Wegweiser ins Neu~Salems~Licht

Nr. 58, Teil II 

Der Antichrist  

im Lichte der

Neu~Offenbarungen

 

 

1. Auflage

Erstes bis sechstes Tausend

1923 

Neu~Salems~Verlag Bietigheim / Württbg.

Zum Wegweiser ins Neu~Salems~Licht

 

 

Vorwort

„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst, und handle danach!" Dies ist der einfache und alles erschöpfende Lehrsatz, den Jesus Christus als Gott gegeben hat zur Erlangung der Gotteskindschaft.

Weshalb die Befolgung dieser Lehre zur Seligkeit führt, besagen die gewaltigen Offenbarungen, welche in den Neu~Salems~Schriften gegeben sind. Ihre Fülle ist so groß, daß es den Verkündern dieses neuen, des wahren alten Lichtes und den schon Eingeweihten ein Bedürfnis sein wird, einen gedrängten Überblick über die Grundzüge der Heilswahrheit zu haben. Der „Wegweiser" will einen solchen bringen. Die Stellen sind allen Offenbarungsschriften entnommen, möglichst mit deren Wortlaut. Völlig erschöpfend ist die Aufführung nicht. Viel herrliches wird der Leser noch anderweitig finden. Wer die Schriften noch nicht kennt, tut gut, die Stellen aufzuschlagen und sie in ihrem dortigen Zusammenhange zu lesen, ehe er in dieses konzentrierte Licht blickt.

Teil I des Wegweisers umfaßt die waltenden Gottesgesetze und die Erkenntnis unseres Ichs und unseres Zwecks.

Teil II bringt hauptsächlich die Regeln, wie wir zu leben haben, um das kurze, so äußerst wichtige Probeleben hier richtig zu leben.

Jeder Suchende öffne sein Herz, dessen Erkennen weit über die Grenzen des Verstandes hinausreicht!

Der Vater segne es!

Der Verfasser

Der Antichrist

1. K 153 u. Adv 81—83. Der eigentliche Antichrist ist die Sucht und Neigung nach anderen Dingen als nach der Lehre Gottes, die Arbeit des Kopfes bei Stillstand des Herzens, das Wissen und kein Glaube.

2. Ev 6, 151, 7)—15). Der Antichrist wird daran erkannt: Gott gibt alles hin für die Seinen, Christus opferte sich Selbst, und Er nimmt von niemand ein Opfer dieser Welt, sondern will nur, daß der Mensch Ihn über alles liebt, „auf daß Ich ihm noch endlos Mehreres und Größeres geben kann." Der Widerchrist gibt seinen Anhängern entsetzlich wenig, nur leere, erdichtete Verheißungen fürs große Jenseits, verlangt aber dafür große Opfer, wie für die Gebete, die aber niemand etwas nützen, weder für diese Welt noch für die jenseitige. An den hohlen Früchten wird der Widerchrist und seine Jünger erkannt werden. Der Drache „wird sich auf eine Zeit eine große Macht aneignen und seine Feinde gar übel behandeln. Aber eben darin wird er sich selbst sein Gericht und seinen Untergang bereiten. Ich aber werde in derselben Zeit allerlei große Erfindungen von den Menschen machen lassen, die wie glühende Pfeile in des Drachen finstere Kammern dringen und seine elenden Trugkünste und falschen Wunderwerke gewaltig zerstören werden, und er wird wie nackt sogar zur Schande seiner glühendsten Anhänger dastehen, die sich von ihm bald in großen Scharen abwenden werden."

3. Ev 7, 184, 3)—10). Die 2 Nebensonnen. Jesus sagt, es würden zwei Nebensonnen auftauchen. Die nördliche dieser Nebensonnen werde voll bittersten Hasses gegen alle Welt sein, sie werde auch die drei Götter aushecken, d.h. Gott werde in drei Personen geteilt werden, die man alle drei anbeten werde, jede als einen vollkommenen Gott, obwohl man nur einen Gott im Munde führe. Die südliche Nebensonne werde Sein Wort und Seine Lehre förmlich verbieten und nur das, was in ihren Kram paßt, annehmen. Hochmut und Haß würden den höchsten Grad erreichen, „Da wird ein Volk wider das andere ziehen, ein Krieg wird dem andern folgen, und es werden kommen große Erdbeben, Mißjahre, Teuerung, Hungersnot und Pest. Da werde Ich aber dem Gegengesalbten seine Wurzeln verderben.… Dafür aber tritt desto herrlicher, glänzender und erwärmender die eine, wahre Sonne hervor!"

4. Ev 10, 188, 6). Jesus sagt: „Ich werde aber Meine Lehre schon auch ganz rein bis ans Ende der Zeiten zu erhalten verstehen! Aber wehe mit der Zeit allen Widerchristen! Sie sollen nicht viel länger ihr Unwesen mit Mir getrieben haben, und Ich werde sie mit einem Weltgerichte heimsuchen, das noch ärger sein wird denn das zur Zeit Noahs, Sodoms und Gomorrhas und vieler anderer Städte und Völker mehr bis auf diese Zeit!"

 

5. Ev 8 163, 3). Der falsche Stuhl ist dazu da, Winde und Stürme zu erregen zur Erhaltung von Unruhe und Tätigkeit (Ev 8, 162, 6). Deshalb wird es zugelassen, daß er so lange dauert.

6. RBl II. 118. „Unter allen kirchlichen Anstalten auf der Erde steht die römische in der äußeren Pracht und Schönheit sicher bei weitem obenan, doch im Inneren ist sie ohne Zweifel die schlechteste."

7. RBl II. 420. Rom lehrt einen Gott kennen, vor dem man die scheußlichste Angst haben muß, zu dem man aber keine Liebe haben kann.

8. RBl II. 415. Hinter den Zeremonien der katholischen Kirche ist keine Frucht bemerkbar.

9. Ev 8, 186, 1)—3). Schon etliche Jahrhunderte vor Seinem Wiederkommen wird Gott Knechte erwecken, die die Völker von allem Lug und Trug befreien sollen. Die falschen Propheten werden durch das hellste Licht um alles kommen. Die sinnlose Zeremonie im Gottesdienste wird vernichtet werden.

10. RBl II. 264—278. Die katholische Kirche enthält den Gläubigen das Bibellesen vor, weil sie fürchtet, das Wort Gottes könnte dem Volke die Augen öffnen und sie entlarven. Die lateinische Messe mit ihrer Zeremonie ist Torheit. Der Torheit Krone ist der Exorzismus (Teufelaustreibung; d. Hsg.). Das stolze, übermütige Rom und der Papst werden verlacht. Tempel werden für teures Geld gebaut, und die Armen hungern. Kein Apostel hat die lateinische Sprache zur göttlichen erhoben. Keine Demut, keine Sanftmut, kein Funke von Geduld und noch weniger von einer Liebe zum Nächsten ist in dieser Kirche anzutreffen, ebensowenig der Glaube. Die Priesterweihe ist die allerläppischste Zeremonie: Wie kann der Neugeweihte den Gottesgeist bekommen, da er nicht einmal die Bibel lesen darf!? Die Standesunterschiede in der Kirche sind so ungeheuer wie sonst nirgends in der Welt. Jesus diente allen und opferte sich für alle. Der aber als Sein schroffster Gegner von unten heraufkam, der will von allen bedient sein! Die Macht, die sich die Päpste gegeben haben, ist nicht von oben, sondern von unten. Wer darf zum Papste »lieber Bruder« sagen?! Es ist eine Gnade, zum Pantoffelkusse zugelassen zu werden. Gottes Lehre wird mit Füßen getreten und dafür das dümmste Zeug auf den Altar gesetzt.

11. RBl II. 241—242. Die Diener des Papsttums werden verlacht werden, bis sie am Ende ihr eigener Grimm verzehren wird. „Gar alles ist nicht schlecht an der Römerin, nur das ist ein Greuel, daß sie des irdischen Mammons wegen zu Mitteln greift, die rein höllischer Natur sind, als falsches Wunder, falsche Heilmittel, Ablässe, Reliquien und Bilderdienst usw." Meßopfer, Ohrenbeichte, Tempel, Glocken und Orgeln, würdigen Kunstwerken, Heilighaltung der Bethäuser, Begräbniszeremonien, dies alles im reinen Sinne würdig benutzt ist eben nicht untauglich, das menschliche Gemüt zu erheben und zu veredeln. Aber daß die Römerin diese an und für sich reinen Dinge dazu gebraucht, das menschliche Herz zu verdummen und blind und glauben zu machen, daß man durch sorgfältigen Gebrauch alles dessen zum Leben in den Himmeln und nur durch sie zu Meiner Gnade gelangen könne, das ist schlecht!" Der Vater wird dadurch zu einem Tyrannen, den die Dummheit wohl fürchtet, aber nicht liebt; die Verständigen und Gelehrten schämen sich und wollen von dem Erlöser, wie Ihn die Römerin schildert, nichts mehr hören. „Das bewirkt die römische Kirche durch ihre eigenmächtige Lehre, Satzung, Zugeständnisse und Privilegien, die sie als von Mir empfangen vorgibt, und durch allerlei geduldeten und gepredigten Aberglauben. Und dies ist es aber auch, wodurch sie selbst sich zugrunde richtet und eigentlich schon zugrunde gerichtet hat."

12. Lw 114. Die Priester suchten in den Evangelien alles auf, „um nur recht viele Zeremonien herauszubringen, wodurch das Volk glauben sollte, sie allein seien die eigentlichen privilegierten Stellvertreter Meines Reiches auf Erden, und wer zu Mir kommen wollte, könnte und dürfte keine andere Vermittlung annehmen als die ihrige. Eben diese Idee hatte auch die Entstehung eurer (Ohren-)Beichte zum Grunde, die später besonders den Höhergestellten zugute kam, um die Geheimnisse der Könige und Kaiser sowohl als auch die Stimmung des niederen Volkes in ihrer Hand zu haben."

13. Sp 73. In Joh. 13, 16 steht geschrieben: „»Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer, denn Der ihn gesandt hat.« Wie ist demnach der heutige Knechts- und Apostelstand bestellt, da man den Knechten Altäre errichtet hat und ehret die Apostel, als wären sie mehr denn Ich! Da man Mir ferner alle Gewalt nimmt und alle Ehre an sich reißt und Ich sein muß, wie der Knecht und der Apostel es wollen, aber nicht, daß sie wären nach Meinem Willen, und doch dabei betet: »Dein Wille geschehe!«, was etwa doch solches besagt, — heißt das nicht Gott leugnen mit jeder Faser und Fiber?"

14. RBl II. 222. Von den Geistern einiger verstorbener Hierarchen aus den finstersten Zeiten sagt der Herr: „Diese halten sich fortwährend für Wesen, denen die Gottheit selbst gehorchen muß. Zu dieser wahnsinnigsten Idee kommen sie zumeist durch die Irrlehre Roms, die jeden Priester zweimal höher stellt als die Mutter Maria und diese an der Macht zweimal über Mich Selbst, und das also, daß Ich nur durch sie zu etwas zu bewegen sei. Dazu kommen die Messen, in denen sie mit Mir gewisserart machen können, was sie wollen, und dabei wie ein Papst Alexander ausrufen: »Wer kann es wagen, mit mir zu rechten?! Die ganze Erde, die ich trete, erbebt unter meiner Sohle, und Gott habe ich in meiner Rechten!«"

15. Pr 233 (4. Aufl. S. 237). „In jenen Zeiten Meines Erdenwandels war die Priesterkaste ebenso ehr- und habsüchtig, wie sie es in allen späteren Zeiten gewesen ist, und wer ihre Macht schmälern oder gar vernichten wollte, war natürlich ein Feind der Kirche, weil er ein Feind der Priester war, welche fürchteten, er möchte ihre Ränke und Schliche aufdecken und das Volk von ihnen abwenden, welche Abkehr sie dann besonders in bezug auf ihre Macht und am meisten an ihren Geldsäcken verspürt hätten." Sie suchten ihn, wie einst Jesum, als gefährlichen Aufwiegler gegen die bestehenden politischen Einrichtungen der Obrigkeit zu überliefern.

16. Pr 86 (4. Aufl. S. 90). „Nehmet die ganze Geschichte zur Hand und leset sie aufmerksam durch, so werdet ihr sehen, daß von der Zeit an, als eine Kirche mit den dazugehörigen Priestern ins Leben trat, nach kurzer Zeit die Lehren Meiner Apostel zu dem Zwecke ausgebeutet wurden, dem Priesterstande Macht und Ansehen zu verschaffen. … Die Erziehung der Jünglinge zu dieser Kaste wurde planmäßig eingerichtet, damit sie ja nichts anderes lernen und verstehen sollten, als was ihrem Fache und den Zwecken der ganzen Priesterschaft heilbringend war!"

17. N 4, 45. „Wer sind heute die Täter nach dem Wort? Die Maschinen- und Luxusfabrikanten?! Die Eisenbahndirektoren und Unternehmer?! Sind es etwa die Industrieritter oder die Zuckerplantageninhaber in Amerika?! Oder ist es etwa die geld-, gold- und herrschsüchtige Geistlichkeit?!"

18. RBl II. 343 (im Jahre 1850). Der Herr segnet in einer Geisterszene das Haus Habsburg. Er sagt zu den Geistern der verstorbenen Kaiser Joseph, Leopold und Franz: „Es wird zwar dieses Haus noch eine Probe zu bestehen haben, aber dann soll es zum Segen von Europa erhoben werden. … Du ergrautes Haus! Bleibe! Dein Panier sei die Liebe, Sanftmut und Geduld! Werde und bleibe fest im wahren Glauben und scheue das Licht des Geistes nicht! Denn das Licht wird dich erheben über alle Fürsten Europas! Lasse dich nimmer von Rom betören und knechten, denn dich setze und segne Ich zu einem Regenten, und über dir bin nur Ich und sonst niemand auf der Erde! Ich kenne kein gebietendes und alle Fürsten ins Schlepptau nehmen wollendes und über alles herrschsüchtiges und darum allerfinsterstes Rom! Nur ein demütiges, nicht mit drei Kronen gekröntes Rom, das da auf Mein Wort hielte, würde Ich kennen. Aber ein Rom, das da die Vertilgung aller jener Brüder begehrt, die sich die Bürde von drei Kronen auf einem Haupte nimmer wollen gefallen lassen und heller denken als der Fürst der Nacht in Rom, ist vor Mir ein Greuel der Verwüstung an der heiligen Stätte alles Lebens aus Mir! Mein Haus! Du hast nun schon so manches getan, tue alles, so wird deine Macht wachsen wie eine Zeder am Libanon! Mein Segen und Meine Kraft mit dir! Es sei!" Oesterreich ging unter, als im Weltkriege sein Kaiser Karl katholischen Einflüssen unterlag. D. Verf.)

19. Ed 201 (3. Aufl. S. 188). „Derjenige aber, der der Letzte und aller Knecht sein sollte, der sitzt unter Millionen zu oberst! Ein schlechtes Beispiel für die Demut! Aber es kann nicht anders sein; denn es gibt ja noch heutigestags viele tausend Menschen, deren sehnlichster Wunsch es wäre, daß ihre Söhne Päpste werden möchten. Also noch sehr viel Liebe fürs Papsttum! Solange das, — kann’s nicht besser gehen!"

20. Vb 7, 16. „Wieviel Überhebung herrscht nun wieder in der christlichen Kirche, wie hat sie sich auf Erden den »heiligen Vater« (Papst) eingesetzt, und wie befriedigt sich der größte Teil (der Katholiken) mit dessen Gunst, ohne sich nach Mir zu richten!"

21. RBl 446—447. „Millionen, die sich Christen nennen, haben von Christus und seiner Lehre nicht den leisesten Begriff. »Der Papst ist ihr Gott.« Dieser sorgt nach Kräften für die Verfinsterung der Menschen. Rom meint wohl, einem Phönix gleich zu sein, der sich selbst verbrennt und dann aus seiner Asche wieder herrlicher denn früher ersteht; aber diesmal wird es am Ende bei der Asche verbleiben!"

22. Sp 17—21. Bei Besprechung der falschen Vorstellung vom »Jüngsten Gericht« sagt der Herr über die beiden Racheevangelisten Matthäus und Lukas: „Das in der Biber stehende Ev. Matthäi ist nicht vom Apostel Matthäus geschriebenen, sondern von einem I’ Rabbas; Lukas schrieb sein Evangelium erst 50 Jahre nach Jesus, und sein Freund Theophilus in Athen schrieb ein neues Evangelium daraus mit Zusätzen und manchen Unrichtigkeiten." Ihre falsche Lehre von diesem Schreckenstage hätte viele von Ihm weggetrieben. Aber schon der bösartigste Tyrann würde ein solch ewiges Quälen und Plagen nicht ausführen, geschweige Er, der am Kreuze für Seine Erzfeinde gebetet hat. „Das Meiste und Schaudererregendste aber ist erst nach der großen Kirchenversammlung zu Nizäa sowohl von seiten der griechischen, noch mehr aber der römischen Oberbischöfe geschehen; denn diese haben sich alle Mühe gegeben, zum Teil aus dem heidnischen Tartarus und zum Teil aus dem alten jüdischen Scheol, dem Jüngsten Gerichte, dem Fegefeuer und der Hölle die lebhaftesten Farben zu verleihen, und haben aus Mir in einer Person den euch bekannten Aeakus, Minos und Rhadamanthus, die das jenseitige Richteramt über die Verstorbenen führten, gemacht, und Ich müßte demnach allerunerbittlichst und unbarmherzigst alles richten, verdammen und auf ewig in die Hölle verfluchen, was sich nicht den Anordnungen und Befehlen des sogenannten »Heiligen Vaters« in Rom fügt. … Als Heiland kam Ich ja nur der Kranken und nicht der Gesunden wegen in die Welt! Hätte Ich die Kranken etwa noch kränker machen sollen, als sie es ohnedies schon waren? Das ginge wohl nach der Lehre und nach dem Sinne der Pharisäer und besonders der vielen sogenannten heiligen Väter Roms, aber nie nach Meinem Sinne, der Ich Selbst als Mensch Mich vor anderen Menschen nicht einmal »guter Meister« benamsen ließ; da geht das unmöglich, denn Ich sagte: »Was heißet ihr Mich gut?! Niemand ist gut als Gott allein!« Also sollet ihr auch niemand »Vater« nennen, außer euren Vater im Himmel, und niemand ist heilig denn nur euer Gott allein! Was ist hernach von einem solchen sein wollenden »Stellvertreter Gottes auf Erden« zu halten, der sich selbst »Heiliger Vater« und »Euer Heiligkeit« titulieren läßt, und was ist von dem am meisten von ihm ausgehenden jüngsten und vorhergehenden besonderen Gerichte, Fegefeuer und der Hölle zu halten?! Ich sage euch: ebensoviel wie von seiner Heiligkeit, von seinen ihm untergeordneten Eminenzen, vom Stuhle Petri in Rom, welche Stadt Petrus nie gesehen hat", und von den Reliquien! (siehe Wegweiser II K „Die Religion" Nr. 49a und 49b; d. Vf.)

23. J. Lorber am 15. 5. 42 (bisher nicht gedruckt). Der Herr spricht: Was ist denn der Papst, der da sich nennt »ein Fels?« Ist das wohl ein Fels oder Fels Petri? Ja, ehedem, vor dem Konzilium zu Nizäa, war er ein tüchtiger Fels; aber dann hat der böse Feind rings um den Felsen ein starkes Feuer der Eigenliebe, der Selbst- und Herrschsucht angezündet, und der Fels wurde zu einem Kalksteine. Wenn dann nun von allen Seiten Wasser des Himmels über ihn kommen, so ergeht es ihm, wie es da ergeht dem naturmäßig gebrannten Kalksteine, so da Wasser über ihn ausgegossen wird, da er dann auch zu zischen, zu sausen, zu brausen, in aller Hitze zu sieden und dann heftig zu kochen und zu dampfen anfängt, aber endlich, alles dessen ungeachtet, dennoch zerfällt in einen lockeren Brei, der dann unter den Sand gemengt wird, um mittels desselben die toten Steine einer noch toteren Mauer zu verbinden. Wenn aber dann eine solche Mauer durch einen andern Bauherrn niedergerissen wird, so wird solcher Mörtel als unnützer Schutt in Gräben geworfen, um da die toten Pfützen auszufüllen! — Siehe, das ist der vermeintliche Fels!"

24. Sp 73. „Matth. 13, 37: »Des Menschen Sohn ist es, Christus, der da allein guten Samen aussäet.« Dieses beweist zur Übergenüge, wessen Geistes Kinder diejenigen sind, die da sagen: Was nicht von einer gewissen Stadt und nicht von einem gewissen menschlichen Oberhaupte herrührt oder wenigstens von dort approbiert wird, ist ein Werk des Satans. Wenn demnach des Menschen Sohn nicht tut nach dem Willen dieser Stadt, da Er es doch unmöglich tun kann, was ist Er sodann?! O Hure, was treibst du mit Mir für ein arges Spiel!"

25 RBl II. 75. Satan (dort Minerva) sagt, er habe Babel aufgerichtet, um der Gottheit zu beweisen, daß auch Ihre Lehre in ein allerabgefeimt tollstes Heidentum gestaltet werden kann. Die neuen Babylonier wissen sich nun vor Nacht und Grauen nicht mehr zu helfen, sie haben allen Geist verloren, von Christentum ist keine Spur mehr zu entdecken. Satans Greuel müssen durch aus ihm gezeugte neue Greuel vernichtet werden!

26. K 67 (25. 6. 1870). „Meine Stellvertreter! Wieviel Blut haben sie schon vergossen, wieviel beigetragen zum körperlichen und noch mehr gewirkt zum geistigen Seelentod! Diese suchen alle Wissenschaften, alle Entdeckungen, alles, was geschrieben und erfunden wird, zu ihrem Vorteil auszubeuten; sie möchten, ginge es nach ihrem Kopfe, niemand davon etwas wissen lassen; nur sie sollten erleuchtet sein, die andere Menschheit aber im Finsteren tappen, damit sie selbe bei der Nase herumführen könnten, wie sie wollten, und ihnen bei Nacht weismachen könnten, es sei Tag und umgekehrt, je nachdem es ihren egoistischen Zwecken am bequemsten ist. Eben jetzt, und zwar in wenigen Tagen, wollen sie den letzten Streich vollführen und durch die Unfehlbarkeitserklärung des Oberhauptes der katholischen Kirche den Karren wieder zurückziehen auf das Geleise, wo nur sie allein zu fahren verstehen. Arme, kurzsichtige Wahnhelden! Wartet nur ab, was euch dieser Schritt bringen wird! Ich kann euch versichern, so gescheit und durchtrieben ihr euch wähnet, so habt ihr aber dennoch seit dem Bestehen eurer Gesellschaft (der Jesuiten; d. Vf.) keinen dümmeren Streich gemacht, und daß ihr viele gemacht habt, zeigt, daß, während ihr stets an Macht und Gewalt gewinnen wolltet, ihr immer mehr davon verloren habt, und daß jetzt der letzte Stein unter euren Füßen euch entwischt ist, der noch eine kleine Stütze war. So wollte Ich es, und ihr nicht! Allein es ist ja ein altes Sprichwort: »Der Mensch denkt, und Gott lenkt!« Nun, die Herren aus der »Gesellschaft Jesu« wollten auch lenken; allein es ging ihnen so wie dem (in der griechischen Fabel), der der Sonne zu nahe kam und sich dann »die Finger etwas verbrannte« (Jkaros, der sich Flügel machte und sie mit Wachs befestigte; d. Vf.). So wird es auch jetzt gehen! Früher hatten diese »Schwarzkünstler« nur einzelne aus dem Volke gegen sich; die Regierungen, aus verkehrter Politik und Kurzsichtigkeit, unterstützten sie. Alleine mit dem letzten Schritte und seinen vermeintlichen Konsequenzen erzittern auch diese und ziehen ihre Hand von dem Klerus zurück. Dann werden wir sehen, was ihre Dekrete und päpstlichen Bullen wirken werden! (Durch Reichsgesetz vom 4. 7. 1872, dem sogenannten Jesuitengesetz, wurden die »Gesellschaft Jesu« und die verwandten Orden vom Gebiete des Deutschen Reiches ausgeschlossen; in späterer Zeit ist ihre Zulassung wieder erfolgt. D. Vf.)

27. HDw III. 15. Wir sollen unsern eigenen Willen töten, aber nicht aus Furcht, sondern aus Liebe zu Gott. „So ist der unbedingte Gehorsam des Jesuitenordens, den jedes Mitglied dem Haupte als alleinigem Herrn schuldig ist, auch etwas, was der Feind Mir nachgeäfft hat; denn er sieht, daß Ich dadurch Großes wirke. Der Jesuit hat seinen freien Willen getötet aus Zwang, durch die Gesetze des Ordens; in ihm wirkt dann voll und ganz der Wille des Ordensgenerals. Je vollkommener dies der Fall ist, desto höher läßt ihn derselbe steigen, und desto größer wird dadurch seine finstere Macht."

28. RBl I. 148—150. Beleuchtung des Satzes: »Der Zweck heiligt die Mittel.« Berechtigt ist er nur, wenn der Zweck ein wirklich guter ist.

29. RBl I. 254—258. Der Herr zeigt, wie es um 1849 fast allein in allen katholischen Ländern gärt. Er zeigt aber ein Bild der umgekehrten Tiara und sagt: „Sie kann nun tun, was sie will, so wird sie ihre Krone nicht mehr aufrecht stellen können und wird sich in sich selbst zerstören und aufzehren." Der Herr weist darauf hin, wie die Römerin stets die eigennützigste Tyrannin gewesen ist. Denke zurück an die Zeit der Inquisition und von da weiter bis auf diese Zeit, und du wirst es mit großer Leichtigkeit ersehen, wie in den Eingeweiden der Hierarchie nichts als der Haß, der heilloseste Zorn, Gericht, Verfolgung aller Art und Mord und Blut gehaust hat und noch haust und einer starken Pest gleich grassiert, wennschon nicht so sichtlich in der Tat, weil dazu die Kräfte erlahmt sind, aber desto ärger im geheimen Wollen und sehnlichsten Wunsche." Die Römerin „liebte die Gleisner, die Heuchler, die Angeber, die Ohrenbläser, die Augendiener, die Denunzianten, die Spione und alle, die geschickt lügen können und dabei recht herz- und gewissenlos allerlei frömmlich aussehende Betrügereien erfinden mochten; und siehe, nun werden das gerade ihre ärgsten Richter werden und werden an ihr die treulosesten Verräter machen!"

30. RBl II. 224. Der Kaiser Joseph sagt: „Sooft ich nur in dieser Welt von der Erde Kunde erhalte, so heißt es allezeit, daß die Hure Babels an der unheilbarsten Abzehrung leide, und das ist für mich eine Wonne, ja ein völliger Himmel!"

31. Ev 8, 39, 10)—15). Jesus sagt: Europa werde einst Asien im Glauben bei weitem übertreffen; aber viele, die dann in der vollsten Wahrheit stehen, würden von den Heiden verfolgt werden. Dann werde Er aber ein größtes Gericht über alle Heiden ergehen lassen, das ihnen den Rest geben werde. Dieses Heidentum werde ein anderes sein als das zu Seiner Zeit, die Götzentempel würden zerstört sein, aber der Widerchrist werde an ihrer Stelle eine Unzahl anderer unter Jesu Namen erbauen, seine Priester würden sich überhoch ehren lassen und alle Weltschätze an sich zu ziehen am allermeisten bemüht sein. „Sie werden sich mästen; aber das Volk wird in großer Not sein, geistig und leiblich. Sehet, wenn jenes Heidentum wird überhandgenommen haben, dann wird auch ehest das große Gericht über die neue Hure Babels ausgegossen werden!"

32. Sp 26. „Ihr wißt ja, daß es in Meines Vaters Hause gar viele Wohnungen und Schulen gibt, in denen solche hier geistig verarmte Seelen zu einem rechten Lichte gelangen können und auch werden; und darin liegt auch der Grund, warum Ich mit den verstand-, vernunft- und sinnlosen sogenannten Statthalterschaften Gottes auf dieser Erde Geduld habe und sie trage. Aber es hat hier dennoch alles seine Zeit und Dauer; was heute noch blüht und besteht, kann morgen schon verdorren und vergehen!"

33. RBl II. 192. „Man kann eben dadurch erst ein lebendiger Verehrer und Anbeter Christi sein; so man im Herzen ein Feind des Papsttums ist; denn Christentum und Papsttum verhalten sich gerade wie »ja« und »nein«! Was das eine ist, dem ist das andere schnurgerade entgegengesetzt!"

34. Ev 9, 39, 9)—40, 10). Jesus sagt Seinen Jüngern voraus: Seine Lehre werde in einer allerfinstersten Zeit in ein tausendfach größeres Götzentum ausarten, als eine reine Gotteslehre je ausgeartet sei; man werde „verstorbenen und von den Priestern »heilig« und »selig« gesprochenen Menschen und sogar ihren vermoderten Gebeinen Tempel und Altäre erbauen und ihnen in selben göttliche Verehrung erweisen. … „Der wahre Glaube und die reine Liebe werden in jener Zeit ganz erlöschen; an deren Stelle wird ein Wahnglaube unter allerlei ärgsten Strafgesetzen den Menschen aufgedrungen werden, gleichwie da auch ein böses Fieber dem Menschenleibe den Tod aufdringt. Und so sich irgendeine von Meinem Geiste gestärkte Gemeinde wider die falschen und vom Golde, Silber, Edelsteinen und anderen großen Erdgütern strotzenden und allerhochmütigsten und herrsch- und selbstsüchtigsten Lehrer und Propheten, die sich als eure allein wahren Nachfolger und Meine Stellvertreter den Menschen zur tiefsten Verehrung darstellen werden, erheben und ihnen zeigen wird, daß sie nur gerade das Gegenteil von dem sind, als was sie sich den Menschen mit der frechsten und gottvergessensten Keckheit darstellen, und daß sie sie zwingen, nur bei ihnen allein das Seelenheil und die Wahrheit zu suchen, so wird es da Kämpfe und Kriege und Verfolgungen geben, wie sie seit dem Beginne der Menschen auf dieser Erde noch nicht stattgefunden haben. Doch der allerärgste und allerfinsterste Zustand wird nicht lange währen, und es wird kommen, daß die falschen Lehrer und Propheten sich selbst am Ende den Todesstoß geben werden. Denn es wird da Mein Geist unter den vielfach bedrängten Menschen wach werden, b. i. der Geist aller Wahrheit; die Sonne des Lebens wird gewaltig zu leuchten beginnen, und die Nacht des Todes wird sinken in ihr altes Grab. Es wird die Zeit sein der »völlig« glaubenslosen Menschen, die nur allerlei gewinnbringende Industrie treiben werden und sich weder um Meine reine Lehre und noch weniger um das verrufene Heidentum Roms in jener Zeit kümmern werden. … Doch das merket euch wohl: So die Not am größten sein wird, dann werde Ich der wenigen Gerechten wegen kommen, das Elend von der Erde vertilgen und Mein reines Lebenslicht leuchten lassen in den Herzen der Menschen!"

35. Sp 14. Als Ich Meine Jünger aussandte, sagte Ich zu ihnen: »Ihr sollet nicht anhaben und tragen zwei Röcke und in eurer Bekleidung nicht eingenäht haben Säcke, um allerlei euch dargebotene Dinge einzustecken. Auch sollet ihr nicht tragen Stöcke, um euch zu verteidigen, denn so ihr Mich lebendig bei euch habt, so seid ihr ohne sie für dies- und jenseits mit allem versorgt!« Wären mit dieser Versorgung in gegenwärtiger Zeit die Priester auch zufrieden, die unter allerlei Gottesstellvertreterschaften ihr Wesen treiben, ums Geld scheinbare gottesverdienstliche Werke verrichten, an die sie selbst oft nicht einen Funken Glaubens haben? Werden sie zufrieden sein mit einem Rock ohne Säcke, die in mit Gold verbrämten Kleidern einhergehen und das Volk durch ihren Glanz zu blenden aufs eifrigste bemüht sind? Oh, mitnichten! Verkaufet einen solchen Stock (oder Stab), und ihr könnet eine arme Familie auf längere Zeit hin bestens versorgen! Ein ganzes Land könnte sich damit auf viele Jahre lang bestens mit allem versorgen, so es sich nur eine päpstliche Tiara und mehrere Kardinalshüte aneignen könnte, denn eine solche Tiara aus reinstem Golde und den größten und kostbarsten Edelsteinen, als Diamanten, Rubinen und Smaragden und großen Perlen bestehend, dürfte wohl schier so viele Millionen wert sein, als Ich Apostel zählte, und ein Kardinalshut kostet 80000 Dollars! Wäre das nicht so ein respektables Sümmchen für ein armes Land? Aber lassen wir sie bei ihrer sogenannten »triumphierenden Kirche«! Sie haben dennoch ihre Häuser und Tempel nicht auf Felsen erbaut, und der große Sturm steht vor der Türe, der ihnen zeigen wird, wie klug sie waren! Wenn der Sturm aber kommen wird, da wird es viel Heulens und Zähneknirschens geben, und da wird es wohl heißen: Wehe allen, die da die Flucht ergreifen wollen und suchen, sich auf festen Felsen anzusiedeln! Denn wer da nicht haben wird wie diese (Meine in Mir Klugen), dem wird auch genommen werden, was er hatte, und sie werden nicht kommen zum Lichte, sondern durch Meinen Sturm hinausgestoßen werden in die äußerste Finsternis, und es wird daselbst dann noch mehr Heulens und Zähneknirschens geben, oder, mit anderen Worten gesagt, noch mehr gegenseitige Verfolgungen und Verwünschungen; denn die betrogenen Gläubigen werden über ihre Himmelsverschaffer herfallen und sie durchaus nicht viel besser behandeln als ein grimmiger Feind seinen Gegenfeind! Denn ein Betrogener läßt sich den Betrug nur so lange gefallen, als er noch so blind ist, den Betrug nicht einzusehen; merkt er aber einmal diesen, dann wehe dem Betrüger! Und dieses »Wehe!« steht nun kapp vor der Türe! Der Scharfschützen gibt es schon eine große Menge, und sie werden ihr Ziel nicht verfehlen!"

36. RBl I. 388 (i. Jahre 1849). Auf den Vorwurf des Mönches Thomas, daß Er der römischen Kirche wegen ihrer Greuel noch nie eine energische Gegendemonstration habe zukommen lassen, erwidert der Herr: Da tue er Ihm unrecht. Es seien in dem Abfalle von Rom, in der Verbreitung des reinen Wortes durch den Druck in allen Zungen, durch die neueren Propheten, in den vielen Demütigungen Roms solche Gegendemonstrationen zu sehen; aber „sie fruchteten bisher noch wenig, weil Ich den Drachen noch immer nicht richten wollte wegen Meiner Liebe. Von nun an aber wird es ohnehin mit der Römerin ein ganz stark anderes Verhältnis zu nehmen anfangen; ihre Weltmacht wird sehr erschüttert werden, und eine offene Zunge gegen sie allenthalben gestattet. Wird sie solch eine Demonstration auch noch nicht fruchtend berücksichtigen, so wird der Drache gerichtet werden wegen Meiner zu lange mißbrauchten Langmut."

37. Pr 180 (4. Aufl. S. 182). „Aber jetzt ist die Axt an den Baum gelegt, der die Verirrten solange beschattete und das eigentliche, göttliche Licht hinderte, bis zu ihnen zu dringen."

38. RBl II. 427—428 (i. Jahre 1850). Der Herr sagt: „Mit dem Papsttum aber wird vorerst moralisch und endlich auch physisch ein totales Garaus gemacht werden; denn sein gegenwärtiges Streben ist scheußlicher als es je war. Zur Zeit der greuelhaftesten Inquisition war es bei weitem nicht so scheußlich als jetzt. Wenn Ich dich … einen Blick in die römischen Gefängnisse wie auch in die Neapels machen ließe und dir gewährete eine Einsicht in die geheimen Beratungen der hohen Pfaffen des sogenannten heiligen Konklaves, dich träfe augenblicklich der Schlag vor Grimm, Wut und Zorn. Gib aber nun acht, und du wirst bald sehen, wie es diesem Hierarchentume zu Rom ergehen wird! Wahrlich, das soll, wenn es sein Spiel auf das Äußerste treibt, Mir mit Feuer aus den Wolken, gleich Sodom und Gomorra, vertilgt werden! Ich will ihm nur noch eine ganz kurze Zeit geben. Beharrt es trotz der vielen Ermahnungen, die es nun von allen Seiten bekommt, in seinem tollsten und bösesten Starrsinne, so lasse Ich alle Schleusen Meines Zorngerichtes öffnen und von den Fluten alles Feuers begraben diesen Ort des Verderbens der Welt, und das physisch und moralisch! Wehe dann allem römischen Pfaffentume in der ganzen Naturwelt!"

39. Ev 8, 162, 1)—4). Jesus sagt zu Petrus: Man werde später glauben, daß er als erster Glaubensfürst seinen Stuhl in Rum aufgestellt habe; aber ,,das wird ein falscher Stuhl sein, von dem viel Unheils auf der weiten Erde wird ausgebreitet werden. … Solch falscher Stuhl wird sich lange halten, viel über die 1000 Jahre hinaus, wird aber 2000 Jahre Alters nicht erleben! … Wenn der falsche Stuhl morsch geworden sein und keinen Halt mehr haben wird, dann werde Ich wiederkommen und Mein Reich mit Mir. … Aber in jener Zeit wird es dann auch einer großen Läuterung bedürfen, auf daß die Menschen Mich wiedererkennen und allein an Mich glauben werden."

40. Pr 4. Trotz vieler Zeichen der Mahnung zur Umkehr blieb es in Rom finster, und es wurde statt heller immer finsterer. Aber wie einst Jerusalem, „so wird auch jetzt das Gebäude des Unfehlbaren auf Petri Stuhl in Rom ebenfalls durch Übermut und Blindheit seiner eigenen Mithelfer fallen und wieder wie einst Meiner Lehre Platz machen müssen."

41. RBl II. 126—129. ,,Das Böseste auf der Erde ist nun das römische Pfaffentum. Es erhebt sich nun unter der Maske der Frömmigkeit" und steigt immer höher; aber „es wird da einen erschrecklichen und letzten Fall tun, nach dem keine Erhebung mehr möglich sein wird. … O Rom, du pochst vergeblich an die eherne Pforte deiner alten Macht! Siehe, die Riegel sind verrostet und unbeugsam die Querstangen, mit denen du selbst die Türe zum Gottesreiche verrammt hast allen, die da hinein wollten! … Aber wehe dir, der Herr hat dir eine Nacht vorbereitet, die dich selbst verschlingen wird, wie eine hungrige Schlange einen Sperling!" Die Religion ist jetzt überall freigegeben; dies wird zum Abfalle von Rom führen. Wenn der Schlange das Gift gegeben ist, sich selbst zu töten, da sie damit in ihrer Ohnmacht niemand anders mehr erreichen kann, ist nicht alles getan zu ihrem Untergange, der nun notwendig geworden ist? Wie könnte Ich verheißenermaßen je wieder zur Erde kommen, so nicht der argen Hierarchie auf diese allein wirksamste Weise ihr altes Handwerk gänzlich gelegt würde? … So Ich aber zur Erde komme, kann Ich nur zu den Armen kommen; darum muß vorher die reiche Hierarchie in allem in die tiefste Armut gelangen!

42. RBl I. 343—349. Die römische Kirche lebt und vegetiert unverwüstbar fort, obwohl das Wort Gottes bei ihr, verkümmert und verkrüppelt, nur ein gleisnerisches Aushängeschild ist. Ihre Handlungen zeigen, daß sie an Christus und Seine Lehre noch nie geglaubt hat. Sie macht aus Ihm, was sie gerade will, und „wie es in ihren betrügerischen, herrsch- und habsüchtigen Kram gerade am allermeisten und besten taugt." Bei Juden und Mohammedanern ist das Gotteswort in größerem Ansehen. Ihr Stamm hat den alten Kern nicht mehr, in ihren Extremitäten ist noch ein Äußerlichkeitsleben, sie trägt auch noch Blüten und Früchte; aber ihre Früchte sind nicht mehr zu genießen, sie sind holzig, hart und geschmacklos. Der geistig alterschwache Baum Roms geht seiner gänzlichen Auflösung entgegen; „bald wird Rom nur noch in den Geschichtsbüchern existieren." Sie gleicht der Glaubensnacht, wie sie bei ihren Verrichtungen stets Lichter anzündet, wie ein Zeichen, daß es in ihr auch am hellsten Tage Nacht ist. Und wie in der Nacht, so haben bei ihr die Geistesmüden Ruhe, sie brauchen nichts zu denken, nichts zu forschen, nicht vorwärtszuschreiten, „sondern ganz ruhig an den Gütern ihrer Mutter Nacht teilzunehmen, und sie können ruhig schlafen."„ Erwachen sie aber, so sucht niemand so emsig das Licht, als wer sich in der Nacht befindet. Und so erscheint die Alleinseligmacherin trotz der Ohrenbeichte, des Meßopfers, des Zölibates und anderer Mißstände vom Herrn noch geduldet zu werden, damit die Menschen in ihrer Nacht einen desto größeren Appetit nach dem Lichte bekommen sollen! Solche Zulassung ist zu erklären aus dem Begriffe der notwendigsten Freiheit des menschlichen Willens. Aus der reinen Lehre Christi bildete sich ein allerfinsterstes Papsttum, als man sah, wie sie gleich einer geduldigen Kuh ohne viel Futter eine ungeheure Menge Milch gab. Die Gotteslehre wurde eine Verkaufsware. Als die rein geistigen Formen nicht mehr zu gierig gekauft wurden, besonders bei den prunk- und zeremonieliebenden Asiaten, richtete man die Ware nach dem Geschmacke der Morgenländer zu, Fegefeuer und Ablässe erschienen, die Kreuzzüge kamen, bei denen Rom mit den Sarazenen in innigster Geschäftsverbindung stand, dann warf man sich auf die Mystik, die Eskamotie und Schwarzkunst, errichtete Wallfahrtsorte mit wundertätigen Bildern, „hüllte sich ganz in Latein ein, produzierte wundertätige Reliquien und baute große Tempel mit Wunderaltären, goß große Glocken und dergleichen." Damit handelt man bis zur Stunde; aber die Menschen wachsen den Pfaffen über den Kopf und haben auch keinen Respekt mehr vor dem „beheiliggeisteten" Manne. Aber nun wissen sie nicht weiter. Die Bibeln sind zu sehr unter das Volk gekommen. Aber es ,,wird der Herr Seine Lehre reinigen zur rechten Zeit auf eine Art, die aller Welt wie ein Blitz in die Augen springen wird", weil „der Herr die römischen Lämmer sehr liebhat."

43. Pr 181 (4. Aufl. S. 183) Die Erhalter des schon lange bestehenden Gebäudes werden sich nicht so leicht dem Drange der Umstände ergeben. Wenn sie mit Verhöhnung und Verdächtigung dieser jetzigen Lehre ihren Zweck nicht erreichen, werden sie diese als Deckmantel gebrauchen, um ihre Existenz zu fristen. An ihren Taten wird man sie aber erkennen. Wenn diese falschen Propheten sehen, „daß ihnen alle ihre Anstrengungen mißlingen und sie entweder sich bekehren oder untergehen müssen, … werden sie alle Mittel anwenden, die zu ihrem früheren Glanze, zu ihrer früheren Macht führen sollen!"

44. Lbl III. 282—283. Gott wird Seine Anhänger zusammenführen an einen Ort, „wo die Finsternis mit ihrem ganzen Gefolge sich zu erkennen gibt, um dann im ärgsten Momente, in dem dieselbe ihres Sieges gewiß ist, von Mir, dem Lichte, durch euch, die ihr in der liebe euch jederzeit zu behaupten gewußt habt, erdrückt zu werden. … Das ist aber dann für euch alle die Stunde, wo ihr durch euer Liebevorgehen das Gefallene aufzurichten habt, um es Mir, dem Vater, voll gereinigt wiederzugeben!"

45. Ev 9, 70, 4)—71, 6). Jesus sagt: Wenn Seine Lehre und Kirche zu einem noch ärgeren Aase geworden sein wird als das Judentum zu Seiner Zeit, mit dem es nach etwa 50 Jahren zu Ende kommen werde, so würden dann auch die freien Licht- und Lebensader von allen Seiten über sie herfallen und würden sie als ein alle Welt verpesten wollendes Aas verzehren mit dem Feuer der wahren Liebe und mit der Macht ihres Wahrheitslichtes. „Und es kann das noch eher geschehen als da nach Mir, wie Ich nun leiblich unter euch bin, zwei volle Tausende von Erdenjahren verrinnen werden."

46. Ev 8, 46, 3)—9). Jesus sagt: „Aber es hat mit Meiner Geburt das Gericht der Heiden aller Orten schon begonnen und dauert nun in stets erhöhtem Maße fort und wird noch bis zum Voll-Lichte unter den Menschen auf dieser Erde fortdauern nahe an 2000 Jahren." Viele Hinderungswolken werden sich auftürmen, aber endlich den großen Aufgang der Wahrheitssonne nicht verhindern können. Die große Lebens- und Wahrheitssonne wird ein unerbittliches Gericht sein aller Lüge und allem Truge, und die Hure Babels wird mit ihren Jüngern und Verehrern samt ihrem großen Weltpompe hinabgeschleudert werden in den Grund der Verachtung, des gerechten Zornes und der Vergessenheit. Ich Selbst aber werde als die ewige Wahrheit in jener Sonne sein und durch ihr Licht bei den Menschen als Herrscher und Leiter ihres Lebens und ihrer zeitlichen und geistigen und ewigen Geschicke."

47. Ev 10, 25, 1)—30, 9). In einem Notabene für unsere Zeit sagt Jesus: „In den Katakomben Roms und in den Pfaffenburgen Spaniens und Italiens und hier und da des Deutschen Reiches finden sich noch gar manche sehr gewichtige Aufzeichnungen aus Meiner Zeit vor; aber die noch jetzt bellendste Hab- Glanz- und Herrschsucht der Hure Babels läßt davon ja nichts unter die Menschen kommen, und das aus der Furcht und großen Sorge, nun sich zu gewaltig zu verraten und dann von aller Welt dahin zur strengsten Rechenschaft gezogen zu werden, aus welchem Grunde sie den Menschen so viele Jahrhunderte die Wahrheit vorenthalten habe! … Wie sträubte man sich gegen das Licht Meines hellen Wissenschaftsblitzes, der vom Aufgange bis zum Niedergange alles, was auf Erden ist, von neuem hell zu beleuchten anfing, und das schon vor 300 Jahren, und dessen Licht nun stets heller und heller leuchtet und das also, daß in dieser Zeit sogar die geheimsten und verborgensten Gemächer der einst so großen und mächtigen Hure Babels wie am hellsten Tage offenliegen!" — Auf die Frage, wie lange die Hure Babels noch ihr Wesen treiben werde, sagt der Herr: Neben dem stets heller werdenden Lichte der Wissenschaft und Künste werde sich der alte, babylonisch heidnische, finsterste Wunderquark, dessen Betrug bis in die kleinsten Fugen und Falten erleuchtet ist, nicht lange mehr halten. Die Machthaber sehen gegenüber der unbesiegbaren Macht dieses Lichtes ihre Ohnmacht ein, müssen ihm ein freundliches Gesicht machen, können nicht wieder in die alte Finsternis einlenken. „Die Zeit des Lichtes ist einmal da und kann durch keine irdische Menschenmacht mehr aufgehalten werden." Die Hure Babels wollte in ihrem Starrsinn in der alten Finsternis beharren, sie grub dem Lichte aus den Himmeln eine Grube, um es darin den Augen der Menschen zu verbergen. „Aber Ich machte das Licht frei, und nun stürzen sie in das von ihnen gegrabene Grab." Alles falsche Prophetentum soll, wird und muß ausgerottet werden! Fast allen besseren Völkern ist das Prophetentum der Hure Babels verhaßt. Religionskriege entstehen nicht mehr, weil die Welt nicht mehr so dumm und finster ist wie vor 300 Jahren. An Ablässe, Zeremonien und geweihte Bilder glauben kaum noch 10 unter 1000. In Kämpfen werden gedemütigt werden die Machthaber, „die sich Meinem Lichte irgend in den Weg stellen wollen." Wer mit dem »frommen Mann« noch weiter liebäugeln wird, wird bald ganz verlassen dastehen [28, 11)]; „denn Ich will einmal ein Ende der lange angedauert habenden Buhlerei Babels! Von nun an soll alles neu und anders werden, und Mein Wort, das Ich zu den Aposteln und gar vielen anderen Menschen geredet habe, muß nun in neuer Kraft und Macht erstehen und dann wären bis ans Ende der Zeiten dieser Erde, und alle sollen sich sonnen und wärmen im Lichte Meiner Lehre aus den Himmeln, und es sollen wieder, wie es in der Urzeit war, Meine wahren Bekenner und Liebhaber in einer steten wohl fühlbaren Gemeinschaft mit Meinen Engeln und also auch mit Mir Selbst stehen, von der Wiege bis zum Grabe." [28, 12)] Fort mit den Tempeln, Altären, Heiligenbildern, Reliquien, Glocken und allen eitlen und keinen geistigen Lebenswert habenden kirchlichen Utensilien! „Wir wollen von nun an selbst die ganze Lehre Christi prüfen, sie uns von einem wahren, von Gott erleuchteten Lehrer erklären lassen und dann nach ihr leben und handeln!"

48. RBl I. 266—269. Die drei Weiber der Indischen Prophezeiung. Der Herr sagt: „In einer der ältesten Prophezeiungen der Inder heißt es: »Siehe, du sündiges Menschengeschlecht! Ein Weib war es, das die Welt ins Verderben stürzte, und wieder wird es dereinst geben ein Weib, aus dem der Welt eine große Gnade wird gegeben werden. Und am Ende wird es wieder geben ein Weib, durch das die Welt soll gerichtet werden; aber es wird bei dem Weibe stehen und abhängen von seinem Erkenntnisse, ob zum Leben oder ob zum Tode!«" Der Herr sagt der Helena, sie sei dieses dritte Weib. Nach der Erklärung der Helena über das siebenköpfige Tier mit den je zehn Kronen, welches aus der umgekehrten Tiara das Blut trinkt, das aus den Edelsteinen der Tiara in diese fließt (S. 255), will Gott handeln (S. 266). Die Helena sagt: „»Daher meine ich man solle die Krone weg-, dann die Spieße weg-, die 7 Köpfe weg-, das ganze Tier weg-, seine Helfer weg- und die Tiara auch wegtun, und die Erde wird meines Erachtens dann nicht mehr durchs Blut waten müssen, um zu dem goldenen und wahren Frieden zu gelangen!«"

49. Adv 18—20. Zum siebenten und letzten Male kommt Gott jetzt auf die Erde. (s. Haushaltung I, 46, 19)—23) und I, 154, 19—23) und L=Nr. 38, Die Liebe; S. 29; d. Vf.) Wie beim siebenten Rundgange Josuas um Jericho dessen Mauern fielen, so auch jetzt: „Es müssen auch alle wissenschaftlichen und Glaubens-Mauern, die euch die Gelehrten und Priester vor die Nase hingebaut haben, fallen, damit ihr sehen sollet den eigentlichen Herd des wahren Glaubens und der wahren Liebe!" Die einstürzenden Mauern oder das morsche Gebäude der katholischen Kirche wird es uns beweisen, daß nur e i n e Herde und e i n Hirte sein kann. Sie werden stürzen, und mit ihnen alle ihre Größen, die sie einschließen. Dadurch werden „auch alle sozialen Verhältnisse gerüttelt und anders gestellt werden, wodurch dann alles zu Meiner Darniederkunft vorbereitet wird." Ein allgemeiner Reinigungsprozeß muß da vorangehen, „damit dann der Hirte willigere Organe für Seine sanften Lehren finden kann. … Bald wird die Mine springen, schon brennt der Zunder, dann, zersplittert in tausend Trümmern, wird unter Schutt und Trümmern liegen, was mehr als tausend Jahre ungerecht gehandelt und nur auf das eigene Interesse des habsüchtigen Klerus vieler Jahrhunderte gebaut war." Bald wird das Freudengeschrei der unter dem geistlichen Despotismus geknechteten Völker ertönen, es wird stürzen „die ganze Klerisei mit ihren Winkelzügen des Hasses und der Intoleranz."

50. Ev 8, 47, 5)— 48, 15). Jesus zeigt den Seinen das zukünftige Bild Roms: Darin der Herrscher mit dem dreifachen Kreuz und der dreifachen Krone, die sichtliche Persönlichkeit des Antichrists. „Das dreifache Kreuz aber bezeichnet Meine Lehre, die daselbst eben dreifach verfälscht den Königen und ihren Völkern aufgetragen werden wird, falsch im Worte, falsch in der Wahrheit und falsch in der lebendigen Anwendung." Aber sein Thron sinkt abwärts schon nach 1000 bis 1500, 1600 und 1700 Jahren. Mit der aufgehenden Sonne fliehen seine schwarzen Rotten nach allen Seiten, nur nicht dahin, von wo die Sonne kommt. Vor dem Lichte der Sonne sinkt alles in Vergessenheit. Es bilden sich Vereine von Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind; sie rücken näher aneinander und bilden einen großen Verein. „Das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll Licht und Klarheit. … Auf dieser neuen Erde werde Ich Selbst dann sein und herrschen unter den Meinen, und sie werden mit Mir Umgang pflegen und Mich nimmer aus ihren Augen verlieren." Die alte Erde wird (geistig; d. Vf.) entzündet werden, daß sie wie in vollen Flammen zu stehen scheint. „Diese Zeit wird genannt werden Mein Tausendjähriges Reich auf Erden." Ein großer, finsterer Teil wird sich bestreben, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen, um wieder ein neues, antichristliches Heidentum zu schaffen. Dann kommt nach 1000 Jahren ein allerletztes und allergrößtes Gericht, in dem jede weitere finstere Bestrebung vernichtet wird in einer kurzen, kriegerischen Zeit. Danach wird aus den Himmeln und der Erde ein Hirt und eine Herde werden. Gott der Hirt, die Herde die Menschen im Verein mit den Seligen, die, wie in den Urzeiten, sichtbar mit den Menschen hier verkehren werden. Zuvor wird die Erde mächtige Umgestaltungen erleiden, große Länder werden aus dem Meere emporgehoben, viele Berge abbröckeln und die Täler zu fruchtbarstem Boden füllen; die Krankheiten werden verschwinden; Furcht vor dem Tode wird beim Menschen nicht mehr bestehen, weil er klar das ewige Leben der Seele vor sich sieht. Die Hauptsache wird dann die rechte Erziehung der Kinder sein, die im Liebeernst gezeugt werden. Glückliche Ehen werden wie im Himmel nach Gottes Ordnung geschlossen werden.

51. Lbl III. 142. Aus den Banden der Welt ringt sich ein neuer, herrlicher Menschheitsfrühling, dem die Sonne nicht wieder verschwinden wird. „Ich bin die Sonne und werde Mein Königszelt aufschlagen unter allen Völkern des Erdbodens!

52. Lbl IV. 184—189 (durch J. Lorber). Erklärung des Propheten Obadja. Das Gericht der Welt, der Untergang der Weltkirche und die Auferstehung der lebendigen Kirche der reinen Liebe.

1. Aus dem Herrn ist eine falsche, schlechte Ware gemacht, um sie als echt zu verkaufen.

2. Das Licht ist zur barsten Finsternis geworden.

3. „Deine irrwähnige, göttliche Machtvollkommenheit hat dein Herz oder deine Liebe von Mir abgezogen und es erfüllt mit Hochmut, Stolz, Zorn, Rache, … da du dein loses Wesen auf Mein Wort, mißdeutend, gebaut hast … und hast dich trügerischer- und schändlichst eigenmächtigerweise gesetzt auf den Thron Meiner Mir allein zukommenden Macht!"

4. „Ich, dein Herr und dein Gott, donnere dir nun in dein lange schon verstopftes Ohr und in dein zu Stein verstocktes und verhärtetes Herz von allen Seiten her! Wenn du nun dich auch erheben möchtest … und möchtest dir aufbauen eine Wohnung … im Bereiche Meines Gnadenlichtes, so werde Ich dich dennoch, um deiner alten Hurerei willen, ergreifen und hinabschleudern in die Tiefe deines Unflates!"

5. „In deiner großen Nacht will Ich in deinem Schoße Weise erwecken. … Diese sollen deine alten Schleier lichten und dich aller Kreatur zeigen in deinem wahren Lichte und elendsten, ärmsten Zustande! Wie wirst du da begegnen aus deiner gräßlichsten Nacht Meinem allerhellsten Lichte aus den Himmeln? … Du wirst nackt, von Meinem mächtigen Lichte beleuchtet, vor der ganzen Welt dastehen; deine Kostbarkeiten von großem Werte, die du noch verborgen hältst, werden dir genommen werden."

6. „Und du wirst dich selbst aussuchen in allen deinen Winkeln; aber du sollst nichts finden in dir!"

7. „Alle deine Anhänger, die du dir zu eigen angebunden hast mit deiner langen Doppelzungenmacht, werden dich … verabscheuen … Ja, sogar deine geweihten Knechte, Diener und Söldner, also deine Geschworenen und Gesalbten, werden dich vor der ganzen Welt enthüllen und dich zeigen dem Volke, wie du bist in deiner Art, voll Torheit, voll Lüge und voll Betruges!"

8. „Du wähnst, unüberwindlich zu sein, weil du dich den Machthabern der Erde aufgedrungen hast und diese dich in den Waffenschutz aufgenommen haben. … Ich, dein Herr, aber will zu dieser deiner letzten Zeit deine Weisen zu Toren machen … und alle deine Prunkerhabenheit zur allgemeinen Weltlache!"

9. „Deine Starken im Worte, welche sich Gottesgelehrte nennen, aber dennoch von Gott noch nie eine Silbe vernommen haben, sondern alle ihre diplomatische Gottesgelehrtheit von der Welt her haben, will Ich … zugrunde richten lassen von den schwächsten Meiner weisen Kinder!"

10. Im Besitze des Wortes Gottes den ärgsten Heiden nicht nur völlig gleich, sondern noch ärger als sie, ,,sollst du in deiner Wirkung ausgerottet werden ewiglich!"

11. „Bis jetzt jubelst du, so du sahest Meine Kinder (Antirömlinge, Protestanten, Hugenotten) in irgendeinem Elende, und schobst alles als Schuld ihres Ketzertums gegen dich auf sie und nanntest das eine gerechte Züchtigung und stimmtest Lobgesänge an, wenn durch deine Ranglust und arge List Tausende Meiner Bekenner getötet worden sind; aber in der Zukunft sollst du diese Freude nimmermehr haben! Du sollst dich nicht freuen über die Prüfungen der Meinen, und deine Gesandten sollen mit ihnen nichts rechten in der Zeit ihrer Probe!"

12. „Du sollst nicht in das geheime Gnadenlicht eindringen zur Zeit der Heimsuchung Meiner Bekenner, mit Ekel sollst du erfüllt sein gegen Meine Erbarmung, Liebe und Gnade für Meine Bekenner! Wenn sie an weltlichen Dingen darben und fasten werden, da soll dir alle Lust vergehen, dich zu freuen über Meine Bekenner! Wenn sie von Mir geläutert werden, auch da werden deine Prediger zu großen Schanden werden vor ihnen!"

13. „Wirst du dich an die Höfe der Könige wenden, da sollst du abgewiesen werden in deinen verräterischen Forderungen zur Zeit der Umwandlung Meiner Bekenner!"

14. Es ist herangekommen der „Gerichtstag über alle Heiden und um so mehr über dich! … Dein lange schon wohlverdienter Lohn soll über dein Haupt kommen!"

15. Wie du aber deine Weltmacht auf Mein Wort fälschlich und arglistig gestützt hast und hast dir große Ehre, Gold und Edelsteine verschafft, desgleichen sollen nun deine Heiden dir tun und sollen dich, gleich Blutegeln, aussaugen bis zum letzten Lebenstropfen … und völlig dich verschlingen, daß du darob sein sollst, als wärest du nie gewesen!"

16. Die im Glaubenswahren und in der Liebe werktätigen Bekenner des Wortes Gottes sollen die Wiedergeburt erlangen und ein geistiges Amt und das lebendige Wort Gottes überkommen!

17. Gegen das Feuer des lebendigen Gottes soll alles menschliche gelehrte Wort werden „wie ein leeres, dürres Stroh, desgleichen auch alle studierten Mundpredigten und Kanzelreden!"

18. ,,Die im Lichte der innern wahren Weisheit sind, die werden auch alle Weltweisheit unterjochen und am Ende zunichte machen; welche aber im Feuer der Liebe stehen, … werden in der Fülle gefangennehmen die falschen Propheten, Lehrer, Prediger, Redner und Gesetzgeber."

19. Die Ketzer und die beim Worte gebliebenen Altgläubigen werden in der Weisheit und Liebe geweckt werden.

20. Aus allen Glaubenssekten werden Besitzer des lebendigen Wortes geweckt werden und „aller Welt ein neues Licht anzünden und sie somit richten in ihrer grenzenlosen Torheit und sie strafen, das heißt, mit ihrem Lichte zur wahren Buße und Umkehr nötigen, und das wird sein Mein Reich auf Erden oder Ich als der ewige König unter Meinen getreuen Bekennern, Liebhabern, Kindern und wahren Anbetern Meines Namens im Geiste und aller Wahrheit, und der Tod, d.h. der Tod des Geistes, wird seine Rechte einbüßen, wo der König des Lebens also herrschen wird!"

 

Siehe auch Wegweiser Teil II K „Die Religion" und Teil II A „Prophezeiungen".

Ist nicht der Jude der Antichrist?

Es ist eine weitverbreitete Anschauung, daß der Jude als der Antichrist zu gelten habe. Zu der Zeit, als er den Herrn Jesus Christus an das Kreuz schlug, war er der ärgste Feind Jesu und, da das Christentum zu dieser Zeit noch keine nennenswerte Verbreitung bei anderen Völkern gefunden hatte, auch der alleinige Feind, so daß er damals d e r Antichrist war. Aber auch heute noch stehen die Juden in hartnäckiger Nichtanerkennung der Person Jesu als der ihres Gottes, und ihre Religion zwingt sie zur Fortsetzung ihrer Feindschaft gegen Christus und die Christenheit. Verdient da nicht der Jude auch jetzt noch den Namen „Antichrist"? Dennoch bezeichnet Gott der Herr in Seinen uns gewordenen Offenbarungsschriften den heutigen Juden nirgends als „Antichrist"; Er stellt als solchen R o m hin.

Der Herr Jesus hat über die Zukunft der Juden sich mehrfach ausgesprochen (s. „Wegweiser" II K Nr. 15—23). Als er den Jüngern sagt, daß die Juden Ihn töten würden, fügt er hinzu: dann würde den Juden aber auch alle Gnade und alles Licht genommen werden; sie würden fortan kein Volk mehr bilden und bis ans Ende der Welt kein eigenes Land mehr haben, sondern wie ein flüchtiges Wild in der Wüste zerstreut über den ganzen Erdboden herumirren.

Alls Jesus über die Zerstörung Jerusalems weissagt (Ev 7, 50, 3), führt Er aus: Es würde danach mit dem Judenvolke für alle Zeit der Zeiten aus sein; verhaßt würden die Juden unter den Heiden alle Schmach und Verfolgung zu tragen haben, als bleibendes Zeugnis ihres Unglaubens und ihrer Lieblosigkeit. Den verheißenen Messias würden sie wohl immer erwarten, jedoch vergebens. Fänden sie einmal in späteren Jahrtausenden den Weg zum Vaterhause zurück, so würden sie, wie der verlorene Sohn, auch aufgenommen werden. Hier zeigt sich der Standpunkt des Herrn: Das Judenvolk ist Ihm heute wie „der verlorene Sohn". Immerhin aber hat der Vater diese unsere Offenbarungen nicht der Juden wegen gegeben (K 67—68).

Über die heutigen Juden sagt der Herr (Pr 188 [4. Aufl. S. 191—192]): Ihre ehemalige Geistesrichtung habe sich in die entgegengesetzte verkehrt, und ihre Hauptbeschäftigung jetzt sei das Übervorteilen von Andersgläubigen; sie seien die Blutegel bei den Völkern und huldigten allein dem Mammon, verachtet von allen Völkern (Pr 290—291 [4. Aufl. S. 291—292]). Mit der über den Mammon gewonnenen Macht beherrscht der Jude heute in außerordentlich weitem Umfange die Staaten und die äußeren Weltverhältnisse.

Neben diesen Erfolgen in der Eroberung der äußeren Welt tauchen jedoch, besonders bei uns im deutschen Reiche seit den Tagen unseres Niederbruches, auch Bestrebungen von jüdischer Seite auf, die christliche Religion als minderwertig hinzustellen, die Person Jesu zu verkleinern, Ihn als einen lediglich besonders veranlagten Menschen zu zeichnen, Seine Wundertaten als ganz natürliche Vorgänge zu erklären und uns als den allein erstrebenswerten Glauben den jüdischen anzupreisen.

Damit tritt das Judentum auf dem religiösen Gebiete wieder aktiv, angreifend, hervor, mit dem Endziel, das Christentum zu zersetzen und uns die Vorstellung einzuimpfen, als sei die auf den Mammon gegründete Macht des Judenvolkes auch moralisch gerechtfertigt, weil sie unentwegt immer noch das auserwählte Volk Gottes seien, dem der Herr auch die äußere Beherrschung der ganzen Erde in Aussicht gegellt habe. Für diese Idee berufen sie sich insbesondere auf die Stelle im Propheten Jeremias Kap. 30 V. 16, mit welcher gesagt sein soll, daß sie, nachdem sie für ihre Sünden gezüchtigt sein würden, die Herrschaft über alle Völker erlangen würden.

In den öffentlichen Propaganda-Versammlungen, deren Ankündigungen die Urheber und die Abstammung der Redner nicht erkennen lassen, und zu denen infolgedessen die Christen meist in hellen Scharen strömen, wird diese Anpreisung der jüdischen Religion meist unter der Maske christlicher Redewendungen fast unmerklich vorgenommen, dem harmlosen Zuhörer nicht leicht bemerkbar, mit der Wirkung des heimlich beigebrachten schleichenden Geistes.

Gegen diese Versuche ist aber jeder Christ, der sein Herz auf dem rechten Fleck hat und in diesem seinen Jesus lebendig trägt, gewappnet, und er kann sich leicht ihrer erwehren. Der Wolf im Schafspelze läßt sich sogleich entlarven, man lege ihm nur die Frage vor: „Wie stehst du zu Jesus Christus? Ist er dir Herr und Gott?" Die hier drohende Gefahr ist um so geringer, als sie nur an erwachsene Christen herantritt, die zu einem eignen Urteil über ihre Religion gereift sind oder doch reif sein sollten.

Ganz anders schwerwiegende Folgen zeitigt aber die Zugehörigkeit zur römischen Kirche. Diese tritt nicht erst an erwachsene und urteilsfähige Menschen heran, sondern sie begleitet ihre vielen Millionen von Angehörigen schon von der frühesten Kindheit an durch das Leben. Der Priester und das Elternhaus sorgen hier dafür, daß die Gebräuche und Lehren und Forderungen dieser Kirche schon dem Kinde als das ganz allein wahre Lebensheil in Fleisch und Blut übergehen. Das Verbot des Bibellesens nimmt die Anregung zur Kritik fort. Mit der Beteuerung der Garantie des Seelenheils im Jenseits wiegt diese Kirche den Menschen in eine Unbesorgtheit um die Zeit nach dem Tode, welche äußerst angenehm, weil bequem ist, da sie ein Anzweifeln und Nachprüfen erspart, ja ein solches und jede Abweichung von der Lehre sogar unter harte Strafe stellt.

Wir wissen nun aus unseren Offenbarungen, welch namenloses Unglück dem Menschen im Jenseits droht, wenn ihm die Heilswahrheiten Jesu Christi hier auf Erden nicht lauter und wahr kundgetan werden, wenn er infolgedessen hier einen für richtig und sicher gehaltenen, aber falschen und nicht zum wahren Lichte führenden Weg wandelt und so seine Aufgabe, zu deren Erfüllung er auf dieser Erde ins Leben gerufen wurde, nicht erkennt und seinen Erdenlebenszweck versäumt.

Die Schädigung, welche diese Kirche dadurch der Seele beibringt, verstößt auf das schwerste gegen alles, was der Herr mit dem Menschen in Seinem großen Heilsplane vorhat, und zwar so schwer, daß im Verhältnis hierzu alle Gegnerschaft des Judentums wenig bedeutet! Der Jude vertritt mit seinem Wucher dem Christen nach Möglichkeit den Weg zu den irdischen Schätzen, aber damit nur den Weg zu den weltlichen, vergänglichen Gütern, deren Besitz der Seele obendrein für ihre Ausbildung zum Jenseits meist nur schädlich ist, und die wir beim Tode zurücklassen. Rom dagegen verfinstert und verwischt den Weg zu den Werten, die allein hier auf dieser Erde in dem kurzen, nicht wiederkehrenden Prüfungsleben für alle Ewigkeit erworben werden sollen: den Weg zu den himmlischen Seelen- und Geistesschätzen!

Der Antichrist ist Rom!


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Siehe auch:  Der Antichrist Themenheft 40 durch Bertha Dudde

Siehe auch: Über die Endzeit und den Antichrist durch Johanne Ladner

 

 

 


Aktualisiert am:  01.12.2008 - Home