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DER BRÄUTIGAM KOMMT KÄTHE PFIRRMANN
Das
dürre Laub fällt ab - Das Böse nimmt zu
Wir wollen an das Wort in
Matth. 25,6 erinnern: „Siehe, der Bräutigam kommt; gehet, aus ihm
entgegen!" Dieser Ruf hatte eine Bewegung zur Folge, wie wir aus dem
nachfolgenden Vers 7 entnehmen: „Da standen diese Jungfrauen alle auf
und machten ihre Lampen fertig!"
Klug
oder töricht?
Dem großen Advent oder
der Wiederkunft des Herrn, so wie sie uns bei der Himmelfahrt Jesu Christi
durch die zwei Engel in Apostelg. 1, V. 11, angekündigt worden ist,
werden ganz besondere Ereignisse vorausgehen. Im einzelnen sind sie uns in
der heiligen Schrift aufgezeichnet. Eines der
hervorstechendsten, unübersehbaren Geschehnisse in der zunehmenden
antichristlichen Zeit, der zunehmenden Nacht, wird die Entrückung derer
sein, die sich in den Gemeinden zu der Entrückungsgemeinde haben
zubereiten lassen. Dieses Geschehen wird für die an die heilige Schrift,
an das Wort Gottes Glaubenden, aber auch für die ungläubige Welt, einen
nachhaltigen Eindruck von der Existenz und dem Handeln Gottes
hinterlassen, die Wahrheit des Wortes Gottes klar und deutlich
herausstellen. Diese Zeit wird die größte
Trübsalszeit der Erde, das größte Wehe auf Erden, einleiten, die in der
bösen Herrschaft des auftretenden Antichristen gipfeln wird. Nach einem
Gesicht wird die Welt von heute auf morgen von einem wohnlichen Gebäude
in eine Ruine, zu einem für den Abriß bestimmten Gebäuderest verwandelt
werden. Nach dem Auszug der Kinder
Gottes machte das vorher so wohnlich anzusehende Gebäude den Eindruck größter
Verlassenheit. Das Gebäude glich, insgesamt gesehen, einer verfallenen
Ruine. Das Dach war beschädigt, die Fenster und Türen fehlten, kein Fußboden
war mehr vorhanden, einzelne Bretter lagen über den Balken, Jegliche
Einrichtung und Ausstattung fehlte völlig. Die Ruine hatte kein Aussehen
mehr. Es fehlte Gemütlichkeit und Wärme. Wind und Wetter zogen über und
durch das Haus. Ein Tippelbruder vielleicht, an solche Verhältnisse gewöhnt,
hätte in der einen oder anderen Ecke ein Obdach gefunden. Der Herr hat Seinen Plan
mit dieser Erde. Und Er wird Seinen Heilsplan hinausführen, Seine Erlösung
gegen alle Widerstände vollenden. Wir nähern uns der Zeit, da der
Zeitabschnitt vor dem tausendjährigen Reich seinem Ende entgegengeht. Die
Zeit eilt mit Riesenschritten dieser ihrer Erfüllung zu. Wir wollen nun
unsere Aufmerksamkeit den klugen und törichten Jungfrauen zuwenden. Aus
Matth. 25,9-13, entnehmen wir die folgenden Verse:„Dann wird das
Himmelreich gleich zehn Jungfrauen sein, die ihre Lampen nahmen und gingen
aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf
waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen; aber sie nahmen nicht Öl
mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
Zur Mitternacht ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus,
ihm entgegen. Da standen diese
Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber
sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen.
Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und
euch gebreche; gehet aber hin zu den K r ä m e r n und kaufet für euch
selbst. Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die
bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward
verschlossen. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen:
Herr, Herr tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage
euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet; denn ihr
wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.“
Jungfrauen mit Lampen, die kein Öl haben, die deshalb auch nicht brennen
können. Jungfrauen mit Lampen, die Öl in den Lampen und noch Vorrat in
ihren Gefäßen haben. Die ersteren werden töricht genannt, die anderen
klug; die ersteren werden ausgeschlossen, die anderen nehmen an der
Hochzeit teil. Wir singen oft den Vers
des Liedes so einfach dahin, wo er doch tiefstes Sehnen, Gebet, letzte
Lebenserwartung und Erfüllung sein sollte: „O Jesu, daß Dein Name
bliebe im Grunde, drück ihn tief hinein! Möcht Deine süße Jesus-Liebe
in Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen sei J e s u s und
sonst nichts zu lesen!“ Die einen begnügen sich,
den leiblichen Nervengeist anzuregen, sich die Ohren jucken zu lassen; die
anderen ruhen nicht eher, bis der Geist Jesu Christi ihr Herz erfüllt. (Röm.
8, 9). Die einen werden die törichten, die anderen die klugen Jungfrauen
genannt. Der Herr hat doch große Mühe, hat doch großes Leid! Wie sagt
Er doch in Seinem Wort: „... wie oft habe ich deine Kinder versammeln
wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und
ihr habt nicht gewollt." Matth. 23, 37. „Wahrlich ich sage euch:
Ich kenne euch nicht." ,Ich habe euch noch nie erkannt." Aus den
Reihen der falschen Lehrer, der falschen Propheten, der alt und neu
modernen Theologen, der selbstberufenen „Diener", der eigenmächtigen,
eigenwilligen Diener gehen sie hervor. Nach ihren törichten Predigten
gestalten sich törichte Hörer. Der Herr nennt sie Übeltäter! Und sind
diese nicht die Krämer? Welcher Hörer und Verehrer aus ihren Reihen könnte
im Grunde etwas Besseres haben und vorweisen? An alle, die unter
falscher, trügerischer, törichter, übler Lehre stehen, ergeht der Ruf:
„Wendet euch, um eures Heiles willen, dem klaren Evangelium, dem klaren
und deutlichen Willen des Herrn in vollem Gehorsam zu. Suchet die Gnade
Jesu Christi und Seine Kraft. Dem Aufrichtigen und Demütigen ist es
verheißen. Die Krämer können nichts geben, auch hernach nichts; es ist
dann zu spät. Der Tag, an dem die klugen Jungfrauen zur Hochzeit
eingehen, wird den törichten eine verschlossene Tür, einen versperrten
Zugang hinterlassen. Wird dann noch eine Zeit
der Buße für jene Krämer und törichten Hörer, der törichten
Jungfrauen, der Laodizea-Christen sein? Was wird das wohl für eine
Drangsal werden! Nütze jetzt die geschenkte Gnadenzeit! Wir wollen uns
nun die Frage vorlegen: Was hindert oder fördert unsere Bereitschaft auf
diesen Tag? Dazu sollen uns einige Gesichte Aufschluß geben, und wir
wollen den Herrn dabei zu uns reden lassen. „Längere Zeit verharrte ich
im Gebet. Unter anderem betete ich für ein junges Mädchen, dessen
geistliches Wachstum mir sehr am Herzen lag. Ich sah zu Ihm auf und sah
ein Feuer in Seiner Hand, mit dem Er die Lampe anzünden wollte. Und da hörte ich die
Stimme des Herrn in das All erschallen: „Ich will. Ich will. Aber sie
lassen sich nicht bereiten." Ja, unser treuer Heiland, Er möchte all
die Seinen zu klugen Jungfrauen bereiten. Seine Liebe möchte, daß
niemand verloren gehe, daß sie alle zur Hochzeit dürfen. Und wie oft
wird es heißen: „Ich will; aber es ist keine Bereitschaft
vorhanden." Jetzt sehe ich eine junge Frau in herrlichem Brautstaat
mit einer großen, weißen Kerze. Und immer wieder höre ich
den Herrn sagen: „Ich will helfen, retten. Ich will. Ich will." Den
Seinen ruft Er nun zu: „Leuchtet überall!" Und jetzt sehe ich den
Herrn im weißen Gewande, die Dornenkrone auf dem Haupte. Mit großer
Wehmut blickt Er auf alle, deren Lampen noch nicht brannten, nicht recht
oder klein brannten, und ruft ihnen zu: „Siehe, Ich komme bald und mit
Mir Mein sehr großer Lohn für die, die brennende Lampen haben!"
Sein Rufen geschieht in großer Liebe, bittend und mahnend zugleich. Nun sehe ich die
Herrlichkeit im einzelnen. Die Stadt Jerusalem. Herrliche Landschaften und
Plätze in der Herrlichkeit. Viele herrliche, weiße Gestalten bewegen
sich dort. Sie sind geschmückt wie herrliche Bräute; sie tragen Überwinderkronen,
sie jauchzen und lobsingen. Wie herrlich ist doch die Umgebung! Wunderbar
grüner Rasen mit vielen herrlichen Blumen, auch Rosen darunter. Und alles
jubelt. Welch herrliche Musik begleitet das Jauchzen und das Lobsingen!
Viele unter ihnen sehe ich auf die Knie fallen und den herrlichen und
glorreichen Sieger anbeten. Welch ein Ausruf: „Ja,
Jesus lebet, Jesus sieget! Sein ist und bleibt der Sieg in alle
Ewigkeit." Jetzt sehe ich wieder das junge Mädchen, das so übergroß,
so riesengroß war, kleiner und immer kleiner werden. Es beugt sich und
demütigt sich, steht mit gebeugtem Haupte da. Nun fängt die Lampe in
seinen Händen zu brennen an, noch klein und zart. Aber je mehr es sich
beugt, je mehr wird sein Angesicht von innen durchleuchtet, je stärker
wird auch das Leuchten, das Brennen der Lampe. Man sieht das Öl sich
vermehren, und auch der Vorrat nimmt zu. Und nun höre ich den Herrn
sagen: „Nur den Demütigen wird Gnade. Den Hoffärtigen aber widerstehe
ich und ihre Herzen werden immer härter und kälter. Je mehr an Demut, je
mehr an Wärme und Licht." Er verklärt mich in Sein
Licht, Jesus meine Zuversicht." Viele Angesichter sehe ich nun, die
sich zum Herrn erheben. Je länger sie ihre Angesichter zu Ihm erheben, je
mehr leuchtet Sein Licht von innen heraus und die Angesichter strahlen
dieses Licht wider. Nun sehe ich einen herrlichen Cherub und höre seine
Stimme, die, so weit ich nur schauen kann, alles durchdringt: „Ja,
erhebet eure Häupter! Blicket von allem weg, was euch beschweren,
belasten oder gefährden will! Blicket empor zu Ihm! So wird sich auch
Sein Licht der Liebe euch mitteilen, hineinleuchten in eure Herzen, eure
Herzen erleuchten, um euch zu helfen. Im Vergleich mit den vergänglichen
Dingen dieser Welt sollte es nicht schwerfallen, die Einladung zur Überwindung
anzunehmen, sie noch gründlicher, ernster zu würdigen! Jetzt sehe ich
den Herrn und Heiland nicht weit von mir auf einer Anhöhe stehen mit
einer großen Posaune, die Er nun an Seinen Mund setzt und hineinbläst." d.
K. P. Was wollen uns diese
Gesichte sagen? Und dieser Ruf ist wahr
und echt. Es ist ein Ruf der Gnade. Der Herr bereitet sich für Sein
Kommen. Noch ist der Ruf vom Kommen des Bräutigams nur vereinzelt zu hören.
Die Zeit, wo er zu einem Geschrei werden wird - diese Zeit ist jedoch sehr
nahe, sehr nahe. Darum, es ist noch Gnadenzeit! Wie lange noch? Wir wissen
es nicht. Wir wissen nur, daß der Herr schon gerne an den Seinen das
getan hätte, was Er so gerne will und möchte, aber um derer willen, die
noch nicht bereit sind, die noch keine brennende Lampe samt Vorrat haben,
Sein Kommen verzogen hat. Der Herr ist nahe, Seine
Zeit ist nahe. An mehreren Zeichen der Zeit, die nebeneinander und
miteinander zugleich wirksam werden - und das ist ein untrügliches
Zeichen -, können wir Seine nahe Wiederkunft ablesen: Vorsintflutliche Sündenzustände,
das noch nie dagewesene Ausmaß an Bauen, das Grünen und Gedeihen des
Feigenbaumes - Israel, die Verkündigung des Evangeliums unter fast alle Völker,
um nur einiges aus der Reihe von Matth. 24 herauszunehmen. Wenn Du noch nicht klug
geworden bist und klug zu handeln und zu wandeln angefangen hast, dann
bitte und bete mit dem Psalmisten: „Aber, Herr, lehre mich doch, daß es
ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß."
Psalm 39, 5 „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem
jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das A und O, der Anfang
und das Ende, der Erste und der Letzte. Selig sind, die seine Gebote
halten, auf daß sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren
eingehen in die Stadt. Ach, mich
sehnt's nach jenen Orten, wo der Vater
ewig wohnt. Wo, wie Er
gesagt in Worten, Seine Liebe
uns belohnt. Laßt mich
laufen, laßt mich ringen, nach der
wahren Heiligung. Will nun
eilen und Ihm bringen ganz mein
Herz zur Reinigung. Wie sich
meine Arm` ausbreiten, wenn ich seh'
nach jenen Höh'n, und sich
meine Augen weiten, wenn sie
uns'ren Heiland seh'n. Laßt mich
loben; Ihn dort droben, in der
Heimat Himmelsruh. Mag der
Feind auch noch so toben, ich eil`
meinem Heiland zu. Seht, wie
dort im weißen Kleide, uns're
Lieben wohnen schön; wo sie ruh'n
von allem Streite, selig auf
uns niedersehn. Laßt uns
ehren froh in Chören: Unsern
Heiland Jesus Christ. Und in
Seinem Dienst verzehren, der dafür
gestorben ist. Auch für
uns hat Er bereitet: Weiß das
Kleid, und licht und schön, Und Sein
Herze ausgebreitet, drum laßt
froh uns auf Ihn seh'n. Ja, Er
wartet auf uns alle dort, in
jenen heil'gen Höh'n, der erlöst
uns von dem Falle: Kommt; laßt
uns all` zu Ihm geh'n! K. P. Reif zur Ernte
„Leget die Sichel an,
denn die Ernte ist reif; kommt und stampft, denn die Kelter ist voll, die
Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß. Scharen um Scharen
treffen im Tal der Entscheidung ein; denn nahe ist derTag des Herrn im
Tale der Entscheidung." Joel 4,13-14 „Und ich sah, und siehe, eine
weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der wie eines Menschen Sohn
aussah; er hatte eine goldene Krone auf seinem Haupte und in seiner Hand
eine scharfe Sichel. Da kam ein zweiter Engel
aus dem Tempel im Himmel heraus, der hatte eine scharfe Hippe (sichelähnliches
Rebmesser). Und ein anderer Engel kam vom Altar her, der hatte Macht über
das Feuer und rief mit lauter Stimme dem zu, der die scharfe Hippe hatte,
und sprach: Lege dein scharfes Rebmesser an und schneide die Trauben des
Weinstocks der Erde ab; denn seine Beeren sind reif geworden. Himmel und Erde in ihrer
derzeitigen Gestalt sind wiederum durch Gottes Wort (1. Mose 9,11)
erhalten geblieben, doch sie sind fürs Feuer aufbewahrt und aufbehalten für
den Tag, an dem Gericht und Verderben die gottlosen Menschen treffen wird.
Der Herr verzieht nicht mit der Erfüllung seiner Verheißung, wie das
einige meinen, sondern zeigt nur seine Langmut gegen uns. Denn er will
nicht, daß jemand verloren gehe, sondern daß alle zur Sinnesänderung,
zu einem Gesinnungswechsel, zur Buße kommen. Der Tag des Herrn wird aber
kommen wie ein Dieb in der Nacht. Wir aber erwarten dann
nach seiner Verheißung einen neuen Himmel und eine neue Erde, in welcher
Gerechtigkeit wohnt. In dieser Erwartung, meine Lieben, wendet allen Fleiß
daran, unbefleckt und unsträflich vor ihm im Frieden erfunden zu werden.
Die Langmut unseres Herrn achtet als eine Zeit des Heils!" 2. Petr.
3, V. 5-7 u. 9-15. Die Ernte ist reif. Die Stunde des Erntens ist
gekommen. Und diese Zeit ist näher als wir es wahrhaben wollen. Woran können
wir die Erntestunde erkennen? Die Vorbereitungszeit zur Ernte und die
Ernte selbst nehmen die ganze Aufmerksamkeit derer in Anspruch, die an den
Vorbereitungen dazu und bei der Ernte selbst beteiligt sind. Man rüstet
sich, bereitet sich, setzt alles auf diesen Tag ein. Der Beginn der Ernte
wird an verschiedenen Zeichen geprüft. Das Aussehen der Felder, wenn die
Halme gelb bis weiß geworden sind, weckt das Augenmerk des Schnitters. Es
wird geprüft, ob die Halme dürr genug sind, ob die Frucht, die Körner
reif genug sind. Es wird versucht, ob die Beeren reif genug sind. „Hebet eure Augen auf
und sehet die Felder an!" Und wenn wir dem nachgekommen sind, das
getan haben, dann werden wir, wie jeder Landmann es tut, es nicht nur beim
Ansehen bewenden lassen, sondern wir werden die Ernte auf ihre Reife prüfen,
sie unmittelbar aus der nächsten Nähe ansehen. Wenn die Ernte gelb bis
weiß wird, dann geht der Landwirt auf sein Erntefeld, auf den Acker,
sieht nach und prüft nach, wie weit die Dürre der Halme vorgeschritten,
wie gereift die Körner sind. Erinnern wir uns an das
Wort und den Ruf zur Buße aus dem Munde des Täufers: „Es ist schon die
Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Ein jeder Baum, der keine gute
Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit
Wasser zur Buße. Der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, und ich
bin nicht wert, ihm die Schuhe nachzutragen. Der wird euch mit dem
heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat die Wurfschaufel schon in
der Hand und wird seine Tenne fegen. Den Weizen wird er in seine Scheuer
sammeln, die Spreu aber wird er mit unaus1ösch1ichem Feuer
verbrennen!" Matth. 3,10-12 Aus Joel 3, Verse 1 bis 2
entnehmen wir das Wort: „Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen
über alles Fleisch, und eure Söhne sollen weissagen; eure Ältesten
sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen; auch will
ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen."
Wir erinnern uns dabei an das Wort der Schrift, als der Tag der Pfingsten
erfüllt war - Apostelgeschichte 2, 1 bis 11 -, als die großen Taten
Gottes in den verschiedenen Sprachen verkündigt worden sind. Wir
vernehmen, wie sie sich ob des Pfingstgeschehens entsetzten, ratlos
wurden, sich wunderten, in ihrer Bestürzung einer den andern fragten: Was
hat das nur zu bedeuten, was will und soll das werden? Söhne und Töchter sollen
weissagen. Älteste sollen Träume haben, Jünglinge sollen Gesichte
sehen. Wunder sollen geschehen am Himmel, Zeichen auf Erden, das alles
bevor der große Tag des Herrn erscheint. Und jeder, der den Namen des
Herrn anrufen wird, soll errettet werden! "Aus Apg. 2, 14-21 Zeichen
werden auf Erden geschehen, das alles, bevor dieser Tag sein wird. Jesus
selbst hat uns verschiedene unübersehbare Zeichen angedeutet und sie näher
beschrieben. „An dem Feigenbaum
lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter
gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist." So sagt es uns
Jesus in Matth. 24, Vers 32. Vor unseren Augen ist es geschehen, hat sich
das erfüllt, was der Herr vom Feigenbaum, von Israel, gesagt und was der
Prophet von freigelassenen Gefangenen, den zurückgebrachten Gefangenen
geweissagt hat. Haben wir es nicht miterlebt, wie die Juden aus den Gefängnissen
in Europa, in Nordafrika, im vorderen Orient freigelassen, zurückgeführt
worden sind nach Israel? Dies ist vor unseren Augen
geschehen. In jenen Tagen und zu jener Zeit, von denen der Prophet Joel
spricht, leben wir gegenwärtig, leben wir mitten drin. In jenen Tagen -
es ist in unseren Tagen -, von denen der Prophet spricht, will und wird
sich auch das Wort aus Joel 4, 13-14 erfüllen: „Leget die Sichel an,
denn die Ernte ist reif . . .; denn nahe ist der Tag des Herrn im Tale der E n t - scheidung!" Pfingsten - Ausgießung des heiligen
Geistes; der Feigenbaum - Israel; offene Gefängnisse - die Rückkehr der
Juden nach Israel und Jerusalem: Vergangenheit zu Gegenwart geworden, der
große, herrliche Tag Gottes, der Tag der Entscheidung, nahe, sehr nahe
herbeigerückt? Wer nicht geradezu schläft oder verstockt ist, kann sich
der diesen Tatsachen verschließen? ... denn nahe ist der Tag
des Herrn im Tale der Entscheidung. Leget die Sichel an, denn die Ernte
ist reif." Joel 4, V. 1.
u. 14 „Hebet eure Augen auf und sehet die Felder an." Wir leben in
einer Zeit großer Vorbereitungen zur Ernte, wir gehen in eine Zeit, in
der die Ernte der Erde, wie sie nach Matth. 13, 30 gewachsen, abgeerntet
werden wird! (Vergleiche auch Matth. 13,39 b) Das Wort Jesu durchblitzt
mein Herz: „Die Felder sind bereits weiß zur Ernte." Die Ähren,
die ganze Getreidefrucht ist reif zum Abernten. Nun sehe ich an der Ernte
beteiligte Menschen. Sie bereiten sich zur Ernte. Ich sehe, wie sie ihre
Sensen scharf machen mit Wetzsteinen, wie sie die anderen Geräte
bereitlegen und herbeibringen, die zur Ernte benötigt werden. Große
Hitze liegt weit und breit über den Feldern. Mir fällt auf, wie sich die
Schnitter und Erntehelfer für die Ernte entsprechend gekleidet haben. „So ist es auch bei
vielen, bei den meisten Völkern. Sie planen dieses und jenes und wollen
dieses und jenes ausführen. Es wird aber nur so weit kommen und nur das
geschehen, was nach Meinem Willen ist und Meinem Vorhaben dienlich ist in
dem bevorstehenden großen Kampf zwischen Licht und Finsternis. Alles wird
von Mir so geführt und zielt nur auf das Eine hin: Auf die Entscheidung
zwischen Licht und Finsternis - auf Meinen Sieg! Ich höre Ihn sagen:
„Nun wird da kommen, was da kommen soll und muß. Es wird immer mehr
herankommen, von dem Ich schon länger gesagt und auf das Ich schon längst
hingewiesen habe. Es wird diese große Trübsalszeit sein, wie sie nicht
gewesen ist vom Anfang der Welt und wie sie nicht mehr werden wird (Matth.
24, 21)! Es wird eine furchtbare Zeit aller Zeiten werden; es wird eine
große Zeit sein. Berge werden zu Tälern und Täler werden zu Höhen.
Alles wird drunter und drüber gehen." Eine heilige, majestätische
Weihe lag über dem Ort. Zu den anderen gewandt, höre ich den Herrn
sagen: „Und ihr, die ihr ernst macht und ernst bleibet, euch fertig und
bereitmachen lassen wollt, ihr werdet dann lachen und dürft dann lachen.
Eure Not und alles, euer Schrecken und Leid wird sich in Freude
verwandeln. Ihr aber, die ihr über das, was Ich euch jetzt ankündige und
mitteile, lachet, ihr werdet weinen, weinen, Erschrecken auf Erschrecken
haben, ihr werdet eure Angesichter verzerren und eure Glieder verrenken. Aber an all den anderen,
die Meine Worte verachtet haben, die sich nicht haben warnen noch ermahnen
lassen, an euch wird es geschehen, daß alle Welt erkennt, daß Ich Gott
bin und der Herr der Herren. Es wird vor aller Welt deutlich werden, daß
alles in Meinen Händen ist und durch Meine Hände geht. Und es wird in
aller Deutlichkeit offenbar werden, daß Ich Der bin, von dem es
geschrieben steht: „Der
Gewaltige, der Herrscher aller Herrscher, der König aller Könige, Der,
dem allein Ehre gebührt und gehört, der Gewalt über alles hat, was im
Himmel und auf Erden, was im ganzen All ist, der größer denn alles ist.
Ich bin der Herr, Ich bin der Gott Israels. Ich bin Der, Der allein
herrscht, regiert und siegt in alle Ewigkeit!" Erhebet eure Herzen zu Mir
empor! O wohl dem, der das tut, was Mein Wort ihn lehrt und der sich nach
Meinem Wort ausstreckt! Denn alles wird vergehen, doch Mein Wort bleibt
bestehen. Selig aber sind die, die nicht sehen und doch vertrauen und
dennoch glauben! Mein Wort ist die Quelle alles Lichtes. Es ist das Licht
auf dem Wege des Lebens und zu dem wahren Leben. Wer nach Meinem Wort tut,
wird nicht zuschanden werden. Wehe denen, die nicht als Täter Meines
Wortes erfunden werden! Wehe denen, die den Weg, den Mein Wort zeigt und
lehrt, verachten und ihre eigenen Wege gehen, die auf ihren Verstand
trauen und nicht auf Mich! Wer Meinem Worte glaubt
und danach tut, der wird immer mehr von Meinem heiligen Geiste erfüllt
werden! Mein Heiliger Geist will in jedem Glaubenden und Vertrauenden
Wegweiser sein. Er will immer tiefer in die Selbsterkenntnis führen, in
die Schriftkenntnis, in die Wahrheit des ewigen Lebens; Er will jedem
helfen, Mein Wort lebendig in die Tat zu verwandeln, in die Tat zu übersetzen;
Er will durch dieses Mein Wort zum wahren Leben und Frieden führen, ja zu
Mir, der Quelle des Heils. Mein Wort ist es, das von Mir redet, das von
Mir zeugt, das die Wahrheit lehrt, das einem jeden das lebendige Brot
bedeutet, das vom Himmel auf die Erde kam. Wer Mein Wort verachtet,
der verachtet Mich, und wer Meinen heiligen Geist verachtet, der verachtet
den wahren Helfer auf dem Wege zum wahren Leben! Selig aber sind die, die
sich helfen lassen, die Täter Meines Wortes sind und die freudig nach dem
Wort tun und leben. Dies ist gerade jetzt ganz besonders von sehr (großer)
Tragweite! Warum? Ja, denn danach wird bei Meiner Stunde alles gewertet
oder alles verneint werden! Lernet es bedenken! Es ist die Stunde nahe
herbeigekommen und auch der Tag für die, die treu waren, die sich haben
helfen lassen zur Quelle der Freude und des Segens; es kommt aber auch die
Stunde für die anderen zum furchtbaren Gericht! Amen. Ja, es wird sich
beweisen, wie wahr es ist: Was du säst, das wirst du ernten; das wird
dein Teil sein! Amen. Mein Segen sei mit allen, die tun, wie Ich gelehrt
und Ich sie ermahnt habe. Mein Frieden sei mit eurer Seele.« So sprach der Herr zu mir
in meinem Herzen: „Werdet nicht müde in der Fürbitte und im und zum
Gebet! Werdet nicht müde in treuer Seelsorge! Werdet nicht müde, Mir
weiter zu dienen! Vor allen Dingen denket in eurer Fürbitte und in euren
Gebeten daran, zu bitten und zu flehen um mehr Verständnis für Mein
Wort, für das ganze und volle Evangelium Jesu Christi! Bittet, daß Mein
Wort offene Herzen findet, offene Türen, Aufnahme findet in allen Herzen,
wo man sich danach sehnt und dafür willig ist! Betet dafür, daß Mein
Wort die Herzen öffnen kann! Werdet nicht müde für die rechte
Schrifterkenntnis, für die rechte Selbsterkenntnis, für Gotteskenntnis,
Heils- und Sündenerkenntnis zu beten, daß es überall geschehe! Bittet, daß Mein heiliger
Geist und Mein Wort in dieser noch vor euch liegenden kurzen Gnadenzeit
mehr und mehr größere Siege feiern können überall auf eurer ganzen
Erde! Bittet, daß Mein Wort und Evangelium der Liebe in Kraft und
Vollmacht verkündigt wird! Bittet, daß ein großes, heiliges Aufwachen
werde überall, daß ein großer Hunger und Durst, Heilsverlangen
aufbreche, daß ein richtiges Tätigwerden durch Mein Wort und für Mein
Wort geschehe! Darum erkennet auch ihr,
Meine Kinder, Meine Söhne und Töchter, eure Aufgaben und Pflichten!
Alle, die ihr in Meinem Dienste stehet, an Meinem Werke überall, erfüllet
eure Aufgaben und Pflichten in ganzer Treue und Hingabe! Fördert Meine
Sache und seid eine rechte Hilfe für viele! Tut freudig euren Dienst und
tut ihn so, daß ihr treu erfunden werdet! Ja, auch das ist Mein
Auftrag an euch, ihr Meine Getreuen, daß ihr nicht müde werdet, auch dafür
zu beten, daß noch viele wahre, ernste Beter werden. Bittet, daß die Hörer
Meines Wortes auch wahre Täter werden! Bittet, daß Mein Wort wie ein
Hammer Felsen und die härteste Eiskruste zerbricht, daß es wirken kann
und soll! Bittet, daß viele, viele Beter erweckt werden und für diesen
Dienst hingebend tätig werden! Bittet, daß noch viele für Meine
Reichsgottessache freudig tätig werden; daß viele, was sie sind und
haben, für Meine Sache einsetzen und freudig in Meinen Dienst stellen; daß
viele gerade jetzt noch willig werden! Daß Meine Sache zum
vollen Siege und Ziele kommt, dazu will Ich euch gebrauchen, ihr Meine
Getreuen, ihr Meine teuren Kinder. Vergesset es nicht! Haltet daran fest
und tut danach, so wird Mein Segen mit euch sein und Ich bei euch, bis an
der Tage Ende, sein! Freuet euch, freuet euch in Mir! Meine Gnade und
Liebe ist es, die euch aufruft und euch mitbeteiligen will durch die Kraft
Meines heiligen Geistes. Ja, lasset euren Glauben nun offenbar werden und
euer Vertrauen! Werdet tätig! Es gilt die Rettung noch
vieler. Seid Mir dabei eine Hilfe zu Meines Namens Ruhm, Lob und Preis in
Ewigkeit und zu eurer großen Freude und reichen Segen und Fülle an
Gnade! Nur den wahren Betern kann es noch gelingen, Mir die Hilfe zu sein
und das vollbringen zu können, was Ich so gerne will und möchte. Mein
Frieden und Segen sei mit euch und Meine Gnade stehe euch bei! Amen." d. K. P. Beter
sind Wundervollbringer, einsam in
finsterer Nacht. Beter sind
Weltenbezwinger, wartend auf
stiller Wacht. Beter
sind sterbende Krieger, trotzend dem
König zugut. Beter sind
Satansbesieger, Priester aus
edlem Blut. Beter
sind bettelnde Fürsten, haben viel Güter
sie gleich, glüht doch
in ihnen ein Dürsten: Seelen für
Gottes Reich. Stehen
die Beter zusammen, glaubend mit
Vollmacht am Thron, mächtig
dann lodern die Flammen. Königlich
ist ihr Lohn. Toben
auch teuflische Kräfte – kennst du
den nächtlichen Schrei? Beter tun
Siegesgeschäfte, beten den
Tag herbei! „Siehe,
er kommt mit den Wolken, und es
werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben; und werden
heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin
das A und O, der Anfang und das Ende, spricht Gott
der Herr, der da ist und der da war und der da
kommt, der Allmächtige!" Offenbarung 1, 7-8 „Darum
wachet zu aller Zeit und betet, damit ihr
imstande seid, dem allem zu entrinnen, was da kommen soll, und ihr vor
dem Menschensohn bestehen könnt." Lukas 21, 36 (Anmerkung: Bei den wiedergegebenen
Bibelstellen wurden verschiedene Übersetzungen verwendet.) Wie der Blitz
Wir sind in eine bestimmte
Zeit der Endzeit eingetreten, wo wir uns über die Zeichen der Zeit und
ihre besondere Bedeutung für unser Glaubensleben und unsere
Glaubensstellung nicht nur einige Gedanken machen sollten. Es kann unserem
geistlichen Wachstum nur nützlich sein, wenn wir mit dem heiligen Geiste
Gottes an dem Wort der heiligen Schrift uns an dieser Zeit orientieren und
uns über die Zukunft des Menschensohnes, das Kommen Jesu Christi, die
Vollendung und Zubereitung der Kinder Gottes etwas sagen und aufschließen
lassen. Sie fragten viel auf
einmal. Sie fragten nach seiner Ankunft und gleich nach dem Ende der Welt.
Doch wir können froh um diese Fragen sein, denn wir haben darauf vom
Herrn eine ausführliche Darlegung, für die die Endzeitgemeinde nicht
genug dankbar sein kann. Die Frage nach einem Zeichen (das Zeichen) hat
der Herr sehr genau und mit vielfachen Zeichen beantwortet. Er hat nicht
nur ein Zeichen angegeben, sondern deren mehrere aufgeführt. Die in Matth.
24 aufgeführten Zeichen sind mehrfacher Art, die zugleich, nebeneinander
und miteinander wirksam werden sollen. Und das ist sehr bedeutungsvoll.
Sie sind in mehrfacher Art deswegen gegeben, damit eine Täuschung über
die Endzeit schlechthin unmöglich ist. Wann wird das sein? Wie
wir aus Matth. 24,36 entnehmen, wissen es selbst die Engel nicht, sondern
nur der Vater. Diese unbestimmte Zeitangabe könnte uns dazu verleiten,
darüber sorglos, teilnahmslos, träge zu werden, die Dinge ohne
Anteilnahme gehen und vorübertreiben zu lassen, geistlich schläfrig,
geistlich tot zu werden. Dies könnte uns in eine Gleichgültigkeit,
Teilnahmslosigkeit, Leblosigkeit und dergleichen mehr hineinführen. Darum
sagt der Herr: „Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann
es Zeit ist. So wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des
Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zur Mitternacht oder um den
Hahnenschrei oder des Morgens, auf daß er nicht schnell komme und finde
euch schlafend. Was Ich aber euch sage, das sage Ich allen:
W a c h e t ! Markus
13.33, 35-37 Eine andere Übersetzung
sagt: „Denn die Wiederkunft des Menschensohnes wird sich so plötzlich
und sichtbar offenbaren, wie es der Blitz tut, wenn er in den Wolken
aufzuckt und in seiner ihm eigenen Schnelligkeit leuchtend niederfährt."
Matth. 24,27 „Von dem Tage
aber und der Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, sondern
allein mein Vater. Darum wachet; denn ihr wisset nicht, zu welcher Stunde
euer Herr kommen wird. Das aber wisset ihr doch: Wenn ein Hausvater wüßte,
zu welcher Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wach bleiben und
nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum haltet auch ihr euch bereit;
denn des Menschen Sohn wird zu einer Stunde kommen, wo ihr es nicht meint
(anders Übersetzt: nicht vermutet, am wenigsten daran denkt!)."
Matth. 24, 36, 42-44 Das gibt uns zu denken und
heißt uns aufmerken. Schlafen wir auch? Einem Wachenden wird durch ein
gewecktes, offenes Ohr, durch ein offenes, waches Auge das Nahen eines
Diebes an den seinen Einbruch begleitenden Geräuschen und Hantierungen
auffallen. Das Gehör ansprechende verdächtige Laute nehmen die
Aufmerksamkeit gefangen und der Hausherr wird ganz „Ohr", wie man
so sagt. Die so geweckte Aufmerksamkeit wird den Augen befehlen, nach den
Dingen zu sehen. Ohr und Auge werden hier angesprochen: Höret und sehet!
Wachet! Dann werden wir hören, aufmerken und sehen. Wer nicht gerade mit der
Angst zu tun hat und sich vor Gewittern fürchtet oder vor ihnen auf der
gebotenen Hut ist, wendet sich beim Aufziehen und Näherkommen des
Gewitters in Gleichgültigkeit ab. Man sagt sich dann: Es ist wieder
einmal eines der um diese Zeit üblichen Gewitter; das ist nun einmal so,
und auch das geht wieder vorüber. Obgleich im Grunde nach dem Aussehen
des Himmels ein Blitz erwartet wird, löst er sich sozusagen unerwartet
aus dem Bereich des Himmels. Ebenso unerwartet erscheint ein Dieb in der
Nacht. Obwohl man weiß, daß in der Hauptsache zur Stunde des Schlafens
die Stunde des Diebes ist, wird man bei zunehmender Schlafenszeit sorglos
und sorgloser, je länger die Nacht andauert und die Möglichkeit eines
Einbruchs abzunehmen scheint, unwahr-scheinlicher wird. Es scheint so. Aufmerken auf die den
Blitz auslösenden Zusammenballungen heißt, ein waches, wachsames,
offenes Auge haben. Das heißt eben wach sein, im Gegensatz oder im
Unterschied zum Schlafen, das sich meist in geschlossenen Augen ansieht
und sich darin ausdrückt. Auch die Schläfrigkeit, jener halboffene
Augenzustand - man findet ihn oft in den Gemeinden unter dem Hören des
Wortes Gottes - unterscheidet sich vom Schlafen nicht sehr wesentlich. Man
sieht etwas und sieht doch nichts richtig; man hört dabei und bekommt
doch nichts mit! Wie klagt doch Jesus:
„Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören
sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und über ihnen wird die
Weissagung Jesajas erfüllt, die sagt: „Mit den Ohren werdet ihr hören
und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und
werdet es nicht wahrnehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und
ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht
dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem
Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe." Matth.
13,13-15 Wir entnehmen außerdem
aus dem Worte Gottes, daß diese Zeit, daß dieser Augenblick uns während
der Arbeit auf dem Felde, während des Mahlens von Korn - während der
verschiedensten Arbeiten also - antreffen wird. Wir vernehmen sogar, daß
es in der Nacht geschehen kann, wenn zwei auf einem Bette liegen. Wenn wir
die Tag- und Nachtseite der Erde betrachten, so wird es die einen auf der
Tagseite der Erde, bei der Verrichtung der Tagesarbeit, die anderen auf
der Nachtseite der Erde, während des Schlafes antreffen. Wann wird das sein? Wird
es bei uns zur Tages- - oder zur Nachtzeit geschehen? Wir wissen es nicht.
Darum auch der Befehl zum Wachen. Und wie wichtig erscheint uns nun auch,
uns im Schlaf der Nacht dem Herrn anzuvertrauen, vor dem Einschlafen uns
der Stunde, des Augenblicks Seines Kommens anzubefehlen! Im Zusammenhang
mit der Arbeit auf dem Felde werden wir auf ganz bestimmte Zusammenhänge
mit den Dingen der Welt, auf unsere Bindungen an die in der Welt gebräuchlichen
Dinge aufmerksam gemacht. Sie sagen ihm, daß sie
den Auftrag haben, diese Stätte zu verderben, zu zerstören. Die Engel
wollen noch die künftigen Töchtermänner des Lot in das Werk der gnädigen
Errettung einbeziehen. Doch was Lot diesen darüber zu sagen hatte, war
ihnen lächerlich, kam ihnen vor, wie wenn er mit ihnen Scherz treiben würde!
1. Mos. 19,14 „Da nun die Morgenröte aufging, hießen die Engel den Lot
eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Töchter,
die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommst in der Missetat dieser
Stadt. Da er aber z ö g e r t e , ergriffen die Männer ihn und sein Weib
und seine zwei Töchter bei der Hand, darum uns dabei an das Schicksal von
Luk. 17,32- 33 daß der Herr ihn verschonte, und führten ihn hinaus und
ließen ihn draußen vor der Stadt. Denket an Lots Weib! Sie
wurde geradezu aus Sodom gedrängt, doch ihr Herz hing noch an der Weltstätte,
an der Stätte der Sünde; sie war nicht frei davon. Wir hören Jesus
sagen: „Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz." - „Denn wo
euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein!" Matth. 6, 21 und Luk.
12, 34. Bindungen an die Welt und an die Dinge dieser Welt können sich
verhängnisvoll auswirken und uns um die Errettung, die Heimholung,
bringen! „Denket an Lots Weib!", so werden wir vom Herrn ermahnt. Auf diese Weise wird's
auch gehen, wenn des Menschen Sohn soll offenbart werden. An dem Tage, wer
auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem Haus, der steige nicht
hernieder, ihn zu holen. Desgleichen wer auf dem Felde ist, der wende sich
nicht um nach dem, was hinter ihm (nach seiner dort abgelegten Bekleidung
- s. Matth. 24, 18).Luk. 17, 26-31 In diesem Wort wird unser Verhalten und
unser Verhältnis zum Essen und Trinken, zum Heiraten und
Verheiratetwerden, zum Kaufen und Verkaufen, zum Pflanzen und Bauen
angesprochen. Unsere Stellung und unsere Bindung zum Hausrat, zu der
Wohnungseinrichtung, zu unserer Bekleidung wird hier zur Überprüfung
herausgestellt! Wir erinnern uns an die
Worte des Apostels Paulus: „Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit
ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Die da Weiber haben, daß sie seien,
als hätten sie keine; und die da weinen, als weinten sie nicht; und die
sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die da kaufen, als besäßen
sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, daß sie dieselbe nicht mißbrauchen.
Denn das Wesen dieser Welt vergeht!" 1. Kor. 7, 29-31. Anders übersetzt
heißt der Schluß: „Die Kaufenden, als ob sie das Gekaufte nicht
behielten und die mit der Welt Verkehrenden, als hätten sie nichts mit
ihr zu schaffen (die in der Welt leben, sollen sich so verhalten, als
lebten sie nicht darin)." Was wird uns diese
Entschuldigung nützen? Sie wird nur unendlichen Schaden bringen, den wir
erst so recht begreifen, wenn die Folgen dieser „ausladenden"
Haltung zu spüren sind. Eingeladen vom Herrn, haben wir den Herrn
ausgeladen; haben uns selbst aus den ewigen Hütten ausgeladen, weil wir
Irdisches vorgezogen; mit Irdischem, dem Fluch des Vergänglichen, uns zum
Verderben verbunden, verbündet haben. Was wird hernach die Reue nützen,
wenn die Augen dafür aufgetan werden? Es wird zu spät sein! In Luk. 9,
Verse 57-62, werden verschiedene Hinderungsgründe für eine Nachfolge
Jesu aufgezeigt. Letzterem sagt es der Herr
ganz deutlich: „Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der
ist nicht geschickt zum Reiche Gottes." Luk. 9, 62 Die einen bringen
sich bei dem Ruf in die Nachfolge um das ewige Leben; die anderen binden
sich während der Nachfolge an die Vergänglichkeit, bringen sich damit um
die Errettung und Heimholung! Sie stellen sich der Welt gleich, den
Weltkindern, verändern sich nicht mehr durch Erneuerung des Sinnes und prüfen
auch nicht mehr, was da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene
Gotteswille! - Vergleiche auch Röm. 12,2. Wir können bei der Prüfung
der Frage, ob wir wachend und wartend sind, nicht umhin, unsere Stellung
und Bindung an den Hausrat, an die Wohnungseinrichtung, an das Geld, an
das Grundstück, an das Vieh, an die Kleider und Anzüge, an den Mann, an
die Frau, die Ehe, an die weltliche Traurigkeit und weltliche Fröhlichkeit,
an das Geschäft, an den Handel, an Kauf und Verkauf, an den Verkehr mit
der Welt, den Weltgebrauch oder besser gesagt den Weltmißbrauch, an unser
fleischliches Wesen - wie wir es aus Gal. 5,19-21 entnehmen können -
einer genauen und eingehenden Prüfung zu unterziehen. Gehen wir nicht zu
leicht über diese Frage hinweg! Denn diese Dinge und wenn es auch nur
eins von ihnen ist, werden uns daran hindern, dem Herrn entgegenzugehen. Darum auch die ernste
Mahnung des Herrn: „Denket an Lots Weib!" Täuschen wir uns darüber
nicht hinweg und nehmen diese Mahnung ernst! Das erschütternde Bekenntnis
eines Mannes darf ich hier beispielhaft für allerlei Bindungen anführen.
Mein Dienst führte mich zu einem Manne. Nach Gesprächen über Fragen des
Glaubens wollte er mir eine Freude machen und mir ein geistliches Lied auf
dem Harmonium vorspielen. Neben dem Harmoniumspiel spielte er noch auf der
Orgel und war mit der Geige mehr als vertraut. Oft sitze ich Tag und
Nacht auf dem Trümmerhaufen und beweine den Verlust meiner geliebten
Habe. Ich komme einfach nicht darüber hinweg," so bekannte er mir.
Und dieses Sitzen auf dem Trümmerhaufen, oft bei Tag und oft in ganzen Nächten,
war nach dem damaligen Bekenntnis - 7 Jahre nach der Zerstörung! Von
diesem Hintergrund aus gesehen vermag die ernstliche Ermahnung des Herrn
eine aufrüttelnde Bedeutung zu haben: „Hütet euch aber, daß eure
Herzen nicht mit Fressen und Saufen und Nahrungssorgen beschwert werden
und jener Tag unversehens über euch komme! Denn wie ein
F a l l s t r i c k (Schlinge)
wird er über alle kommen, die auf Erden wohnen." Luk. 21,34-35 Wie ein Fallstrick wird er
über alle kommen, die auf Erden wohnen, wie der Blitz, plötzlich,
blitzschnell, unvermutet, unversehens, zu einer Stunde, da man am
wenigsten daran denkt, wie eine Schlinge wird es sein. Betrachten wir uns
die Zeichen der Zeit sehr eingehend und aufmerksam! Nehmen wir die uns
noch gegebene Gnadenzeit wahr und bringen unser Verhältnis zum Herrn in
die rechte Ordnung! Wollen wir uns vom Herrn sagen und in Seine Wahrheit
hineinführen lassen: „Meine geliebten und teuren Kinder überall!
Sehet, auch heute möchte Ich gerne zu euch reden und aus Liebe euch
darauf hinweisen, daß ihr nun immer mehr diese Zeit erkennen möget.
Achtet auf Mein Wort, besonders in Matth. Evangelium Kapitel 24 und 25, wo
die Rede ist und gezeugt wird von Meiner Wiederkunft! In diesem Wort
werden auch die Zeichen der Zeit herausgestellt, an denen ihr erkennen dürfet,
wieviel Uhr es an der Weltenuhr geschlagen hat. Es werden das Radio, das
Fernsehen, werden die Tonbänder, werden die vielsprachigen Schallplatten
benutzt, es wird das gedruckte Wort verwendet und noch vielerlei der
Hilfsmittel, die zur Verkündigung Meines Wortes dienen. In der ganzen
Welt kann das Evangelium verkündet werden, ja, es ist die Zeit da, wo es
überallhin möglich ist. Es ist die Zeit da, wo dieses von Mir
herausgestellte Zeichen seiner Erfüllung entgegengeht. Und wie redet Mein
Wort weiter: „An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig
jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe
ist. Und wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür
ist." Matth. 24,32-33 Rüstet sich nicht ein
Volk wider das andere? Eine Revolution folgt der anderen. Herrschen nicht
gerade heute noch Hungersnöte und wie vermehrt kann dies da und dort
auftreten? Sind nicht Seuchen und Krankheiten aller Art vorhanden, die neu
auftreten und mit denen man nicht einfach fertig wird? Naturkatastrophen
treten vermehrt auf, Unglücksfälle, Erdbeben hin und wieder!
„Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die
Liebe in vielen erkalten." Matth. 24, 12 Die antichristliche Zeit mit
ihrer kennzeichnenden Ungerechtigkeit wird immer mehr hervortreten. „Und wie es geschah zu
den Zeiten Noahs, desgleichen wie es geschah zu den Zeiten Lots."
Essen und Trinken zeichnen diese Zeit, Freien und Freienlassen stechen
hervor. Und heute? Unzucht und Hurerei wird immer mehr werden. Seht doch
diese furchtbare Sexverpestung in und unter der Jugend und überall! (Anmerkung: War es nicht das Zeichen
Sodoms, daß sie an den Engeln Gottes, die sich bei Lot einfanden, ihre
Unzucht ausüben wollten! Siehe 1. Mose 19, 5) O merket auf, ihr Meine
Kinder! Denn gerade von einer solchen Zeit steht es geschrieben, daß der
Tag Meiner Wiederkunft nahe ist. „Und es werden sich viele falsche
Propheten erheben und werden viele verführen!" Matth. 24,11. Gehen
nicht viele Irrlehrer und Irrführer umher und sagen, da ist Christus und
dort ist Christus? Predigen sie nicht äußerliche Gebärden, äußerliches
Schaugepränge, wo doch das Reich Gottes, Ich Selbst, inwendig zu euch
kommen will? Predigen sie nicht, daß Ich schon zu diesem und jenem
Zeitpunkt gekommen sei? Verführen sie nicht die suchenden und
verlangenden Seelen? Nun werde Ich aber - wie
Ich es schon einmal in einer Botschaft gesagt habe - in Meiner göttlichen
Kraft und Allmacht, mit Macht und Herrlichkeit, sichtbar für alle Welt
erscheinen. Plötzlich werde ich da sein, um Meine Verheißungen und
Weissagungen zu erfüllen. Sehet, Mein Wort weist euch auf die
verschiedenen Zeichen hin in ganzer Wahrheit und Deutlichkeit. Ihr dürft
diese Zeichen nun mehr und mehr an all dem Geschehen erkennen, und seht,
wie sie immer mehr deutlicher hervortreten und hervorleuchten und sich
verstärken. Lasset eure Lampen
brennen! Ja, stehet fest im Glauben an Mein Wort, diese göttlichen
Oliven! Lasset euch nicht wankend machen, glaubet daran, lasset euer Herz
festigen, so werdet ihr immer mehr Öl gewinnen für eure Lampen, daß sie
noch heller brennen! Auch in die Krüglein werdet ihr Öl sammeln, so wie
ihr es brauchet. Ja, werdet kluge Jungfrauen, teure Brautseelen! Lasset
euch nun immer mehr vollenden! Und tut, wie Ich euch schon wiederholt
gesagt und euch ermahnt habe: Seid gleich den Menschen, die auf ihren
Herrn warten! Wenn Ich komme, will Ich
euch wachend finden, mit einem festen, treuen Glauben, mit brennender
Lampe. So nur, ihr Meine Kinder, wird eure Freude groß sein und Ich euch
zu Mir nehmen können. Ja, seid
k 1 u g e Jungfrauen!
Tut danach! Von den törichten Jungfrauen schreibt Mein Wort, daß sie vor
verschlossener Tür gestanden haben. Sie sind es, die träge waren, die
nicht getan haben, was Mein Wort sie lehrte. Und nun kommen sie zu spät.
Es ist dies ein Furchtbares: Zu spät! d. K. P. „Diese sind's, die
gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und
haben ihre Kleider hell gemacht im Blute des Lammes. Halleluja!, denn der
allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und fröhlich
sein und ihm die Ehre geben!, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen,
und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit
reiner und schöner Leinwand. Die köstliche Leinwand aber ist die
Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind,
die zum Abendmahl des Lammes berufen sind!"
Offenbarung 7, 14 und Offenbarung 19,
6-9 Das dürre Laub
fällt ab - Das Böse nimmt zu
Wahre Kinder Gottes machen
sich heute viele und ernste Gedanken über diese Zeit. Sie forschen in der
Schrift und betrachten diese Zeit und ihren Ablauf anhand des Wortes
Gottes, der heiligen Schrift. Kinder Gottes wissen, daß das Zeitgeschehen
und ganz bestimmte Zeichen der Zeit mit der Regentschaft Gottes in ursächlichem
Zusammenhang stehen. Sie wissen auch um die Auseinandersetzung zwischen
Licht und Finsternis. Und sie wissen weiter, daß diese Auseinandersetzung
letztlich auf dieser unserer Erde ausgetragen wird. Das auf Erden
begonnene Werk der Erlösung wird und will auch auf Erden vollendet
werden. Das geht nicht ohne Widerstand von seiten der Finsternismacht und
der ihr ergebenen Masse der Menschen ab. Kinder Gottes in dieser
Zeit wissen, daß sie in der Endphase der Endzeit leben, daß der Herr
nahe ist. Verschiedene Schriftstellen wollen zu uns reden und uns über
diese Zeit, diese Endzeit, mit den verschiedenen herausragenden
Erscheinungen, etwas sagen. Wir sind eingeladen, darüber ernstlich und
ernsthaft nachzudenken. Es hängt sehr viel davon ab, daß wir diese Zeit
auch recht erkennen. Denn nur durch ein rechtes Erkennen können auch die
rechten und richtigen Entscheidungen für unser ewiges Heil getroffen
werden. Und dies eine ist und tut besonders heute not! Darum wird ihnen Gott kräftige
Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden
alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der
Ungerechtigkeit." 2. Thess. 2,3-4,7-12 „Der Geist aber sagt
deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben
abtreten und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel
durch die, so in Heuchelei Lügen reden und Brandmale in ihrem Gewissen
haben." 1. Tim. 4,1 und 2 „Das sollst du aber wissen, daß in den
letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen
sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer,
den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, lieblos, unversöhnlich,
Verleumder, wild, ungütig, Verräter, Frevler, aufgeblasen, unkeusch, die
die Wollust mehr lieben denn Gott, die da haben den Schein eines
gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide. „Denn es wird alsdann
eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt
bisher und wie auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden
verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen
werden die Tage verkürzt!" Matth. 24,21-22. Nach diesen
Schriftstellen wird ganz besonders deutlich: 1. Der große Abfall vom Glauben 2. Die Zunahme der Bosheit 3. Die Abkürzung der Gnadenzeit In der heutigen Zeit kann
man vielfach das Wort und den Begriff „Prioritäten setzen", hören
und lesen. Man meint damit, unter vielen Aufgaben und Zielsetzungen, unter
verschiedenen Erfordernissen Vorrechte und Vorzugsrechte schaffen und einräumen.
Man sucht und wägt ab und räumt dann den am wichtigsten erscheinenden
Dingen und Aufgaben den Vorrang ein. Welchen Erstansprüchen
des Wortes Gottes sind wir gefolgt oder auch nicht gefolgt, sind wir
nachgekommen oder auch nicht nachgekommen, haben wir aufgegeben und
verlassen? Haben wir bei allen Notwendigkeiten des täglichen Lebens dem
Anspruch Gottes und den Forderungen Seines Wortes den Vorrang eingeräumt,
haben wir dieses Vorrecht in der Tat gelten lassen? Wir kennen doch alle
zu gut das Wort, das der Herr über den Sorgen über das Leben, über
Essen und Trinken, über des Leibes Kleidung ausgerufen hat: „Sollte Er
das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Die heilige Schrift sagt
hier ganz eindeutig: Trachtet am ersten ... Der lebendige Gott in und
durch Jesus Christus hat diesen Vorrang gesetzt. Und wir, die wir
geistlich sind, wir wissen, daß dies in dem Streit zwischen unserem
Fleisch und dem Geist diesen Vorzug, dieses Vorrecht haben muß. Wir
wissen, daß das ewige Leben vor dem vergänglichen zu stehen hat; wir
wissen, daß der Geist Vorzug vor dem Fleische hat. Man hat die von Gott
wohlweislich gesetzten Grenzsteine eigenmächtig versetzt und die von Gott
gezogenen Linien rücksichtslos verwischt! Man hat sich letztlich irdische
Ziele gesetzt und dabei das himmlische Ziel aus den Augen verloren. Obwohl
man weiß, daß wir hier kein bleibendes Zuhause haben, sucht man sich mit
viel Mühe und Anstrengung bleibend einzurichten; obwohl man genau weiß,
daß wir aus diesem Leben nichts Irdisches mitnehmen können, richtet man
viele Koffer her auf die letzte Reise. Obwohl man weiß und gewußt hat,
daß nur in der Gottseligkeit, in der Genügsamkeit zu gewinnen ist,
bereitet man sich durch fromme Gottlosigkeit Schaden und ewigen Verlust! Diese Zeit ist
gekennzeichnet durch Abfall aus den Reihen der Gläubigen. Abfallen kann
ja nur der, der einmal geglaubt hat. Lassen wir uns deshalb von dem da und
dort vorherrschenden Schein eines gottseligen Wesens, von der oft frommen
Betriebsamkeit, dem religiösen Vergnügen nicht täuschen! Die Kraft
verleugnen sie! Täuschen wir uns nicht über die ausgetrockneten und
verdorrten Reben am Weinstock, über die saftlosen und dürren Blätter am
Baum! Der Saft und die Kraft des Weinstocks fließt nicht mehr zu, der
Saft des Baumes dringt nicht mehr in das Blatt. Sie machen und
hinterlassen noch den Eindruck, wie wenn da noch eine Verbindung bestünde;
doch sie sind bereits abgestorben. Es bedarf nur noch eines leichten
Druckes, eines mehr oder weniger starken Windes und sie sind restlos gelöst
und abgefallen. Sehen wir es doch richtig:
Es wird der Lüge mehr geglaubt, es wird vom Glauben abgetreten. Wir leben
in der Zeit des Abfalls. Sehen wir deshalb diese Zeit
mit den Augen Gottes und im Spiegel des Wortes Gottes! Wir sind
schon in der Zeit des großen Abfalls! Täuschen wir uns nicht darüber
hinweg! Auch wenn diese Zeit noch durch mancherlei Segnungen und
Erweckungen durchbrochen wird, der Herr in der noch bestehenden Gnadenzeit
retten will, was sich retten läßt, - der Herr will ja, daß alle
Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen; und wir sind ja besonders
aufgerufen, dafür vermehrt gerade in dieser Zeit zu bitten - so ist doch
die Zeit des Abfalls da! Hören wir doch diese
Gotterklärungen in den Aussagen und im Verhalten derer an, die sich zu
einer unumschränkten Freiheit bekennen und die sagen, daß sie sich
selbst allein vorschreiben, was sie lassen und treiben wollen, die nur
tun, was ihre eigene, persönliche, höchste Instanz befiehlt. Eine darüber
stehende Autorität gibt es nicht, am wenigsten wird die Autorität Gottes
über sich anerkannt. Diese Menschen stellen sich doch schon jetzt als
eine Gottheit dar. Haben wir doch in der heiligen Schrift die Worte des
heiligen Geistes gelesen: „Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel
seid?" 1. Kor. 3,16 Sehen wir das oder können
wir das nicht sehen? Wer abgefallen ist, sich der Welt gleichgestellt hat,
Bestandteil und Wesen dieser Welt und ihres Geistes geworden ist, der
vermag es nicht zu erkennen, der hat kein Unterscheidungsvermögen, der
hat kein Empfinden mehr. Er unterscheidet sich ja nicht mehr. Und er ist
ja mit den Geistern in der Luft, dem Fürsten dieser Welt ein Herz und
eine Seele geworden, mit dieser Welt gleichförmig geworden. Nur wer
Abstand vom Wesen dieser Welt gewonnen hat, wer sich in das göttliche
Wesen hineingestalten lassen hat auf dem Wege der Heiligung durch den
heiligen Geist, der vermag zu sehen, zu erkennen, zu glauben, zu hoffen,
zu warten auf die Stunde des Herrn, getrieben durch den heiligen Geist. Ist diese Ausdehnung und
Festsetzung im Tempel Gottes im Menschen nicht eines der untrüglichsten
Zeichen der Endzeit? Dieser Abfall vom Glauben, die Aufkündigung des
Gehorsams gegen Gott, gegen Gottes Gebote, das Herrschenlassen des
Antichristen im Tempel Gottes im Menschen, zeigt das diese Zeit nicht ganz
deutlich auf? Der Abfall vom Glauben hat die Zunahme der Bosheit in
gewaltigem Umfange eingeleitet. Das ist nicht zu verkennen. Die Gottesverächter und
die Lauen - Letztere werden ja den Ersteren hinzugetan werden, wenn sie
nicht noch zur Buße und Umkehr kommen - können sich jetzt schon auf
diese Trübsalszeit vorbereiten. Mit der „Absetzung" Gottes werden
sie zwar einen kurzen, dafür bösen Ruhm und mit der Ablehnung des Wortes
Gottes in der Tat eine kleine Zeit scheinbaren Erfolg haben. Durch die
Zulassung Gottes werden sich ihre Bemühungen und Bestrebungen auszuweiten
suchen, bis zu der von Gott gesetzten Zeit und Stunde. Dann wird ihre ohnmächtige
Machtdemonstration, ihre eingebildete Herrschaft ein jähes Ende finden
durch das Erscheinen des Allmächtigen in Kraft und Herrlichkeit. Sehen wir uns doch diese
Verleumder, diese Lästerer an! Betrachten wir uns doch diese Frevler -
oft auch aus den Reihen der Gläubigen -, diese Frevler an der Sache und
den Zielen des Erlösers und der Erlösung! Sehen wir sie uns alle genau
an, sehen wir sie uns richtig an! Sehen wir uns doch auch diese nach der
Freßwelle, der Bauwelle und nach der Reisewelle hervorgetretene Sexwelle
einmal genau an. Ist dies nicht auch ein besonderes Kennzeichen dieser
Endzeit: „Sie lieben die Wollust mehr denn Gott!" Betrachten
wir uns doch dieses antichristliche Werk, diese antichristliche
Regentschaft im Tempel Gottes im Menschen. Auch wenn es uns mit Wehmut erfüllt,
so müssen wir, um diese Zeit herauszustellen, feststellen, daß dieses
Werk des Antichristen schon einen gewaltigen Umfang angenommen hat. Warum ist denn das
Verlangen nach großzügigen und freizügigen Predigern so groß? Die
Wahrheit will man nicht leiden, darum jucken die Ohren nach
„tragbaren" Predigern! Sehen wir doch auch das mit geöffneten
Augen! Wenn wir es nicht sehen können, kaufen wir uns doch beim Herrn die
angebotene Augensalbe! Offenbarung 3, 18 In diesem Tempel Gottes
richtet der Antichrist seine Macht auf und entfaltet seine teuflische
Herrlichkeit, macht sich dann letztlich zur Krönung offenbar. Machen wir
uns ja nichts vor! Wir werden nur bewahrt, wenn der Feind keinerlei Recht
und Macht an uns hat, wenn wir uns ganz dem Herrn hingegeben haben und völlig
mit Seinem heiligen Geiste erfüllt sind. Dann kann Er sich an uns
verherrlichen, Seine ganzen Verheißungen an uns erfüllen und einlösen,
wenn Seine Stunde gekommen ist. „Sie lieben die Wollust mehr denn
Gott!" An anderer Stelle haben wir auf ein Wort des Herrn aufmerksam
gemacht, das verdient, an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang noch
einmal erwähnt zu werden. Als die sogenannte „freie Liebe"
geduldet und auch gepredigt worden ist, hat der Herr im Jahre 1938 das
folgende Wort gegeben: Wehe, wenn diese Saat, die
jetzt gesät wird, aufgeht! Es wird eine schreckliche Ernte werden. Darum,
ihr meine Kinder, bleibet fest an Meinem Worte und laßt euch helfen! Denn
es kommt die Zeit, wo allen, die jetzt nicht ernst machen, die Festigkeit
fehlt, die sie brauchen, um in dieser Zeit bestehen zu können. Auf der
einen Seite wird es eine böse, arge Zeit werden; aber auf der anderen
Seite ist es eine hohe, heilige Zeit der Zeiten, wo Meine Kinder können
eine Reife erlangen und einen Überwindergrad, wie nie zuvor und nie
nachher es mehr möglich sein wird. Dem gegenüber steht heute
die Belehrung und Förderung der Lustempfindung und Begierdenerfüllung
sehr offen und freizügig in Bild und Wort. Sie werden als sehr
erstrebenswerte Dinge hingestellt, und der Makel der Sünde wird ihnen
genommen. Bei vielen hinterläßt dies den Eindruck, daß sie Versäumtes
nachzuholen haben; bei anderen wiederum entsteht eine gewisse Torschlußsituation,
ja nichts zu versäumen. Sie drängen und drängeln sich nur so danach. Die Kraft des Evangeliums
wird, ohne daß sie erprobt worden wäre, geleugnet. Die Kraft des Blutes,
die Kraft des Kreuzes, die Kraft der Auferstehung und die Kraft des
heiligen Geistes werden verleugnet! Steht nicht geschrieben: „Habe deine
Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünschet!"? Psalm
37,4 - Ist dies nicht das beste Mittel, die vielen Wünsche des Herzens zu
stillen? Ist dies nicht auch ein gutes Mittel gegen Überdruß, Abscheu
und Selbstmordgedanken? Sexualwissenschaftler sind
aber auch der Meinung, daß die Entblößung der Frauen, beispielsweise
auch in der heutigen Mini-Mode, unter diese Abart einzureihen, dem
Exhibitionismus zuzurechnen ist. Hinzu kommt aus der Sicht der heiligen
Schrift und der Sicht gebundener Menschen, daß diese Art zu Gedanken und
Taten der Unzucht, der Wollust, zur Appetitanregung zum
Geschlechtsverkehr, zu Ehebruch (Matth. 5,28), zu Selbstbefriedigung und
vielem anderem mehr anreizt und verführt. Man fragt sich bei diesem
Erinnern, was sich wohl in unserer Zeit tun wird? Wird sich ähnliches
ereignen? Können wir bei dieser sittlichen Auflösung und Verwahrlosung
das Aas erkennen, über dem schon die Geier schweben? An ein Wort des
Herrn werde ich erinnert, das Er vor mehr als hundert Jahren gegeben hat:
„Aber so sind die Menschen und zwar zuerst die Weiber. Durch den zweiten
Mißbrauch ihres freien Willens sind sie in alle Sinnlichkeit versunken,
haben ihren teils schöneren Leib in Hülle und Fülle aufzuputzen
angefangen und sind stolz und unwillig aus ihrer Selbstsucht
geworden. Laßt euch darum nicht
verlocken von den blinden und trügerischen Reizen der Welt, sondern seid
allezeit nüchtern und schätzet den Wert der Welt richtig; gebet nicht
Gold und Perlen, die ihr aus den Himmeln empfangen habt, für die
Torheiten der Welt, so werdet ihr untereinander stets Frieden haben und
den Himmel vor euch offen sehen! Werdet ihr aber euch wieder von den
Reizen der Welt gefangennehmen lassen, so werdet ihr es euch selbst
zuzuschreiben haben, wenn der Himmel vor euch fester und fester sich
verschließen wird. Denn es ist nicht möglich, daß jemand, der mit
Wohlgefallen in was immer an der Welt hängt, zu gleicher Zeit stehen könnte
in der segnenden Verbindung mit dem Himmel. Es ist eine Zeit, in der
das Wort von der Heiligung ganz besonders herausgestellt werden muß. Wie
steht es doch geschrieben!: „Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und
der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird, und sehet darauf,
daß nicht jemand Gottes Gnade versäume!" Hebräer 12,14 und 15 - Daß
niemand Gottes Gnade versäume! Und dies ist besonders wichtig in dieser
Zeit, wo die Heilszeit plötzlich ihrem Ende entgegengehen, die Gnadenzeit
vorübergehen kann. Wir vernehmen immer
wieder, wie Kinder Gottes durch diese antichristlichen Erscheinungen
dieser Zeit in arge Bedrängnis geraten und nach dem Herrn rufen und
schreien. Wie viele fühlen sich belästigt und in der fromm scheinenden
Umgebung nicht mehr wohl! Und der Herr wird die Seinen - wie es die
Schrift sagt und wir auf dem Wege der Nachfolge unter mancherlei Nöten
und Schwierigkeiten erfahren haben - nicht dem Rachen der Hölle überlassen!
Nie und nimmer! Verfolgen wir aufmerksam
die Zeichen der Zeit, wie sie uns der Herr selbst gegeben hat! Das hilft
auch unserem Wachen und Warten auf, und wir finden darin die belebende
Grundlage. Wir wissen, daß der Zeitpunkt Seines Kommens von der
Zusammenballung zwischen Licht und Finsternis abhängig ist, die sich auch
auf Erden darstellt, von dem Griff nach den Auserwählten, die Sein plötzliches
Kommen und Eingreifen erforderlich machen. „Meine Kinder, ja tut,
wie euch Mein Wort sagt und wie ihr von Mir gehört habt! Denn mit
Riesenschritten kommt es auf euch alle zu. Da gilt es, in der Waffenrüstung
bleiben und so zu tun, wie euch gesagt worden ist, damit Ich dann auch an
euch tun kann, wie ihr's gehört habt. Ja, es gilt nun, sich immer mehr zu
verschließen vor dem, was von unten kommt; und immer mehr sich
auszustrecken zu dem, was von oben kommt, was Ich euch bereitet habe. Tut
nach dem, wie Ich zu euch geredet habe, damit Ich an euch tun kann, wie es
für euch not (tut), und wie ihr so gerne möchtet. Ich habe es euch ja in
einer Meiner letzten Botschaften ganz klar gesagt und es auch
niederschreiben lassen: Und nun bist du auf den Plan getreten, aber auch
Ich! Und an all dem, was jetzt geschieht und was noch weit mehr
hervorkommen und geschehen wird, erkennet ihr, wie wahr Ich geredet habe.
Ihr werdet auch die Wichtigkeit erkennen, so zu tun, wie es euch Mein Wort
sagt, wie Ich es auch in den Botschaften deutlich gesagt habe. Beachtet
eins ganz besonders: Jetzt in dieser Zeit, gerade jetzt wird es sich klar
herausstellen, wer Mein Kind ist und nicht. Die Meinen, die sich von
ganzem Herzen zu Mir halten und sich bereit machen lassen, werden täglich
immer lauter rufen, je mehr es hier drunter und drüber geht: Herr Jesu,
komme bald! Je mehr sich die Bosheit hervorhebt, je mehr es vom
Erschrecken ins Wundern, vom Kopfschütteln ins Entsetzen geht, je mehr
steigert sich bei den Meinen das innige Verlangen nach Meinem Kommen. Und
je mehr ihr innig zu Mir rufen werdet, je mehr werdet ihr auch zu Mir
hinanreifen. Meine Getreuen werden Mich
kommen sehen, wie Ich damals emporgefahren bin und werden sich freuen; die
anderen aber werden wehklagen und schreien. Bei Meinem Kommen und Nahesein
werden sie sich umso mehr erkennen und sie werden versuchen, sich zu
verstecken und werden's nicht können. Da werden viele rufen: Ihr Felsen
und Berge fallet über uns und bedecket uns! Vor Angst und Schrecken
werden sie fliehen wollen und nirgends eine Deckung vor Mir finden. Die
Zeit wird sich noch mehr verschlimmern und so ausprägen, daß Ich die
Tage verkürzen muß, um der Meinen willen. Diese Zeit fordert von euch
und all den wahren Meinen ein aufrichtiges Wollen, eine völlige Übergabe,
eine völlige Entscheidung: Entweder ganz für Mich oder gegen Mich! Alles andere
hilft nicht mehr! Mein Frieden
und Segen sei mit euch. Amen.« Werden wir denn nicht im
Glauben und Vertrauen gestärkt, werden wir denn nicht von Seiner väterlichen
Liebe und Güte umsorgt? Er will, daß wir das Ziel erreichen, an Seinem
Tag nicht vor verschlossener Tür stehen müssen. Öffnen wir doch unsere
Herzen weit Seinem Wort! Wollen wir zu denen gehören, von denen gesagt
wird: „Sie wollten's nicht glauben"? „Meine Kinder, ja, ihr tut
gut daran, wenn ihr in all dem Geschehen, was vor euren Augen ist und was
noch kommt, euch fest an Mich haltet. Ihr dürft nun erkennen,
wie all das Offenbarte hereinbricht, und so ihr von ganzem Herzen an Mir
bleibt und gehorsam seid, so wird sich für euch noch viel mehr das erfüllen,
was Ich euch und all den Meinen verheißen habe. Darum seid getreu! Stehet
fest! Denket in diesen Stunden daran, daß euch dies alles gesagt worden
ist, damit ihr nicht Opfer der Angst und Furcht, der Not und Unruhe
werdet, sondern euer Glaube umso mehr erstarke in dem heiligen Wissen und
in der Erfahrung: Er, der uns auf das alles hingewiesen, uns das alles
zuvor gesagt hat in voller Wahrheit, der hat aber auch gesagt, daß Er der
Seinen Sicherheit und Zuflucht ist, die Seinen zu beschützen weiß und
bewahren will! Denket doch auch zurück
an die vergangenen Zeiten! Habe Ich euch da nicht auch alles vorher gesagt
und gesagt, wie es auch gekommen ist? Denket doch auch an die Trübsale
und Nöte, an die Verfolgungen, an die Gefängniszeiten! Habe Ich euch da
nicht hindurchgebracht und Mich an euch verherrlicht, als Meine Stunde
gekommen war? Wie oft ist doch die Vernichtung angedroht worden! Und wo
sind sie geblieben, die solches androhten? Und so ist und wird es auch
jetzt sein! Ich habe noch weit mehr Mittel, den Meinen zu helfen. Ich kann
auch dann noch helfen, wenn die Hölle ihren Rachen auftut, um die Meinen
zu verschlingen. Ja gerade dann, wenn dieser aufgerissene Rachen sich
schließen möchte, gerade dann, in diesem Augenblick, kann Ich wie der
Blitz die Meinen in Sicherheit bringen! Lernet das bedenken! Darum rufe
Ich euch zu: Sorget nicht, sondern vertrauet Mir von ganzem Herzen! Ihr,
die ihr's miterlebt und durchlebt habt, ihr wisset, daß Ich heute noch
Derselbe bin, Der bin, Dem kein Ding unmöglich ist. An euch ist es, daß ihr
tapfer und treu und gehorsam bleibt; das ist die Hauptsache. Ich habe euch
schon lange zuvor gesagt: Es wird eine böse Zeit, eine schwere Zeit
kommen, wie ihr sie jetzt schon sehen und erleben müßt; und es wird noch
viel schwieriger werden. Zu Beginn dieses Jahres habe Ich es euch schon
gesagt, daß Ich euch nicht mehr offenbaren kann, um der Schwachen willen
unter euch; denn ihr würdet vor Angst und Grauen vergehen. Diese Zeit ist eine
besonders böse Zeit. Für die Meinen eine heilige, hohe Zeit; denn es
wird ihnen Gelegenheit gegeben, ihre Treue zu beweisen. Meine wahren
Kinder, die sich jetzt in dieser Zeit gehorsam an Mein Wort halten und
danach tun, die dürfen eine Reife erlangen, wie sie selbst sich nicht
vorstellen können. Diese Zeit ist ja geweissagt und geprophezeit, und es
wird das alles hervortreten und sich erfüllen. Es wird eine Zeit, wo sich
die Geister trennen; die einen zur Rechten, die anderen zur Linken. Da
wird das Licht mächtig siegreich sein über die Macht der Finsternis, und
das Licht wird seine Siege feiern und wird hindurchdringen durch alle
Finsternis. Da gibt es nichts, was sich vor Meinem Lichte verstecken könnte. Die Meinen dürfen mit Mir
eingehen dorthin, wo eine überschwengliche Herrlichkeit für sie bereit
ist. Die Halben und Weichlinge aber werden das Reich Gottes nicht
gewinnen. Denket daran, daß es ein Kampf zwischen Licht und Finsternis
ist und daß auch das alles zugelassen ist und wird, um Meinen Sieg umso
deutlicher herauszustellen! Und da und dort will das Licht auch seine
Siege feiern in den Meinen, bei den Echten und Wahren, bei Meinen ganz
Getreuen. Strecket euch umso mehr nach dem aus, was droben ist, - so wie
es euch Mein Wort ganz klar und deutlich sagt: Trachtet am ersten nach dem
Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere
zufallen! Haltet fest an Meinem Wort! Seht, den Aufrichtigen
lasse Ich es gelingen! Ja, wohl all denen, die aufrichtig sind und nur das
Eine wollen: Das Ziel, den Sieg erlangen! Das stinkende
Aas
„Wo aber ein Aas ist, da
sammeln sich die Geier°`. Dieses Wort aus dem Munde Jesu können wir in
Matth. Kap. 24, Vers 28, nachlesen. Dieses Wort steht im Zusammenhang mit
der angekündigten Wiederkunft Jesu Christi. Es steht auch im Zusammenhang
von mehreren und verschiedenen Zeichen, die diese Wiederkunft Jesu
anzeigen wollen. Sehr deutlich reden diese damals ausgesprochenen Zeichen
gerade heute zu uns. Sie sind so deutlich herausgetreten und reden so unmißverständlich
zu uns, daß sie geradezu verbieten zu schlafen und uns zwingen zu wachen
und zu beten; und das mehr denn je! Die Zeit eilt mit
Riesenschritten! Kriege und Kriegsgeschrei, Kriegsdrohungen sind trotz
Friedensbeteuerungen sehr häufig. Empörungen und Aufruhr, Revolutionen
sind reichlich in Erscheinung getreten, Seuchen treten vermehrt auf, von
Erdbeben hört man immer wieder. Der Feigenbaum, das wiedererstandene
Israel, wird saftig und treibt Blätter und wirft Schatten (Matth. 24,
32). Und wir haben vom Herrn dabei gesagt bekommen, daß dann der Sommer
nahe ist. „Wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür
ist." Matth. 24, 33 Wir werden dabei merken,
daß es ein wichtiges Zeichen der Zeit ist, das unbedingt zu beachten ist.
Wir werden dabei auch merken, daß die Wiederkunft Jesu Christi, aber auch
die Gottesgerichte sehr nahe sind. „Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich
die Geier!" Was meint das? Es ist ein Geschehen, das sich täglich im
Lebensbereich der Tierwelt ereignet: Eine frei, und doch in mannigfaltigen
Ängsten lebende Kreatur wird von einem beutehungrigen Tier gejagt
und gerissen und kommt - je nach Art des beutemachenden Tieres - über
kurz oder lang zu Tode, wird dadurch zum Aas, zur Tierleiche, wie wir
heute zu sagen pflegen. Nach gestilltem Hunger des beutemachenden Tieres
bleiben Reste, von denen wir je nach der Liegedauer von einem frischen
oder stinkenden Aas reden. Durch Krankheit oder Alter geschieht dies oft
gleichermaßen. Beim Fliegen läßt der
Geier seinen Blick nach allen Seiten schweifen, bis er seinen Fund
entdeckt hat. In einer Schraubenlinie dreht er über seinem Fund und kommt
so immer tiefer herunter auf das Aas. Im menschlichen Lebensbereich finden
wir etwas durchaus ähnliches. Wie wird man da zum Aas und zu einem Fund für
hungrige Geier? Auch der Mensch hat seinen Feind oder seine Feinde, die
ihn zu Tode bringen. Das ist oft von einer Tragweite und einer Tragik mit
oft sehr traurigen Folgen. Wer mit Menschen und dieser ihrer Not schon zu
tun gehabt hat, der weiß davon zu sagen. Auch der freie Mensch wird von
seinem Feind gejagt, und wir finden da ein ähnliches Beutemachen, wie im
Bereich der Tierwelt. Es mutet uns sehr
leichtfertig und unverständlich an, wenn eine Maus sich mit ihrem größten
Feind, der Katze, in ein Spiel einläßt. Und doch verhalten wir Menschen
uns nicht anders, wenn wir uns in ein Spiel mit dem Feind unseres Lebens,
in ein Spiel mit der Sünde einlassen. Allein schon das selbstsichere
Verhalten, so zu tun, wie wenn es diesen Feind nicht gäbe, wie wenn er
gar nicht vorhanden, wenn das alles gar nicht so schlimm wäre, läßt uns
dieser Maus gleichen. Das Wort Gottes ruft uns in die Lebensgemeinschaft
mit dem Herrn, zu dem ewigen Leben. Ganz deutlich vernehmen wir vom Kreuze
von Golgatha her die Worte: „Mich dürstet!" Joh. 19,28 - Auch
jenes andere Wort, das der Herr gesagt hat, lädt ein: „Kommet her zu
Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!"
Matth. 11,28 - Diese Worte stehen nach wie vor in Zeit und Raum und
bezeugen die Sehnsucht und die Einladung des lebendigen, geoffenbarten
Gottes. Leben oder Tod! „Ich
habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, daß du das Leben erwählest,
daß du und deine Nachkommen leben möget", so läßt uns der Herr wählen,
wie wir aus 5. Mose 30,19 entnehmen. Was haben wir erwählt? Haben wir das
Leben und stehen damit unter dem Segen oder haben wir den Tod gewählt und
stehen damit unter dem Fluch? Die ganze Welt ist durch
das Kreuz von Golgatha zum Leben gerufen, aufgerufen, das durch Jesus
Christus geoffenbarte Leben zu nehmen, anzunehmen, zu glauben, damit
niemand verlorengeht. Viele daraus sind berufen, sind angerufen, sich zu
verändern und in der Heiligung zu erneuern durch den heiligen Geist. Was
ist daraus geworden, und was damit geschehen, was ist davon übriggeblieben?
Etwa ein Lippenbekenntnis? (Matth. 15,8 und Jesaja 29,13) Das Herz aber
ist ferne davon! In Matth. 5,13 sagt der
Herr dann weiter: (Das dumm gewordene Salz) es ist hinfort zu nichts nütze,
denn daß man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten!« Zu
nichts mehr nütze! Nur noch zum Wegwerfen, zum Zertreten! Ist und soll
das unser Los sein? Habt Salz bei euch, so ermahnt uns der Herr. Was hat
nun das Salz für eine Aufgabe? Im Haushalt und bei der Zubereitung der
Speisen wissen wir aus Erfahrung, daß das Salz einer Speise erst die
rechte Würze gibt, in der richtigen Menge sie erst schmackhaft macht. Bei
der Haltbarmachung von Lebensmitteln, insbesondere von Fisch und Fleisch,
wissen wir ebenfalls, daß das Salz das Fleisch vor der Verwesung und der
Fäulnis schützt. Manche benutzen das Salz als Badezusatz, um der Müdigkeit
abzuhelfen; andere wiederum gebrauchen es, um Entzündungen im Hals
entgegenzuwirken oder ihnen gar abzuhelfen. Für vielerlei läßt sich das
Salz in dieser Weise verwenden. Diese Fäulnis des
Fleisches, diese Verwesung des Fleisches in den Gemeinden, dazu die Toten
im Unglauben, das ist das Aas dieser Zeit! Menschen, von der Sünde und
dem Unglauben zum Tode gezeichnet, prägen ein besonderes Kennzeichen
dieser Endzeit. Lebende Leichname! Lebende Tote! Lebendes Aas! Betrachten
wir uns doch die allbekannten Alkohol-Leichen, die gefärbten
Mode-Leichen! Betrachten wir die neuerdings so zahlreichen und oft so
jungen Leichen der Rauschgiftsucht; betrachten wir die Leichen, die durch
den Sex gezeichnet und ruiniert sind; betrachten wir diese
Wohlstandsleichen, denen das Fressen ins Gesicht und auf den Leib
geschrieben ist! Betrachten wir jene, denen die Gier nach Geld und Ruhm
anzusehen ist! Betrachten wir die und andere Leichen, damit wir das Aas
sehen können. Jene, die die Propheten
des Herrn verfolgen; jene, die das Evangelium ausrotten wollen; auch jene,
die treue Jünger und Jüngerinnen des Herrn verfolgen und meinen, Gott
damit einen Dienst zu tun, auch jene sind Aas. Lies dazu auch die Schrift
in 2. Könige 9,36 und 37: „Es ist, was der Herr geredet hat durch
seinen Knecht Elia, den Thisbiter, uns gesagt: Auf dem Acker Isebels
sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen; und das Aas Isebels soll wie
Kot auf dem Felde sein!" Wie zeichnet der Herr
durch den Propheten die zum Gericht heraufziehenden Chaldäer: „Ihre
Reiter ziehen in großen Haufen von ferne daher, als flögen sie, wie die
Geier eilen zum Aas!" Habakuk 1,1-8 Leichen des Fleisches, Leichen
der Sünde, Leichen der Gottlosigkeit, Leichen durch Abfall gezeichnet -
Aas im umfassendsten Sinne! Es mutet uns eigenartig an, gerade in diesen
Tagen in Berichten aus Indien lesen zu müssen: „Geier auf Massengräbern!
Die Cholera-Epidemie kostete bislang Tausenden von ostpakistanischen Flüchtlingen
das Leben. In Krischnagar, wo in einem nur dürftig zugeschütteten Grab
150 Leichen liegen, sitzen die Geier und die Raben auf den Grabhügeln und
versuchen, die Leichen auszuscharren! Worte aus der heiligen
Schrift! Den Feldtieren und den Vögeln zum Fraß hingeworfen, daß sie
satt werden. - Diese Zeichen deuten das große Gericht an, von dem uns die
Schrift ganz deutlich sagt. „Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die
Geier!" So sagt uns der Herr, und Er bringt gerade dieses Wort im
Zusammenhang mit Seiner Zukunft oder Wiederkunft. „Denn gleich wie der
Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch
sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich
die Geier!" Wollen wir doch darüber
nachdenken und uns prüfen und lesen, was der Herr zuvor noch zu sagen
hat! Noch ist Gnadenzeit, noch ist Heilszeit. Wollen wir doch diese Zeit
recht nutzen! Lassen wir uns ja nicht vertrösten und einschläfern von
den gegenteiligen Beteuerungen dieser Welt! Glauben wir dem Wort der
heiligen Schrift; glauben wir mehr denn je diesem Himmel und Erde überdauernden
Wort des Herrn! Lassen wir die Aussagen der Schrift wichtiger sein als die
Kommentare von Zeitschriften und vieler sonstiger Meinungen! Der Herr will
uns durch Sein Wort segnen und stärken. Lassen wir uns segnen, damit das
Leben in uns bleiben kann, und wir nicht lau werden oder gar dem Tode
verfallen. Und für manchen, der sich
noch nicht für Mich entschieden hat, könnte es auch das letzte Mal sein,
daß Ich bei ihm anklopfe. Ja, noch stehe Ich vor der Herzenstür als
Bettler. Noch bettle Ich an den Türen der Herzen. Und wohl dem, der Mir
freudig aufmacht und Mich einläßt; wohl dem, der Mich aufnimmt! Ja, wohl
jedem einzelnen, der Mir jetzt noch, als dem Bettler vor seiner Herzenstür,
öffnet und Mich aufnimmt! Wohl jeder Seele, wohl euch, so dies tief im
Herzen bewegt wird! Denn bald werde Ich kommen als Richter und werde Mein
Gericht halten in Meiner ganzen göttlichen Vollmacht. Kinder Meiner
Liebe, ihr dürft ja durch Meine Gnade und Leitung erkennen, daß die Zeit
der Entscheidung da ist. Bald werdet ihr es auch erfahren. Darum nützet
die Zeit! Tut, wie Ich zu euch geredet, damit Ich dann an euch tun kann,
so wie Ich verheißen habe. Doch prüfet euch alle,
wie es um euch steht, und gebet acht auf euch selbst! Denn mehr denn je
ist der Feind hinter euch her und all den Meinen. Denn er weiß, um was es
jetzt geht. Darum Gebet acht auf euch selbst! Tut, wie Ich zu euch gesagt
habe! Nur so werdet ihr dann rechte Freude in Mir und durch Mich haben.
Euch ist viel anvertraut und viel gegeben worden, von euch wird auch viel
verlangt. Ihr, die ihr zu Mir gezogen worden seid, für euch gilt es mehr
denn je, nicht nur Worte zu machen, sondern nach Meinem Wort und Willen zu
tun und zu wandeln. Ja, ihr seid teuer erkauft
und innig geliebt! Das verpflichtet. O, ihr Meine geliebten Kinder, freuet
euch, wenn Ich euch nun so ausziehe und am Ausziehen bin von allem, was
Mir hinderlich ist an euch. Ich will euch durch die völlige Heiligung zum
Ziele führen. Und es ist h
ö c h s t e Zeit! Denket daran, daß es
Gnade ist; daß es eine hohe Gnade ist! Diese Gnade verpflichtet vor allen
Dingen, ein rechtes Vorbild in allem zu sein, seine Aufgabe und
Verantwortung n i e
außer acht zu lassen, nach Meinem Wort zu wandeln und nach Meinem
Willen zu tun. Denn ohne die Heiligung wird niemand zu Mir in Meine nächste
Nähe kommen. Bedenket das und lernet daraus! Ich weiß, in welchen Kampf
ihr gestellt seid und wie der Widersacher und Feind hinter euch her ist.
Ja er weiß, welche Zeit es ist, und er sucht sie auszunützen. Der Feind
liegt immer lauernd mit seinen Helfern umher, um gerade Meine begnadeten
Kinder in Schmutz und Sünde, in niederträchtige Gedanken zu ziehen.
Darum lernet bedenken und erkennen, um was geht! d. K. P. Wenn wir diese Zeit
betrachten, dann erkennen wir und wir hören es ja auch immer und immer
wieder, daß sie von den Bemühungen um höheren Lebensstandard, um
besseres, noch besseres Wohlergehen geprägt ist. Wie viele haben sich
diesem Streben verschrieben, und wie viel mehr hangen diesem Sog an und
folgen mit Lust und Begierde nach! „Aber gleichwie es zu der Zeit Noahs
war, also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein. Denn gleichwie
sie waren in den Tagen vor der Sündflut - sie aßen, sie tranken, sie
freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche
einging; und sie achtetens nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle
dahin -, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes!" Matth.
24, 37-39 Und nichts scheint diesen
Gang der Dinge aufhalten zu wollen. Das war ja immer schon so. Man sagt:
Das Alte ist verstaubt und überholt. Angestrengt wird nach Neuem, nach
Besserem gesucht; freizügig und ungebunden, ohne Vorschriften will man
leben und sich nicht dreinreden lassen. Nichts scheint das aufhalten zu
wollen. Doch! Die Predigt vom Ende sagt es. Doch wiederum: sie achtens
nicht, wie einst bei Noah! „Meine Kinder, erhebet
eure Häupter, denn es nahet sich der Tag! O kaufet diese Zeit aus, die
euch noch geschenkt ist! Seht einmal genau hin, wie es auf Erden aussieht!
Was für ein Sündenbabel da und dort und überall! Es stinkt überall.
Wie sagt euch Mein Wort: „Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die
Geier!` Und dieses Aas ist schon faul und verbreitet seinen Geruch! Darum
gilt es für euch und die wahren Meinen: Erhebet eure Häupter, denn es
nahet sich der Tag! Aber was wird das alles
noch für markerschütternde Verzweiflungsrufe an den Tag bringen! Und Ich
muß es zulassen bis zu einem bestimmten Grad. Sie müssen erkennen, nach
was sie sich gesehnt haben und was nun daraus geworden ist. Sie müssen
innewerden, daß sie sich von Mir haben wegreißen lassen und in die Hände
der Verderber gegeben haben. Und was diese Irreführer säen, das müssen
sie dann auch ernten. Die nun immer mehr
hereinbrechende und immer schlimmer werdende Trübsalshitze könnt ihr
euch nicht vorstellen. Und darum, ihr Meine Kinder, bleibet in Meiner
Liebe! Behaltet, was ihr habt, und suchet, es durch Treue und Hingabe noch
mehr zu festigen und hinanzureifen im Guten! Die Meinen, die Mir treu sind
und für Mich stehen, weiß Ich ja zu beschützen und zu führen. Für sie
ist auch das Letzte nicht Leid, sondern unaussprechliche Freude. Ich kann
euch nur immer wieder darauf hinweisen: Behaltet, was ihr habt, damit euch
niemand eure Krone nehme! Bleibet in Meiner Liebe; denn wer in der Liebe
bleibt und ist, der ist in Mir und Ich in ihm. Wohl denen, die nach Meinem
Worte tun und sich helfen lassen! Ihnen wird Freude die Fülle. Sie werden
reich gesegnet sein für alles, was sie hier drangegeben haben, um bei Mir
zu sein; sie werden frohlocken und jubeln und preisen. Für die anderen aber, die
es sich haben nehmen lassen oder sich nicht haben helfen lassen, wird es
neben den schlimmen Qualen der Hölle ein unbeschreiblicher Schmerz und
eine nicht enden wollende Selbstanklage sein, wenn sie die Freuden der
Heiligen und Vollendeten mitanhören und dabei erkennen müssen, was sie
sich versäumt haben. Diese Erde ist ja die Stätte, wo aus Sündern durch
Meinen Geist und Meine Gnade Gottes Kinder werden. Wohl allen denen, die
diese Gnade annehmen und sich erretten lassen, all das Irdische, alle Sünde
und böse Lust überwinden und ein Leben zu Meiner Ehre, ein Leben der
Heiligung leben! Denn niemand kann sagen, daß er an Mich und Mein Wort
glaubt, wenn er noch in der Sünde verloren ist oder droht, verloren zu
gehen. Nur die sind die wahrhaft Meinen, die Täter Meines Wortes sind und
im Gehorsam diese Wege gehen, wie Mein Wort sie lehrt. Lernet das bedenken und
lernet es in der Tiefe erkennen! Ihr sehet es an den Zeichen der Zeit, um
welche Stunde es ist. Die Zeichen der Zeit sagen und zeigen euch, daß es
sehr nahe herbeigekommen ist, was Ich euch gesagt habe. Darum nützet die
Zeit aus und freuet euch! Was Meine Getreuen bei Mir erwartet, ist weit
mehr als das, was blinde Menschen von Leidenschaften und Begierden
erhoffen und erwarten. Mein Geist führt in die Freiheit, in den Frieden
und in die Freude; Leidenschaften und Begierden aber führen in die
Knechtschaft und in die Sklaverei. Den Leidenschaften verfallen sein heißt,
der Finsternis angehören. Bittet immer mehr, daß
euch Mein heiliger Geist leiten kann! Und ihr wisset um die kommende Zeit.
Ich (möchte) Raum in euren Herzen! Bittet immer mehr um Meinen heiligen
Geist! Öffnet Ihm eure Herzen, daß Er Raum in euch bekommt, damit Er
wirken und euch in die Tiefe der Wahrheit leiten kann. Und ihr wisset um
die kommende Zeit. Ich habe es euch gesagt, damit ihr euch immer mehr
bereit haltet und eure Lampen brennen lasset, licht und hell. Euer Ruf
soll immer wieder zu Mir entgegengehen: Ja komme
bald, Herr Jesus! Dieses Mein Kommen ist von
verschiedenen Geschehen abhängig und darauf eingestellt. Vor allem ist es
unbedingt wichtig, daß Ich euch wachend und mit brennender Lampe, mit
liebendem, wachendem Herzen finden mag.
O sehet zu, daß keins von euch zurückbleiben muß. Tut, wie Ich
zu euch geredet habe! Denn es kommt auf euer Bereitsein an. Es ist vor
allem nötig, daß ihr eure Herzen von allem löset, was ihr besitzet, es
so besitzet, daß ihr es in jeder Sekunde, in jedem Augenblick drangeben könnt.
Euer Herz soll nicht mehr am Vergänglichen hängen, sondern soll von
inniger und heißer Liebe und Sehnsucht, von rechtem Heimweh nach Mir erfüllt
sein. Und aus diesem Herzen kommt auch der Ruf: Herr Jesus, komme bald! Alle, die noch mit Irdischem belastet sind und ihre Herzen daran hängen, können nicht mitkommen. Die Erde hält sie noch fest, weil sie sich nicht von all dem haben befreien lassen; sie können sich deswegen nicht aufschwingen zu Mir. Ich will euch nicht verlassen noch versäumen, so ihr tut, wie Ich euch gesagt habe. Seid immer mehr, jeden Tag, jede Stunde in der Wartestellung, denn ihr wisset ja, wie es geschrieben steht: „An dem Tage, wer auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem Hause, der steige nicht hernieder, ihn zu holen. Desgleichen wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm ist. Gedenket an des Lot Weib! Ich sage euch: In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden. Ich habe euch lieb und will nur euer Bestes. Mein Frieden und Segen sei mit euch! Amen." d.
K. P. Zwei werden mahlen
miteinander; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden. Zwei
werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird
verlassen werden!` Luk. 17,31-32 und 34-36 - Einer wird vom Felde
mitgenommen, der andere bleibt; einer wird angenommen, der andere schläft
weiter und bleibt zurück! Deshalb muß Ich auch jetzt noch so manches
zulassen, damit noch viele Verlangen bekommen, gerettet zu werden; daß
die Sehnsucht vieler nach Mir und Meinem Reiche immer größer wird. Auch
deshalb muß Ich noch so manches zulassen, damit noch viele erkennen, wie
töricht es ist, sich an das Vergängliche zu hängen. Das alles soll sie
zu der Erkenntnis bringen, daß sie sich selbst das größte Leid zufügen
würden, wenn sie Gebundene bleiben. Ich möchte alle dahin bringen, daß
sie sich helfen lassen. Die aber dennoch an dem Irdischen hängen oder hängen
bleiben, werden furchtbare Not und Trübsal erleiden, wie es noch nie war
und auch nie wieder sein wird. ,Sollte aber Gott nicht auch retten seine
Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er`s mit ihnen
verziehen? Ich sage euch: Er wird sie
erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst
du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?!" Lukas 18,7-8 - Was
wird dann ein Geschrei, ein Rufen, ein Weh, ein Jammern, ein Weinen sein,
wenn zu Meiner Stunde die wahrhaft Meinen entrückt werden und die anderen
zurückbleiben müssen in der mit Macht hereinbrechenden Trübsal! Für
sie wird es dann zu spät sein. Denn sie sind es, die nicht hören und
sich nicht helfen lassen wollten; denn sie haben Meine Gnade, Meine Liebe
und Hilfe ausgeschlagen. Sie müssen dann sehen, wie es ihnen ergeht. Und
bei all den Wehen und der Trübsal, die über die Erde gehen werden, müssen
sie innewerden, wie nichtig all das Irdische ist. Weitere Schriften von Käthe
Pfirrmann: „Ich habe Jesus Christus
erlebt - Er lebt" Lebendige Zeugnisse mit
dem auferstandenen Jesus Christus in der Verfolgungszeit des dritten
Reiches. Besondere Erlebnisse mit Jesus. Erlebnisse und Erfahrungen mit
der Gestapo und Kripo, in Gefängnissen und in Verhandlungen vor den
Sondergerichten um Jesu willen. Ein wirkliches, lebendiges Zeugnis von der
Macht und der Durchhilfe und der Gnade des Herrn. Käthe
Pfirrmann "Siehe, Ich bin bei euch alle Tage" Lebendige Zeugnisse in
persönlichen Lebensführungen und herrliche Erfahrungen mit dem
Auferstandenen. Erleben, die Jesu Nähe und Hilfe ganz besonders deutlich
werden lassen.
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Aktualisiert am 02.12.2008 - Home