Das Weib und der Knabe

 

Mein lieber Geistesbruder Gerard, schrieb mir eine Nachricht bezüglich dieses Bildes, welches ich mit eigenen Worten wiedergeben möchte. Anbei ein Bild dass ich seit vielen Jahren zwischen meinen Papieren aufbewahrt habe um bei Gelegenheit ein plausible Deutung der Entsprechung zu finden, da etwas in mir wußte, dass dieses Bild eine besondere Bedeutung haben würde.  Bei den folgenden Versuchen einer Entsprechung zu finden bildete sich leider kein zusammenhängendes Ganzes.... 

Ich dachte mir: 

  • '' Wir sehen da ein Engel der sitzt auf den Trümmern von dieser Welt... er hatte einen Zirkel in seiner Hand... und dann dachte ich mir wieder 

  • das er ( damit ) das Neue Jerusalem aufbauen will... Doch vorerst muss das ( in uns noch sehr junge Christus Kindchen angezeigt werden WIE das alles werden soll... (Engel zeigt hin auf etwas WIE eine Hütte)... ODER: 

  • Der Engel sagt so etwas wie: '' Sie mal an wo du her kommst... damals im Paradies und dies war da deine ''Hütte''... oder: 

  • Sie mal, diese große Stadt Babylon ist jetzt in Trümmern... gehe du mitten durch... laß die Trümmer für was sie sind... ( Der kleine ist erst am Anfang seine Geistige Wiedergeburt... ( Sehen wir die noch winzige Flügelchen am rücken )... aber eine ziemlich lodernde Gottes funke oben auf sei Haupt... Oder: 

  • der Engel sagt das er zwischen diese beiden Geschehnissen hindurch, also im Gleichgewicht bleiben soll, und diese neuen weg gehen... Mehr kann ich nicht ''sehen''... merken... und eine Zusammenhang, ein schönes abgerundete Entsprechung kann ich dafür leider nicht finden.

 

 

Mein lieber Geistesbruder Lothar schrieb darauf.

Unsere Deutung:

  • Die göttliche Weisheit, versinnbildlicht in der Satana, deutet auf unsere Seele, hervorgegangen aus ihrem zur Materie verdichteten Geist. Sie selbst sitzt auf den Resten ihres ehemaligen Sockels, auf die sie die Gottes-Liebe gestellt hatte.

  • Die vier Baumstämme bilden die Säulen unseres Seelentempels.

  • In unserem Seelenherzen ist Jesus unsichtbar bereits zu Hause. Für unseren Seelenverstand steht die Gottesliebe in Jesus noch außerhalb. Er wendet sich unserer Seele zu. Klopft Er nicht an, um weiter in unserem Herzen wachsen zu können?

 

 

Da ich (Monika) mir kürzlich erst ein Video über Potsdam  anschaute, fasst meine alte Heimat, und die Schönheit des Schlosses "Sans Souci" (Ohne Sorge) mit der wunderschönen Gitterlaube mit dem betenden Knaben darin bewunderte, welches eine Nachbildung aus dem 4. Jahrhundert vor Christus ist, dass Friedrich der Große erbauen ließ. Nun, da ich diese Dokumentation erst vor ein paar Tagen gesehen hatte, meinte ich darin erstaunliche Übereinstimmungen zu entdecken.

    

Gitterlaube mit Sonnengesicht , aus dem 4.Jh. vor Chr. - Nachbau durch Friedrich des Großen  in Schloss Sans Souci (Ohne Sorge), Potsdam 

 

          

Darinnen, der betende Knabe:

Um 300 v.Chr. in der künstlerischen Tradition des griechischen Bildhauers Lysipp geschaffen, ist der Betende Knabe seit seiner  Auffindung auf der Insel Rhodos eines der berühmtesten antiken Bildwerke. Im 16. Jahrhundert in Venedig belegt, dann am Hofe Ludwigs XIV., schließlich 1747 von Friedrich II. erworben und in Sanssouci aufgestellt, wo heute noch eine Replik ihren alten Standort bezeichnet, von Napoleon 1807 nach Paris entführt, gelangt die Bronzestatue 1830 ins neu eröffnete Alte Museum, wo sie heute wieder in der Blickachse der Rotunde den zentralen Bezugspunkt bildet.

Zunächst fand ich ausser diese m.E. wunderbare Fügung einer Übereinstimmung aber keine weitere Bedeutung die mich zufrieden stellte und suchte weiter....und wurde im Lorber-Werk fündig, weil ich in dem Weib eine Entsprechung der Gitterlaube mit dem Sonnengesicht (das äußere, das Weib) sah, und im inneren (der Frau) der betende Knabe (als Jesus, oder Jesus Kind). Und hier scheinbar über Abwege einer zweiten Bildbetrachtung, nun doch wieder zu Gerards Bild; und m.E. zum ihm entsprechenenden Text aus den Lorber-Schriften wie folgt:

 

Weib, mit der Sonne bekleidet; ihr Sohn {offb.12,01 .02 .05; jl.him2.303,03-12}

{offb.12,01 ff.; jl.him2.303,03} »Was wohl ist das 'Weib', das am Himmel mit der Sonne bekleidet erscheint? - Das 'Weib' ist das edle Bild eines Menschen ohne Zeugungskraft, wohl aber fähig und empfänglich für die Zeugung. Alsonach ist dieses Weib ein vollkommenes Ebenmaß des Menschen, somit kein Zerrbild, kein Unmaß des Menschen.

{jl.him2.303,04} Ebenso ist auch Meine Lehre, die doch sicher in dem vollkommensten Himmel erscheint, weil sie in Mir und aus Mir hervorgeht, gleich dem Weibe ein vollkommenstes Ebenmaß dem geistigen Menschen, für sich zwar nicht zeugungsfähig, aber der Mensch wird durch sie aufnahmefähig für alles Liebegute, was da ist die reine, himmlische Gottliebe als das ewige Geistleben aus Mir. - Das Geistleben der Gottliebe aber ist das 'Kind', mit dem Meine Lehre befruchtet wird im Herzen des Menschen.

{jl.him2.304,05} Es ist hier freilich nur von Meiner reinen Lehre die Rede wie von einem vollkommenen himmlischen Weibe - also von keiner Irrlehre und von keinem Affenweibe. Daß dieses vollkommene Weib oder Meine reine Lehre sicher {offb.12,01} mit der 'Sonne' oder mit Meinem Lichte alles Lichtes 'umkleidet' ist, weil sie aus Mir Selbst kommt, das wird ja etwa doch ganz natürlich sein!

{jl.him2.304,06} Weil aber eben dieses vollkommene himmlische Weib oder Meine reine Lehre nur zur Aufnahme der himmlischen Liebe aus Mir fähig ist, so {offb.12,01} tritt sie den 'Mond', als das unbeständige Symbol der Selbst- oder Weltliebe, mit den Füßen als eine ihrem rein himmlischen Wesen ganz entgegengesetzte Polarität - um mit euch ein bißchen gelehrt zu sprechen.

{jl.him2.304,07} Und so ist sie auch {offb.12,01} geziert mit 'zwölf Sternen' oder mit den zehn Geboten Mosis und zuoberst mit den zwei Geboten der Gottes- und Nächstenliebe - aber nicht etwa mit den zwölf Aposteln und ebenso auch nicht mit den zwölf Stämmen Israels, sondern wie gesagt, geziert mit allen den zwölf Gesetzen des ewigen Lebens.

{offb.12,02; jl.him2.304,08} Das 'Weib' oder die tätige Lehre aus Mir im Menschen aber wird und ist schon 'schwanger'. - Womit? - Habt ihr nie etwas von der Wiedergeburt gehört!? Heißt es da nicht; "Wer da nicht wiedergeboren wird aus dem Geiste, der kann in das Reich Gottes nicht eingehen!?"

{jl.him2.304,09} Sehet, das 'Kind', womit das Weib schwanger ist, ist die reine Gottliebe, welche aber durch die mannigfache Selbstverleugnung dem äußern Menschen sehr wehe macht, bis diese himmlische Liebe im Geiste des Menschen durch sie (die Lehre) reif wird zur herrlichen Wiedergeburt zum ewigen Leben.

{offb.12,05; jl.him2.304,10} Das Kind aber ist ein 'Knabe!' - Warum denn kein Mädchen, also ein Weib in der Entstehung? - Weil in dieser Liebe, wie im Manne und nicht im Weibe, die schöpferische Zeugungskraft liegt und liegen muß.

{jl.him2.304,11} Dieses Kind oder die aus Meiner Lehre geborene Gottliebe im Geiste des Menschen wird dann mit 'eisernem Szepter' oder mit der unbeugsamsten Gotteskraft 'alle Völkerschaften' oder alle Forderungen und sinnlichen Leidenschaften der Welt bändigen - und wird dadurch, als Leben aus Mir, den Geist des Menschen und alle seine Neigungen zu Mir hin 'entrücken' und wird seine Wonne schöpfen an Meinem 'Throne', der da ist die wahre Weisheit aus Mir ewig!

{jl.him2.305,12} Seht, das ist der überaus leicht faßliche Sinn dieser Verse! - Also muß aber alles in diesem allein wahren Lichte betrachtet und begriffen werden, sonst ist es ein Zwielicht, das da mit der Zeit jeden Leiter in die finsteren Sümpfe und Moräste irreleitet.«

Wahrheit wird Satans Macht, Hochmut und Materialismus überwinden {offb.12,03-06; jl.him3.115,01-05}

 

 


 

Aktualisiert am: 22.03.2008 - Home