denn er will nicht, daß jemand verlorengehe, sondern daß alle zu einem Gesinnungswechsel kommen. Die Langmut Gottes achtet als eine Zeit des Heils." 2. Petr. 3,9 und 15. Diesem Wort stehen nun eindeutig die Zeichen der Endzeit gegenüber, die uns aufzeigen, daß der Herr kommen will, daß diese Langmut ihrem Ende entgegengeht.

Wir vernehmen immer wieder, wie Kinder Gottes durch diese antichristlichen Erscheinungen dieser Zeit in arge Bedrängnis geraten und nach dem Herrn rufen und schreien. Wie viele fühlen sich belästigt und in der fromm scheinenden Umgebung nicht mehr wohl! Und der Herr wird die Seinen - wie es die Schrift sagt und wir auf dem Wege der Nachfolge unter mancherlei Nöten und Schwierigkeiten erfahren haben - nicht dem Rachen der Hölle überlassen! Nie und nimmer! Wie viele rufen in dieser argen Bedrängnis: Komm Herr Jesu, komme bald! Stellen wir uns ganz und gar darauf ein, daß wir in der Zeit angelangt sind, die Zeit nahe ist, wo der Herr die Seinen aussucht, die Zeit der Seinen auf Erden verkürzen wird, um Sein Gericht auf dieser Welt auszuüben, diesen Zeitabschnitt zu beschließen und abzuschließen und die wartenden Verheißungen zu erfüllen! Wachen und warten auch wir auf die Stunde des Herrn und machen wir uns bereit! Lassen wir uns loslösen von den Dingen und dem Wesen dieser Welt! Wer noch an irgendetwas gebunden, nicht wirklich frei ist, der lasse sich befreien!

Verfolgen wir aufmerksam die Zeichen der Zeit, wie sie uns der Herr selbst gegeben hat! Das hilft auch unserem Wachen und Warten auf, und wir finden darin die belebende Grundlage. Wir wissen, daß der Zeitpunkt Seines Kommens von der Zusammenballung zwischen Licht und Finsternis abhängig ist, die sich auch auf Erden darstellt, von dem Griff nach den Auserwählten, die Sein plötzliches Kommen und Eingreifen erforderlich machen. Lassen wir den Herrn zu uns reden in den folgenden Weissagungen:

„Meine Kinder, ja tut, wie euch Mein Wort sagt und wie ihr von Mir gehört habt! Denn mit Riesenschritten kommt es auf euch alle zu. Da gilt es, in der Waffenrüstung bleiben und so zu tun, wie euch gesagt worden ist, damit Ich dann auch an euch tun kann, wie ihr's gehört habt. Ja, es gilt nun, sich immer mehr zu verschließen vor dem, was von unten kommt; und immer mehr sich auszustrecken zu dem, was von oben kommt, was Ich euch bereitet habe. Tut nach dem, wie Ich zu euch geredet habe, damit Ich an euch tun kann, wie es für euch not (tut), und wie ihr so gerne möchtet. Ihr sehet diese Endzeit ja vor Augen, und ihr wisset, was Ich euch darüber schon gesagt habe. Die Hauptsache ist nun, daß ihr fest und treu zu Mir stehet und an Meinem Worte festhaltet. Das andere werde Ich dann tun. Es sind große und gewaltige Kämpfe zwischen Licht und Finsternis im Gange. Die Auswirkungen sind schon und werden noch mehr spürbar und sichtbar, so, daß es auch sogar die, die nicht Mein Wort lesen und sich darin überzeugen könnten, fühlen und wissen, daß es um große Entscheidungen geht.

Ich habe es euch ja in einer Meiner letzten Botschaften ganz klar gesagt und es auch niederschreiben lassen: Und nun bist du auf den Plan getreten, aber auch Ich! Und an all dem, was jetzt geschieht und was noch weit mehr hervorkommen und geschehen wird, erkennet ihr, wie wahr Ich geredet habe. Ihr werdet auch die Wichtigkeit erkennen, so zu tun, wie es euch Mein Wort sagt, wie Ich es auch in den Botschaften deutlich gesagt habe. Beachtet eins ganz besonders: Jetzt in dieser Zeit, gerade jetzt wird es sich klar herausstellen, wer Mein Kind ist und nicht. Denn die Aufrichtigen überwinden in allem weit, weil Ich ihnen zur Seite stehe! Die Halben und die Unentschiedenen, sie werden fallen; denn ihnen fehlt das, was Meine Kinder besitzen dürfen und an das sie sich jetzt festhalten. Sie sind es, die sich bemüht haben, das auszuleben, was ihnen gegeben worden ist. Jetzt ist die Zeit herbeigekommen, von der Ich auch geschrieben habe, daß ich die Bäume rütteln und schütteln werde, daß alles dürre Laub abfällt. Nur das saftige, grüne Laub wird dem Schütteln und Rütteln standhalten und festhalten.

Die Meinen, die sich von ganzem Herzen zu Mir halten und sich bereit machen lassen, werden täglich immer lauter rufen, je mehr es hier drunter und drüber geht: Herr Jesu, komme bald! Je mehr sich die Bosheit hervorhebt, je mehr es vom Erschrecken ins Wundern, vom Kopfschütteln ins Entsetzen geht, je mehr steigert sich bei den Meinen das innige Verlangen nach Meinem Kommen. Und je mehr ihr innig zu Mir rufen werdet, je mehr werdet ihr auch zu Mir hinanreifen. Es werden noch große Prüfungen kommen, vor allem auch für die Meinen. Denn das sind und werden die Gelegenheiten, wo sie nun beweisen dürfen, ob sie Mein sind oder nur so geschienen haben. Denn das Echte wird sich vom Unechten scheiden müssen. Es wird eine Zeit der Siebung sein. Zu was braucht man denn ein Sieb? Doch um den Weizen vom Spreu und Unkraut zu säubern! Und so wird diese Zeit zu einem Menschensieb. Da kommen die Echten ans Licht, aber auch die Unechten; die Echten werden sich beweisen, die Unechten sich als solche herausstellen. Es wird sich zeigen, wer nur den Schein gehabt, wer und was das Falsche und Unbrauchbare für das Reich Gottes ist. In dieser Meiner Stunde wird sich beweisen, wer zu Mir kommen kann und wer von Mir weichen muß.

Meine Getreuen werden Mich kommen sehen, wie Ich damals emporgefahren bin und werden sich freuen; die anderen aber werden wehklagen und schreien. Bei Meinem Kommen und Nahesein werden sie sich umso mehr erkennen und sie werden versuchen, sich zu verstecken und werden's nicht können. Da werden viele rufen: Ihr Felsen und Berge fallet über uns und bedecket uns! Vor Angst und Schrecken werden sie fliehen wollen und nirgends eine Deckung vor Mir finden. Die Zeit wird sich noch mehr verschlimmern und so ausprägen, daß Ich die Tage verkürzen muß, um der Meinen willen. Diese Zeit fordert von euch und all den wahren Meinen ein aufrichtiges Wollen, eine völlige Übergabe, eine völlige Entscheidung: Entweder ganz für Mich oder gegen Mich!

Alles andere hilft nicht mehr!

Mein Frieden und Segen sei mit euch. Amen.«

 

Werden wir denn nicht im Glauben und Vertrauen gestärkt, werden wir denn nicht von Seiner väterlichen Liebe und Güte umsorgt? Er will, daß wir das Ziel erreichen, an Seinem Tag nicht vor verschlossener Tür stehen müssen. Öffnen wir doch unsere Herzen weit Seinem Wort! Wollen wir zu denen gehören, von denen gesagt wird: „Sie wollten's nicht glauben"? „Meine Kinder, ja, ihr tut gut daran, wenn ihr in all dem Geschehen, was vor euren Augen ist und was noch kommt, euch fest an Mich haltet. Ich habe euch nicht im Unklaren gelassen über diese Zeit. Und ihr seht an dem, was da und dort hervortritt, daß es euch nicht fremd ist; sondern ihr wisset, daß Ich euch längst darauf vorbereitet und euch unterwiesen habe. Und ihr wisset weitcr, daß auch all das Geschehen offenbar werden mußte und noch mehr muß. Daran dürft ihr erkennen, wie wahr Ich geredet habe und wie wahr Mein Wort ist. Mein Wort ist und bleibt Mein Wort. Und Ich, der Ich gesagt habe, daß Himmel und Erde vergehen werden und Mein Wort bestehen bleibt, Ich stehe zu Meinem Wort.

Ihr dürft nun erkennen, wie all das Offenbarte hereinbricht, und so ihr von ganzem Herzen an Mir bleibt und gehorsam seid, so wird sich für euch noch viel mehr das erfüllen, was Ich euch und all den Meinen verheißen habe. Darum seid getreu! Stehet fest! Denket in diesen Stunden daran, daß euch dies alles gesagt worden ist, damit ihr nicht Opfer der Angst und Furcht, der Not und Unruhe werdet, sondern euer Glaube umso mehr erstarke in dem heiligen Wissen und in der Erfahrung: Er, der uns auf das alles hingewiesen, uns das alles zuvor gesagt hat in voller Wahrheit, der hat aber auch gesagt, daß Er der Seinen Sicherheit und Zuflucht ist, die Seinen zu beschützen weiß und bewahren will!

Denket doch auch zurück an die vergangenen Zeiten! Habe Ich euch da nicht auch alles vorher gesagt und gesagt, wie es auch gekommen ist? Denket doch auch an die Trübsale und Nöte, an die Verfolgungen, an die Gefängniszeiten! Habe Ich euch da nicht hindurchgebracht und Mich an euch verherrlicht, als Meine Stunde gekommen war? Wie oft ist doch die Vernichtung angedroht worden! Und wo sind sie geblieben, die solches androhten? Und so ist und wird es auch jetzt sein! Ich habe noch weit mehr Mittel, den Meinen zu helfen. Ich kann auch dann noch helfen, wenn die Hölle ihren Rachen auftut, um die Meinen zu verschlingen. Ja gerade dann, wenn dieser aufgerissene Rachen sich schließen möchte, gerade dann, in diesem Augenblick, kann Ich wie der Blitz die Meinen in Sicherheit bringen! Lernet das bedenken! Darum rufe Ich euch zu: Sorget nicht, sondern vertrauet Mir von ganzem Herzen! Ihr, die ihr's miterlebt und durchlebt habt, ihr wisset, daß Ich heute noch Derselbe bin, Der bin, Dem kein Ding unmöglich ist.

An euch ist es, daß ihr tapfer und treu und gehorsam bleibt; das ist die Hauptsache. Ich habe euch schon lange zuvor gesagt: Es wird eine böse Zeit, eine schwere Zeit kommen, wie ihr sie jetzt schon sehen und erleben müßt; und es wird noch viel schwieriger werden. Zu Beginn dieses Jahres habe Ich es euch schon gesagt, daß Ich euch nicht mehr offenbaren kann, um der Schwachen willen unter euch; denn ihr würdet vor Angst und Grauen vergehen. Aber immer wieder kann Ich euch nur das eine (zu)rufen und sagen: Haltet stand! Denket daran, was es heißt, Kinder Meines Geistes zu sein oder sein zu wollen und zu Meinen Getreuen zu gehören! Was will Ich euch damit sagen? Den Aufrichtigen, den Getreuen lasse Ich es gelingen. Wer freudig nach Meinem Worte tut und in Meiner reinigenden und heiligenden Liebe wandelt und sich daran hält und Täter wird und bleibt, braucht sich nicht zu fürchten noch zu entsetzen; er darf Mir trauen und umso mehr sich an Mein Wort und Meine Wahrheit halten.

Diese Zeit ist eine besonders böse Zeit. Für die Meinen eine heilige, hohe Zeit; denn es wird ihnen Gelegenheit gegeben, ihre Treue zu beweisen. Meine wahren Kinder, die sich jetzt in dieser Zeit gehorsam an Mein Wort halten und danach tun, die dürfen eine Reife erlangen, wie sie selbst sich nicht vorstellen können. Diese Zeit ist ja geweissagt und geprophezeit, und es wird das alles hervortreten und sich erfüllen. Es wird eine Zeit, wo sich die Geister trennen; die einen zur Rechten, die anderen zur Linken. Da wird das Licht mächtig siegreich sein über die Macht der Finsternis, und das Licht wird seine Siege feiern und wird hindurchdringen durch alle Finsternis. Da gibt es nichts, was sich vor Meinem Lichte verstecken könnte. Da wird das Echte und Wahre in wunderbarem Glanze und Schönheit sich beweisen und die Finsternis unterliegen. Es wird sich in Fülle bewahrheiten, wie es auch geschrieben steht, daß Ich ein Herr über alles bin. Darum erschrecket nicht vor all dem Kommenden, sondern denket daran, daß diese Zeit zugelassen ist, damit sich die wahren Echten beweisen können und herauskristallisiert werden; daß aber auch die Heuchler, die Scheinheiligen, die Lügner und Betrüger zu offenbar werden in ihrer Falschheit, in ihrem Scheinwesen und ihrer Heuchlerart! Wohl aber all denen, die ernster und freudiger denn je sich nach der wahren Heiligung ausstrecken und sich als herrliche Sieger und Überwinder bewähren!

Die Meinen dürfen mit Mir eingehen dorthin, wo eine überschwengliche Herrlichkeit für sie bereit ist. Die Halben und Weichlinge aber werden das Reich Gottes nicht gewinnen. Denket daran, daß es ein Kampf zwischen Licht und Finsternis ist und daß auch das alles zugelassen ist und wird, um Meinen Sieg umso deutlicher herauszustellen! Und da und dort will das Licht auch seine Siege feiern in den Meinen, bei den Echten und Wahren, bei Meinen ganz Getreuen. Strecket euch umso mehr nach dem aus, was droben ist, - so wie es euch Mein Wort ganz klar und deutlich sagt: Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen! Haltet fest an Meinem Wort! Bewahret euch ein reines Herz, in dem Mein Geist wohnen und alles durchdringen und hinwegtun kann, was Meinem Siege in dem einen oder anderen noch hinderlich und hemmend im Wege steht! Denn das ist sehr wichtig. Ja, diese böse Zeit, die noch weit stärker hereinbrechen wird, ist auch zugelassen zur Bewährung; sonst könnte sich ja keine Seele bewähren und hätte keine Gelegenheit, sich für das eine oder andere zu entscheiden. Und ihr tut gut daran, wenn ihr aufrichtig nach Meinem Wort tut. Schaffet aus euren Herzen und Sinnen, auch unter euch alles hinaus und hinweg, was euch, zum heiligen Siege und Ziele zu gelangen, im Wege steht! Legt all das ab und tut das hinweg und hinaus, was nicht ins Licht taugt, damit das Heilige, das Reine sich immer mehr herauskristallisieren kann!

Seht, den Aufrichtigen lasse Ich es gelingen! Ja, wohl all denen, die aufrichtig sind und nur das Eine wollen: Das Ziel, den Sieg erlangen!

   

Das stinkende Aas

„Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier°`. Dieses Wort aus dem Munde Jesu können wir in Matth. Kap. 24, Vers 28, nachlesen. Dieses Wort steht im Zusammenhang mit der angekündigten Wiederkunft Jesu Christi. Es steht auch im Zusammenhang von mehreren und verschiedenen Zeichen, die diese Wiederkunft Jesu anzeigen wollen. Sehr deutlich reden diese damals ausgesprochenen Zeichen gerade heute zu uns. Sie sind so deutlich herausgetreten und reden so unmißverständlich zu uns, daß sie geradezu verbieten zu schlafen und uns zwingen zu wachen und zu beten; und das mehr denn je! Die Predigt des Evangeliums in der ganzen Welt zu einem Zeugnis für alle Völker (Matth. 24, 14) ist nahezu abgeschlossen. Technische Hilfsmittel, wie Radio, Tonband und Schallplatten, haben diesen Auftrag der Verkündigung sehr und umfangreich beschleunigt. Das Zeugnis ist zu allen Völkern gegangen. Man sucht heute nur noch Teile von Völkern mit dem Evangelium zu erreichen, die eine andere Sprache, einen anderen Dialekt sprechen.

Die Zeit eilt mit Riesenschritten! Kriege und Kriegsgeschrei, Kriegsdrohungen sind trotz Friedensbeteuerungen sehr häufig. Empörungen und Aufruhr, Revolutionen sind reichlich in Erscheinung getreten, Seuchen treten vermehrt auf, von Erdbeben hört man immer wieder. Der Feigenbaum, das wiedererstandene Israel, wird saftig und treibt Blätter und wirft Schatten (Matth. 24, 32). Und wir haben vom Herrn dabei gesagt bekommen, daß dann der Sommer nahe ist. „Wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist." Matth. 24, 33 Alle diese verschiedenen Zeichen kommen gleichzeitig auf uns zu, und wir haben sie heute vor Augen! „Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier«, (Luk. 17,37) und das ist auch ein Zeichen in der Reihe derer, die die Wiederkunft Jesu anzeigen. Es lohnt sich, über dieses vom Herrn angezeigte Zeichen nachzudenken und sich einige Gedanken zu machen und sich durch den heiligen Geist in die Tiefe der Bedeutung hineinführen zu lassen. Es ist sehr aufschlußreich, über das Aas, sein Zustandekommen, seinen vor Augen liegenden Zustand nachzuforschen. Wir können daraus nur gewinnen, wenn wir uns vom Geiste Gottes in die Tiefe der Bedeutung hineinführen lassen.

Wir werden dabei merken, daß es ein wichtiges Zeichen der Zeit ist, das unbedingt zu beachten ist. Wir werden dabei auch merken, daß die Wiederkunft Jesu Christi, aber auch die Gottesgerichte sehr nahe sind. „Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier!" Was meint das? Es ist ein Geschehen, das sich täglich im Lebensbereich der Tierwelt ereignet: Eine frei, und doch in mannigfaltigen  Ängsten lebende Kreatur wird von einem beutehungrigen Tier gejagt und gerissen und kommt - je nach Art des beutemachenden Tieres - über kurz oder lang zu Tode, wird dadurch zum Aas, zur Tierleiche, wie wir heute zu sagen pflegen. Nach gestilltem Hunger des beutemachenden Tieres bleiben Reste, von denen wir je nach der Liegedauer von einem frischen oder stinkenden Aas reden. Durch Krankheit oder Alter geschieht dies oft gleichermaßen. Um dieses Aas oder auch über diesem Aas sammeln sich ganz bestimmte Interessenten, in gewissen Zonen unter anderem auch die Geier. Sie werden als die größten aller Vögel beschrieben mit einem Schlund, der sich zu einem Kropf von beachtlicher Größe erweitert. Ihre Einordnung in die Gattung der Raubvögel verliert einen Teil ihrer Bedeutung, denn wenige von ihnen und diese auch nur ausnahmsweise, greifen große lebende Tiere in der Absicht an, sie zu töten. Für gewöhnlich sammeln sie einfach das auf, was ihnen da und dort überlassen ist: sie fressen die Leichen, die sie finden. Sie leben in bestimmten Gebieten und führen, außer in der Brutzeit, mehr oder weniger ein Wanderleben. Man sagt von ihnen, daß sie überall und nirgends zu finden sind, daß sie ebenso spurlos verschwinden, wie sie gekommen sind. Nagender Hunger macht sie dreist und furchtbar für die, die sie hindern und sie in ihrem Gewerbe beeinträchtigen wollen.

Beim Fliegen läßt der Geier seinen Blick nach allen Seiten schweifen, bis er seinen Fund entdeckt hat. In einer Schraubenlinie dreht er über seinem Fund und kommt so immer tiefer herunter auf das Aas. Im menschlichen Lebensbereich finden wir etwas durchaus ähnliches. Wie wird man da zum Aas und zu einem Fund für hungrige Geier? Auch der Mensch hat seinen Feind oder seine Feinde, die ihn zu Tode bringen. Das ist oft von einer Tragweite und einer Tragik mit oft sehr traurigen Folgen. Wer mit Menschen und dieser ihrer Not schon zu tun gehabt hat, der weiß davon zu sagen. Auch der freie Mensch wird von seinem Feind gejagt, und wir finden da ein ähnliches Beutemachen, wie im Bereich der Tierwelt. Das beutehungrige Tier im Lebensbereich des Menschen ist das Tier aus dem Abgrund. Es jagt den Menschen und sucht, ihn in seine Gewalt, unter seine Krallen zu bekommen, will ihn reißen und ihm das Leben nehmen. Die Zähne und Krallen dieses Tieres aus dem Abgrund sind die vielfachen und vielfältigen Sünden, die sich festbeißen oder festgegriffen und festgebissen haben am und im Menschen. Und wenn uns nicht ein Stärkerer daraus befreit, gelangen wir über kurz oder lang zu Tode, zu jenem Tode, der uns in Offenbarung 21, Vers 8, genauer beschrieben ist.

Es mutet uns sehr leichtfertig und unverständlich an, wenn eine Maus sich mit ihrem größten Feind, der Katze, in ein Spiel einläßt. Und doch verhalten wir Menschen uns nicht anders, wenn wir uns in ein Spiel mit dem Feind unseres Lebens, in ein Spiel mit der Sünde einlassen. Allein schon das selbstsichere Verhalten, so zu tun, wie wenn es diesen Feind nicht gäbe, wie wenn er gar nicht vorhanden, wenn das alles gar nicht so schlimm wäre, läßt uns dieser Maus gleichen. Das Wort Gottes ruft uns in die Lebensgemeinschaft mit dem Herrn, zu dem ewigen Leben. Ganz deutlich vernehmen wir vom Kreuze von Golgatha her die Worte: „Mich dürstet!" Joh. 19,28 - Auch jenes andere Wort, das der Herr gesagt hat, lädt ein: „Kommet her zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!" Matth. 11,28 - Diese Worte stehen nach wie vor in Zeit und Raum und bezeugen die Sehnsucht und die Einladung des lebendigen, geoffenbarten Gottes. Die heilige Schrift sagt doch ganz deutlich: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben!"         Joh.3, 16 - Verloren sein, dem Tode verfallen sein, im Tode bleiben - oder das ewige Leben haben! Das ist die Frage. Unter der Macht des Teufels und der Sünde leben, dem Tode preisgegeben - oder dem Sohn Gottes gehören! Das ist die weitere Frage. Die Frage nach dem Leben oder dem Tod stellt sich nach dem Worte Gottes, das uns gar klar sagt: ,Denn wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht!" 1. Joh.5,12

Leben oder Tod! „Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, daß du das Leben erwählest, daß du und deine Nachkommen leben möget", so läßt uns der Herr wählen, wie wir aus 5. Mose 30,19 entnehmen. Was haben wir erwählt? Haben wir das Leben und stehen damit unter dem Segen oder haben wir den Tod gewählt und stehen damit unter dem Fluch? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Betrachten wir das Leben sogenannter Christen, auch solcher, die angaben, eine Bekehrung erlebt zu haben! Wir müssen dabei feststellen, daß sie sich dem Wesen und Leben dieser Welt gleichgestellt haben und von der Veränderung und Erneuerung des Sinnes, der Heiligung nichts oder nichts mehr wissen wollen. Man fragt sich dann ernstlich: Was ist da von dem von Gott gegebenen und dargereichten Leben noch übrig? So viel etwa, daß es den Herrn zum Ausspeien nötigt? (Offenbarung 3,16)

Die ganze Welt ist durch das Kreuz von Golgatha zum Leben gerufen, aufgerufen, das durch Jesus Christus geoffenbarte Leben zu nehmen, anzunehmen, zu glauben, damit niemand verlorengeht. Viele daraus sind berufen, sind angerufen, sich zu verändern und in der Heiligung zu erneuern durch den heiligen Geist. Was ist daraus geworden, und was damit geschehen, was ist davon übriggeblieben? Etwa ein Lippenbekenntnis? (Matth. 15,8 und Jesaja 29,13) Das Herz aber ist ferne davon! Wo ist die Salzkraft der Christen geblieben, von der der Herr in Matth. 5,13 spricht: „Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm (andere Übersetzung: fade, salzlos) wird, womit soll man's salzen? (andere Übersetzung: womit soll es wieder salzig gemacht werden)! In Anlehnung an das Wort in 3. Mose 2 Vers 13: „Alle deine Speiseopfer sollst du salzen, und dein Speiseopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein", sagt der Herr in Markus 9,50: „Das Salz ist ein gutes Ding; so aber das Salz dumm (fade, salzlos) wird, womit wird man`s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!"

In Matth. 5,13 sagt der Herr dann weiter: (Das dumm gewordene Salz) es ist hinfort zu nichts nütze, denn daß man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten!« Zu nichts mehr nütze! Nur noch zum Wegwerfen, zum Zertreten! Ist und soll das unser Los sein? Habt Salz bei euch, so ermahnt uns der Herr. Was hat nun das Salz für eine Aufgabe? Im Haushalt und bei der Zubereitung der Speisen wissen wir aus Erfahrung, daß das Salz einer Speise erst die rechte Würze gibt, in der richtigen Menge sie erst schmackhaft macht. Bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln, insbesondere von Fisch und Fleisch, wissen wir ebenfalls, daß das Salz das Fleisch vor der Verwesung und der Fäulnis schützt. Manche benutzen das Salz als Badezusatz, um der Müdigkeit abzuhelfen; andere wiederum gebrauchen es, um Entzündungen im Hals entgegenzuwirken oder ihnen gar abzuhelfen. Für vielerlei läßt sich das Salz in dieser Weise verwenden. Sind wir ein salziges oder auch gesalzenes Opfer, das durch das Feuer dem Herrn ein angenehmer Geruch ist? Oder sind wir verwesendes Fleisch, in Fäulnis übergegangenes Fleisch geworden? Gebrauchen wir das Salz, auch wenn es bei offenen Wunden ätzend wirkt? Sind wir nicht selbst ein Salz, und wirkt das Salz durch uns nicht, dann werden die Werke des Fleisches offenbar, wie sie in Galater 5,19-21 aufgezeichnet sind. Und diese Werke lassen die Kinder der Welt erkennen und zeichnen sie.

Diese Fäulnis des Fleisches, diese Verwesung des Fleisches in den Gemeinden, dazu die Toten im Unglauben, das ist das Aas dieser Zeit! Menschen, von der Sünde und dem Unglauben zum Tode gezeichnet, prägen ein besonderes Kennzeichen dieser Endzeit. Lebende Leichname! Lebende Tote! Lebendes Aas! Betrachten wir uns doch die allbekannten Alkohol-Leichen, die gefärbten Mode-Leichen! Betrachten wir die neuerdings so zahlreichen und oft so jungen Leichen der Rauschgiftsucht; betrachten wir die Leichen, die durch den Sex gezeichnet und ruiniert sind; betrachten wir diese Wohlstandsleichen, denen das Fressen ins Gesicht und auf den Leib geschrieben ist! Betrachten wir jene, denen die Gier nach Geld und Ruhm anzusehen ist! Betrachten wir die und andere Leichen, damit wir das Aas sehen können. Sehen wir da nicht die zerstörende, zum Tode bringende Macht des Tieres aus dem Abgrund? Das Tier aus dem Abgrund, das die Menschen mit ihrer Hurerei und allerlei Greuel trunken macht, Offenbarung 17,2 und 5. Und gemeint ist hier nicht nur die Hurerei im engen Sinne, sondern die vielfältige Anbiederei und die vielfältigen Anknüpfungen an die Lüste des Fleisches, an die Werke und den Willen der Finsternis! Leichnam! Aas! Tot in Sünden, tot im Unglauben!

Jene, die die Propheten des Herrn verfolgen; jene, die das Evangelium ausrotten wollen; auch jene, die treue Jünger und Jüngerinnen des Herrn verfolgen und meinen, Gott damit einen Dienst zu tun, auch jene sind Aas. Lies dazu auch die Schrift in 2. Könige 9,36 und 37: „Es ist, was der Herr geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiter, uns gesagt: Auf dem Acker Isebels sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen; und das Aas Isebels soll wie Kot auf dem Felde sein!" Betrachten wir die zunehmende Gottlosigkeit in diesem Lichte, dann erkennen wir auch die abgefallenen Christen darin eingereiht! Wir haben dann das Aas vor uns. Auch die Feinde Israels und die Feinde der Auserwählten sind in der Schrift angesprochen. Das dem Gericht verfallene Ägypten wird den Feldtieren und den Vögeln (Geier!) zum Fraß hingeworfen, daß sie satt werden: „Und will dein Aas auf die Berge werfen und mit deiner Höhe die Täler ausfüllen!" Hesekie1 32,5 Siehe auch Hesekiel 32, Verse 2-5.

Wie zeichnet der Herr durch den Propheten die zum Gericht heraufziehenden Chaldäer: „Ihre Reiter ziehen in großen Haufen von ferne daher, als flögen sie, wie die Geier eilen zum Aas!" Habakuk 1,1-8 Leichen des Fleisches, Leichen der Sünde, Leichen der Gottlosigkeit, Leichen durch Abfall gezeichnet - Aas im umfassendsten Sinne! Es mutet uns eigenartig an, gerade in diesen Tagen in Berichten aus Indien lesen zu müssen: „Geier auf Massengräbern! Die Cholera-Epidemie kostete bislang Tausenden von ostpakistanischen Flüchtlingen das Leben. In Krischnagar, wo in einem nur dürftig zugeschütteten Grab 150 Leichen liegen, sitzen die Geier und die Raben auf den Grabhügeln und versuchen, die Leichen auszuscharren! Während der Nacht rissen wilde Hunde mehrere Leichen aus den Gräbern und schleppten sie fort!" „Die Hunde sollen der Isebel Fleisch fressen". „. . . den Feldtieren und Vögeln zum Fraß hingeworfen«, so sagen uns die Worte in 2. Könige 9, 36 und 37, sowie Hesekiel 32, die Verse 2-5. Dieses Ereignis ist gewiß nicht nur vorausdeutend auf den Tag Seines Gerichts, sondern es sind schon warnend vorauseilende Gerichte in dieser Endzeit. Geier in Indien, die sich an Leichen sattfressen; Hunde, die Leichen wegzerren und fortschleppen; Raben, die Leichen ausscharren und sich sättigen!

Worte aus der heiligen Schrift! Den Feldtieren und den Vögeln zum Fraß hingeworfen, daß sie satt werden. - Diese Zeichen deuten das große Gericht an, von dem uns die Schrift ganz deutlich sagt. „Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Geier!" So sagt uns der Herr, und Er bringt gerade dieses Wort im Zusammenhang mit Seiner Zukunft oder Wiederkunft. „Denn gleich wie der Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier!" Dieses Aas vor unseren Augen zieht unweigerlich diese Gerichte an, zieht diese Geier an, so wie wir es aus dem Naturbereich wissen. Die Geier kreisen und schrauben sich immer näher herab. Sie treten da und dort schon auf und verschwinden wieder, wie sie gekommen sind. Wer Ohren hat zu hören, der höre; wer Augen hat zu sehen, der sehe und betrachte es mit offenen Augen! Und wie der Blitz kommt der Herr in diese Zeit!

Wollen wir doch darüber nachdenken und uns prüfen und lesen, was der Herr zuvor noch zu sagen hat! Noch ist Gnadenzeit, noch ist Heilszeit. Wollen wir doch diese Zeit recht nutzen! Lassen wir uns ja nicht vertrösten und einschläfern von den gegenteiligen Beteuerungen dieser Welt! Glauben wir dem Wort der heiligen Schrift; glauben wir mehr denn je diesem Himmel und Erde überdauernden Wort des Herrn! Lassen wir die Aussagen der Schrift wichtiger sein als die Kommentare von Zeitschriften und vieler sonstiger Meinungen! Der Herr will uns durch Sein Wort segnen und stärken. Lassen wir uns segnen, damit das Leben in uns bleiben kann, und wir nicht lau werden oder gar dem Tode verfallen. „Kinder Meiner Liebe! Mehr denn je ist es wichtig, daß ihr die Zeit in ihrer tiefen Bedeutung erkennt. Denn ihr wisset es durch Mein Wort, daß Mein Kommen sehr nahe ist. Und Ich Selbst habe euch nicht im Unklaren darüber gelassen, daß diese Stunde wie der Blitz erscheint. Ihr wisset, daß diese Zeit soweit vorangeschritten ist, daß es jeden Tag sein und werden könnte.

Und für manchen, der sich noch nicht für Mich entschieden hat, könnte es auch das letzte Mal sein, daß Ich bei ihm anklopfe. Ja, noch stehe Ich vor der Herzenstür als Bettler. Noch bettle Ich an den Türen der Herzen. Und wohl dem, der Mir freudig aufmacht und Mich einläßt; wohl dem, der Mich aufnimmt! Ja, wohl jedem einzelnen, der Mir jetzt noch, als dem Bettler vor seiner Herzenstür, öffnet und Mich aufnimmt! Wohl jeder Seele, wohl euch, so dies tief im Herzen bewegt wird! Denn bald werde Ich kommen als Richter und werde Mein Gericht halten in Meiner ganzen göttlichen Vollmacht. Kinder Meiner Liebe, ihr dürft ja durch Meine Gnade und Leitung erkennen, daß die Zeit der Entscheidung da ist. Bald werdet ihr es auch erfahren. Darum nützet die Zeit! Tut, wie Ich zu euch geredet, damit Ich dann an euch tun kann, so wie Ich verheißen habe.

Doch prüfet euch alle, wie es um euch steht, und gebet acht auf euch selbst! Denn mehr denn je ist der Feind hinter euch her und all den Meinen. Denn er weiß, um was es jetzt geht. Darum Gebet acht auf euch selbst! Tut, wie Ich zu euch gesagt habe! Nur so werdet ihr dann rechte Freude in Mir und durch Mich haben. Euch ist viel anvertraut und viel gegeben worden, von euch wird auch viel verlangt. Ihr, die ihr zu Mir gezogen worden seid, für euch gilt es mehr denn je, nicht nur Worte zu machen, sondern nach Meinem Wort und Willen zu tun und zu wandeln. Lasset es deshalb immer in euren Herzen gewahr sein, wie es um euch steht! Und wachet und betet und rufet immer mehr nach Mir! Strecket euch nach Mir und der Heiligung aus! Meine große Liebe ist es, die euch bewahren will, besonders die, die aufrichtig wollen. Oft ist es doch so, daß ihr es vergeßt, daß Ich bewahren will; daß ihr nicht genug wachet und nicht genug acht habt auf euch selbst. Ein manches unter euch würde erschrecken über das, was er da noch im Herzen entdecken muß, wenn Ich Mein Licht hineinscheinen lasse. Bittet um Mein Licht über euch, damit euch recht geholfen werde!

Ja, ihr seid teuer erkauft und innig geliebt! Das verpflichtet. O, ihr Meine geliebten Kinder, freuet euch, wenn Ich euch nun so ausziehe und am Ausziehen bin von allem, was Mir hinderlich ist an euch. Ich will euch durch die völlige Heiligung zum Ziele führen. Und es ist   h ö c h s t e   Zeit!

Denket daran, daß es Gnade ist; daß es eine hohe Gnade ist! Diese Gnade verpflichtet vor allen Dingen, ein rechtes Vorbild in allem zu sein, seine Aufgabe und Verantwortung   n i e   außer acht zu lassen, nach Meinem Wort zu wandeln und nach Meinem Willen zu tun. Denn ohne die Heiligung wird niemand zu Mir in Meine nächste Nähe kommen. Bedenket das und lernet daraus! Ich weiß, in welchen Kampf ihr gestellt seid und wie der Widersacher und Feind hinter euch her ist. Ja er weiß, welche Zeit es ist, und er sucht sie auszunützen. Der Feind liegt immer lauernd mit seinen Helfern umher, um gerade Meine begnadeten Kinder in Schmutz und Sünde, in niederträchtige Gedanken zu ziehen. Darum lernet bedenken und erkennen, um was geht! Lernet das treulich verwalten, was euch von Mir anvertraut ist! Ihr wisset, dass ihr Mir teuer und dass ihr sehr geliebt seid. Seid Lichter und Salz! Ja Salz, damit die Fäulnis, wo sie sich ansetzen will, im Keim erstickt, sofort vernichtet wird. Seid Mir Lichter, die klar und rein brennen, damit ihr anderen Wegweiser sein könnt zu dem geoffenbarten Reichtum und Schatz, der in Mir zu finden ist! Laßt euch segnen, damit ihr ein Segen sein könnt, wo ihr geht und steht! Verwaltet das euch Anvertraute treu! O, ihr Meine geliebten Kinder, lasset eure Herzen fest werden, welches geschieht durch Gnade! Werdet immer tüchtiger und geschickter in Meiner Nachfolge! Lasset eure Lampen hell brennen!  Mein Frieden und Segen sei mit euch! Amen.

d. K. P.

 

Wenn wir diese Zeit betrachten, dann erkennen wir und wir hören es ja auch immer und immer wieder, daß sie von den Bemühungen um höheren Lebensstandard, um besseres, noch besseres Wohlergehen geprägt ist. Wie viele haben sich diesem Streben verschrieben, und wie viel mehr hangen diesem Sog an und folgen mit Lust und Begierde nach! „Aber gleichwie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein. Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sündflut - sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging; und sie achtetens nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin -, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes!" Matth. 24, 37-39 Sie essen und trinken! Der Speisezettel und die Speisekarte warten mit immer noch besseren Dingen auf. Von der Genügsamkeit weg geht es zu noch genußreicherem Leben - ohne Dankbarkeit! Sie freien und lassen sich freien. Sie heiraten sich und scheiden sich; von einem zum andern wird gewechselt. Sie freien, verheiratet und unverheiratet; sie freien vielfach auch gleich-geschlechtlich!

Und nichts scheint diesen Gang der Dinge aufhalten zu wollen. Das war ja immer schon so. Man sagt: Das Alte ist verstaubt und überholt. Angestrengt wird nach Neuem, nach Besserem gesucht; freizügig und ungebunden, ohne Vorschriften will man leben und sich nicht dreinreden lassen. Nichts scheint das aufhalten zu wollen. Doch! Die Predigt vom Ende sagt es. Doch wiederum: sie achtens nicht, wie einst bei Noah! Kinder Gottes wissen, daß dieser jetzigen Zeit ein Ende gesetzt ist. Das Wort sagt es uns, und der Herr macht dies Sein Wort durch die Weissagung deutlich und unmißverständlich, Er offenbart die Zeit! Sie achteten's nicht - ist eine Mißachtung des Worts. Achten wir auf das Wort der Schrift und das Wort des Herrn? Lassen wir uns nicht einlullen vom Geist der Zeit und mitreißen vom Strom der Zeit! Wir aber wollen auf das Wort Gottes achten und uns nicht täuschen lassen!

„Meine Kinder, erhebet eure Häupter, denn es nahet sich der Tag! O kaufet diese Zeit aus, die euch noch geschenkt ist! Seht einmal genau hin, wie es auf Erden aussieht! Was für ein Sündenbabel da und dort und überall! Es stinkt überall. Wie sagt euch Mein Wort: „Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier!` Und dieses Aas ist schon faul und verbreitet seinen Geruch! Darum gilt es für euch und die wahren Meinen: Erhebet eure Häupter, denn es nahet sich der Tag! Ja, lernet diese Zeit in ihrer ganzen Schwere erkennen und werdet euch des Ernstes der Zeit bewußt! Je mehr ihr feststellen dürft, wie der Unglaube, die Gottlosigkeit, die Unzucht, Hurerei und Ehebruch, Lug und Trug, Raubmord, das Stehlen und Betrügen überhandnehmen, je mehr erkennt ihr auch die Zeit, wo sich die Verheißungen für die Meinen erfüllen werden. Das Schlimme in dieser Zeit ist wohl, daß diese Fäulnis auch der Jugend zugeteilt wird. Ja, man sucht, sie Mir zu entreißen und sie in die dickste Finsternis hineinzustoßen.

Aber was wird das alles noch für markerschütternde Verzweiflungsrufe an den Tag bringen! Und Ich muß es zulassen bis zu einem bestimmten Grad. Sie müssen erkennen, nach was sie sich gesehnt haben und was nun daraus geworden ist. Sie müssen innewerden, daß sie sich von Mir haben wegreißen lassen und in die Hände der Verderber gegeben haben. Und was diese Irreführer säen, das müssen sie dann auch ernten. O, ihr Meine Kinder, könntet ihr mit Meinen Augen hineinschauen und das alles durchschauen bis in die Tiefen, nein, ihr würdet es nicht ertragen können. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier. Und dieses Aas stinkt schon. Da kommen dann die Gerichte, wie sie schon in der letzten Zeit waren und ganz besonders noch mehr kommen werden. Denn die Menschheit dieser eurer Erde will sich von Meinem Geiste nicht mehr strafen noch warnen lassen. So werden auch die Folgen nicht ausbleiben. Auch viele, die sich Meine Kinder heißen, folgen auch nicht mehr Meines Geistes ernstem Mahnen. Und das beschleunigt das Eintreffen der furchtbarsten Gerichte, die die Folgen solchen Ungehorsams sind.

Die nun immer mehr hereinbrechende und immer schlimmer werdende Trübsalshitze könnt ihr euch nicht vorstellen. Und darum, ihr Meine Kinder, bleibet in Meiner Liebe! Behaltet, was ihr habt, und suchet, es durch Treue und Hingabe noch mehr zu festigen und hinanzureifen im Guten! Die Meinen, die Mir treu sind und für Mich stehen, weiß Ich ja zu beschützen und zu führen. Für sie ist auch das Letzte nicht Leid, sondern unaussprechliche Freude. Ich kann euch nur immer wieder darauf hinweisen: Behaltet, was ihr habt, damit euch niemand eure Krone nehme! Bleibet in Meiner Liebe; denn wer in der Liebe bleibt und ist, der ist in Mir und Ich in ihm. Wohl denen, die nach Meinem Worte tun und sich helfen lassen! Ihnen wird Freude die Fülle. Sie werden reich gesegnet sein für alles, was sie hier drangegeben haben, um bei Mir zu sein; sie werden frohlocken und jubeln und preisen.

Für die anderen aber, die es sich haben nehmen lassen oder sich nicht haben helfen lassen, wird es neben den schlimmen Qualen der Hölle ein unbeschreiblicher Schmerz und eine nicht enden wollende Selbstanklage sein, wenn sie die Freuden der Heiligen und Vollendeten mitanhören und dabei erkennen müssen, was sie sich versäumt haben. Diese Erde ist ja die Stätte, wo aus Sündern durch Meinen Geist und Meine Gnade Gottes Kinder werden. Wohl allen denen, die diese Gnade annehmen und sich erretten lassen, all das Irdische, alle Sünde und böse Lust überwinden und ein Leben zu Meiner Ehre, ein Leben der Heiligung leben! Denn niemand kann sagen, daß er an Mich und Mein Wort glaubt, wenn er noch in der Sünde verloren ist oder droht, verloren zu gehen. Nur die sind die wahrhaft Meinen, die Täter Meines Wortes sind und im Gehorsam diese Wege gehen, wie Mein Wort sie lehrt. Seht, wie ist die Leidenszeit hier auf Erden so klein, verschwindend klein, gegen die Freude und den Frieden und die Herrlichkeit, die bei Mir wartet auf alle, die sich bewährt haben im Glauben, in der Liebe, in der Treue. Sie dürfen dann zu Mir eingehen. Darum tut, nach dem ihr gelehret seid! Mein Wort sagt es euch in ganzer Bedeutung: Wer an Mich glaubt, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht. Wer einen echten und wahren Glauben hat, der kann mit der Sünde keine Gemeinschaft haben und nicht an der Sünde Gefallen finden. Wer aber noch an der Sünde Gefallen hat und sie tut, der wird nie eingehen können in Meine himmlischen Tore.

Lernet das bedenken und lernet es in der Tiefe erkennen! Ihr sehet es an den Zeichen der Zeit, um welche Stunde es ist. Die Zeichen der Zeit sagen und zeigen euch, daß es sehr nahe herbeigekommen ist, was Ich euch gesagt habe. Darum nützet die Zeit aus und freuet euch! Was Meine Getreuen bei Mir erwartet, ist weit mehr als das, was blinde Menschen von Leidenschaften und Begierden erhoffen und erwarten. Mein Geist führt in die Freiheit, in den Frieden und in die Freude; Leidenschaften und Begierden aber führen in die Knechtschaft und in die Sklaverei. Den Leidenschaften verfallen sein heißt, der Finsternis angehören. Und es ist ein großer, gewaltiger, wie Leben und Tod verschiedener Unterschied zwischen dem Reich der Finsternis unter der Gewalt des Teufels und zwischen dem Reich Gottes, dem Reich der Liebe und des Lichts. Mein Reich ist aufs herrlichste und wunderbarste bereitet für die, die Mich lieben und rechte Weltüberwinder werden, die alles wegräumen, was ihnen im Wege steht zu Mir. Ihr seid vor die Wahl gestellt. Es kommt nun ganz auf euch an, was ihr wählet. Ich habe alles für euch bereitet, für die, die Mich lieben.

Bittet immer mehr, daß euch Mein heiliger Geist leiten kann! Und ihr wisset um die kommende Zeit. Ich (möchte) Raum in euren Herzen! Bittet immer mehr um Meinen heiligen Geist! Öffnet Ihm eure Herzen, daß Er Raum in euch bekommt, damit Er wirken und euch in die Tiefe der Wahrheit leiten kann. Und ihr wisset um die kommende Zeit. Ich habe es euch gesagt, damit ihr euch immer mehr bereit haltet und eure Lampen brennen lasset, licht und hell. Euer Ruf soll immer wieder zu Mir entgegengehen:

 

Ja komme bald, Herr Jesus!

 

Dieses Mein Kommen ist von verschiedenen Geschehen abhängig und darauf eingestellt. Vor allem ist es unbedingt wichtig, daß Ich euch wachend und mit brennender Lampe, mit liebendem, wachendem Herzen finden mag.  O sehet zu, daß keins von euch zurückbleiben muß. Tut, wie Ich zu euch geredet habe! Denn es kommt auf euer Bereitsein an. Es ist vor allem nötig, daß ihr eure Herzen von allem löset, was ihr besitzet, es so besitzet, daß ihr es in jeder Sekunde, in jedem Augenblick drangeben könnt. Euer Herz soll nicht mehr am Vergänglichen hängen, sondern soll von inniger und heißer Liebe und Sehnsucht, von rechtem Heimweh nach Mir erfüllt sein. Und aus diesem Herzen kommt auch der Ruf: Herr Jesus, komme bald!

Alle, die noch mit Irdischem belastet sind und ihre Herzen daran hängen, können nicht mitkommen. Die Erde hält sie noch fest, weil sie sich nicht von all dem haben befreien lassen; sie können sich deswegen nicht aufschwingen zu Mir. Ich will euch nicht verlassen noch versäumen, so ihr tut, wie Ich euch gesagt habe. Seid immer mehr, jeden Tag, jede Stunde in der Wartestellung, denn ihr wisset ja, wie es geschrieben steht: „An dem Tage, wer auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem Hause, der steige nicht hernieder, ihn zu holen. Desgleichen wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm ist. Gedenket an des Lot Weib! Ich sage euch: In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden. Ich habe euch lieb und will nur euer Bestes. Mein Frieden und Segen sei mit euch! Amen."    

 d. K. P.

 

 

Zwei werden mahlen miteinander; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden. Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden!` Luk. 17,31-32 und 34-36 - Einer wird vom Felde mitgenommen, der andere bleibt; einer wird angenommen, der andere schläft weiter und bleibt zurück! Deshalb muß Ich auch jetzt noch so manches zulassen, damit noch viele Verlangen bekommen, gerettet zu werden; daß die Sehnsucht vieler nach Mir und Meinem Reiche immer größer wird. Auch deshalb muß Ich noch so manches zulassen, damit noch viele erkennen, wie töricht es ist, sich an das Vergängliche zu hängen. Das alles soll sie zu der Erkenntnis bringen, daß sie sich selbst das größte Leid zufügen würden, wenn sie Gebundene bleiben. Ich möchte alle dahin bringen, daß sie sich helfen lassen. Die aber dennoch an dem Irdischen hängen oder hängen bleiben, werden furchtbare Not und Trübsal erleiden, wie es noch nie war und auch nie wieder sein wird. ,Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er`s mit ihnen verziehen?

Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?!" Lukas 18,7-8 - Was wird dann ein Geschrei, ein Rufen, ein Weh, ein Jammern, ein Weinen sein, wenn zu Meiner Stunde die wahrhaft Meinen entrückt werden und die anderen zurückbleiben müssen in der mit Macht hereinbrechenden Trübsal! Für sie wird es dann zu spät sein. Denn sie sind es, die nicht hören und sich nicht helfen lassen wollten; denn sie haben Meine Gnade, Meine Liebe und Hilfe ausgeschlagen. Sie müssen dann sehen, wie es ihnen ergeht. Und bei all den Wehen und der Trübsal, die über die Erde gehen werden, müssen sie innewerden, wie nichtig all das Irdische ist. Darum lasset euch helfen! Löset euch von allem, woran euer Herz hängt! Doch erfüllet eure Pflichten und Aufgaben, die euch von Mir gestellt und aufgetragen sind, treu bis zu Meiner Stunde, bis dieser Augenblick kommt! Bleibet in Mir, damit Ich Mein Werk in euch vollenden kann und ihr dann, wenn Ich die Meinen zu Mir ziehe, dabei sein dürft!

 

Weitere Schriften von Käthe Pfirrmann:

Ich habe Jesus Christus erlebt - Er lebt"

Lebendige Zeugnisse mit dem auferstandenen Jesus Christus in der Verfolgungszeit des dritten Reiches. Besondere Erlebnisse mit Jesus. Erlebnisse und Erfahrungen mit der Gestapo und Kripo, in Gefängnissen und in Verhandlungen vor den Sondergerichten um Jesu willen. Ein wirkliches, lebendiges Zeugnis von der Macht und der Durchhilfe und der Gnade des Herrn.

Käthe Pfirrmann

 

"Siehe, Ich bin bei euch alle Tage"

Lebendige Zeugnisse in persönlichen Lebensführungen und herrliche Erfahrungen mit dem Auferstandenen. Erleben, die Jesu Nähe und Hilfe ganz besonders deutlich werden lassen.

 


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